Entscheidung zwischen Messern

  • Also mir fällt gerade eine Entscheidung sehr schwer, vielleicht könnt ihr mir ein bisschen helfen


    Ich muss mich zwischen einem


    Toor Field 2.0 Campfire


    und dem


    Daniel Winkler Belt Knife (ist in meinem Besitz)


    entscheiden.


    Es geht rein um Qualität und Optik.


    Welches würdet ihr da Winkler auf ein Toor eintauschen?

    Beards are like Boobs - The Bigger they are - The Longer you Stare

    Einmal editiert, zuletzt von Hatchet ()

  • Winkler ist einfach der Klassiker. TOOR moderner...


    Ich finde die Qualität von Winkler weit über dem TOOR. Die Klinge des Winkler benötigt allerdings manchmal Öl.


    Warum habe ich dennoch damals mein Belt Knife verkauft? Weil ich den falschen Griff hatte. Glatte Walnuss... mit geschmeichelten Händen nicht sehr griffsicher.


    Das TOOR wird wahrscheinlich den besseren Griff haben. Ich habe viele TOOR, sie liegen allesamt rutschsicher und perfekt in der Hand.


    Wenn das Winkler einen Sculpted oder einen Rubber Griff hat, würde ich das Winkler vorziehen. Du wirst es kaum klein bekommen...

  • als großer Freund von sowohl Winkler als auch Toor würde mir die Entscheidung auch schwerfallen.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man sich zwischen zwei Messern nur sehr schwer entscheiden kann, hat man irgendwann eh beide 😅 ist also eher eine Frage der Reihenfolge...

    Wegen dem einzigartigen, unverwechselbaren Stil würde ich wohl zunächst zum Winkler greifen.

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    Fotos hauptsächlich in der Foto-App IG

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  • Moment............schön wärs. 🥰

    ich kann nicht schon wieder soviel für ein Messer ausgeben.🤣

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  • Ich hatte einmal ein Winkler und war von der Verarbeitung her absolut zufrieden. Insbesondere die Boltaron-Scheiden mit Lederüberzug und Innenfutter sind phänomenal gut. Allerdings würde ich mir kein weiteres mehr kaufen wollen. Ich finde, die hohen Preise sind technisch kaum zu rechtfertigen.


    Der Stahl ist sehr einfach und günstig, das ist das eine, und darüber könnte man jetzt endlos philosophieren, ob das nun gut oder schlecht ist. Der Stahl ist ja nicht per se schlecht, und die Wärmebehandlung soll sehr gut sein. Ich finde es aber für ein Messer in der Preiskategorie nicht ganz passend. Einen entsprechenden Rohling bekomme ich bei Dictum für ca. 6€. Die Griffschalen sind - so habe ich es jedenfalls verstanden - aufgeklebt und mit Pins versehen. Wenn sie sich lockern, kann man sie draußen im Feld nicht wieder befestigen. Verschraubte Griffschalen wären mir da lieber. Auch das "Sculpting" der Griffschalen geht schnell mit der Umlenkrolle am Bandschleifer. Ja, das ist Handarbeit, aber wenn jemand darin geübt ist, geht das in Null Komma nichts.


    Dazu fand ich es immer komisch, dass diese Messer so gerne von Navy Seals genutzt werden sollen. Gerade bei einer Tätigkeit, die oft in und am Wasser stattfindet, sind doch Lederscheide, Holzgriff und leichtrostender Stahl eher fragwürdig. Ich hätte da lieber das "Standard Issue" Cold Steel SRK dabei ;)


    Der Sekundärmarkt für Winkler scheint meiner Wahrnehmung tendenziell Recht zu geben, viele Messer sind Ladenhüter geworden oder verkaufen sich nur deutlich günstiger.


    Das alles soll weder den Hersteller noch die Messer schlecht reden, aber ich finde, 150,-€ für ein Field Knife würden dem Ganzen etwas mehr Bodenhaftung verleihen.

    Busse - Harsey - Hinderer


  • Danke für die Antworten euch allen.


    Sind alle gute Argumente.


    Ich werde noch weiter drüber grübeln.

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  • Korrekt verklebt und gepinnt löst sich da nichts, auch bei Belastung nicht. Gegenargument ist hier dann auch das sich keine Feuchtigkeit unter den Scales ansammeln kann wie oft bei verschraubten Scales. Was aber sehr wohl problematisch ist, wäre ein Wechsel der Schale bei einem Defekt. Sofern man Ersatz hat, ist das bei einer Verschraubung schnell erledigt, bei geklebten Schalen kann es schon mühsam werden bzw "im Feld" nicht zu schaffen.

    80CrV2 als zu billig zu deklarieren ist vielen zu einfach, aber es ist unbestritten, das P/LVerhältnis (für den Maker) ist kaum zu schlagen. Günstig, leicht zu härten, hält bis auf Korrosion recht viel aus. Nur...mich interessiert es nicht so wahnsinnig das es der Maker leicht hat, ICH will ein gutes P/L Verhältniss haben, da ist mir 80CrV2 für den aufgerufenen Preis ebenfalls zu wenig. Es gibt eine Folge von Tims Sprachnachrichten wo Georg von seinem Besuch bei Winkler berichtet und sich so auch etwas die Preispolitik erklärt. Aber das ist für mich persönlich Brimborium. Fakt ist, Absatzprobleme gibt es wohl keine, also ist der Preis wohl für viele in Ordnung

    Das man am 2. Markt ordentlich mit dem Preis runter muss, ist klar. Das liegt daran das allgemein die Leute ihr Geld für andere Dinge benötigen, die Teuerungen treffen uns alle, und natürlich das ein gewichtiger Grund für Winkler hier bei uns eine sekundäre Rolle spielt: made in America. Das ist vielen vollkommen egal, bei einigen sogar ein Grund es nicht zu kaufen und manche stehen halt drauf und sind gerne bereit dafür tiefer in die Tasche zu greifen. Erst vor kurzem hat hier am Marktplatz doch jemand recht lange ein SD2 zu einem fairen Kurs angeboten, das hat wohl auch ne Weile gebraucht um einen neuen Besitzer zu finden

  • Es gibt ja drei grundsätzliche Möglichkeiten, als Unternehmer den Preis für sein Produkt strategisch festzusetzen:

    1) sich an den eigenen Herstell/Selbstkosten orientieren mit Gewinnaufschlag der nötig ist um profitabel zu arbeiten

    2) sich an der Zahlungsbereitschaft der Nachfrager orientieren. Bekommt man z.b. raus über die sog. Limit Conjoint Analyse oder andere Verfahren sowie dem wissen der Sales Reps

    3) an Marktpreisen der Konkurrenz orientieren


    Winkler und andere Hochpreishersteller gehen halt den zweiten Weg. Wenn deren Produkte "überteuert" wären, würden die Lager anschwillen. Bei einem "überteuerten" Produkt wäre die Nachfrage kleiner als das Angebot. Dies ist aber nicht der Fall, so gut wie sich die Sachen verkaufen bei den Preisen. Also haben sie es strategisch richtig gemacht ( zumindest aus Management Perspektive...)


    Als Konsument und Schwabe fände ich ein Winkler Operator zu 100 Euro auch toll, aber das Leben is halt kein Wunschkonzert ;)

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    3 Mal editiert, zuletzt von Ramelius ()

  • Die Toor oder Winkler Frage ist für mich als Winkler-Fan leicht zu beantworten.

    Klar ihr habt recht, die Dinger sind für das Gebotene auf den ersten Blick recht teuer.


    Alle drei Messer die ich von Winkler besitze (Blue Ridge Hunter, Operator, SD 2) sind aber klasse verarbeitet und absolut praxisorientiert als robuste Einsatzmesser entworfen. Der 80CrV2 (1.2235) Stahl ist hierbei für mich eher ein Feature, sehr gute Zähigkeit, gute Schnitthaltigkeit und leicht im Feld nachzuschärfen.


    Der Stahl ist sehr feinkörnig und lässt sich rattenscharf ausschleifen, den Härteprozess hat Daniel auch absolut im Griff. Es ist erstaunlich was er an Schnitthaltigkeit aus dem doch eher einfachen Stahl herausholt. Aufgrund seiner Zähigkeit neigt dieser, auch bei hartem Gebrauch, nicht zu Ausbrüchen.

    Insgesamt also hervorragende „no-nonsense“ Messer - und sexy sind sie auch noch. Hier mein Operator. :)


    IMG_1534.jpg

  • Ich besitze ja das Belt Knife von Winkler, bin auch voll zufrieden damit und klar es sieht super sexy aus und liegt mir auch super in der Hand.


    Die frage ist soll ich es gegen das Toor Field 2.0 Campfire eintauschen oder nicht.

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