Historische Messer neu interpretiert

  • Ich wage mal den Versuch eine Rubrik zu eröffnen welche Messer zeigen soll die sich an historischen Originalen orientieren.

    Mir geht es dabei um Messer, die bewusst als Nachbauten produziert wurden, als auch um Messer die historische Originale bewusst neu interpretieren. Auch das Thema „Fälschungen“ sollte einen gewissen Raum bekommen.


    Ich starte einfach mal mit dem Wikingermesser von Helle.


    Das „Viking“ ist eine Neuauflage eines Helle-Klassikers, der ursprünglich im Rahmen einer Spendenaktion für eine Weltumsegelung in einem Wikingerschiff gefertigt wurde.


    andré


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  • Eine sehr interessante Rubrik, vielen Dank fürs Erstellen 👍


    Ich mache mal mit dem klassischen Mercator weiter, hier ein Modell aus dem ersten Weltkrieg und das aktuelle von Otter:


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  • Cold Steel fällt mir da spontan ein, mit den Hommagen aus Plaste.

    Kudu, Roach Belly etc. ; nicht zuletzt auch im Bereich HuS und div. Sportgeräte.


    Toller Thread👍

  • An dieser Stelle eine vor einigen Jahren von Böker aufgelegte Neuinterpretation des „Schweizer Dolches“. Diese Dolche kamen wohl im 15. Jahrhundert auf. Es existieren meisterhaft gefertigte Exemplare mit einer Scheide die Holbeins „Totentanz“ zeigen. Dazu siehe Holbein Dolch. In der Schweiz durchaus ein nationales Symbol.

    Im „Dritten Reich“ erlangte dieses Dolchmodell traurige Berühmtheit als Seitenwaffe diverser Organisationen. Vorbild soll wohl ein Dolch gewesen sein der im bayrischen Armeemuseum liegt.


    andré


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  • Ein weiteres von Böker aufgelegtes Messer. Ein sogenannter Grabendolch. Zum Vergleich habe ich mal einen originalen Böker Grabendolch dazugelegt (der schlecht erhaltene) und einen ohne Hersteller. Diese „Dolche“ sind mit der Zeit des Ersten Weltkrieges verbunden.

    andré


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    Einmal editiert, zuletzt von andre ()

  • Hm... Es könnte hier evtl. sogar doppelt passen:

    Ötzi Knife von Condor Tool&Knife Company


    Zum Namensgeber bzw. Original

    Ötzi – Wikipedia
    de.wikipedia.org


    Ötzi hatte ja ne ganz ordentliche und zweckmäßige Ausrüstung, EDC sozusagen, auch mit einem IFAK, mit Beef Jerky etc.

    Vor allem aber bin ich davon überzeugt das er definitiv ein Violent Nomad war (und ihn ja auch selbst ein gewalttätiger, unnatürlicher Tod ereilte...)


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  • Anbei zwei weitere Exemplare von Bökers Interpretation eines Grabendolches. Hornschalen spiegelten sich heute wie damals im höheren Preis wider.

    Beim Modell mit den Hornschalen ist meiner Meinung nach die Scheide einfach besser gelungen. Die zweite Schlaufe sorgt für einen deutlich besseren Sitz des Messers in der Scheide.

    Noch kurz zum Begriff Grabendolch. Heribert Seitz schreibt in seinem Glossar

    „Fachwörter der Blankwaffenkunde“ wie folgt:

    „Grabendolch erst nach dem 2. Weltkrieg durch quasi- Übersetzung des engl. Ausdrucks

    trench-knife" ins Deutsche übernommene Bezeichnung für zum Nahkampf bestimmte Messer und Dolche; s. Nahkampfmesser, Sturmdolch“

    Ich jedenfalls kann mit dieser Beschreibung sehr gut leben.


    andré


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  • Hoffe das kann mir entfernt auch gelten lassen:


    Cold Steel Kudu Lite und

    TOPS El Pionero:


    Kudu und Kudu Lite (Mit Sicherung; Slipjoint) sind vom Okapi inspiriert

    https://de.wikipedia.org/wiki/Okapi_(Messer)


    Das El Pionero wiederum hatte wohl Gemüsemesser (Paring Knifen) zum Vorbild. Geeignet für gemeine Gurken, treulose Tomaten und Zwiderwurzn😉


    Noch 2x Cold Steel:

    Das "Canada Belt Knife" direkt benannt nach seinem Vorbild.

    Dazu noch ein altes Finn Wolf, dem man seine Abstammung auch sofort ansieht. Beides gute Brotzeitmesser die auch ne Wanderung, Schwammerlsuche o.ä. erledigen können.



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  • Ich bleibe noch bei den Grabendolchen und zeige hier eine Reproduktion die seit über dreißig Jahren am Markt ist. Diese Grabendolche sollen wohl in Indien/ Pakistan produziert werden. Ich gehe davon aus, dass dieses Messer bewusst als Fälschung produziert wurde. Mittlerweile wird dieser Grabendolch als Reproduktion, aber auch immer noch als Original, angeboten.

    Erwähnen möchte ich auch, dass es verbesserte Ausführungen gibt, die anhand von Bildern kaum noch von noch Originalen zu unterscheiden sind.

    Immerhin bekam das Messer einen Auftritt bei James Bond.

    Siehe hier:



    Ist auf Seite 14 des Beitrags.


    Bilder auch mit einem Original.


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    2 Mal editiert, zuletzt von andre ()

  • Moderne Ausführung eines traditionellen Landwirtschafts/Erntemessers aus dem Raum Indonesien, Malaysia, Philippinen. Die Form lässt sich bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen.

    51311172dt.jpg

    --------IG: @ramelius28 ---------

    Fotos hauptsächlich in der Foto-App IG

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    3 Mal editiert, zuletzt von Ramelius ()

  • Zwei Kopien die Messer des Zweiten Weltkrieges zeigen. Zum einen das sogenannte Infanteriemesser 42 und das als Luftwaffenkampfmesser bezeichnete Modell. Meiner Meinung nach wurden auch diese Messer gefertigt um Sammler hinters Licht zu führen, bei mir hat es funktioniert, seriöse Händler führen sie als Repliken.

    Auch wieder gemeinsam mit Originalen gezeigt.


    andré


    IMG_1899.jpgIMG_1900.jpg

  • gabs die Teile nicht mal von De Agostini? mitsamt so nem duennen Heftchen?


    da gabs auch den heiligen Gral, das VK42, ein Bajonnett mit nem multitool im Griff, und das alles fuer 25€

    Es gibt keinen Overkill.

    Es gibt nur Feuer Frei!

    und Nachladen!


    (Schlock)

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