Beiträge von Micha M.

    Ein Tactical-Walking-Stick für das Forum wäre genial!


    Einen Skull-Knauf fände ich allerdings ein wenig ZU auffällig. Man muß sich ja klar sein, daß ohnehin das Mitführen eines Stocks bei Leuten unseres Alters ohne erkennbare Gehbehinderung eher unüblich ist. Ist man da nicht gerade gothic-mäßig drauf, ist so ein Skull-Knauf vielleicht ein wenig zuviel des Guten :)


    Ein glatter Knauf mit einer Skullgravur oder eine Manschette am Stock mit der Gravur wäre eine etwas dezentere Alternative....


    Statt der mehr oder minder eleganten silbernen Knäufe könnte man z.B. auch welche aus G10 drehen lassen.

    Wir sind uns sicher weitgehend einig, daß man leider heutzutage - vielleicht auch aufgrund des offenkundigen politischen Willens zur möglichst restriktiven Anwendung waffenrechtlicher Vorschriften - grundsätzlich "in Gottes Hand" ist, wenn es zu einer Einzelentscheidung kommt....Ebenso "uneinheitlich" ist mit Sicherheit die Reaktion von Ordnungskräften beim Antreffen eines solchen Gegenstands....das dürfte allerdings auch von der "Antreffsituation" abhängen, obwohl die - waffenrechtlich - nun wirklich nix ausmachen sollte.....


    Der Threadstarter hat NIRGENDS seinen Willen ausgedrückt, einen Gegenstand gestalten zu lassen, um damit "besser" oder überhaupt verletzend auf andere Menschen einzuwirken. Er mag - für welche Anwendungen auch immer, mangels erklärter oder offenkundiger "unfriedlicher" Anwendungswünsche aber erst einmal ganz allgemein für den gesamten Umgang mit einem Messer - eben größere Messer, also solche mit einer größeren "Hebelwirkung" bzw. Auftreffenergie durch mehr Abstand zwischen Hand und dem auftreffenden Klingenteil. Das will er eben, erklärtermaßen auch noch zur Einhaltung bestehender Vorschriften und zur Vermeidung eines einzelnen Erklärungsbedarf für den Zweck des Mitführens, hier durch einen längeren Griff erreichen.


    Ich finde schon bedenklich, daß hier einzelne Reaktionen kommen in Richtung "So ein Ding ist eh eine Waffe...". Zum Teufel, warum denn?? Wenn da so ein sachunkundiger Depp aus der "Gutmenschen-Fraktion" so pauschal und technisch unzutreffend und unwissend "argumentiert", ist man das ja gewohnt....aber unter uns??


    Es gibt seit Jahrhunderten in der friedlichen Werkzeuganwendung von Messern Beispiele für "langstielige" Versionen, also Messer mit langem Griff - überall dort, wo man entweder mit großem Druck schneiden oder insbesondere mit Schwung hacken möchte. Beispiele gibt es in der Berufsfischerei (z.B. Flensmesser), bei Haumessern in der Fleischerei, insbesondere aber im Bereich der Landwirtschaft und der Waldarbeit. Hier gibt es viele Beispiele, vor allem für langstielige Entastungs- und Entrindungswerkzeuge.


    In anderen Ländern sind "zweihändige" Macheten (auch diese per Definition nicht als ganze Klasse Hiebwaffen, sondern Werkzeuge,und allenfalls beim Vorliegen besonderer, werkzeuguntypischer Merkmale wie Rückenschneiden anders klassifiziert, z.B. "Combat Macheten") durchaus verbreitet, aus denselben Gründen wie oben erwähnt...


    Sucht der Threadstarter also ein Werkzeug, das bei einer "diskussionsbefreienden" Klingenlänge von bis zu 12 cm entsprechende hohe Hiebleistung bzw. Eignung für die geschilderten Einsatzgebiete liefert, ist die Gestaltung technisch durchaus nicht abwegig.....für mich indiziert da auch erst einmal nichts eine ausschließlich oder überwiegend auf Waffenanwendungen abzielende Absicht oder Produktgestaltung.....


    Man sollte trotzdem jedes Gestaltungsdetail vermeiden, das "messerfeindliche" Kontrollkräfte und Entscheider im weiteren Verfahren auf den - für mich abwegigen, aber nicht ganz unwahrscheinlichen - Gedanken bringen könnte, das sei sowieso wieder nur ein phöses Meuchelwerkzeug. Nach dem für mich unfassbaren "Stuttgarter Urteil" oder Fällen wie der "Entwaffnung" eines Rettungssanitäters ist für mich da leider nichts mehr ausgeschlossen....


    "Folgerichtig" würde ich von der oberen Schor ("Fehlschärfe") absehen, weil sie Diskussionen darüber provoziert, ob man nun einen "beidseitigen Anschliff" oder einen "durchgehenden Rücken" bei dem Tool habe. Obwohl auch Tauchermesser beidseitig geschärft sind, die - außer in Bond-Filmchen vielleicht - nun ganz sicher in der Praxis nicht zum "Abfangen" anderer Taucher gemacht sind, sondern ausschließlich zu Werkzeuganwendungen wie Seil-, Gurt- und Netzschneiden zusätzlich zur glatten noch eine Wellenschliff-Schneide anbieten, macht es sich die WaffG-Anwendung da ja relativ einfach und klassifiziert gern alles, was nach zweischneidig ausschaut, als fieses Mordwerkzeug.....Exkurs: Ich kenne übrigens auch jede Menge Gefriergutmesser mit beidseitigem Anschliff und hoffe inständig, die entsprechende Meinungsbildung sei nicht durch kannibalistische Ernährungsgewohnheiten untermauert worden...


    Ich würde den Rücken stark und durchgehend gestalten lassen und die Klinge auch noch weiter erhöhen, um die Zweckbestimmung zum Hacken zu betonen. Von der Spearpoint-Form würde ich absehen und auf moderaten Drop Point wechseln, um vorn eine hoch ansteigende Schneide zu erhalten, mit der man z.B. dann gut stemmen, schaben, entrinden usw. kann.....
    Interessante Alternative wäre natürlich auch eine beitelförmige Spitze, die vermutlich auch die "Waffendiskussion" noch weiter "entschärfen" würde.


    Kommen wir zur "Antreffsituation". Waffenrechtlich macht es für die Bewertung des Gegenstands eigentlich keinen Unterschied, ob ich ein BAUARTLICH UNVERÄNDERTES Werkzeug (also ohne Waffeneigenschaft hinsichtlich der gestalterischen Zweckbestimmung) nun in einer Werkzeugkiste transportiere oder in einem megataktischen Schulter-Schnellziehholster......Nun lehrt uns die Praxis, daß das zumindest bei ersten Kontrollmaßnahmen doch nicht ganz ohne Einfluß bleiben wird. So VERMUTE ich einen etwas anderen Ersteindruck, wenn das Tool im oder am Rucksack wie ein Campingbeil mitgeführt wird oder im Fahrzeug liegt - oder eben alternativ in einer "Ninja-Rückenscheide" am Träger entdeckt wird :)


    Vielleicht kann man den friedlichen Charakter des Werkzeugs auch noch durch einen hübschen Namen wie "Trekking-Entaster", "Forest-Master" o.ä. betonen :)


    Zusammenfassend: Nach der Intention des Threadstarters und der grundsätzlichen technischen Gestaltung ist nach meiner persönlichen Meinung das Tool KEINE Hiebwaffe. Dies würde ich durch Detailänderung in der Gestaltung noch weiter betonen.
    Trotzdem teile ich die Bedenken einiger Interessenfreunde über die Reaktion von Ordnungskräften beim Antreffen unter "verdächtigen" Umständen.
    Und nach einer Sicherstellung bleibt nur eine saubere technische Darlegung unter Hinweis auf die Vielzahl entsprechender Werkzeugmesser und ähnlicher Werkzeuge mit langen Griffen. Dabei ist man aber "in Gottes Hand". Denke ich an die Steel-Tiger-Indizierung vor dem Hintergrund jahrhundertelang in ganz Europa landwirtschaftlich verwendeter Hippen und Erntemesser, würde ich da auf nichts wetten wollen....

    Wenn man bedenkt, seit wie vielen Jahren der Wunsch vieler Anwender an ER herangetragen wird, das Fulcrum in einer OG-Version anzubieten.....Du mußt SEHR überzeugend gewesen sein :)


    Die sehen toll aus! :thumbup:

    Nein, der CS Irish Blackthorne ist mir sogar ZU schwer - das Gewicht des City Sticks kommt da schon eher hin, aber der ist halt zu elegant....


    Übrigens macht auch Freund "Juchten" sehr schöne Stöcke aus Schwarzdorn....Vielleicht sollte ich mir am besten von ihm einen fertigmachen lassen - so etwas paßt allemal auch zu meinem "Grünzeug" :)

    I'm not really in sorrow about it :)


    Beautiful blade contour....Did You ever think about making others in "normal" steel, perhaps also shorter ones? This "Persian" softly upswept blade is really a beauty!

    Awesome Persian! Hell!


    If he is silly enough to dislike it, You won't have trouble to find another one :)
    But I don't think so.....


    Wow, he'll have to "deliver" some very good work to make this a fair deal :thumbup:

    Durch die Löcher kann man Paracord ziehen, z.B. für eine Handschlaufe. Schlauft man z.B. Flexcord vorn und hinten am Knauf ein, kann man entweder durch die Schlaufe greifen oder die Schlaufe verlusthemmend außen um die Hand legen. Dann kann man sogar die Hand öffnen (...und sich meinetwegen irgendwo festhalten oder abstützen....), ohne das Messer aus der Hand zu verlieren....


    Die Kanten an den Enden des PE verhindern, daß die mit dem Element parierten Gegenstände seitlich vom PE abgleiten. Klassisch waren die Enden von PEs oft ziemlich lang ausgezogen und nach vorn/innen eingebogen, insbesondere um gegnerische Klingen damit abzufangen, eben zu "parieren".....
    Die "Zacken" können außerdem ein wenig mehr Halt geben, wenn man mit dem Winkel zwischen Klinge und PE gegen einen angreifenden gegnerischen Arm schlägt, um diesen abzuwehren und weg- bzw. weiterzudrücken ("Trapping", "Weiterführen"), hier sind die Zacken aber nur angedeutet und werden da nicht allzu viel zusätzlichen Grip bringen.


    Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, mit dem PE des reverse gehaltenen Messers zu arbeiten, z.B. Dinge heranzuziehen, herunterzudrücken usw. Auch hier bringen die "Zacken" zusätzlichen Halt. Duane Dieter hat dazu Interessantes erarbeitet und in seinem ATAC Fighter und dem kleineren Stinger umgesetzt....

    Wieder ein absolut auf das als wesentlich und notwendig Bewertete konzentrierter Entwurf. Schnörkellos, funktional und trotz des weitestgehenden Verzichts auf individualisierende Gestaltungsdetails in der typischen Bootsmann - "Handschrift"....


    Wo sich "Aufwand" in der Gestaltung auch funktional lohnt, wird er hingegen konsequent geleistet - das wird insbesondere beim Griff deutlich, der bei Einzelfertigung schon ordentlich Mühe macht....die sich aber bei der Nutzung auszahlt. Die Griffgestaltung, hier wieder in 3D, gefällt mir ausgezeichnet.


    So langsam wird es schwierig, zu Deinen Messern noch was Originelles zu sagen - wir haben uns ja mittlerweile an das hohe Niveau und die durchdachte Linie "gewöhnt". Das Niveau ist in erstaunlich kurzer Zeit auf ein hohes Level angestiegen, das durchweg gehalten wird und Dir in unserer "Szene" einen erstklassigen Ruf eingetragen hat. Schade allein, daß es von diesen Messern nicht mehr an Stückzahl gibt, sie wären es allemal wert!


    Ich geb es ja zu, ich mag manche Gestaltungsdetails, auf die Du hier wieder ganz bewußt verzichtet hast, Daumenrampen oder -mulden, Riffelungen, eine Schor am Klingenrücken......aber dieses hier ist auch für mich wieder ein ausgezeichnetes Messer. Chapeau! :hatsoff:

    Dieses sinnlose und verunzierende Herumschaben am eigenen Gesicht ist ja abstoßend.


    Das schöne Messer wird durch dieses merkwürdige "Rasieren" schnöde mißbraucht, der Täter aber wenigstens auch durch entstellende Nacktwangigkeit umgehend bestraft.....:)

    Ich find's "künstlerisch wertvoll", klasse gemacht - es hat schlichtweg Stil, wie eben auch viele seiner Messer.


    Die Bilder der Fertigung stellen nur auf die Customs ab, SO könnte man die Anzahl der umlaufenden Strider-Messer ansonsten nicht fertigen....Aber natürlich werden nun auch wieder die Serienmesser von diesem Nimbus mitprofitieren. Und auch die "haben was", oftmals, ob nun in der Linienführung oder dem Finish, dazu muß man nicht mal "Striderholic" sein...ich bin keiner.


    Daß aus dem Ex-Elite-Ledernacken/Seal/SonstwasArmySuperheld nun ein "Ex-Söldner" geworden ist, stört mich wenig, auch die Selbstinszenierung des drahtigen Mick brauche ICH nicht, um Interesse für die Messer aufzubringen. Von mir aus könnte der auch ne Vierteltonne wiegen, mit wirren Haarbüscheln aus den Ohren und nie aus irgendeinem Ami-Hinterwald herausgekommen, wenn er so interessante Entwürfe hinbekommt. Aber es zieht halt und überschreitet nicht die "Geschmacksgrenzen" anderer US-Hersteller, es ist nur mit mehr Geschmack gemacht :)


    Gut, ich schau auch die Videos von CS - und hab übrigens auch Messer von denen (....und derzeit kein Strider...) und finde einige der "Vorführungen" schon auch spannend, einschließlich einiger der üblichen "Fleischer-Bilder".....obwohl ich Mr. T. da schon zuweilen ein wenig putzig finde, wie er so langsam quantitativ und altersmäßig seinem Pfadfinderanzug entwächst.....aber auch der ist ja nicht das Maß aller Dinge für die Messer, die er anbietet :)


    Nee, schönes Video!

    Na, zur Gewichtsersparnis funktioniert das ja mit dem zweiten Loch...


    Und es ist auch gut, hinten am Griffende genug Fläche zu haben, um den Griff trotz geringer Länge definiert umfassen bzw. insbesondere im Handballen abstützen zu können.
    Ist das vernünftig gemacht und paßt zur Handgröße, muß man sich auch um den Zeigefinger im Ring keine Sorgen machen.


    Ich hör da immer wieder Bedenken, man könne sich z.B. den Finger brechen, wenn man vorn auf Widerstand stößt...Wir haben mit solchen Messern schon mit einiger Wucht in Bretter gestochen, bislang sind alle meine Wurstfinger heil geblieben :)


    Aber es fällt eben nicht aus der Hand, man kann sogar die Hand öffnen und etwas fassen oder sich festhalten....

    Na, zur Gewichtsersparnis funktioniert das ja mit dem zweiten Loch...


    Und es ist auch gut, hinten am Griffende genug Fläche zu haben, um den Griff trotz geringer Länge definiert umfassen bzw. insbesondere im Handballen abstützen zu können.
    Ist das vernünftig gemacht und paßt zur Handgröße, muß man sich auch um den Zeigefinger im Ring keine Sorgen machen.


    Ich hör da immer wieder Bedenken, man könne sich z.B. den Finger brechen, wenn man vorn auf Widerstand stößt...Wir haben mit solchen Messern schon mit einiger Wucht in Bretter gestochen, bislang sind alle meine Wurstfinger heil geblieben :)


    Aber es fällt eben nicht aus der Hand, man kann sogar die Hand öffnen und etwas fassen oder sich festhalten....

    Es sieht gut aus, verbindet geringe Größe und eine sehr stabile Ausführung. Durch das Zeigefingerloch liegt es trotz geringer Größe stress- und verlustsicher in der Hand und kann kraftvoll eingesetzt werden.


    Die Lösung mit den ZWEI Löchern ist aber eigentlich Murks, selbst bei meiner kleinen Hand wäre gleichzeitige Nutzung beider Löcher höchst unbequem. Das vordere hätte gelangt, aber durch das zweite Loch spart man zumindest Gewicht und hat hinten noch etwas zum Umschließen mit den Fingern bzw. Abstützen in der Innenhand.


    Die Ergonomie von Bootsmanns "Garfields Kralle" finde ich gelungener.


    Das Ding sah einfach durch seine bullige und ungewöhnliche Gestaltung interessant aus und war wohl insbesondere attraktiv für Leute, die - wie ich - ansonsten auch andere Messer mit Zeigefingerloch mögen, wie z.B. auch Perrins LaGriffe oder die OR-Messer von Martin von BS....


    Insgesamt habe ich sowohl bei den ORs als auch beim Brous und beim Perrin den Eindruck, daß man einen sichereren Griff bei gleicher Länge ohne Ring kaum erzielen kann....


    Übrigens: Mir sind diese Kleinstmesser mit 6-8cm Gesamtlänge auch zu winzig, selbst als Sekundärmesser. Das ist dann doch eher die Größe wie beim LaGriffe oder beim sehr schönen Enyo...