Moin,
den heutigen Postlerruf 📯🗣️möchte ich kurz näher vorstellen.
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Ich habe mich bei dieser Anschaffung mal wieder vom Forum, in diesem Fall von northmansquest, leiten lassen.
Gesucht war ein kleines Schwarzes für die Hosentasche: leicht, schlank, diskret, trotzdem stabil aber kein Hebelwerkzeug. Und natürlich sollte es zu meinen gern getragenen black Oxid Swisstools passen...
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Das Spartan Blades Willow, aus der Feder des Firmengründers Curtis V. Iovito, ist das erste Ergebnis der Kooperation mit dem tschechischen Unternehmen Euro Blade Worx (EBX), das unter der Leitung von Ondřej Němec, dem Gründer und Chefdesigner von Acta Non Verba (ANV Knives) steht.
Das Design ließe sich aus meiner Sicht auch als unaufgeregte oder sozialverträglichere Alternative zum Spartan Blades Enyo beschrieben.
Die Daten
Klingenlänge (geschliffener Teil): 7,0 cm Klingenstärke (Rücken): 3,5 mm Klingenstärke (Wate): 0,4 mm
Stahl: Elmax
Rockwell-Härte: 60 HRC
Finish: PVD-Beschichtung
Gesamtlänge: 16,0 cm
Grifflänge: 8,1 cm
Scheide: Pancake Kydex
Gewicht: 42,5 g (mit Kydex 66,5 g)
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Das Messer ist zweifelsohne auf hohem Niveau gefertigt. Außenliegende Kanten sind sauber verrundet, innenliegende großzügig angefast. Die seidig-matte PVD-Beschichtung ist makellos aufgebracht.
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Auch die Kydex ist wertig und stabil gemacht. Das Messer rastet mit einem vertrauenerweckenden "Klack" ein und sitzt dann stramm und regungslos in der Kydex. Ziehwiderstand ist für so ein kleines Messer überdurchschnittlich hoch, aber nach meinem Empfinden nicht störend schwergängig. Das Messer lässt sich zudem so ziehen, dass es unmittelbar passend in der Hand liegt und man nicht um- oder nachgreifen muss.
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Aber: Die Ergonomie des Griffs ist für mich mit Handschuhgröße 9,5 nicht ideal. Die beiden Vertiefungen sind für meine Finger zu kurz, sodass mindestens ein Finger immer auf einer der Erhöhungen liegen muss. Da ich mich bereits im Vorfeld mit den Abmessungen auseinandergesetzt habe, kommt das nicht überraschend.
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Objektiv betrachtet hätte man das Griffdesign sicherlich ergonomischer gestalten können. Da das Messer ohnehin – schon aufgrund der schlanken und kompakten Bauweise – nicht für längeres, intensives Arbeiten konzipiert ist und die Kanten großzügig gerundet sind, kann ich mich aber damit arrangieren. So verliefen erste Schneidtests mit Druck durch Karton unauffällig.
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Das Jimping auf dem Klingenrücken bewirkt lediglich eine zurückhaltende Traktion des aufliegenden Daumens, was mir grundsätzlich entgegenkommt.
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Positiv hervorzuheben – für ein Spartan – ist die Klingengeometrie. Die Rückenstärke auf Höhe des Ricasso beträgt zwar 3,5 mm, verjüngt sich zur Spitze aber auf 0,8 mm.
Über der Wate hat das Messer an der dünnsten Stelle nur knapp 0,4 mm. Der Wert steigt im vorderen Verlauf der Krümmung zur Klingenspitze auf 0,8 mm an. Ich hätte weit weniger schneidfreudiges erwartet.
Einzig die Sekundärfase weist das für die Serienfertigung charakteristische grobe Bandfinish auf. Durchgeschliffen und entgratet ist sie aber.
An der einen Seite der Klingenspitze ist eine leichte Unregelmäßigkeit zu erkennen.
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Fazit
- europäische Fertigung mit europäischem PM-Stahl im Angebotspreis für'n knappen Hunni,
- gefälliges Design mit taktischen Anleihen im Hosentaschenformat,
- Punktabzug bei der Ergonomie,
- Punktgewinn bei der Kydex-Scheide, Klingengeometrie und dem Verarbeitungsniveau insgesamt.
Kann man machen.