Daunenschlafsack, die Alternative zur Kunstfaser, Kurzreview und Erfahrungsbericht

  • Da es doch immer wieder eine Reihe von Nutzern gibt, die sich auch mit der Suche nach einem geeigneten Schlafsack abmühen und mir das genauso ging, hier mal meine Entscheidung und Erfahrungen damit.


    Die Gretchenfrage war auch bei mir - Kunstfaser oder Daune.


    Alles durchgelesen, was es hier im Forum dazu gibt, persönliche Gespräche und Beratungen mit wesentlich erfahreren TF'lern (danke Drachentöter) und Beratungsgespräche im Fachhandel (walkonthewildside) galt es zu bedenken.
    Ich habe einen erheblichen Zeitraum von fast einem ganzen Jahr benötigt um für mich zu einem Entschluß zu kommen.


    Beeinflußt haben meine Entscheidung, einen Daunenschlafsack zu kaufen, maßgeblich die Ausführungen von Geronimo sowie mein Beratungsgespräch bei einem persönlichen Besuch bei walkonthewildside.


    Entschieden habe ich mich letztendlich für einen Lowland Companion NC2 , einem Daunenschlafsack in rechteckiger Form welchen man zu einer Decke öffnen kann.
    Dieser ist ein europäisches Produkt, made in Holland.
    Der Hersteller ist nicht weit weg, fertigt überwiegend in hochqualitativer Handarbeit, verwendet erstklassige Komponenten und bietet nach Auskunft des Fachhändlers einen überragenden Kundenservice, egal um was es geht oder wie alt der Schlafsack ist.
    Dies alles in Verbindung mit einem attraktiven Preis haben mich dazu veranlasst, doch etwas mehr Geld anzulegen als ich ursprünglich vorhatte. Getreu dem Motto - Billig kauft man immer zweimal.


    Der Schlafsack bietet mir die Möglichkeit, ihn bei milderen Temperaturen zur Decke aufzuklappen. Dabei zu Gute kommt eine großzügig dimensionierte Abmessung von 2,20m Länge, was bei meinem Körpermaß von 1,98m/112kg auch Bedingung war.


    Weitere Vorgabe war schlichtweg Komfort. Die Zeiten in denen ich mich zugunsten des Abenteuers eingeschränkt habe sind m.E vorbei, auf frieren habe ich definitiv keine Lust und mir ist guter Schlaf wichtig.
    Das führte zur Kombination mit der ThermaRest MondoKing 3D XXL Camp&Comfort Isomatte, auf der ich schlafe wie Zuhause in meinem Bett. 10cm dick, 2,03 m lang, 73 cm breit und fast 2,8 kg schwer - isoliert bis -38°C vom Untergrund.
    Nennt mich Weichei, mir egal.... 8) Die Rucksackzeiten sind vorbei.


    Genug sinniert - ein paar Bilder....


    Der Schlafsack




    Der Schlafsack verfügt über einen Zweiwege-Reißverschluss, um ihn von oben und von unten öffnen zu können. Somit kann man ihn ganz aufmachen oder auch nur am Fussende belüften.
    Auf dem Bild sieht man auch sehr schön die unterschiedlichen Materialien von wasserabweisendem Außenstoff und höchst angenehmer 100% Ägytischer Baumwolle innen.



    Am oberen Ende gibt es auch einen Verschluß wie einen Wärmekragen, um Wärmeverlust bei sehr tiefen Temperaturen zu verhindern.
    Diesen habe ich aber noch nie benötigt.



    Die Kombi... :D



    Mit im Lieferumfang ist ein Aufbewahrungssack aus Baumwolle in welchem der Schlafsack nicht komprimiert wird und so die Daune als Naturprodukt ihren Loft und ihre Isolationsfähigkeit behält.
    Außerdem verhindert diese Aufbewahrung, das der Schlafsack muffig wird.



    Ein paar Daten auf dem "Typenschild"



    Persönlicher Erfahrungsbericht


    Natürlich habe ich den Schlafsack nach dem Erwerb mehrfach Probegeschlafen...
    Stets ohne Zusatzbekleidung, nur in der U-Bux...


    Das Erste Mal in einer sehr milden Sommernacht bei ca. 16 - 17 Grad C, Windstill.
    Ergebnis:
    Eigentlich nicht auszuhalten....viel zu warm, wenn man den Schlafsack nicht komplett öffnet.


    Das Zweite Mal im Herbst, 8°C, böig
    Ergebnis:
    Sehr angenehmer Schlaf, mollig warm ohne jedes Kälteempfinden.


    Versuchsanordnung auf dem Balkon (überdacht, aber an drei Seiten offen)





    Die Isomatte befüllt....



    Der letzte Einsatz war bereits der für diese Kombi geplante, nämlich das Herbsttreffen in der Rhön.
    Vier Nächte, drei davon verregnet und mit teils kräftigen Böen und Temperaturen im einstelligen Bereich.
    Kondensfeuchtigkeit war kein Thema, gefroren hab ich auch nicht, insofern ein voller Erfolg.


    Morgenimpression von der Schlafstatt im kalten Morgennebel.



    Zum guten Schluss noch ein paar Daten...



    Fazit:


    Die Entscheidung für einen Daunenschlafsack habe ich nicht bereut. Ich bin von der Zukunftssicherheit für extremere Szenarien überzeugt und die Ausführung als rechteckiger Deckenschlafsack ist für mich optimal.


    Beste Grüße,
    Andy

    Member of the "outer Bunch..."

  • immer Daune wenn man es bezahlen kann, das Schlafklima ist einfach besser.


    Außer man kann absehbar über längere Zeit nicht den Sack trocknen, dann verliert die Daune in feuchtem Zustand an Loft und damit Isolation

  • Genau...
    Allzu feucht sollte die Daune nicht werden. Da ist die Kunstfaser deutlich überlegen.
    Aber nach diesen Vier Nächten bei sehr viel Feuchtigkeit in der Luft hatte ich mit meinem keinerlei Probleme.
    Die glatte Oberfläche an der Aussenseite war morgens ganz leicht klamm. Aber nicht feucht und ohne, das dies auf das Klima im Schlafsack Auswirkungen gehabt hätte.
    Abends war diese oberflächliche Feuchte auch im Zelt wieder weg...


    LG, Andy

    Member of the "outer Bunch..."

  • Ich kann generell nicht mit Kunstfaserschlafsäcken schlafen, nur mit Daunen oder Baumwolle.
    Das Klima ist mir wichtig, Kunstfaserschlafsäcke und auch Kunststoffdecken sind mir immer zu warm oder zu kalt.

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