Kleines Messer und Beil oder nur großes Messer?

  • ..... als "günstige" Haumesser sind auch diese Linder-Modelle sehr beliebt, der Stahl ist in Ordnung und der Schliff auch ballig ausgeführt.
    Wer mag kann da auch viel dran "basteln", Griff usw., habe da schon einige tolle "Umbauten" von Kunden gesehen.
    Gruß
    Siegfried

  • Two zero:


    Bist du den Umgang mit einem Beil oder einer Axt wenigstens ein wenig vertraut? Kennst du dich mit Holzsorten und deren verschiedenen Gepflogenheiten je nach Alter und (natürlicher) Lagerung aus?


    Mich wundert es dass hier so viele auf nem halben Holzverarbeitungsbetrieb vor allem zum Einstieg beharren.


    Ich hab auch wenn ich noch so lange mit Kanu oder zufuß unterwegs war mit der Verarbeitung von Holz zugebracht...


    Wenn du gerade als Anfänger von deiner Ausrüstung erschlagen wirst dann verfehlt die Nachfrage hier den Zweck.


    Noch ein Tip für ein solides Messer: Ka Bar USMC Messer gibts hin und wieder für um die 50€ in der Bucht oder in Kleinanzeigen...
    http://www.cobratactical.com/K…-Knife-02-1217_p_614.html

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    Einmal editiert, zuletzt von AJAX ()

  • Ajax ich beharre doch nicht auf nen Holzverarbeitungsbetrieb nur weil ich weiter oben Säge,Axt,Messer und Machete gezeigt habe:D
    Ich rate auch nicht, immer alle o.g. Gegenstände mitzunehmen.


    Ich wollte damit nur zu denken geben, dass es evtl sinnvoller ist statt für 200 ein Messer zu kaufen, lieber für weniger Geld verschiedene Werkzeuge zu kaufen und dann daraus die für sich passende Kombi abzuleiten.


    Auch muss der Umgang mit jedem Werkzeug erlernt werden, egal ob Messer, Beil, Säge etc., da gebe ich dir Recht

  • So ists auch nicht gemeint. ich denke nur 2:0 ist langsam verwirrt und ich wollte nochmal auf den Eingang als fragender Beginner überleiten ;)


    Meine Beiträge sind aufgrund des Smartphones weniger Smiley Gespickt als sonst ;)

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  • Also mit einer Axt habe ich schon ein paar mal gearbeitet (bei bekannten beim Feuerholz spalten geholfen). Aber ich vermute mal das man das mit Arbeiten im Outdoor bereich nur bedingt vergleichen kann.
    Da meine bisherigen Outdoor erfahrungen nur aus meiner Zeit beim Bund kommen kann ich noch nicht genau einschätzen was an Arbeiten auf mich zu kommt.


    Was die Holzarten und eigenschaften angeht. Was muss da den so beachtet werden?
    Gut Eiche ist ziehmlich hart. Tanne brennt nicht besonders lange. (jedenfalls wollen meine Bekannte keine Tanne für den Kamin)

    Bier kaltstellen ist auch irgendwie kochen!

  • Outdoor Survival Wilderness Survival Bushcraft etc. setzt sich aus nem Riesenhaufen verschiedener Skills zusammen. Man sollte erste Hilfe, Navigation, Schwimmen, Wetterkunde sowie Flora und Fauna unserer Gefilde und vieles mehr im Ansatz kennen. Selbst in einem 1 wöchigen Bushcraft Seminar bekommt man davon nur einen Crashkurs und Eindrücke vermittelt die der Besucher selber ausbauen muss...


    Holz ist draussen am besten erstmal so zu handhaben wie du es kennst. Dieses wissen kann man dann entsprechend anwenden. Wenns nass und kalt ist - erstmal trockenes Nadelholz aufs Feuer und Glut schaffen ;)


    Eine feste Hütte bauen oder behelfsmäßige Floße geht dann leichter wenn man weiss wonach man greifen muss...


    Lass dir zum Geburtstag nen Basic Kurs schenken. So ersparst du dir. teils langes suchen ;) Auch was die Tools angeht ... Ich war mit alten GIs in Wüsten, hab ne Menge bei Kursen in D und Belgien gelernt und gepaart mit einiger Erfahrungen die ich vor allem bei Bergreisen sammeln konnte hab ich in Tony noch jemanden gefunden mit dem ich gerne vor die Tür gehe da er noch mehr Erfahrung hat und hier und da zum Erstaunen Sachen aus dem Ärmel schüttelt die durch ihre Einfachheit Zeit und Kraft sparen. Du hast von nem schweizer Messer und nem Basic Kurs erstmal mehr als von diversen Tools ;)

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  • @ Ajax
    Lange Rede, guter Sinn. Üben mit erfahrenen Leuten, sozusagen klauen mit den Äugelein und lernen mit der Hand, sind die besten Helfer für Anfänger.
    Wann und wo kommt der nächste Kurs mit Dir und Tony?
    Wenn ich mit Jugendlichen im Wald übe, dann sind meine Erfahrungen, mit Jugendlichen und Messern oft sehr erheitern. Aber die lernen verdammt schnell!!!!
    Komm ich mit Schleichwerbung
    @2:0 die Kurse von Tony sind eine Empfehlung wert, nutze Sie! Schleich ich mich mit Werbung?!!!!


    Nopanic is no panic!

  • Bevor ich ein Beil oder gar eine Axt mitschleppen würde ich immer ein Säge mit nehmen.


    Hier ein paar Beispiel für sehr brauchbare:
    http://ger-de.fiskars.com/Prod…3830-Handsage-Grobzahnung
    oder
    http://ger-de.fiskars.com/Prod…3820-Handsage-Feinzahnung
    Wenn es mal größere Stämme oder Äste sein sollen:
    http://ger-de.fiskars.com/Prod…osse-Handsage-Grobzahnung


    Die beiden kleinen wiegen unter 100 Gramm!
    Die große 200 Gramm.


    Bei dem Gewicht kann ein Beil einfach nicht mithalten.


    Außerdem ist es auch nicht überall passend mit einem Beil am Gürtel oder außen am Rucksack rumzulaufen. ;)


    Selbst wenn ich ein Beil mitnehmen würde, wäre zusätzlich zumindest eine kleine Säge dabei.


    Bei trockenem Holz ist man damit viel schneller als mit dem Beil.


    Zum spalten kann man dann auch ein Messer und einen Knüppel zum Batoning nehmen.


    Dazu kommt noch, dass bei einer Säge oder dem Batoning die Verletzungsgefahr wesentlich geringer ist was ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist.
    Wer noch nie oder selten mit Axt oder Beil gearbeitet hat kann sich schnell ganz schön weh tun.


    Munter beleiben!

    T.I.T.A.N. #0011

    2 Mal editiert, zuletzt von dark_star ()

  • Also ganz ehrlich,
    ich stehe auf fette Klingen ala Strider oder Extremaratio und auch das gezeigte Böker Compakt Kukri
    mit 7mm Rückenstärke macht Laune aber........
    Wenn man mehrere Tage draußen verbringt, Feuerholz macht, Essen zubereitet, Zeltheringe in den Boden kloppt
    wird das Ding auch mal stumpf und ein Recurve ist nicht sooooo einfach zu schärfen, wie Ajax schon ganz richtig zu bedenken gab.
    Außerdem hat man mit 551 Gramm (laut Böker) schon ne ganz ordentliche Hausnummer am Gürtel.
    Ich hab mal mein kleines Jagdmesser eines namhaften US-Herstellers ;) nachgewogen.
    4 Inch Klinge, Horngriff, Lederscheide ind Lanyard zusammen 184 Gramm.
    Dazu das Gransfors Minibeil 325 Gramm macht zusammen immernoch keine 550 Gramm die das Böker schon alleine wiegt.
    Zusätzlich denke ich oft an den schlimmsten aller Fälle, wenn man einen Teil seiner Ausrüstung verliert.
    Selbst dann besteht die Möglichkeit das man entweder Messer oder Beil retten kann und nicht vollkommen hilflos dasteht.


    Die Idee mit der Säge zur Gewichtsersparniss hat was, aber mein Beil ist scharf und kann mir auch mal zur Not das Messer ersetzen.

    .._. .._ _._. _._ ._ ._.. _._ ._ .. _.. ._

  • Eine Säge ist meiner Meinung nach immer sinnvoll, erst Recht wenn man mit dem Beil arbeitet. Holz das keine saubere Schnittfläche hat, ist mit dem Beil ziemlich beschissen zu spalte. Klar, es geht, aber sauber geschnitten ist es wesentlich einfacher. Beim Batoning ist das nicht ganz so wichtig, aber es macht das Leben auf jeden Fall einfacher. So 'ne Säge wiegt ja auch nicht die Welt. Die Sawvivor kann ich z.B. absolut empfehlen.

    Just because you’re paranoid doesn’t mean they’re not after you

  • Meine Lieblingsszene ist zw. Min. 22:00 und Min 22:15 :) . Der Typ hat sowas von keine Ahnung.


    Seit dem der Typ größenwahnsinnig geworden ist, kannst seine Reviews eh in die Tonne treten. Wer ein bischen Ahnung von der Materie hat, schaltet meistens eh gleich ab bei dem dummen Gelaber 8)


    Ich persönlich bin eher für große Messer, alllerdings würde ich genauso gut mit nem kleinen und nem Beil zurechtkommen.

  • Moijn
    Manche Mögen bei dem Namen auf Youtube ja vor Ehrfurcht Erstarren :P Ich Für Meinen Teil,Sammle Meine Erfarungen Lieber Selbst als mich von solch einem"Papst" Leiten zu Lassen. 8)


    Gruß Wulfher

    Lieber im Sumpf Übernachten,als über Nacht Versumpfen :D

  • Meine Lieblingsszene ist zw. Min. 22:00 und Min 22:15 :) . Der Typ hat sowas von keine Ahnung.
    MichaM hatte einen ausgiebigen Vergleich zw. Haumessern, Macheten, Kukris usw. verfasst. Frag ihn mal wie er das sieht.

    Als Optimist kann man auch sagen, dass ein Kukri selbst bei einer krassen Fehlanwendung noch immer gut zupackt.
    Und wenn er sich ins Bein gehackt hätte würde man unbeabsichtigt den Einsatz als Waffe sehen. 8)
    Hast Du einen link zu Micha ?

  • Nein, Kukris sind doch schwer in Ordnung, das meine ich nicht.


    Warte bis sich MichaM zum Thema Kukri,Axt,Haumesser äußert oder frag ihn einfach per PN. Ich glaube nicht daß sein Aufsatz irgendwo im Netz steht.

    Mit dem Messer geht es besser!

  • Das positive Urteil zu Kukris mag ich gar nicht grundsätzlich in Frage stellen.
    Allerdings habe ich festgestellt, daß viele westliche Anwender mit geraderen Klingenformen im Allround-Bereich besser klarkommen.
    Man muß da schon im Auge behalten, wie hoch der Anteil an schwereren Hackarbeiten an der Gesamtnutzung des Messers ist. Ein gerad(er)es großes Messer ist für mich im Zweifel der bessere Allrounder....


    Mail mich mal an, wenn Du Interesse an einem Kukri-Vergleichstest hast, schick ich Dir gern mal einen Bericht.


    Bemerkenswert gut fand ich als Haumesser übrigens das Ontario Combat Survival Kukri.
    Bei den geraden Camp Knives ist mein persönlicher Favorit unter Allrounder-Gesichtspunkten das Becker-BK9, die besten Ergebnisse beim Hacken mit Serien-Zehnzöllern hatte ich mit dem Ontario Marine Raider Bowie (wegen der Masse und der Vorderlast, die mit einem Kukri vergleichbar ist).

  • Kukris haben ganz sicher ihre Berechtigung.
    Hugh Mc Manners, vielleicht als Autor hier bekannt, ist ein Outdoorprofi und macht sehr viel damit und hat als Ergänzung nur ein Mini Taschenmesser.


    Habe soeben das Angebot gelesen mir den Bericht zuzusenden.
    Vielen Dank.

    Einmal editiert, zuletzt von Bergmann ()

  • Ich war heute mir Freunden im Wald...
    Es lag Schnee, alles war pitschnass und es fiel ununterbrochen Schneeregen.
    Feuer machen war angesagt. :)


    Wir hatten die unterschiedlichsten Messer und Werkzeuge dabei.
    Vom 10" Messer bis hin zur Klappsäge.
    Ich kann nur so viel sagen, bis auf ein paar Anzündspäne schnitzen blieben die Messer in den Scheiden 8)


    Es ist auch immer eine Frage wo man ist und unter welchen Bedingungen.
    Bin ich im Wald und um mich herum ist alle gefroren und klitschnass, habe ich lieber die Axt dabei um an das trockene Kernholz zu gelangen. Die Arbeiten von heute Nachmittag alle per Batoning zu erledigen, mit kalten und nassen Händen am Boden in der Hocke....puh da hab ich lieber ne Axt am Rucksack.

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