Beiträge von andre

    Komme nochmal kurz auf das Gerber zurück. Bei meiner Suche
    nach Belegen, also insbesondere Bildbelege,
    für den Einsatz der gezeigten Messer, stieß ich auf eine durchaus
    interessante Aussage zur Bewaffnung der Einheiten des MACV-SOG.



    Quelle ist die Zeitschrift „NAM“ Ausgabe 15 erschienen bei
    Verlag Publicator (UK) Ltd.:



    „Trotz der reinen Aufklärungsaufgabe waren wir doch bis an
    die Zähne bewaffnet. Meine Waffen waren eine schwedische K-Maschinenpistole,
    eine abgesägte Kaliber-12-Schrotflinte, die zusammen mit 24 Schuß groben
    00-Schrot und 10 „Flechlette“-Geschossen oben auf meinem Rucksack steckte; eine
    Browning High Power Pistole und meinem Gerber-Kampfmesser. Außerdem führte ich
    zwei Schützenminen, zwei Pfund C4-Plastiksprengstoff, zwei Splitter- und zwei
    Aufschlagzünderhandgranaten, zwei Leucht- und zwei Rauchpatronen sowie ein
    Bündel Kochgeschirre mit.“






    andre

    Ein Messer welches in den 60er Jahren geschaffen wurde und
    sich großer Beliebtheit erfreute ist das Gerber MK II. Das Gerber Mark II soll
    wohl bei Soldaten im Vietnamkrieg eines der meist beschafften privaten Messer
    gewesen sein. Von diesem Messer gibt es etliche Variationen die in Details doch
    recht erheblich abweichen.



    Die Bundeswehr führte dieses Messer für das KSK ein. Im KSK
    wurde eine schwarze Variante mit Cordurascheide verwandt. Mittlerweile sollte es
    durch das Böker KSK abgelöst sein. Zum MK II beim KSK finden sich Belege bei Pohl "Messer deutscher Spezialeinheiten" und im K-ISOM Spezial zum KSK.



    Ansonsten finden sich Belege für eine Verwendung beim SEK
    NRW und bei der italienischen GIS (siehe Visier Special 6 „Waffen der
    Spezialeinheiten).



    Mir ist bis dato die offizielle Einführung des Messers nur
    beim KSK bekannt. Weiß jemand ob dieses Messer noch in anderen Einheiten
    offiziell geführt wurde oder wird?





    andre



    Special forces Deutsche Bundeswehr um ca 1973, Einheit vermutlich irgend eine Feld und Wiesen Einheit. :love:


    Wenn jemand was genaueres weiß, darf er es mir gern mitteilen, Messer stammt von meinem Vater, vom Bund.


    Schöne Vorlage für die Vorstellung eines weiteren Kampfmessers der BuWe. Dieser
    Messertyp wurde wohl 1968 bei der Bundeswehr eingeführt. Vorab gab es einige
    Testmodelle die sich beispielsweise durch die Griffarbe und die Parierstange
    vom Serienmodell unterscheiden. Die Messer der BuWe tragen zumeist einen
    Hersteller auf der Fehlschärfe und den Eigentumsstempel auf dem Griff. Die GSG
    9 nutzte dieses Messer gleichfalls. Dieses Messer genoss, meiner Meinung nach zu unrecht, keinen guten Ruf.


    Belege finden sich bei Halasz „Deutsche Kampfmesser“ Band 1,
    Visier Spezial „Fallschirmjäger und „Spezialeinheiten der Polizei“.



    Anfang der 90er Jahre sah ich dieses Messer noch bei einem
    Unteroffizier. Heutzutage dürfte es wohl nicht mehr anzutreffen sein.

    Bei den von mir gezeigten handelt es sich um ein Modell welches im Handel verkauft wurde (oben), dass untere stammt es ehemaligen Bundeswehrbeständen.


    andre











    Wenn mit Kappmesser das hier gemeint ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Fallmesser dann hat(te) das jeder am Mann; und zwar an einem Fangriemen in der rechten Meterstabtasche. Die Dinger werden/wurden zum Kappen der Fangleinen verwendet, da sie bauartbedingt schnell geöffnet und eingesetzt werden können und ansonsten verletzungssicher (gibt es das Wort überhaupt) verstaut sind.

    Das verlinkte ist das Kappmesser LL-Truppe beim Kappmesser fliegendes Personal handelt es sich um das Puma-Automesser oder das Hirschkrone-Pilotenmesser.


    andre

    "Dienstlich geliefert" und "von Soldaten eingesetzt" sind zwei paar Schuhe. Ich kenne keinen der so einen Klopper am Plattenträger rumschleppt.

    Bei Pohl "Messer deutscher Spezialeinheiten" ist zu lesen:
    "In der Regel achteten die Fernspäher darauf, dass mindestens zwei Mann im Trupp ein entsprechendes Kappmesser bei sich führten."

    Weiter geht’s mal mit dem Kappmesser „Fliegendes Personal“. Dieses
    Messer wird oder wurde bei der Luftwaffe
    verwendet, so wie es auch sein Name assoziiert. Weiterhin erfolgte ein Einsatz bei den Fernspähern. Bei den Fernspähern vermute ich allerdings,
    dass mittlerweile das KSK-Messer dieses Modell abgelöst hat. Ebenfalls nutzte die GSG-9 dieses
    Messer. Zunächst fertigte Puma (Automesser)
    das Messer später dann Weber (Pilotenmesser).



    Belege finden sich bei D. Pohl „Messer deutscher
    Spezialeinheiten“ , im Visier Spezial „Spezialeinheiten der Polizei“
    und im K-ISOM Spezial Nummer 7.




    Du meinst, die benutzen n i c h t ausschließlich Pohl-Messer ?? ?( :D

    Zumindest hab ich nach langer Suche auch einige andere gefunden. :)


    Will auch mal gleich mit dem KM 2000 weitermachen. Dieses Messer ist in verschiedenen Einheiten der Bundeswehr eingeführt. So unter anderem bei den Fallschirmjägern, KSK, Luftwaffensicherungstruppe, PR-Team Luftwaffe und andere mehr.
    Belege finden sich bei K-ISOM:


    -Missions 1
    -Missions 2011/2012
    -Spezial 1/1017
    -6/2013
    -6/2015
    -6/2017
    -5/2019


    Das obere ist von Eickhorn und ich erwarb es im Fachhandel. Das untere ist die KM2K Variante und kam über die Kleiderkasse zu mir.


    andre




    Werde an dieser Stelle mal einige Messer zeigen und mindestens eine Quelle angeben die den Einsatz des Messers bei Einheiten von Militär oder Polizei belegt. Bei den Messern handelt es sich teils um Originale, um Nachbauten oder zivile Versionen des Messers. So es sich nicht um Originale handelt werde ich dies erwähnen.


    Den Anfang soll mal das Kampfmesser KSK von Böker machen. Dieses Messer wird in mehreren Einheiten der BuWe verwendet. Belege für die Verwendung finden sich bei:


    - Dietmar Pohl "Messer deutscher Spezialeinheiten
    - K-ISOM Spezial II/2016.


    andre



    Guten Tag,


    hier mal drei meiner Ganzstahlmodelle. Da ich je nach Anlass
    verschiedene Taschen verwende, gilt dies auch für die Messer. Da die Messer
    konstruktionsbedingt sehr flach sind, habe ich in jeder meiner
    "Handtaschen" eines der gezeigten Modelle. Dies bedeutet:



    -kleines Gepäck (Theater usw.) CR,


    -Standard CHARLIE ONE – OUTDOOR von PF,


    -Rucksack PF „Lima“,



    Werden allerdings eher selten benutzt, da für die meisten
    Schneidarbeiten das Taschenmesser oder Multitool ausreicht.



    andre









    Ich versuche immer Kontakt zum Rucksack, Umhängetasche und so weiter zu halten. Weiter bin ich der Meinung, dass man nicht zu vertrauensseelig auftreten sollte, sondern eher etwas abweisend und misstrauisch. Wenn ich Tasche oder Rucksack, zum Beispiel im Restaurant abstelle, dann sichere ich das gute Stück mittels Paracord und Schraubkarabiner an Tisch oder Stuhl.
    Einige Tipps hier:


    https://www.bundespolizei.de/W…r-Taschendiebe_anmod.html




    andre

    Guten Tag,


    ich muss an dieser Stelle auch mal eine Lanze für Steiner brechen. Ich habe seit etlichen Jahren ein 8x30 Safari mit Einzelokulareinstellung in der Arbeitstasche liegen. Das Glas ist leicht, robust und relativ klein und somit geeignet um es täglich bei sich zu tragen. Die Leistung des Glases ist in Anbetracht des Preises wirklich sehr gut. Einziges Manko war für mich das Fehlen eines Okularschutzdeckels.


    andre

    Willst Du das Messer benutzen oder soll es in die Sammlung?
    Wenn Du es nur zum hinlegen haben willst, würde ich es einfach lassen wie es ist. Verwendung zum Benutzen, würde ich überlegen, ob ich ca. 100 Euro für ein neues, scharfes Messer mit Scheide ausgebe oder das Alte aufmöbeln lasse.


    andre