meine Antwort kommt spät aber sie kommt. Wenn dieser von Dir genannte Fall auch fünf Lichtjahre hinter dem Wahrscheinlichkeitshorizont liegt will ich Dir trotzdem eine Antwort auf deine Fragen geben. Da die Natur immer dafür sorgt dass zwischen Fleisch- und Pflanzenfressern ein ausgewogenes Verhältnis herrscht wird auch diese Insel nicht ausschliesslich von Fleischfressern bewohnt sein. Bei den Fleischfressern handelt es sich dann im üblichen Fall vermutlich um Gegener in der für uns relevanten Gewichtsklasse von 30 bis 5000 kg. Über die Haut eines Dinosauriers ist nicht einmal die Farbe bekannt geschweige denn die Beschaffenheit. Wir werden in diesem Fall natürlich vom schlimmsten ausgehen und damit rechnen dass sie mit einem Messer schwer zu durchstossen ist. Wenn man sich aber vorstellt welche Schwierigkeiten man hätte einen wildgewordenen Kampfhund zu erstechen ist es wohl ein Leichtes sich vorzustellen dass es in den Bereich irgendwelcher Fantasien gehört einem Saurier in der hundert Kilo Klasse irgendwelche Probleme mit einem Messerchen zu bereiten. Bei diesem Einsatz käme es nicht darauf an irgendwelche Supermesser mit sich herumzuschleppen und das Ganze noch damit filmreif werden zu lassen eine tragbare Kanone und dreissig Kilo Muniotion zu tragen. Wenn man einen Dschungel begeht, ich rede jetzt nur von meinen bescheidenen Erfahrungen, hätte ich gern andere Sachen dabei als die genannten. Ein Victorinox Taschenmesser und eine Machete ziehe ich jedem taktischen Combatteil vor dass nur Beschwerung ist. Einen Nahkampf mit einem Saurier zu bestehen ist fiktiver als die gestellte Frage. Diese Tiere haben sich vielleicht viel schneller bewegt als wir uns das vorstellen, ja vielleicht sogar so schnell dass das menschlige Auge Probleme hat das alles zu erkennen. Wie nennt sich denn der taktische Block mit blossen Händen oder einem Messer in der Hand wenn man von einem hundertfünfzig Kilo schweren Raptoren aus vollem Lauf angesprungen wird. Dieser wird dann gleichzeitig nach uns beissen und mit den Greif- und Fußklauen schlagen. Nein danke, bitte keine Ausrüstung aus dem Werbefilm der Navy Seals. Eine kompakte Schusswaffe, so in der Art der HK 5 Compakt mit Geschossfüllungen aus gewebezersetzendem Nervengift stelle ich mir ganz praktisch vor. Auch das Mitführen der Munition für diese Waffe hält sich gewichtsmäßig in Grenzen. Desweiteren hätte ich bitte gern mehrere stille Giftgaszünder mit der entsprechenden schlimmen Füllung, in dem vorliegenden Fall können wir, so denke ich, die Genver Konvention ausser Acht lassen. Als Lampe würde ich mich noch mit einer kleinen LED Kopflampe begnügen, nachts würde ich mich ohnehin verkiechen. Feuer fällt aus, erstens weiss ich nicht welche Hölzer im Dschungel giftige Dämpfe beim Verbrennen verursachen, noch will ich mich mit der Feuergeschichte belasten. Die Versorgung mit Essen wird auf Konzentrate beschränkt. Ein Wasserentkeimer muss auch mit, sonst gehe ich nämlich nicht, egal für wen. Wenn ich schon an diesen schlimmen Ort muss an dem die Unterhosen ohnehin in latenter Gefahr sind, dann bitte nicht noch Probleme mit verdorbenem Wasser. Zelt fällt auch aus, wenn überhaupt dann ein leiser Poncho, ein Strick von zwanzig Meter würde ich auch einpacken. Als Fußbekleidung reichen in diesen Gegenden immer Sandalen, man hat ohnehin nach zwei Stunden nasse Füsse (ob mit Goretex oder ohne), es gibt ja mittlerweile Supersandalen für feuchte Gegenden. Ein leichtes Handtuch wie die Travellershops sie anbieten tut auch immer seine Dienste, dann verreibt man den ganzen Schweiss nicht immer mit den Händen in den Augen. Achso, hat jemand mal an ein Anti Insektenmittel gedacht, wo es Saurier gibt, dort gibt es bestimmt auch Moskitos so gross wie Hummeln. Ein kleines Leuchtraketengerät ist auch immer sehr nützlich. Desweiteren würde ich vorschlagen entsprechend medikamentös eingerichtet zu sein. Abgesehen von dem Verbandsmaterial muss man davon ausgehen dass sich die Zielperson/en in schlechtem Zustand befinden. Ein entsprechendes Vitaminpräperat in Verbindung mit einem Aufputschmittel sollte in oraler, aber auch in zu spritzender Form mitgeführt werden. Eine Augensalbe und Spülflüssigkeit für die Augen sind in solchen Gegenden vonnöten. Die wenigsten von uns sind ausgebildete Fremdenlegionäre und kommen gerade von einer Ausbildung in Französisch Guayana zurück (die sind dann an solche Geschichten gewöhnt), man muss davon ausgehen dass das Salz des Kopfschweisses die Augen extrem belastet. Die Ausrüstung wird soweit möglich in einer taktischen Weste verstaut, das was dort nicht reinpasst in einen Rucksack. Ansonsten hoffe ich dass ich niemals durch irgendwelche Raum- und Zeitmanipulationen in eine solche Lage komme.
Viele Grüße
Roman
PS: Denkt bitte an Toilettenpapier oder Tempos, die sind nocht unwahrscheinlicher im Dschungel zu finden als Saurier (zur Hygiene im Dschungel bitte keine Blätter benutzen, viele verursachen gerade an dieser Stelle die schlimmsten Ausschläge), meine Pfeife und ein halbes Pfund Tabak bitte ich mir auch aus, wenn schon in dieser Gegend, dann kommt es auf die körperliche Belastung durch ein Pfeifchen am Abend nicht an.