Beiträge von juchten

    vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ich konnte Dir leider nicht so schnell antworten weil eben manchmal eben jene Gründe für die ich solche Lampen brauche meine Zeit beschneiden. Wie gesagt, diese UK werde ich ohnehin ordern, aber das ist eine andere Geschichte. Jetzt zur Beantwortung deiner Fragen:


    1. einen Breitstrahler, 2. wenn möglich Akku (ist aber nicht zwingend), 3. es sind meistens Räume, 4. es wäre schön wenn man sie noch am Gürtel tragen kann (andere Trageweise scheidet aus), mehrere Leuchtstufen wären von Vorteil (Vor- oder Nachteile von Strobe Mode sind mir leider nicht bekannt)


    Ich hätte eigentlich noch ein Anliegen an eine neue Lampe, sie soll möglichst stark ein Gegenüber blenden (für diesen Vorteil verzichte ich auf fast alles Gesagte bis auf die Tragbarkeit am Gürtel)


    Vielen Dank dass Du dir solche Gedanken gemacht hast und viele Grüsse


    Roman

    Ja, kann ich mir denken. Aber zugunsten des Lichtes habe ich schon meinen Teleskopschlagstock in die Tasche verbannt. Ich brauche hundermal öfter die Lampe als den Stock. Aber ich werde mir das alles in Ruhe überlegen. Von der UK bin ich allerdings rettungslos überzeugt, wie gesagt die Farbe ist unmöglich, aber der Wiederfindewert ist damit unglaublich. Jetzt aber noch eine Frage an die Fachleute, ist die Helligkeit dieser Hochleistungs-LED-Lampen genauso klar und hell wie der herkömmlichen Lampen? Ich hätte es nämlich gern hell und klar, bei mir ist nämlich immer ein bisschen Unsicherheitsfaktor nachts mit im Spiel. Im Voraus vielen Dank für eure Nachrichten.


    Viele Grüße


    Roman

    als erstes möchte ich mich bedanken für die Informationen über diese Taschenlampen. Ich habe jetzt eine Peli M 6 seit sieben Jahren im Einsatz und bin im Prinzip zufrieden. Aber wenn ich eure Berichte noch ein paarmal durchlese und mir noch öfter die Seite dieser Anbieterfirma ansehe, ich glaube dann werde ich schwach. Die Raptor ist bestimmt eine vorzügliche Lampe, aber was mir auch ins Auge sticht ist die Tiablo A 9 und diese UK in der unmöglichen Farbe (bestimmt nicht taktisch, aber ich glaube man findet sie wieder gut; diese Lampe ist dann mein Attribut an die alltäglichen Sachen) werde ich ohnehin ordern.


    Viele Grüße


    Roman

    leider kann ich nur mit den Erfahrungen anderer dienen. Das Vic ist bei mir bekannten Feuerwehrleuten im Einsatz und die Jungs sind sehr zufrieden damit. Was das Öffnen von Wagentüren angeht wäre ich mit vielen Sachen die dafür angepriesen wären skeptisch. Wenn ich bei Unfällen sehe welche Kraft man aufwenden muss um wirklich eine Autotür zu öffnen kann ich mir nur schwer vorstellen dass das selbst mit normalen Brechstangen schnell zu bewältigen ist geschweige denn mit kleinerem Gerät. Selbst wenn ein kleineres Gerät von seiner Bauart dazu in der Lage wäre hätten doch nur die wenigsten Leute Kraft genug über einen solchen kleinen Hebel eine Tür aufzuhebeln. Deshalb ist ein gut funktionierender Glasbrecher Grundvoraussetzung für ein solches Rescuetool.


    Viele Grüße


    Roman

    benutze zwar immer noch den Ranger von Silva und Kartenmaterial, ich würde mich aber nicht davor sperren mir ein moderenes Navi-System zuzulegen wenn es vonnöten wäre. Voraussetzung wäre natürlich der geeignete Transport wenns mal nass werden kann.


    Viele Grüße


    Roman

    es kommt jetzt eine späte Antwort auf deine Frage nach Jeans. Die Zunfthosen sind natürlich auch erste Wahl, wenn Du aber unbedingt eine Jeans suchst schau doch einmal zu den Amis hin. Bei cabelas findet man Jeans in allen Stoffgewichten und das meist zwischen zwanzig und dreissig Dollar, die Carhartt (hoffentlich richtig geschrieben) kosten so um die 35 Dollar. Abgesehen davon haben die wirklich alles was das Outdoorherz begehrt. Bei den Umrechnungskursen rechnet sich auch der Versand (Seeweg dauert zwar 4 Wochen, aber Luftweg ist sehr teuer; für die Angler: Ruten werden nur per Luftpost versandt).


    Viele Grüße


    Roman

    Danke für den Hinweis, Du hast wenn du das schreibst mehr Hintergrundwissen als ich. Ich kann mich nur noch dunkel daran erinnern. Dann sind allerdings auch die Informationen im Internet irreführend beziehungsweise falsch, die geben nämlich immer eine Truppe von Einheimischen an von denen dann einer geschossen hat. Aber das ändert wohl alles nichts an der Tragik des Ganzen.


    Viele Grüße


    Roman

    wenn ich irgendjemand auf die Füsse getreten habe war das zu keiner Zeit in meiner Absicht. Man wird es schwer für möglich halten, aber auch ich habe mich 1987 mit Patagonia und Funktionsbekleidung durch den Himalaya bewegt. Das das ganze Eqiupment das hier aufgezählt wird mehr als tauglich ist, das ist auch mir klar. Ich muss jetzt allerdings zur Klarstellung folgendes sagen: Ich bin nur von mir ausgegangen, das war keine Anleitung sich im Winter zu kleiden wie ich es tue. Ich muss auch im Winter oft draussen arbeiten, da trägt man gewöhnlicherweise keine so guten Ausrüstungsteile wie die die genannt wurden. Es kommt dabei mehr auf absolute Stabilität an, das schliesst oft die klassische Outdoorbekleidung aus. Eh Ajax, von Opinelmessern habe ich gar nichts gesagt (benutze gern ein Gerber Parabellum)


    Viele Grüsse


    Roman

    das ging ja schneller als gedacht, ich wusste dass sich darauf relativ schnell einer meldet. Du hast mit deinen Ausführungen natürlich recht, meine ganze Schreiberei hätte sich sollen auf das reine Survivalpaket beziehen und nicht in ferne Länder schweifen. Da aber diesbezüglich schon sehr gute Ausführungen gemacht wurde habe ich mir die Freiheit genommen ein bisschen abzuschweifen. Es sollte keineswegs eine Reiseanleitung für Fernreisende werden, aber ich denke an diesem Platz hier schreibe ich nicht für Unbedachte. Was Du über Hunza sagst gilt ebenso für Gilgit, wobei der Vergleich mit den Leuten in Nepal nur ungefähr hinhaut, die Leute sind freundlich und hilfsbereit. Allerdings sind die Leute im Norden Pakistans durchweg besser bewaffnet als die freundlichen Nepalis. Diese ganze Räubergeschichte (damit will ich sie nicht verharmlosen) bezog ich speziell auf das Gebiet ausserhalb der Städte im nördlichen Pakistan, nicht in den genannten Gebieten, Entschuldigung. Das mit der medizinischen Ausrüstung hätte ich auch besser rein auf mich beziehen sollen, aber ich denke von den Lesern hier hätte sich sowieso jeder zuhause entsprechend eingedeckt. Was Diebstahl in Nepal oder generell in diesen Gebieten sagst stimmt auch, es ist mir bis heute von den Leuten die dort wohnen nichts gestohlen worden.


    Die Tragik die Herr Nehberg am blauen Nil erlebte sollte in keinem Bezug stehen zu dem was ich sagte, ich wollte damit lediglich ausführen, dass es besser ist von keiner einheimischen Bevölkerung als Gefahr angesehen zu werden.


    So Ajax, jetzt gehts weiter, ich muss das Paket ja versuchen komplett abzuarbeiten.


    Messer, akzeptiert. Jeder nach seiner Nase. Es sollte mehr ein Ratschlag gewesen sein, es wurden schon einfache Schweizermesser von Zöllnern sichergestellt, in Zeiten des Internet wissen auch die Zöllner an weit entfernten Flughäfen was ein Strider kostet. Dann ist man allerdings so weit wie ich und kauft doch ein Messer beim örtlichen Fachhandel.


    Was die Kugelschreiber betrifft, das war natürlich eine Frechheit, natürlich hätte ich gern das ein oder andere zusätzlich dabei um durchzukommen. Aber der absolute Notfall ist nunmal der, bei dem man ohne jegliche Ausrüstung dasteht (ich natürlich auch ohne Kugelschreiber), dann denke ich wäre man vielleicht doch froh ein wenig Hilfe von Einheimischen zu bekommen, ob das jetzt gefährlich ist oder nicht.


    Viele Grüße


    Roman

    na endlich, wieder das ultimative Über Überlebensmesser für die schlimmsten Orte an denen keiner was zu suchen hat oder will. Nach dieser Tombrowntrackerverirrung jetzt etwas anderes, aber gottlob genauso teuer. Ich werde mir jetzt wieder das Mundwerk ansengen, aber wieso überlassen wir es nicht einfach uns zu entscheiden was für uns das beste Messer ist. Wenn einer meint ein Busse oder Strider oder wie sie alle heissen mitzunehmen, dann kann ich nur sagen: "Macht wie Ihr es für Euch am richtigsten haltet." Lasst Euch nicht überfahren von irgendwelchen Überlebenstaktikenverkaufsstrategen. Wenn es darauf ankommt muss der Wille zu überleben da sein, wenn einem dabei das Messer beruhigt das einem am besten gefällt, so hat es schon geholfen auch wenn es nicht aus der Scheide herausgezogen werden muss. Wenn wir uns schon mit diesen Orten befassen müssen, so denken wir doch einmal an die Leute die zum Teil diese Orte bevölkern und das ihre Heimat nennen. Es ist mir ein schieres Rätsel wie diese Leute bis heute ihren Überlebenskampf durchgestanden habe ohne diese von Survivalübermeistern entwickelten Messer. Ich weiss, diese Kritik steht mir nicht zu, aber eins muss ich dennoch loswerden, der Preis ist nicht hoch, nein, er ist eine Frechheit. Das Stückchen Stahl kostet vielleicht mit viel guten Willen zehn Euro, die Arbeit am Bandschleifer ist auch zackig gemacht, also. Aber es ist ja Survival eingebaut, Entschuldigung ich habe es vergessen, kommt nicht wieder vor.


    Viele Grüße


    Roman


    PS: Die meisten Messer die ich hier gesehen habe gefallen mir besser

    ich bin offen gesagt gesagt fast das ganze Jahr draussen, im Sommer weils schön ist und im Winter um zum Beispiel Holz zu schlagen für den nächsten Winter. Wenn man sich draussen bewegt braucht man im Prinzip auch bei kältesten Temperaturen keine dicken Klamotten. Unterhemd, lange Unterhose, stabile Hose (trage fast immer Zimmermannshosen/Deutschleder, das kommt direkt hinter Kevlar) irgendein Fleecepulli und eine Jacke (ich weiss, Winterjacken gibt es nur von den SpezialwinterjackenfirmenfürjedeKältesuperbrauchbar, aber ich bin bis jetzt immer mit normalen Jacken zum Teil aus dem Berufsbekleidungsbedarf ausgekommen) Dann habe ich noch ein paar Wollmützen um die Kälte vom Kopf wegzuhalten. Handschuhe braucht man nur bei kältesten Temperaturen, Nässe oder wenn man die Finger nicht bewegt. Das Angebot ist ja reichlich, gefütterte Arbeitshandschuhe tuns allerdings auch. Was die Schuhe betrifft, mittlerweile gibt es ja Winterschuhe aller Arten, ich habe seit fünfzehn Jahren ein Paar von Sorel, die sind eigentlich ganz gut, wenn mir auch die Schnürerei auf den Geist geht. Was ich Dir jetzt sage darf mir keiner persönlich nehmen. Wir sind früher im Winter immer Zelten gegangen, einige der Kumpel hatten im Sommer dafür keine Zeit weil sie durcharbeiten mussten. Wir haben in einem grossen Zelt geschlafen mit einem Feuer in der Mitte. Wir sind auch im Winter zum Teil barfuss gegangen, wenn auch keine langen Strecken, hatten überhaupt keine speziellen Ausrüstungsteile ausser einem guten Schlafsack und keiner hat sich über irgendetwas beschwert. Das waren die Zeiten als die Kataloge von Globetro....noch schwarz weiss waren. Es gab zwar schon viele gute Sachen, aber keiner hatte Geld dafür, das wurde gespart um auf die grossen Touren zu gehen. Der Mensch ist viel belastbarer als wir uns das selbst eingestehen wollen, wir sind nur ein bisschen aus der Übung gekommen. Also mach Dir nicht so viele Gedanken um die ultimative Jacke sondern geh in der Zeit raus.


    Viele Grüße und keine Frostbeulen


    Roman

    Ja, es ist alles genannt worden. Bei Rüdiger Nehbergs Buch Survival steht ja auch alles, wenn der´s nicht weiss wer dann?


    Aber Du hast gefragt, ich werde Dir auch eine Antwort geben. Ich halte mich jetzt nicht auf mit Schlafsack, Rucksack, Zelt oder so weiter, das hängt von jedem Einzelnen ab. Es geht ja nur um diese Suvivalkiste.


    Ich beschränke mich auf die einfachsten Sachen, Marsch abseits aller Routen durch gemischtes Gebiet (keine Winterbedingungen, Saharadurchquerungen oder wochenlange Bootstouren über den Stillen Ozean) mit einheimischer Bevölkerung. Als erstes was hier ja immer das größte Kopfzerbrechen macht, was für ein Messer. Am besten gar keins, damit meine ich gar keins mitnehmen. Die Fluggesellschaften laufen Amok wenn sie ein so ein Teil beim Durchleuchten deines Gepäcks finden. Das Messer wird am Zielort gekauft, für wenig Geld. Erstens hat jeder dort so ein Teil (es ist keiner neidisch auf das Messer, es sind schon Jungs wegen weniger nicht mehr nach Hause gekommen) und zweitens steht dort nicht irgendwo USA oder sonst etwas drauf. Glaub mir, je nachdem wo Du dich bewegst kommst Du in Teufelsküche wenn jemand irgendein Ausrüstungsteil mit dieser Herstellungsbezeichnung sieht. Medikamente werden vor Ort besorgt, dann braucht man sie auch nicht dorthin zu schleppen, zudem bekommst Du in diesen Ländern in denen man noch Abenteuer erleben kann das ganze Spektrum an Medikamenten die Du hier garantiert nicht bekommst. Hygiene wie Seife oder ähnliches fällt aus, die Jungs mit denen man unterwegs ist waschen sich auch nur sporadisch, also ist das egal. Feuer ist oft sehr nützlich, Einwegfeuerzeuge lassen sich am Zielort besorgen. Desweiteren kauf Dir dort auch eine Nagelschere, es lachen alle immer wieder wenn man das macht, aber es ist nichts abseits der Zivilisation so hinderlich wie ein eingerissener Fingernagel und Du kannst Dir damit den Schnurrbart kürzen, damit Du den Frass den Du manchmal vorgesetzt bekommst nicht noch abends unter der Nase hängen hast. Du brauchst keine tausend kleinen Artikel die für irgendwelche Eventualitäten die man sich zuhause am Kaminfeuer ausmalt mitzuschleppen. Mach es so einfach wie möglich, der Mann/Frau selbst überlebt, da hilft kein Survivalpaket in einer noch so schönen taktischen Umhängetasche (die nimmt Dir der erste Räuber ab um seine Zwiebeln zu transportieren und komm mir jetzt bloss keiner damit "Die soll er mir erst mal abnehmen", die machen das ganz einfach und Du wirst dich dann zum Beispiel im pakistanischen Hinterland glücklich schätzen nicht ohne Zähne und nur noch bekleidet mit deiner Unterhose von vielleicht ab und zu patrollierenden regulären Streifkräften gefunden zu werden). Hier zuhause im Wald, das ist nicht der Hindukusch. Aber ich schweife ab, mach es bei der Zusammenstellung wie ein alter englischer Expeditionsreisender es einmal vorgeschlagen hat. Leg das auf einen Haufen was Du mitnehmen willst, dann wirst Du aus diesem Haufen das herausfischen was Du unbedingt mitnehmen möchtest. Aus diesem weitaus kleineren Haufen suchst Du das aus was Du für unbedingt überlebensnotwendig ansiehst. Das ist dann das Doppelte von dem was Du brauchst. Ich weiss, ich habe Dir jetzt nichts von ausgeklügelten Transportsystemen erzählt, auch nichts von taktischer Survivalausrüstung, aber eines kann ich Dir wenigstens sagen, die paar Sachen von denen ich gesprochen habe, die habe ich wenigstens selbst erlebt (mir hat auch kein Räuber irgendetwas abgenommen, ich hatte nämlich immer genausowenig wie der) und ich bin wie Du hier lesen kannst immer noch da. Ich ging jetzt davon aus dass man sich wie gesagt irgendwo abseits der Zivilisation bewegt und dort auch Einheimische trifft. Wenn ich die Wahl hätte zwischen einem ausgeklügelten Survivalpaket verteilt auf irgendwelche Transportsysteme (die Transportsysteme werden uns ja nur verkauft damit wir sie mit diesen ausgeklügelten Sachen wieder füllen müssen) und hundert Kugelschreibern, seid mir bitte nicht böse, ich würde die hundert Kugelschreiber nehmen, die bringen mich bei den Einheimischen weiter als irgendwelche noch so guten Ausrüstungsteile. Diese Leute gewähren nämlich Unterkunft und Essen, das ist alles was man erwarten kann und ein Kugelschreiber ist in solchen Gegenden ein Statussymbol, auch wenn keiner schreiben kann. Zudem kann ich nur empfehlen wie Herr Nehberg schon anführte ein paar Zaubertricks zu können oder Mundharmonika zu spielen (natürlich nicht die amerkanische Nationalhymne). Einem lustigen Menschen vertraut man eher als jemanden der mit olivfarbenen Taschen und einem dicken Einsatzmesser durch die Gegend läuft. Ich hoffe mein pragmatischer Vortrag hat nicht allzusehr gelangweilt, ich bin mir natürlich darüber im Klaren dass das alles nur Geplapper war und man nur mit den entsprechenden Survivalutensilien durchkommt, aber ich würde trotzdem lieber hundert Kugelschreiber mitnehmen.


    Viele Grüße und ein immer gesundes Nachhausekommen


    Roman

    wenn Dir keiner schreibt dann mache ich es jetzt, obwohl Du ja weisst dass ich momentan nur kleine Zeitfenster habe. Vorab, ich habe keine Erfahrungen mit Citadel-Messern. Was jetzt kommt ist zu vergleichen mit den telefonischen Anweisungen eines Chirurgen an einen Sanitäter wie er einen neurochirurgischen Eingriff durchzuführen hat (und das mitten im Busch unter Zuhilfenahme seines Schweizer Messers). Ich habe mich über dieses elektronische Informationsmedium über diese Firma erkundigt. Die Messer werden wie Du hundertprozent weisst (ich glaube mittlerweile deine akribischen Ermittlungsmethoden bezüglich Messer etc. ein klein wenig zu kennen, wie gesagt -ich glaube-) in Kambodscha hergestellt (ich hätte auf Spanien oder Italien getippt). Dieser angeführte DNH7 Stahl ist wohl der gute alte C 75 oder CK 75 oder wie er auch immer noch bezeichnet wird. Er gehört zwar nicht zu diesen Superstählen, aber bei richtiger Verarbeitung ist er meiner Meinung nach immer noch einer der besten Gebrauchsstähle die es gibt. Diese Jungs von Citadel habens wirklich drauf, da findet man ja alles was das Herz begehrt. Die Klingendesigns könnten durchaus von italienischen Machern (wie ich Dir schon einmal sagte, die Italiener habens mit dem Design einfach drauf, das muss ich neidlos anerkennen) beeinflusst worden sein. Auch dass sie ein Angebot an Klingen haben die zum Teil noch schmiederauh belassen sind finde ich erfrischend, obwohl die Idee natürlich uralt ist. So, jetzt kommt mein Schuss ins Blaue. Ich gehe einfach davon aus, dass in einem Land wie Kambodscha bedingt durch die dort befindliche Struktur des Gemeinwesens noch mehr Schmiede zu finden sind als in Industrienationen. Diese haben was die Verarbeitung von Schneidwerkzeugen betrifft natürlich den Vorteil des regelmässigen Tuns. Ich unterstelle diesen Messern einfach, dass sie erstens gut gemacht sind und zweitens für ihren jeweiligen Einsatzzweck optimiert sind. Zudem kann man getrost davon ausgehen dass die Jungs ihr Handwerk verstehen auch ohne Salzbäder und Vakuumkisten. Soweit meine Ausführungen, achja der Preis. Wenn man diese Messer hier machen lassen würde, ja dann.........................aber das weisst Du ja.


    Viele Grüsse


    Roman

    die Entwürfe machen auf mich alle einen durchdachten Eindruck. Die ganzen zweischneidigen Sachen sind natürlich wie micha schon anführte sicherer mit einem Parierelement, aber das weisst Du ja selbst. Dieses Big Buddy sieht für mich aus wie die gebrauchsfähige Mischung zwischen diesem Tom Brown Tracker Messerbeil (eine andere Bezeichnung fällt mir nicht ein, wenn dieser Herr Tracker wirklich der Papst aller Survivalaktivitäten ist steht es meiner bescheidenen Wenigkeit natürlich nicht zu seinen Entwurf zu kritisieren. Das will ich auch nicht, aber wenn mich jemand irgendwo im Nichts aussetzt dann bitte nicht mit diesem Messer) und einem Tanto (gemeint ist jetzt diese neumodische Tantoform mit der abgeschrägten Meisselspitze). Ansonsten kann ich Dir nur gratulieren, wenn keiner mehr anfängt sich Gedanken über neue Klingen zu machen stagniert ja alles. und das soll es nicht. Auf diesem Weg sieht man wieder dass es durchaus möglich ansprechende Messerformen zu entwickeln. Übrigens, das Sheepfoot Design ist für tägliche Schneidearbeiten sehr gut zu gebrauchen. Ich habe ein Klappmesser das diese Form hat, wenn man dann noch regelmässig Fusspflege bei Schafen und Ziegen machen muss erschliesst sich einem erst wofür es gedacht wurde (gemeint ist das Zurückschneiden der Tragwände der Klauen).


    Viele Grüsse


    Roman


    PS: Mach Dir nur weiter Gedanken in Sachen Klingenformen.........

    Beschränken wir uns auf einen Trip in einer Gegend mit sporadisch vorkommender Population: Heftpflaster, Pinzette, Zeckenzange, PVP Jod AL, keine chirurgisches Nähmaterial (das kriegt nur Rambo auf die Reihe, den meisten inklusive meiner Wenigkeit reicht vermutich schon die eigentliche Verletzung) sondern Klammerpflaster und zwar nicht die kleinen weissen, sondern die breiten braunen Klammerpflaster mit Sichtfenster in der Mitte, zwei bis drei Verbandspäckchen, elastische Binde, mehrere Vliesstoffkompressen und ein Dreieckstuch. Das müsste bis zum Eintreffen der Hilfe fast ausreichen, bei grösseren Vorhaben sieht die Liste anders aus, aber das gehört jetzt nicht zur Fragestellung. Fast hätte ich es vergessen, ich habe auch eine Verbandsschere in meinem Erste Hilfe Päckchen.


    Viele Grüße und nur oberflächliche Fleischwunden


    Roman

    ein Messer was bei mir die Schneide gut hält trotz oft unsachgemässer Anwendung ist das Large Voyager von CS, die Opinelmesser werden zwar gut scharf, leider verlieren sie diese Schärfe auch wieder schnell, das Buck 110 wie chris anführte ist vermutlich (ich weiss ich verbrenne mir jetzt die Zunge) eines der schneidhaltigsten Messer das man kaufen kann. In der Küche tut ein zehn Zoll Kochmesser von Sabatier seit Jahren seinen Dienst ohne einen Schleifstein gesehen zu haben (regelmässiger Gebrauch eines Wetzstahls vorausgesetzt), zu erwähnen ist auch ein breiter Chopper aus China (damals 24 DM), er schneidet wie der Teufel und wird kaum stumpf. Allerdings ist die schärfste Klinge die ich bis heute in der Hand hatte ein Messer mit einem Kern aus weissem Papierstahl. Damit möchte ich mich niemals verwunden (das ist das Gleiche wie verletzen, nur schlimmer). Ein Messer das ich aber absolut in den Bereich Schneidteufel einreihen möchte ist ein Messer mit der Bezeichnung Mora....der Rest fällt mir jetzt nicht ein. Es hat einen grünen Griff aus einer Art Gummi und eine Scheide aus grünem Plastik. Achso, Exodos, ich muss Dir leider eine traurige Mitteilung warten, je nachdem was Du dir da am Finger durchgeschnitten hast wird es Jahre dauern bis wieder so eine Art Gefühl in die betreffende Stelle einkehrt, mein linker Zeigefinger benötigte dafür fünfzehn Jahre. Aber es muss bei Dir ja nicht so schlimm sein.


    Viele Grüsse


    Roman

    Larry Harley sagte einmal (im mm nachzulesen) sinngemäß dass es für ihn keine taktische Messer gibt, es gibt für ihn nur Bowiemesser und Killingknives. Soweit Larry Harley. Das kann man so stehen lassen, man muss es aber nicht. Da ich mir nicht anmaße bezüglich deiner Frage hier umfassend Antwort zu geben versuche ich es mit meinen Worten auszudrücken. Ja, ich bin davon überzeugt dass es Messer gibt die für taktische Einsatzzwecke entwickelt worden sind und dementsprechend auch dem Wandel der Zeit unterliegen. Beweise hierfür gibt es genug und sie wurden ja bereits von Dir und meinen Vorrednern angeführt. Inwieweit diese Messer für den ein oder anderen Zweck mehr oder weniger gebrauchstüchtig sind hängt letztendlich von ihrer Beschaffenheit und dem Anwender ab. Ich denke einem afghanischen Freischerler ist es egal ob er mit einem Stück angeschliffenen Baustahl oder einem erbeuteten Supertacticalmesser zu Werke geht. Man kann sich jetzt über die ganzen Vor- und Nachteile von Kampfmessern tagelang unterhalten, aber wie ich die Sache sehe läuft es doch zur Zeit darauf hinaus relativ materialstarke Klingen mit einem mehr oder weniger penetrationsgeeigneten Schliff zu versehen. Man kann jetzt noch soweit gehen die Eignung solcher Messer, ich nenne sie jetzt einmal taktische Einsatzmesser, hinsichtlich ihrer Gebrauchseigenschaften im militärischen oder paramilitärischen Bereich näher in Augenschein zu nehmen. Der Soldat in der heutigen Zeit kommt nur noch relativ selten in die Situation sein Leben mit einer blanken Waffe verteidigen zu müssen, wir müssen auch in diese Betrachtung miteinfliessen lassen dass die Gegenseite auch meist hervorragend mit Schusswaffen ausgerüstet ist. Das Messer, hier im Speziellen das taktische Einsatzmesser, findet wohl seinen größten Absatzmarkt im nicht militärischen Bereich, wo man sich genauso gut mit "normalen" Messern behelfen könnte. Wir können nicht umhin uns die Frage zu stellen ob viele solcher taktischen Einsatzmesser ihr Design darin begründen ein Verkaufsschlager zu sein und nicht ihrem eigentlichen Zweck zu dienen, nämlich einem Soldaten im Einsatzfall ein zuverlässiger Begleiter in allen Situationen zu sein. Wie dem auch sei, Gefallen macht schön, wenn jemandem ein solches Messer gefällt und er damit zufrieden ist, ist doch jegliche Betrachtungsweise vom Einzelnen abhängig. Taktisch hin oder her, das Messer ist nicht schlecht, sondern derjenige der Schlechtes damit tut. Die Machete ist im Vergleich zu den taktischen Einsatzmesser ein gar nicht taktisches Werkzeug und trotzdem wurden damit schon unmenschliche Taten begangen (zum Beispiel Ruanda 1994). Aber genug der Schlauschwätzerei, ich kann es gut verstehen wenn sich jemand ein solches taktisches Messer käuft, sie sehen ja wirklich super aus.


    Viele Grüße und Freude mit Euren Messern


    Roman

    Du kannst wirklich Fragen stellen, ich versuche Dir jetzt aufgrund meines leider bescheidenen Wissens (ich hatte aufgrund eines schlechten Einflusses durch mein Elternhaus leider nicht die Gelegenheit einen metallverarbeitenden Beruf wie mein Vater zu ergreifen, die Söhne sollen es ja immer besser haben, egal ob glücklich oder nicht) einigermassen Antwort zu stehen. Zuerst verweise ich allerdings, bevor ich mein eigenes Halbwissen zum Ablachen aller zum Besten gebe, auf ein Buch das zweifellos eines der lesenswertesten Bücher über Messer ist. Es ist geschrieben von meinem Namensvetter und behandelt die Schneiden an Messern wirklich vorbildlich (ich hätte fast geschrieben "soweit ich das beurteilen kann" aber das maße ich mir nicht an). Ich halte es einfach so (ich war, bin und werde immer ein Pragmatiker sein) so, Messer die fein schneiden sollen haben bei mir breitere Anschliffe zum Schneiden, Messer die gröbere Arbeiten erledigen sollen entsprechend kürzere Anschliffe. Aber auf Wunsch wird auch gehext, wenn jemand ein stabiles Messer mit einer feinen Schneide haben möchte, dann bitte. Was die "dicken Prügel" betrifft, das sind eben dicke Prügel, wenn man versucht eine solche Klinge fein auszuschleifen muss man schon einen Teil der Schneide (oder Flanke wie Du so schön sagst, das gibt der Geschichte nämlich eine gewisse Eleganz) abschleifen, was nach meiner Meinung im Gegensatz zu dem eigentlichen Verwendungszweck dieser dicken Prügel steht. Machs doch einfach so wie deine Auftragsgeber es haben wollen, so bist Du auf der sicheren Seite und musst Dir keine Gedanken machen (ich weiss, das ist keine Patentlösung, aber es ist immerhin eine Lösung). Man kann es selten im Voraus jedem gerecht machen und meist sich selbst leider auch nicht. Aber gerade das ist ja das Gute, sonst hätten wir längst das ideale Supermesser erfunden. Manchmal mache ich mir Gedanken darüber wie unsere Altvorderen ohne die heute üblichen Spitzenmesser es geschafft haben zu überleben und mit dem gleichen Feuersteinmesser Fische auszunehmen und Mammuts zu zerteilen. Aber das waren vermutlich auch nur Pragmatiker, aber immerhin, sie habens geschafft, sonst könnten wir uns jetzt nicht über diese elektronische Wortversendungsmaschine unterhalten.


    Viele Grüße und weiterhin viel Freude (die soll es ja machen, ich wollte schon Spass schreiben, aber das hört sich zuviel nach Kappensitzungen an) beim Herstellen deiner Messer


    Roman

    auch von einem dreissig Euro Messer kann man erwarten dass es schneidet und stabil ist (das setzt nur eine gewisse Materialstärke und einen Messerstahl voraus). Desweiteren ist es wohl so wie einer meiner Vorredner schon anführte, bei steigenden Bestellungen wirst Du diesen Preis nicht halten können oder Du kannst nur gewisse Kontigente schaffen (das hört sich im Bezug auf handgemachte Messer fürchterlich an). Ansonsten gefallen mir deine Messer sehr gut, ich kann mich mittlerweile sogar mit kleineren Griffen anfreunden. Ich wiederhole mich zwar immer wieder mit dem Zitat von John Seymour, Heute fragt man "Wieviel kann ich für mein Produkt bekommen" und nicht mehr "Wieviel ist mein Produkt wert?" Solange noch Leute Messer in dieser Preisklasse anbieten verliere ich nicht die Hoffnung. Die anderen bestehen ja auch nur aus Stahl mit einer Schnur oder einem Stück Plastik als Griff, von Ausnahmen natürlich abgesehen. Natürlich ist das eine Frechheit von mir, aber manchmal kommt das bei mir sehr gut eingesperrte Böse doch irgendwie aus seiner Zelle heraus. Ich kann es zwar wieder schnell einsperren, aber währenddessen überschüttet es mich nicht wie andere böse Geister mit Beleidigungen sondern ruft mir dauernd die Preise für rohen Werkzeugstahl zu den die Stahlwerke für ihre Arbeit bekommen. Aber das ist eine andere Geschichte. Entschuldigung, ich weiche total ab, wie schon angeführt gefallen mir deine Messer sehr gut und der Preis ist eine sichtliche Erholung für meine Augen.


    Viele Grüße und weiterhin gute Ideen (aber ich denke daran mangelt es Dir nicht)


    Roman