Beiträge von juchten

    dein Einwand ist natürlich mehr als berechtigt, allerdings mußt Du mir nachsehen daß ich leider nicht einfach sagen kann: "Es handelt sich um den Kleber xy", eben aus dem Grund daß ich nicht weiß welcher Kleber dort benutzt wird. Wie gesagt, eine hundertprozentige Antwort kann ich Dir diesbezüglich nicht geben.


    Die Bilder die Du nachträglich eingestellt hast hatte ich auch nicht bei Maddogknives gesehen, vielleicht habe ich sie übersehen, dann tut mir meine schlechte Recherche leid. Augenscheinlich ist es so wie Du sagst, die Klingen werden mit den Griffrohlingen verklebt.


    Ich lasse jetzt einmal alle anderen Klebsysteme (Leime etc.) außer Acht, da diese für diese spezielle Anwendung einfach nicht in Betracht kommen. Man kann allerdings fast zu hundertprozent davon ausgehen daß es sich bei dem verwendeten Kleber um einen sogenannten Reaktionsklebstoff handelt der die Polymerisation auslöst. Dazu gehören die Epoxid- und Acrylharze, spezielle Harze und der Einkomponentenklebstoff Cyanacrylat.


    Den Cyanacrylat maße ich mir an ausser Acht zu lassen und würde die Epoxid- und Acrylharze ins Auge zu fassen. Epoxidkleber sind zwar nicht so frostsicher wie Acrylharze aber vermutlich die erste Wahl um solche Arbeiten auszuführen. Was ebenfalls denkbar wäre ist die Anwendung von Kompensationsklebstoffen auf der Basis von Phenolharzen, damit werden zum Beispiel Brems- und Kupplungsbeläge geklebt, das dürfte auch die Kräfte die bei der Anwendung eines Messers auftreten aushalten, auch unter Anbetracht auftretender Temperaturschwankungen.


    Was die Alterungsbeständigkeit angeht, tja, das ist wohl die wunde Stelle bei allen Klebern. Epoxidharze gibt es seit ungefähr 70 Jahren, ich kann mir nur schwer vorstellen daß Verklebungen mit solchen Klebern in diesem Zeitraum kontinuierlich verwertbar überwacht werden. Das schließt sich auch deshalb selbst aus weil die Kleber immer besser wurden und werden.


    Auf dem einen Bild von Dir ist schön zu sehen daß die Klinge abgeklebt beziehungsweise umwickelt wurde. Das könnte den Rückschluß zulassen daß ein relativ dünnflüssiger Kleber verwandt wird, der leicht zu Klebstoffresten auf der Klinge führen kann, zudem ist dieser Kleber wohl nur schwer von Metall zu entfernen.


    So, ich weiß das ist leider nicht die Antwort auf deine gute Frage, aber es war wenigstens ein Versuch.


    Viele Grüße


    Roman


    PS: Ich habe vor 25 Jahren die Klinge eines Fairbain-Sykes Kommandodolches mit Epoxid wieder eingeklebt, da die Hersteller keinen so guten Kleber wie die Jungs von Maddog verwandten, das hält bis heute bombenfest, immerhin.

    nach deinem Artikel habe ich mir die Seiten dieser Messer auch angesehen. Diese Messer machen wirklich optisch einen sehr guten Eindruck. Das einzige was mir in Bezug auf den Klingenschliff auffiel ist daß bei vielen Klingen die Schneide relativ hoch über dem Griff ansetzt, aber das ist Geschmackssache.


    Betreffend der Verbindung Klinge zum Griff könnte ich mir vorstellen dass die Griffe eventuell auf die Klingen gegossen werden (die Erle haben vielleicht zur Stabilität des Verfahrens Bohrlöcher oder sonstige Vorrichtungen um den Guß unhaltbar mit der Klinge zu verbinden), das würde für eine ulimative Haltbarkeit sorgen. Falls die Klingen jedoch verklebt werden ist die Palette der Klebstoffe so groß daß man nur Vermutungen anstellen kann.


    Da es sich bei diesen Messern augenscheinlich um Werkzeuge zum Gebrauch handelt wird vermutlich ein öl- und säureresistenter Zweikomponentenklebstoff verwendet. Natürlich wäre auch eine Verklebung auf Urethanbasis möglich um die Schockstabilität zu erhöhen.


    Tut mir leid daß ich Dir nicht die hundertprozentige Antwort geben kann, aber ich glaube daß solche Firmen wie Maddogknives nicht mit ihren betriebsinternen Herstellungsmethoden hausieren gehen.


    Viele Grüße


    Roman

    ein Buch daß mir sehr gut gefallen ist Shibumi, der leise Tod von Trevanian (Synonym, der richtige Name des Autors ist Rodney Whitaker), leider ist es ausverkauft, aber man kann es natürlich gebraucht erwerben;


    desweiteren für alle Japan Fans:


    die Originalausgabe von -Der Ninja- Lustbader; die folgenden Auflagen wurden leider zum Teil zensiert;


    der "Biographie-Roman" über das Leben von Musashi Myamoto, ein sehr dickes aber lesefreudiges Buch,


    für die Strategen unter uns das von Musashi verfasste literarische Werk -Das Buch der fünf Ringe-,


    und für die Pragmatiker unter uns: .-Der totale Widerstand- (Kleinkriegsanleitung für Jedermann) von Major v. Dach (ich glaube das gibt es sogar als download)


    Viele Grüße


    Roman

    ich hoffe Du hast deine oberste Hautschicht noch. Langsam fängt die Sache an auch mich zu wurmen. Ich habe mir die Bilder dieser Messer mal in -Groß- angesehen. Ich könnte schwören ich hätte schon einmal solche Strukturen irgendwo gesehen. Mir ist der Gedanke gekommen dass dort irgendein Lack aufgetragen wird der dann mittels eines Pusterohres "auseinander geblasen" wird.


    Ich denke die Küchenmittel kannst Du in ihren Behältnissen lassen. Die haben etwas mit mehr "Wumms" genommen. Ich glaube wir landen doch noch bei starker Säure. Ich musste noch nie mit Asphaltlack arbeiten, wenn das Zeug relativ dünnflüssig wäre oder entsprechend verdünnt werden kann spricht nichts gegen die Pusterohrmethode. Wenn man dann noch mit Schwefel- oder Salpetersäure ran geht müsste es eigentlich sehr scharf zeichnen.


    Wie gesagt, ein Herr Stienen könnte hundertprozent helfen, der kennt sich damit aus.


    Viele Grüße und gib auf dich acht (übrigens, ein Liter Schwefelsäure kostet cirka 7,80 Euro)


    Roman

    erstens einmal, das Messer gefällt mir gut. Ich weiß daß ich mich vielleicht outen werde aber um die volle Schneidkraft einer solchen Klinge zu nutzen würde ich mir diese "neue" Tantoform noch einmal überlegen. Nichts gegen abgeschrägte Meißelspitzen, aber eine geschwungene Schneide zieht halt durch bis zur Spitze, das ist mit abgeschrägten Klingenspitzen schlecht zu bewerkstelligen. Wie gesagt, das ist nur meine Meinung. Ich bin gespannt wie es weitergeht.


    Viele Grüße


    Roman

    also, das sage ich jetzt einfach mal ins Blaue hinein: "Wer solche Messer machen kann, der kann auch härten."


    1.2842 kann man selbst härten. Man muß zwar mit Gefühl an die Sache herangehen, es ist aber ohne weiteres möglich. Etwas anderes sind diese Highend-Werkzeugstähle wie zum Beispiel S30V oder andere Karbidgiganten. Ein Bearbeiten in jedweder Form wie spanabhebend oder schmieden ist möglich, aber das Härten muß man dann doch entsprechend gerüsteten Betrieben überlassen.


    Ansonsten gefällt mir dein Messer sehr gut.


    Viele Grüße


    Roman

    wenn Geld nicht die große Rolle spielt schau doch einmal bei Angele Maschinenbau im Katalog nach. Die haben seit neuestem einen Bandschleifer im Angebot. Das ist nicht nur ein Bandschleifer, es ist ein komplettes Bandschleifsystem daß Du für deine speziellen Belange entsprechend zusammenstellen kannst. Das Teil sieht sehr vertrauenserweckend aus.


    Ansonsten hör auf meine Vorredner, die haben in Anbetracht der sehr schönen Messer die sie herstellen mehr als ausreichend Kompetenz um gute Ratschläge zu machen.


    Viele Grüße


    Roman

    vielleicht hat der schlaue Japaner es mit Asphaltlack als Ätzgrund angestellt. Dieses Zeug hält auch die härtere Gangart aus, verdünnte Salpetersäure zum Beispiel. Zumindest benutzt die hieisige ätzende Liga diesen Lack.


    Da gibt es auch ausführliche Anleitungen, mit Gravierplatten, Seidenpapier (sehr japanisch) usw.


    Vielleicht konnte ich Dir helfen.


    Viele Grüße


    Roman

    keine lange Rede, das Messer ist Dir sehr schön gelungen, die Wicklung gefällt mir außerordentlich gut. Wie bereits gesagt, wenn das andere Firmen unter die Leute bringen würden................... die Preise wären dann sehr selbstbewußt.


    Viele Grüße


    Roman

    es stimmt, ganz kikumäßig siehts noch nicht aus, aber es geht doch in die richtige Richtung.


    Diese teuflischen Japaner, es reicht nicht dass sie allen anderen schon seit hunderten von Jahren mit ihren Superklingen die Nase lang machen, jetzt auch noch das. Manchmal glaube ich die lassen sich solche Dinge einfallen um uns auf die Palme zu bringen. Der Meister dort drüben hat hundertprozent per Zufall die Sache mit dem Finish vom Stapel gestoßen und lacht sich jetzt bei Sake und Meerrettichsalat kaputt.


    Gib bloß nicht auf, damit rechnen die nämlich.


    Viele Grüße


    Roman


    PS: Vielleicht hat er doch irgendwie Schwefelsäure genommen, bei Schmieden liegt das nahe, die steht in jeder Schmiede rum. Außerdem zeichnet sie sehr stark, die Frage ist nur, wie hat er die Musterzeichnung stabilisiert?

    ich denke von einem Fraß in die Klingenoberfläche kann man nicht reden, es wird sich wohl mehr um eine oberflächliche Oxidation handeln die "wild vor sich hin oxidiert". Genaue und fundierte Angaben bezüglich eines solchen Verfahrens kann zu hundertprozent Herr Stienen von der Damaszener Schmiede machen. Herr Stienen hat bei Herr Manfred Sachse gelernt, der unter anderem eine Kapazität hinsichtlich der Behandlung von Metalloberflächen ist. Deshalb ist es mehr als wahrscheinlich daß Herr Stienen um die chemischen Prozesse weiß.


    Die Schwarzfärbung kommt meines Erachtens von dem Essiganteil im Senf. Die gleiche Färbung kann man beim Ätzen von Damastklingen feststellen (Essig ist die humanere Lösung, Schwefelsäure benutze ich zwar auch, aber nur wenn ich das absolute Gefühl im Bauch habe dass alle Feuerschweissungen gelungen sind).


    Ansonsten ist das eine formidable Idee die Opinels mit Senf zu behandeln, so hat jeder trotz der Massenfertigung ein Unikat in der Hand oder Tasche (auch ohne einen Tausender anzulegen).


    Viele Grüße und schöne Pfingsten


    Roman


    Nachtrag: Die unterschiedlichen Färbungen könnten dadurch entstehen dass die einzelnen Stahllegierungen unterschiedlich färben.

    so wie ich die Sache jetzt sehe steht das Klingenfinish dass Du dort angebracht hast den japanischen Klingen nicht nach. Wie diese japanischen Klingen behandelt werden erfahren wir ja vielleicht einmal.


    Ansonsten finde ich die Idee von goblin mit dem Lack ganz gut. Ich kann mir vorstellen das älterer Klarlack auch die Attacken mit dem Essig aushält und auch Fäden zieht. Essig und Uhu ist Essig, der Besagte löst die meisten herkömmlichen Kleber auf.


    Als Kleber wäre vermutlich Polyesterharz eine Möglichkeit, klebt gut und zieht Fäden. Allerdings klebt das Zeug so gut dass man es nachher kaum noch von der Klinge bekommt.


    Betrifft Kerzenwachs, das ist zwar auf die beschriebenen Methode nicht so der Renner, aber wenn man es kalt auf die Klinge aufträgt und dann mit einem Föhn traktiert müssten eigentlich sehr zufällige Muster entstehen.


    Eine starke Säure, zum Beispiel Schwefelsäure, würde ich bei dieser Technik nicht verwenden. Abgesehen von der Arbeit mit dieser gefährlichen Chemikalie weiß kein Mensch wohin die Reise geht wenn man sie auf Klingen aufträgt. Beim Ätzen von Damast kann man sehen wie dieses Zeug sich förmlich in den Stahl frisst, zudem glaube ich dass die meisten Medien die den gewünschten Effekt hervorbringen sollen sich mit starker Säure einfach in Luft auflösen.


    Ich denke Essigessenz oder -säure bzw. Fe-III-Cl bringt genug Effekt wie man sehen kann.


    Viele Grüße


    Roman

    wie Mr. Freeze schon anführte ist ein entfetten der Klinge unabdingbar für solche Ergebnisse in der Ätztechnik. Der im Senf enthaltene Branntweinessig bringt die Ätzung sozusagen in Gang, inwieweit der in Senf enthaltene Zucker oder die Gesamtbestandteile des Senfs dazu beitragen entzieht sich meiner Kenntnis. Auf jeden Fall erreicht man zudem mit dieser Technik eine gewisse Korrosionsbeständigkeit die man mit einem Abzug an einer Poliermaschine (Filzscheibe, Polierpaste) noch verstärken kann.


    Mit Essigessenz oder wenn vorhanden Essigsäure sind ebenfalls Strukturen erzielbar, leider hat man nicht den gleichen Einfluß auf den Vorgang wie mit dem Senf, da dieser sich eben salbenartig auftragen lässt.


    Einen Auftrag auf "rostfreie" Messer würde ich allerdings nicht vorschlagen, da auch die Rostbeständigkeit dieser Messer mit einem solchen Verfahren an ihre Grenzen geführt werden kann.


    Bei dem Opinel dass -Schifflaken- erwähnt handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit um die rostfreie Ausführung dieser Messer. Leider bleibt die sprichwörtliche gute Schärfbarkeit des Opinels aus nicht rostfreiem Stahl bei diesen Messern auf der Strecke. Die Idee mit dem Mousepad von bootsmann ist natürlich genial, allerdings ist es möglich dass bei diesem Verfahren auch irgendwann der Schliff komplett erneuert werden muss. Das Schleifen mit Schmirgelpapier in feiner Kornstärke ermöglicht zwar den bestehenden Schliff wieder auf Vordermann zu bringen, doch nur solange bis die fabrikmäßig angebrachte Schneide "flach" wird. Der Neuschliff geht mit einem groben "Abrichtstein" (Korn 80) jedoch schnell über die Bühne.


    Diese Abrichtsteine kann man sich, sofern sich ein Sandsteinbruch in der Nähe befindet, leicht selbst herstellen. Dort findet man immer Bruchstücke aus der Produktion welche zumindest eine plane Seite haben. Falls die Jungs im Steinbruch das nicht übernehmen kann man sich den Stein dann mit einem Winkelschleifer und einer Steinscheibe in Form schneiden (draussen schneiden, sonst erstickt man; ich weiß dass das jeder weiss, ich sage es trotzdem). So kann man sich einen oder mehrere Schleifsteine zurechtmachen ohne dass man sie aus Japan beziehen muss, schließlich haben unsere Vorväter ja auch ihre Klingen scharf bekommen ohne die fleißigen Japaner und die christliche Seefahrt bemühen zu müssen. Auch kann man sich dann Steine herstellen mit mehreren Kilo Gewicht, auf diesen arbeitet man bedeutend besser als auf kleinen Schruppsteinen.


    Viele Grüße


    Roman

    Sauberkeit ja, das beugt auch gewissen Problemen vor. Ich würde, wenn ich es aussuchen könnte, Zahnbürste und -pasta mitnehmen. Desweiteren wäre ich noch gern mit einem Stück Kernseife ausgerüstet. Deo lasse ich aussen vor und von diesen Kristallsticks oder Alaun bin ich nicht der Einzige der davon Ausschläge bekommt. Toilettenpapier oder Tempos wären auch schön.


    Es gehört zwar nicht zum Saubermachen, aber eine kleine Tube Oxyplastine würde mich auch nicht überladen. Das wärs schon. Ich muss ja draussen nicht zum Neujahrsempfang der Queen. Waschen würde ich mich allerdings draussen wenn es möglich wäre jeden Tag. Ich bin zwar nicht der Überhygieniker, aber Stechmücken fliegen auf Schweiss.


    Viele Grüße


    Roman

    deinen Ausführung muss ich natürlich zustimmen. Ich will und wollte auch zu keiner Zeit moderne taktische Messer kritisieren, das steht mir nicht zu.


    Um auf die ursprünglichen Ausführungen von seal zurückzukommen, natürlich unterliegen taktische Ausrüstungsgegenstände dem Wandel der Zeit, es wird ja nicht immer alles schlechter. Gerade auf dem ausrüstungstechnischen Bereich mit allen seiner Erfordernissen hat es unglaubliche Quantensprünge gegeben. Moderne Lampen, Rucksäcke (die sich ja wirklich besser tragen lassen), sonstige Transportsysteme, Helme, Handschuhe und und und...... Das trifft natürlich auch auf die Messer zu. Natürlich war ein Grabendolch im ersten Weltkrieg eine schlimme Waffe und auf seine Art taktisch, aber ich denke dass moderne Messer, zum Beispiel Strider, Busse und die vielen anderen, einfach mehr Potential was ihren Verwendungszweck angeht mitbringen.


    Wenn ich die Wahl hätte zwischen einem Grabendolch und einem modernen taktischen Messer fiele meine Wahl natürlich auf die moderne Ausführung, warum auch nicht. Mit diesen Messern kann man abgesehen von schneiden und stechen viele andere Arbeiten erledigen, was solch einen Gegenstand natürlich taktisch in allen Beziehungen macht und somit auch besser. Das ist auch letztendlich auf die Verwendung moderner Stähle zurückzuführen die nicht immer zur Verfügung standen beziehungsweise ihr Potential damals nicht erkannt wurde.


    Wenn die Herstellerfirmen neben der eigentlichen Zielgruppe und ihrer ureigensten Verwendung auch noch den Privatmarkt ins Auge gefasst haben, wer sollte ihnen das verdenken? Wieso sollte sich ein, ich sage es jetzt mal so, Privatmann nicht auch ein solches Messer kaufen? Es ist kein Problem darin zu erkennen wenn man nicht immer das volle taktische Potential moderner Ausrüstung ausschöpfen kann, es beruhigt aber doch ungemein wenn man um die Möglichkeiten weiss. Reserven zu haben ist ja keine Schande, wenn etwas taktisch ist, dann ist es Reserve. Ob und wieweit ein solches Messer dann martialisch aussieht oder nicht


    Wenn wir schon die Ausrüstungsgegenstände im Wandel der Zeit betrachten, so erhebt sich doch die Frage: "Wenn die Generationen vor uns die Wahl gehabt hätten zwischen dem was ihnen zur Verfügung stand und dem was uns heute zur Verfügung steht, wofür hätten sie sich wohl bei einer Wahl entschieden?" Ich denke, die Antwort kann sich jeder selbst geben. Wenn ich in diesem Sinne allein die medizinische Versorgung ins Auge fasse, so erübrigt sich alles andere, schliesslich ist ja die Erhaltung der Einsatzfähigkeit eine der obersten taktischen Ziele. Was nutzt die beste Ausrüstung wenn ich keine Leute habe um sie einzusetzen? Davon profitieren auch alle die nicht berufsmässig solche Ausrüstung brauchen. Wenn ich zum Beispiel hier im Forum lese dass viele bei ihren Tätigkeiten auch entsprechend notallmedizinisch ausgerüstet sind, so beweist auch dies einen taktischen Weitblick.


    Übrigens Kanif, das mit dem täglichen Überlebenskampf, der taktisch ist, das hast Du schön und treffend gesagt. Heutzutage fängt die Taktik ja schon bei den Terminen im Terminkalender an, wer hätte das vor zwanzig Jahren gedacht?


    Viele Grüße


    Roman

    die Idee mit der Lederscheide finde ich gut, ich könnte mir eine aus dickem schwarzem Leder vorstellen. Das würde auch zu zu der technischen Eleganz passen die das Messer für mich hat, aber wie gesagt das ist ja nur ein Vorschlag. Was den Preis für so ein Messer angeht, sieh es doch mal so, es gibt Leute die für ihre Alufelgen weitaus mehr Geld ausgeben als Du für dieses Messer verlangen würdest. Irgendwann ist alles wieder relativ. Es gibt doch auch Messermacher in Europa und in Amerika die keine Produktionen machen. Die stellen im Jahr ein paar Messer her und leben davon, sie werden zwar keine Millionäre, aber ich denke die meisten sind glücklich, Larry Harley ist zumindest immer am Lachen wenn man ihn sieht, natürlich nicht wenn er am Amboss steht und arbeitet, das gilt natürlich auch für die Fraktion der Nichtschmiede, während der Arbeit am Bandschleifer werden ja auch keine Witze erzählt. Es gehört zwar hier nicht hin, ich muss aber als Arbeiter am Amboss doch einmal die Arbeit am Bandschleifer würdigen, bei dieser Art der Klingenherstellung ist höchste Konzentration gefragt, nämlich weggeschliffen ist weggeschliffen. Wenn ich am Amboss eine Klinge forme dann habe ich immer noch Möglichkeiten etwas was in die Hose ging wieder zu richten, weil die eigentliche Masse noch vorhanden ist, das kann man am Bandschleifer nicht.


    Viele Grüße


    Roman


    PS: die hätten Rambo besser dein Messer in die Hand gedrückt

    Nasenbär hat schon gut vorgelegt. Aber zu deiner Frage, Du musst wohl etwas mit der Scheide machen, es wird nämlich sonst schlimmer. Wie gesagt, Leder ist Haut, und die altert. Scheu dich nicht davor das genannte Fett mehrmals dünn aufzutragen und einziehen zu lassen. Man wundert sich oft wie viel Fett Leder aufnehmen kann. Wenn Du Interesse an Medizinmannwundermittel hast, die gibts. Als alter Gerbhausgeschädigter kann ich Dir auch die Mischung aus Olivenöl, Sojaöl und Dachsfett empfehlen oder wie wäre es mit Olivenöl und Lebertran (bitte nicht prügeln), auch die verschiendenen Talgarten (Hammel oder Rind) in Verbindung mit warmer Milch führen zu einem gewissen oder ungewissen Erfolg, der aber zumindest neue Geruchsdimensionen erschliesst.


    Wie gesagt, bleib bei dem vorgeschlagenen Lederfett, da bist Du auf der sicheren Seite und behälts alle deine Freunde.


    Viele Grüße


    Roman

    späte Antwort, aber sie kommt. Aufgrund meines bescheidenen Wissens versuche ich einfach deine Frage zu beantworten. S90V ist natürlich gegenüber Hitze nicht gefeit. Wenn es eine Tantoklinge werden soll (Voraussetzung ist natürlich dass sie dann immer noch in die Klingenaussparung des Griffes passt) bleibt eine der Möglichkeiten die Spitze mit einem wassergekühlten Stein zu formen um jegliche Hitze auszuschliessen. Ein nachfolgender Feinschliff und Politur würde die Sache dann beenden. Machbar ja, aber ob letztendlich gewollt, da schliesse ich mich den Vorrednern an. Und wenn Du das wirklich vorhast geh bitte zu einem Spezialisten wie Herrn Schanz, um einen zu nennen. Ich bin mir sicher dass die Profis dir weiterhelfen können.


    Viele Grüße


    Roman

    ich bin zwar kein übergroßer Fan von Messern mit einer auf dem Messerrücken angebrachten Säge, aber bei einem Messer mit der von Dir gestellten Thematik gehört es ja dazu. Die Idee das Messer mit diesem abgesetztem Schliff zu versehen (das erinnert mich an alte grosse Jagdmesser, ich glaube von Linder, die hatten einen ähnlichen Schliff) sowie der angebrachten Hohlkehle finde ich absolut stimmig. Auch dass Du dich entschlossen hast keinen Hohlgriff anzubringen ist einmal mehr als erfrischend. Das verleiht dem ganzen Messer meiner bescheidenen Meinung nach eine gewisse Eleganz. Wenn wir schon Filmthematiken umsetzen komme ich nicht umhin Dir zu sagen dass mich das Messer nicht an einen Zahnstocher von Rambo gemahnt, sondern mehr an die Wehrgehänge an dem Grav-Gürtel eines Predators. Ich denke der Stahl 1.4034 war eine Vernunftwahl, ein solches Messer aus einem übereutektoiden PM-Stahl zu machen war hier nicht nötig. Es ist vermutich nicht dafür gedacht, aber ein solches Werk kann man in jeder Vitrine zeigen.


    Viele Grüße und weiterhin ein solch gelungenes Schaffen


    Roman