Beiträge von juchten

    Das zuerst gezeigt Messer ist ohne darüber nachzudenken ein Stoßdolch oder Faustmesser, die Dinger und alles was damit zu tun hat ist hier verboten und stellt einen Vergehenstatbestand dar. Als Polizist wäre es mir so hoch wie breit aus was sie bestehen, Plexiglas oder Kraton oder alles was härter ist als Balsaholz, solche Teile werden sichergestellt oder eben beschlagnahmt und dann soll sich gefälligst der Staatsanwalt darüber Gedanken machen.


    Die einzige mir bekannte Ausnahme, wie Stefan bereits geschrieben hat, Jäger dürfen solche Messer während ihrer Tätigkeit führen sowie Leute die im Leder- und Pelzhandwerk arbeiten.


    Hier geht es nicht um eine schwammige 12 cm Regelung, hier steht fest was gemeint ist, und ich finde zumindest jetzt nirgends einen Absatz der das Material regelt aus was die Dinger bestehen müssen um verboten zu sein.


    Viele Grüße


    Roman

    das Messer gefällt mir, wenn es Dir gut in der Hand liegt ist alles prima. Der Stahl ist auch eine ganz zuverlässige Wahl und die Bearbeitung sieht auch sauber aus, mehr kann man ja fast nicht mehr machen.


    Natürlich wird es immer dem einen oder anderen zu groß, zu breit oder zu schwer sein. Was solls, wenn es Dir liegt, dann ist alles in trockenen Tüchern.


    Viele Grüße


    Roman


    PS: Große Messer können die Arbeit von kleinen Messern machen, aber kleine nie die Arbeit von großen.

    eigentlich sollte jetzt eine Formel für irgendeinen Stahl kommen, aber offen gesagt ich kann damit nicht dienen. Die ursprüngliche Form war eine von zwei sehr dicken Blattfederpaketen (ich konnte eins allein kaum heben) die meinem freundlichen Nachbarn als Federung für einen Anhänger dienten auf dem einstmal eine Tränke für Kühe hierhin und dorthin gekarrt wurde. Ich habe sie bei einer Säuberungsaktion vor dem Schrotthändler bewahren können.


    Jetzt könnte man sich in Wärmebehandlungen ergehen und sich Gedanken über das Silizium machen und was weiß ich noch alles. Ich habs einfach gemacht wie früher, ein Stück auf cirka 800 Grad erwärmt, im kalten Wasser abgeschreckt und geschaut ob die Feile dann greift. Die Feile hat einen schönen hellen Ton erzeugt als sie über den gehärteten Stahl glitt, mehr wollte ich eigentlich nicht wissen, achso, auf der Kante des Ambosses konnte ich auch nichts davon abschlagen, das wars dann.


    Er lässt sich gut schmieden, reißt nicht beim Biegen und ergibt gute Schneiden. Ich habe die Klinge in warmen Salzwasser gehärtet und dann am Feuer angelassen, danach hat sie den vierzölligen Nagel ohne Spuren getrennt und die Kante eines gehärteten 120 kg schweren Werkzeugstahlklotzes überstanden.


    Die dunklen Flecken auf der Klinge kann ich leider nicht verbergen, das ist im wahrsten Sinn der Zahn der Zeit der in Form von Rost tiefe Narben hinterlassen hat, leider. Das wollte ich einfach nur noch sagen, normalerweise sind solche Flecken der Beweis dafür daß man zu heiß geschmiedet hat, aber bei der vorliegenden Klinge passen sogar die Narben der Zeit.


    Viele Grüße


    Roman

    so in der Hand sieht die Welt ganz anders aus. Es ähnelt zwar auf den ersten Fotos nur entfernt an ein Sax, aber auf diesen Bildern kann man schon Bezug zu den Saxmessern mit kurzer Klinge herstellen.


    Viele Grüße


    Roman


    PS: Dieser Mann weiß wirklich was er tut.

    ich sehe das mit dem Sax sehr weit gegriffen, dafür heißt es ja auch -modern-. Ich kann mir nicht vorstellen daß einer der wackeren Burschen oder Mädchen vor 1000 Jahren nein zu diesem Messer gesagt hätten. Sax-Meser gab es ja zudem in allen möglichen Formen. Ich habe mich schon öfters mit Sax-Messern befaßt, aber irgendwie streiten sich die ganzen Fachleute darüber immer, welche Form wurde wo von wem benutzt, ist es als Waffe oder Werkzeug anzusehen, und und und..... Es war einfach eine gute Konstruktion, mehr nicht, kurz als Allerweltsmesser, länger um damit zu arbeiten und für die Jagd vielleicht, noch länger eben für die damaligen unliebsamen Auseinandersetzungen, das ist meine bescheidene Meinung.


    Obwohl ich ja persönlich bei Herr Jordan nicht so zu diesen Messern mit Richtung Military tendiere, die anderen gefallen mir einfach besser (das ist aber reine Geschmackssache), aber eins muß ich diesem Mann lassen, er hat zwar das Messer nicht neu erfunden, aber er ist augenscheinlich ein fantastischer Handwerker und hat irgendwie ein sehr gutes Gespür für Proportionen und verpasst keinem Messer mehr als es braucht, aber auch nie weniger. Dieses Maß zu finden, ich glaube daß man das nicht lernen kann, das hat man oder nicht.


    Viele Grüße


    Roman

    ausnahmslos schön. Das große gefällt mir spitzenmäßig, von der Damastmusterung das zweite von oben. Ich hoffe doch inständig daß das nicht deine "letzten Arbeiten" waren.


    Viele Grüße


    Roman

    alles technische steht ja in dem Link von Steve, mehr braucht man darüber eigentlich nicht zu sagen (mir wäre auch nicht mehr eingefallen, vielmehr wäre mir viel weniger eingefallen als der gute Herr Doktor aufs Papier gebracht hat). Wenn ich eine Werkzeugschneide, egal von welchem Werkzeug, an eine schnelllaufende ungekühlte Schärfmaschine halte und nicht aufpasse glüht sie einfach aus. Das wissen wir alle und wir können getrost davon ausgehen daß Herrn Schanz diese Tatsache auch bekannt ist. Ich hatte bisher nicht das Vergnügen Herrn Schanz kennenzulernen, aber was ich bis jetzt gesehen und gehört habe läßt doch den Schluß zu daß dieser Mann weiß was er tut. Hier sehe ich keinen Ansatzpunkt für eine Diskussion.


    Was eine Machetenklinge betrifft, jetzt begeben wir uns einmal in den Bereich der reinen Werkzeuge, zu denen zähle ich auch die ganzen nützlichen Helfer in Form von Messern in dem Bereich bis cirka 30 Euro. Diese ganzen Sachen wollen und können nicht mit hochpreisigen Klingen verglichen werden, es sind reine Gebrauchs- und Verbrauchswerkzeuge, dazu sind sie da, aber vor allem sind sie dazu da Arbeiten zu verrichten die man einem guten teuren Messer eigentlich nicht auflasten möchte. Eine Machete hackt gut, aufgrund des dünnen Blatts dringt sie leicht ein auch ohne richtig scharf zu sein, man soll so eine Machete leicht schärfen können, bitteschön, man kann es. Zudem soll sie eine enorme Schockbelastung aushalten, bitteschön, sie kann es. Sie soll billig sein, bitteschön, sie ist es. Man sollte sie wieder einigermaßen gerade biegen können, bitteschön, das verträgt sie auch. Sie soll 60 Grad Rockwell an der Schneide haben, bitteschön, nein, das ist kein Wunschkonzert meiner- oder unsererseits, wir sprechen von Stahl und nicht von einem Hochleistungswerkstoff vom Planeten -Ix-. Der Stahl von Macheten ist aufgrund der Anforderungen an dieses Werkzeug eher als "weich" anzusehen, eben was man unter weich und noch gebrauchsfähig bei Stahl bezeichnen kann, sie wird nie eine hohe Schärfe halten können, das geht bei ihrer Härte nicht ohne daß man sie bruchanfällig macht.


    Was den Papiertest angeht, ich mache das auch gern, wenn eine Schneide ganz locker Papier trennt rasiert sie auch. Das ist für mich persönlich sehr nützlich, ich muß sehr sparsam mit meiner Unterarmbehaarung umgehen, ein Teil ist auch Opfer des Rasurtests, der andere Teil ist immer abgebrannt (mein Bart- und Haupthaar ist tabu für solche Aktivitäten, anderweitige Körperbehaarung kommt mir nicht in die Nähe von scharfen Klingen, zudem gäbe das ein sehr skurilles Bild ab). Allerdings ist Papier auch ein Killer für rasurscharfe Schneiden, das kann man nicht ohne Auswirkung beliebig machen, die Rasurschärfe wird sich dabei relativ schnell verabschieden.


    Ja, der gute alte 1095, eigentlich der Bruder im Geiste vom C95, aber irgendwie kommt er oft nicht so gut herüber wie man heutzutage oft zu sagen pflegt. Manchmal hat man die Vermutung daß er im gleichen Arbeitsgang mit Schuhlöffeln wärmebehandelt wird. C95 entwickelt normalerweise eine ganz formidable feine Schneide, die sehr gut Schärfe annimmt und bei sachgemäßer Behandlung auch hält, aber es ist auch kein Wunderwerkstoff dem man alles aufbürden kann.


    Ich schärfe von Hand, die Klinge wird auf einem Holzbrett daß seinerseits in einem Schraubstock eingespannt ist fixiert, dann kommt die Holzschachtel mit den vielen Schleifsteinen unterschiedlicher Körnung. Nach dem Einrichten der eigentlichen Schneide wird diese dann mit feineren Schleifsteinen scharf geschliffen und dann so wie es geht gehont, zum Schluß kommt ein Abziehen auf Leder. Das reicht normalerweise aus.


    Viele Grüße


    Roman

    tut mir leid, ich wollte eigentlich nur sagen daß die Jungs die ein Handgemenge mit Äxten oder derartigen rüden Waffen überlebten vor allen Dingen eine Menge Glück hatten. Und ich habe nichts gegen Beile mit oder ohne Hakenspitzen, jeder wie er möchte. Die Diskussion hat mich auch spirituell weitergebracht, ich ahnte nicht einmal ansatzweise was man alles mit einem Beil so anstellen kann, wobei diverse Verrenkungen für mich nicht mehr in Frage kommen.


    Für die eigene Arbeit, die sich allerdings weit entfernt von Beilattacken befindet, benutze ich ein links gephastes Zimmermannsbeil. Es wiegt cirka 1000 gr und hatte eine 140 mm lange Schneide und eine Nagelklaue unter der rückwärtigen Hammerbahn. So ist es wunderbar vielseitig und wenn mich mal die ganz alten Zeiten überfallen mache ich auch mal einen runden Stamm vierkantig, zuerst mit der Bundaxt, dann mit diesem Beil. So hackt man auch auf Holz herum und muß ihm auch nicht immer ausweichen wenn es pendelnd im Walde hin und her schwingt, wobei die Baumstämme eher, falls einmal entsprechend aufgehängt, ein gemütliches, ja fast behäbiges Pendeln bevorzugen (was allerdings nichts über die Tragik aussagt wenn man selbst gemütlich und behäbig von einem solchen pendelnden Stamm getroffen werden sollte) und zum Schluß hat man einen viereckigen Balken den man für dies und das verwenden kann. Natürlich trage ich zu Verteidigungszwecken kein Beil mit mir herum, irgendwie finde ich so etwas gesagt ein wenig befremdlich, aber es würde vermutlich unglaublich Eindruck schinden wenn man ein solches Beil aus der Jackentasche herauszieht. Ich kann mir gut vorstellen daß es bei einem möglichen Aggressor dazu führen könnte die ganze Situtation und vermutlich den bisherigen Sinn des Lebens grundlegend neu zu überdenken. Die Aussicht die ein Zimmermannsbeil bietet, selbst von einem unerfahrenen Menschen wie mir benutzt läßt direkt, selbst in den Köpfen verstockter Deppen, Assoziationen wach werden die zukünftig ein gleichzeitiges Benutzen von Messer und Gabel ausschließen.


    Ich schreibe es nochmal, die Preise die für manches Beilchen verlangt werden sind keine Diskussion wert, entweder man käuft oder läßt es sein. Wenn sich allerdings jemand, in der heutigen Zeit der knappen Geldbeutel, außerstande sieht sich sein Traumbeil leisten zu können wäre vielleicht folgendes möglich. Man begibt sich zu der Maschinenbaufirma seines Vertrauens und läßt sich dort dem Herrn Werkstattmeister melden. Dieser wird nach der freundlichen Begrüßung darüber in Kenntnis gesetzt daß wir beabsichtigt haben seine kostbare Zeit, oder die eines seiner Mitarbeiter, damit ausfüllen wollen eine Beilform (wird natürlich in Form einer Zeichnung mitgeführt) aus einer Platte C 45 herauszuschneiden, wovon hofftenlich genug Verschnitt herumliegt. Auch wäre es schön wenn man die ein oder andere Zierlochbohrung bewerkstelligen könnte, desweiteren hofftenlich nicht zuviel verlangt das gute Stück auch einmal an die Schleifmaschine zu halten. Für dieses Vorhaben, was natürlich vermutlich zuerst ein wenig Erstaunen und Stirnrunzeln beim Herrn Meister verursachen kann, wird selbstredend ein entsprechender Obulus in die betriebseigene Getränkekasse in Aussicht gestellt.


    Dieser Stahl ist zwar kein hochlegierter Stahl für was weiß ich alles, aber er ist zumindest oberflächlich auf 60 hrc härtbar und dürfte selbst mit weniger Härte ein formidables Beil abgeben, zudem ist er von seinem ganz eigenen Charakter ein richtig zäher Bursche und kann auch zuhause während eines Grillabends im Handumdrehen selbst gehärtet werden.


    Wie gesagt, das ist nur ein Vorschlag. Zumindest habe ich auf diesem Weg zu einem Amboß gefunden wie ihn die japanischen Meister verwenden, er ist zwar nicht aus Japan, aber aus besagtem Stahl, wiegt 120 kg und hat mich hundert Euro in die Bierkasse gekostet, das Einladen in den Kofferraum mit Palette und Gabelstapler war im Preis inbegriffen.


    Viele Grüße


    Roman

    ich teile da am-tie-ands Meinung, wieso soll man etwas so einfaches kompliziert machen? Es war früher anscheinend gar nicht so schwer damit umzugehen, man hat mit diesen Dingern ordentlich draufgedroschen und gehofft daß der andere nicht mehr aufsteht. Da gibts vermutich auch keine Aufzeichnungen, erstens konnte so gut wie keiner schreiben und zweitens waren die Überlebenden eines solchen Schlamassels abends besoffen und die anderen tot.


    Was diese Spikes betrifft, wenn die dafür dienen sich jemand mit einer ballistischen Weste zu nähern um ihn zu meucheln hoffe ich daß der Westenträger auch mitspielt. Es ist durchaus im Bereich der Eventualitäten daß der Westenträger sich nicht so hinstellt damit man mit diesen Beilchen zu letalen Aktionen schreiten kann, zudem drängt sich mir wirklich der Verdacht auf (das ist wirklich mehr als eine Vermutung) daß Leute die ballistische Westen tragen auch ballistische Geräte mit sich schleppen.


    Ansonst finde ich die Spikes ja zackig, im wahrsten Sinne des Wortes, egal wozu auch immer. Ob die Dinger einen stören ist relativ, Zimmermänner arbeiten ihr ganzes Leben mit dem Latthammer, da schauen immer die Spitzen von der Klaue Richtung Benutzer.


    Über die Preise braucht man sich nicht zu unterhalten, da macht Angebot und Nachfrage alles, es wird halt genommen was der Markt bereit ist zu bezahlen. Obwohl, wenn ich sehe daß nicht einmal ein kg 1095, ungefähr vergleichbar mit c95, nur nicht so sauber wie man so hört, eine derartige Wertsteigerung mitmacht, Respekt. Ein kg von dem Zeug kostet übrigens keine 5 Euro, inklusive.


    Viele Grüße


    Roman

    ja, das Messer ist für mich. Es ist sozusagen ein Tauschgeschäftsgeschenk, Chris bekam dafür ein Sax (da war noch ein bißchen Draufgabe für seinen Geburtstag dabei), ich dafür dieses kleine handliche Messer. Hendrik, es passt, ich hatte es zum Härten hier bei mir. Was man da so auf der Klinge sieht ist der berühmt berüchtige "Nasenhamon", eine total geheimgehaltenen Technik. Damit werden die 5 Tugenden eines wahren Kriegers dargestellt. Immer krank wenn es auf das Schlachtfeld geht, immer als letzter rennen wenn alles rennt, immer in der Mitte anstehen wenn Essen verteilt wird (dann bekommt man nicht so viel Fettiges, das Zeug dümpelt ja immer oben), immer die Helden ihn ihrem Tun bestärken und zuletzt die Uniform des Feindes immer unter der eignen tragen.


    So, auf jeden Fall freue ich mich auf das Messerchen.


    Viele Grüße


    Roman


    PS: Es gibt Schwätzer die behaupten so kleine Messer hätten die Meister der fünf Tugenden dazu benutzt um die Klingelbeutel der Gefallenen abzuschneiden, das ist eine Lüge die sich trotz aller Aufklärungsversuche hartnäckig hält. Das rührt vermutlich daher daß diese Meister eine sechste Tugend zu den ursprünglichen fünf pflegen, immer zu spät auf dem Schlachtfeld erscheinen.

    jetzt wo ich sehe was es kostet, kaufs Dir einfach und mach alles damit was Du mit einem solchen Messer machen wolltest. Für den Preis kann man nichts verkehrt machen, man könnte sich sogar noch eins für Sonntags kaufen.


    Viele Grüße


    Roman

    diese beiden Messer sind wirklich schön zum schauen, daran sehe ich immer daß nichts komplizierter ist als das Beherrschen der "einfachen Gestaltung". Der Griff, bzw. die "grooves" (oder wie man auch immer heutzutage diese Griffschalenverzierung nennt) erinnert mich an ein Messer von Lonsome Pine Knives, das Knife of the year 2006. Dieses gute Stück hat eine ähnliche Griffgestaltung.


    Viele Grüße


    Roman

    grundsätzlich ist die Idee umsetzbar, es ist meines Erachtens von der Ledersorte abhängig. Es ist durchaus möglich ein Messer dieser Art zufriedenstellend in einer Scheide durch den Eigendruck des Leders zu fixieren. Wenn man sich lohgaren Leders bedient (das gleiche Material daß für die teuren Maßschuhe als Brand- und Laufsohle verwendet wird) könnte man sogar auf das Einweichen verzichten. Man schneidet die entsprechende Paßform aus und näht sie zusammen, natürlich nicht ohne vorher die Schlaufen anzunähen. Dieses Leder ist von seiner Machart her so steif daß es aufeinanderliegt wie zwei Holzbrettchen, das hält auf jeden Fall ein so kleines Messer sicher fest.


    Ich gehe sogar so weit zu behaupten daß es bei gelinden Einweichen in lauwarmen Wasser (ob mit Natron angesetzt oder ohne ist bei diesem Leder egal, es wird ohnehin so steif wie Holz nach dem Tocknen) das Messer so fest hält daß man anfangs Mühe hat es überhaupt aus der Scheide heraus zu ziehen.


    Viele Grüße


    Roman

    da sich bis jetzt keiner zu Wort gemeldet hat versuche ich mich mal ein bißchen an dieser Damaststahlgeschichte


    Ich muss allerdings vorausschicken, meine bescheidenen Erfahrungen gipfeln nur im Verschweißen von Eisen und nicht korrosionsfesten Klingenstahl, Chromstähle habe ich noch nicht verschweißt.


    Der Schweißvorgang beim Schweiß-Verbundstahl ist ein das Material stark belastender Fertigungsschritt, normal schmiedet man die Stähle in dem für sie vorgesehenen Temperaturfenster, beim Schweißen allerdings erhitzt man das Material bis an den "teigigen" Zustand, der sich in einen weit höheren Temperaturbereich erstreckt (ich lasse jetzt einmal die Möglichkeit des Schweißens mit niedriger Temperatur, die Mustersteuerung und alles was man richtig machen muß und falsch machen kann außer Acht, sonst wird das hier der Entwurf von -Krieg und Frieden-)


    Im Anschluß wird das erhitzte Paket mit dem Hammer auf dem Amboss zusammengefügt, das ist die eigentliche Presssschweißung, die älteste Art Metall miteinander zu verschweißen.


    Im Anschluß wird das verschweißte Paket auf Schiene gestreckt, dann entweder geteilt und wieder verschweißt oder unmittelbar verwendet. Das Strecken auf eine Schiene, das ist leider das Problem bei dieser ganzen Sache, durch den Schweißvorgang wird das Metall sehr verstockt und zäh und wenn man keinen mechanischen Hammer hat ist das eine Arbeit für einen geduldigen Schmied.


    Jetzt könnte man viele Zitate von berühmten Männern und Gelehrten des Stahls hier aufführen, aber ich versuche es mal mit eigenen Worten zu erklären was passiert. Durch das Erhitzen und das Schweißen kommt es zur Kohlenstoffwanderung, andere Legierungen können natürlich auch wandern, mal schnell oder langsam. Das ist eine Sache die von vielen Faktoren abhängt, vor allem welches Material benutzt wird, in welchem Maß welche Legierungen enthalten sind, die Höhe und Dauer der Temperatur usw. Wenn man sich das alles besieht ist es ohnehin fast ein Wunder daß dabei überhaupt etwas brauchbares herauskommt, vielleicht darf man einfach nicht daran denken was alles schief gehen kann.


    Das Verschweißen zweier Chromstähle (ich zähle jetzt einfach mal 1.2379 mit dazu) ist wieder etwas anderes. Wenn man schon darauf achtet die Kontaktflächen der zu verschweißenden Metalle, wenn es sich wie gesagt um Eisen und nicht korrosionsfesten Messerstahl handelt, sauber zuzurichten, so ist das bei den Stählen wie 1.2379 und CM154 noch penibler zu machen. Die Kontaktfächen müssen absolut sauber sein, ein Fingerabdruck kann schon zu Fehlern bei der Schweißung führen. Es ist zwar möglich das Erhitzen in einem Schmiedefeuer durchzuführen, allerdings muß man dafür sorgen daß keinerlei Sauerstoff an die Kontaktflächen im Paket kommt. Man müßte das Paket von außen perfekt zuschweißen oder in einer Schutzgasatmosphäre erhitzen, ansonsten besteht die große Gefahr der Chromoxydbildung was eine Schweißung unmöglich macht.


    Inwieweit es bei den genannten Stählen zu einem "Wandern" der Legierungsbestandteile kommt kann ich beim besten Willen nicht sagen, die sicherste Lösung wäre die Überprüfung von Proben.


    Es wird wohl, ich lehne mich einfach mal aus dem vielbesagten Fenster, bei den genannten Stählen nicht zu einem Ergebnis wie einem "Superstahl" kommen, es ist durchaus denkbar daß durch das Schweißen beim Endprodukt ein Schweißverbundstahl entsteht der die mittleren Werte beider Stähle zeigt, was aber bei der Qualität der beiden Stähle immer noch ausreicht um eine formidable Klinge zu bekommen.


    Was das Muster betrifft, ich kann jetzt natürlich total falsch liegen, aber es sieht zumindest für mich nach einer einzigen Schweißung aus. Wenn man die erforderliche Anzahl von Stahlschienen übereinander stapelt, diese dann verschweißt und das entstandene Schweißpaket mit nicht zu tiefen Bohrungen versieht und dann ausschmiedet, dann entstehen diese runden Musterungen.


    Es tut mir leid daß ich nicht die Erfahrungswerte meines Namensvetters oder eines Stahlprofis habe, aber wenn keiner auf deine Frage antwortet, hab ich es wenigstens versucht.


    Viele Grüße


    Roman


    .

    doch Hendrik, das nennt man eigentlich San Mai, so kann man den Feilenstahl (es ist auch interessant für jede Art von empfindlichen Stählen) insgesamt auf eine hohe Härte bringen und hat die Gewißheit daß er durch die Außenlagen stabilisiert wird.
    Viele Grüße
    Roman

    ich hab mein Nr. 12 ähnlich umgebaut wie das im MM, allerdings habe ich für so etwas keine drei Stunden Zeit, bei mir waren nur 18 min übrig (mit Beizen und Leinölbehandlung), aber dank Maschineneinsatz ging es wie das Katzenmachen.
    Geätzt hab ich auch auf die Schnelle mit Eisen3Chlorid mittels Pinsel in cirka 60 sec. Es wurde so eine Art Schnellätzhamon.
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    Viele Grüße
    Roman

    Hallo Eberhard,
    aus dieser alten A. G. Russel Serie mit diesen kleinen Dolchen habe ich mir damals, so Ende der Siebziger diesen kleinen CIA Letter Opener bestellt, nur so zum Spaß. Damals betrachtete man diese Plastikmesser eher schmunzelmässig.


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    Zu dieser Zeit hatte noch nicht jeder eine Kreditkarte und Bestellungen in den USA waren immer so eine schwammige Sache. Ich wollte ein Buch haben daß man hier nicht kaufen konnte und eben dieses kleine Plastikmesser, was sollte ich tun, es wurden kurzerhand 30 $ in einen Brief gepackt und mit allen Segenswünschen über den großen Teich geschickt, ganz normal mit der Post.


    Nach fünf Wochen, alle Hoffnung war schon aufgegeben, kam ein kleines Päckchen mit dem geforderten Inhalt, was für ein Glück man manchmal hat.


    Viele Grüße


    Roman