Du hast alles richtig verstanden. Es fällt mir einfach leichter so, vor allem geht alles in einem Abwasch. Die rohe Klinge wird einfach weiterhin im Schraubstock belassen und anstatt der Feile kommt dann der Schleifstein. Wenn ich ein fertiges Messer schärfen muß spanne ich ein rechtwinkliges Brett in den Schraubstock, wickle den Griff des Messers mit Leder ein und spanne es dann mit einer Schraubzwinge ein, bei empfindlichen Griffen nehme ich natürlich keine Schraubzwinge sondern Bänder aus abgenutzten Fahrradschläuchen, die halten das Messer auch bombenfest und machen keine Macken in die Griffe.
Was das Schärfen an sich betrifft, es geht einfach gut. Man hält sich einfach nur daran daß man bei guten Messern Zeit investiert und bei denen die wirklich arbeiten müssen schnell arbeitet, so bleiben Kratzer bei den guten Messern sehr selten und bei den anderen ist es ohnehin egal.
Ich hab mal ein paar Bilder gemacht damit Du siehst wovon ich schreibe. Hier sieht man das eingespannte Brett und links auf der Werkband eine Kiste mit den unterschiedlichen Steinen.
IMG00671.jpg
So sieht dann einer der Schruppsteine aus, als Vergleich habe ich mal einen japanischen Bankstein dazugelegt.
IMG00672.jpg
Übrigens, so ein Brett ist immer dienlich, man kann auf ihm die ganzen Lehmschmierereien für eine selektive Härtung machen, eine Flasche Bier draufstellen und wenns mal kaputt ist, dann gibts noch Feuerholz ab, man braucht es auch nicht aus siebzig Jahre abelagertem Magnolienholz zu machen, ein paar Fichtenbretter tuns auch, vor allem geben die Augen kein Wasser wenn man es mal mit einer Stahlbürste säubert.
Viele Grüße
Roman
PS: Wenns auf meiner Werkbank nicht so aussieht wie bei einem Pendanten bitte ich um Nachsehen, alles was da liegt wird benötigt, manches eben nur nicht jeden Tag.