Beiträge von juchten

    mein Gott Männers, es ist doch egal wer wo wann bei welchem Wetter ein Feuer zu Gange bekommt. Ich kenne Leute die selbst mit einem Kanister Benzin und einer Motorsäge bei feuchter Witterung im Wald kein Feuer zum Brennen bringen. Sägen können schon hilfreiche Werkzeuge sein, aber für ein Feuer nicht unbedingt vonnöten, sonst hätten die ganzen Ureinwohner weltweit ja nie ein Feuer zu Wege gebracht.


    Wenn ich aber noch etwas zu Ragnars eigentlicher Frage sagen darf, ich denke abgesehen von den handfesten Sägen die tagtäglich dazu benutzt werden um Holz zu machen ist alles andere ein Notbehelf. Ein unterarmdickes Stückchen Holz säbelt zur Not auch die Säge eines Vic´s durch, meine Hammerstiele schneide ich mit einer fast zwanzig Jahre alten Klappsäge von Sandvick, heute heißen die wohl anderes, sind aber alle dasselbe.


    Wenn ich schon Holz von Hand und nicht mit der Maschine machen muß, das ist meist beim Holzmachen für die Holzkohle der Fall, dann sieht meine Säge so aus.


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    Diese Einhand-Schrotsäge sägt ziemlich sauber bis cirka 20 cm Durchmesser, egal ob trocken oder nass, sie hat eine durch einen tiefen Räumzahn unterbrochene Dreifachbezahnung. Vor allem kann man dieses Teil selbst gut in einer halben Stunde nachschärfen. Aber damit ist ja keinem geholfen, sie wiegt zwar nicht viel, aber mitschleppen würde ich so ein Ding nicht.


    Wenn ich schon eine neue kompakte Säge kaufen müßte, dann wäre es wohl eine große Klappsäge wie man sie in den Handwerkerkatalogen bekommt, so ein Teil daß speziell für nasses Holz ist. Nach reiflicher Überlegung stecke ich doch diese ganzen Einzelteilklappsägen in die Schublade für Spielzeuge.


    Viele Grüße


    Roman

    die Idee ist super, das Gewicht ist in Ordnung, allen in allem eine Supersache, aber irgendwie sieht sie aus wie ein Spielzeug. Das ist eine extrem subjektive Sicht der Dinge, aber eine Säge die auch regelmäßig sägen soll muß ziemlich stabil sein, wenn sie das allerdings ist, dann überlege ich mir das mit dem Ding auch mal.


    Viele Grüße


    Roman

    ich kann nur allen zustimmen. Die Steine von Dick sind gut, die Vorgehensweise von Chris ist was Schleifleinen betrifft auch meine bescheidene Vorgehensweise, das mit der Feile/Kreide greift auch. Beim Feilen habe ich allerdings noch eine Kleinigkeit anzumerken, speziell was die Feile betrifft. Feilen die einseitig behauen sind bringen weitaus bessere Ergebnisse im plan feilen als über Kreuz geschlagene Feilen. Früher liefen die z. T. unter der Bezeichnung Schlichtfeilen und waren auch ab Hieb 4 zu haben, heute nennt man sie wohl Mühlsägefeilen und man bekommt sie bis Hieb 3, was aber auch machbar ist.


    Viele Grüße


    Roman

    nachdem ich endlich das Mysterium der Pandurenspitze gelöst habe melde ich mich auch einmal, Mensch Micha, Pandurenspitze, da muß man mal drauf kommen.


    Nochmal zu den Materialien, die sollen auf dem neuesten Stand sein, aber Gummi und Plastik lehnst Du ab. Das ist kein Vorwurf oder Kritik, ich verstehe es nur einfach nicht. Was mich auch verunsichert ist der Begriff -großes Bowiemesser-, da gehen die Vorstellungen ein wenig auseinander. Für mich fängt bei Bowiemessern die Bezeichnung "groß" ab 14 Zoll Klinge an zu greifen, von 10 bis 14 würde ich als normal ansehen, alles darunter eben als klein. Das ist keine Abwertung von vernünftigen Klingenlängen, aber bei großen Bowiemessern haben die vernünftigen Argumente, was Klingenlänge, Tragbarkeit usw., Segel gesetzt und sind mit unbekanntem Ziel davon gesegelt.


    Augenscheinlich sagt Dir keines der genannten Messer richtig zu, ich glaube Du wirst jetzt anfangen müssen Kompromisse zu akzeptieren oder die Preisanschauung verändern.


    Was den Stahl bei einem großen Bowie betrifft, man kann ganz beruhigt nicht korrosionsfesten Stahl nehmen und den nicht so ganz blank polieren, so ein Teil soll eine gewisse beruhigende fleckige Autorität haben und nicht so glänzen wie das rostfreie Blech in einer öffentlichen Bedürfnisanstalt. Zudem, bis so ein Messer durch Rost wirklich einmal ernsthaft in Gefahr gerät, dann haben die Enkel schon keine eigenen Zähne mehr im Mund.


    Achso, die Spitze des Bowiemesserns, ich würde diese klassische "Hechtschnabelspitze" nehmen. Es hat einen ganz einfachen Grund, wenn man eine Klinge schmiedet und die Spitze nach unten abgeschrotet hat, so daß der Rohling einem Sax ähnelt und dann anfängt die Schneide mit dem Hammer zu formen, dann entsteht diese klassische Bowiespitze von ganz allein. Diese Pandurenspitze (endlich kann ich das Wort hier einbauen) entsteht wenn man im Zustand des "rohen Sax" die Spitze nach hinten zieht und nicht sauber ausschmiedet. Wenn man dann den Rücken rechts und links ein wenig sauber schleift ähnelt das verdammt dieser Pandurenspitze. Das aber nur am Rande.
    Leider fällt mir nichts mehr ein, die gängigen Messer sind genannt, vielleicht tut sich noch etwas wenn man auf dem Gebrauchtmarkt sucht, ich wünsche Dir auf jeden Fall daß Du fündig wirst, so ein richtiges Bowiemesser ist ein tolles Teil, und man kann einmal so richtig über die eigene Unvernunft und die ganzen "kleinen Messerchen" lachen.


    Viele Grüße
    Roman
    PS: Gut daß Du diese Bowiekiste vom Stapel gelassen hast, ich habe ein solches Messer geschmiedet, aber leider kam es mir abhanden, der Mann für den es war hat sich auch nicht mehr gemeldet, aber ich werde ihm jetzt ein neues machen, es gibt nur noch ein schlechtes Bild davon, das hatte die besagten 14 Zoll.


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    Du kannst dir jetzt eine Anzahl spezieller Schruppsteine kaufen, von billig bis teuer oder es ganz einfach machen, kauf Dir die üblichen Sensenwetzsteine, spann deine Klinge ein und dann arbeitest Du mit dem gut gewässerten Wetzstein wie mit einer Feile. Das funktioniert bei mir sehr gut, selbst tiefe Feilriefen kann man so plan schleifen. Das hat für mich zwei Vorteile, erstens kann man die Wetzsteine überall kaufen und zweitens sind sie billig.


    Ich habe auch Banksteine aus Japan, aber selbst der gröbste mit einer Körnung von 400 ist einfach nicht resolut genug im abtragen. Eine andere Möglichkeit wäre es selbst Sandsteine in entsprechender Körnung zu suchen, oder mal bei einem Grabsteinmacher vorbei zu schauen, vielleicht hat der etwas was man gebrauchen kann. Dann endest Du vielleicht wie ich, ich war die normale Größe einfach leid und zum Schruppen habe ich mir Banksteine in dieser Größe im Steinbruch gesucht. Der "kleine" ist ein japanischer Natur-Bankstein mit einer zehn Zoll Kantenlänge.


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    Selbstredend kann man in dieser Größe den Stein nicht mehr an der eingespannten Klinge verwenden, außer man hat Dreimanneskraft.


    Viele Grüße


    Roman

    abgehen von ein paar Sachen die nichts mit hier zu tun haben hätte ich noch gern zwei Messer. Das eine ist ein Kampfmesser der US-Armee, das andere ein Leuku.
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    So sieht dieses Kampfmesser aus, das in der Mitte.
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    und so ungefähr das Leuku, allerdings etwas schmaler in der Klinge, was mir vorschwebt ist dieses nordische Messer aus dem ersten Teil vom Pathfinder, und zwar das was dieser böse Bube dabei hatte.
    Beide Messer gibt es wohl nicht zu kaufen, aber eins ist kurz vor der Zustandsveränderung von Wunsch zum Stahl.
    Der Winter ist noch lang und hat noch nicht angefangen, aber was es schon mal bis auf den Rauchfang von der Esse geschafft hat, wenn auch nur in Kreide, das wird schon werden.


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    Dann wünsche und träume ich eben noch ein bisschen und bringe zuerst die Klingen auf den Weg die dringlicher sind, so hält meine Vorfreude auch länger.


    Viele Grüße


    Roman

    ich komme wieder auf die Härterei zurück.


    Im vorliegenden Fall müssen wir ja mit den Mädchen tanzen die da sind, also soll das Ganze ohne großen Aufwand über die Bühne gehen. Zum Ausglühen (ich nenne es jetzt einmal bewußt so wie früher, es ist ja weder ein weichglühen noch sonst etwas, das Metall wird nur in einen einigermaßen bearbeitbaren Zustand versetzt), ich zitiere Dir jetzt einmal eine Passage aus einem Buch aus den vierziger Jahren, -Merkbuch für Fehler bei der Warmbearbeitung von Eisen und Stahl-:


    "Gehärtete Stähle lassen sich am leichtesten weich glühen. Man erhitzt sie auf etwa 700 Grad und legt sie an die Luft. Ein Halten auf Temperatur über längere Zeit ist hier nicht erforderlich." Das heißt, die Klinge langsam auf eine Glühfarbe bringen die nach dunkelrot aussieht, allerdings ohne sonstige Beleuchtung (sonst bist Du immer drüber) und dann abkühlen lassen.


    Was die Wärmebehandlung an sich angeht, Du bist zwar nicht gezwungen das zu machen, aber man kann dadurch etwaige Spannungen abbauen und die Schneide so durch das Anlassen einstellen daß man mehr Freude mit ihr hat.


    Viele Grüße


    Roman

    wir sind einer Meinung, letztendlich entscheidet der Macher was draufkommt, ob irgendso ein tropisches Ölausschwitzholz oder so ein zu Plastik gewordenes verschimmeltes Stück Buchenholz. Ich bin eigentlich auch für die einheimischen Hölzer, hier wächst doch genug und man braucht sich auch nicht den nach Tran und Urin riechenden Penisknochen von irgendeinem armen Bewohner der Eismeere auf den Erl zu schrauben.


    Viele Grüße


    Roman


    PS: das selbstgemachte Micarta steckt mir auch immer noch in der Nase, ich muß das mal ausprobieren

    geht mir auch so. Wenn man nur sucht findet man auch irgendwann ein Messer daß dem ähnlich ist das angeblich kopiert wurde, ob wissentlich oder nicht. Was solls auch, irgendwann erhebt noch einer das Patent auf das gebohrte 5 mm Loch.


    Roman

    da hast Du zwei Probleme, was für ein Stahl ist es und er ist verdammt dünn. Was das weitere Arbeiten betrifft, besorg Dir ein Stück ganz normales Stahlrohr vom Eisenhandel, cirka 100 mm länger als die Klinge und eine Möglichkeit Holzkohle über Nacht brennend allein zu lassen. Pack die Klinge in das Rohr und nimm als Füllmaterial Holzkohlenasche (oder wickle die Klinge in Zeitung und stopf soviel Zeitungspapier rein wie es nur geht), schließe beide Enden mit Lehm oder etwas ähnlichem zu und leg es in die Holzkohlenglut. Dann lass es über Nacht dort ausglühen. Rein theoretisch würde auch ein kurzzeitiges Erwärmen auf gut 700 Grad die Sache erleichtern, aber wenn man kein Schmiedefeuer hat und einen Schweißbrenner dafür nehmen muß, dann ist das einfach zuviel vom Fingerspitzengefühl und vom Glück abhängig.


    Wenn Du dir schon die Arbeit machst mit dem Ausglühen, glüh am besten die zweite Klinge auch direkt mit aus, so hast Du zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.


    Wenn dann die Klinge fertig bearbeitet ist, dann melde dich einfach wieder, dann sehen wir weiter. Bei einer derart dünnen Klinge kann man mit den Hauruckmethoden die man ohne Glühofen oder Schmiedefeuer jedeweder Art anwendet nicht einfach so zu Werke gehen. Vergiß schon mal die ganze Magnetherabfallerei oder sonstiges Vorgehen wie es oft industriell gemacht wird, dort ist die ganze Wärmebehandlung exakt auf das Produkt eingestellt, das ist nicht einfach so auf deinen Fall übertragbar.


    Wie gesagt, glüh zuerst einmal die Klinge und die noch nicht ausgesägte aus und mach die Messer dann fertig, dann kommt Schritt für Schritt.


    Viele Grüße


    Roman

    saubere Arbeit.


    Was das Versenken von Nähten betrifft, wenn kein Spezialwerkzeug zur Verfügung steht geht es auch wenn man das Leder an der angezeichneten Nahtlinie anfeuchtet und dann z. B. mit der Seite der Ahle eine entsprechende Rille zieht. Mehrmals darüber streichen und das Ergebnis ist kaum noch von der Arbeit mit einem Senker zu unterscheiden.


    Viele Grüße


    Roman

    ich hoffe es plagt dich wenigstens ein bißchen das schlechte Gewissen wenn Du diese Messer hier so öffentlich zeigst. Das waren damals unerreichbare Träume, sowohl vom beschaffen wie vom bezahlen her. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie ich zum ersten Mal ein solches Messer sah. Das war in der Zeitschrift -Das Messer-, so irgendwann in den Achtzigern. Dort wurden auch, soweit ich mich erinnern kann, einmal die Fertigungsschritte gezeigt.


    Der Mann hat keinen erkennbaren Humor wenn es um diese Messer geht, die sind wirklich komplett aus dem Vollen heraus gefertigt. Ich schaue einmal nach, ich habe die ganzen Ausgaben dieser Zeitschriften irgendwo zwischen den


    Büchern deponiert, dann versuche ich die Bilder in gewohnt drittklassiger Qualität einmal hier zu zeigen.


    Viele Grüße


    Roman


    PS: Ich hoffe Dir ist klar daß Dir die Exkommunikation droht wenn der Vatikan erfährt daß Du mehrere davon im Besitz hast.

    vergiß diese Drahtbrecherei und schau Dir das Kobra von Martin (BS), das kommt ungefähr mit deinen Vorstellungen hin und Du mußt Dir dann keine Gedanken über den Stahl machen.


    Viele Grüße


    Roman

    wenn ich rate, ich war zu faul um alles zu recherchieren steht dieses -R- doch für den Mann der am 4. Dezember 1953 in Durban, Südafrika geboren worden ist und mit Vornamen Christopher Stanley heißt. Wenn die beiden Messer dann noch aus den achtzigern stammen, dann beneide ich dich wirklich.


    Ich hatte und habe zwar keine Verwendung für ein solches Messer, aber darum ging es ja noch nie. Was mich daran immer schon fasziniert hat war diese unglaubliche, fast schon pendantische, was schreibe ich, überpenible technische Perfektheit. Viel Spaß damit, egal was Du damit anstellst.


    Viele Grüße


    Roman

    ich denke ich liege mit meiner Antwort noch im Thema. Eine der Adressen ist carbon-team, die haben die gfk-stäbe bis 6 m länge glaube ich, durchmesser von wenigen mm bis 25 mm. Dort findet man auch sonst Sachen die man gebrauchen kann, z. B. Platten um Griffmaterial zu machen aus Carbon oder GFK.


    Viele Grüße


    Roman

    da der Schleifstein zweilagig ist stellt sich die Frage ob es nicht ein alter belgischer Brocken ist. Normal kann man davon ausgehen daß es sich bei der dunklen Seite um den Trägerstein handelt, meist Schiefer, die helle Seite ist dann der Brocken. Aber das ist reine Theorie, ohne Bild schwer zu beurteilen, selbst mit Bild bleibt es Spekulation. Die harten feinen Steine von früher waren meist zum Honen der Schneiden von Werkzeugschneiden benutzt worden. Nachdem die Schneide schon scharf war wurde sie noch gehont, also im Prinzip poliert.


    Was das Glühen und Härten von deinem Messer betrifft, wenn das Messer nicht zum Einsatz kommt laß alles wie es ist. Zum rasurscharf schleifen, so wie ich die Schneide auf dem Bild sehen kann ist die Schneide einfach nicht breit und flach genug um einen richtigen Biß zu bekommen, aber wie gesagt, es sieht so super aus, wenn es nichts schneiden muß ist ohnehin alles in Butter (wobei Rasurschärfe ja auch nur eine Eintagsfliege ist).


    Der Schmiederei im Ofen sehe ich ein bißchen mit gemischten Gefühlen entgegen, brennendem Holz feht einfach ein bißchen der richtige Zug um schnell auf die richtige Temperatur zu kommen, es sollte schon Holzkohle sein. Auch wäre ein Gebläse nicht schlecht, sonst dauert das alles viel zu lange. Wenn Du eine Stange Stahl von 20 m Durchmesser mit dem Hammer bearbeiten willst benutz bitte einen Hammer der dieser Anforderung auch gewachsen ist. Ein 1000 Gramm Hammer ist ein formidables Werkzeug, aber für eine 20 mm Stange ist er ein bißchen dünnbrüstig, selbst ein 1500 gr Hammer ist dann noch zu klein, ein zwei Kilo Hammer wäre dieser Sache eigentlich gut gewachsen. Man sollte nie vergessen daß das Schmiedegut durchgehend auf Schmiedetemperatur erwärmt werden soll und dann beim Schmieden eine durchdringende Umformung erhalten soll. Erwärme ich nicht durchgehend schmiede ich die Außenschicht und der Kern verformt sich nicht, das ist die ideale Ausgangslage für Materialrisse. Benutze ich einen Hammer der nicht in der Lage eine einheitliche Verformung hervorzurufen muß ich unnötig oft erwärmen, das ist keineswegs ein Vorteil für den Stahl, man schlägt ihn wirklich irgendwann "müde" und dann nützt selbst das sorgfältigste Glühen nichts mehr.


    Aber wie gesagt, lies dich ein und es wird sich alles wie selbst finden. Die Bücher -Das Härten des Stahls von Fridolin Reiser; Glühen, Härten und Vergüten des Stahls von Werner Malmberg; Merkbuch für Fehler bei der Warmbearbeitung von Eisen und Stahl und das sehr gute Buch von Herrn Rudol Schäfer "Die Werkzeugstähle und ihre Wärmebehandlung" bringen einen so tief in die Materie von Feuer und Amboß wie spätere Bücher es oft nicht mehr konnten weil sie sich mehr mit den Atomen beschäftigten als mit der Arbeit am Amboß (wobei das auch nicht schlecht ist, zumindest wenn man physikalisch die Sache betrachtet).


    Auch wenn die halbe Welt eine Eisenbahnschiene verwendet und damit auch teilweise erfolgreich arbeitet, besorg Dir bitte einen Amboß, auch wenn es nur ein Vierkantklotz in den Maßen 100 mal 100 mm aus Baustahl ist. Wenn das Teil 250 mm lang ist und senkrecht in einem Betonklotz oder einem Holzklotz steckt ist es allemal besser als eine Schiene oder ein H-Träger.


    Viele Grüße


    Roman

    ich kann Dir nur schreiben wie ich die Bastelei angehen würde. Zuerst würde ich mir den ganzen Krimskrams den ich den Stock anbauen möchte zurechtlegen. Als Stock würde ich mir, wenn schon kein Holz sondern synthetisches Material, einen Vollstab aus GFK zulegen (2000 mm lang, 25 mm Durchmesser, cirka 30 Euro), GFK ist weitaus stabiler als der ganze Kohlefaserkram, vor allem wenn es sich um seitliche Belastung handelt. Der Rest ist bohren, schleifen, kleben und schrauben, je nach Wunsch.


    Viele Grüße


    Roman

    besorg Dir eine ganz normale Schiene aus ST52, 2000 mm lang, 50 mm breit und 4 mm dick. Laß sie Dir direkt in 5 gleichlange Stücke schneiden, Kostenpunkt liegt vielleicht bei cirka 15 Euro. Dann legst Du dir eine Flex bereit und ein paar Schruppscheiben.


    Wenn Du den Begriff -Bowie Axe- in der Suchmaschine eingibst siehst Du wie ein strammes Wurfmesser aussieht. Der Rest macht die Flex, kleb oder schraub Dir ein paar Griffschalen dran, fertig, Kosten für 5 Wurfmesser cirka 25 Euro.


    Wenn sie sich verbiegen, wieder gerade klopfen, wenn die Spitze Macken bekommt, neu schleifen. Mach die Spitze vor dem ersten Gebrauch einfach einmal roglühend und steck sie in kaltes Wasser und nimm sie direkt wieder raus, das hält meist für ne Weile. Bei dem ST52 ist soviel Krimskrams an Legierungen drin, irgendeine wird schon für ein bißchen Härte sorgen.


    Viele Grüße


    Roman


    PS: Wenn Du dann bei diesem Sport bleiben willst besorg Dir irgendwann einmal eine Schiene aus CK45, mach dann das gleiche daraus, der härtet zwar nur cirka 4 mm tief, aber wenn das Messer 4 mm dick ist, dann ist ja alles im grünen Bereich, das Zeug kostet normal cirka 2 Euro aufs Kilo.