Beiträge von juchten

    meine Ausführungen sind, wie Du zweifelsohne erkannt hast, zu keinem Zeitpunkt als Kritik für deine Facharbeit zu verstehen. Ich habe nur meine Meinung bezüglich "unserer" Aktivitäten in diesem Land niedergeschrieben.


    Ich schreibe das hier nur, weil ich nicht möchte, daß etwas falsch verstanden wird. Für mich gibt es ein klares "Ja" zum Helfen, wenn irgendwo Menschen in Not sind. Ich habe vor über zwanzig Jahren selbst am Khyber Pass gestanden und Flüchtlingslager der Afghanen gesehen. Ich denke, daß sich nicht viel geändert hat. Das Leid der einfachen Bevölkerung ist vermutlich unbeschreiblich, vor allem das der Kinder. Aber wenn ich mit großen Hunden pinkeln will, möge mir der Vergleich in dieser ernsten Sache entschuldigt werden, dann muß ich mein Bein auch hoch genug heben können. Solange ich irgendwelche Bürokraten fragen muß, ob ich mein Leben verteidigen darf, dann habe ich in dieser Ecke der Welt nichts verloren. Unsere Soldaten sollen sich auf Entscheidungsträger hier bei uns verlassen, dabei können die meisten von denen nicht einmal ein Sturmgewehr startklar machen.


    Ich würde gern noch viel mehr darüber schreiben, aber was würde es nutzen? Gar nichts, unsere Soldaten werden von unfähigen Entscheidungsträgern in einen Krieg geschickt, den man so nicht gewinnen kann. Hilfe ja, aber die Arbeit der Soldaten sollen Soldaten machen, und die Entscheidungen dazu sollen Soldaten treffen, und nicht irgendwelche weichgekochten Lehrer, die in Berlin sitzen um als Bundestagsabgeordneter ihre Lebenskrise zu kompensieren.


    Viele Grüße
    Roman

    mit großem Interesse habe ich deine Facharbeit gelesen. Du hast logisch argumentiert, durch die Aussagen eines Generals Authentizität in die Arbeit gebracht und bist zu einem deiner Ausführungen entsprechenden Gesamturteil gekommen.


    Ich vertrete allerdings bezüglich dieser ganzen Problematik eine total andere Meinung. Persönlich finde ich es weitaus realitätsbezogener, daß kein humanitärer. sondern ein handfester finanzieller Grund hinter diesem ganzen Tun zu finden ist. Vorausschicken muß ich allerdings noch, falls es in einer derart gelagerten Lage innerhalb einer Generation zu diesen schönen Zuständen kommen kann, wieso hat das denn sonst nirgendwo funktioniert. Etliche afrikanische Länder, nur als Beispiel zu nennen, haben trotz massiver Hilfe bis heute keinen Standard erreicht, der sich im Wesentlichen vor dem vor 50 Jahren unterscheidet, im Prinzip hat sich in der kompletten dritten Welt für die einfache Bevölkerung gar nichts geändert.


    Vielmehr ist der Grund für das Einschreiten in diesem Land darin zu suchen, daß global abschöpfende Konzerne dort ihre Interessen durchsetzen wollen. Als Beispiel ist nur der Plan der Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Indien Pipeline (TAPI) zu nennen oder eine neue Zugstrecke um kostengünstig Märkte im Osten zu erreichen. Das einzige Problem an diesem ganzen Tun ist leider Afghanistan. Die Russen haben versagt, die Amis wie üblich auch. Jetzt soll das Ganze unter dem Deckmantel der -humanitären Hilfe- mit vereinten Kräften (leider gehören wir da auch dazu) über die Bühne gezogen werden. Die TAPI ist keineswegs vom Tisch, das Ding steckt bereits mehr als in der Planungsphase. Diesen Herbst ließ der werte Herr Igor Setschi, seines Zeichens Russlands Vize-Preimierminister, verlautbaren, daß man bezüglich dieser Pipeline schon konkrete Vorstellungen hat. Übrigens hat Herr Erich Follath dazu einen sehr guten Artikel im Spiegel, unter der Überschrift "Großes Spiel, Teil 2" veröffentlicht.


    Mit diesen schönen Plänen werden dann endlich die Ansprüche der Großkonzerne in greifbare Nähe gerückt, die Pipeline schaufelt Geld in die Taschen der Russen und der Amerikaner, der geplante Ausbau der Zugverbindungen ermöglicht den kostengünstigen Abtransport von Bodenschätzen. Und natürlich alles zum Wohle der Afghanen, wer das glaubt ist mit dem Klammersack gepudert. Gegipfelt hat dieses Lügenschloß darin, daß uns verkauft wird, dort würde kein Krieg herrschen. Teufel nochmal, wenn irgendwo meine Soldaten zusammengeschossen werden von anderen Bewaffneten, dann ist das für mich Krieg, und keine Wortklauberei. Aber diese Regierung, die über solchen Mumpitz diskutiert, ist die gleiche, die ihre höchste Vertreterin sagen läßt, ich zitiere: ".............die Deutschen haben in den letzten Jahrzehnten über ihre Verhältnisse gelebt." Das ist keine Frechheit, das ist schon unter der Gürtellinie, wenn wir Verschwender nicht über unsere Verhältnisse gelebt hätten, dann könnte diese Bundeskanzlerein ihre Phrasen noch irgendwo im Osten dreschen, abgesehen davon daß unsere Volksvertreter dafür sorgen, daß wir unser Geld unter die ganzen Bankroteure streuen dürfen. Aber zurück zum Thema.


    Afghanistan, ist wie in deiner Facharbeit richtig angeführt, überhaupt das Exportland für illegale Drogen. Dieses lukrative Multimilliarden Dollar Geschäft floriert wie der Teufel, man ist sozusagen vom heimischen Herd aus ein Globalplayer, und braucht nicht einmal die Pluderhose gegen eine Bundfaltenhose auszutauschen. Wenn einer glaubt, diese Leute würden tatenlos zusehen, wie wir den Fortschritt in dieses Land bringen, und damit die Geschäfte dieser Verbrecher stören könnten, der täuscht leider. Diese Verbrecher haben keinerlei erkennbare Skrupel, sie werden sich mit allem wehren was ihnen zur Verfügung steht, das haben sie ja schon mehrmals gezeigt. Veränderungen jedweder Art bedeuten für diese Leute nur, es geht nicht mehr so weiter wie bisher, oder es könnte nicht mehr so weitergehen. Egal zu welchem Ergebnis man kommt, sie werden darin zumindest eine Gewinnschmälerung sehen, und um das zu verhindern wird zu jedem Mittel gegriffen.


    Meiner Meinung nach rettet ein sofortiger Abzug unserer Soldaten vor allem einmal das Leben unserer Soldaten. Dieses Land wird nie in eine Staatsform wechseln, die auch nur annähernd mit westlichen Staatsformen zu vergleichen ist (wobei das auch mit Abstrichen zu bewerten ist), weder heute noch in fünf Generationen. Dort herrscht im Prinzip Krieg seit ein paar Jahrhunderten, was zeichnet uns denn aus, daß wir glauben diese Zustände ändern zu können? Wir haben es nicht im Nahen Osten geschafft, wir haben es nicht in vielen Ländern Afrikas geschafft, genauso wenig wie in mittel- und südamerikanischen Ländern, und auch im fernen Asien gibt es immer noch genug Länder, in denen eine Misere der anderen folgt.


    Ich glaube, ich werde zum Abschluß auf ein Zitat von Herrn Peter Scholl-Latour hinweisen, er sagte einmal in einem Interview: "Wir werden uns daran gewöhnen müssen, daß der Unruhezustand im Nahen Osten der Normalzustand ist." Nun gut, es gilt zwar nicht für den Nahen Osten, aber ich denke, es ist ohne einen Spagat machen zu müssen, auf Afghanistan übertragbar. Wir werden dort auf Dauer nichts ändern, so traurig das auch ist. Die Hilfe, die wir geleistet haben oder noch leisten werden, erkaufen wir mit dem Leben unserer Soldaten, das ist für mich kein tragbarer Zustand.


    Viele Grüße


    Roman

    große Gedanken über Beschichtungen braucht man sich eigentlich nicht zu machen, das ist alles Kosmetik. Genauso wie bei ihren lebendigen Vorbildern, die ohne Kosmetik plötzlich komplett ihr Aussehen ändern können (manchmal sehr zum Leidwesen des Betrachters), ist bei einer Messerklinge die Beschichtung nur ein vorübergehender optischer Eindruck. Selbst Klingen die mit Teflon überzogen werden sind früher oder später ihrer künstlichen Haut beraubt, je nach Arbeitseinsatz den die Klinge leisten muß.


    Ich halte nichts von dieser ganzen Kingenanmalerei, blank ist blank, dann sieht man was gebacken ist.


    Viele Grüße


    Roman

    roher 1.2842 rostet eben, oder nennt man das oberflächliche Korrosion (gefällt mir besser, mit Rost setze ich immer braune Löcher in Verbindung). Was solls, Hauptsache er schneidet wie der Teufel. Aber ich fürchte, in Wirklichkeit bin ich mir ziemlich sicher, um diese Schneide zu beschädigen muß ein wenig mehr passieren als ein kaltes Holzstückchen. Davon abgesehen macht es mit Griff eine hervorragende Figur, aber es hat mir ja von Anfang an gefallen.


    Viele Grüße


    Roman

    ja, ein Messer von Herrn Wieland. Ich muß wirklich sagen, die Klingen die dieser Schmied mit seiner Marke versieht, die sind einfach Oberliga, wenn ich mich mal so ausdrücken darf. Herr Wieland, hier passt der Ausspruch -nomen est omen- wirklich, ist meiner bescheidenen Meinung nach in der Lage, immer den Klingen und dem fertigen Messer eine Form zu geben, die man ruhig als formvollendet ansehen kann. Da passt einfach alles.


    Es ist nur eins bedauerlich, und zwar daß Herr Wieland erst so spät damit begonnen hat Messer zu schmieden. Wieviele schöne Messer haben wir dadurch verpasst.


    Viele Grüße und viel Freude mit deinem Messer


    Roman

    einwandfrei gemacht, augenscheinlich ist doch alles im grünen Bereich. Was solls, wenn sie dem ein oder anderen Messer ähneln? Kein Mensch erfindet eine Klinge ganz aufs neue, im Prinzip ist es eine Stahlschiene die auf einer oder beiden Seiten scharf, irgendwie spitz und mit irgendeinem Griff versehen ist. Solange die Klinge das tut was sie soll, dann ist der Rest nur noch Kosmetik, zwar eben eine schöne Seite des Messers, aber eben nur Kosmetik, das Äußere halt. Wie oft ist man im Leben schon auf Kosmetik hereingefallen, wenn dann noch ein paar Cocktails zuviel dazukommen und ein wenig schummrige Beleuchtung, dann kann einem am nächsten Morgen weitaus mehr wiederfahren als eine Klinge die schnell die Schärfe verliert.


    Viele Grüße und weiter so


    Roman

    ich hätte einen anderen Stahl genommen, ich hätte es in Form geschmiedet, dann erst gefeilt, dann vielleicht noch eine Maschine benutzt, und überhaupt...............pfeif drauf; das ist eine Superarbeit. Das Hawk ist Dir wirklich gelungen. Es ist wieder ein Beispiel dafür daß man von Hand die schönsten Sachen machen kann. Ich ziehe meinen imaginären Hut vor Dir, weiter so.


    Viele Grüße


    Roman

    da die Waidblätter des Herrn Scholz ja vor längerer Zeit geschmiedet worden sind, ist mir der Gedanke gekommen es aus einem Stahl zu machen, der ungefähr in die Zeit reinpasst. Ich habe immer eine anständige Ladung alter Stähle im Vorrat, man weiß ja nie. Darunter befinden sich mehrere sehr alte Blattfederpakete, die vermutlich in die Zeit kurz nach dem Krieg, oder auch vor dem Krieg zu datieren sind, sofern mich mein ebenso alter Nachbar nicht angeschwindelt hat. Kurzum, leider hat man vergessen die Bezeichnung des Stahls auf diesem zu vermerken, was auch wie üblich nicht zu erwarten ist. Es bleibt einem dann nicht mehr viel übrig, entweder man schickt eine Probe davon zur irgendeinem Institut, von dem man irgendwann eine teure Antwort bekommt, oder man hält den Winkelschleifer an den Stahl und schaut sich den Funkenflug an. Die "Funkenflugbeurteilung" machte also das Rennen, schließlich konnten die Schmiede zur guten alten Zeit auch nicht immer Pakete hin und her schicken, wenn sie mal etwas mit einer Schneide schmieden mußten. Der Funkenflug dieses Stahls sieht aus, als könnte man ihn den Bereich von C60 bis C 75 einordnen. Es tut mir leid, selbst bei noch so genauer Betrachtung des Strahlenbündels, der Funken, der Farbe und der Sternchen, ich kanns nicht genauer sagen. Letztendlich ist es auch egal, ob C 60 oder C 75, es sind beide gute Stähle um daraus eine Klinge zu schmieden, vor allem sind sie sehr zuverlässig wenn es um die Wärmebehandlung geht. Man ist, was den Kohlenstoffgehalt dieser beiden Aspiranten betrifft, auch in guter Gesellschaft, die japanischen Katanas liegen auch in dieser Liga.


    Was das Rosten betrifft, natürlich korrodieren diese Stähle, man muß sie halt ein bißchen pflegen. Das ist aber auch alles relativ, braune Flecken sind immer drin wenn man länger nicht danach sieht, aber Rostfraß ist normal nicht zu erwarten, außer man kommt mit Salzwasser daher (dann gehen aber auch die meisten korrosionsfesten in die Knie).


    Viele Grüße


    Roman

    ich habs mir jetzt in Ruhe ein paar Minuten angesehen, aber irgendwie kommt es mir gelungener vor als die Messer die die heute bauen. Ich muß wirklich neidlos (nicht ganz) anerkennen daß da jemand Hand angelegt hat der ein phantastisches Gefühl für Proportionen hat. Speziell weil es so einen starken Rücken hat.


    Viele Grüße


    Roman


    PS: Wenn Du kommst, brings bitte mit, ich muß dieses Messer mal in die Hand nehmen können

    da hast Du dir ein schönes Beil machen lassen, es gefällt mir ausgesrprochen gut. Aufgrund der Bauweise muß man eben weiter vorn ansetzen um zu spalten, aber das ist ein Kompromiss mit dem man gut leben kann. Für einen Schmied ist es bei einer Vorgabe von 350 Gramm gar nicht so einfach. ein praxistaugliches Beil zu schmieden, aber daß es geht wurde durch Herrn Günther einwandfrei belegt. Wie gesagt, ich finde es einfach gelungen.


    Viele Grüße


    Roman

    abgesehen davon daß es passt wie die Faust aufs Auge, ist es eine sehr saubere Arbeit. Ich gehe einmal davon aus daß Du weder Sattler noch Täschner bist, aber selbst ein solcher hätte es nicht besser hinbekommen. Die Kanten sind rund und glatt, der Abstand zur Naht passt, die Nähte sind perfekt wie bei deinen anderen Arbeiten (wenn einem das nicht auffällt soll er mal gefälligst selbst nähen) und die Schnitte für die Gürtelschlaufe sind am Ende gelocht. Besser geht es aus meiner Sicht auf jeden Fall nicht.


    Viele Grüße


    Roman

    das ist ein kleines Kunstwerk, zum Benutzen eigentlich zu schade. Allein die Gravur gefällt mir sehr gut, auch ist das gesamte Erscheinungsbild für mich unter dem Oberbegriff -sehr elegant- einzustufen.


    Aber diese Klingenform hat irgendwie in meinem Gedächtnis etwas aktiviert, ganz entfernt erinnert es mich an ein Khopesch, so ein altes Sichelschwert aus Sumer oder Ägypten, aber wie gesagt, nur entfernt.


    Viele Grüße und Freude mit deinem Messer


    Roman

    da ich es einfach verschludert habe.


    Das nenne ich ein Bowie, nicht so ein durchgestyltes "IchmöchteaussehenwieeingroßesMesser", das ist ein Messer. Es ähnelt verdammt den richtigen Klassikern, im Prinzip kann man es ruhig daneben legen, es würde keinem auffallen. Es geht doch nichts über eine anständige große Klinge, ich wiederhole mich, aber ich wiederhole mich gern, ein großes Messer kann die Arbeit eines kleinen Messers machen, aber ein kleines nie die Arbeit eines großen.


    Sauber gemacht Robert, ich muß es sagen, das Messer hat mich beeindruckt.


    Viele Grüße


    Roman

    Robert wirds verstehen, ich muß es einfach schreiben.


    Wenns je ein Tschuri (ich übernehme mal diese Schreibweise, obwohl mir Schuri geläufiger ist, aber egal) gab, dann das. Jeder, der weiß wie ein richtiges Tschuri aussehen soll, wird das verstehen. Es erinnert mich einfach an heiße Abende, solche wo das Blut brennt (das hat mal ein Russe gesagt als er zwei Liter Schnaps im Blut hatte) und ein Feuer das nach fett Gebratenem riecht und richtiger schwarz gebrannter Fusel die Runde macht. Da spielt Musik, nicht so lächerliche Geräusche die heute als Musik bezeichnet werden, sondern man sieht die Noten durch die Luft fliegen wenn die Geigen ihr letztes geben und dentale Baustellen unter schwarzen Schnurrbärten im Feuerschein glänzen. Da fliegen Tücher durch die Luft, die Damen die sie dorthin befördern sind auch sehenswert, nicht nur im Dunkeln und leicht angetrunkenen Zustand.


    Viele Grüße


    Roman


    PS: Scheiße, ich wäre gern zwanzig Jahre jünger, aber die Erinnerung an solche Abende sind auch was wert.

    das mußt Du mir dem Messermacher abklären, so etwas kann man ja nicht per Ferndiagnose lösen. Es gibt bestimmt für den fehlenden halben MIlimeter eine Erklärung.


    Stahl läuft ja nicht ein wie eine weichgekochte Unterhose, obwohl, ich bin mir nicht mehr sicher, wenn schon Thomas etwas von aufgequollenen Karbiden schreibt.


    Viele Grüße


    Roman

    es ist mitnichten so daß bei einer Wärmebehandlung Karbide "gequetscht" werden, vielmehr haben Metalle die Eigenschaft sich bei Wärme auszudehnen, das sieht man ja als Beispiel bei den durchhängenden Hochspannungsleitungen im Sommer. Das geschieht auch beim Erwärmen auf Härtetemperatur, allerdings in einem Rahmen wie Thomas ihn beschrieben hat. Es ist also mehr als unwahrscheinlich, daß man mit dem bloßen Auge etwas erkennen kann. Der einzige Unterschied, nach der Wärmebehandlung kann die Klinge mehr oder minder verschmutzt sein.


    Man kann es sich so vorstellen, der Stahl wird, je nach Vorgabe des Datenblatts, geglüht, dann auf Härtetemperatur gebracht, eventuell dort gehalten, abgeschreckt und angelassen. Beim Abschrecken "friert" man das Gefüge des Stahls in einem Spannungszustand ein, das Ergebnis ist Vollhärte. Bis auf wenige Ausnahmen ist eine Klinge jetzt viel zu hart und zu spröde um sie zu gebrauchen. Um sie in den Zustand der Arbeitshärte zu bringen wird sie angelassen. Dabei wird die Klinge auf Anlasstemperatur gebracht, gehalten und abschließend abgekühlt. Das ist alles ganz grob beschrieben, es gibt mannigfaltige Unterschiede, die von den einzelnen Stählen abhängen und was sie einmal als Bauteil oder Werkzeug leisten müssen. Was die Stähle an sich betrifft, wenn wir nicht wissentschaftlich oder fachmännisch weitermachen sollen, kann man sie in zähe, zähharte und harte Stähle untergliedern. Je nach Verwendungszweck werden sie dann ausgesucht, es gibt nur eins nicht, den korrosionsfesten "Superzähhartstahl". Es wird immer wieder ein Kompromiß zu schließen sein, aber SB 1 ist schon ein guter Kompromiß.


    Viele Grüße


    Roman

    besorg Dir den Sharpmaker oder den Lansky, das rate ich einmal bei totaler Ahnungslosigkeit. Es schärfen so viele ihre Messer damit, die können gar nicht schlecht sein.


    Was das Einrichten einer neuen Schneide betrifft, laß das besser, wie Micha schon geschrieben hat, von einem Fachmann machen. Dafür gibt es einige logische Erklärungen, solche Leute machen das regelmäßig und haben sowohl die richtige Einrichtung wie das Können und wenn man es selbst macht ist die Gefahr sehr groß, daß man sich doch einmal "verhaut! und eine saumäßige Riefe in die Klinge zieht. Auch besteht die Gefahr, gerade wenn man freihändig an einer eingespannten Klinge arbeitet, daß man sich dabei wirklich tierisch verletzen kann. Es ist dabei jede Menge Ironie im Spiel, die Schneide ist noch lange nicht so scharf wie man es haben möchte, schneidet man sich aber dran, dann hat man das Gefühl ,es ist das schärfste was einem je begegnet ist.


    Ansonst bleibt nur der Weg der Übung, nichts geht über einen langwierigen, mit vielen Rückschlägen bestreuten Lernprozeß. So bekommt man das nötige Gefühl und die ganzen Fehler die man macht sind die besten Lehrmeister.


    Viele Grüße


    Roman

    schau doch mal unter Hubwagenrollen, z. B. bei Hubtec. Ein Rad mit 200 mm Durchmesser und 25 mm Bohrung kostet dort keine 30 Euro. Wenns dann was wuchtiges sein soll bleicht nichts anderes übrig als ein Kontaktrad zu kaufen, die liegen dann aber direkt in einer anderen Liga. Kennst Du keinen der eine Drehbank hat und damit umgehen kann, aber so ein Klotz aus Alu ist ja auch nicht gerade billig.


    Viele Grüße


    Roman