Beiträge von juchten

    ich nehme auch einen Kaffee, dazu ein Butterbrot.
    Rainer, bei Odin denke ich immer an irgendwelche Burschen mit langen Haaren, Bärten und so einem komischen Helm auf dem Kopf, der bei allen anderen Leuten lächerlich aussehen würden, sagen wir mal mit Ausnahme von Jörn. Du wirst sehen, egal was es ist und wie toll es ist, eigentlich braucht man es nicht außer zum Spielen. Wenn das alles wirklich nötig gewesen wäre, dann hätten die Römer, Hunnen und wie sie alle hießen ja gar keine so großen Reiche regieren können.
    Dann treffe ich meinen................. Quatsch, falsche Zeile, dann stopfe ich mir jetzt mal eine Pfeife und gehe ein Feuerchen anmachen.
    Viele Grüße und bis nachher
    Roman

    das Messer erinnert mich stark an einer Gerber Fishing and Hunting, Modell A425 von 1987, allerdings hatte das Gerber damals nur 10,80 cm Klingenlänge. Egal, dein Messer fällt wohl unter die Rubrik -Reduktion auf das Wesentliche-, wieso auch nicht.


    Ob es mit dieser Klingendicke alle Gewalttaten aushält ist wohl reine Testsache, aber es wird zumindest mal gut schneiden, da geht ja nichts über eine dünne Klinge, so sagt man zumindest. Der Stahl, 154CM oder ATS34, auch egal wie man ihn nennt, ist bestimmt nicht schlecht, sonst hätte ihn Herr Loveless nicht verwendet. Wenn explizit höchster Wert auf Korrosionsfestigkeit gelegt wird unter allen möglichen und unmöglichen Umständen, dann empfiehlt sich der Blick im Internet auf die Seite 68-71 Technik, dort wird man dann feststellen daß dieser Stahl nur unwesentlich mehr Schneidhaltigkeit als 440C hat, dafür ist 440 C augenscheinlich der verstockteste Charakter was Korrosion betrifft, selbst Kupfersulfat, das richtig häßliche Löcher in 154 CM frißt kann diesem Veteran 440C nichts anhaben, im Prinzip kann keine Korrosion ihm etwas anhaben, so wie es aussieht.


    Was die niedrig legierten Vertreter der Stahlfamilie betrifft, sie schlagen eben an, gelegentlich gibt es auch braune Flecken, das ist kein Grund zur Sorge, sondern einfach ein bißchen Färbung und hat keine Bedeutung, Keltenschwerter haben tausende von Jahren gebraucht um richtig zu rosten, und das in nassen Gräbern, und man sieht heute noch was sie einmal waren.


    Also, nimm das Messer wenn dein Herz daran hängt, das ist letztendlich wichtiger als das ganze technische Gefasel was da oben in meinen Sätzen steht.


    Viele Grüße


    Roman

    ich weiß beim besten Willen nicht wo man Plasitkstiele für Spitzhacken herbekommt, aber es gibt spezielle Spitzhackenstiele die eine Stahlummantelung am oberen Ende haben, die stabilisiert die Sache eigentlich enorm. Falls das nicht ausreicht, ich bin jederzeit bereit einen Spitzhackenstiel aus Stahl anzufertigen, Abholung ist allerdings Voraussetzung wegen der Portokosten.


    Viele Grüße


    Roman

    Normalerweise heißt ein unbekannter Name in der Optik fast immer China, das muß nichts Schlechtes sein, aber leider oft auch nicht viel Gutes. Normalerweise würde ich jetzt sagen, kauf Dir eins von Zeiss Jena, diese Monokulare sind bester Qualtität, das 6 mal 30 bietet schon ausgezeichnete Leistung und liegt bei cirka 100 Euro, das 10 mal 25 rangiert auch in dieser Liga, in Bestzustand sind sie naturgemäß teurer. Alternativ wäre ein Steinheil Monokular, weil die so gut wie keiner mehr kennt sind sie oft günstiger als die Zeiss-Produkte, bieten aber ebenfalls hervorragende Leistung, ich habe mir letzten Winter eins in der Bucht für sage und schreibe 26 Euro plus Versand gesteigert, die Profis waren wohl im Skiurlaub. Ich rede jetzt von den klassischen Monokularen, die aussehen als hätte man ein Fernglas in zwei Teile geschnitten, wenn es ein anderes sein soll, dann ist in diesem Preisbereich nicht viel zu gewinnen, dann wirds so richtig teuer.


    Viele Grüße


    Roman

    es war mitnichten ein Versuch meinerseits Dich gut oder schlecht wegkommen zu lassen, mein Geschreibsel hat eigentlich eine ganz andere Bewandtnis. Stell Dir einmal vor, da steht ein Handwerker mit einem guten Stück Stahl am Bandschleifer oder am Amboss und soll das von Dir gewünschte in die Tat umsetzen, Du wirst zugeben müssen, es wird schwer für unseren imaginären handwerklichen Protagonisten. Ich bin leider auch kein Meister der Messer oder der deutschen Sprache, dieses Feld ist von weitaus talentierteren Leuten besetzt, aber ich versuche desöfteren die Gesellenschaft im einfachen Umkehrschluss zu erreichen.


    Aber bleiben wir bei den Klingen. Die Länge hast Du vorgegeben, es handelt sich also um ein handliches Messer daß vornehmlich für normale Arbeiten benutzt wird, eben schneiden und gegebenenfalls auch einmal hacken. Die genannten Messer erfüllen diese Aufgaben bestimmt, sie gehen bestimmt auch nicht in die Knie wenn sie mal ein Stückchen Holz auseinander drücken müssen. Der Stahl, dieser 1095 amerikanischer Fertigung, ist durchaus ein leidensfähiger Geselle. Er wird zwar irgendwann ein bißchen beschlagen, aber rosten wird er eigentlich nicht, gesetz dem Fall, Du schnallst es Dir nicht als Tauchmesser im Salzwasser um oder traktierst es mit Kupfersulfat. Sieh es einfach mal so, die alten Keltenschwerter waren auch nicht korrosionsfest und haben etliche Jahrhunderte in nassen Gräbern an der Seite ihrer Herrn gelegen und man sieht heute noch was sie einmal waren.


    Also, dieses Entrek oder das Ontario, oder auch die anderen die ich nicht genannt habe, werden wohl ihren Dienst tun. Dieser 1095 ist auch mit einem zurechtgeschnittenen Sensenwetzstein wieder notdürftig draußen zu schärfen, da hängt es also auch nicht dran.


    Was natürlich hundertprozent deinen Vorstellungen entgegenkommt ist das Selbermachen, Du wirst es allerdings versuchen müssen um Dir Klarheit darüber zu verschaffen, ob Dir deine erste Klinge gefällt oder nicht.


    Viele Grüße


    Roman

    an Stiele von Picken habe ich offen gesagt noch nicht gedacht, der Einfall ist wirklich gut, aufbauend auf dieser Idee fällt mir auch der Stiel eines Vorschlaghammers ein, da findet sich bestimmt auch etwas passendes.


    Wenn der Stiel noch etwas Rinde aufweisen soll muß man wohl selbst zur Säge greifen, eine Eschenstange ist immer eine ideale Ausgangsbasis für ein solches Vorhaben. Zum einen wachsen die ohnehin immer mit mehreren in die Höhe, zum anderen kann man direkt Maß für die Hand nehmen. Das entsprechende Stück großzügig abschneiden, dann die Schnittflächen mit Ponal oder einem sonstigen Holzkleber versehen und ein paar Wochen im Auto liegen lassen, dann ist es meist trocken genug um als Stiel zu dienen. Eschen sind überaus zäh und auch hart genug um die Belastungen als Beilschaft auszustehen. Eine gewachsene Stange hat den Vorteil einer nicht unterbrochenen Maserung, ein Zustand den leider nicht alle gekauften Stiele aufweisen.


    Um Irritationen mit der Forstbehörde aus dem Weg zu gehen und landauf und landab nicht als Eschendieb verschrieen zu werden sollte man auch kurz einmal den zuständigen Förster über das Vorhaben unterrichten.


    Viele Grüße


    Roman

    das ist alles ein bißchen schwierig, es soll die Klingendicke eines Filetiermessers haben, rasierscharf sein und mit einem Stein vom Felde diese Schärfe wieder erreichen, dabei soll es solche Schneidenkiller wie Seil zertrennen und gleichzeitig Holz hacken und auch mit einer dünnen Klinge hebeln können. Du musst zugeben, ein rasierscharfes Messer daß nur leidlich beim Seilschneiden in Mitleidenschaft gezogen wird, das hat immer einen Stahl den man nicht leicht nachschärfen kann. Ein Messer mit einer dünnen Klinge wird nur schwerlich Holz spalten können, es frißt sich eher fest und dann hat man einen Holzklotz vor dem Messergriff in der Wildnis, wohl ein probates Mittel gegen einen möglichen tierischen Aggressor, aber doch etwas unhandlich und schwer in der Scheide unterzubringen. Hebeln fällt eigentlich mit einer Messerklinge aus, wieso man das fordert ist mir ohnehin ein Rätsel, kein Handwerker kommt auf die Idee mit einer Zange oder einer Schieblehre zu hebeln, dafür gibt es Brecheisen. Sollte natürlich wirklich das Hebeln unbedingt erforderlich bei einer Klinge sein, so bringt es nicht viel wenn sie 12 cm hat, zudem wären dann das Mindeste 7 mm Dicke, wobei dann die ganze "Hebelei" mit einem Werkzeug erfolgen soll daß auf einer Seite scharf ist und der eigentliche Hebelarm die Breite einer Hand nicht überragt.


    Ich würde eigentlich wenn es ein gekauftes Messer sein soll jede der vorgeschlagenen Klingen nehmen, wobei das Ontario auf Platz eins wäre, aber rein subjektiv. Bei Ontario gefällt mir eben daß die schon solange Messer machen, und ihre günstigsten Modelle schon brauchbare Werkzeuge sind.

    ich habe jetzt ein bißchen Zeit und fange mal an.


    Das Leuku nehme ich mit weil es eine annehmbare Größe bei nicht zuviel Gewicht hat. Was mir noch gefällt ist daß man dieses Messer auch mit einem gefundenen Stein wieder einigermaßen scharf bekommt. Die Dinger werden immer noch von Leuten benutzt die draußen hausen, es kann so schlecht nicht sein, und bis der Griff aus Maserbirke verfault ist möchte ich bitte von dieser verdammten Insel wieder runter. Das Victorinox nehme ich einfach mit weil ich es immer auf meinen Reisen dabei hatte, wie gesagt, vor allem wegen der Finger- und Fußnägel, dafür taugt das Leuku bestimmt nicht. Und auch hier zum Abschluß wie schon geschrieben, wenn ich auf unbestimmte Zeit dort hausen muß tausche ich die Messer sofort gegen ein dentales Notfallset, ich werde schon einen Stein finden den ich scharf klopfen kann um etwas zu schneiden, Zeit hat man ja auf so einer Insel bestimmt reichlich.


    Viele Grüße


    Roman


    PS: Machen wir einen Deal, das Leuku gegen das Dentalset, das Vic gegen eine Palette schottischen Hustensaft, solche einsamen Inselnummern sind geradezu ein Quell für Hustenanfälle.

    ein Bier nehme ich auch gerne, natürich auch auf die Kosten von Chris.
    Jetzt habe ich mal die Kelle und die Spachtel aus der Hand gelegt, fertig gegipst, morgen wird grundiert und der Putz gerollt. Das Plattenlegen habe ich hinter mir, meine Knie fühlen sich wie die von einem Vampir nach dem ersten sieben Kilometer Bußerutschen mit festgebundenen Holzscheiten unter den Knien. Man hat mir sogar ein neues Sakko verschrieben, es wurden weder Kosten noch Mühen gescheut bis mir endlich ein umgeändertes Modell in Größe 33 passte, was immer das auch heißt. Ich wollte dieses Familienfest wäre schon im Gange.
    Viele Grüße
    Roman

    die Frage ist ob Du die Machete benutzen oder sie einfach nur an die Wand hängen willst. Ich gehe einmal vom Benutzen aus, dann stellt sich die Frage inwieweit man die vorhandenen Griffschalen beihalten kann. Wenn sie groß genug für die Hände sind, dann würde ich sie drauflassen, man braucht keine Operationen zu machen um sie zu entfernen und hat im Großen und Ganzen immer noch das Originalmesser erhalten. Man könnte sie entsprechend mit Fingermulden versehen, allerdings nicht übertrieben, es gilt bei Macheten auch der Grundsatz, Werkzeuge haben Werkzeuggriffe. Das Holz kann man in Form bringen, abschleifen und beizen, dann entsprechend versiegeln. Die Klinge an sich würde ich auch nicht verändern, dann wäre es nur noch ein umgeformtes Stück Blech, bei solchen Teilen würde ich immer die Originalform vorziehen. Was in Betracht käme wäre vielleicht, Gesetz dem Fall man schiebt das Ganze in Richtung Tactical, eine Schnellbrünierung der Klinge, erstens ist es schnell gemacht, zweitens ist es nicht teuer. Was eine Scheide in Kydex in der Größe betrifft, mache ich es mir leicht und verweise auch auf Markus und Martin.
    Viele Grüße
    Roman

    der Entwurf gefällt mir, ich mag diese ein bißchen ausgefallenen Dinger sowieso. Was den Stahl angeht, das ist eine gute Wahl, man kann ihn selbst härten und sinnvoll höheres Härtepotential als ein solcher Stahl haben die ganzen anderen auch nicht, mal abgesehen von ein paar Exoten. Ich weiß ja nicht was Du damit hacken willst, aber Du wirst dir dahingehend bestimmt Gedanken gemacht haben, sonst würde die Klinge nicht so aussehen. Bei 4 mm Dicke bewegt man sich in einem Bereich wo man bei einem ausgeglühten Stück Stahl durchaus mit den Feilen innerhalb kurzer Zeit sieht was es werden soll, da sehe ich auch kein unüberwindbares Hindernis, vor allem nähert man sich von Hand der Form langsam, am Bandschleifer ist weg auf jeden Fall weg. Beim Härten brauchst Du dir keine Sorgen um Spannungsrisse zu machen, außer der Stahl ist in einem nicht entspannten Zustand zu Dir gekommen. Wenn es sich um weichgeglühtes Material handelt, dann ist ein Glühen vorher eigentlich nicht nötig, beim Feilen erwärmt man den Stahl gewöhnlich nicht in Bereiche wo er Spannungen aufbauen kann. Aber wenn Du die Klinge differentiell härten möchtest, dann würde ich auf jeden Fall vorher glühen, differentielles Härten kann den Stahl ganz schön grantig machen wenn man nicht aufpasst.
    Viele Grüße und gutes Gelingen
    Roman

    wenn ich mir fremde Messer aussuchen würde, dann wäre es das große Leuku von Roselli und ein Champion von Vic. Mit dem Leuku kann ich alles schneiden und zur Not auch mal hacken, das Vic beruhigt mich vor allen Dingen und ich kann mir meine Fingernägel damit schneiden, mich schaudert allein schon der Gedanke diese Arbeit mit einem dicken klobigen Messer oder zwischen zwei Steinen machen zu müssen. Wenn Ihr mich da allerdings rauslasst und mich vor solche grundlegende Entscheidungen stellte möchte ich auch wissen wie lange ich dort bleiben muß. Es sieht nämlich so aus, wenn ich da eine unbestimmte Zeit mein Dasein fristen muß, dann hätte ich gern anstatt aller Supermesser die an Bord sind ein "dentales Retttungsset". Der Rest ist mir dann egal, ich hoffe nur daß in diesem dentalen Rettungsset eine Zange ist um Nerven im Unterkiefer zu kappen, ich brauche sie zwar nicht für solche Sachen, aber damit kann man sich bestimmt seine Fingernägel schneiden.
    Viele Grüße
    Roman

    es ist ein Hochleistungsstahl für die Warmarbeit, pulvermetallurgisch hergestellt und hochlegiert. Ob er sich dann als Klingenmaterial als das Ei des Kolumbus herausstellt werden dann wohl die Hersteller und die Benutzer sagen müssen. Wenn ich bedenke wie zäh sich schon 1.2550 mit seinem Wolframanteil bei der Verarbeitung anstellt und dann sehe wie dieser Stahl wolframlegiert ist, dann wird mir bange, abgesehen von den anderen Legierungsbestandteilen. Aber schön ist was gefällt, allerdings frage ich mich wie man eine Klinge aus dem Material scharf bekommt. Befindet er sich auf seiner "normalen! Arbeitshärte jenseits von 60 hrc, dann kann er wohl Schleifsteine in Scheiben schneiden, aber die Steine werden ihm nichts anhaben. Befindet er sich dagegen auf einer für uns gebrauchtstüchtigen Härte, dann frage ich mich wieso man dieses teure Material nimmt und nicht einfach 1.2842, 1.1545 oder 1.3505, schneiden tun die auch wie der Teufel und kosten nicht die Welt. Aber wie gesagt, wenns gefällt, dann gefällts eben. Besorg Dir doch einfach mal ein Stück davon und berichte wie er sich so anstellt, ich kann Dir aber versichern, daß Stähle in dieser Liga extrem unkooperativ sind.
    Viele Grüße
    Roman