Beiträge von juchten

    das Messer und auch der Gedanke es zu verschenken gefällt mir auch sehr gut. Sehr sauber gearbeitet und klare Linien.


    Viele Grüße und mach weiter


    Roman


    PS: Wenn jemand einen solchen Hamon auf 1.2842 erzeugen könnte, dann würde ich diesen Jemand bitte gern kennenlernen, aber so sieht es auch klasse aus.

    bei mir siehts ein wenig düsterer aus, aber ich brauche einen solchen Platz, ich kann in gut durchlüfteten und hellen Räumen keinen klaren Gedanken fassen.
    Werkbank.jpg


    Den Rest von dieser Räumlichkeit zeige ich mal, wenn ich wieder alles aufgeräumt und wiedermals umgebaut habe.
    Viele Grüße
    Roman




    achan2.JPG


    So sieht es in unmittelbarer Nähe der Werkbank aus, um die Wege für den glühenden Stahl kurz zu halten.

    das mit dem Haken ist wirklich der Aufhänger, wenn einer der Schuppen trägt so ein Teil ins Maul bekommt, dann braucht man wahrscheinlich auch die anderen Werkzeuge.
    Viele Grüße
    Roman

    das Messer ist fertig wirklich super geworden, es lag schon ohne Griffe satt und zuverlässig in der Hand. Es hat genau die richtige Größe bei richtigem Gewicht, alles in allem ein Vorzeigemesser.
    Viele Grüße und Freude mit deinem Messer
    Roman
    PS: Frank, ich habe vor zwei Stunden ein Paket an Chris abgeschickt, Du kannst, falls es zu einem Verkauf kommen sollte, schon mal in die Startlöcher gehen.

    wenn es Dir für diese Klinge nicht passt und die Schalen in deinen Augen nichts daher machen, dann weg damit, obwohl ich es nicht schlimm finde so wie es aussieht. Den Rest würde ich auf keinen Fall für irgendwelche Versuche zerraspeln, vielleicht kommt ja mal eine Klinge, auf die genau solche Schalen passen würden. Spätestens dann kommt immer dieses siedendheiße Gefühl den Rücken runter und das Gehirn schreit den Gedanken: "Hätte ich damals nur diese Schalen behalten".
    Viele Grüße
    Roman

    zuerst zum Terpentinersatz, der hält das Leinöl in einer Konsistenz, daß es erstens gut einzieht und zweitens daß es auf der Oberfläche nicht diese "kunstharzähnliche" Oberfläche ergibt (davon abgesehen hält es das Leinöl auch in der Flasche in einer flüssigeren Konsistenz als es normalerweise ist).
    Die Scheide auf dem Foto sieht doch einwandfrei aus, ich weiß nicht was Dich daran stört, ich schließe mich meinem Vorredner auf jeden Fall an. Wenn es einmal gar nicht mehr geht, sofern keine oberflächlichen Beschädigungen vorliegen, könnte man darüber nachdenken, die Scheide einzuweichen, dann auf einem Leisten mit einem Falzbein glatt zu streichen, das hilft dann schon mal. 5 mm Leder sind schon eine ordentliche Dicke, die verträgt so eine Behandlung auf jeden Fall. Ich habe mich mittlerweile von Blankleder getrennt und bin zu Sohlenleder übergegangen, das hat zwar die Konsistenz wie ein Stück biegsames Holz, gibt aber ziemlich zuverlässige Scheiden ab, die Messer rasten darin auch genauso ein wie einer Kydex.
    Was Leder generell betrifft, ich schließe mich zwar Herrn Bergland aus dem hohen Norden an, aber das Spießleder was er gern verarbeitet ist mit Vorsicht zu genießen. Voraussetzung um eine Scheide aus Spießleder auf ein Messer anzupassen ist das Einweichen. Das ist zwar insoweit eine gute Sache, es passt sich hervorragend dem Messer an, aber wenn man die Scheide auf das Messer schrumpfen lässt, dann kann es passieren, daß man das Messer nicht mehr aus der Scheide lösen kann und das Leder sogar die Nähte zerreißt. Dieser "Aufschrumpfprozess", das wurde aber schon einmal geschrieben glaube ich, aber dann eben noch einmal, es ist sinnvoll das Messer in Frischhaltefolie einzuschlagen (gerade die Messer aus nicht korrosionsfesten Stählen, aber ich würde auch mit anderen Messern so verfahren, kein Mensch weiß wie Stähle auf die flüssiggewordenen Gerbstoffe reagieren), die passt sich sehr gut an und man hat nicht solche "Knubbel" wie Alufolie sie gern macht.
    Viele Grüße
    Roman

    Wenn man eine naturfarbene Lederscheide in lauwarmen Wasser einweicht, dem man Natron (z. B. Kaisernatron) zugesetzt hat, dunkelt es auch nach. Sobald es angetrocknet ist pinsele ich es mehrmals satt mit einer Mischung aus


    Leinöl, Terpentiersatz, Sojaöl und in dieser Mischung aufgelöstes Bienenwachs ein. Danach zeigt das Leder eine satte braunglänzende Oberfläche. Eine Überlegung wäe auch Kürbiskernöl, dass vermutlich direkt eine dunkle Färbung im Leder zeigt.


    Viele Grüße


    Roman

    ich schreibe auch mal mit, ich kann nicht tatenlos zusehen wie Micha immer etwas gewinnt.
    Was die Klinge betrifft, sie sieht eben aus wie ein Busse, frag mich bitte keiner welches, obwohl sie mir gut gefallen von der Optik her, die Busses, und auch diese Klinge. Die vorgestellte Klinge ist eine kurze breite Geschichte, so wie meine alten Augen das sehen. So etwas ist immer brauchbar, der Stahl sagt mir auch zu, total egal wenn er beschlägt, irgendwann ist so eine "Pampagebrauchskorrosinsschicht" drauf, mein Klappmesser in der Arbeitshose hat die auch, mit dekorartiven schwarzen Streifen, vermutlich vom Kautabakschneiden, sogar Körperschweiß bewirkt nur noch ein Beschlagen der Griffbacken.
    Das einzige was mir an der Klinge Runzeln auf die Stirn bringt ist dieser hintere machetengriffmäßige Griffabschluss, bei Macheten geht das für mich in die Reihe, weil die generell einen großen Griff haben, aber bei einem händischen Messer drücken mir die Dinger immer auf den kleinen Finger. Aber ich gehe davon aus, daß Du auch daran gedacht hast und es entsprechend so proportioniert hast, daß so etwas Dir nicht passiert.
    Viele Grüße
    Roman

    für das Geld kann man doch nichts sagen, es wird schon das schneiden was es soll. Das einzige was mich stört an diesem ganzen 420er Stahlkram ist, daß man nie weiß was man da käuft. Ich hatte schon Messer daraus, die hatten ganz passabel geschnitten und hielten sogar die Schärfe, aber nach dem Schärfen waren sie irgendwie nicht mehr richtig auf Vordermann zu bringen. Mir ist es auch egal wer da wem was abgeguckt hat, irgendwie sehen Messer mit gelochten Metallschalen sich immer ähnlich. Ansonst würde ich in diesem Preisbereich immer etwas aus Solingen kaufen, von Otter z. B., da weiß man was man hat und für knapp einen Zwanziger hat man eines dieser Taschenmesser, die schon oft von Opa auf den Enkel vererbt worden sind.
    Aber dieses Messer hat noch einen Vorteil, man bekommt für ein paar Euro einen ganzen Pack einfache Mechanik geliefert. Es ist ohne Probleme machbar, das Teil auseinander zu schrauben, die Klinge im Maßstab 1:1 nachzufeilen an einem schönen Wintertag, sie härten zu lassen und wieder einzubauen, voila, ein "Semicustom made am Wintertag", immerhin, der ganze Schrauben- und Platinenkram kostet ja schon fast mehr als 11 Euro, wenn man sich das einzeln käuft. Und man weiß endlich was für ein Stück Stahl da auf und zu geht.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Ganz vergessen, die Vorstellung hat mir auch gut gefallen.

    schau Dir doch mal die Optiken von Carl Zeiss Jena an, da sind Ferngläser und Monokulare dabei, die zwar ein paar Jährchen auf dem Rücken haben, aber oft noch unter dem angegebenen Preislimit in der Bucht angegeben werden. Der Zustand reicht natürlich -von bis-, aber alle die ich bis heute erworben hatte waren einwandfrei. Was mir persönlich an dieses Optiken gefällt ist dieses klare Bild daß keinerlei verschwommene Ränder hat und die Farben bleiben die Farben, wie man sie mit den Augen auch sieht. Wenn das Ziel der Optik Landschaftsbetrachtung ist, dann würde ich versuchen ein Glas der Luftaufklärung zu bekommen. Meins ist ein 8 x 30, das die Firma Zeiss damals für die russische Armee gebaut hat, es hat eine Eintrittsöffnung von 20 mm und erlaubt einen unglaublichen Blick in die Peripherie, und es kostete damals 68 Euro (na gut, mittlerweile sind die sogar hier darauf gekommen, daß man sie genausogut hätte verschenken können).
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Das ist ein guter Aufhänger den Peter da liefert, ich glaube ich schaue mich auch noch einmal um, so ein 10X50 Monokular oder endlich dieses Spionageding von der Stasi, dieses -Turmon-, ich bin zwar kein Spion, glaube ich zumindest mal, aber so eine kleine feine Optik juckt mich schon lange.

    diese Kreissägeblätter sind oft aus C 75, er stellt eine Art guten Kompromiss zwischen guter Härte und Zähigkeit dar. Du kannst die nächste Klinge ruhig, wie schon erwähnt mit der Milimeterscheibe auf der Flex ausschneiden, grob vorschruppen und dann ausglühen. Mach einfach ein Holzkohlefeuer aus gut 5 kg Holzkohle und leg die Klinge hochkant hinein, dann verzieht sie sich auch nicht. Wenn das Feuer wieder kalt ist, es macht nichts wenn es über Nacht vor sich hinbrennt, dann gehst Du an die Bearbeitung. Jetzt ist sie zwar nicht in dem Sinn weichgeglüht, befindet sich aber in einem bearbeitbaren Zustand.
    Wenn die ganze Arbeit der Formgebung getan ist, dann erwärm die Klinge auf schwach rotglühend, sinnvoll ist es wenn man das Abends macht, dann erkennt man die Glühfarbe besser. Mach das zweimal und lass die Klinge jedes Mal an der Luft abkühlen. Danach erwärm die Klinge bis kein Magnet mehr an der Schneide greift und schreck sie in Öl ab, im Anschluss lass sie bei cirka 220 Grad im Backofen ungefähr eine halbe Stunde drin. Dann kühl sie einfach in einem Eimer lauwarmen Wasser ab. Ich weiß zwar nicht wie die amerikanischen Meisterbastler das machen, das ist auch eine "Ruckzuckmethode", aber es funktioniert meist zufriedenstellend.
    Beim Erwärmen blas einfach Luft mit einem Fön in das Feuer hinein, achte nur darauf daß die Luft nicht direkt auf die Klinge kommt, sondern durch glühende Kohle streicht, sonst kühlt man die Klinge immer wieder ab.
    Viele Grüße
    Roman

    es war noch nie billig, aber was Waidblätter betrifft für mich immer das Maß aller Dinge. Dieses Messer ist einfach ein unaufdringlicher Protzer, man braucht es als Jäger bestimmt nicht alle Tage, aber hier geht das "Habenmuss-Gefühl" über alle Vernunft hinweg.


    Viele Grüße und viel Freude mit diesem Klassiker


    Roman

    ich habe zwar keine Vorstellung was ein Schnäppchen bei Dir ist, aber es war bestimmt kein Fehlkauf, eine Leica ist eine Leica. Objektive werden vermutlich nicht so als Schnäppchen laufen, selbst ein vor 20 Jahren abgewählter Häuptling im Okawango-Einzugsgebiet bekommt $-Zeichen in den Augen, wenn er ein Stück Rohr, wo sich Linsen im Inneren befinden und Leitz draufsteht, zufällig in den Händen hält. Bei den Schraubgewinde-Leicas kann man noch etwas schummeln mit Zorki- oder Steinheil-Objektiven, aber bei der M6 ist mit schummeln Schluß.


    Viele Grüße und viel Freude mit diesem Stück feinmechanischer Handwerkskunst


    Roman

    das mit dem "Ersatzerl" war eine gute Idee finde ich. Ein wenig einfacher wäre es gegangen, wenn Du schon ein Loch vorgebort hättest was der Dicke und der Länge des Erls entspricht. Im Anschluß mit einem Stichsägenblatt, das man in einem kleinen Feilenheft befestigt hat die Bohrung ein wenig in Breite des Erls erweitern, dann die Geschichte mit dem Einsetzen mittels heißem Erl. So braucht man nicht so viele Erwärmungsphasen und vermeidet daß im Inneren des Lochs das Holz über Gebühr verbrannt wird, durch Arbeiten mit dem Messer kann der Erl sonst locker werden, weil das verbrannte Material nicht mehr so hält wie das rohe Holz.


    Über Bilder würde vermutlich nicht nur ich mich freueen.


    Viele Grüße


    Roman

    Bob Loveless war einer der Messermacher schlechthin, er hat damals als erster CM154 verwandt und hat, wie Hendrik schon schreibt, nicht nur eine Generation Messermacher geprägt.


    Aber auch das wird weder andere noch mich davon abhalten weiterhin eine Schmiedemarke in Klingen zu schlagen, das hat man schon seit allen Zeiten so gemacht und mit allen Klingen, und bis heute ist keine gebrochen weil sich darauf eine Schmiedemarke befindet. Es kann auch nicht so materialbelastend sein, sonst würde man gewiss keine Schußwaffenteile marken.


    Ob Du den ganzen "elektronischen Weg" der Klingenmarkierung beschreiten willst oder sie mit einem Laser beschießen lassen möchtest, hängt von Dir ab. Aber vielleicht schaust Du auch einmal auf den Seiten von -anvilfire- unter touchmark nach, dort wird beschrieben wie man sich Schmiedemarken selbst herstellt. Mit einem Wort, einen alten 20er verrosteten Ringschlüssel von seinen "Ringen" befreien, dann entweder mittels Fräse oder Feile dein Zeichen auf dem Ende des ehemaligen Griffstücks anbringen und das wars. Man sollte den Spitzenbereich vor dem Bearbeiten ausglühen und danach härten.


    Die eingeschlagene Schmiedemarke hat den Vorteil, dass sie wirklich Ewigkeitscharakter hat, was man von der Ätzgeschichte nicht sagen kann, zudem hält eine Schmiedemarkenstempel viele Jahre.


    Viele Grüße


    Roman