Beiträge von juchten

    die Zeichnungen offenbaren jemanden, der mit Methodik zu Werke geht, wenn nicht schon mit Akribie. Vor allem diese Daumenrampe bei den Klingen hat es mir angetan, vielleicht für viele nur ein kleiines Extra, aber mir gefällt das hervorragend. Aber ich fürchte, ein feinmechanisches Gerät fehlt Dir noch in deiner bestimmt gut ausgestatteten Werkstatt:waage.JPG


    Viele Grüße


    Roman


    PS: Ich kann Dir auch die Waage leihen, oder noch besser, Du schickst mir deine Messer immer zum Wiegen. Die zweite Möglichkeit ist wohl die Beste, obwohl ich nicht die hundertprozentige Rücksendung garantieren kann.

    Pascal hat Recht, das vorgeschlagene Glühen kann die Bearbeitung wirklich ein wenig freundlicher gestalten. Nach dem Abschrecken würde ich die Klinge noch für eine halbe Stunde in den Backofen bei cirka 250 Grad legen, dann dürfte sie Arbeitshärte haben. Der Stahl von den Sägeblättern ist oft C 75, ein dankbarer Stahl für die "Haus- und Hofwärmebehandlung". Die Oberflächen kann man ja lassen wie man sie für richtig hält, da sehe ich gar keinen Grund anzusetzen. Das einzige was mich ein wenig irritiert ist das Isolierband, ein Gewebeband ist eventuell etwas griffiger, das Umwickeln mit einer Kordel oder Paracord ist natürlich noch etwas besser. Das Kiridashi gefällt mir sehr gut, nicht groß, aber trotzdem eine brauchbare Schneide dabei.
    Viele Grüße
    Roman

    ich bin mir bewußt daß Du in diesem Fall besonderer Aufopferungsfähigkeit und Leidertragens ein solches Messer an Dich nehmen würdest, aber ich werde es wohl im Fall der Fälle nicht zulassen können. Gerade um Dich nicht in diesen Akt der Selbstopferung zu stürzen werde ich gern, dein Einverständnis vorausgesetzt, deine Klinge vom Härten nicht zurückschicken, sie verrechnen mit den enormen Härtekosten und versuchen selbst einen leidlichen Griff daran zu befestigen. Und jedesmal wenn ich es benutze bin ich von dem guten Gedanken beseelt, Dir geholfen zu haben.
    Viele liebe Grüße
    Roman
    PS: Um Himmelswillen nicht ernst nehmen

    das Messer macht auf mich einen sehr stimmigen Eindruck, vor allem gefällt mir dieser an Randall erinnernde Anschliff im Bereich des Rückens sehr gut. Die handwerkliche Umsetzung ist bestimmt sehenswert, allein vom Foto her macht es schon einen sehr guten Eindruck. Den Stahl würde ich persönlich nicht als "Baustahl" bezeichnen, ein niedrig legierter Kaltarbeitsstahl ist kein Baustahl, der 1.2510 ist durchaus ein beachtenswerter Vertreter der für Klingen tauglichen Stähle, allein durch seinen Wolframanteil hebt er sich aus der Riege der nicht korrosionsfesten Stähle heraus. Natürlich ist dieser Stahl nicht korrosionsfest, wobei man aber auch dabei alles sehr relativ betrachten muss.
    Viele Grüße
    Roman

    was soll ich denn jetzt wieder schreiben, es ist ja schon alles geschrieben worden. Auf jeden Fall ein stimmiges Messer, das wirklich für den Gebrauch bestimmt ist, einfach "Waldmesser" ist vielleicht zu wenig bezeichnend, da stelle ich mir immer solche einfachen Messer vor, aber das hier ist nur "einfach" auf den ersten Blick, kein Messer daß für eine bestimmte Hand gemacht worden ist, ist ein einfaches Messer. Ich gehe jetzt einmal soweit, die Messer von Chris sind durchaus in einer Liga, die man als die "gehobene Liga" ansehen kann, andere Macher würden für ein solches Messer wohl die Werbetrommel rühren, um es an den Mann zu bringen, vielleicht solltest Du doch einmal darüber nachdenken von einem solchen "Waldmesser" ein paar mehr herzustellen, Freunde dafür gibt es bestimmt, auch ohne PR-Abteilung.
    Viele Grüße
    Roman

    eine perfekte Erscheinung Robert, fertig ist das Messer wirklich zu einem Hingucker "mutiert". Es lag schon als rohe Klinge einwandfrei in der Hand, fertig montiert braucht es sich nirgendwo hinten anzustellen, perfekte Arbeit.
    Viele Grüße
    Roman

    mein Farbenverständnis ist was Messer angeht ein wenig eingerostet, gerade -orange-, natürlich orange, wäre mir persönlich nie in den Sinn gekommen. Aber, jetzt kommt das -aber-, ich würde lügen wenn ich sagen würde, es passt nicht. Über die Qualität des Messer hinsichtlich der handwerklichen Umsetzung muß man kein Wort verlieren, man sieht einfach daß da hunderprozentige Arbeit geleistet wurde, das orange im Griffbereich lockert das ganze Erscheinungsbild auf und gibt ihm einen wirklich "erfrischenden" Ausdruck. Die Idee finde ich gut, ich kann es mir nach dem ersten Ansehen auch nicht mehr anders vorstellen, es beeinträchtigt die Wertigkeit, die dieses Messer ausströmt, kein bißchen.
    Toni hat den Mut den ich nicht habe, auf jeden Fall ein kompetente Messererscheinung, die durch die Auflockerung mit orange keineswegs beeinträchtigt wird.


    Viele Grüße
    Roman

    wird das jetzt "Rate mal mit Rosenthal" oder was? Unglaublich, ich habe vergessen wir man Hann´s Nachnamen schreibt, da sehe ich auf der Suchmaschine daß man die alten Sendungen noch anschauen kann, das werde ich mir mal antun, das war immer herzerfrischend langweilig, aber Kult. Ja, das Messer, jetzt erklär mir bitte mal wo diese "Fehlerfeinheiten" von Dir versteckt worden sind, ich sehe auf jeden Fall auf dem Foto mal nichts, zudem kann man ja auch mal davon ausgehen, daß man bei Handarbeit zwar eine Messlehre und eine Mikrometerschraube benötigen kann, aber das fertige Produkt damit nachzumessen wird fast bei jedem Messer die ein oder andere "Unzulänglichkeit" an den Tag legen, vor allem in Anbetracht daß diese kleinen Fehlerstellen erstens von der Handarbeit herrühren und zweitens von verschiedenen Machern als künstlerische Freiheit gewertet werden.
    Wie dem auch sei, sauber gemacht.
    Viele Grüße
    Roman

    ich habe mich auch einmal an einem kleinen Bowie versucht, aber egal was ich anstelle es ähnelt immer einem Messer von Chris, naja seht selbst. Bearbeitungszustand ist vor dem endgültigen Feinschliff, schärfen und Polieren.


    bowieneu.JPGbowie neu 1.JPGbowieneu3.JPG


    Aber wie soll man denn die Bowieklinge neu erfinden wenn man nur 50 mm Breite, 5 mm Dicke und 120 mm Länge zur Verfügung hat?


    Viele Grüße


    Roman

    saubere Arbeit Christoph, das Messer gefällt mir sehr. Alles wie aus einem Stück und das die Griffschalen am Griffende so zusammenlaufen sieht spitze aus. Insgesamt ein sehr schönes Messer geworden.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Solange Du dir selbst ein Messer machst kannst Du Löcher dorthin bohren wohin Du willst, es ist mir auch nicht bekannt daß die Amerikaner das Patent für Löcher in Metall haben, wenn doch wäre das eine so einträgliche Geschichte, daß sie endlich mal das Riesenloch in ihrer Staatskasse stopfen könnten.
    PSPS: Ist mir noch nachträglich eingefallen, was ein "leerer" Spruch, wie soll man denn Löcher kopieren, ein Loch ist ein Loch, es ist mir wirklich ein Rätsel wie man etwas wo nichts ist kopieren soll?
    PSPSPS: Für die Bedenkenträger der Lochproblematik: Ich habe weder etwas gegen Busse-Messer, die mir gut gefallen, noch etwas gegen Herrn Busse selbst, wobei ich mich frage wie das patentrechtlich aussieht mit den Löchern im Metall die vor Jahrhunderten gebohrt worden sind? Wer es nicht glaubt gibt einfach einmal -main gauche- ein und er wird jede Menge "Messer" zu sehen bekommen, die Löcher im Bereich des Ricassos haben, alle Arten von Löchern, sogar in Herzform, wie sinnig.

    alles Gute zu deinem Geburtstag Rainer,
    Zeit ist doch eine wunderbare Gesellschafterin, sie ist stets aufmerksam und hat eben immer die sprichwörtliche Zeit für einen, egal zu welcher Tages- oder Jahreszeit, sie ist stets da und hat ein offenes Ohr für uns, ohne uns lästig zu werden oder daß wir sie immer bemerken. Aber irgendwann versucht diese Dame Rechnungen auszustellen, keine mit Bonitätsprüfung, viel viel schlimmer, es sind diese steten Einträufelungen wie "habe ich die letzten Jahre wirklich sinnvoll gelebt", "habe ich etwas aus meiner Zeit gemacht" oder ähnliche süffisante Versuche einem das Leben zu vergällen.
    Wie schön ist es doch, wenn man dann diesen heimtückischen Angriffen entgegentreten kann und dieser Dame ins Gesicht sagt: Ja, ich habe gelebt, und ich werde alles daran setzen weiter zu leben und es weiter so machen wie bisher, ich weiß nicht ob alles richtig ist oder war, aber dafür lebe ich ja um alle diese guten und weniger guten Dinge zu machen. Und jetzt, da ich kein Jüngling mehr bin, jetzt mache ich diese ganzen Sachen noch viel intensiver, und da bist Du schuld daran, ich habe nämlich die ganzen Jahre DICH ausgenutzt, ohne daß Du es bemerkt hast, und bin zu demjenigen geworden, der ich jetzt bin. Und "dieserjenige" wird Dir auch in Zukunft ruhig gegenübertreten und Dich auch weiterhin rücksichtslos ausnützen.
    In diesem Sinne, ein gutes, gesundes und was man sich sonst noch so wünscht Jahr.
    Feier schön
    Roman

    mir gefällt er auch super. Das Messer hat irgendwie diesen "Endzeitcharakter", wenn ich das einmal so sagen darf. Wenn man bei einer solchen Klinge hier und da noch Bearbeitungsspuren sieht, dann passen die ebenfalls in das Gesamtbild und ich werte das für mich persönlich als passend. Die Kerbungen im vorderen Bereich des Rückens verpassen dem Ganzen noch eine Portion extra "Rustikalität". Mit einem Wort, Klinge, Wicklung und so weit man sieht die Scheide sind gelungen.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Kann es sein, daß Du mit dem Anschliff an der Spitze ein wenig breiter werden mußtest, weil sie aufgrund der Dicke nicht so gleichmäßig zu bearbeiten war wie der hintere Teil der Klinge, wie gesagt, keine Kritik, nur eine Frage.

    schwarzen Kaffee und vielleicht einen Schnaps, wie mein Opa väterlicherseits damals (immer vor dem Vieh füttern morgens ein "Kuhmaul" voll aus der Weihwasserflasche genommen, um den schlechten Geschmack der Nacht zu vertreiben, er ist übrigens 87 geworden), aber nicht für den schlechten Geschmack, sondern weil hier wieder alle Zeichen auf Freibad stehen. Dabei lecke ich noch an meinem angeblich angerissenen linken Oberschenkelmuskel.
    Roman

    das Kochmesser ist ja ein Werkzeug, und bei einem Werkzeug hat der Griff gut in der Hand zu liegen, egal was vorn rausschaut. Was bringt es denn wenn er optisch gut aussieht und dem Auge gefällt, aber das Auge hat nichts mit der Hand zu tun, die ihrerseits auf Haptik steht, wenn das Messer so gut in der Hand desjenigen liegt, der es gebraucht, dann ist Optik zu vernachlässigen.
    Schleifsteine, ich habe nichts gegen japanische Schleifsteine, im Gegenteil, aber sie reihen sich auch wie alle anderen in die Rige der Schleifsteine ein, und das heißt einfach, daß nicht jeder Stein mit jedem Messer kann. Leider haben wir nicht die Auswahl eines Herrn Okisatu Fujishiro, der für jede Klinge aus dem Sortiment Schleifsteine seiner Familie jeweils die passenden heraussuchen kann (ich habe zwar keine Ahnung wie man so etwas mit Augenmaß macht, aber ich bin nicht der Genannte, allerdings würde ich mir auch mal gern bei diesem Sortiment bedienen), also müssen wir uns mit dem zu Erreichenden befassen.
    Ein Sensenwetzstein oder ein Korundstein machen normal kurzen Prozess mit allen Stählen, vor allem sind diese Steine günstig und man kann auch einmal zwei oder drei davon kaufen und mit der Diamanstscheibe auf der Flex sich mal ein paar kleine Begleiter für unterwegs aus einem billigen Stein schneiden, es ist zwar keine perfekte Schneide damit zu erreichen, aber Arbeitsschärfe reicht ja draußen aus. Der Feinschliff dann eben mit einem belgischen Brocken oder Schleifpapier, ganz wie man will. Das Abziehleder bleibt uns ja auch noch, ich frage mich wieso die Japaner das meines Wissens nicht benutzen, immer diese zerstoßenen Zunderpartikel gemischt mit was weiß ich für einem Öl und dann durch ein Stück Linnen gepreßt um die Schleifwirkung eines feuchten Lumpens zu erreichen. Aber das ist Tradition und es funktioniert ja anscheinend, zudem ich mir auch schwer vorstellen kann, daß man vor zweihundert Jahren in Osaka gerade mal zum Werkzeughändler gehen konnte um sich ein paar Bögen 2000er Schleifpapier zu holen.
    Was mir gerade dazu einfällt, da bin ich noch gar nicht drauf gekommen, auf einem Stück Leder abziehen, die hatten zwar Leder für alles mögliche, aber ein paar anständige Schuhe hat man ja im Samuraijapan anscheinend nicht auf die Füße gestellt bekommen. Demzufolge fehlt ja auch die gesamte Bandbreite des Unterschuhleders, also auch der Bestandteil aus dem man die Abziehriemen macht.
    Viele Grüße
    Roman

    versuch mal einen anderen Schleifstein, diese japanischen Steine passen nicht gleich gut auf alle Stähle- Ein normaler Korundstein oder ein Sensenwetzstein ist vielleicht bei diesem Stahl besser.


    Ansonst schöne Arbeit, hoffentlich hat die Maschine die Schneide nicht "verbrannt.


    Viele Grüße


    Roman

    ich komme momentan auch zu nicht mehr viel, wenn ich schon da bin, da gibts eine Runde, für alle denen ich vergessen habe Gesundung zu wünschen, für alle neuen Arbeitsplätze, alle Jubiläen, alle sonstigen Gratulationen und was ich noch vergessen habe............Prost, jeder trinke was er will.
    Für mich ein langes Weizen und zum Gurgeln etwas schottischen Hustensaft, man muß ja vorbeugen.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Fast hätte ich geschrieben "bleibt gesund", aber das hört sich so nach Abschied an, wenn die Götter mitspielen möchte ich bitte noch ein wenig hier verweilen.

    sauber durchdacht Christian, das Messer macht wirklich was her. Anfänglich hatte ich auch ein bißchen Bedenken wegen diesem scharfen Ende am Griff, aber erstens weißt Du ja daß sich das dort befindet und zweitens scheint es nicht zu stören wie man sieht.Im Ganzen erinnert es mich ein wenig an die alten Sichelschwerter, natürlich nur weit entfernt, aber die Gewichtsverteilung ist zumindest mal ähnlich und erzeugt auch bei deinem Messer ordentlich Schlagkraft. Über die handwerkliche Umsetzung muß ich mich nicht auslassen, was Jürgen Schanz macht, das hat Hand und Fuß. Die Kritiker sind anscheinend verstummt wegen den 61 hrc, aber man muß sich eben damit abfinden, daß Jürgen Schanz das gelernt hat und man darauf vertrauen kann, und daß nicht jedes Messer, daß 61 hrc hat, direkt ein Scherbenhaufen wird wenn es mal ein bißchen belastet wird.
    Viele Grüße und viel Freude mit deinem Messer
    Roman

    dann fangen wir mal klassisch an, Du machst den unbeeindruckbaren Barmann und ich den in die Jahre gekommenen Barbenutzer. Ich bin ein ganz einfacher Kunde, Du pfeifst auf die Vorgabe Pastis 1:5 zu mischen und machst stattdessen 3:2 und als Ausgleich ein bißchen Zucker in die Brühe, in Anbetracht der fortgeschrittenen Stunde werde ich wohl keine drei davon trinken, eine Pfeifenlänge und ich werde mich dann ablegen, ganz ohne das Absingen schmutziger Lieder.


    Viele Grüße


    Roman


    PS: Und wenn einmal ein Schotte von ziemlich weit oben bei Dir hineinschneit, frag ihn nicht was er in den Whisky hinein haben will, das einzige was er dann vermutlich sagt ist: -mehr Whisky-

    bist Du gerade in der Produktionsphase Markus?


    Aber auch hier sieht es nicht produktionsmässig aus, augenscheinlich eine handwerkliche saubere und sehr ansehnliche Arbeit. Diese Griffe liegen mir zwar nicht sonderlich, aber das ist Geschmackssache und keine Kritik, auf jeden Fall sauber umgesetzt, passt alles einwandfrei "ineinander".


    Viele Grüße


    Roman