Beiträge von juchten

    jetzt mal ohne zu flaxen.
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß Messer, wenn sie in einer Vitrine liegen und man steten Luftzug gewährleistet, Anzeichen von Korrosion zeigen. Ich würde mich keinesfalls auf ein "Dichtmachen" der Vitirine konzentrieren und dem "Herunterfahren" von Luftfeuchtigkeit, sondern dafür sorgen, daß diese Vitrine erstens so aufgestellt wird, daß Luftzirkulation stattfinden kann um etwaiges Stauen von Feuchtigkeit zu verhindern und zweitens schattig aufstellen, falls man doch einmal ein Messer hat mit einem Griff aus einem unbehandelten Naturmaterial hat, damit die Sonnenstrahlung diese Materialien nicht zum Reißen bringen.
    Ein ganz dünner Ölfilm ist bestimmt nicht schädlich, wobei mir momentan auch nichts besseres einfällt als das bereits genannte. Ich denke aber, daß für metallene Flächen jedes harz- und säurefreie Öl bedenkenlos genommen werden kann.
    Viele Grüße
    Roman

    ich denke auch das muss man relativieren, wenn jemand wirklich Messer als Wertanlage käuft, dann ist ein gewisser Aufwand bestimmt gerechtfertigt. Das ist soweit mein Verständnis für die Sache. Aber es gibt noch eine andere Meinung von mir, ein Messer ist nur solange eine Geldanlage wie die Leute es sich leisten können für ein Messer soviel auszugeben, wenn es wirklich einmal eng wird, dann ist ein Messer ein Messer, egal wer es gemacht hat, die Dinger können ja beim Gebrauch nicht einmal La Paloma pfeifen. Gold bleibt Gold, das ist immer noch die sicherste Kiste, wenn ich daran denke, daß ein Kilo von diesem Zeug vor 25 Jahren mitunter unter 16.000 DM gehandelt worden ist. Wenn man diesen wankelmütigen Kapitalmarkt ein bißchen verfolgt, so ist doch seltsamerweise immer festzustellen, daß Gold immer dann unglaublich anfängt zu steigen wenn die ganzen üblichen Währungen so sicher sind wie ein Furz im Wind.
    Roman

    die beiden hast Du super hinbekommen, mir gefallen sie fantastisch.
    Soll noch einer sagen, wir bekommen nur Messer hin, für die man zwei Mann braucht um sie auf den Buckel zu schnallen, obwohl ich mir fast einen zweiten Mann bei deinem Mitbringsel gewünscht hätte um es anzuheben.
    Viele Grüße
    Roman

    ich nehme das mit dem Konservieren jetzt einmal nicht so ernst, bin aber wirklich erstaunt, Gerätschaften aus Stahl, Plastik und epoxydgetränkten Naturmaterialien sollen Verschleiß durch Betrachten oder in die Hand nehmen aufweisen? Man lernt eben nie aus, ich habe ein altes Bowiemesser, es ist bestimmt noch aus dem vorletzten Jahrhundert, hat einen belassenen Horngriff und eine Klinge die bestimmt nicht rostfrei ist. Es liegt schon bei mir seit Jahrzehnten in einer offenen Kiste und wird einfach nicht weniger.
    Aber wie dem auch sei, gut aufgehoben ist gut aufgehoben, obwohl dieser Aufwand von den wenigsten betrieben wird, die eine Schmetterlingssammlung verwalten müssen. Aber vielleicht gibt es genau wie der Museumskäfer eine Gefahr für entomologische Exponate darstellt, so etwas wie einen Epoxydkäfer, der sich mit kryptonbesetzten Kauwerkzeugen durch selbst gefressene Zwischenräume von Griffmaterial und Erl arbeitet und seine Exkremente Klingenbeschichtungen aus säurefestem Material auflösen.
    Viele Grüße
    Roman

    mir gefällt das Messer sehr gut, anfangs war ich ein bißchen erschrocken über die Spiegelpolitur, aber es lag vermutlich auch an den Lichtverhältnissen. Die Form passt auch zur Politur, nichts eckiges und kantiges, wo man immer meint ein Industrieroboter hat eine Stahlfräse bedient, die Formen "fließen" einfach. Die Politur ist übrigens eine ehrliche Sache, man muß nicht raten wie die Klinge unter einer Beschichtung aussieht. Zudem scheint es auch ziemlich satt in der Hand zu liegen, mit den sechs mm tut es sein übriges dazu.
    Viele Grüße
    Roman

    einen Kaffee, dann werde ich eine Kleinigkeit zu mir nehmen und etwas feilen gehen.
    Walter, Stefan, je mehr das Gewitter Richtung Mosel zog, desto weniger wurde es, bzw. kam gar nichts an. Ich war in Mettlach im Freibad und die Sonne schien die ganze Zeit, zwar ein paar Wolken hier und da, aber ansonst friedlich.
    Viele Grüße und ein schönes Wochenende
    Roman
    PS: Ich sollte meinem ältesten das Springen vom drei Meter Brett schmackhaft machen, ich glaube die ersten Sprünge meinerseits kamen nicht so gut rüber, ich muß zugeben es erinnerte mich von der Geräuschkulisse her auch mehr an den Abwurf eines Luft-Wasser Torpedos.

    hört auf Martin!
    Zum C45, man kann ihn härten, aber er härtet fast nur an der Oberfläche. Meine Hämmer sind zum Teil aus C 45, das ist einigermaßen zufriedenstellend, aber nur im Hinblick darauf, daß ich einen Hammer haben will, der auf Garantie nicht härter als die Bahn meines Ambosses ist. Ich glaube Linder macht noch einen Jagdnicker aus C 45.
    C 75 ist kaum in den richtigen Maßen aufzutreiben, bekommt man endlich mal ein Blech in 7 mm Dicke muß man direkt über einen Quadratmeter davon kaufen. Wenn einer den Stahl unbedingt haben will, bei Oellerstahl gibt es ihn auf Schiene, allerdings nur in drei und vier mm Dicke.
    Viele Grüße
    Roman

    herzlich Willkommen an die Neuen, ich brühe schon mal etwas Kaffee, diese verdammte Maschine bekomme ich doch nicht in Gang. Verdammt, diese Italiener, die bauen solche vertrackten Maschinen. Die sehen zwar bombastisch aus, aber das souveräne Innenleben eines Ferraris ist nicht einfach auf eine Kaffeemaschine übertragbar, obwohl es welche davon gibt, die nicht minder leiser sind. Aber um auf das Aussehen zurückzukommen, das haben die Italiener einfach drauf, irgendwie schaffen sie es chromfarbene Maschinen oder rotlackierte Flitzer immer wieder so aussehen zu lassen, daß man unwillkürlich an braungebrannte elastische Damenkörper denkt. Das macht denen keiner nach, weder den Designers von heute, geschweige denn denen von früher, da fehlt einfach die Geniusklasse, sie ist uns wohl irgendwie abhanden gekommen, seit der Jugendstilzeit vermisse ich einfach diese flüssigen Formen, diese Leichtheit. Es ist zwar ein Witz, daß jemand der fast zweieinhalb Zentner wiegt so etwas schreibt, aber das Auge eines Rehs hat auch Gefallen an den wehenden Gräsern, oder wie heißt dieses Tier mit dem Horn auf der Nase.
    Viele Grüße
    Roman

    Die Stahlwahl hängt primär von dem ab, was das fertige Produkt nachher leisten muss. So wie ich den Entwurf sehe, und bei der Stahlwahl das Härten zuhause ansteht, würdest Du wirklich mit C 75 gut fahren, dieser Stahl ergibt immer potente Klingen, egal was im Moment für ein Stahl der Renner ist.
    Beim Flexen brauchst Du außer auf dich keine Rücksicht zu nehmen, die Glühbehandlung vor dem eigentlichen Härtevorgang beseitigt die Auswirkungen der Bearbeitung. Ansonst steht ja die Marschrichtung soweit fest, falls es irgendwelche Fragen gibt mußt Du dich eben melden.
    Achso, der Entwurf, ja, das hängt immer vom Mann, respektive Frau, selbst ab. Wenn Dir das Messer so zusagt, dann bin ich der Letzte der daran irgendwas rummäkelt. Ich kann Dir allerdings aus Erfahrung etwas sagen, der Griff den das Auge gut findet, den kann die Hand immer noch verfluchen. Erst wenn Du dir sicher bist, daß ein so breiter Griff wie bei deinem Entwurf auch in deine Hand passt, dann setz ihn in Stahl um, es ist wirklich keine Verschwendung dem Vorschlag von Chris nachzugehen und sich mal ein Holzmodell anzufertigen, das Aufzeichnen auf ein Holzbrettchen, daß die Dicke des Stahls hat und das Ausschneiden mit der Laubsäge dauert nur ein paar Minuten und gibt einem schon einen guten Eindruck von der Haptik.
    Viele Grüße und leg los
    Roman

    zu zweit klagt es sich direkt ein bißchen leichter.


    Es hat aber auch mit dem Arbeitsplatz an sich zu tun, ich kann noch mit ein paar PC´s leben, auch mit einer Portion Telefone und sonstigem technischem Krams, aber die Luft hier ist vergleichbar mit der von Mumienfürzen aus einem viertausend Jahre alten Grab in Sakkara, die einzige Möglichkeit ist die Öffnung der vermutlich zwei Tonnen schweren schußsicheren Fenster, aber die gehen nur einen Spalt auf. Die Klimaanlage wäre die zweite Lösung, ein bösartiger leicht beige lackierter Kasen, der in der Lage ist selbst einem Blasebalg aus Eichenholz und Büffelleder eine Lungenentzündung zu verpassen.


    Viele Grüße


    Roman

    was ein Elend, der erste warme Tag seit Tagen und ich habe Spätdienst, also eine Light, Kaffee ist mir zu bitter. Ich freue mich auf übermorgen, dann setzt es dreieinhalb freie Tage, wird mir schon etws einfallen.


    @Jörn, Du bekommst Post, respektive ist sie schon auf dem Weg in den Norden.


    Viele Grüße


    Roman

    schöne Arbeit, immer mal was neues. Wozu sollte man immer diese harten Hölzer verwenden, normalerweise klopft man ja mit dem Griff eines Messers auch keine Nägel ein.
    @Robert, von der Maserung erinnert es mich auch an Kiefer, könnte es auch Abachi sein?
    Viele Grüße
    Roman

    ich nehme auch noch einen schwarzen Kaffee, dann gehts zum Fischen. Ich habe im Bach eine Anzahl von diesen dicken Regenbogenforellen, die sind aus dem Stausee entwischt und machen meinen kleinen Bachforellen das Leben schwer, dieser Zustand bedarf einer Änderung.



    Das ist einer meiner Jäger, wie früher, mit Haselnussgerte bewaffnet mußte diese Jägerin sich ergeben.


    Viele Grüße


    Roman

    das Messer ist bestimmt ein Grund sich etwas über Design zu unterhalten, da wird es und gibt es ja, wie man lesen kann, auch unterschiedliche Standpunkte.
    Aber, ich wage einmal für ein "Ja" zu stimmen was dieses Messer angeht. Ich weiß, es fehlen die Kleinteile der Schweizer Messer, eine kleine Klinge und eine Manikürfeile ist auch nicht unbedingt etwas was mir die Wurst vom Brot zieht, von der Farbgebung natürlich ganz zu schweigen, es erinnert mich auf den ersten Blick an die LSD-Farben der Sechziger, deshalb hat es wohl auch einen Platz im MOMA (da mußte ich zuerst einmal nachsehen was das ist, ich kam dann auf die Internetseite vom Museum of Modern Art und habe dauernd auf Weiterleitung gewartet, bis ich merkte daß ich da bin wo ich hin wollte) gefunden.
    Dieses Messer kommt zwar in einem "Designgewand" daher, aber der Gedanke kommt aus Japan. Es erinnert mich an diese alte japanische Klappmesserform, die es immer noch gibt, eine "Minitantoklinge" in einem zusammengefalteten Blechkästchen. Das allein macht mich schon stutzig, ein Land wo die Blankwaffenherstellung bis ins Letzte ausgereizt worden ist macht ein Klappmesser, daß die gleiche Klingenachsenstabilität wie ein herkömmliches Rasiermesser hat. Aber es tut was eine Klinge tun soll, sie schneidet den täglichen Bedarf an Schneidgut, wenn man grimmigen Blickes die ellenlange Namenliste seiner Vorfahren einem möglichen Kontrahenten verbal entgegenschleudert, um ihn danach fachgerecht zu filetieren, benutzt man ja dafür andere Sachen. Wie gesagt, zwar blau eingepackt, aber es ist eine kleine Klinge, wenn man nicht gerade zu Stein gewordene Salami in Scheiben schneiden muss wird sie wohl einen Brief öffnen oder auch mal ein Paket, zumal die kleinen Klingen von den Schweizer Manufakturen duchaus ernstzunehmende Schneidinstrumente sind, ein Skalpell hat auch eine kleine Klinge, mehr sage ich dazu nicht.
    Die Verpackung ist mehr als interessant, sie führt uns in eine Geisteshaltung, die ich nie verstehen werde. Sie ist aus Papier, für uns vielleicht etwas unverständlich, aber woher sollte so ein Gedanke kommen wenn nicht aus Japan. Für mich ist es einfach schwer zu verstehen, in einer Gesellschaft, ich rede jetzt von den vergangenen Jahrhunderten, wo die Allgegenwärtigkeit von langen Blankwaffen einfach Tagesgeschäft war, wo schwarzgewandete Mordbuben des Nachts ihr Unwesen trieben, wo es klimatechnisch nicht besser aussieht als hier, wieso zum Himmel kommt man auf den Gedanken Türfüllungen aus Papier zu machen, abgesehen von offenem Feuer.
    Ich werde es nie verstehen, feinster Stoff, perfekteste Materialoberflächen, Stahl in die schönste Form gebracht die ich kenne, lassen wir mal die Frisuren der Samurai und kalten toten Fisch außer Acht, Architektur von globiger, aber doch geschwungener Form, Holzbearbeitung die jedem Zimmermann und Schreiner Achtung abverlangt, ein Lebensstil der in der Vergangenheit wie auch noch in der Gegenwart von totaler Disziplin geprägt ist, das verpasst auch dem modernsten japanischen Design immer wieder einen Schlag von der alten Sorte. Bei dem Designer als er diesen Auftrag bekam, hat es wohl einfach "Klick" gemacht. Er kann nicht aus seiner Haut, zwar moderne Kunst, aber eben doch mit mehr Anleihen an seine Vorfahren als er es vermutlich selbst gewollt hat, oder auch nicht.
    Wie dem auch sein, vielleicht ist das Innovation, wenn man auch nicht immer damit warm wird.
    Viele Grüße
    Roman

    saubere Arbeit, was mir vor allem gefällt ist dieser Anschliff der ohne "Mätzchen" direkt bis in die Spitze läuft. Auch die leicht gebogene Form des Rückens verhindert zuverlässig ein Abgleiten in die abstrakte Form, dazu kommt dass die "Daumenriffelung" auf dem Rücken sehr gut dazu passt, eine feine Riffelung fände ich hier einfach nicht so glücklich. Griff passt auch, das Ganze sieht aus wie ein "Guss".
    Mir gefällts auf jeden Fall.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Den Hintergrund finde ich auch klasse.

    ich machs kurz, stimmiges Gebrauchsmesser, zum schneiden reicht die Dicke des Materials, respektive der Klinge, bestimmt aus.
    Bei dem Material im Griff handelt es sich wie Du schon vermutest aller Wahrscheinlichkeit um Bronze. Was das Bohren von diesem Material betrifft, bei Kreissägenblättern würde ich mal vorsichtig von C 75 ausgehen, wird ein einfacher Steinbohrer an den Kanten des Hartemetallblättchens angeschliffen, allerdings so daß er nicht ausglüht. Mit einem solchen Bohrer ist es auch möglich bei langsamer Drehzahl die meisten harten Stähle zu bohren. Es ist vor allem eine kostengünstige Variante, weil selbst gute und teure Bohrer beim Bohren in gehärtetem Stahl meist nach kurzer Zeit in die Knie gehen.
    Egal wie, das Messer gefällt mir.
    Viele Grüße
    Roman