Beiträge von juchten

    Danke Major für den Tip, das ist wirklich eine handfeste Sache mit diesem Bob.
    Steini, das erfüllt doch eigentlich alles was man braucht. Groß genug um noch alles zu schneiden, stabil genug um nicht gleich in die Knie zu gehen, AUS8 ist zwar kein Superduperstahl, dafür lässt er sich aber auch schärfen ohne das "Laserschärfgerät" vom Predator und wird ohne Stress wieder rasurscharf. Es hat eine Kydex und einen fiberunterlegten Griff, viel mehr kann man nicht erwarten. Ansonst bedanke ich mich mal für die Mühe die die Jungs sich hier geben, ich mache mir nämlich immer die Freude mir die vorgeschlagenen Messer anzusehen.
    Viele Grüße
    Roman

    Centurio, Teufel, das habe ich gar nicht gesehen, da muß ich Dir natürlich zustimmen. Wobei, sie bieten sie auch an mit einem Automatikwerk in U-Bootstahl. In 440C würde ich es mir noch überlegen, aber U-Bootstahl ist vermutlich auch kein Renner, sonst müßte man den ja nicht streichen, was das ETA 2824-2 betrifft, das kostet einen Endverbraucher inkl. Mwst. 150 Euro, ich habe den Eindruck das ist der Golf bei den Uhrwerken.
    Das ändert nichts zu der Einstellung gegenüber meiner SINN-Uhr, sobald es Winter wird erinnere ich mich wieder an sie, dann schleppe ich sie zu einem befreundeten Uhrmacher, der repariert sie wieder für cirka 50 bis 100 Euro, bei SINN kann ich mir keine Reparaturen mehr leisten (die kosten heute mehr als früher die Uhren, obwohl sie das gleiche Innenleben haben), dann trage ich meine Uhr wieder eine Zeitlang, zumindest solange bis sie wieder stehenbleibt oder sonstige Mucken macht, ist ach egal, dann ist wieder Frühling und ich habe wieder andere Gedanken.
    Viele Grüße
    Roman

    das Eisen3Chlorid von Conrad kenne ich nicht, es wird wohl dieses Pulver sein. Mach doch einfach mal 250 Gramm Pulver und einen dreiviertel Liter Wasser, wenn es dann schön gelb ist, dann ist vermutlich alles in Ordnung.
    Ich gehe das Zeug immer in die Kläranlage holen, die bekommen im Jahr drei- oder viermal 25.000 Liter, da bleiben immer mal ein paar Liter im Schlauch übrig die den Weg in einen dunklen Kanister finden, der sich dann wieder bei mir unter der Werkbank findet. Ich mische diese Brühe immer eins zu drei, aber das Zeug ist extrem hochprozentig und von der Farbe her sieht es aus wie Zuckerrübensirup und ist auch ziemlich zähflüssig. Nach dem Mischen kommt es dann auf volle Umdrehungen, heiß machen muß ich gar nichts, angerührt, gut geschüttelt und fertig. Auftragen tue ich es mit einem steifen Pinsel, dann kommt man ziemlich schnell zum Erfolg.
    Entsorgen mußt Du es vermutlich nicht, es wird ja automatisch immer weniger.
    Im Großen und Ganzen muß man damit selbstredend aufpassen, es ist und bleibt eine gefährliche Chemikalie. Aber im Vergleich zu Schwefelsäure hält sich die Gefahr in kontrollierbaren Grenzen. Schwefelsäure ist eine ganz andere Liga, da darf man wirklich nicht vergessen dieses Teufelszeug ins Wasser und nicht umgekehrt zu schütten. Vor allem macht man das wirklich besser draußen und schaut wie der Wind geht, sobald die Schwefelsäure im Wasser ist geht es richtig los, wohl dem der ein hitzebeständiges Gefäß für diese Nummer gewählt hat. Die angerührte verdünnte Säure fängt fast sofort an zu kochen und entwickelt im Gegensatz zu Eisen3Chlorid erheblich bösartige Dämpfe, die man tunlichst vermeiden sollte einzuatmen.
    Wenn Du deine Klinge in dein Eisen3Chlorid tauchst siehst Du sofort Wirkung, laß sie einfach eine halbe Minute drin, dem Stahl kann an sich nichts passieren.
    Viele Grüße und viel Erfolg
    Roman

    ich schreibe ja normal nicht viel zu Klappmessern, aber da ich momentan auch auf der beweglichen Schiene arbeite, interessiert es mich natürlich auch. Das Messer macht wirklich einen perfekten Eindruck, das ist etwas was wirklich schwer umzusetzen ist, zudem gefallen mir die Griffschalen, vor allem die Farbe. Ich weiß das hört sich ein wenig dünn an, aber was soll man denn schreiben wenn einem Form und Farbe gefällt und es sich um ein paar Griffschalen handelt.
    Der Stahl ist übrigens kein absoluter Außenseiter, wie das Internet erzählt schlägt er so in die Richtung von N690, was ihn ja gewissermaßen in die Verwandtschaft bringt. Ich habe mal sein Datenblatt angesehen, das macht keinen exotischen Eindruck, sondern sieht nach einem zuverlässigen korrosionsfesten Stahl aus.
    Viele Grüße und Freude mit dem Messer
    Roman

    seit der alte Herr Helmut Sinn den Laden verlassen hat sind die Preise plötzlich explodiert. Um mit seinen Worten zu sprechen, wozu soll eine Uhr tausend Mark kosten wenn ein Uhrwerk für 50 Mark drin tickt. Meine Taucheruhr von Sinn hatte damals 330 Mark gekostet, ein paar Jahre später 880 Mark, danach noch teurer. Ich liebe diese Uhr und schaue sie mir gern an, Erinnerungen hat sie genug gesammelt, aber die meisten Erinnerungen drehen sich um die Reparaturen, sie geht bis heute nicht so wie eine Taschenuhr von Roskopf von 1890 für 65 Euro, aber ich schweife wohl ab.
    Viele Grüße
    Roman

    da hast Du ein feines handliches spitzes Messer gemacht. Die Form gefällt mir, es ist eben für spezielle Aufgaben gedacht, die es bestimmt gut erledigt. Ich glaube ich brauche auch noch so etwas.
    Viele Grüße
    Roman

    ich nehme einen schwarzen Kaffee, der von gestern übriggebliebene ist auch noch rechtens, um die Zeit stellt man keine große Anforderungen mehr.
    Es war bis jezt eine lausige Nacht, eine Baustelle die Fahrleitungen an den Gleisen auswechselt wurde bestohlen, Werkzeug und eine halbe Tonne Kupferschrott fielen den Dieben anheim, ein paar Ruhestörungen, eine Kirmes die andauernd wieder Schlägereien zwischen diversen Gruppierungen hervorbrachte, Betrunkene die irgendwo im Niemandsland über Kreisstraßen stolpern, eben das übliche Brimborium was der mündige Bürger sich so einfallen läßt um uns die Zeit zu vertreiben.
    Aber jetzt ist alles gut, ich habe die Tür der "Raucherkemenate" weit geöffnet, damit das Rauchopfer aus meiner Pfeife zu dem örtlich zuständigen Wettergott oder -göttin ziehen kann. Es geht nichts über Regen wenn man Nachtdienst hat, das kühlt die Aktivitäten im Freien doch enorm und die meisten werden einfach müde von dem ständigen ruhigen Fallen der vielen kleinen Wassertropfen.
    Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag, der jedem hoffentlich das ermöglicht was er heute vorhat. Mein Vorhaben fängt bescheiden an, ich werde einfach bis zum Mittagessen schlafen, dann im Wald spazierengehen, der Regen wird mich dann auch nicht abhalten.
    Viele Grüße
    Roman

    ich kenne mich mit dieser ganzen Steinewascherei gar nicht aus, wird die Klinge dabei erwärmt, und wenn ja wie hoch? Und macht Euch bitte keine Gedanken über "Kohlenstofffärbereien". Kohlenstoff ist sozusagen fest im Raumgitter gebunden, wandert nur je nach Temperatur ein bißchen hin und her, die Strecke ist nicht weiter erwähnenswert. Er ist wohl dafür da den Stahl härtbar zu machen, aber verfärben kann er ihn nicht, wenn Kohlenstoff auch gleich die Assoziation von der Farbe "Schwarz" heraufbeschwört. Es ist vielmehr so wie Martin sagt, wenn sich schwarze Verfärbungen zeigen, dann hat es einfach "gesengt" und man kann die Klinge gewöhnlich wegwerfen.
    Fakt ist, wenn die Klinge nicht nennenswert erwärmt worden ist, dann weiß ich nicht woher es kommt. Interessant wird es natürlich wenn man eine schwarze Einfärbung unter der Bruchkante eines gebrochenen Probestücks Stahls vorfindet, das ist dann wohl ein Fehler im Stahl und rührt von der Herstellung und nennt man Schwarzbruch, aber das hat hiermit eigentlich nichts zu tun.
    Viele Grüße
    Roman

    allen Kranken alles Gute und schnellstmögliches "Aufdemdammstehen", desweiteren herzliche Glückwünsche zur Prüfung. Bin selbst seit gestern wieder gesund, zumindest meine ich das, mein Arzt nicht. Hendrik, mich haben die Mails auch erdrückt, ich habe einfach mal alle ungelesen gelöscht, wenn etwas ernstes dabei war melden die sich schon wieder, wieso soll ich sie auch lesen, ich vergesse sie ja doch wieder.
    Einen schönen Resttag noch
    Roman
    PS: Krankenschein ist Scheiße, man sitzt in der Schmiede, kein Feuer und kein Strom, nur um eine Pfeife zu rauchen, das hält man doch auf Dauer nicht aus

    mir gefällts auch, egal was es mal werden soll.
    Wenn es einmal ohne viel schleifen abgehen soll, dann kann man beim Ausschmieden ein wenig Wasser auf den Amboss bringen, das knallt zwar ganz lustig, aber der Zunder springt dann sehr schön ab, wenn er auch manchmal etwas unkontrolliert hier und dahin fliegt. Dann schlägt man diesen nämlich nicht immer wieder in das Schmiedegut ein, beim letzten Schmiedegang kann man dann auch bei abklingender Wärme einmal den Schlichthammer zum Einsatz bringen, dann hat man einen Haufen Feilarbeit innerhalb weniger Sekunden erledigt. Falls das Ergebnis dann doch ein wenig zu geschniegelt daherkommt, ist der Einsatz eines "Schummelhammers" anzuraten.
    Die "Schummelhämmer", hört sich an wie der Abschnitt in "Schmieden für Betrüger", einem unter der Ladentheke kursierenden Buch, zumindest gerüchteweise. Der vielfach totgeschwiegene "Schummelhammer" ist ein besonderes Werkzeug, man glüht einen Hammerkopf in der 1 kg Klasse aus, schön aus- und abgekühlt wird er provisorisch eingestielt und man bearbeitet mit der Bahn des Hammers einen rauhen Verbundstein, andere rauhe Steine gehen natürlich auch. Das Ergebnis ist eine Hammerbahn die aussieht wie die Reliefkarte des östlichen Pamirgebirges, natürlich maßstabsgerecht und in klein. Dieser etwas sonderbare Hammerkopf wird jetzt gehärtet und wieder eingestielt, er wartet dann auf "besondere" Aufgaben. Hat unser werter Protagonist an Amboss und Esse eine Klinge zu Wege gebracht, die wirklich sehr sauber gelungen ist, aber doch die Spuren ihrer Herkunft verloren hat, so wird sie noch einmal auf schwache Rotglut erwärmt, dann mit unserem speziellen Hammer überall da bearbeitet wo man die Schmiedespuren sehen möchte, so hat man wunderbar gleichmäßig schöne Schmiedspuren. Daß man damit Klingen bearbeiten kann die der Arbeit am Bandschleifer entstammen um ein Schmiedefinish vorzutäuschen halte ich natürlich für zu weit hergeholt, das sind reine Gerüchte.
    Ich freue mich auf jeden Fall für Euch, daß ihr dort zusammen schmiedet, es ist wirklich oft eine besondere Stimmung, vor allem wenn man bemerkt daß dieses verfluchte rotglühende abgeschrotene Stück Stahl anstatt in der Ecke im Umschlag der eigenen Hose gelandet ist.
    Viele Grüße und macht schön weiter
    Roman
    PS: Ich weiß daß Ihr um das Geschriebene wißt, ich wollte einfach nur ein bißchen etwas zum Schmieden für alle schreiben

    jetzt muß ich zuerst einmal etwas richtig stellen, das ist mir nämlich nicht aufgefallen. Mit dem Passus -abgeschrieben von einem-, damit habe ich definitiv nicht Dich gemeint, sondern denjenigen von dem ich annahm, daß von diesem abgeschrieben worden ist.
    Fangen wir nochmal von vorn an, was versteht man denn unter einem Kampfmesser? Handelt es sich dabei um eine reine Blankwaffe, deren Zielrichtung es ist in einem Kampf Mann gegen Mann eingesetzt zu werden oder um ein Einsatzmesser in weiterem Sinn, also etwas daß man noch zu diversen anderen Tätigkeiten heranziehen kann, somit einen universellen Charakter hat.
    Zu der zweiten Kategorie würde ich das Ontario rechnen. Aber es muss letztendlich demjenigen gefallen, der es haben und auch benutzen will. Das ist wiederrum eine zweischneidige Geschichte, ein Messer daß mir zusagt muß nicht zwangsläufig jedem zusagen, es wird also ausgehen wie das berühmte Hornberger Schießen. Das beste wäre vermutlich, das Messer einmal in die Hand zu nehmen und zu sehen ob es Dir gefällt, gut in der Hand liegt und Du dir vorstellen kannst "damit warm zu werden". Das wird Dir kein Mensch abnehmen können, Haptik geht eben über alles.
    Ob das Ontario "zum Kampf taugt" weiß ich nicht, aber letztendlich taugt fast alles was aus Stahl ist und eine Spitze oder Schneide hat zum kämpfen, wenn es denn wirklich erforderlich wäre.
    In einem gebe ich Dir natürlich uneingeschränkt Recht, ich kann mir auswählen was ich will, es ist nur eine Frage von ein paar Stunden.
    Viele Grüße
    Roman

    offen gesagt finde ich deine Ausführungen ein wenig befremdlich, wenn Du wirklich so viel von Messerkampf verstehst wie Du schreibst mußt Du dir doch selbst ein Bild davon machen können ob dieses genannte Messer für dich taugt oder nicht. Ansonst habe ich fast den Eindruck, das sind Fragen von jemandem, der bei weitem nicht das fundierte Wissen über Einsatzmesser hat wie er gern hätte. Auch diese Ausführungen über das "Hier- und Dahinstechen oder -schneiden" kommen mir suspekt vor, davon abgesehen sind diese anatomischen Ausflüge ein wenig gekünstelt und wirken irgendwie abgeschrieben, und zwar abgeschrieben von einem, dessen Erfahrungen auf Videospielen beruhen und sich selbst noch kein einziges Mal richtig tief geschnitten hat. Das ist eine subjekte Meinung meinerseits.
    Viele Grüße
    Roman

    ja, diese Messerklinge kann man ohne sie zu beschädigen, falls man nicht das Umschleifen als Beschädigung betrachtet, umschleifen.
    Viele Grüße
    Roman

    erstmal vielen Dank für den schönen Film Christian,
    brennender Busch, da ist mir direkt diese -brennende Dornbuschnummer- eingefallen, aber die gehört wohl in ein anderes Forum, wo man vermutlich eher für Pilgerstäbe Verwendung findet. Offen gesagt hat mich die Stabilität beim Hacken auf alle möglichen Materialien nicht verwundert, aber ich will nicht groß lügen, das Hebeln mit dem Messer hat mich doch verwundert. Eine Schneide hieb- und stichfest zu kriegen bei diesem Stahl ist nicht weiter ein Meisterwerk, aber die Seitenstabilität hat mich doch erstaunt, 7 mm Dicke hin oder her. Auf jeden Fall hat der gute alte Stahl bewiesen, daß er noch mitspielen kann.
    Viele Grüße und noch viel Freude mit dem Messer
    Roman

    Rainers Terasse wäre natürlich eine weite Fahrt wert, das bestimmt hohe Ansehen bei den Nachbarn aufs Spiel zu setzen eine Herausforderung, der man sich doch gerne stellt. Was fällt mir da ein, eine schnell zusammengemauerte Esse auf dem Balkon und die Inbetriebnahme unter anständigem Qualm und Absingen schmutziger Lieder.
    Bis hoffentlich bald
    Roman

    das sieht wirklich "predatormäßig" aus, diese Verzahnung auf der Schneide und diese Rillen auf dem Klingenrücken tragen natürlich ihren Teil dazu bei. Augenscheinlich ist es sauber handwerklich verarbeitet, was mir besonders ins Auge fällt ist dieses unterschiedlich hohe angebrachte Parierelement, das harmoniert irgendwie bei der ganzen archaischen Erscheinung. Auch die Idee mit den zusätzlich angebrachten Riffelungen auf dem vorderen Griff finde ich nicht schlecht, der Stahl spricht für sich mit seinem guten Namen. Alles in allem ein Messer für Freunde solcher martialischer Erscheinungen, als Frühstücksmesser geht das natürlich nicht mehr durch.
    Viele Grüße
    Roman