Beiträge von juchten

    fast fünf Stunden Arbeit für die Katz. Ein ziemlich solides Abfangmesser für Wildsauen geschmiedet, Tülle mit umgelegtem Rand, Klinge gut 8 Zoll in der Form eines schweren geraden Tantos, alles einwandfrei. Die Ernüchterung kam beim Härten, einen Stahl erwischt der sich nicht härten lässt. Das ist mir schon seit über 20 Jahren nicht mehr passiert, ich muß wirklich anfangen wie die alten Schmiede, bei altem unbekannten Stahl nichts auf den Funkenstrahl geben, sondern die Spitze vom Stahl härten und sehen ob und wie er Härte annimmt.
    Bis jetzt kann ich mich im verbalen Rahmen halten, aber mir ist nicht danach, 5 Stunden Arbeit für die Tonne.
    Einen doppelten Schnaps, Hauptsache stark und brennt.
    Roman

    ich nehme eine Light mit Zitrone und ein Glas Wasser, ich habe ein wenig Flüssigkeit verloren.
    Den Beitrag von unserem neuen gutgemeinten "Mod-Bewerber" war also echt! Immerhin, Schneid hat er so einzusteigen. Na wie immer es auch sei, es ist wohl alles besser so wie es gekommen ist, wobei uns vermutlich außer ein paar unsachlichen Antworten vielleicht auch die ein oder andere lustige entgangen ist.
    Ansonst wünsche ich mal allen einen wunderschönen Herbsttag, das Wetter zeigt sich ja von seiner besten Seite.
    Roman

    Kinder schon fast aus dem Haus, dann noch einen kurzen Abstecher, dann "Feuer frei", wie man bei Rammstein´s immer zu sagen pflegt.
    Jörn, wenn mal wieder irgendwelche Gefälligkeiten zu erweisen sind, vergiss es, auf meine Hilfe kannst Du nicht zurückgreifen, ich bin glücklich verheiratet. Das mit unserem Messias bedaure ich immer noch, aber vermutlich ist es einer dem es hier nicht gefallen hat und sich von uns getrennt hat und jetzt vermutlich einen Witz gemacht hat, ist aber auch egal.
    So, wie immer, Kaffee schwarz, die Pfeife kommt gleich.
    Viele Grüße
    Roman

    Teufel, das nenne ich Planung. Wenn ich dagegen sehe daß ich mit Kreide irgendetwas an die Abzugshaube der Esse kritzle, dann werde ich neidisch. Der Entwurf sieht absolut profimässig aus, der "Klappmesserrohling" darunter auch. Jetzt laß nur nicht das Interesse erlahmen und mach das Messer fertig. Jetzt wo ich das gesehen habe schmeiße ich nachher meine Klappmesserrohlinge in die Tonne.
    Viele Grüße
    Roman

    zuerst auch hier nochmal herzlichen Glückwunsch Jörn, Dir gratuliere ich auch zweimal.
    Stimmt, schade das da zu ist mit unserem Messias, man hätte wirklich noch können etwas schreiben, aber vermutlich ist er nicht einmal böse, die 11 im Nick beziehen sich vermutlich auf sein Alter.
    Viele Grüße und gute Nacht, ich bin müde
    Roman

    mir gefallen sie auch super, sehen sehr handlich aus.
    Viele Grüße
    Roman


    Nachtrag: Die Scheiden sind natürlich auch superb gemacht, sie sehen aus wie auf die Messer gegossen, wenn ich mir eins aussuchen dürfte von den dreien würde ich das mittlere nehmen, ich weiß nicht wieso, aber irgendwie fließt bei diesem Messer alles ineinander.

    ich achte offen gesagt gar nicht so auf diese Skulls, erkenne aber langsam daß das ein Haufen persönlicher Einsatz und Handwerkszeit investiert wird. Dieser Gorillaschädel hat mich wirklich beeindruckt Robert, der sieht wirklich "gediegen" aus, wenn ich dieses Wort einmal in Bezug auf einen Schädel gebrauchen darf, aber er ist ja aus Titan und nicht aus Knochen. Ich werde in Zukunft auf jeden Fall einmal mehr auf diese Kleinode achten, ich habe ja auch ein paar davon, da ist zumindest einmal Besserung in Sicht.
    Viele Grüße und macht weiter diese kleinen Kostbarkeiten
    Roman

    ich habe mir einmal die vorgeschlagenen Dolche angesehen, sie sehen zum Teil wirklich beeindruckend aus. Was mir aber am meisten ins Auge gestochen hat unter allen Beiträgen ist die Aussage von Jörn, die Spitze von seinem sei abgebrochen. Wie immer hat sich die Dolchgeschichte entwickelt, von der Antike über die Schlachtfelder Europas bis in die heutige Zeit. Von den ganz alten Dolchen weiß ich nicht viel, sie waren vermutlich auch schmal und spitz, die Franzosen benutzten den -Clou Francais-, einen Dolch mit einem Bügelgriff, geschmiedet aus den Moniereisen der Bunkeranlagen, dann kamen Grabenmesser in Dolchform, irgendwann dann Gerber und dann geht es so weiter bis heute, einschließlich der Dolche für Supergeheimagenten und Supergeheimeinheiten.
    Offen gesagt erinnern mich die Dolche der letzten 50 Jahre an gepflegte Salonherren, gut gepudert respektive geölt und in ansprechender Optik verpackt, aber für die Arbeit außerhalb eines Glaskastens zu nichts nütze. Allein die Stahlwahl zeigt daß kein Hersteller wirklich daran denkt daß diese schwarz glänzenden Schaustücke irgendwann einmal gebraucht werden sollen. Wer eine schmale Dolchklinge aus einem hochlegierten Stahl herstellt nimmt das gar nicht ernst was er da tut, deshalb hat mich Jörns Aussage auch nicht verwundert. Für eine solche Klinge taugt eigentlich ein Stück Baustahl mehr als der bestwärmebehandelte "en vogue - Stahl", Baustahl bricht wenigstens nicht, ein niedrig legierter Kaltarbeitsstahl mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,45 bis 0,6 %, wäre die optimale Wahl in meinen Augen.
    Die letzten brauchbaren Messer in dieser Form sind meiner subjektiven Sicht nach während des zweiten Weltkriegs hergestellt worden, mit kleinen Ausnahmen wie z. B. Randall, einmal abgesehen. Selbst Gerbermesser, was mich als bekennender Gerber-Fan sehr getroffen hat, sind bei schwerer Belastung nicht brauchbar, mir ist eins dieser zweischneidigen Dinger mit 175 mm Klinge 4 mm unterhalb des Griffeingangs abgebrochen. Mensch, da habe ich immer den Hut vor Paul Gerber gezogen, der in einem Katalog Anfang der Achtziger Jahre geschrieben hat, wenn er ein Survivalmesser baut, dann denkt er immer daran daß das Leben eines Mannes davon abhängen kann.
    Langsam komme ich doch immer weiter in Richtung Michas Beitrag, anstatt in einen modernen Dolch zu investieren ein universelleres Messer zu kaufen. Aber ich finde die beiden Dolche des Threadstarters trotzdem schön, wenn mir auch ein klassischer Linkshandolch besser gefällt.
    Viele Grüße
    Roman

    so, 160 Liter Apfelwein in den Gärfässern, die erste Charge ist geschafft. Walter, Du bist herzlich eingeladen, wenn es kalt wird komm einfach vorbei, vielleicht habe ich dann auch schon ein Stück Schinken fertig geräuchert, das passt eigentlich ganz gut.
    Ansonst hätte ich gern ein kaltes Bier, am besten in einem faßähnlichen Krug, ich habe nämlich Durst.
    Viele Grüße und allen einen schönen Sonntag
    Roman

    vielen Dank für den Tip, aber diese "Armbandgroschengräber" sind für mich nichts mehr. Seit einige Jahren benutze ich Taschenuhren, gebraucht und mindestens zwei Kriege alt, seltsamerweise funktionieren die einwandfrei, gerade die "Volksuhren" von Roskopf, vor allem kann die jeder gelernte Uhrmacher zur Not mit einem Ratschenkasten wieder flott machen. Ansonst geht es mir wie Dir, allein die Kostenvoranschläge bescheren einem schon Magenkrämpfe.
    Viele Grüße
    Roman

    ich schließe mich selbstredend als selbstkritischer Mensch meinen Vorrednern an. Was soll man in der heutigen Zeit noch mit einem Dolch machen, wir sind ja zivilisiert, wenn es da leider auch Ausnahmen gibt, also ist ein solches Ansinnen mehr als unnötig einzustufen. Dem stimme ich absolut zu, was soll man schon mit einem Dolch anfangen, viel zu spitz, viel zu schmal und überhaupt mehr ein Relikt aus alten Zeiten, vor allem unbrauchbar.
    Aber auf der anderen Seite ist es gerade seine gewissenlos einseitige Bestimmung die den Reiz einer solchen Klinge ausmacht. Ein Dolch macht sich gar nicht die Mühe so auszusehen als ob man mit ihm noch Zwiebeln schälen oder irgendwelche sonstigen Küchen- oder Schlosserarbeiten verrichten könnte. Der Verwendungszweck ist ganz klar, das war er schon vor ein paar Jahrhunderten und hat sich bis heute nicht geändert. Aber was machen wir denn mit den Leuten, die trotzdem einen haben wollen, vielleicht weniger um des Nachts als Abgesandter von Hassan Ibn Sabbah oder eines japanischer Halsabschneiderclubs (natürlich in der 44. Generation), tätig zu werden, sondern einfach um eine solche Klinge zu besitzen. Ich kann das schon verstehen, man ist sich selbst darüber im Klaren daß man ein solches Messer eigentlich nicht gebrauchen kann, aber man will es trotzdem haben.
    Ich mache es Dir mal leicht -roms-, kauf Dir einen, und zwar ohne Gewissensbiss, je ausgefallener oder teurer, egal. Da werden Messer für ein Heidengeld gekauft und vorgestellt, wie sie ein bißchen morsches Holz zerteilen oder ein paar fingerdicke Stöckchen zerschnitzt werden, im Prinzip nichts wofür man nicht auch ein Opinel oder ein Mora nehmen könnte, es würde die gleiche Arbeit machen. Man käuft Survivalmesser und weiß genau daß man niemals weiter kommt als bis auf eine Spaziertour im Schwarzwald. Das ist alles nicht verwerflich und kein Ansatz für irgendeine Kritik, schließlich spielt auch das Gefühl mit, das man mit einem Messer erwirbt, abgesehen von Gefallen, Vorlieben usw.
    Wie gesagt, kauf Dir einen Dolch, mach Dir selbst ein Bild davon und dann wirst Du einfach einmal berichten wie es ist ein Dolchbesitzer zu sein. Ich habe selbst einige, benutze sie natürlich niemals, sie liegen in einer Schublade und sehen aus wie am ersten Tag, aber ich weiß wo sie liegen.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Diesen kleinen Dolch aus dem alten Frisco-Shiv-System von Gerber, der würde mir auch noch gefallen, natürlich um ihn in die Schublade zu legen, wer käme auf die Idee in der heutigen Zeit, gleich einem Assassini mit bösen Absichten nachts durch irgendwelche dunklen Gassen zu schleichen.

    bei dem Bild unserer Lenkerin ist mir ein Passus von Ulrich Roski eingefallen "ins Dekolleté geguckt und dann angewidert ausgespuckt". Das war eigentlich alles, ich weiß daß das ziemlich unverschämt ist, aber es wird einem ja noch etwas aus einem muttersprachlichen Lied einfallen dürfen.
    Viele Grüße
    Roman

    eine dumme Frage, wir reden immer davon wie man ein Stück Stahl in irgendwelche Säuren eintaucht, wie geht es denn danach weiter? Wer neutralisiert denn und wie sieht das Polieren aus, beim Hamon ist z. B. mit dem Behandeln mit Säure erst der erste Schritt getan was das richtige Sichtbarmachen betrifft, und viel anders sieht es bei Damast auch nicht aus. Ich stelle die Frage nur um irgendwelchen Enttäuschungen vorzubeugen.
    Viele Grüße
    Roman

    einen Kaffee bitte, schwarz ohne alles.
    Diese Treffen scheinen ja immer eine lustige Sache zu sein, wenn nur nicht immer alles so weit wäre, vielleicht schaffe ich es ja einmal bis zum Edersee, wird sich die Tage hier entscheiden.
    Rainer, dieses Bild!? Das zeigt noch nimmer den/die Lenker/in des deutschen Staates, das hast Du aus einem mittelalterlichen Skript wegfotografiert, vermutlich Erich von Steinsläuter´s Abhandlungen über die Theorie des Homunculus.
    Viele Grüße
    Roman