ich weiß jetzt nicht was das Böker gekostet hat, aber bestimmt nicht soviel wie das Puma. Natürlich hast Du Recht, beide Seiten sollten gleich aussehen, aber es ist auch so wie Du schreibst, Hirschhorn ist ein Naturprodukt, das wächst leider nicht so wie man es für Griffschalen braucht. Offen gesagt sieht es so aus, daß man selbst bei einem gut gewachsenen Geweih nicht viele Schalenpaare "ernten" kann, manchmal nur ein Paar. Der Effekt bei den Bökergriffschalen ist relativ einfach zu erklären, sie sind auf gleiche Dicke geschliffen worden, dabei hatte eine Seite des Geweihs etwas mehr verhornte erhabene Stellen als die andere. Beim auf gleiche Dicke schleifen hat man eine Seite eben nur so abtragen müssen, daß man relativ schnell auf Maß war, bei der anderen war man schnell im Untermaterial, was auch diese bernsteinfarbene Erscheinung hervorgerufen hat, die bräunlichen Flecken können auch vom Heißwerden herrühren, das Untermaterial färbt sich sehr schnell bräunlich beim Schleifen. Es ist Serienfertigung, da bleibt so etwas nicht aus, egal wie schade es auch ist.
Viele Grüße
Roman
Beiträge von juchten
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"the number of the beast" wie einmal lautstark aus diversen Lautsprechern tönte.
Roman -
ein Bericht einmal aus einer anderen Perspektive, abseits von "high-end"-Ausrüstung. Es geht natürlich, es ist auch so wie Du schreibst, man muss dann auch die Nachteile einer "einfachen" Ausrüstung in Kauf nehmen.
-Früher war alles besser-, die Ausrüstung war einfach, die Wälder fast unberührt, jede Wandertour im Schwarzwald war ein kleines Abenteuer und eine Fernreise ein Erlebnis, von dem man ein ganzes Leben zehren konnte. Das ist alles irgendwo wahr, aber der Mensch verdrängt gewohnheitsbedingt die unliebsamen Erinnerungen und erhält sich geistig die schönen Sachen. Spanische Wagehälse haben mit Schiffszwieback auf ihren Galleonen die Meere erforscht, andere Nationalitäten auch, Prospektoren sind bis in die unwegsamsten Gebiete gereist, Abenteurer haben vor nichts halt gemacht, englische Gentleman sind im Tweedsakko auf die höchsten Berge geklettert, einheimische Bergführer sind in den Alpen barfuß geklettert, wenn ihre genagelten Bergschuhe keinen Griff mehr bekamen und und und.......... Aber, es haben auch viele dieser Männer, und natürlich Frauen, ihre Gesundheit dabei ruiniert oder gar noch schlimmeres ist ihnen widerfahren. Vielleicht hätten viele den Weg mit nicht lädierter Gesundheit und ihrem Leben nachhause gefunden, wenn sie die Möglichkeiten der heutigen Ausrüstungen gehabt hätten, das Abenteuer wäre das gleiche geblieben.
Das schmälert aber in keinem Punkt den schönen Bericht, den RealShadow so freundlich war uns vorzustellen, er erinnert mich genüßlich daran, dass es Zeiten gab wo ein gebrauchter Panzerkombi das absolute Spitzenprodukt der Outdooraktivitäten war.
Viele Grüße und noch mehr solcher Berichte
Roman
PS: Es ist ein bißchen wie beim Fischen, man hat selbstredend das neueste Produkt einer Rutenschmiede aus den USA oder einer noch teureren Rutenbaufirma aus heimischen Landen, Ruten die ohne Problem selbst bei einem Gewicht von unter 140 Gramm mit jedem noch so garstigen beschuppten Leviathan fertig werden, aber dann bleiben diese Wunder der modernen Fasertechnologie doch wieder stehen und man greift zur alten Fibalite mit einer noch älteren Perfect bestückt und geht fischen. Wie sagte einmal Jamie Maxton Graham, ein Sammler alten Angelgeräts vor dem Herrn, klassischer englischer Gentleman und wunderbarer Geschichtenerzähler, dessen Ehre ich hatte einmal persönlich kennenlernen zu dürfen, "beim Lachsfischen stieg auf einmal Rauch aus meiner modernen Rolle auf, das ist mir mit einer alten Dingley noch nie vorgekommen." -
Chris, mir gefällt es auch so besser, wie schon so oft im Leben, kleine Ursache-große Wirkung.
Geronimo, tadellos. Auch hier lässt die Linienführung einen Praktiker erkennen, mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen.
Viele Grüße
Roman -
auch notiert, die Initialien und Adresse sind mir bekannt.
Viele Grüße
Roman -
das sieht schon mal ziemlich massiv aus, vor allem sind die Flanschlager ja in jedweder Form zu haben und kosten nicht die Welt.
Viele Grüße
Roman
PS: Mann bin ich froh, ich bin nicht der Einzige wo Starkstromsteckdosen in der Gegend rumliegen. -
ich würde auch zu einem Metallsägeblatt tendieren, wobei die anderen Vorschläge natürlich auch alle berechtigt sind. Allerdings wären mir diese einfachen Metallsägeblätter ein wenig "fummelig", ich würde eins von einer Maschinensäge nehmen, die haben ganz andere Maße, sehen ziemlich zuverlässig aus und man kann sie von mir aus noch in irgendeine Form schleifen die einem gefällt. Wenn Du ein paar Stücke haben willst, ich habe vor zwei Wochen noch cirka ein Dutzend bekommen, die liegen bei mir nur rum. Sag mir nur auf welche Größe abgelängt werden soll.
Viele Grüße
Roman -
auch notiert Patrick.
Viele Grüße
Roman -
phagomir, 10.
Danke
Roman -
die Zahnseidengeschicht ist spitze, ich mußte herzhaft lachen.
Einen großen VIez bitte
Roman -
@Jacktheknife, das habe ich notiert und wird demnach ins "Eisen geschlagen".
Wenn jemanden noch etwas eingefallen ist, dann ist es noch Zeit, ich mußte noch einmal glühen, ich werde morgen die ersten härten. Die ersten werden Ende der Woche auf die Post gehen.
Viele Grüße
Roman
PS: Selbst wenn die ersten zehn weg sind ist das kein Grund mir oder anderen die Knochen zu verfluchen, ich habe heute ein Gesenk angefertigt, damit sie alle trotz Handarbeit plus-minus die gleichen Maße haben, ich werde nach den ersten zehn einfach noch einmal zehn schmieden, die tragen dann eben die Bezeichung 1/II, 2/II usw., das Angebot mit den Initialien oder sonstigen Markierungen bleibt selbstredend bestehen. Sollte ich wie bei Church eine separate Schmiedemarke anfertigen müssen, dann wird sich der dafür gefertigt Schmiedestempel bei dem Nageleisen befinden, das ist dann inbegriffen. Da gilt natürlich eine Ausnahme, wenn jemand einen Schmiedestempel haben will mit der Szene "Das transzendente Schwein kämpft gegen den steinernen Affen", erhabenes Relief, dann muß ich so etwas natürlich etwas nachverhandeln. -
in Anbetracht dieser ganzen Aktion bin ich gerade dabei ein passendes Gesenk zu machen.
Viele Grüße
Roman -
Jawohl Herr Tobse,
dem kann ich nur beipflichten, ich habe meinen damals in Kairo gekauft für den unverschämten Preis von 55 DM.
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Er ist seit Mitte der Achtziger auf jede Fahrt an noch so seltsame wie wunderbare Orte zwischen Karthoum und Kathmandu mitgereist, niemals habe ich ein Wecken verschlafen oder ein Flugzeug verpasst, allein die nächtliche Angst vor dem morgendlichen Alarmgerüttel dieses Monstrums, der die Zeit laut hörbar in fühlbare Stücke hackt, hat mich von allein wachwerden lassen. Dieser Wecker ist groß, er tickt laut und seine ganze Rückwand ist der Paukenboden auf dem dieses Weckgeräusch erzeugt wird, das natürlich auf der ganzen Hoteletage alle aus den Betten fallen lässt, inklusive einiger Scheintoten. Böse Zungen behaupten sogar, das ist das letzte Geräusch was verschiedene Leute gehört hatten, dieser Wecker sieht nämlich exakt wie der Wecker aus, der immer auf diesen Dynamitbündelpackungen seinen Dienst tut.
Viele Grüße
Roman
PS: Schade, er wird nicht mehr gebaut habe ich erfahren. -
ich hoffe, daß alle einen schönes Wochenende hatten und mit nicht zu wenig Lust in die neue Woche starten, vor allem gesund.
Für mich bitte einen Apfelwein und viele Grüße
Roman -
auch das "Zwanziger" zieht einen Vierzöller ohne sich zu verziehen aus dem Holz, es hält selbst man ruckartig draufschlägt um den Nagel zu lösen. Ich sehe also kein Problem ein Nageleisen in dieser Materialstärke zu schmieden, auch aufgrund den "schwächeren "Dimensionen". Das Gewicht eines "Zwanzigers" liegt bei cirka 150 Gramm. Was das Finish betrifft, alles was ich bis jetzt hergestellt habe sind sozusagen die Prototypen. Gegen die Auflage von einer Serie spricht gar nichts, egal in welcher Dimension, vielleicht wären für das Erste einmal jeweils 10 in 20 und 25 mm Breite vorzuschlagen. Das Finish wird dahingehend wie Church schon vorgeschlagen wurden, es werden lediglich die Kanten gebrochen, zwei Löcher gebohrt in 4 mm, desweiteren eine Kerbe reingeschliffen, die als Drahtbrecher fungieren soll. Als Preis habe ich rund 30 Euro veranschlagt, der Versand geht extra, dürfte aber aufgrund der Größe nicht erheblich sein.
Da es aber immer Sonderwünsche gibt oder geben kann, dem spricht ebenfalls nichts entgegen, will aber aus persönlichen Gründen keine großen Aufschläge berechnen, ich denke, wenn jemand wie Patrick eine verdickte Hammerfläche bevorzugen möchte, oder das Werkzeug aus dickerem Material bestehen soll, sind 10 Euro Aufpreis gerechtfertigt, gerade weil ich für das Schmieden von solchen handlichen Sachen keinen mechanischen Hammer benutze und z. B. ein Nageleisen mit verdickter Hammerfläche mindestens die doppelte Zeit in Anspruch nimmt. Ich kann ja kein Material stauchen in diesem Fall, sondern muß direkt eine Materialstärke wählen, die der gewünschten Hammerfläche entspricht und das andere Ende des Werkzeugs von Hand ausrecken.
Zur Bearbeitung noch ein Wort, das Grundmaterial wird aus einer Schiene Federstahl herausgeschnitten, dann von Hand in Form geschmiedet, die Kerbe zum Nagelziehen wird markiert und eingeschrotet, dann kommt das Brechen der Kanten, das Anbringen des Nagelbrechers, das Feilen der Kerbe und dann das Glühen und Härten. Gehärtet wird wie klassisch ein Nageleisen gehärtet wird, es wird auf Härtetemperatur gebracht und dann in Öl abgeschreckt, das verbleibende Öl wird dann auf dem Werkzeug abgebrannt, was gleichzeitig das Anlassen besorgt und für die schwarze Färbung sorgt.
Die Eisen werden jeweils mit fortlaufender Nummer, Schmiedemarke und wer will, mit den Anfangsbuchstaben des neuen Besitzers versehen.
Viele Grüße
Roman
PS: Natürlich gilt für diese Nageleisen von mir eine lebenslange Garantie, sollte wirklich einmal eins zu Bruch gehen wird es solange ich einen Hammer in der Hand halten kann ersetzt, Porto geht dann auch auf mich. Achso, ganz vergessen, ich darf solche Angebote machen, von gewerblicher Seite aus ist bei mir alles geregelt. -
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das täuscht leider, Ausgangsmaterial ist immer gleich breit und stark, das schmälere hat eine etwas breitere Klaue als 25 mm, da andere eine etwas breitere als 30 mm.
Mir gefällt das schmälere auch optisch besser als das breitere, wenn der Versuch mit 20 mm Breite funktioniert wird es noch ein bißchen gefälliger fürs Auge, dann darf eben der Drahtbrecher nicht mehr so tief ins Material gehen und die Bohrungen werden auf 4 mm gebohrt.
Viele Grüße
Roman -
macht Euch mal keine Gedanken über zehnzöllige Nägel, dafür nimmt man normalerweise ein großes Nageleisen, aber um zu sehen ob die Härte stimmt ist dieser Test gar nicht mal so schlecht. Zur Not kann man ihn auch rausziehen, man muß dann eben etwas unterlegen und die fehlende Höhe am Werkzeug auszugleichen.
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Ich nenne sie mal Prototypen, ich habe noch ein paar Versuche gemacht, zeige aber jetzt einmal die Idee von Patrick, umgesetzt in etwas was man in die Hand nehmen kann.
Als Material habe ich 10 mm starken Federstahl genommen, eins ist 25 breit, das andere 30 mm, die Länge beträgt cirka 170 mm, Gewicht pendelt sich bei rund 300 Gramm ein. Mit dem breiteren war hebeln und Nagelheben keine große Sache, dann bin ich 5 mm schmäler gegangen, damit ging es auch noch gut. Der nächste Versucht wird dann 20 mm breit und maximal 140 mm lang, es wird solange an allen Maßen geschliffen bis man eben ein sehr handliches, aber immer noch einsatzfähiges Werkzeug in der Hand hat, das man überall verstauen kann.
Die beiden Nageleisen sind nicht in Form geschliffen, sie wurden komplett in Form geschmiedet, hört sich zwar blöd an, aber irgendwie habe ich dann ein besseres Gefühl. Nur die Löcher wurden gebohrt, der Drahtbrecher ist auch maschinell reingeschnitten, ansonsten wurde noch die Stelle mit der Trennscheibe markiert wo der Schlitz für die Nagelklaue hinkommt. Die Kanten habe ich auch mit der Fächerscheibe gebrochen, feilen wäre Unsinn, das kostet zuviel Zeit.
Bis jetzt bin ich zufrieden, nur hämmern ist ein bißchen mühselig, aber alles geht nicht, achso, ich habe auch versucht einen Zehnzöller damit einzuschlagen, kleinere Nägel sind ohne Problem machbar.
Viele Grüße
Roman -
Patricks Vorschlag ist soeben in Stahl umgesetzt worden, ich habe nur momentan keine Kamera, das hole ich nachher nach. Das Werkzeug wiegt in der jetzigen Ausführung 350 Gramm, ich werde noch eins nachher schmieden und versuchen bei gleicher Leistung etwas schmaler auszukommen um Gewicht zu sparen. So wie es jetzt ist schlägt es sowohl einen 10 cm Nagel in ein Kantholz und hebt ihn auch wieder, soweit das "Knie" an der Nagelklaue es zulässt, ihn auch wieder an. Ich habe nur ein Loch gebohrt um eine Fangschnur anzuwinden, drei Löcher in Längsrichtung machen wir ein wenig Sorgen, falls man eine Verlängerung benutzt.
Viele Grüße
Roman -
wieso ist um Himmelswillen bei solchen Klingen die Gefahr des Verzugs so groß? In Härtereien arbeiten doch Leute, die wissen wie man auch mal ein etwas schlankeres Teil ,ohne daß es zur Banane wird, durch den Ofen bekommt. Als ich diese Kerben auf der Klinge gesehen habe ist es mir kalt aufgestoßen, dann sollen sie sagen, "so etwas geht nicht oder können wir nicht" und nicht so ein Ergebnis abliefern.
Davon abgesehen, habt Ihr euch schon mal die Stellen von den Kerben angesehen, also ich finde es mehr als seltsam, daß sie in zwei Gruppen plaziert sind, so schief kann doch eine Klinge gar nicht werden. Beim Richten ist es doch gewöhnlicherweise so, daß man die Innenseite der Wölbung mit dem Kreuzschlaghammer bearbeitet, um das Material zu strecken, erst dann die gegenüberliegende Seite. Das hieße ja hier, daß es zwei Wölbungen gegeben hat, was ich mir nicht vorstellen kann. Davon abgesehen halte ich es sowieso für mehr als fraglich SB1 fertig gehärtet mit einem Hammer oder sonstigen Werkzeug zu traktieren.
Ich finde das Ganze da ganz schön blamabel.
Viele Grüße
Roman