Beiträge von juchten

    1.2379, oder an anderen Orten D 2 genannt ist mitnichten ein "Schundstahl", ganz im Gegenteil. Er ist wie viele seiner Brüder ein Ergebnis auf der Suche nach hochzähen in der Industrie immer gesuchten Stanzenstählen. Dort macht er auch eine gute Figur, dieses Material ist, sagen wir einmal ganz salopp, aber nicht einfach deshalb als Messerklinge super weil es als Industriestanzenklinge super ist. Eine Erklärung wären natürlich die Primärkarbide, eine andere eventuell die Problematik beim Härten, die schon Uddeholm bei ihrem eigenen 1.2379 einräumt, eine eventuelle Instabilität an der Schneide ab einem gewissen Winkel, und natürlich noch einige wichtige Gründe die man hier und da nachlesen kann.
    Das wäre eine Sicht der Dinge, aber wir sind fair und beschauen uns die Sache auch aus anderen Blickwinkeln.


    Da sind etliche Anwender, die besitzen Messer aus diesem Stahl und sind froh damit, entgegen aller metallurgischer Erklärung, daß es sich um einen Stahl handelt der eben nicht zur Klinge taugen soll. Da stellt sich doch die Frage, wie sich das verhält und ob alle Stahlgelehrten sich irren oder ihre "Atomschieberei " doch nicht so richtig ausgerechnet haben. Das ist natürlich alles Unsinn, ein Streit über 1.2379 ist nicht nötig, er ist wie jeder andere Stahl, er hat gewisse Nachteile, aber dafür auch gewisse Vorteile. Natürlich kann er aufgrund seiner Gefügestruktur nicht das leisten was ein Rasiermesserstahl leistet, aber im Rahmen seiner Möglichkeiten ergibt er durchaus Klingen die zufriedenstellend ihre Arbeit tun, wieso auch nicht, es ist härtbarer Stahl. Aus jedem härtbaren Stahl kann man eine Klinge machen, man kann auch jede Art Klinge daraus machen mit jedem möglichen Anschliffwinkel, es wird sich allerdings dann herausstellen, dass jetzt z. B. 1.2379 bei verschiedenen Anschliffwinkeln und den damit verbundenen Arbeiten nicht die gleiche Leistung bietet wie andere für diese Arbeiten optimierte Stähle.
    Er bleibt, trotz aller Diskussionen ein Stahl, und es wird ihm nichts anderes übrig bleiben als sich auch wie ein ebensolcher zu verhalten. Nimm ihn, steck ihn in die Glut eines Schmiedefeuers, lass ihn dort "hellgelbrot" werden und schreck ihn in Öl ab, ein oder zwei Mal anlassen auf gut 200 Grad und er ist gehärtet. Das ist natürlich ein Verfahren dass der vorgegebenen Wärmebehandlung für diesen Stahl nicht entspricht um ein zuverlässiges Arbeitsergebnis zu erhalten, im Gegenteil. Aber es zeigt seine Natur, sein Gefüge erstarrt ebenso in einem Zwangszustand wenn er erwärmt und plötzlich abgekühlt wird wie bei jedem anderen stählernen Genossen, da hat er sich zu fügen, egal was sein Gefüge dazu sagt.
    Vielleicht ein Marathonläufer der nie olympisches Gold erreicht, aber er erreicht sein Ziel.


    Die niedrig legierten Kaltarbeitsstähle sind eine andere Liga, einst gruppiert in zäh, zähhart und hart mussten sie fast für alles herhalten was man aus Stahl machen wollte, erst die Möglichkeit bestimmte Legierungen zuzusetzen haben für alle Zwecke optimierte Stähle hervorgebracht. Ein C60 gibt zwar einen prima Wellenstahl ab, aber als Triebwerksschalenstahl wird er eine eher unglückliche Figur im Gegensatz zu S30V, um einen zu nennen, machen. Als Klingenstähle sind diese Kandidaten aber immer noch eine Betrachtung wert, sie sind zuerst einmal gut zu verarbeiten, man erreicht bereits mit 0,6 % Kohlenstoffansteil eine mögliche Härte, die im Prinzip fast nicht mehr gesteigert werden kann, die Schneide lässt sich sehr fein ausschleifen und ist absolut schockbelastbar. Mit steigendem Kohlenstoffgehalt werden die Schneiden belastbarer, bzw. standfester, selektiv gehärtet im Prinzip die Idealkonstellation, wenn da nicht die Korrosion wäre. Durch das Fehlen von Chrom in ausreichendem Maß, nämlich cirka 14 % werden Klingen rosten, je weniger Chrom desto schneller. Aber auch hier gilt die Betrachtungsweise von allen Seiten, wir sind hier genauso fair bei bei 1.2379, der übrigens auch rostet.


    Aus "einfachen" Stählen waren die Schwerter von Kelten und Franken ebenso wie die Klingen der alten Hethiter. Sie wußten nichts von Chrom, waren froh wenn ihre Schwerter überhaupt ausreichend Härte aufwiesen. Aber diese Schwerter ohne Chrom lagen zum Teil Jahrtausende in nassen Gräbern an den Seiten ihrer Herrn und man sieht heute noch was sie einst waren. Dabei, weil wir uns auch über Damast unterhalten haben, werden wir mitunter, wenn wir jemals ein solches Stück Schmiedearbeit aus vergangen Zeiten in der Hand halten können, feststellen, daß die Damastmuster von unglaublicher Kunstfertigkeit sind, Man kann noch tordierte Muster erkennen, ebenso gerade verlaufende aufgesohlte Bereiche und noch viel mehr, und das alles mit den damaligen Mitteln. Übrigens, lange bevor in Japan das erste Schwert über einen Amboss gezogen worden ist.
    Wir unterhalten uns ja über den Stahl aus eigener Sicht besehen hier an dieser Stelle, aber damit folgen wir einer Suche die schon vor Jahrtausenden begonnen hat, dem idealen Schneidenstahl auf der Spur.


    Viele Grüße
    Roman


    PS: Fast vergessen, Micha, man schwitzt übrigens beim Schmieden von Kalt- oder Warmarbeitsstahl ziemlich gleichmässig, egal was die Gelehrten sagen, 1.2379 zerbröselt übrigens nicht beim Schmieden, falsch und nicht gleichmässig erwärmt bricht er einfach ab, genau wie z. B. 1.2550, obwohl beide nicht viel miteinander zu tun haben, wenn sie auch Brüder sind, so ist es eben, alles fließt.

    grundsätzlich ist es weiter kein Problem eine Klinge jedweder vernünftiger Größe, das beinhaltet auch die Größe eines Schwerts, zu schmieden. Die Voraussetzung dafür ist ein entsprechend geführtes Schmiedefeuer und ein Stahl der auch diese ganzen Prozeduren des mehrmaligen Erwärmens mitmacht. Gerade bei großen Klingen stellt sich die Problematik daß man eine Klinge nur teilweise erwärmen kann, um sie dann zu bearbeiten. Das beinhaltet leider daß sie teilweise auf Schmiedetemperatur ist und an den anderen Stellen eben nicht, und das ist etwas was sehr schnell zu Beschädigungen führen kann, verschiedene Stähle entwickeln dabei derartige Spannungen daß sie einfach beim Bearbeiten zerspringen.
    Stell Dir das einfach so vor, Du erwärmst den Mittelteil der Klinge um die Schneide zu schmieden, der Stahl der einmal deine Klinge werden soll befindet sich auf einer Schmiedetemperatur von 900 Grad (das ist jetzt eine willkührlich genannte Temperatur). Du trägst den Stahl aus dem Feuer aus, das ist schon der Schreck für das Material, er beginnt sofort sich abzukühlen, da er sich an der Luft befindet, aus dem Grund stehen bei Schmieden die Ambosse immer sehr nah am Schmiedeherd. Dann wird das Schmiedestück auf dem Amboss bearbeitet, das bedeutet nicht nur die Bearbeitung mit dem Hammer, sondern auch daß die Bahn des Ambosses (Oberfläche) kalt ist, diese kühlt den Stahl also wiederrum ab. Was bleibt sind ein paar schnelle Schläge um die ideale Schmiedetemperatur auszunutzen, dann wird wieder erwärmt.


    Bei einer kleinen Klinge ist das sprichwörtlich keine große Sache, da man entsprechend die Klinge auf ganzer Länge erwärmt und sie ziemlich "flächendeckend" bearbeiten kann, was eben bei einer großen Klinge aus den genannten Gründen nicht möglich ist beim Arbeiten mit dem Handhammer.


    Eine andere Geschichte ist das Härten, hier hat man entweder ein entsprechend langes Feuer zur Verfügung, oder muß eben die Klinge durch Bewegen durchs das Feuer auf die geforderte Temperatur bringen, gleiches Problem besteht bei den Gefäßen zum Abschrecken, sie müssen so beschaffen sein, daß man eine Klinge auf einmal abschrecken kann, um eine gleichmässige Härtung zu erzielen.
    Alte Schmiede kenne ich auch noch einige, sie neigen manchmal aus Kostengründen (das ist nichts Schlechtes, gerade die alten Schmiede wurden zum Sparen mit Kohle und sonstigem Material erzogen) kleine Feuer zu führen, aber gerade kleine Feuer und Klingen passen sehr schlecht. Beim Schmieden von Klingenstählen ist es erforderlich, daß die Gebläseluft durch genug glühende Kohlen streicht und nicht noch "halb lau" die glühende Klinge erreicht, sonst kühlt Dir deine eigene Gebläseluft wieder die zu erwärmende Klinge ab, ganz angesehen von den Problematiken von glühendem Stahl und Sauerstoffkontakt.


    Also, es ist bei entsprechend geführtem Schmiedefeuer, einem Stahl der die Prozedur des mehrmaligen Erwärmens mitmacht und entsprechender Vorrichtung zum Härten durchaus kein Problem eine große Klinge herzustellen, egal ob sie ein oder zwei Schneiden hat.


    Viele Grüße
    Roman

    im Gegenteil, sind wir doch unergründlich emotional, sonst wären wir keine Menschen.
    440C ist immer noch eine sichere Bank, egal ob modern oder nicht, obwohl modern ist fast gar kein Stahl, bei dem guten alten Rapatz sind sie schon fast alle 1942 gelistet, hatten nur andere Namen (die Amis haben nicht nur Wernher von Braun samt Mannen und Equipment mitgenommen, die Russen das was übrig blieb, aber ich glaube die Amis hatten das Stahl-Know-How kassiert),
    AUS 8, das ist zwar wirklich eine langweilige Sache, aber ich habe ein Voyager mit einer AUS8-Klinge, die hat bis heute nicht versagt,
    die pulvermetallurgischen haben eben den Vorteil des pulvermetallurgischen Herstellungsverfahrens, das gab´s zu Herrn Rapatz und Reisers Zeiten nicht, primär ging es bei 154CM darum den 440C als Kugellagerstahl bei Triebwerksbauteilen abzulösen, er hielt einfach mehr Temperatur aus, Crucible Steel setze das dann um, Bob Loveless baute als erster Klingen daraus, aber der Stahl wurde schnell den Amis zu teuer oder was auch immer und die fleißigen Stahlwerker mit den Mandelaugen machten ihn dann weiter und nannten ihn fortan ATS34, wieso auch immer?
    Die ganzen PM-Stähle von CPM oder Lesker oder ASP, wieso nicht, es gibt so viele User die froh sind mit Messern aus diesen Stählen, wieso sollte man daran rütteln, bei Stahl ist es ohnehin immer ein hin und her und man muß eben manchmal kompromißbereit sein,
    1.2379 oder D2, jeder wie er will, die unendliche Geschichte, irgendwann wird dieser Stahl vermutlich noch den dritten WK auslösen, und das nur weil Ted Dowell und ein NASA-Ingenieur aneinander vorbeigeredet haben, sonst wäre vermutlich kein Mensch auf den Gedanken diesen "primärkarbidbeladenen" (die zudem unlösbar sind, wobei es ja Zeitgenossen gibt die anderer Meinung sind, ich werde mich auch ihrer Meinung anschließen, sobald sie in den Nobelpreis für die Neuordnung der Feststoffphysik in Empfang nehmen) Stahl als Messerstahl zu verwenden,
    Damast, machen wir aber den Unterschied zwischen Wootz und Schweißverbundstahl, von Wootz habe ich keine Ahnung, ich weiß nur daß er mehr oder minder erschmolzen wird und sehr aufwendig in der Herstellung ist; Schweißverbundstahl ist wieder eine andere Sache, da werden hochwertige Stähle miteinander verschweißt und das Endresultat soll dann besser sein als das Ursprungsmaterial. Es sieht zumindest schön aus, das kann man der Sache nicht abschwätzen, aber eigentlich ist es so, als ob ich aus Filet Frikadellen mache, Stähle die weit höher erhitzt werden als ihre höchste Schmiedetemperatur es zulässt, und das mehrmals, das kann extrem ins Auge gehen. Ich habe nichts dagegen, sorgfältig ausgeführt hat man durchaus eine potente Klinge in der Hand, aber irgendwie hat sich bei mir bis auf das schöne Muster der Sinn nicht erschlossen. Natürlich ist es durchaus sinnvoll alten Handwerkstechniken nachzuspüren und auch diese wieder umzusetzen, aber man darf auch nicht vergessen, daß das Preßschweißen oft ein Akt der Not damals war. Man hatte keinen sauberen Stahl vor sich liegen, das Zeug war meist von minderer Qualität und mußte durch mehrmaliges verschweißen mit sich selbst in einen homogenen Zustand gebracht werden, wie man es heute noch bei den Schmieden im fernen Japan bewundern kann.
    Dreilagenstahl ist wohl auch ein Produkt aus dieser Zeit, der Schneidenstahl war nicht einfach so per Fax zu ordern, er war aufwendig in der Herstellung, ich denke nur z. B. an das langwierige Verfahren der Aufkohlung, und nicht immer verfügbar. Was lag näher als ihn nur sparsam zu verwenden, man packte den teuren Schneidenstahl zwischen die Lagen aus Eisen, so hatte man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, Schneidenstahl gespart und durch die "weicheren" Außenlagen eine sichere "Hülle" geschaffen.
    Was die Damaststähle in ihrer Verbindung mit Monostahl betrifft, das schlägt schon Herr Denig vor, nachdem man das Schweißverbundpaket mehrmals durch Erhitzen auf jenseits von 1000 Grad endlich in eine Form gebracht hat, ist es durchaus sinnvoll eine Mittellage auf unverbrauchtem Schneidenstahl einzuschweißen, wenigstens dabei weiß man jetzt wo man dran ist, ich glaube nämlich immer noch nicht daran daß man nach diesen Schweißprozeduren weiß was wohin diffundiert ist.
    Die "einfachen" niedrig legierten Kaltarbeitsstähle, leider rosten sie und sind nicht mehr modern, aber es hat sich nichts an ihrer Tauglichkeit für eine Klinge geändert.
    Aber wie dem auch sei, nehmt was Euer Herz begehrt und schlimmstenfalls geht man nach hier oder da einen kleinen Kompromiss ein, aber was ist das schon bei Herzenswünschen.
    Viele Grüße
    Roman

    jetzt habe ich mir wirklich mal die vorgestellte Musik angehört, hat mir sogar schon vor dem Kaffee gefallen, aber wenn ich die Jungs da mit ihren Frisuren sehe muß ich immer wieder lachen. Waren das Zeiten, die guten alten!? Ich hatte ja das Pech nicht zu den Achtundsechzigern zu gehören (oder Glück?), sondern in der Generation aufzuwachsen die der Ansicht waren daß das so weitergeht oder man noch einen draufsetzen muss. Die Musik war ja weitgehendst ok, bis auf ein paar Sachen die man wirklich nur hören konnte wenn man chemische Drogen reingepfiffen hatte.
    Ein paar unter uns werden sich wohl noch erinnern, an alle Jüngeren, ihr habt nicht viel verpasst. Man galt schon als intellektuell wenn man bei Räucherwerk irgendeinen Tee trank (die schmeckten alle nach aufgebrühtem Fuchs-AA, wo ich sowieso kein Teetrinker bin), eine selbstgedrehte Drum oder Samson rauchte, von irgendwelchen Problemen in der dritten Welt quatschte (die wenigsten hätten auf der Weltkarte diese Länder zeigen können) und die Weltrevolution predigte, im gleichen Atemzug aber auf jede Friedensdemo ging, die immer in Schlägereien mit der verhaßten Staatsmacht endete.
    Man war Nach-Hippie, oder Post-Hippie, oder wie auch immer. Auf jeden Fall Frieden, Che war Kult (bestimmt kein friedlicher Zeitgenosse), lange Haare, dünne Arme und halb verhungert aussehen, mehr rauchen und trinken als man vertrug und als absoluter Überpazifist immer einen BW-Parka an. Die Hosen, wenn ich einen Staat führen würde und der Designer dieser Hosen fiele in meine Hände, der würde eine Zelle zwischen Hannibal Lecter und Mix belegen.
    Oh Mann, das war die wahre Durststrecke, Jeans waren nicht überall zu haben und von Fleecejacken noch weit entfernt, ganz zu schweigen von anständigen Schuhen.
    Jetzt hätte ich doch gern einen Kaffee, nachdem das alles heute morgen wieder wie eine Legion vermindert Lebender aus meinem Gedächtnisgrab auferstanden ist. Wenigstens bin ich auf dem Land groß geworden, die Post-Hippies waren Gottseidank bis auf ein paar Ausnahmen, die alle nach Berlin gingen (und nach 10 Jahren bis 15 Jahren bis auf einen alle nachhause kamen, abgebrannt, rauschgiftüchtig und selbstredend alle krank) eine harmlose Erscheinung.
    Viele Grüße und einen schönen Tag
    Roman
    PS: Antoine, dein Junge auf dem Avatar hätte nicht in diese Zeit gepasst, allein ein Arm von dem Kerl wiegt soviel wie drei Hippies.

    Bernhard hat schon Recht, man muß alles mit einem guten Maß Fairness betrachten.
    Hibben hat schon weitaus seltsamere Klingen hergestellt und alle waren begeistert, Beauchamp, Eifler, Reverdy, um nur einige zu nennen, haben weitaus avantgardistischere Klingen auf den Markt gebracht und keiner fand Anstoß daran. Ich denke auch daß man es eben aus dieser Richtung besehen muss, es ist ein Designermesser und so etwas ist natürlich mit der Messlatte des normalen Gebrauchs ein wenig schwer zu messen oder zu erfassen. Über die Machart an sich ist ja auch keine Kritik entstanden, so eine Arbeit bedarf wirklich eines Meisters in der Handwerks- bzw. Maschinenkunst und in Anbetracht der geleisteten Arbeit (noch nicht einmal aus Sicht eines Kunstgegenstanden) ist der Preis durchaus irgendwo noch angemessen, so ein Messer kann man wirklich selbst in der heutigen Zeit der CNC-Fräsen nicht an einem halben Vormittag herstellen.
    Es ist eben ein ausgefallenes Teil, vermutlich mehr Kunst als Zweckmässigkeit, es muß ja auch hin und wieder mal etwas gemacht werden das außerhalb der Vernunft liegt, sonst wirds ja langweilig. Und Interesse scheint es ja zu wecken, sonst würden wir uns ja nicht schon Tagen darüber unterhalten, mir geht es auf jeden Fall so, seit ich es gesehen habe denke ich wirklich öfter an dieses Messer.
    Viele Grüße
    Roman

    ja, und nochmal ja. Ich gebe Euch allen Recht, vor allem gefällt mir der sportliche Aspekt, ich glaube ich kann mich mehr und mehr für Sport begeistern.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Über die handwerkliche Verarbeitung braucht man hier wirklich kein Wort mehr zu verlieren, diese Verarbeitung spricht für sich.

    vielen Dank Rainer, ein geglückter Tagesanfang, obwohl zwei Brote mit Quark hätten es bei mir auch getan. Daß Ihr mich nicht falsch versteht, ich bin durchaus kein Verächter solchen Backwerks, aber nach zwei Stunden hat man meist wieder Hunger, und ich glaube nicht das Rainer das alle zwei Stunden aufbaut.
    Viele Grüße und einen schönen Tag
    Roman

    obwohl, so eine kleine Bombadierung, was spricht dagegen? Hehehehe
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Ich hab schon drei.......... ein viertes ........................

    die Idee finde ich gut, Reduktion auf das Wesentliche sozusagen.
    Für mich stellt es allerdings keine Problematik dar, weil ich fast immer die gleichen Messer benutze. In der Arbeitshose befindet sich ein Ankermesser von Otter für alle Schneidaufgaben, es ist solider als ein Opinel und kostet keine 20 Euro, am Gürtel hängt ein Gerber Parabellum, das aufgeklappt im Prinzip ein feststehendes Messer im wahrsten Sinn des Wortes darstellt. Mit beiden Messern komme ich aus, allerdings ersetzen sie weder eine Säge noch ein größeres Messer, das ich regelmässig für diverse gröbere Arbeiten benötige. Mit beiden genannten kann man sogar Brot schneiden und sich beim Essen behelfen, aber es ist dann auch nur ein Notbehelf. Man kann zwar auch gröbere Arbeiten mit kleinen Messern machen, aber irgendwie ist das immer Murcks, da gilt für mich immer -ein großes Messer kann die Arbeit eines kleinen machen, aber ein kleines nie die Arbeit eines großen-.
    Nichtsdestotrotz eine fulminante Aufgabe für einen Messerenthusiasten sich auch zwei Messer beschränken zu müssen.
    Viele Grüße
    Roman

    fallt über mich her, aber je länger ich mir das Teil ansehe desto unsinniger kommt es mir vor. Ein Kampfmesser daß man rausschrauben muss, das bedeutet ein Gewinde daß sich mit Dreck zusetzt und somit eine Schwachstelle darstellt, dazu kommt dieses ganze Außendesign, sonst achtet man darauf daß alles passform anliegt um nirgendwo hängen zu bleiben und dann soll man sich diese "Riffelrolle" umschnallen. Was die Klinge betrifft, ich glaube nicht an hohe Penetrierleistung, das bedeutet nämlich im Fall der Fälle daß die Einstichleistung gewährleistet sein muß, das ist sie bei dieser Klingenform nicht. In Weichteile dringt ein Küchenmesser ein, dafür brauche ich das Ding nicht, aber durch Uniformteile oder Knochen, da wird diese Klinge sehr schnell durch ihre Form an ihre Grenzen stoßen. Für mich ist das Teil ein Gimmick für "Couch-Seals".
    Viele Grüße
    Roman

    ich bin kein großer Taschenlampenkenner, aber ich würde Dir auch zu einer solchen modernen Lampe raten. Ich will jetzt gar keine Firmen oder Typen nennen, hier werden schon genug kompetente Mitglieder dann das ein oder andere diesbezüglich schreiben. Ich habe per Zufall, sie war ein Geschenk, diese Olight M20 Warrior oder wie auch immer. Sie ist jetzt schon zwei Jahre alt und ich hatte noch keine bessere Lampe. Bevor Ihr mir jetzt alle Lampen aufzählt die besser sind, ich glaube das unbesehen daß es bessere und stärkere gibt, aber mir reicht meine allemal aus. Sie hat zwei Akkus, einer hält mehrere Wochen ohne daß ich merke daß die Lampe schwächer wird und man kann die Leuchtstärke dreistufig einstellen, etwas was ich nicht mehr missen möchte. Die hellste Stufe brauche ich das ganze Jahr nicht und dieses "Lichtgezittere" werde ich in meinem ganzen Leben nicht brauchen, aber das gehört heute wohl dazu.
    Summa summarum, auf diesem Weg kann ich dieses Lob an diese modernen Lampen wirklich einmal loswerden, ich bin begeistert von den Dingern und als Polizist ist nachts nichts wichtiger als Licht, vor allem zuverlässig lange Leuchtdauer, und das bringen diese Lampen ja.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Ob sie dann Jahrzehnte aushält wird die Zukunft zeigen.

    Ursprünglich als ostasiatisches Haumesser geschmiedet, dann vergessen, wiedergefunden, neu geschliffen und gehärtet. Liest sich wie ein Glaubensbekenntnis, war aber so. In Ermangelung des Wissens um den Ablageort meiner Machete ging es den ganzen Sommer mit zu jedem Arbeitseinsatz an den Bach. Aus dem Grund hat es auch eine Paracordwicklung, ich war aber auch offen gesagt zu faul um ihm einen richtigen Griff zu machen, aber das Para kann man abwickeln, waschen usw. Das Messer hat alle Arten von Hölzern gehackt, Steine gehebelt und Wurzeln über Wasser und unter Wasser gehackt, es wurde einfach zum Schärfen an den Bandschleifer gehalten und dann wieder mitgenommen. Irgendwann habe ich mal schnell eine Scheide geschustert, damit es nicht so durch die Gegend fliegt. Seht Euch einfach an wie das beschriebene Messer aussieht.
    IMG01932 (2).jpgIMG01936 (2).jpgIMG01934 (2).jpg
    Es ist gewiß kein Messer für den Showroom oder für neben die vielen Schönheiten auf einen Ausstellungstisch zu legen, aber dort würde es sich auch nicht wohlfühlen, es macht eigentlich die Arbeit wofür die teuren Messer gedacht worden sind und eigentlich doch nie machen müssen, wobei ich zugeben muß, es hat bis jetzt keine Stöckchen geschnitzt und kein Holz müssen hacken das ersichtlich schon Schwarzschimmel hat. Es ist wie der alte Freund aus der Schulzeit der bis heute keiner geregelten Arbeit nachging und immer aussieht wie ein Penner, er will gar nicht mit in die Bürgerlichkeit der gestellten Szenen, aber wenn ich ihn nachts um halb drei brauche, grummelt er nur, zieht seine Hose und Schuhe an und ist bereit.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Die Machete ist gefunden, lag in Augenhöhe auf der Bohrmaschine .................. bitte keine Kommentare
    PSPS: Ich habs hier untergebracht weil das Messer wirklich nur durch dauernde Bastelei entstanden ist.

    wenn es taktisch aussehen soll, dann könnte man doch eine dieser robusten Plastikboxen, z. B. eine in passender Größe von Peli, mit einer Schaumstoffeinlage ausstatten wie sie die Kamerataschen haben. In diesem Fall schneidet man die Konturen der Pfeife/n aus und kann sie bruchsicher transportiern, Platz für Tabak und sonsitgen Kleinkram findet darin auch Platz.
    Viele Grüße
    Roman

    Chris, das ist ein "gelungener Wurf". Abgesehen von der feinen handwerklichen Verarbeitung ist da alles auf dem Platz wo es hingehört. Die Materialien sprechen für sich, die Scheide sieht auch aus wie aus einem Guß, den Knoten am Ende der Fangschnur lobe ich jetzt nicht, obwohl er auch gut gebunden aussieht.
    Mehr Messer braucht man nicht beschleicht mich dabei.
    Viele Grüße
    Roman

    das mit den fünf Stück ist keine willkürliche Zahl meinerseits, die Form ist leicht verjüngt und ich habe zwar immer ein gerüttelt Maß an Federstahl da, aber gerade diese Form ist momentan ein wenig begrenzt. Der Preis ist bedingt durch das dickere Material, der Preis für eine solche Gerätschaft kommt auf rund 55 Euro. Es gelten die gleichen Bedingungen was Markierungen betrifft wie bei den anderen "Nageleisen", allerdings kann ich hier die Option machen diese Spitze entweder in Tantoform, rechtwinklig oder eben wie gewünscht auszuführen.
    Viele Grüße
    Roman