Beiträge von juchten

    es ist einwandfrei geworden Rolf, gerade in Anbetracht dass es das erste ist. Was will man mehr, passt doch alles. Vielleicht ist der Kugellagerstahl nicht gerade der Renner wenn man alles von Hand machen muss, aber Du hast dich ja durchgebissen. Es wird bestimmt nicht das letzte sein.
    Viele Grüße
    Roman

    was ich empfehlen kann sind Ottermesser, vor allem in dieser Preisliga. Ich habe selbst immer ein Ankermesser, entweder mit gerader oder bauchiger Schneide im Einsatz, sie kosten keine zwanzig Euro und sind robuste Arbeitsmesser. Die Firma hat ohnehin ein gutes Angebot an soliden Arbeitsmessern für einen angemessenen Preis. Man muss auch keine Warnung rausgeben wie im zweiten Post, sie machen eigentlich alles mit.
    VG
    Roman

    die Idee mit dem "Fluxkompensator" finde ich endlich mal gelungen. So wüßte man endlich mal wohin mit dem ganzen atomaren Abfall und es gäbe diesbezüglich keine Problematik mehr. Der Rest wäre natürlich undenkbar, TF-Mitglieder die lustig durch die Zeiten reisen anstatt abends zu chatten und über Pascal herzumachen (wobei das eine subjektive Betrachtungsweise von Pascal ist, in Wirklichkeit ziehen wir nach guter alter Manier über jeden her der gerade nicht anwesend ist, deshalb ist im Chat mittlerweile auch so viel los).
    Micha würde die Generalitäten bezüglich der Ausrüstung der Soldaten beraten, Pascal und ich würden die Nahkampfwaffen anfertigen. Das hätte natürlich zur Folge dass es nie zu bewaffneten Auseinandersetzungen kommen könnte, die so ausgestatteten Soldaten würden sich ob ihrer Pein wegen erlittener Leistenbrüche nach dem ersten Schritt alle ins Lazarett zurückziehen müssen, sozusagen ausstattungstechnisch lahm gelegt, im wahrsten Sinne des Wortes.
    Auch diese unselige Gerichtsverhandlung unter Pontius P. hätte einen anderen Ausgang gefunden wenn der Beschuldigte als Rechtsbeistand MüllerSchubert gehabt hätte. Die Horden der Hunnen wären verzweifelt wieder Richtung der heimischen Steppen gezogen wenn sie bereits noch in Sichtweite der geliebten Steppen von Revierlers Langwaffen von österreichischem Boden aus unter Beschuss genommen worden wären. Die Geschichtsschreibung hätte dank unseres Moderatorenteams endlich mal die Form angenommen dass man sie auch glauben kann, ich muss auf unserem Mod-Team bestehen, bei Mod-Teams aus anderen Foren wäre es erst gar nicht zur Geschichtsschreibung gekommen, selbst Herodot´s Reiseberichte wären mit Verwarnungen belegt worden.
    Dank Ookamis würde nach entsprechender Überredungskunst Meister Masamune Okazaki uns auf dem nächsten TF-Treffen vorführen wie man ein richtiges Schwert schmiedet und Myamoto Musashi würde uns den Gebrauch vorführen, Voraussetzung wäre allerdings dass Meister Musashi frisch gewaschen erscheint.
    Dank Sleepless würde der PC schon bei den alten Sumerern eingeführt werden, was nicht unerheblich zu einem florierenden Handel führen würde, auch wären die Unwetterwarnungen für die phönizische Seefahrt endlich mal aussagekräftig anstatt auf irgendwelche Frösche zu vertrauen. Die Wimpel und Fahnen auf allen Schiffen würden natürlich keine seltsamen Figuren zeigen, sondern das Jahresmesser 2012, selbstredend mit dem Konterfei von Sleepless.
    Dank unserer "Flashlight-Fraktion" würden ebenso gierige wie hungrige Saurier total geblendet durch die Gegend stolpern und in dem Zustand auf einem Video von BFG zu sehen sein, natürlich auch wie Micha aus einem Saurier ein "Steak gigantus extraordinär" auf einem Feuer zubereitet was Tony und Ajax durch das Reiben mit Saurierknochen entfacht haben, leider hat die weitere Feuerführung Kommandeur übernommen, so wurde aus Michas Zweihundertpfundsteak binnen 6 Sekunden ein Eierbrikett. Wenn nicht gerade Chemiegeneral auf der Restglut einen Pterosaurus ähnlich wie seine Gans zubereitet hätte wären alle mit hungrigem Bauch nach Hause gereist.
    Dank Markus und Martin hätte der Bandschleifer beizeiten Einzug in das messerherstellende Gewerbe genommen. Anstatt mühsam mit einem Stein die Klingen in Form zu schleifen würde ein schwer atmender Wikinger unter Flüchen eine Bandschleifmaschine mittels Handkurbel antreiben die mit Holzrollen und mit Haifischhaut bestückt die tollsten Oberflächen zaubert.
    Leonardo da Vinci würde die ausgefallensten Koppo-Sticks entwerfen nachdem er ein langes Gespräch mit Rainer geführt hätte und bestimmt nicht mit den Worten sterben "Ich habe meine Stunden vergeudet", was auch sinnvoller wäre als langweilige Damen zu porträtieren.
    Termite könnte Herrn Saxton Pope mal zeigen wie ein richtiger Bogen aussieht, währenddessen Prohunter mit Hemingway auf Großwildsafari geht, in stiller Hoffnung daß Prohunter danach nicht die gleiche Menge runterkippen muss wie Hemingway, sonst steht ein totales Verirren in der Zeit an und wir finden irgendwelche Saurierreste mit Steckschüssen Kaliber 308, was natürlich die Paläontologen schier zur Verzweiflung bringt.
    Ich glaube wir lassen das besser mit dem "Fluxkompensator", es würde vermutlich doch zu verschiedenen Irritationen seitens der Geschichte führen. Allein die Vorstellung macht mich schon durcheinander, anstatt eines forum romanums hätten die alten Römer ein -forum tactilus- und wir müssten Chris einen Lorbeerkranz aufs Haupt drücken, während der Senat total durcheinander dank Sleepless kommunikativen Künsten anstatt Entschlüsse zu fällen tief versunken irgendwelche I-Phones versucht zu bedienen, was natürlich unseren Cäsar Christianus schier zur Verzweiflung bringt und allen damit droht Beisser auf sie loszulassen (der vermutlich im Tempel der Vestalinnen momentan anderes zu tun hat, was natürlich die Laune unseres Cäsaren nicht gerade bessert).
    Zumiindest könnte Vigabrand endlich mit den Wikingern losziehen um irgendwelche Jungfrauen zu rauben oder sonstwie "aggressiven Außenhandel" zu betreiben, allerdings wäre es endlich möglich einmal die Wirkung von Jungfrauenurin auf glühendem Stahl zu testen, wobei ich bei Wikingern diesbezüglich auch meine Bedenken hätte, für Vigabrand würde ich natürlich meine Hände ins Feuer legen (vorsichtshalber in ein kleines Feuer).
    Egal wie, die Diskussion über das anstehende Jahresmesser gefällt mir außerordentlich gut, ich hoffe sie wird sich ohne große Unterbrechung in die Diskussion über das Jahresmesser 2013 fortsetzen.
    Viele Grüße
    Roman

    wenn man schon die Sache mit dem Klingenmachen autodidaktisch angeht, dann soll man besser nicht auf sabbernde Tanten aus irgendwelchen zittrigen Filmchen hören, Wärmebehandlung und dabei saufen ist für Leute die nicht wissen was sie tun. Und was die Anlasszeiten betrifft, da verlässt man sich auch nicht auf das was man mal irgendwo gelesen hat und eventuell gar keinen Bezug zu dem Stahl hat den man anlassen muss, die meisten Feilenstähle brauchen keine stundenlangen Anlasszeiten und auch keine solchen Temperaturen, vor allem sollte man bedenken dass die Härte im Bereich von 200 auf 300 Grad um die Hälfte verloren gehen kann.
    Ratschläge sind eine wunderbare Sache, aber bevor man sie gibt muss man wissen das man dabei die Arbeit anderer Leute gefährdet, schließlich will KiloLima eine Klinge fertigen, da ist Lebenszeit investiert und die ist bei Ratschlägen von Besoffenen sehr gefährdet.
    VG
    Roman

    keine Flinte ins Korn werfen.
    Mach einfach mal ein Holzkohlefeuer mit cirka 5 kg Holzkohle, brat Dir was drauf und leg wenn alles schön glüht die handwarm erwärmte Feile ins Feuer und lass sie drin bis die Holzkohle erloschen ist. Dann ist sie, falls es eine alte Feile ist und ungefähr vergleichbar mit 1.2210 ist (plusminus) in dem Zustand den man als weichgeglüht bezeichnen könnte. Zumindest ist ihre Härte weg und man kann sie bearbeiten.
    Alles weitere wenn die Klinge fertig ist.
    VG
    Roman
    PS: Ich kann heute keine ausführlichen Anleitungen schreiben, ich will nur nicht dass Du so schnell aufgibst.

    selbstverständlich kann man eine gehärtete Klinge umschleifen, solange sie dabei nicht warm wird ist alles gut. Aber irgendwie sehe ich das nicht ein, nur wegen einem Zentimeter, Gesetz mal hin oder her. Egal wer diese spezielle Klinge umschleift, sie wird nie mehr die gleiche sein, weder vom Grundgedanken der Macher noch von ihren Proportionen. Was man wegschleift ist weg, es kann nie mehr das gleiche Messer sein wie vorher, und meist sieht es danach total beknackt aus, aus einer 130 mm Klinge eine gesetzesgetreue Klinge machen heißt Verlust von rund 10 Prozent Klingenlänge und dem damit verbundenen Material, mal abgesehen davon dass man noch hier und da schleifen muss um die ganze Sache wieder einigermaßen aussehen zu lassen. Machs nicht und kauf Dir eins was die Gesetzesvorgaben hat, sonst ärgerst Du dich dein Leben lang, dann hast Du nämlich ein verstümmeltes Messer was aber super zu diesem von Hirnakrobaten erfunden Paragraphen passt, mehr noch, Du hast den guten Grundgedanken für eine Klinge und letztendlich die Klinge geopfert für Leute die morgen schon nicht mehr wissen was sie heute gesagt haben, solchen Leuten braucht man solche Opfer nicht zu bringen, es reicht schon wenn wir so tagtäglich abkassiert werden, nicht noch die Klingen abschleifen, wo kommen wir denn da hin?
    Wenn das Messer bei irgendwelchen Aktionen abgebrochen wäre und man müsste es umschleifen, ja, sofort und direkt, aber mutwillig.
    Ich schließe meine Sätze gern mit den etwas umgedichteten Worten von Herrn Waggerl, er wird es mir verzeihen, es wäre wirklich das gleiche Messer, nur bei weitem nicht dasselbe.
    Viele Grüße
    Roman

    es besteht keine Sorge falls die Messer einmal per Zeitreise in die Sechziger zurückversetzt werden sollten, Charlie braucht die mühsam gegrabenen Erdanlagen nicht durch ohnehin knappe Konstruktionsholz zu verstärken.
    Die 14 mm waren mit Bedacht gewählt weil das Parierelement und die Klinge aus einem Stück sind, die Klinge wird beidseitig abgesetzt so dass der Eindruck entsteht sie wächst sozusagen konisch aus dem PE heraus. Die endgültige Stärke der Klinge wird wie gesagt max. 7 bis 8 mm betragen.
    Das große Einsatzmesser ist zwar ein ziemlicher Prügel, wird aber nach dem Schmieden und in Form schleifen eine gute Menge Material auf der Strecke lassen. Was die Größe eines solchen Messers betrifft hat mir mal, eben auch ein französischer Soldat, gesagt, "wieso soll ich ein kleines Messer mitnehmen, die mir an den Kragen wollen haben auch keine kleinen Messer.
    Bilder stelle ich ein sobald ich anfange die Klingen zu bearbeiten.
    Viele Grüße
    Roman

    Pascal, ich weiß dass ein Messer in der Güte irgendwie nicht in den Rahmen dessen passt was man so als Einsatzmesser ansieht. Aber ich zerbreche mir darüber nicht den Kopf, wenn der besagte Mann so etwas haben möchte, dann schmiede ich ihm eins, weiß der Teufel was man mit so etwas macht. Auf der anderen Seite ist er in dem Sinne eigentlich Vertragssoldat seit nunmehr 16 Jahren, ich gehe mal davon aus dass er schon irgendwie Verwendung dafür hat.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Ich habe, nachdem er mir eine gute Flasche hausgemachten französischen Pastis als Anzahlung dagelassen hat, ohnehin jegliche Kritikansätze über Bord geworfen.
    PSPS: Ich kann Dir auch sagen wieso so etwas Dir nicht einfällt, Du hast nicht das Buch -Kampfmesser-, wo man auf Seite 94 Bilder von Original-Kampfmessern betrachten kann, eben auch diese kurze Bowieform. Ich muß sagen, die Originale sehen etwas besser als die Kopien von SOG, irgendwie "vietnamgeheimeinsatzspecialoperationgroupmässiger" eben.

    grobiane.jpg
    Was man hier sieht ist der eigentliche Entwurf, ohne Milimeterpapier und feine Zeichenstriche, direkt auf den Stahl mit Kreide gezeichnet.
    Im Schraubstock und auf der Stahlschiene links daneben die Umsetzung eines amerikanischen Kampfmessers, im Schraubstock eine mit Spitzerl geplante Klinge, links mit Flacherl. Ausgangsmaterial ist 1.2842, 60 mm breit und 14 mm dick. Im Hintergrund das Bowie ist eine Mischung von verschiedenen Gestaltungsformen, der Anschliff mehr oder minder Randall, die Klinge ein lang gezogenes "Vietnam-Bowie", als Griffvorlage dienten die Bladesportmesser von Markus. Das Messer mit dem angezeichneten Spitzerl wird einen Lederscheibengriff erhalten, das andere wie gesagt aufgrund seines Flacherls Micartaschalen. Die Rückenstärke wird sich auf cirka 8 mm einpendeln, der Schneidenanschliff wird ballig ausgeführt, so ist 1.2842 immer noch annehmbar stabil.
    Das Bowie hat eine Größe von cirka einem halben Meter und geht mit einem französischen Kameraden ins Feld, Größe und ungefähre Form waren vorgegeben, als Stahl dient ein sehr alter Blattfederstahl, Rückenstärke wird auf cirka 7 bis 8 mm bei ungefähr halb hohem Anschliff liegen.
    Was jetzt folgt ist die Schmiedearbeit, irgendwie muss man ja vorher mal wissen in welche Richtung geht, deshalb die neolithischen Kreidezeichnungen.
    Viele Grüße
    Roman

    ich gehe jetzt mal nicht auf Einzelheiten ein, entweder sparen oder in der Zeit wo man sich Gedanken über einen günstigen Bandschleifer macht nebenher ein bißchen arbeiten gehen und auch wieder die Knete sparen, dann einen anständigen kaufen, wenn man keine Möglichkeiten hat einen handelsüblichen umzubauen, einen fertigen kaufen. Starkstromanschluss ist fast ein Muss, außer man hat jemand der einen 230 Volt-Motor mit einem Kondensator ausrüsten kann, bitte keine genauen Nachfragen, habe von Elektrik exakt Null-Ahnung, ich weiß nur dass Elektromotoren mit Kondensator auch bei 230 Volt jede Menge Leistung haben.
    Ansonst, wenn das Budget wirklich so bemessen ist daß man keinen Spielraum hat, ist es natürlich problematisch, wobei ich auf Satz 1 verweisen muss, aber gehen wir einmal davon aus daß man keine Möglichkeit hat "Zeitungen auszutragen". Diese ganzen Profilteile aus denen ein Selbstbau-Bandschleifer besteht kann man auf dem Schrottplatz auftun, für sehr wenig Geld, es geht ja aufs Kilo. Sämtliche Wellen die man braucht kann man sich bei einer Autowerkstatt besorgen, die Antriebswellen eines Pkw sind gar nicht so dick wie man glaubt und werden dort entsorgt. Ein Drehstrommotor ist auch gebraucht aufzutreiben, einfach mal umhören, manchmal steht so ein Teil vergessen in irgendeiner Ecke rum. Das Einzige was man wirklich kaufen muss sind die Antriebs- und Kontakträder, außer man benutzt irgendwelche Regalrollen oder sonst was, vielleicht ein belächelter Behelf, aber es gibt auch Bandschleifer die mit den Motoren von Swimmingpool-Umwälzpumpen betrieben werden. Was man jetzt noch braucht ist der Zugang zu einer Standbohrmaschine, einer Metallsäge und eine Handvoll Maschinenschrauben.
    Alles was ich jetzt noch zum Messerklingen schleifen sagen ist das, wer unendlich sucht, bei dem ist es nicht so ganz ernst, normal entsteht der "Leidensdruck" wenn man Messer machen will sehr schnell und wird sehr schnell so hoch daß man nicht mehr zu halten ist und sich so eine Maschine besorgt. Es gibt Leute die haben die ersten Messer gefeilt und von Hand geschmirgelt, diese verkauft und dann irgendwann einen BS gekauft, um dann festzustellen daß es mit einem BS zwar ein wenig schneller geht, die Messer aber nicht besser wurden.
    Viele Grüße und sofort loslegen, entweder zusätzlich Geld verdienen, Feile ergreifen oder den nächsten Schrottplatz aufsuchen (wo man manchmal alles findet was man sucht, im Prinzip ist ja jeder Motor wo irgendwo eine Welle rausguckt via Riemenscheibe dazu zu bewegen einen Bandschleifer anzutreiben)
    Roman
    PS: Was vergessen, Leistung. Man muss gar nicht stark drücken um das Band vom BS175 zu stoppen, geht mit einer Stahlschiene leichter als man denkt, selbst das Band einer 3kw Bandschleifmaschine hat ihre Grenzen. Ein Winkelanschlag ist immer zu empfehlen, man kann ein Werkstück gar nicht mit Fingerkraft so genau waagerecht halten ohne dass die Maschine es nach unten zieht beim Schleifen, oberhalb des Anschlags ist ja immer noch Platz genug um freihändig zu schleifen.

    danke Micha, bei dem Spaß habe ich auch mal hier hinein gesehen und herzlich gelacht.
    Schönen Sonntag
    Roman
    PS: natürlich nicht nur dankeschön an Micha, sondern auch an alle Vorschreiber

    ich schreibe das hier jezt mal ohne mit Markus Rücksprache gehalten zu haben, gehe mal blindlings davon aus daß ich hoffentlich nichts verkehrtes damit tue.
    Ansprechpartner für die Messer ist Markus, die beiden "Prototypen" waren das Ergebnis einer kleinen Zusammenarbeit. Die Stähle aus denen Markus alle weiteren Messer anfertigt sind mindestens in der gleichen Liga wie die der Prototypen und sehr tauglich für diese speziellen Anforderungen.
    Alles weitere regelt wie gesagt Markus.
    Viele Grüße
    Roman

    dank unserer Zusammenarbeit bin ich jetzt im Besitz von zwei Messern von Markus. Das eine ist ein längliches hervorragend umgesetztes Messer schlankes Messer was mir mehr als gut gefällt, das zweite ist eins der Bladesport-Messer, das mir Markus die Tage zugeschickt hat, auf diesem Wege noch einmal vielen herzlichen Dank.
    Dieses "Bladesport-Messer" liegt fantastisch in der Hand, ausprobiert habe ich es noch nicht, aber das kommt bestimmt die Tage noch. Es ist auf jeden Fall einmal, abgesehen von einer hervorragenden Verarbeitung, hundsgemein scharf. Resultierend aus meiner Faulheit habe ich beim nachmittaglichen Kuchenschneiden dieses Messer benutzt und nicht das Kuchenmesser drei Meter entfernt in der Schublade, obwohl es einer der fest gebackenen Zopfkuchen war hat es sauber durch den Kuchen, die pappene Unterlage, die Tischdecke und dann in den Tisch geschnitten, was will man mehr? Ich will jetzt keinen damit langweilen daß mir das nicht gerade das Wohlwollen derer zugezogen hat die normal darauf achten daß so etwas nicht passiert, aber ich war meinerseits über die Schneidleistung sehr erfreut.
    Viele Grüße
    Roman

    ich lasse jetzt mal die gradlinigen Messer auf den Bildern außen vor, daß die gelungen sind sieht ja jeder, handwerklich sauber, gute Linienführung usw., da braucht man wie gesagt nicht viel dazu zu sagen, da fällt mir auch nicht viel mehr ein.
    Was mir ins Auge fällt, natürlich hoffentlich niemals, das ist dieses "Wespenmesser". Keine Sorge Pascal, ich werde dich jetzt nicht ewig loben und dich damit langweilen wegen des handwerklich Gelungenen und blablabla, nein, es ist vielmehr die Idee selbst. Die inspirative Umsetzung von einem Abdomen eines Insekts auf eine Klingenform finde ich, einfach gelungen und des Erwähnes wert.
    Zuerst habe ich in meiner durchaus kritikwerten Oberflächlichkeit einfach über die Klingen, nein, nicht hinweggesehen, aber doch bei den ersten Betrachtungen nicht genau hingesehen. Die Wespe hat es mir angetan, nicht nur aus entomologischer Sicht. Das Messer ist in seiner Formgebung einfach desigsnmässig gelungen, gerade wegen seiner Entlehnung aus dem Tierreich. Mit der der Wespe angeborenen gewissenlosen Lebensführung die keinerlei Gefühl jedweder Art zulässt ist, gemahnt mich diese Klinge. Da stimmt einfach alles, die Krümmung, die Proportion und sogar der Stachel, also hier die Messerspitze, ist das wo sie hingehört.
    Beim mehrmaligen Betrachten deucht es mir daß der rückwärtige Übergang vom Griff auf die Klinge eine schräge Daumenrampe haben könnte, eventuell mit Riffelung oder dergleichen, gerade weil der Körperübergang der Wespe, hier speziell vom Thorax auf den Abdomenanstieg auch nicht so gerade ausfällt. Aber widerrum ist der erste, und auch der zweite Blick nicht immer das was die Lösung bringt. Gerade durch den nur etwas abstrakt wirkenden rückwärtigen Klingenbeginn, also der relativ gerade Anstieg, ist die ideale Umsetzung bezüglich Anleihe an der Natur und noch immer akzeptabler Abstraktheit getroffen worden.
    Auch der gewählte Stahl, dieser Kugellagerstahl ist mehr passend als die oberflächliche Betrachtung es einem Glauben machen möchte. Gerade dadurch dass er eben nicht korrosionsbeständig ist hat er mehr etwas organisches, falls man bei Stahl von so etwas sprechen kann, als seine blitzenden Vertreter. Aber das macht er durch seine enorme Schärfe mehr als wett die er nur allzugern annimmt, ebnso scharf wie der Stachel der Wespe spitz ist.
    Ja Pascal, ich fürchte besser hätte man es nicht machen können, zuviel würde einfach nach zuviel aussehen, zu wenig einfach nach zu wenig. Um in der japanischen Philosophie zu bleiben, sei froh daß das Messer wenigsens ein paar kleine Spuren vom Härten behalten hat, sonst wäre es wohl perfekt geworden und Du hättest dir den Zorn der Götter, die ja immer behaupten ein Anrecht auf Perfektion zu haben, zugezogen.
    Viele Grüße
    Roman

    es kommt wohl darauf an was geschnitten wird. Wenn ich es reduzieren sollte auf erreichbare Schärfe, dann fällt mir als erstes immer der Weißpapierstahl aus Japan ein, Schneiden daraus werden außerirdisch scharf, das ist zumindest mal mein subjektives Empfinden.
    VG
    Roman

    wenn dein Entwurf dein Traum ist, dann lass es so umsetzen. Aber ich komme auch nicht umhin hier einigen Vorschreibern Recht zu geben. Die Sache ist nämlich die mit dem "Lebenlangehalten", bei halb hohem Anschliff bei dieser Klingendicke hast Du nach regelmäßigem Gebrauch in absehbarer Zukunft eine so globige Schneide dass sie fast zu nichts mehr taugt. 14 mm Griffstärke, ich habe im Prinzip gar nichts dagegen wenn man es gern massig mag, aber lass Dir dann um Himmelswillen noch eine Runde Löcher in den Griff bohren, Du wirst ihn dann genauso wenig irgendwie mit Menschenkraft in den Ereignishorizont einer Belastungsgrenze bringen wie mit drei Löchern, aber schleppst mal eine Runde weniger unnützen Stahl mit.
    Der Stahl ist relativ gleichgültig bei diesen Dimensionen, wenn es allerdings regelmässig mit Salzwasser zu tun hat, dann würde ich 440C empfehlen, Salzwasser verursacht so gut wie bei allen Stählen innerhalb kürzester Zeit Korrosionsschäden, ich meine damit keine braunen Punkte.
    VG
    Roman

    Merc, danke für die Ausführungen, aber ich glaube wir reden alle irgendwie aneinander vorbei.
    Herr Geibig geht vermutlich, jetzt spekuliere ich mal, von einem gewollten mehrteiligen Aufbau einer Klinge aus, also von mehreren einzelnen Bestandteilen, eben die "Innenlagen" eines Schwertes, ob jetzt tordiert oder in sonst einer Herstellungsform, dann eine Schneidleiste aufzusohlen. Dies führte zu den in der Literatur mehrmals genannten wurmbunten Klingen.
    Meine Ausführung beschränkt sich darauf überhaupt erstmal das Material herzustellen aus dem die einzelnen Komponenten bestanden. Diese einzelnen Komponenten waren schon mehrmals mit sich selbst verschweißt und stellten schon in sich sozusagen einen "Damast" dar, was vermutlich, wenn man eine solche Klinge mal im Originalzustand sehen könnte, einen fantastischen Anblick abgeben würde.
    Über den Begriff Damast kann man sich weiterhin auslassen und was damit gemeint ist, ist Damast jetzt eigentlich nur Wootz, oder zählen wir auch die feuerverschweißten Klingen dazu, aber darüber unterhält man sich ja überall schon zur Genüge. Ist der Begriff Damast von Damaskus abzuleiten oder von dem arabischen Wort -damasqi- (Allah möge mir meine Schreibweise verzeihen), das für -fließen- steht, womit die wellenförmigen Musterzeichnungen gemeint waren.
    Ist moderner Damast, ich benutze jetzt mal frech einfach das Wort für alle Klingen die mehrlagig aufgebaut sind, egal ob aus mehreren einzelnen Komponenten oder aus einem Paket heraus stammen, mit altem Damast zu vergleichen. Damals die Stähle aus Rennfeuertechnik, heute moderne Stähle die aus einem Schmelzverfahren stammen? Inwieweit hat der schweizerische Schmied Volker Hollmann mit seinen Ausführungen Recht oder die Liga derjenigen die ihn für einen "lest das bitte selbst nach" halten und ihn verteufeln?
    Ich sehe wohl Unterschiede in Damast von damals, wenn ich das mal großzügig so sagen darf, und dem Damast den wir heute produzieren. Das Material aus einem Rennofen wird wohl aufgrunddessen weil es nicht zu einer Schmelze, abgesehen von der Schlacke, kommt nicht viel an Legierungen mitnehmen können, die weitaus höhere Temperaturen benötigen, von Mangan mal abgesehen, währenddessen der heutige Stahl den wir zur Herstellung von Damast benutzen wohl legiert ist weil er aus einem Schmelzverfahren stammt.
    Was den Unterschied der japanischen Blankwaffen und den hiesigen betrifft, es gibt vermutlich wohl Unterschiede im benutzten Erz, aber nichtdestotrotz muß der japansiche Schmied auch mehrmals falten um einen homogenen Ausgangsstahl für ein Schwert zu erhalten. Der generelle Unterschied sehe ich darin dass man hierzulande in Europa oft den kohlenstoffhaltigen Stahl, also die Schneidlage in Schichten weicheren Materials, also kohlenstoffärmeren Material, "einbettete", während die Japaner den Mantelstahl aus kohlenstoffreichem Material benutzten und einen weichen Kern einschweißten. Ich lasse jetzt bewußt spezielle Klingenaufbauten hier wie in Japan außer Acht, sondern sehe es nur im Allgemeinen.
    Persönlich habe ich weder je eine Schwertklinge aus Tamahagane noch aus Rennfeuerstahl geschmiedet, kann also keine Erfahrungen diesbezüglich anführen, allerdings schon etliche Schwertklingen aus altem Blattfederstahl geschmiedet. Es ist zwar ein laienhaftes Herangehen an so eine komplizierte Sache wie dem Schmieden einer Schwertklinge, hat aber auch zu passablen Ergebnissen geführt. Das Ausschmieden einer solchen Klinge aus Blattfederstahl in einem Holzkohlenfeuer dass aus ungefähr gleichen Teilen Holzkohle aus Eichen- und Kiefernholz bestand, hat Klingen hervorgebracht, die bei selektiver Härtung ziemlich bissige und stabile Klingen ergab. Das Zerhacken einer Blechtonne führte zu fast keinem Schaden an der Schneide, ich gehe sogar soweit zu behaupten dass derart geschmiedete Klingen in Leistungsfähigkeit nicht viel hinter aufwendig hergestellten Klingen anzusiedeln sind. Das hat natürlich historisch keinerlei Bedeutung, sondern ist rein auf Gebrauch ausgerichtet, aber das sollte eigentlich jede Schwertklinge sein, gleich aus welchem Material.
    Die Fachliteratur ist auch eine zweischneidige Sache was Schwerter betrifft, bei manchen Ausführungen hat man den Eindruck dass vermutlich der fremdsprachige Ursprungstext nicht so wiedergegeben wurde wie der Verfasser es eigentlich gemeint hat.
    Der japanische Schmied schmiedet seinen Stahlblock aus, spaltet und faltet ihn und verschweißt ihn mehrmals mit sich selbst, wie Herr Yoshihara das erläutert, cirka ein halbes Dutzend mal bis er davon überzeugt ist dass der Stahl die richitge Güte hat, dann spaltet er ihn längs und legt den Kernstahl aus kohlenstoffärmeren Material ein, verschweißt alles und reckt es auf Länge um aus dem Stab dann eine Klinge zu formen. Ist das jetzt Damaststahl oder nicht?
    Jeder der ein Katana in der Hand hält, ich spreche jetzt absichtlich von Katana und nicht von den Klingen die aussehen wie ein Katana, wird beim genauen Betrachten der Klingenoberfläche feststellen dass man eine Musterung sieht die wie Damast aussieht, obwohl es keiner sein soll wie man zuweilen liest.
    Es wäre wohl für uns alle hilfreich wenn jemand mal diese ganzen Begriffsbestimmungenn ordnen würde, so dass wir alle eine Ausgangsbasis hätten. Die Ägyptologen benutzen ja auch eine "Königsliste" von der alles wissen das sie nicht gänzlich korrekt ist, aber man muss ja irgendwo anfangen damit nicht alle dauernd verschiedene Parameter anlegen.
    Viele Grüße
    Roman