Beiträge von juchten

    zuerst lag es mir ja mehr als nahe zu dem Thema nichts mehr von mir zu geben, aber aufgrund der vielen gutgemeinten Ratschläge fallen mir doch noch ein paar Worte ein.
    Ich würde im Fall der Fälle, also wenn man auf mich zwölf Monate verzichten würde, vielleicht greife ich auch zu hoch und man wäre froh wenn ich mal die genannte Zeit weg wäre, wieder auf Tour gehen würde, dann würde ich auch eine Kreditkarte mit mir führen, dazu einen ausreichend bemessenen Betrag an Bargeld. Falls ich wirklich einmal in den zweifelhaften Genuss kommen würde Räuber anzutreffen die sich meines Hab und Guts bemächtigen wollen, vermutlich auch noch mit Gewalt und in Verfügungsgewalt von Projektilwaffen, ich muss ehrlich gestehen, solchen Leuten gebe ich lieber einen Batzen Bargeld anstatt ihnen hämisch eine Visakarte zu zeigen. Da gerade solche Individuen sich dadurch auszeichnen relativ wenig Humor an den Tag zu legen könnten sie in Angesicht einer Visa-Karte wohl darob zu dem Entschluss gelangen mein hämisches Grinsen damit zu quittieren mit eine Ladung Projektile zu überreichen, natürlich mit einer Anfangsgeschwindigkeit von cirka 1000 m in der Sekunde.
    Aber was mache ich mir Gedanken, ich verfüge ja in dem Fall wo mir eine derartige Behandlung wiederfahren ist über mein mobiles Kommunikationsmittel, meine letzte Rettung sozusagen. Während ich also still vor mich hinblute werde ich dank meines mobilen elektronischen Wunders der Neuzeit versuchen auf einer fremdländischen Notruffrequenz oder Notrufnummer einem Polizisten zu erklären was mir gerade passiert ist. Er wird mich natürlich sofort verstehen, wie überhaupt ausländische Behörden sich dadurch auszeichnen über einen enormen Bestand an deutschsprechenden Beamten zu verfügen, zumindest solange bis die Herren Räuber meines elektronischen Kästchens gewahr werden und es mir einfach aus der Hand nehmen.
    Offen gesagt bin ich in meinen Bemühungen nicht weiter als vorhin, ausser dass es wieder darum geht nur auf ein mobiles Telefönchen seine ganze Sicherheit aufzubauen, ich finde das nicht fahrlässig, ich finde es vermessen so einem Kästchen sein Leben anzuvertrauen. Wenn Ihnen werter John so ein Kästchen zu Ihrer Sicherheit fehlt können sie doch ruhig eins mitnehmen, ich habe nichts dagegen, aber ich würde im Fall der Fälle gern darauf verzichten, es tut nämlich gut mal ein bißchen Freiheit fühlen zu können. Leider gehört zu diesem besagten freiheitlichen Fühlen auch ein bißchen Risiko, und das nehme ich gern in Kauf, natürlich ohne waghalsig zu werden.
    Ansonst verstehe ich Ihr echauffieren nicht, es besteht kein Grund zur Aufregung, nur weil mal andere nicht Ihrer Meinung sind und trotzdem glücklich werden können.
    Ich wünsche meinerseits Potsdamerjäger ein sehr schönes Jahr und eine gesunde Rückkehr, ob mit oder ohne Handy.
    Viele Grüße
    Roman

    ich habe geschrieben dass ich mir Bargeld mitnehmen würde, wenn Du schon zitierst und mit irgendwelchen Spitzfindigkeiten kommst lies das wenigstens mal, wie jeder sein Geld mitnimmt dürfte wohl jeder für sich entscheiden. Wenn wir schon dabei sind, ich würde mir bei einer solchen Tour mehr Gedanken um andere Sachen machen als um ein Handy.
    Ansonst bin ich hier auch raus.
    Roman

    lasst mich noch einmal vor einer solchen Entscheidung stehen, ohne Verpflichtung ein Jahr auf Tour gehen. Allerdings hätte ich außer genug Bargeld nicht viel dabei, ztumindest nicht viel mehr als in einen kleinen Rucksack reingeht plus eine Decke oder so etwas. Auf ein Handy würde ich auch pfeifen, wo ist da Freiheit wenn man doch an diesem Gerät hängt. Führ ein Tagebuch und kleb die Blümchen vom Wegesrand rein, und nimm mehr Knete mit als Du einplanst, mindest das doppelte plus Sicherheit, man weiß ja nie.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Wenn wir schon dabei sind, die Uhr würde ich auch wegwerfen

    die Herstellungsgeschichte ist weitgehend erklärt, ebenso die Stahlzusammensetzung, das kann man alles nachlesen. Auch gibt es ihn in zwei Ausführungen, A und B (sinnigerweise). Der A-Stahl ist so wie es sich liest hoch phosphorlegiert, was für mehr Härte und Zugfestigkeit, allerdings auch für Versprödung sorgt. Ich vermute jetzt einfach mal ins Blaue hinein, durch die starke Phosphorlegierung gilt er dahingehend als schwer umformbar dass er nach der Umformung seine Belastungsgrenze erreicht bzw. überschritten hat. An der Umformung selbst hege ich keine Zweifel, er rangiert cirka in der Liga eines st52, was seine Umformkeit wieder auf beide Füße stellt, zudem wird er zum Kunstschmieden benutzt, wieso sollte man einen Stahl zur plastischen Gestaltung nutzen wenn er sich schwer formen lässt.
    Viele Grüße
    Roman

    dann auf Dir eins von Herder oder Sabatier, dann hast Du wieder eins, natürlich musst Du selbst für die Schleifkerbe, den Rost und das Klebeband sorgen, aber im Laufe der Jahre wird schon alles kommen.
    Viele Grüße
    Roman

    es fällt mir nicht schwer jedem von Euch Recht zu geben, ich glaube es kommt auf die Menge an die man verwendet wenn es länger "feucht-fest" sein soll. Wenn man ein Wachs verwendet ist die Oberschicht des Leders relativ schnell an ihrer Aufnahmekapazität angelangt, nimmt man ein Öl wird man sich wundern wieviel ein Stück Leder in der Dicke von, sagen wir einmal 4 mm, aufnehmen kann.
    Ich habe es mal versucht mit einer Mischung aus Sojaöl und ein bißchen Leinöl, Mischungsverhältnis 5 zu 1 und es erwärmt, in das warme Ölgemisch habe ich dann Bienenwachs gegeben und es aufgelöst. Diese warme "Tunke" habe ich solange aufgetragen bis nichts mehr aufgenommen wurde, das war erst am zweiten Tag gelungen. Danach habe ich die Scheide trocknen lassen und einfach mit brauner Schuhcreme glänzend gewienert. Das sah alles einigermaßen zuverlässig aus, ist natürlich auch keine lebenslange Garantie, aber dafür sollte man ja eine Lederscheide auch ab und an ein wenig nachfetten. Wenn die Scheide glänzen soll kann man auch das Pflegemittel für Lederautositze nehmen, das hält auch eine Zeitlang.
    Was die Vorgehensweise angeht, ich weiche vorher ein und nähe dann, so kann ich die Versenkung für die Naht ins feuchte Leder drücken und der Faden sitzt ziemlich tief. Im Anschluss wickle ich Frischhaltefolie um das Messer und forme dann die Lederscheide auf das Messer, die Scheide passt sich dabei eigentlich ganz gut dem Messer an. Die ganze "Öl-Wachsgeschichte" kommt danach.
    Spießleder verwende ich allerdings nicht, dafür fehlt mir das Augenmaß, es ist einfach zu teuer um danach festzustellen dass entweder das Messer darin hin und her fällt oder was noch schlimmer ist, es ist so eingeschrumpft dass ich das Messer nicht mehr aus der Scheide herausziehen kann, meine einzige Hoffnung ist dann immer dass es beim Schrumpfen auch gerade die Nähte zerreißt (bitte nicht lachen, das ist mir auch schon passiert)
    Viele Grüße
    Roman

    ich kann es mir persönlich nicht vorstellen mit so etwas durch die Gegend zu gehen, der Drachenkopfstock gefällt mir optisch gar nicht, der Afrikaner sieht mir zu klobig aus, der Ire zu plastikmässig und dieses dünne Stöckchen ist schon vor 80 Jahren aus der Mode gekommen, aber eins muß man ihnen lassen, kaputt gehen sie nicht. Wenn, dann würde ich mich für den irisch angehauchten Stock entscheiden, aber das ist reine Geschmackssache.
    Die meisten Tests die man so sieht hält ein Weiß- oder Schwarzdornstock auch aus, damit ist man früher ja zu anderen Aktivitäten aufgebrochen als ein paar Melonen zu zerdeppern, wenn die Dinger zu mehr gebraucht worden waren als zum wandern ging es meist auf Leben und Tod und viele der Stöcke wurden vererbt, also wird man so einen Stock von CS wohl auch von Generation zu Generation weiterreichen können, außer er fällt einmal in ein Acetonbad, aber da diese Bäder wohl eher selten sind kann man das außer Acht lassen.
    Mir fällt offen gesagt nur ein Grund ein einen Holzstock vorzuziehen, das ist die natürliche Griffigkeit des Materials und die Einmaligkeit, aber so einen Plastikknüppel bekomme ich auch noch irgendwann.
    Viele Grüße
    Roman

    auch hier das gleiche Gespräch, Messer sieht einwandfrei aus, der Stahl gefällt mir gut und handwerklich sehr gut umgesetzt............
    Spaß beiseite, das Messer sieht aus wie aus einem Guss Pascel, was will man mehr? Vor allem gefällt mir dass der Griff bei einem Messer dass nicht mal 120 mm Klinge hat länger ist. Wenn ich bedenke dass man immer alles in Proportion halten soll, aber halte mal einer diese ein wenn die Klingenvorgabe 120 mm ist, irgendwie sehen die Messer dann immer "knubbelig" aus, dagegen wirkt das Messer hier passend, wenn der Griff auch nur unwesentlich länger als die Klinge ist. Ich könnte mich direkt damit anfreunden, ich brauche mindestens eine Griffbreite von 120 mm, also wäre es das Beste Pascal Du überlegst nicht lange, nähst eine schöne Lederscheide, pack das Messer in ein Paket, leg noch eine Schachtel Partagas Lusitania dabei und eine Flasche Laphroaig und meine Adresse kennst Du ja.
    Viele Grüße
    Roman

    wenn Pascal es auch ein bißchen langweilig findet, ich finds einwandfrei. Das ist ein Messer dem nichts fehlt, mir gefällt es sehr gut. Wie schon gesagt, ich mag auch den Stahl, gerade weil man ihn mittlerweile nicht mehr so oft sieht.
    Viele Grüße
    Roman

    das Messer ist wunderschön, vor allem beeindruckt mich der Anschliff. Ein richtiger Klassiker. Dein Neffe wird ein fantastisches Geschenk bekommen.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Pfeif auf die 12 cm, wer ein Boot hat und mit Seilen arbeiten muss, wenn das nicht Grund genug ist

    das ist ja alles gut und schön, nur hört langsam auf dem Mann dieses Glockmesser aufzuschwatzen. Das ist ein brauchbares Werkzeugmesser für einen Soldaten, es kann alles, nur nichts richtig. Es verbiegt sich wenn es mehr als soll belastet wird und hält die Schneide wie ein angeschliffener Pfannkuchen, davon abgesehen liegt der runde Griff total beknackt in der Hand.
    Es stimmt schon dass viele Leute die dauernd draußen leben müssen günstige Messer haben, aber es ist auch oft so dass diese Leute gar kein Geld haben um sich etwas besseres zu kaufen. Wenn es schon ein moraähnliches Messer sein soll, dann würde ich mir eins von Roselli kaufen, die gehen im Preis und vor allem sind sie aus einem Stahl gemacht der auf Dauer auch das bietet was eine Klinge machen soll, schneiden.
    Wenn es um die Wahl geht GEK oder Glock, dann würde ich immer das GEK nehmen, nicht weil ich der Pressesprecher von Tony bin, sondern weil es einfach das kann was das Glock nicht kann, schneiden und die Schneide halten.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Selbst wenn Du irgendwann kein Interesse mehr an Aktivitäten draußen hast, dann hast Du wenigstens ein brauchbares Messer in der Schublade liegen.


    PSPS: Aus den genannten Gründen im Axt-thread bin ich jetzt hier raus, wenn einem etwas an meinen Ausführungen nicht passt schickt mir einfach eine PN, hier schreibe ich nichts mehr.

    Moment Socorro, es war nur die Rede von 5 Minuten plus kleinen zeitlichen Zugaben, von der Preisgestaltung war nie die Rede, vor allem weil auf diesem Sektor noch einiges zu klären ist. Es gibt gerade dort unwägbare Kostenaufschläge die immens den besten Geldbeutel aus Schweineleder in einen aus Zwiebelleder verwandeln.
    Ein anständiges Messer zu machen ist dagegen geradezu einfach, man kann sich darüber Gedanken machen, Zeichnungen anfertigen, Modelle schnitzen, Probeläufe machen und so perfekte Wärmebehandlungen dass jeder Metallurg nur noch mit Tränen in den Augen davon weitererzählt. Das haben wir ja alles nicht, gegeben ist die totale Zeitnot. Jetzt bewährt sich nur noch herausragendes handwerkliches Können, das nur Uneingeweihten schlodderig erscheint. Jeder Griff, gepaart mit nervöser Hektik, erscheint planlos, ist jedoch reine gesteuerte Stahlbeeinflussung. Wie auf ein Kommando wird der Stahl im Schraubstock zusammengepresst, und zwar so dass die Druckkraft des Schraubstocks schon für eine totale Karbidzertrümmerung sorgt die sonst nur in kilometerlangen Walzstraßen und stundenlangem Hämmern erzeugt werden kann. Nachdem die grobe Form mit der Trennscheibe herausgearbeitet ist, das erscheint natürlich nur dem Ahnungslosen so, in Wirklichkeit wird gleichzeitig beim Herausarbeiten der groben Klingenform der Stahl gleichzeitig weichgeglüht und durch die Luftzufuhr der Trennscheibe wieder gekühlt.
    Nachdem das in doch in immerhin einer guten anderthalben Minute zustande gekommen ist betritt die Schruppscheibe den Ort des Chaosflusses. Mittels dieses Leviatans aus gebundenem Korund wird die Form einigermassen zurecht gestutzt, dann eine Schneide geschliffen. Auch hier kann der ungläubige Zuschauer nur noch mit offenem Mund staunen, den er natürlich sofort wieder unter lauten Schmerzensschreien schließt weil der Funkenregen der Schruppscheibe mehrere Zahnplomben zum Schmelzen gebracht hat.
    Voila, die Klinge hat sich aus dem Schraubstock erhoben, getrennt, geschruppt und gleichzeitig durch die Hitze des Schruppens von allen Spannungen befreit, gleichzeitig abgekühlt durch den Wind derselbigen. Und weiter gehts, leider hat unser Zuschauer die Hochgeschwindigkeitsentspannung unserer Klinge nicht mitbekommen, er hat seinen Kopf in den Löschtrog gesteckt um seine zerflossenen Plomben zu kühlen, leider sind die sofort durch die Abschreckwirkung erstarrt und Ober- und Unterkiefer bilden eine feste Masse, wir werden ihm nachher mit dem Schweißbrenner erste Hilfe leisten.
    In der Zeit wo wir uns der Klinge zugewandt haben brannte selbstredend ein lustiges Schmiedefeuerchen, die Klinge wird sofort erwärmt und in dem bereits vorgewärmten Löschwassen, dank unserem Zuschauer, abgeschreckt. Das Anlassen besorgen wir schnurstracks neben dem Feuer, und zwar im Eilverfahren, wir wollen doch noch zum Abkühlen der Klinge den Luftstrom des landenden Rettungshubschraubers nutzen der gerade im Garten zur Landung ansetzt um unserem geschundenen Zuschauer Linderung zu bringen.
    Beim besten Willen, das kann kein Mensch mehr bezahlen, so eine schnelle Klinge.
    Viele Grüße
    Roman

    Micha, es war einfach ein Stück Resteverwertung eines Teils 5 mm Blattfeder. Stefan hat ja Recht, in dieser Zeit kann man wirklich nichts machen was man zeigen sollte, aber es geht ja mehr um -fun- wie man heutzutage zu sagen pflegt als darum ein anständiges Messer auf die Beine zu stellen. Es hat mich auch nichts von meiner Zeit gekostet, die ich gewöhnlich sinnvoller am Amboss verbringe, sondern einfach die paar Minuten bis das Feuer richtig brannte, so hat es keinem weh getan.
    Dieses Messer aus -Die Stunde des Jägers-, was am Wasserfall geschmiedet wurde, habe ich auch schon geschmiedet, allerdings nicht in 5 oder 8 Minuten. So ein Messer sieht zwar sehr archaisch aus, aber man kann es unter den gezeigten Umständen wie im Film kaum bewerkstelligen und es dauert selbst beim Vorhandensein von richtigem Werkzeug gut und gerne zweieinhalb bis drei Stunden.
    Viele Grüße
    Roman

    dieses "Barsch-Ausnehmen" habe ich noch nie gesehen, vielen Dank für das Zeigen. Ich sehe nur ein Problem dadrin, ich fange meist einfach zu kleine Barsche um das zu machen, aber der Herbst kommt ja bald, dann beißen bei uns die Dicken auch besser.
    Viele Grüße und nochmal Dankeschön
    Roman

    ich habe mir die 5 Minuten genommen während ich warten musste bis das Feuer richtig in Gang ist.
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    Ich gebe gern zu, man kann innerhalb dieser 5 Minuten, die mit härten, anlassen und scharf schleifen 8 Minuten wurden nichts machen was ansehnlich ist, aber es ist zumindest einigermaßen scharf und spitz. Voraussetzung ist allerdings dass das Stück Stahl nicht erst in Form geschmiedet werden muss, sondern man gleich mit Trenn- und Schruppscheibe loslegen kann, auch sollte ein leistungsstarker Bandschleifer nicht weiter als 1 Meter entfernt sein. Immerhin, man sieht wenigstens ungefähr dass es nicht der Versuch war eine Bratpfanne zu machen.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Als Referenzmesser würde ich es gerade nicht nehmen, aber vielleicht geht es als postmoderne naive Kunst durch.

    Stefan, das ist als Spaß gedacht, tut mir leid dass ich den Einfall hatte.
    Aber auf der anderen Seite tut mir gar nichts leid, solange Messerklingen aus Blechen gestanzt werden (Zehntelsekunde), in Gesenkschmiedeanlagen hergestellt werden (dauert keine 5 Minuten) oder Aufdrucke westlicher Firmen haben und weiß der Teufel wo hergestellt werden habe ich mit diesem Einfall gar keine Berührungsängste oder Bedenken dahingehen dass ich das Handwerk mit Füßen trete. Die Messer sollen nicht verkauft werden und es ist kein Mensch im Unklaren darüber belassen worden wer wann und wie lange an einem Messer gearbeitet hat. Und, mir wäre das Messer von jedem der hier mitmacht tausendmal lieber als so ein Ding aus der Gegend wo es jeden Tag Reis gibt.
    Viele Grüße
    Roman

    diese Idee von Euch wäre ein genialer Aufhänger.
    Die Bestrebungen gehen ja dahin immer alles schöner, perfekter und jedem gefälliger zu machen, Schluss damit. Ich habe den Vorschlag zu machen genau das Gegenteil zu versuchen. Die Zeitvorgabe halte ich schon für eine sehr gute Vorgabe, 15 Minuten sollten schon sein, in der Zeit ist eigentlich alles wichtige gemacht, Stahl ausgesucht, in Form gebracht, mit Griff versehen und gefinisht, ich gebe zu, das Anlassen könnte zu einem Zeitbonus von weiteren 5 Minuten Anlass geben.
    Es gibt natürlich keine ausgesuchte Teilnehmerzahl, jeder kann mitmachen und tue wie er kann, Hauptsache er hat Zeit genug, bzw. so gut wie keine Zeit um so etwas zu versuchen. Das Endresultat könnte man dann hier vorstellen, ohne Rücksicht auf Stand und Herkunft. Auch wäre es nicht mehr als gerecht einem Sieger, also demjenigen der in dieser Zeitspanne das absolut gruseligste Schneidwerkzeug auf den Weg bringt einen entsprechenden Titel zu verleihen, genau wie bei der -Photograph des Monats- Aktion. Allein der zu erringende Titel könnte zu ungeahnten Höchstleistungen inspirieren, da gibt es hoffentlich noch genug passende Vorschläge.
    Also, Winkelschleifer geschultert, natürlich alles was mehr als 2000 Watt hat und beim Anwerfen dreistufig hochfahren muss damit die Antriebseinheit sich nicht selbst zerstört, seien wir großzügig, die Zeit fängt es an zu laufen wenn die Maschinen sich auf Betriebstemperatur bzw. Höchstleistung befinden.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Holger, schickes Messer, aber noch viel zu schick

    wir formulieren die Frage einmal anders wenn Du nichts dagegen hast.
    Ist eine Schneide aus Kohlenstoffstahl unter gleichen Belastungsvoraussetzungen genauso schneidenstabil wie eine Schneide aus hochlegiertem Stahl, hier z. B. D2, bei 59 hrc und gleichen Klingenformen?
    Sie werden wohl eine Zeitlang, natürlich je nach Schneidgut, gleich gut schneiden, dann wird die Schneide der Kohlenstoffstahlklinge immer "runder" werden, also nach und nach stumpf. Eine Klinge aus z. B. D2 wird sich auch abnutzen, nur wenn sie sich "abgewetzt" hat wird noch soviel stehenbleiben dass sie immer noch auf Arbeitsschärfe noch eine Zeitlang weiterschneiden wird.
    Das Problem bei dieser Sache ist dass, wenn man viel mit einer Schneide schneiden muss, keine Kohlenstoffstahlklinge auf 59 hrc härtet, sondern auf über 60 hrc, und dabei wird sie immer noch stabil bleiben. Wenn es sich um untereutektoiden Stahl handelt liegt die Stabilität darin begründet dass eigentlich keine Karbide vorhanden sind, die Matrix ist so gesehen "in sich stabil", sind die Kohlenstoffstähle eutektoid oder übereutektoid hat man immer noch durch den Schmiedevorgang, bzw. Glühvorgang die Möglichkeit gefügeverbessernd auf sie einzuwirken.
    Eine Warmumforumg eines hochlegierten Stahls, nehmen wir ruhig D2 macht eigentlich keinen Sinn, der Stahl ist vor allem in jeder Form verfügbar, noch wird er durch das Schmieden besser oder kann sein Zustand noch irgendwie großartig geändert werden (allerdings kann man seinen Zustand durch unnötiges Schmieden ruckzuck verschlechtern, das geht eigentlich ganz gut), hier muß alles über die Wärmebehandlung laufen.
    Was bleibt, es muss jeder für sich entscheiden was für ihn besser ist. Einen kleinen Vorteil sehe ich bei Kohlenstoffstählen in ihrer Möglichkeit des gutmütigen Härtevorgangs, man braucht keine hochtechnische Ausrüstung um eine gute Wärmebehandlung zu machen, auch ist das selektive Härten von Kohlenstoffstählen ohne großen Aufwand möglich. Den großen Vorteil sehe ich wie gesagt auf dem Gebiet der ganz feinen Schneiden, Hobelmesser, Stechbeitel, diverse Schnitzmesser und dergleichen, aber eine Klinge mit einer solchen Schneide ist eben eine sehr spezielle Angelegenheit und hat mit Gebrauchsmessern nicht viel zu tun.
    Zudem bleibt die Stahlforschung nicht stehen, ein D2 von heute ist mit einem von vor 10 Jahren nicht mehr zu vergleichen, Technologie passiert wohl jeden Tag.
    Viele Grüße
    Roman