eine sehr saubere Arbeit, aber offen gesagt wundert mich das bei Herrn Hauschild nicht. Ich hatte einmal die Gelegenheit ihn persönlich kennenzulernen, abgesehen von seiner freundlichen Art hatte er wirklich Messer aus seiner Hand im Angebot die mehr als sehenswert waren.
Viele Grüße
Roman
Beiträge von juchten
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diese Stahlbezeichnungen sollte man wirklich weltweit vereinheitlichen. Beim vorliegenden Stahl handelt es es sich wohl um einen 420 nach AISI-Norm, zumindest kann man ihn da unterbringen. Vergleichbar wäre nach unserer Bezeichnung der 1.4034, gemessen an den oft schwankenden Analysegrenzen. Zumindest ist der 420 und der 1.4034 ein durchaus brauchbarer Klingenstahl, er würde auch höhere Härten gut vertragen, bzw. würden sie ihm gut stehen, wenn ich das mal so sagen darf. Es liegt einfach nah aus diesem Stahl Klingen in großer Menge herzustellen, er ist relativ günstig und jederzeit in allen Abmessungen verfügbar. Die Meinungen werden je nach Messer oder Hersteller auseinander gehen, aber es hängt nicht an den Klingen, sondern wie so oft am Härtevorgang.
Viele Grüße
Roman -
1000er Schleifpapier reicht nicht, auch wenn man Polierpaste mit dem Schmirgel verwendet, das 1000er wird immer noch Riefen ziehen die man sieht. So vorgehen wie Chris schreibt, dann zum 1500er wechseln und dann eben noch feiner werden. Ab cirka 2000 kann man auch Polierscheiben mit dem passenden Wachs verwenden wenn es richtig spiegeln soll. Diese Poliererei kann auch zur Wissentschaft werden, da gibt es unendliche Möglichkeiten, es gibt Polierpulver in allen möglichen Darreichungformen, Tuch- und Schwabbelscheiben, polieren mit eigenen angerührten Mischungen (zerstoßener Hammerschlag, diverse Tonerden, gemischt mit Öl oder Wasser und und und...........)
Viele Grüße
Roman -
ohje, wenn ich das geahnt hätte. Ich fange dann noch einmal ganz von vor an, das hätte ich wohl besser vor meinem Beitrag geschrieben.
-Dieser Beitrag wurde einen Tag vor Faschingssonntag geschrieben und sollte mehr oder minder als Witz verstanden werden, keinen Bezug zu irgendwelchen Ereignissen, Anfragen im Forum oder zu sonst irgendwelchen Geschehnissen oder Vorhaben darstellen, selbstredend auch keinen Personen oder Forenmitgliedern zu nahe treten-
Es ist schon mal möglich dass man bei dem Versuch etwas spassiges zu schreiben die ein oder andere Sache bis ins Unmögliche übertreibt um so ein Schmunzeln zu erzeugen. Auch möchte ich eingehend davor warnen mittels einer Thermolanze den Versuch zu starten eine Klappmesserklinge an den Griff zu schweißen.
ACHTUNG: es wird komisch--
bei dem Versuch mittels einer in Betrieb genommenen Thermolanze die Klinge eines Klappmessers auf ewig mit dem Griff zu verbinden, wobei es total egal ist aus welchem Material das eine oder andere besteht, die Kontaktflächen im "Trefferbereich der Feuerlanze" werden fast sofort flüssig, egal welches Material auf diesem Planeten, wird sich sowohl Griff und Kinge zu einem wegatembaren Gas verabschieden, was man natürlich vermeiden sollte. Ich gebe zu beachten dass Klinge und Griff in gasförmiger Form sich noch auf mehreren tausend Grad befinden und beim Einatmen das ein oder andere gesundheitliche Problem verursachen.
SPASSENDEDas ist jetzt kein Witz:
Vielen Dank für die Vorschläge was die EDC betrifft, ich würde blindlings auf Messer vertrauen die mir Bernhard oder andere Mitglieder vorschlagen. Ich will hier auch nicht verheimlichen was ich gerne mit mir herumtrage, wenn ich in der Schmiede arbeite bevorzuge ich ein Ankermesser von Otter, nicht weil es die optimale Lösung ist, sondern weil es bei vielen Arbeiten eine der Lösungen ist und ich mit ihm schnitzen und auch das hart gewordene Epoxid hervorragend wegkratzen kann. Im Normalfall außerhalb der Schmiede bevorzuge ich das ganz große Vaquero, ich habe damit ein großes, sicher verriegelbares und leichtes Messer in der Hand, der Stahl der Klinge mag kein Highperformance sein, aber er ist zäh und lässt sich gut schärfen, vor allem habe ich keinerlei Berührungsängste es zu gebrauchen oder zu mißbrauchen, dieser stämmige Bursche in den Staaten lässt ja genug davon vom Stapel laufen.
Jetzt wird sich der ein oder andere die Frage stellen wieso ich kein selbstgemachtes Klappmesser bevorzuge, Ich habe mir auch schon ein paar kleinere Klappmesser angefertigt um damit zu arbeiten, aber meine Söhne haben die verschleppt, vermutlich finde ich das ein oder andere mal wieder hinter dem Holz oder beim Rasenmähen, vermutlich auch gar nicht mehr.Viele Grüße
Roman -
das ist überhaupt für mich das Primärproblem.
Ich weiß noch nicht ob Klappmesser, pardon, Folder oder Fixed, also ein Messer was man nicht klappen kann. Beim Folder fängts schon an, ob mir das Messer gefällt ist von untergeordneter Bedeutung, Hauptsache sind die Features, oder wie immer diese Dinger heißen. Ein Verschluss muss solide sein und die Klinge halten, am besten ein Prometheus-Verschlusssystem dass sich nach dem Aufklappen selbstständig mit einer Ladung aus einer Thermolanze verschweißt, das ist das Mindeste, zumindest ist danach auch die Frage nach dem nächsten Fixed geklärt. Das ist dann doch ein bißchen zu weit nach oben hinausgeschossen, es soll schon ein paar Mal zu klappen sein, anständige Griffschalen haben, eine Klinge aus mindestens PM-Stahl, Platinen aus einer Titanlegierung die die NASA noch erfinden muss (dabei liegt das Zeug schon seit 1979 bei Krupp und seit 5 Jahren in Essstäbchenhausen), anständige Schrauben.
Schrauben ist ohnehin der Aufhänger, INOX, INOX extrahart oder extrazäh oder doch Billigausführung, verzinkter Stahl, gefärbt, Euroschraube, Mandelaugenschraube oder Uncle-Sam-Schraube, wobei die letzte doch vielleicht wieder Midway passieren muss um zu Uncle Sam zu kommen.
Griffschalen, geschnitzt von einem arktischen Jäger von den Aleuten aus einem Walroßzahn oder doch aus dem im Permafrost unletzt geborgenen Säbelzahntigerzahn, da kann man noch dran arbeiten, vielleicht stürzt auch dieser Weltraumbummler irgendwo auf die Erde und man kann aus dem geschmolzenen Erdreich etwas zurecht schleifen, wenn gar nichts geht muss was Versteinertes her, vielleicht so ein langer Zahn der einst dabei mitgeholfen hat anderthalb Zentner schwere Fleischstücke aus einem Vegetarierer der 35 Tonnen wog herauszubeißen.
Stahl, da kommt ohnehin nur etwas hochtechnisches in Frage, PM ist das mindeste, natürlich aus der Neuen Welt, woher auch sonst? Alles Mumpitz was sonst erzählt wird, von wegen den Stahl gibt es schon seit den Fünfzigern, bei erasteel bekommt man das Zeug auch, was soll das überhaupt, die Firma kennt ja doch keiner (jetzt bin ich unsicher, was da nicht mal was mit weltgrößtem Hersteller von PM Stahl, -Quatsch, war ein Gerücht). Alles egal, es muss der Superstahl mit dem Namen sein, was sonst (liegt auch bei Krupp, natürlich auch in Essstäbchenhausen).
Spielt ja sowieso keine Rolle, mein Messer muss ja nur ein paar Möhren schneiden, das ist das mindeste, so kann ich wenigstens die Jungs mit ihren Vitrinen aufziehen.
Wo war ich jetzt überhaupt, so ein Messer baut ja keiner, oder doch. Gabs da nicht mal diesen Ami, sobald man in die Rockys reinkommt direkt links in einer Garage? Da muss ich noch mal ansetzen, der geht mir jetzt nicht mehr aus dem Kopf.
Am besten trete ich mal einem Forum bei, die Jungs haben bestimmt die ein oder andere Idee woher ich mein Traummesser bekomme, hoffentlich nichts gewöhnliches, das hat ja jeder.
Viele Grüße
Roman
PS: Jetzt bin ich noch mehr verwirrt, vielleicht doch ein fixed, oder. -
sagen wir mal so, wenigstens ist es keiner derjenigen Schliffe die mit einer Schruppscheibe oder einem Dremel ähnlichen Gerät gemacht worden sind. Was ich zugeben muss, es sieht übel aus, natürlich kann man die Klingen weiterhin gebrauchen und auch noch einen Schliff machen lassen der nach etwas aussieht, aber sie werden wohl nicht mehr so aussehen wie vorher. Einen neuen Grundschliff anbringen bei den beiden Messern ist wohl mit dem Verlust von ein wenig Schneidenmaterial verbunden.
Wenn Du es selbst nicht machen kannst, dann schick sie besser zu einem der so etwas regelmässig macht oder gelernt hat, sonst wirds noch schlimmer.
Ansonst vertrete ich auch die Meinung dass man seine Messer selbst schärfen sollte, viel mehr als einen Siliziumkarbidstein (Sensenstein z. B.) und einen belgischen Brocken (oder etwas gleich feines) braucht man wirklich nicht, ein Stück Leder vielleicht noch.
Viele Grüße
Roman -
kann es nicht auch sein dass man einen Stahl wie RWL34 hoch anlassen muss weil sich die Umwandlungstemperatur durch die vorhandenen Legierungen nach oben verschiebt und vergüten eigentlich bedeutet dass man hoch anlässt um eine höhere Belastbarkeit des Stahls zu erzielen, um z. b. hochbelastbare Baustähle zu bekommen. Vergleichen würde ich das eher mit dem Anlassen von Federstählen, die ebenfalls hoch angelassen werden.
Mir ist schon geläufig dass man mit kleinen Änderungen beim Härten das ein oder andere erzielen kann, sonst wäre mir das nicht möglich.
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nicht möglich.
Viele Grüße
Roman -
saubere Arbeit, aber das kennen wir ja schon. Die Idee mit diesem konischen Erl hat irgendwie etwas, ich sehe zwar direkt keinen Vorteil, aber das ist gerade mal total egal, es sieht einfach gut aus.
Viele Grüße
Roman -
Das sehe ich wie meine "Vorschreiber", Micarta ist für so etwas nicht gemacht. Vermutlich steigt eher beißender Qualm aus dem Micarta auf als vom Holz. Wenn man wirklich so etwas ins Auge fasst, dann könnte man einen Einsatz aus Metall in den Griff kleben.
viele Grüße
Roman -
Du liest ja gerade mit Holger wie ich sehe, das Messer ist wirklich sehr sauber gearbeitet, nach allen Seiten. Du musst jetzt aufpassen und langsam an die Verärgerung der Götter denken, wer perfektes schafft erweckt immer Neider die auf irgendwelchen schneebedeckten Bergen sitzen und die Geschicke der Welt lenken wollen. Die Japaner haben derart Respekt vor so etwas dass sie bei besonders gelungenen Sachen immer eine Stelle unbearbeitet lassen. Aber sei´s drum, wir glauben ja nicht an solche Sachen, mal abgesehen von den schneebedeckten Gipfeln. Was bleibt ist trotzdem ein perfektes Messer.
Viele Grüße
Roman -
ich bin zwar nicht der große Fan von diesen korrosionsbeständigen Stählen, aber so ganz kann ich hier einigen Ausführungen nicht folgen.
Die genannten Stähle, RWL 34, ATS 34 usw. passen bei mir schon irgendwo zusammen, sie haben gut 14 % Chrom und rund 1 % Kohlenstoff, 154CM und ATS34 sind ohnehin dasselbe, nur hat 154CM die AISI-Bezeichnung und ATS34 die Japanische Norm. Selbst wenn ich in Betracht ziehe dass RWL34 pulvermetallurgisch erzeugt wird und mir die Kennfeld-Datenblätter von Herrn Landes vorhalte, sinnigerweise sind die beiden betreffenden Datenblätter von ATS34 und RWL-34 (PM) auf gegenüberliegenden Seiten, sieht man im Prinzip keinen Unterschied was die Leistungsfähigkeit betrifft. Übrigens, wenn man den Datenblättern des Herrn Landes vertraut, und ich denke das kann man beruhigt, ist ein 1.4034 leistungsfähiger als die beiden genannten Stähle. Und überhaupt, wenn wir schon bei Datenblättern sind, da steht auch nicht immer alles drin was im Stahl drin ist, die Analysengrenzen sind desöfteren ein wenig großzügig ausgelegt.
Und wird dieser RWL34 jetzt vergütet oder gehärtet und angelassen, oder beides zusammen, ist das jetzt ein Vergütungsstahl oder was auch immer, und ich hätte gern eine Erklärung wieso eine Eisenmatrix pulvermetallurgisch hergestellt feiner ist als eine herkömmlich erschmolzene.
Was Chrom betrifft, der Primärgedanke diese Legierung zu nutzen ist es den Stahl härter zu machen, wenn ich Chrom nur nutzen wollte um Stahl korrosionsfest zu machen wäre es ja unnötig ihn als ein- oder zweiprozentige Zugabe zu verwenden, wo er im Prinzip keinerlei Auswirkung auf die Korrosionsbeständigkeit hat, wohl aber auf die Härte des Stahls.Was 1.4153.03 oder SB1 betrifft, ich bin zwar nicht der Pressesprecher von Herrn Schanz oder Lars, aber dieser Stahl passt schon was seinen Legierungsgehalt betrifft ziemlich gut zusammen und ergibt einen guten Schneidenstahl. Durch die Legierung mit Niob bekommt der Stahl eben eine andere Richtung, und gewiss keine schlechte. Wer diesbezüglich Zweifel hat kann gern im Buch von Herrn Rapatz -Die Edelstähle- 1942, unter anderem S. 179 ff. "Niob und Tantal......." nachlesen.
Die Eigenschaften eines Stahls sind auch meiner Meinung nach schon irgendwie durch die Chemie ausschließlich bestimmt. Die Zusammensetzung des Stahls gibt die Wärmebehandlung vor, ich kann einen Federstahl nicht wie RWL34 härten, respektive kann man das schon, nur erhält man weder einen federnden PM-Stahl noch einen plötzlich hochlegierten Federstahl.
Viele Grüße
Roman
PS: Wer sich mal in die ganze Materie umsonst einlesen will, Eisenwerkstoffe, Stahl und Gusseisen- ist im Internet frei zugänglich eingestellt -
entweder Du machst dich schlau was es für modernen Öle gibt, sei mir bitte nicht böse, ich habe mir die ganzen Namen nicht gemerkt, aber es gibt hier Threads wo sie aufgeführt sind.
Althergebracht wäre Leinöl oder verdünntes Leinöl oder wenn es fast für die Ewigkeit sein soll Unschlitt, heute Rindertalg genannt. Damit werden sogar heute noch Verschraubungen versiegelt die dauernd Meerwasser ausgesetzt sind, das lässt Rindertalg auch relativ kalt. Einfach beim Metzger ein Kilo Rindertalg kaufen, in der Pfanne auslassen und das flüssige Fett in ein Gefäss abgießen, fertig. Es entsteht beim Erkalten eine feste weißliche Masse die jahrelang hält.
Viele Grüße
Roman
PS: fast vergessen, der Geruch ist nicht jedermanns Sache, er ist ziemlich raumfüllend, am besten lässt man das Fett auf einer Feuerstelle draußen aus -
ich habe mir mal das Filmchen von dem Messer angesehen, da sieht man ein bißchen mehr als auf einem Foto.
Das Messer an sich wirkt auf mich anständig verarbeitet, der Gesamteindruck ist aufgrund der Maße (ich lasse mal gerade im Raum stehen ob hier oder da ein mm oder Gramm zuviel oder zuwenig berechnet wird) natürlich ein wenig bullig, aber immer noch im Rahmen. Es macht sehr vertrauenserweckend -klack- wenn es einrastet und der Klingenschliff ist gar nicht mal so unpassend, der Schliff passt eben zum Gesamterscheinungsbild.
Der Preis, am Preis findet man immer etwas auszusetzen, ich will aus dem Grund auch gar nicht hier ansetzen, allerdings wenn ich in dieser Liga ein Messer kaufen würde, dann wünsche ich mir eigentlich ein bißchen mehr Verschlusstechnik als eine angesägte Platine. Ich weiß um die Tücken die bei der Konstruktion eines solchen Verschlusssystems auftreten können, aber das ist mir persönlich egal, bei dem Preis muss sich ein bißchen mehr Technik bewegen als ein angesägtes Stück Metall.
Ich hoffe dass ich es einmal in der Hand halten kann, irgendwie werde ich nicht richtig warm mit einem Foto oder einem Filmchen, gerade bei einem Klappmesser ist es wichtig es in der Hand zu halten, dabei sieht man auch direkt die ganzen Kleinigkeiten die einem auf einem PC-Bildschirm verborgen bleiben. Das schreibe ich nicht um Kritik zu üben, sondern auch um klarzustellen dass einem manchmal erst beim in der Hand halten klar wird wieso das eine Messer so teuer ist und das andere nicht.-ohtatyaro, Dir ist das Gewicht zu hoch, auf der einen Seite kann ich das nachvollziehen, auf der anderen Seite ist dieses Praetorian noch nicht doppelt so schwer wie ein Police. Es ist eben mehr Metall verbaut, das bleibt am Gewicht hängen. Inwieweit es Sinn macht eine Klappmesseklinge mit über 5 mm zu dimensionieren ist natürlich auch ein Aufhänger, aber es gibt einfach manchmal gerade den Punkt wo die Vernunft einfach mal aussetzt und einfach das Gefallen in den Vordergrund tritt. Es gibt einfach Messer oder auch sonstige Sache die einem einfach zusagen, egal ob es sinnvoll ist. Derjenige der mit einem Sportwagen mit 400 PS durch die Gegend fährt könnte auch mit einem Vehikel aus dem Land der Essstäbchen seine Strecken fahren, nur ist ihm einfach nicht danach.
Wie gesagt, Gefallen macht schön, inwieweit das wirklich vernünftig sein muss ist eine andere Sache.
Viele Grüße
Roman -
ich habe mir diesen "Kreuzweg" ganz durchgelesen, das ist ja für eine Firma die im Prinzip Weltruf hat mehr als eine Blamage.
Ich habe nur eine Frage, kann man den Griff irgendwie von der Klinge trennen? Dann könnte man den Innenraum mit Expoxyd ausgießen und es wäre für immer Ruhe. Zur Not, wenn man speziell dieses Messer behalten will, zwei kleine Löcher in den Griff bohren und dann ausgießen, zwei Löcher sind bei diesen Operationen besser, dann kann die Luft aus dem Innenraum entweichen und der Kleber läuft überall hin.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall dass Dir geholfen wird, eine Klinge die im Griff klappert ist wirklich ein Ärgernis.
Viele Grüße
Roman -
Cybertech hat im Prinzip alles gesagt, ich habe noch den Katalog vom Gerber Importeur von damals zwischen den Büchern liegen mit der Vorstellung des Messers.
Ich finde die Linienführung absolut gelungen, mal abgesehen von diesem Säge-Filework auf dem Rücken (ich muss dabei sagen, ich halte gar nichts von Rückensägen, in der Dicke gibts nur maschinenbetriebene Sägen), aber das Messer gabs ja auch ohne. Es stand immer ganz oben auf meiner Liste, aber ich habe damals auch den Preis nicht eingesehen. Übrigens ist es auch in dem Film -Mörderischer Vorsprung- mit Tom Berenger zu sehen.
Es hat dann seit dem Erscheinungsdatum von dem BMF bis zum ersten Mal dass ich eins in der Hand halten konnte gedauert bis zum letzten Jahr auf einem Treffen. Es war genauso wie ich es mir vorgestellt habe, das Einzige was mich persönlich ein wenig gestört hat was dass der Erl nicht ganz so massig ausgefallen ist wie ich es mir gewünscht hätte.
Aber irgendwann bekomme ich eins, Erl hin oder her, genauso wie dieses zu nichts zu gebrauchende Buck184 (ich lasse mal die Gummibootankermöglichkeit außer Acht).
Sei froh dass Du das Gerber so günstig bekommen hast, ich hätte da auch blindlings zugeschlagen, es ist zudem ein Stück Firmengeschichte von Gerber, die heute wohl eher mit Stäbchen als mit Klingen geschrieben wird.
Viele Grüße
Roman -
in Anbetracht einer möglichen Kostenfrage würde ich zu einem der Federstähle tendieren, sie sind günstig und bieten bei richtiger Wärmebehandlung genug Potential um in Beilform oder als Haumesser ihren Dienst zuverlässig zu versehen.
Die genannten höher legierten Stähle will ich auch nicht verwerfen, aber wenn man z. B. ein Hawk aus einem Stahl formen will muss man ein größeres Blech kaufen und hat ziemlich Verschnitt dabei.Der von Stefan genannte S7, der bei Strider verwandt wird, wäre auch eine gute Wahl. Der in AISI genannte S7 entspricht dem nach unserer Stahlnorm 1.2357. Ich hätte nichts dagegen wenn es "peng" machen würde und ich hätte zwei Zentner davon bei mir rumstehen, vorzugsweise in 35x35mm oder in 40 mm rund. Er macht nicht nur als Schneide an einer Klinge eine gute Figur, sondern auch als Meißelstahl und taugt auch zur Warmarbeit, Schockbelastung mitinbegriffen.
Die Schneiden die an einem Haumesser oder Beil den Schockbelastungen ausgesetzt sind benötigen eigentlich keine Stähle die höher legiert sind, ein C60, wie Kibo schreibt, tut es allemal, ein Stück Blattfederstahl übrigens auch.Die Wahl auf einen Federstahl zurück zu greifen hätte meines Erachtens die Vorteile dass sie jederzeit verfügbar und günstig sind, sich selektiv härten lassen und jederzeit bei der Arbeit wieder ohne großen Aufwand nachzuschärfen sind.
Bei einem handlichen Beil, oder auch von mir aus Hawk, würde ich den Schneidenbereich selektiv härten und den Griffbereich auf Federhärte anlassen, so hätte man ein ziemlich stabiles Werkzeug zur Hand. Das Härten würde dann z. B. so aussehen dass man das ganze Beil auf Härtetemp. bringt und komplett abschreckt, dann den Griffbereich mit dem noch anhaftenden Öl abbrennt und dabei gleichzeitig durch die aufziehende Wärme den Schneidenbereich anlässt, so hätte man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Auch wenn man vielleicht das Ende des Griffs als Hebelwerkzeug oder ähnliches gestaltet hat würde der Sache keinen Abbruch tun, es wäre auf Federhärte und würde allem Mißbrauch trotzen.Viele Grüße
Roman -
was ist eigentlich "Endzeit"? Ist man dann allein und muss durch die Gegend torkeln oder gibt es da noch welche, sitze ich zuhause oder muss ich auf Wanderschaft gehen? Was funktioniert noch und wo gibt es welche Gefahren?
Offen gesagt wäre in dem Zustand mein letzter Gedanke wie ein mittelalterlicher Messerhändler behängt mit Messerscheiden und Klingen durch die Gegend zu wanken.
Wenn man allein auf weiter Flur ist würde ich mir zuerst eine Schußwaffe besorgen, am besten etwas was nicht so unhandlich ist und man nicht überall damit hängenbleibt. Eine Pistole wäre mir schon sehr sympathisch, eine Maschinenpistole noch sympathischer, Kasernen und Polizeiwachen sind dann ja auch verlassen, also hat man die freie Auswahl, und bis man dahin kommt kann man sich beim nächsten Jäger etwas ausleihen, der ist ja in der Endzeit auch nicht zuhause (oder er ist zuhause und mißversteht unser Anliegen und wir haben dann gar keine Probleme mehr).
Ansonst würde ich mir mehr Gedanken darum machen wo man etwas sauberes zu trinken herbekommt und etwas zum Essen, was ich vorzugsweise nicht mit einem 1o Zoll-Bowie in meinen Mund dirigieren möchte, ein Löffel und eine Gabel wird die Endzeit ja noch für mich übriggelassen haben. Wo wir gerade dabei sind, das abenteuerliche durch die Gegend laufen in Endzeitszenarien um irgendwelche Abenteuer zu bestehen fällt für mich aus, es gibt keine Prinzessinnen mehr zu retten und diese ganzen bösen marodierenden Horden hätten sich längst in den Städten gegenseitig sozusagen in die endgültige Zeit gebracht.
Es sieht mir endzeitmässig nach einer Robinsonnummer aus, ich brauche keine Zombies, dann gibt es wieder im Handumdrehen Wölfe und Bären, das reicht allemal um das Holz aus dem Wald zu holen oder sich einen Braten zu schießen zu einem Abenteuer werden zu lassen. Vor allen Dingen würde ich auf mich aufpassen, ich weiß nämlich nicht wie man dieses Tetanuszeugs spritzt oder eine offene Fraktur richtet, also fallen Abenteuer für mich aus.
Ich brauche dann auch keine Messer mehr zu schmieden, wenn ich mir das alles so richtig überlege komme ich folgendem Schluss:
Ich bin allein, keiner mehr weit und breit, das heißt doch im Klartext dass ich Zeit für alles habe und es mir nicht auf den Nägeln (die ich mir mit der Schere vom Vic kurz halten kann) brennt. Dann würde ich zuerst einmal etwas tun was heutzutage fast unmöglich ist, im Prinzip mir einen Herzenswunsch erfüllen. Ich würde in die nächste Kneipe gehen wo keine Zombies sind (obwohl ich auch schon in der Anwesenheit von Zombies Bier getrunken habe, naja, es kam mir zumindest mal so vor), mir ein frisches großes kaltes Bier zapfen, mich hinsetzen und eine Pfeife, gut gestopft mit einem Virginia, dabei rauchen. Ich würde sogar noch einen Song aus der Musikbox spendieren.
Viele Grüße
Roman
PS: Ich habe das Wichtigste fast vergessen, der nächste Supermarkt, Toilettenpapier -
das sieht doch schon einwandfrei aus, mir gefällts auf jeden Fall.
Ich habe mir jetzt den ganzen Thread mal durchgelesen, aber ich habe etwas nicht gefunden, das ist der Anriss für die Schneide, ich nenne das jetzt einfach mal so. Falls ich es überlesen habe, alles weitere vergessen.
Wenn man ein Stück fertige Stahlschiene zur Verarbeitung vor sich hat, dann kann man mit Hilfe einer Schieblehre ziemlich exakt den späteren Schneideverlauf mittig anreißen, und zwar mit der Vorrichtung zur Innenmessung. Einfach die Hälfte der Dicke der Stahlschiene auf dem Messschieber einstellen, Feststellschraube zuziehen und mit den Spitzen der Innenmeßvorrichtung die Mittellinie anreißen. Mit dieser längs angerissenen Mittellinie weiß man immer genau wie weit man noch zu arbeiten hat, zudem verläuft die Schneide dann automatisch exakt in einer Linie.
Viele Grüße
Roman -
ich würde aus persönlicher Sicht nicht sagen dass ein bestimmtes Gewicht ein Muß ist, aber es ist mir lieber wenn der Hammer ein wenig schwerer in der Hand liegt, dann entfällt dieses "Dauergeklopfe" mit einem leichteren Hammer. Wenn ich mal einen Dengelhammer als Vergleich sehe, der wiegt cirka ein Pfund, und das um eine Schneide zu verformen die ziemlich dünn ist.
Ich habe meine Kreuzschlaghämmer (es sind Kreuzschlaghämmer im klassischen Sinn, sie richten auch sehr zuverlässig) nciht gewogen, aber sie wiegen ganz sicher mehr als ein Kilo, ich reiche die Gewichte mal nach.
Herrn Gobec´s Meinung ist mir sehr vertraut als Pragmatiker, wenn ich die Kreuzschlaghämmer nicht noch für andere Schmiedearbeiten benötigen würde, dann würde ich auch mit einem normalen Schmiedehammer richten.
Was mir eigentlich noch wichtiger erscheint als ein spezieller Hammer ist die Unterlage, je satter die Unterlage zieht desto eher sieht man auch Erfolg.
Viele Grüße
Roman -
vielen Dank für die Richtigstellung, vermutlich bin ich verkalkter als Herr Sinn, aber ich hatte es so in Erinnerung.
Viele Grüße
Roman
PS: Ich kann mir allerdings gut vorstellen dass er mit einigen "Verbesserungen" in seiner ehemaligen Firma nicht so ganz einverstanden ist (fast hätte ich -war- geschrieben)