Beiträge von juchten

    eigentlich geht es nicht so schnell, es handelt sich wohl um C65S2 falls die Schreibweise 1.1250 ist. Unter 1250 gibt der kleine Stahlschlüssel nichts her. Falls es sich um den C65S2 handelt ist es ein Federstahl.
    Viele Grüße
    Roman

    wenn wirklich das Herz an einem bestimmten Messer hängt, dann ist es eben geschehen. Wenn dann noch der glückliche Umstand dazu kommt dass man es sich leisten kann, dann ist der/die Mann/Frau zu beneiden.


    Zu dem Messer selbst, gefallen von Form und Gestaltung sind von jedem Einzelnen abhängig, dafür nennt man das wohl Geschmackssache. Handwerklich ist es bestimmt auf höchtem Niveau, dass es von Hand gemacht wurde glaube ich auch, sonst würde man keine Unregelmässigkeiten im Filework der Griffschalen sehen. Es ist ein Customesser mit einem Custompreis. Gebrauchen würde ich es nicht, das ist ein Messer das schon Name genug hat um als Werterhalt betrachtet werden zu können.


    Wenn Du es für den Zweck hernehmen willst den Du beschrieben hast, um ein Stückchen Schinken zu schneiden (wofür es eigentlich eine ziemlich ungünstige Schneidenform hat), leg das Custom in die Vitrine und kauf Dir den Nachbau von CRKT, beim Gebrauch wird es keinen Unterschied geben. Es ist dann wie bei den teuren Tabakspfeifen, ab einem gewissen Preis zählt nur noch die Maserung, aus einer Pfeife für ein Zehntel des Preises schmeckt der Tabak genauso gut.


    Viele Grüße
    Roman

    Vielen Dank für die schnellen und ausführlichen Antworten.


    Zusammenfassend für mich stelle ich fest dass sie, je nach Verwendungszweck durchaus Sinn machen. Ich denke bei einem Einsatz unter erschwerten Bedingungen bringen sie wohl Vorteile gegenüber einem glatten Griff, auch wenn das Messer mit behandschuhten Händen gegriffen wird ist wohl von einer unverrückbaren Haltung auszugehen.


    Die gegroovten Griffe werten wohl ein Messer auf, nicht nur fürs Auge. Dass sie anfertigt werden um eventuelle Fehlstellen am Griff zu kaschieren schließe ich aus. Da die meisten Grooves auf künstlichem Griffmaterial aufgebracht werden kann man Fehlstellen ausschließen, im Gegenteil, Grooves sind ein Mehr an Arbeit, symmetrische Grooves stellen auch einen hohen Anspruch an das handwerkliche Können.
    Unsymmetrische Grooves machen aus einem Serienmesser ein individuelles Messer.


    Die Ausführungen von Martin haben mich dazu veranlasst diverses Handwerkzeug, speziell die Griffe, näher zu betrachten. Spezielle Hämmer haben wohl strukturierte Griffe, Schraubendreher, auch ältere Modelle, sind auch geriffelt, zum Teil sehr tief.


    Dagegen haben diejenigen Werkzeuge die mehr oder minder bei der Arbeit Schockbelastungen ausgesetzt sind, verschiedene Hämmer und Äxte, keine aufzuweisen, was mich aber veranlasst einen Hammerstiel mit nicht zu tiefen Grooves zu versehen um das einmal zu versuchen.


    viele Grüße
    Roman

    Helft mir bitte wenn ich das jetzt alles total falsch verstanden habe.


    Soldaten bekommen ein Mobiltelefon von ihrem Brötchengeber zur Verfügung gestellt, ein Gerät was die meisten ohnehin schon haben, und das ist jetzt irgendwie ein Grund des Anstoßes. Behindern tut es sie auch nicht, amerikanische Soldaten sind augenscheinlich sowieso so mit Ausrüstung behängt dass sie, einmal auf den Rücken gefallen, mehr der Gefahr des Verdurstens oder Verhungerns ausgesetzt sind als durch die Gefahren eines Einsatzes.
    Die Bösewichte sind wieder ganz anders, bekleidet mit der notdürftigsten Kleidung, oft des Lesens und Schreibens nicht kundig, können aber sehr firm ein Sturmgewehr und sonstige großkalibrige Angriffswaffen bedienen und wissen genau wie man ein Satellitentelefon handhabt dass in einem Land der EU angemeldet und von einem Land der Euro aus bezahlt wird. Keine Frage, irgendwelche Kriegswaffenkontrollgesetze und Datenschutzgesetze werden nicht befolgt, wie auch, sie sind meist nicht mal bekannt.


    Die Datenschützer treten jetzt auch auf den Plan. Nachdem die modernsten Kommunikationsmittel entwickelt worden sind sehen die Konstrukteure was sie eigentlich angestellt haben. Einige Kunden der modernsten Technik verwenden den ganzen Kram um Verbrechen zu begehen und jetzt rührt sich das Gewissen. Aber anstatt den Verbrechern die Kommunikation damit zu unterbinden bemerkt man dass auch die ermittelnden Behörden solche Geräte verwenden um einigermaßen den ganzen Bösewichtern hinterher zu hinken.
    Da man das aus Gewissensgründen nicht dulden kann kommen jetzt die Datenschützer und unterbinden den ermittelnden Behörden diese Ermittlungswege.
    "Das erschließt sich einem auch sofort", wir sind ja leidlich gebildet und man hat uns großkalibrige Handfeuerwaffen an die Seite geschnallt, nur ein Smartphones, das jeder 12jährige Teenie bedient, dafür sind die Ermittler nicht geeignet, sie könnten ja FB abrufen.


    In der Zwischenzeit, alle sind in Gewissenskonflikten und ethisch moralischen Diskussionen vertieft, weiß der Ermittler fast nicht mehr ob er seinen PC oder sein Handy anschalten darf weil er damit ein Ermittlungsverfahren gegen sich selbst riskiert, machen alle klein- und großkalibrigen Straftäter was sie wollen.
    Wieso auch nicht? Solange wir sie mit allem versorgen was sie für ihr Tun brauchen und moderne Ermittlungsmethoden blockieren.
    Willkommen im Schlaraffenland.


    Viele Grüße
    Roman

    Micha, ich habe mich wohl diesbezüglich nicht ganz genau ausgedrückt. Meine Frage zielt ausschließlich auf eine komplett "gegroovte" (was eine Wortschöpfung?!) Griffoberfläche ab. Fingermulden, ob für einen oder mehrere Finger will ich gar nicht in Frage stellen, bei den Randalls oder gleichartigen Griffen sehen sie nicht nur gut aus, sondern machen auch Sinn. Es geht mir rein um komplett mit Vertiefungen versehene Griffe.
    Und ich muss es nochmal klarstellen, ich habe nichts gegen solche Griffe und finde sie auch zumeist optisch ansprechend, es geht mir rein um die Frage nach dem Nutzen.
    Viele Grüße
    Roman

    Ich muss diese Frage einfach stellen, das ist wie ein Jucken dort wo man nicht kratzen kann.


    Wozu braucht man eigentlich diese -grooves- an einem Griff? Bitte nicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und denken, einer der Messer macht sollte das doch wissen, wenn ich es wüßte hätte ich die Frage nicht gestellt. Ich meine auch nicht diese einfachen "siebertschen Riffelungen", die habe ich in einem Bericht über das Leben von Herrn Jean Malaurie an einem Inuit-Messer gesehen, das Foto in dem Bericht wird wohl aus Anfang der Fünfziger Jahre stammen, vielleicht auch älter. Das kann ich noch verstehen, solche schwache Riffelungen helfen bei einer behandschuhten Hand ein wenig das Messer besser zu halten (wenn sich einer fragen sollte was für ein Messer der Inuit in der Hand hielt, es war ein großes Metzgermesser).
    Ich meine diese aufwendig gestalteten ganz gegroovten Griffe.


    Ich kenne keinen Werkzeuggriff der tiefe Kerben hat, man vermeidet doch normalerweise alle Unebenheiten an einem Werkzeuggriff damit man keine Scheuerstellen schafft. Mir sind schon Hammerstiele abgebrochen, Gehäuse haben sich gelöst, Feilen sind gebrochen, aber mir ist noch nie ein Werkzeug aus der Hand gerutscht weil der Griff keine Unebenheiten hatte. Selbst im Angesicht von Feuer, Schweiß und Härteöl blieben die Hammerstiele dort wo sie hingehören, in der Hand, und nicht nur für die Zeit von ein paar Sekunden in der man etwas schneidet.
    Kein Metzgermesser hat meines Wissens Grooves, wobei dort ja eigentlich alles ist was diese Griffgestaltung erforderlich machen würde, es ist nass, es ist fettig und blutig und die Metzger arbeiten stundenlang mit den Messern, die zudem noch, um die Sache sprichwörtlich zu verschärfen, auf einer sehr hohen Arbeitsschärfe gehalten werden.


    Ist das Ganze jetzt Effekthascherei oder hat es doch einen tieferen Sinn der sich mir einfach noch nicht erschlossen hat, oder sind die Grooves dazu da damit der Griff gefälliger aussieht und sich ein wenig von den anderen unterscheidet.
    Das hier ist keine Attacke auf Messer mit gegroovten Griffen weil die mir in Kindheitstagen traumatisch zugesetzt haben, mich interessiert einfach nur ob es einen Sinn hat oder eine Modeerscheinung darstellt. Ich weiß auch dass solche Griffe einfach mehr "Schmiss" haben als glatte Griffe, aber meine Augen halten das Messer ja nicht in der Hand.


    Viele Grüße
    Roman

    man kann auch hier alles von verschiedenen Blickwinkeln sehen.
    Bei dem hohen Anschliff wird sich die Waagschale zugunsten der Schneidfreudigkeit neigen. Auch hat das Messer dort Schneide wo die Hand die meiste Kraft aufbieten kann, nämlich direkt über der Faust. Die Formgebung lasse ich mal außen vor, das ist und bleibt Geschmackssache. Was mir aber sehr gut gefällt ist fast immer eine breite Schneide bei einem Messer was zum Schneiden da ist. Wenn man regelmässig ein Messer benutzt und nachschärft verliert es bei schmalen Klingen relativ schnell die Proportion, bei einer Klinger die über genug Breite verfügt hat man immer diesbezüglich eine Portion mehr Stahl.
    Der Griff sieht für mich auch einwandfrei gemacht aus, er passt auch mit seinen Grooves in die heutige Zeit wo solche Griffe eben sehr gefragt sind.
    Viele Grüße
    Roman

    die meisten guten Feilen werden ohne Griff angeboten, da man mit diesen Werkzeugen eine Arbeit macht die fast keiner mehr gewohnt ist, vor allem die Hände, schaut man sich zuerst mal nach einem ordentlichen Griff um. Zur Not lässt man sich von einem Anbieter mehrere schicken, schickt die zurück die einem sprichwörtlich nicht gut in der Hand liegen und ordert dann ein halbes Dutzend von denen die passen. Das hört sich umständlich an, ist aber in Anbetracht etwaig zerschundener Hände ein sich lohnender Aufwand.


    Feilen ist eine Arbeit die schon früher mit etwas verkniffener Miene betrachtet wurde, vor allem wenn die Arbeitsumstände nicht passten. Bevor das erste Feilenblatt im Griff befestigt wird muss man sein Augenmerk auf seinen eigenen Rücken lenken, es hat zwar nur sekundär mit einem Messer etwas zu tun, aber mit verzogenen Muskeln im Rücken macht eigentlich gar nichts mehr Spaß. Worauf ich hinaus will, wer Stahl feilen will braucht etwas wo man den Stahl einklemmen kann, am besten einen Schraubstock, je schwerer desto besser. Es kann nicht jeder über 50 kg schwere Flaschenschraubstöcke oder solche Brummer von Heuer oder dergleichen Firmen zuhause am Küchentisch festmachen, aber egal wie dieses Werkzeug ausfällt, es muss für den Arbeiter in der richtigen Höhe sein. Das ist ein Umstand der heute anscheinend immer weniger beachtet wird. In alten Werkstätten oder sieht man meist, falls noch vorhanden, dass die Schraubstöcke in einer ungewohnten hohen Stellung befestigt sind, es erklärt sich im Prinzip von selbst, wer will schon verdammt nochmal so eine anstrengende Arbeit wie Feilen mit krummen Buckel machen?
    Wenn man die Faust unter das eigene Kinn hält und den Ellbogen nach unten zeigen lässt, dann sollte der Ellbogen den oberen Rand der Schraubstockbacken berühren, damit ist wenigstens eine aufrechte Arbeitshaltung möglich. Und besorg ein paar Aluwinkelstücke, wenn man eine satinierte Klinge in die Schraubstockbacken einspannt ist sie sonst meist schön gemustert von den Druckstellen.


    Ansonst, wie meine Vorredner schon geschrieben haben, immer Qualtiätsfeilen kaufen, hier fällt mir auch zuerst Pferd ein, nicht weil es die besten sind, sondern weil sie meist vorrätig oder schnell zu beschaffen sind. Hieb 1, 2 und 3, dann eine Mühlsägefeile (soweit ich weiß gibts bei der nur einen Hieb), und zwei dieser kleinen Flachfeilen, eine größere Rundfeile und mehrere kleine wie man sie beim Kettensägenschärfen benutzt, auf die muß man immer ein wenig aufpassen, bei Druck brechen sie wie Glas.
    Dazu ein bißchen Kreide damit das Flächenfeilen ein wenig leichter wird und vor allem nicht die drei Euro die eine Feilenbürste kostet nicht scheuen, diese Bürste erspart wirklich manchen Frust, vor allem wenn sich Späne festgesetzt haben die lustig weitaus tiefere Riefen in den Stahl ziehen wie die Riffelung der Feilen.


    Und zieh Handschuhe an, früher war die Auswahl an Arbeitshandschuhen bei weitem nicht so wie heute, es wäre wirklich nachlässig die eigenen Hände dieser Arbeit auszusetzen im Angesicht eines hervorragenden Angebots von gut sitzenden Mechanikerhandschuhen etc.


    Und kauf große Feilen, sie können ruhig 10 Zoll Blätter haben, es arbeitet sich einfach leichter mit ihnen weil sie so gut wie keinen Druck brauchen. Und sie haben noch einen Vorteil, falls sie mal abgearbeitet sind kann man, falls man mal einen Schmiedekurs macht, gute Klingen daraus schmieden.


    Viele Grüße
    Roman

    Genau aus dem Grund, wieso nicht einen Probelauf mit einem Stahl wie z. B. c60, einfach zu beschaffen und günstig. Man sieht dann auf was mn achten muss und das zweite geht einem dann schon besser von Hand. Und wer sagt dass es nicht auch andere Stähle gibt die ein brauchbares Ergebnis erzielen.
    viele Grüße
    Roman

    also ehrlich, für ein erstes Messer sieht es erschreckend perfekt aus. Über Form und Stahl kann man immer geteilter Meinung sein, aber das Messer hier ist handwerklich wirklich mehr als sauber umgesetzt. Mich stören auch die Schrauben nicht, ob man Schlitz oder sonstwas holt, das liegt an jedem selbst. Beschichten lassen würde ich es nicht, das Messer gefällt auch so, gerade weil es das erste Messer ist würde ich es so lassen wie es ist.
    Natürlich, man hätte es mit unterlegtem Micarta und Hohlnieten beschalen können, aber wenn ich mir das Messer dann vorstelle wirkt es irgendwie nicht mehr so auf mich wie das jetzige.
    Viele Grüße und mach schön weiter
    Roman

    sieht doch sauber aus, das Muster gefällt mir und es sind augenscheinlich keine Schweißfehler zu sehen, das ist ja schon ein mehr als akzeptables Ergebnis. Beim nächsten Mal wäre es mir persönlich wichtiger genau zu wissen aus was man das Messer macht, Komponenten wie Granat- oder Bombensplitter haben zwar immer etwas Flair des Besonderen, nur weiß man eben ohne Analyse nicht genau was es ist (zudem ist das Material meist nur begrenzt verfügbar und macht eine Reproduktion dann sehr schwer). Das ist aber das Einzige was ich an dem Material auszusetzen habe, immerhin muss man dafür nicht in skandinavischen Fjorden Taucher auf Schweißbrennmission schicken.
    Was mich noch interessiert, hast Du den Damast von Hand oder auch mit Zuhilfenahme eines mechanischen Hammers auf den Weg gebracht?
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Green Fox, es gibt Leute die sind verzweifelt weil sie keine Feuerstelle und keinen Amboss haben, die machen Feuer zwischen ein paar Backsteinen und schmieden auf einem eingekeilten Vorschlaghammer, also mach doch mal einen Schmiedeversuch, es ist es bestimmt Wert.

    die Meinung von Andreas teile ich auch, ein etwas mehr in die Klinge gezogener Schneidenanschliff bringt mehr Potential in der Schneide und sieht auch gefälliger aus. Die Stähle wären selbstredend auch meine Wahl gewesen, entsprechend gehärtet kann man sie nicht mit Menschenkraft an die Grenzen der Belastungsfähigkeit bringen. Ansonst sehen die Messer für mich "rund" aus, ich habe keinen Verbesserungsvorschlag auf Lager, der Rest ist Geschmackssache und bringt letztendlich nichts.
    Die Scheiden, die sehen auch sauber gemacht aus, über Form und Farbe kann man immer geteilter Meinung sein, aber hier habe ich einen Vorschlag zu machen. Der Abstand der Nahtlöcher, ich glaube, nein ich bin mir sicher, ich hätte noch zwischen jedes Loch ein weiteres gestochen. Das ist keine Kritik, nur sehen so dicht gesetzte Nähte sehen einfach in meinen Augen besser aus. Und ja, ich steche auch die doppelten Löcher mit "zur Faust geballtem Gesicht", ich weiß auch um die doppelte Arbeit, aber ich habe lieber eine Blase am Finger als fertig zu nähen, mir die Scheide anzusehen und total verbittert wieder zum Messer und dann erneut zur Ahle greifen zu müssen.
    Übrigens, die Idee mit den Schäkeln ist super.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Bilder von der Esse würden mich interessieren, mich interessieren Bilder von allen Feuerstellen wo man Luft rein blasen kann.

    dein erster Messerentwurf hat mir eigentlich ganz gut gefallen, auch dieses kurze angeschliffene Stück auf der Rückseite der Spitze, auch hat mir diese erhabene gewellte Daumenrampe zugesagt, hat eben nicht jedes Messer. Der letzte Entwurf sieht jetzt aus wie aus einem Guss, ob man dann damit persönlich zufrieden ist wird sich dann zeigen. Das hier ist auf jeden Fall mal nicht "viele Köche verderben den Brei", es war in meinen Augen jeder Vorschlag umsetzungswert. Erstaunlich wie jedes Mal, wieviele konstruktive Ideen zusammenkommen können um ein Stückchen Stahl herzurichten.
    Den Ausführungen von -Terminator- schließe ich mich allerdings gänzlich an, nur würde ich statt einer Baumarktfeile eine von einem Markenhersteller nehmen, bei uns im Baumarkt kostet eine Feile von "was weiß ich von wem" 16 Euro und eine Werkstattfeile von Pferd mit 10 Zoll Länge im Fachhandel 14 Euro, und sie erspart nicht nur zwei Euro sondern unendlichen Frust beim Feilen. Ein Stückchen Stahlschiene ist schnell gefunden, Firmen wie z. B. Öllerstahl verkaufen sogar einzelne Schienenstücke in ein Meter Länge, wenn das immer noch zuviel ist, meld Dich einfach, ich schneide Dir ein Stück ab.
    Viele Grüße
    Roman

    so ein Werkzeug braucht man eben ab und an, ob und wie es sich schlägt wird die Zukunft zeigen, vertrauenserweckend sieht es auf jeden Fall aus.
    Eine Stahldiskussion halte ich eigentlich für unnötig wenn ich mir die Daten ansehe. Machen wir es doch einmal ganz einfach, auch für diejenigen die Glauben dass Chrom ein Stück Stahl zu einem bröckeligen Spielzeug macht. Messer werden wie Werkzeuge aus Werkzeugstahl gemacht, und es gibt jede Menge korrosionsbeständige Werkzeugstähle die über enorme Belastbarkeit verfügen. wer das nicht für möglich hält soll doch einfach mal eine Ratschenkasten aufmachen und reinschauen.
    viele Grüße
    Roman

    ich schließe mich dem Vorschlag an die Klinge wieder ordentlich schärfen zu lassen, inklusive Serrations. Eine Klinge wie diese hat nur ein gewisses Maß an Material, wenn man die Serrations flach schleift und dann den Rest der Klinge diesem "Rückschliff" anpasst bleibt nicht mehr viel übrig was in das Gesamterscheinungsbild passt, das Messer hat nach dieser Behandlung keinen Vergleich mehr mit Messer was es dann einmal war.
    Abgesehen von allem, bei einem derartigen Umschleifen wird die Klinge so schmal werden dass sie fast nur noch zum Stechen taugt.
    Viele Grüße
    Roman

    ich denke ich springe auf den Zug von Stefan auf, D2 ist nicht wirklich als Nageleisenstahl zu gebrauchen, gerade nicht bei einer Messerklinge an dieser Stelle im vorderen Klingenbereich.
    Man braucht auch keine Anstrengungen zu machen hinsichtlich eines Fotos der Bruchstelle, eine Kleinegefügeaufnahme gibt erst was verwertbares her ab 500facher Vergrößerung, dann sieht man bestenfalls eine linienförmigen Struktur, eine Wärmebehandlung hat auf diese Form des Kleingefüges keine Auswirkung mehr.
    Ansonst würde ich auch freundlich anfragen ob man da irgendwie zu einer gütlichen Einigung kommt.
    Viele Grüße
    Roman

    eine richtige Ursache für diese Löcher zu benennen ist so nicht möglich, das müsste jemand machen der ein entsprechendes Labor zur Verfügung hat.


    Wenn wir es einfach machen, Stahl bekommt keine Löcher in der Oberfläche wenn er ordnungsgemäß gehärtet wird, Stahl bekommt schwarze Löcher in der Oberfläche wenn er verbrannt wurde. Ich will jetzt gar keine Vergleiche mehr bringen mit Kieseln und Betonmauern usw., was Matrix und Karbide usw. betrifft, das kann man sich ohnehin so gut wie nicht vorstellen. Wenn ein Gelenk unter Spannung kommt, also gedehnt wird, dann geht das bis zu einem gewissen Punkt. Bis zu diesem Punkt ist eine Entspannung möglich die es dem Gelenk ermöglicht wieder innerhalb kürzester Zeit normal zu funktionieren, ist dieser Punkt nur um ein Grad überschritten, dann macht es -knacks- und es funktioniert gar nichts mehr.
    Das ist genau die Nummer die beim Härten abläuft, es kommt eine Belastung auf den Stahl zu bis zu einem gewissen Punkt, wird diese überschritten, dann macht es -pling- (das ist das -knacks- bei Stahl) oder ich überschreite diesen Punkt nicht und es wird wieder innerhalb kürzester Zeit gut.


    Entstehen Löcher in der Oberfläche ist der Stahl an dieser Stelle verbrannt, wäre er nicht so hoch erwärmt worden wäre das nicht passiert, das ist die einfache Ferndiagnose, ohne Institut und weißgekleidete Spezialisten (die bestimmt noch viel mehr herausfinden würden).


    Dass die Klinge so schmutzig war kann davon sein dass das Abschreckmedium, hier vermutlich Öl, sehr schmutzig war, obwohl ich da auch Zweifel habe. Mein Abschrecköl ist ausgedientes Öl aus der Fritteuse, das sieht auch alles andere als appetitlich aus und ist pechschwarz, aber wenn ich eine Klinge die nicht mit Lehm abgedeckt ist, dort abschrecke ist sie wohl teilweise ein wenig mit verkohltem Öl bedeckt, aber größtenteils halbwegs blank.
    Alle von Dir genannten korrosionsbeständigen Stähle werden unter Ausschluß von Sauerstoff gehärtet, bzw. sind nicht blank der Flamme ausgesetzt, bei niedriglegierten Stählen sind die Klinge dem Feuer ausgesetzt, das ist eine ganz andere Belastung. 1.2842 ist ein gutmütiger Stahl, aber auch nur bis zu einem gewissen Punkt, er verzundert innerhalb von Sekunden, und das geschieht bei zu hoher Temperatur genauso sicher wie bei zu langem Halten auf der vorgegebenen Härtetemperatur. Das kann sich in Brandspuren äußern oder es sieht auf der Oberfläche der Klinge so aus als ob sie Schlieren bekommen hat oder der Stahl wirkt fleckig.


    Ich schreibs jetzt auch hier wieder, Stahl verdirbt wenn er zu lange auf seiner Härtetemperatur gehalten wird, eine Schneide ist einfach dünner als der Klingenrücken. Erwärme ich die Klinge gleichmässig bis der Klingenrücken auf Härtetemperatur ist, dann kann es je nach Stahl oder Vorgehensweise sein dass der Schneidenbereich durch seine erheblich dünnere Materialstärke zu lange dem Feuer ausgesetzt worden ist und Schaden nimmt.
    1.2842 gebe ich keine lange Haltezeit, sobald er im unteren Bereich des Härtetemperaturfensters ist schrecke ich ihn in cirka 20 Grad warmen Öl ab, die Härteprüffeile greift dann nicht mehr und ergibt einen hellen klingenden Ton. Das Anlassen muß man dann je nach Verwendungszweck bewerkstelligen, soll die Klinge beständig schneiden und wird keinen großen Belastungen ausgesetzt, dann reicht es wenn die Schneide bronzefarbene Anlassfarbe zeigt, soll die Klinge später mehr belastet werden lasse ich an bis sie violett zeigt.
    Der Temperaturbereich zwischen 200 bis knapp 300 Grad gibt das auch bei 1.2842 her.


    Viele Grüße
    Roman

    man ist ja fast nur noch die Messer in der "Bushcraft-Liga" mit maximal 120 mm Klingenlänge gewöhnt, aber ich muss sagen dass mir das Messer von Jan in dieser Länge eindeutig mehr zusagt. Die Länge ist für mich genau das Maß wo das Messer anstatt massig eher rassig wirkt, es ragt im wahrsten Sinne aus dem Feld der maximal 120 mm Klingenlänge üblichen proportionierten Bushcrafter hinaus. Die Stahlwahl finde ich sowieso gelungen, mit 1.2510 hat man einen potenten Klingenstahl der sehr verlässlich ist.
    Viele Grüße
    Roman

    das Messer sieht sehr gebrauchstüchtig aus, abgesehen von seiner augenscheinlich einwandfreien handwerklichen Umsetzung. Über die Farben der Messer aus der F.U.C.K Reihe kann man zwar hier und da farbenmässig anderer Meinung sein, aber ich finde diese hellen sichtigen Farben gar nicht so verkehrt. Gerade wenn das Augenmerk den jagdlichen Aspekt abdeckt ist man froh wenn das Messer mal beim Weglegen nicht direkt unsichtbar wird, vor allem nachts. Diese Farben mögen zwar Geschmackssache sein, aber ein Messer mit einem farbigen Griff oder Scheide hat einen großen Wiederauffindewert, selbst wenn es mal in einen klaren Bach gefallen ist.
    Ich bräuchte auch nicht unbedingt eine taktische Version, das direkt Wiederfinden wäre mir persönlich taktisch genug, aber wenn einem ein bißchen taktisches Aussehen besser gefällt könnte ich mir das Messer auch ein wenig "düster" daher kommend gut vorstellen.
    Mit den Klingendimensionen deckt man eigentlich auch alles ab was so draußen anfällt und der RWL34 ist endlich mal in einem Härtebereich wo keiner meckern kann.
    Viele Grüße
    Roman

    das Messer ist wirklich sehr schön geworden, die Linienführung................. alles zuviel Geschreibe heute morgen, Du weißt was ich meine, Chris, es sieht wie immer sehr gelungen aus, trotz deines Daumens (ich fühle ein wenig mit, mir fehlt seit ein paar Tagen ein Stückchen von meinem linken Ringfinger). Ich musste auch zuerst mal nachschlagen woher der Name kam, passt auch wie die Faust aufs Auge.
    Viele Grüße und gute Besserung
    Roman