Beiträge von juchten

    wenn Dir 1.2601 (D2) nicht hoch genug legiert ist müsstest Du ein wenig genauer spezifizieren was Dir so vorschwebt. Eine Möglichkeit wäre erasteel mit ihrem Angebot an hochlegierten PM-Stählen, aber ich weiß nicht ob man diese Stähle in Kleinmengen bekommt, zudem sind sie nicht sehr günstig.
    Viele Grüße
    Roman

    schau doch mal bei einem Angelgeräteanbieter wie z. B. Askari, Gerlinger usw., unter Planoboxen nach. Ich weiß definitiv dass sie so eine kleine Box im Angebot haben, durchsichtiger fast nicht kaputt zu kriegender Plastik und mit rotem Dichtungsgummi.
    Viele Grüße
    Roman

    entweder Du suchst dich durch die Stahlgroßhändler, Stauberstahl, Abrams, Recknagel oder wie sie alle heißen durch oder nimmst einfach eine Schmiede die auch Stahl verkäuft. Als Beispiel fällt mir gerade mal die Lindenschmiede ein, dort kannst Du den gesuchten Stahl kaufen. Preislich gibt es sich auch nichts, es ist egal ob ich bei einem Großhändler 1.2510 kaufe oder in der Schmiede, man landet bei einer Meterschiene in den genannten Maßen immer bei cirka 30 Euro.
    Viele Grüße
    Roman

    ich habe die ganzen Ausführungen jetzt zweimal gelesen und bin mir eigentlich sicher dass nicht ganz klar ist was das gesuchte Messer eigentlich machen muss. Es wäre doch hilfreich zuerst einmal den Einsatzzweck des Messers zu umreißen, dann kann man sich immer noch Gedanken um die ganze Pin-Theorie machen und wer wie diesen seltsamen Paragraphen sieht.
    Viele Grüße
    Roman

    Du wirst entweder wie mein Vorredner es treffen anführt eine Schleifvorrichtung bauen können oder eben frei Hand den Anschliff feilen müssen.
    Persönlich feile ich frei Hand, ich male mir mit dem Edding die Grenze des Anschliffs auf und versuche dann die Richtung zu halten. Mit einer guten Feile, z. B. eine von Pferd, zwei Hiebe, 1 und 3, Feile in mindestens 250 mm Länge, ist das Anbringen eines Anschliffs bei einem Messerohling in 2 mm Dicke ruckzuck erledigt.
    Viele Grüße
    Roman

    wenn es sich um einen Notfall handelt und man "nur" ein Messer mit sich führt und man hebeln muss, dann muss das Messer eben hebeln. Dabei entstehen auch keine Zweifel bei mir, da spielt es auch keine Rolle ob das Messer das eventuell nicht aushält oder die Klinge Schäden davonträgt. Wenn man gern ein Messer mit sich führt was diese Notfälle auf jeden Fall aushält ist das für mich auch verständlich, wieso sollte man ein Messer dabei haben bei dem man sich unwohl fühlt?
    Es wird immer eine Fraktion geben die bei einem Messer primär ans Schneiden denkt und die andere Fraktion denkt an ein multifunktionales Einsatzmittel in Form eines Messers, das ist ja auch gut so, wir sind alle verschieden und haben demzufolge auch verschiedene Ansprüche.
    Ich habe auch keine Einwände dagegen, es ging mir nur darum zu erwähnen dass eine Klinge aufgrund ihrer Form und ihres Materials bei einem Hebelvorgang Kräften ausgesetzt ist die sie eventuell nicht kompensieren kann und beschädigt werden kann.
    Die Grenzen die für ein Messer bei einem Hebelvorgang entstehen wird jeder schnell für sich erkennen, eine verklemmte Autotür oder auch eine ganz normale abgesperrte Tür mit einem Messer aufzuhebeln sind fast unüberwindliche Anforderungen, zumal selbst eine Rückenstärke von 8 mm nicht die erforderliche Keilwirkung hat um eine derartige Spannung aufzubauen um ein gesperrtes Schloss aus dem Beschlag zu sprengen.
    Hebeln lebt nun einmal von der Länge des Hebelwerkzeugs und seiner Stabilität, je länger der Hebel und stabiler das Hebelwerkzeug, desto eher wird sich Erfolg einstellen. Ein Messer das eine Gesamtlänge von 300 mm hat kann keine enorme Hebelkraft mehr aufbauen, wenn ich die Klinge zumindest unterhalb ihres Spitzenanschliffs ansetze verbleiben cirka noch 250 mm Länge um damit zu hebeln, viel kann man dabei nicht mehr erwarten. Man könnte dabei noch an eine Verlängerung des Hebels denken, z. B. das Aufsetzen eines Rohres, aber die Kräft die dabei entstehen steigen unproportional auf das eigentlich Hebelwerkzeug.


    Was Tony angeführt hat ist selbstverständlich die logische Konsequenz, wenn Bajonette aufgrund ihrer Härte zuhauf brechen waren sie wohl zu hoch gehärtet und man hat entsprechend reagiert. Was mich nur wundert ist wieso man so etwas nicht gleich bedacht hat, ein Bajonett ist ja in dem Sinn ein Multifunktionswerkzeug, eine hohe Härte ist bei einem Bajonett nicht vonnöten, abgesehen davon sollte man bei den westlichen Militärs eigentlich genug Erfahrung in den letzten hundert Jahren gesammelt haben um zu wissen dass es bei einem Kriegseinsatz zu einem Häuserkampf kommen kann und auch das Einsatzmittel -Bajonett- dabei zu Aufgaben herangezogen wird die nichts mit Stechen oder Schneiden zu tun haben.


    Von allen meinen Bedenken aber abgesehen räume ich auch gern ein dass eine Messerklinge mit einer Rückenstärke ab 5 mm durchaus Hebelkräfte wegstecken kann. Wir bewegen uns dann allmählich in einer Materialstärke die man mit normalen körperlichen Kräften nicht an ihre Belastungsgrenze führen kann, selbst ein Stück ungehärteten Werkzeugstahl in 5 mm Dicke ist von Hand nicht mehr zu verbiegen.


    Viele Grüße
    Roman

    da muss ich meinem Vorredner Recht geben, eine Einlegesohle für einen Schuh, bzw. für die Füße, sollte dem Fuß Halt geben und das Gehen unterstützen, diese weichen Dinger können weder das Eine noch das Andere. Soche Sohlen sind anfangs auch alles andere als bequem, weil aus dem gesagten Grund die Sohle den Fuß formt.
    Da wir hier aber über einen Stiefel reden der keine Gewaltmärsche mitmachen soll und obendrein günstig sein soll hat man vielleicht Glück, zudem ist ja kein großes Geld im Spiel. Eine auf den jeweiligen Fuß angepaßte Einlegesohle vom Orthopädieschuhmacher kostet das mehrfache des Stiefels.
    Was die Haix betrifft, ich trage beruflich das ganze Jahre diesen halbhohen Haix, man kann gut in ihm gehen und er übersteht auch leichte Wanderungen, im Winter ist er für länger draußen untauglich, man bekommt einfach kalte Füße. Ein richtig gutes Fußgefühl gibt er mir nicht, er ist einfach zu flexibel wie die meisten Schuhe heutzutage, das ist aber meine persönliche Meinung, ich mag keine Sohlen die sich durchbiegen wie Hausschuhe.
    Viele Grüße
    Roman

    ich schließe mich da auch meinen Vorrednern an. Der Stahl ist gut, nur beschlägt er eben wenn er nass wird, über die Rückenstärke kann man sich immer vortrefflich unterhalten, ich gehe schon seit über 30 Jahren mit der Fliege fischen, eine Tür musste ich dabei noch nie aufbrechen. Es ist vielmehr das Gegenteil der Fall, ich habe als Messer meist ein Vic dabei dass eine Schere hat, als Messer zum Versorgen dient ein Catcherman von Spyderco, nicht weil ich von dem Ding überzeugt bin, es ist aber schön leicht.
    Ansonst sieht dein Entwuf gut aus, es wird schon einen Grund haben wieso die Klinge ein wenig breiter ist als ich sie zum fischen brauche.
    Viele Grüßé
    Roman

    Beim Hebeln mit einer Kinge bekomme ich immer ein komisches Gefühl, erstens lässt sich mit einer geraden Hebelvorrichtung nicht gut hebeln und zweitens hat die Vorrichtung noch eine scharfe Schneide. Alles was normalerweise zum Hebeln benutzt und gedacht ist ist entweder gebogen am Ansatz oder vierkantig spitz, wir müssen uns nur die Nageleisen und Brecheisen ansehen.
    Abgesehen davon ist das Hebeln mit einem Messer das eine 12 cm lange Klinge hat auf einen ziemlich kleinen Wirkungskreis beschränkt, die Hebelkräfte sind einfach in einem sehr überschaubaren Rahmen. Was die Sache noch erschwert sind die verwendeten Stahlsorten, die wenigsten Stähle die bei modernen Messern verwendet werden taugen zu einer derartigen Belastung. Es käme kein Werkzeughersteller auf den Sinn ein Nageleisen aus 1.2842 zu machen oder aus 1.2601 (D2) oder sonst einem übereutektoiden Stahl. Die Preisfrage beim Rohstoff wäre nicht einmal das Problem, Federstähle sind mittlerweile gar nicht mehr günstig und liegen schon seit langem bei dem doppelten Preis von 1.2842.


    Ansosnt, eine Klinge wird wohl im Rahmen ihrer Möglichkeiten, Material und Form, hebeln können, es ist nur die Frage wieso man diesen Gewaltakt machen muss und wieviel Schaden die Klinge davontragen wird. Das seitliche Abbiegen von Klingen über einen Hebelpunkt, das ist so ziemlich das übelste was man einer Klinge zumuten kann, und oft entstehen dabei Schäden die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind. Wenn es um einen Notfall geht ist das alles keine Frage, aber nur zum Spaß würde ich keine Klinge seitlich abbiegen.
    Viele Grüße
    Roman

    dieses Messer von Herrn Centofante ist eines der großen Klassiker.
    In den frühen 80er Jahren, das kann ich ja jetzt mittlerweile schreiben, war das Internet hier bei uns noch nicht so verbreitet und man war gezwungen seine Informationen irgendwie sonst zu bekommen. Die Zeitschriften von Klötzli, -Das Messer-, war eine der Möglichkeiten endlich auch mal Bilder zu sehen was die Jungs drüben über dem Teich alles so anstellten. Eine Name der immer zu lesen war, war der Name von Herrn Centofante, schon Anfang der Siebziger machte er ausgezeichnete Messer. Männer wie Loveless, Centofante, Fox und noch viele andere haben das Messermachen wieder "salonfähig" gemacht und einen alten Handwerksstand vor dem Aussterben bewahrt, oder sagen wir einmal so, sie haben den Zug der auf dem Abstellgleis stand wieder auf die Gleise gestellt und in Fahrt gebracht.


    Die Messer dieser Macher waren ausgezeichnet verarbeitet und zeigten vom großen Können dieser Macher. Der vorgestellte Fighter ist ein Paradebeispiel für das Können dieser "alten Herren". Dieser Fighter ist für mich von unglaublicher Eleganz und Perfektion, Centofante hat mich schon damals mit seinem "mirrorfinish" beeindruckt, geschweige von einer fantastischen Linienführung.
    Leider ist Herr Centofante vor vier Jahren gestorben, wir haben damit wieder einen der großen Messermacher verloren, aber für viele werden seine Messer weiterhin der Maßstab für eigene Arbeiten sein.


    Viele Grüße
    Roman

    ruf doch einfach mal bei Böhler an und erkundige dich dort. Dort wird man vermutlich darauf hinweisen das man nicht an Endverbraucher liefert, aber dort weiß man bestimmt welcher ihrer Kunden in Österreich die gesuchten Stähle im Sortiment hat. Der Rest ist eben das gute alte "Rumtelefonieren" oder noch besser das persönliche Vorsprechen. Als Beispiel fällt mir gerade so mal EHG in Dornbirn ein.
    Firmen die spezielle Bauteile herstellen, wie z. B. Kunststoffpressformen, Maschinenbauteile, Abschermesser oder sonstige Trenneinrichtungen,..., die kaufen ja keine fertigen Produkte sondern z. B. Bleche um daraus ihre Produkte herzustellen. Bei der Herstellung fallen automatisch Reste an die normalerweise wieder im Schrott landen. Diese Reste sind zwar oft nicht in der schönen Form wie eine polierte Stahlschiene, aber mit einer Trennscheibe auf dem Winkelschleifer lassen sich je nach Ausgangsform ruckzuck die erforderlichen Maße rausschneiden. Wenn man diesen Weg geht erkennt man auch ruckzuck wieso die für uns passenden Stahlschienen immer so teuer sind, der Weg vom Blech das aus dem Stahlwerk kommt bis hin zu einer Stahlschiene mit den Arbeitsschritten des Schneidens, polieren, usw., dann die Lagerhaltung, und schon ist man ein Lichtjahr von den Ausgangspreisen des Stahlwerks entfernt.
    Viele Grüße
    Roman

    man sollte wirklich nicht einfach nur die Threads überfliegen, ich sehe, bzw. lese gerade dass es sich mitnichten um einen Wetzstahl, sondern um einen Keramikstab handelt. Ich würde auch bei einem solchem Gerät vorgehen wie beschrieben, erstmal zwei Runden Spülmaschine, wenn das nichts bringt sandstrahlen. Sollte es alles nichts mehr bringen ist man um eine Erfahrung reicher ohne sich geschnitten zu haben.
    Viele Grüße
    Roman

    wenn der Wetzstahl nach dieser vom Threadstarter geschilderten "Säuberungsaktion" gar nicht mehr greift würde ich auch im ersten Moment sagen dass er hinüber ist. Vor dem Sandstrahlen lass den Wetzstahl doch mal zwei Runden in der Geschirrspülmaschine mitlaufen, das wirkt mitunter Wunder. Wenn er wirklich keine Schärfeigenschaften bekommt wirf ihn nicht weg, sondern schleif ihn einfach noch glätter, dann kannst Du mit ihm immer noch Schneiden abziehen, bzw. scharfe Schneiden auf einer hohen Schärfe halten. Es gibt auch Wetzstähle ohne jegliche Riffelung zu kaufen, sie sind eben glattgeschliffen um die gleiche Wirkung zu erzielen.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Was mich an der ganzen Sache wundert ist allerdings wie dieser sehr harte Stahl eines Wetzstahls seine Riffelung beim Abziehen einer Sense einbüßt, normal geht das nicht, so hoch sind Sensenblätter gar nicht gehärtet dass sie dem Wetzstahlstahl etwas anhaben können.

    im Prinzip gehts also darum ein Messer was einen beruhigt so mitzuführen dass die Smartphonegeneration oder die die dazu gehören wollen es nicht mitbekommt, und das in einem Umfeld wo das Tragen eines Anzugs, bzw. Hose, Hemd/Schlips und halbe Schuhe zum Erscheinungsbild gehört.
    Falls das die Ausgangslage ist, lassen wir mal den Witz mit dem Smartphone weg, besorg Dir ein Wadenholster von der Firma Sekbes. Gut, es ist nicht gerade ein Schnäppchen, aber die seltsamen Schulterholsterkonstrukte bringen Dich erstens nicht weiter wenn Du deine Anzugjacke ausziehen möchtest und zweites sehen verschiedene Schultertragesysteme offen gesagt so beknackt trageunfähig aus was verdeckt tragen betrifft dass man nur noch kichern kann.


    Mit einem Wadenholster der genannten Firma (es gibt bestimmt noch andere Anbieter, ich war nur zu faul zum Suchen) kann man ein ausgewachsenes Klappmesser oder Fixed, Taschenlampe oder was weiß ich noch alles mit sich rumtragen und trotzdem dem "dresscode", oder wie man das auch immer heutzutage nennt, treu bleiben. Wenn ohnehin die ganze Anzuggesellschaft in Ohnmacht fällt wenn Du ein Vic aus der Tasche ziehst trag einfach eine Vic-Card mit Dir rum, dort steckt alles Brauchbare für die Schreibtischarbeit drin und keiner wird die Nase rümpfen, und unter das Hosenbein wird wohl keiner schauen.


    Viele Grüße
    Roman

    das Messer ist wirklich "ein gelungener Wurf" wie an so schön sagt.
    Die Verbindung einer nordischen Klinge mit einem Micartagriff sehe ich offen gesagt das erste Mal, aber wieso nicht, es passt ja einwandfrei wie man sieht. Die Schwalbenschwanzpassung finde ich auch einen Hingucker wert, das ist wirklich feine Handwerksarbeit.
    Die Auswahl des Stahls finde ich praxisorientiert, 1.2210 ist einer der Stähle die das Schmieden gut vertragen und auch gute Klingen ergeben, hier sieht man ihn nicht so oft weil er nur in Rundmaterial angeboten wird. Ansonst is die Klingenform wie bei jedem nordischen Messer auf die Praxis hin orientiert, vor allem nicht so stark im Rücken, das erleichtert das Schneiden durch alle Materialien.
    Viele Grüße und viel Freude mit dem Messer
    Roman

    das Messer gefällt mir außerordentlich gut. Ich lasse jetzt mal das ganze "super, toll,..." usw. einfach außen vor, dass das Messer augenscheinlich hervorragende Arbeit sieht ein fast Blinder.
    Jetzt wird jedem bis jetzt nicht im Bilde Gewesenen klar sein wieso ein Integralmesser immer eine Arbeits- und Preisfrage für sich ist, gerade in Anbetracht von gut 100 Stunden Arbeit.
    Viele Grüße und danke fürs Zeigen
    Roman
    PS: Was die Stahlfräsen angeht, da kann ich Frank nur zustimmen, größer und schwerer desto ruhiger läuft die Maschine, der einzige Nachteil bei solchen Anschaffungen ist leider der Preis, für eine gute Fräse kann man sich die Werkstatt voller Drehbänke stellen, wobei einen das dann auch nicht weiter bringt