Beiträge von juchten

    bei 180 Grad würde ich 1.2842 nicht anlassen, egal was die Datenblätter sagen. Wenn ich damit natürlich nur Butterbrote schneiden muss ist es egal, aber wer kann das schon garantieren? 1.2842 bringt bei einer Anlasstemperatur von 280 Grad weitaus mehr Stabilität an der Schneide.
    Viele Grüße
    Roman

    Zeichnungen usw. sind oft der erste Schritt, so weiß man wo man dran ist und das Auge übermittelt schon mal dem Gedankenschöpfer wie so etwas zweidimensional rüberkommt.


    Das hört sich doch gut an, zumindest auf den ersten Blick. Schon wieder, Auge, Blick, alles Mumpitz. Du hast den ersten Schritt getan und das ist gut so, zuerst mal die Form ausschneiden. Jetzt kommt in meinen Augen (schon wieder -Augen-) das Wichtigste, der Griff. Anschliffe werden total überbewertet, die Hand hat gar nichts von einem Anschliff und muß das Messer halten, alles was Du mit dem Messer machst muss die Hand übernehmen, die Augen schauen nur zu. Selbst wenn es nacht ist und man nichts sieht greift die Hand das Messer.
    Weg mit dem Augenscheinlichen, wenn Du dir selbst ein Messer machst muss Du die Gelegenheit am Schopf greifen und es für deine Hand machen, wenn es dann zum Schluss den Augen auch noch gefällt, dann ist das eben auch schön. Setz dich in aller Ruhe hin und mach die Augen mal zu wenn Du es in der Hand hältst, wenn es sich gut anfühlt und die Hand das Gefühl vermittelt dass alles passt, dann kannst Du dich um den Rest kümmern.


    Viele Grüße
    Roman
    PS: Wenn das so ein größerer Tellerschleifer ist, dann kann man daran durchaus Klingen schleifen, Tellerschleifer werden heute auch noch teilweise zum professionellen Klingenschleifen eingesetzt.

    sauber hinbekommen Pascal, da passt alles. Ich muss mir diese Wenge mal genauer ansehen, das ist sehr schönes Holz. Der Stahl trifft auch meinen Geschmack, das ist eine sichere Bank.
    Und dankeschön wegen der Größe des Messers, große Messer sind mir bei alles Gesetzestreuheit immer noch lieber, man sieht sie erstens sofort wenn sie irgendwo rumliegen und man hat meistens keinen Griff in der Hand der mich an XL in der Modeinstrie erinnert. Hehe, ist eigentlich ein Witz mit den gesetzestreuen Messern und dem Zeitgeist, alle loben diese kleines Messerchen und wie gut sie tragbar sind, aber gleichzeitig werden die Handys wieder so groß wie Backsteine und man glaubt jeder zweite hätte eine Bibel in der Hosentasche.


    Aber ich schweife ab, das Messer gefällt mir im Ganzen, es sieht neben der handwerklichen guten Machart zuverlässig aus. Große Messer können fast alles machen was kleine Messer machen können, kleine Messer können so gut wie gar nichts machen was große Messer machen können.


    Viele Grüßé
    Roman

    perfekt Holger, die Schlacht kann beginnen. Ich sehe schon wie es zu den schlimmsten Amputationsverletzungen bei ehemaligen Federträgern oder schlimmen Verlusten unter unvorsichtigen Rüben-Spähtrupps kommt.
    Spaß beiseite, super geworden, der Stahl ist auch mein Ding, wie man heute zu sagen pflegt, oder ist das auch schon wieder überholt.
    Viele Grüße
    Roman

    was ich mir vorstellen kann ist dass der Aufbewahrungsschrank, soweit ich das gelesen habe -Buchenholz-, einfach die Eigenschaft des Holzes lebt Feuchtigkeit aufzunehmen und sie auch, Böswilligkeit will ich keine unterstellen, wieder an seine Umwelt beziehungsweise an seinen Innenraum abzugeben. Da dies unermüdlich geschieht ist es durchaus möglich dass Stahl auf diese, zwar minimale aber doch vorhandene, Feuchtigkeit reagiert.


    Es gäbe dann noch die Möglichkeit der interkristallinen Korrosion, gerade bei chromlegierten Stählen mit erhöhtem Kohlenstoffgehalt ist das möglich. Aber ich denke dass kann man ausschließen, es wäre ein sonderbarer Zufall (zudem glaube ich nicht dass die Voraussetzungen dafür vorliegen) dass so etwas gleichzeitig bei mehreren Klingen vorkommt.


    Viele Grüße
    Roman

    das Messer ist einwandfrei geworden, die Griffschalen sehen auch augenscheinlich sehr gut angepasst aus. Diese relativ großen Pins sind natürlich Geschmackssache bei der Größe vom Griff. Es ist nicht einmal so dass ich sie für unmöglich finde, gerade durch ihren Durchmesser passen sie irgendwie zu dem gedrungenen Design. Was mich ein wenig konzeptlos machen würde wäre der Pin am Griffende, so sieht er genau in der Flucht des vorderen aus, dann ist aber der Abstand zum Griffrand unterschiedlich. Setzt man ihn so dass er den gleichen Abstand zum Griffrand hat ist er nicht in der Flucht des ersten Pins.
    Aber pfeif drauf, habs ja selbst nicht mit den Milimetern, mir gefällt es so wie es ist.
    Viele Grüße
    Roman

    hallo Vitali,
    schau mal bitte nach ob Du 1.2436 meinst, bzw. ob sich irgendwo bei der Bezeichnung ein Schreibfehler eingeschlichen hat.
    Viele Grüße
    Roman

    Stefan, das hättest Du dir denken können, V2A ist zwar ein dankbarer Latrinenstahl für öffentliche Toiletten, aber als Klinge ist das Zeug unbrauchbar.
    Ansonst, wenn 440C nicht reichen sollte verstehe ich die Welt nicht mehr. Die alten Wikinger sind in offenen Booten mit platschnasser Ausrüstung wochenlang über das Meer gesegelt und haben ihre Handelsdiskussionen auch nicht mit Schwertgriffen geführt bei denen die Klingen abgerostet waren, und die hatten alles außer korrosionsbeständigen Stahl.
    Viele Grüße
    Roman

    mach Dir einfach selbst ein Bild, Fuchsknives Familie 14/4 in der Suchmaschine eingeben und Du hast einen guten Vergleich zwischen in Frage kommenden Stählen.
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Warnung, mag vielleicht ernüchternd sein

    die Fichtentriebe in Ansatzschnaps vier Wochen stehen lassen, dann abseihen. Das frischgewonnene Ansatzschnäpslein kann man noch süßen, einfach ein bißchen Kandiszucker in erwärmten Cognac auflösen und damit je nach Geschmack süßen.
    Viele Grüße
    Roman

    Willst Du jetzt eine Klinge schärfen oder bei einer Klinge eine neue Schneide einrichten? Es spielt natürlich in dem Sinne keine Rolle, die Primärfrage ist was Dir zur Verfügung steht. Man kann eine Schneide komplett von Hand einrichten, also Klinge im Schraubstock einspannen und mit den Schleifsteinen die Schneide anbringen oder eben eine Maschine benutzen. Der Weg mit den Maschinen ist am einfachsten beschrieben, je mehr Kraft die Maschinen haben desto schneller geht es. Mit einem Handschleifstein wie einem Sensenwetzstein kann es je nach Größe des Messers ein paar Stunden dauern, mit einem 3KW Bandschleifer geht das Gleiche in ein paar Minuten.


    Wenn ich mir jetzt das durchlese was ich als Antwort auf deine Frage geschrieben habe finde ich das eigentlich auch ziemlich dünn, beantwortet habe ich eigentlich damit gar nichts.


    Gehen wir mal davon aus dass keine der arbeitszeitsparenden Maschinen zur Verfügung stehen. Das hier ist die Methode wie ich das mache, es ist nicht jedermanns Sache und die Gefahr sich selbst zu schneiden ist ziemlich hoch, also wenn einer das nachmachen möchte bitte keine Regressanforderungen stellen.


    Zuerst muss man sich mal ansehen womit man es zu tun hat, ist die Schneide schon so gut wie eingerichtet kann man einseitig schon soweit schleifen bis man Schärfe fühlen kann, ist noch cirka ein halber mm vorhanden wird man von beiden Seiten arbeiten müssen um einigermassen die Mitte der Schneide zu halten. Damit man auch sieht was man anrichtet ist eine Lupe in Griffweite gar nicht so verkehrt, eine 10fache Vergrößerung reicht allemal, eine Einschlaglupe für diese Zwecke kostet keine 20 Euro und sie wird uns jahrelang Dienste leisten, nicht nur beim Einrichten eines Schneidenanschliffs.


    Die Messerklinge wird so mit dem Erl in den Schraubstock eingespannt dass die Klinge selbst waagerecht mit der Schneide zu mir schaut, falls es ein konischer Erl ist einen Holzkeil benutzen um sie fest einzuspannen (Hartholzkeile liegen im Baumarkt in der Fensterabteilung, falls man nicht die Gelegenheit hat sie selbst zu machen).
    Ein Topf mit Wasser und ein Sensenwetzstein ist die Grundausrüstung als Handwerkszeug, vielleicht sollte man lauwarmes Wasser verwenden, die Finger werden nass und wenn die Finger dadurch kalt werden hat man kein richtiges Fingerspitzengefühl mehr, was bei dieser Arbeit nicht ratsam ist. Es wird mit dem Sensenstein so geschliffen wie man feilen würde, also von der Klingenspitze in Richtung Erl schleifen, einfach so lange schleifen bis man eine Schneide eingerichtet hat die sich schon scharf anfühlt, danach schleift man in die andere Richtung und glättet damit die Schleifspuren die Richtung Erl zeigen.
    Das Gleiche geschieht mit der anderen Schneidenseite, nur wird jetzt zuerst vom Erl aus in Richtung Kingenspitze geschliffen und dann die andere Richtung.


    Wenn sich die Schneide jetzt von beiden Seiten gefühlt scharf anfühlt benutze ich zum Weiterschleifen entweder einen belgischen Brocken oder wenn es Richtung Politur geht einfach Schleifpapier dass ich um eine kleine Feile schlage. Wenn der neue Schliff sich schon scharf anfühlt reicht es aus wenn man mit 240er beginnt, danach 400 und 1000, je nach Ätzerei oder Feinschleiferei geht es dann schon mal bis 2000er.



    Ich schleife alle Messerschneiden so ein, man erreicht eine saubere hohe Schärfe und kann im Anschluss schon das Abziehleder benutzen. Es ist natürlich Handarbeit ohne irgendwelche Hilfsmittel, den Winkel des Anschliffs bestimmt Auge und Hand, aber nach ein bißchen Übung geht das ganz gut. Ich sage es jetzt nochmal, man muss aufpassen mit den Fingern und wenn einem etwas von der Werkbank runterfällt schon beim Bücken nach dem runtergefallenen Gegenstand daran denken dass sich über einem eine Klinge befindet.


    Viele Grüße
    Roman

    saubere Arbeit Stefan, der Clip passt zu dem Messer wie die "Faust aufs Auge".
    Viele Grüße
    Roman
    PS: Ich sehe auch keinen Grund so ein Messer nicht in die Hosentasche zu stecken, es sind doch Taschenmesser

    hallo Chris, was soll ich denn jetzt schreiben? wenn Markus schon alles wichige geschrieben hat.


    Das Messer ist handwerklich perfekt umgesetzt, mehr sage ich jetzt dazu auch nicht, wer das nicht sieht ist selber Schuld (obwohl, auf Bild 7 scheint es mir dass eine einzelne der feinen Schleifriefen nicht ganz parallel verläuft, ich kann mich aber auch täuschen, leider bringt es nichts wenn ich meine Einschlaglupe an den Bildschirm halte, aber es kann auch ein Haar sein, hehe).
    Spaß beiseite, die Klinge ist augenscheinlich Oberklasse, sie strahlt diese graue Eleganz aus, wenn ich das mal so sagen darf, irgendwie glaube ich auch dass man bei dieser Klinge deine Handschrift noch gut erkennt, trotz der Anlehnung an das Messer von Markus.


    Wie soll ich das alles in einem Satz unterbringen, ich versuche es einmal. Insgesamt betrachtet ein perfekt handwerklich umgesetztes Messer, eine harmonische Linienführung lässt sich nicht wegdistkutieren und selbst eine Wicklung aus Paracord kann die Seriösität des Messers nicht schmälern, es ist zweifellos eine Klinge von Bootsmann, wenn auch der werte Markus Pate stand, aber wie sollte bei dieser Konstellation auch etwas herauskommen was nicht sehr augen- und handgefällig wäre?


    Viele Grüße
    Roman

    das Messer ist soweit ich das mal sagen darf wie aus einem Guss, die handwerkliche Umsetzung lässt auch nichts zu wünschen übrig. Der Stahl, tja, man sieht ihn nicht so oft, abert dieser Silberstahl ist wirklich eine feine Sache. Und diese Kettelblattschrauben werden mir immer sympathischer, die machen irgendwie einen "mechanischeren" Eindruck als die normalen Verschraubungen. Ansonst gefällt mir das Messer sehr gut.
    Viele Grüße
    Roman