hallo Jörg,
soweit ich das noch in Erinnerung habe ist der Stock mit der Eisenspitze aus Schwarzdorn und der neue Stock von Micha aus Haselnuss.
Viele Grüße
Roman
Beiträge von juchten
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danke für die Bilder Andreas.
Die blanke Waffe ist augenscheinlich superb geworden, die Symmetrie ist bemerkenswert. Das PE ist so nicht ganz mein Ding, aber das ist reine Geschmackssache, dafür gefällt mir der Griff und der Abschlussknauf fantastisch.
Und überhaupt, Andy at hot work, das gefällt mir auch. Ich sehe dich schon bald einen Hammer in die Hand nehmen und auch den Amboss benutzen der da so ein wenig als Statist herumstand.
Viele Grüße und Freude mit dem Schwert
Roman -
früher hätte man gesagt, "Roß, Reiter, Dienstrang" alles genannt. Stahl, Form und Verarbeitung sind augenscheinlich einwandfrei, was noch?
Was das Finish betrifft, ich bin ganz deiner Meinung, nicht zu hoch finishen, sonst geht der ganze Charme des Messers verloren. Man soll ruhig sehen dass an einer Klinge gearbeitet wurde, zudem passt das rauhe Schleiffinish an den Schneidenflanken hervorragend zu dem ganzen Erscheinungsbild.Zuerst dachte ich, Löcher im Erl?! Wo sind die?
Ich habe mir dann die Bilder nochmal in Ruhe angesehen. Ich weiß nicht ob noch welche geplant sind, aber dieses Messer kommt auch ohne Löcher aus. Bohrlöcher in diesem Griff würde ich persönlich als störend empfinden, das ist so als ob man ein Ölgemälde mit Deckweiß am Rand flickt. Es kommen ja nie Schalen drauf und Paracord kann man auch so anwickeln.Wenn ich Bilder von solchen Messern sehe, also im Prinzip in einem noch nicht endgefinishten Zustand, rauh und ohne Kosmetik, manchmal erwische ich mich dabei dass solche Messer mir besser gefallen als fertig gefinshte Messer. Messer in diesem Zustand, natürlich gehärtet, können doch alles, sie schneiden und liegen gut in der Hand, der Rest ist sowohl dem Messer wie auch dem Schnittgut egal, nur die Augen schreien nach mehr.
Das ist natürlich nur Geschmackssache und liegt bei jedem persönlich, aber mir gefällt die Klinge so wie sie ist. Ist das jetzt "back to the roots"?
Viele Grüße
Roman -
gute Idee, das mit dem "keine Mühe Finish" lasse ich mal unter Understatement laufen.
C100 bedarf ja keiner weiteren Worte.
Viele Grüße
Roman -
schau Dir doch mal den Mora-Holzspalter an, die Ausführung mit Birkenholzgriffen kostet rund 30 Euro, dann kannst Du ihm noch ein kleines Schnitzmesser dazukaufen.
Viele Grüße
Roman -
das mit den kilometerlangen Erklärungen tut mir leid, die nächsten Fachfragen kannst Du dann ja einfach mit einem Bild oder einem yt-Video als Link beantworten, ich mache mir die Mühe nicht mehr.
Viele Grüße
Roman -
wenn eine Schneide wirklich extremen Belastungen standhalten soll geht kein Weg an einem stark balligen Schliff vorbei, egal wie der Stahl heißt. Nur, wo bleibt da das Messer? Ein Messer soll doch schneiden, je balliger ich eine Schneide schleife, desto weniger gut lässt sich damit schneiden.
Und Chris, du siehst das alles ein wenig zu altmodisch, wir müssen mit der Zeit gehen und fest an yt glauben. Wenn wir dann noch glückselig mit zwei Hamburgern im Bauch selig einschlafen ist alles in Butter, willkommen in der bunten Werbewelt wo jeder alles kann und jeder alles glaubt.
Wo kämen wir hin wenn wir uns Primärgedanken machen würden, wir würden nicht mehr dazu gehören. Ich versuche mit der Zeit zu gehen und zweidimensionale bewegte Illuminationen den eigenen Erfahrungen vorzuziehen, es ist ja auch weitaus gemütlicher am PC zu sitzen als draußen ein Messer auszuprobieren, zudem könnte ich ja zu anderen Erkenntnissen kommen als der yt-Protagonist, was aber undenkbar ist.
Ich habe auch gelernt zu übersehen, das ist überhaupt der Grundansatz für die PC-Revolution. Da ist einer nicht mal imstande mit seiner Kirmesschraubzwinge ein Stück Vierkantholz an einem Tisch fest zu ziehen, schlägt mit einem Schlosserhammer auf einen Messerrücken ein um das arme Messer in das Vierkantholz zu treiben. Und wie er mit dem Hammer umgeht, das erinnert mich an einen Pennäler im Angesicht des ersten BH-Verschlusses. Endlich bricht das Messer entzwei, was ein schlechtes Messer, Urteil gefällt.
Ja, Glaube an bunte Bilder ist einfach, mit dem Quatsch standen sie schon vor fünfhundert Jahren auf Jahrmärkten und haben zu den Bildern Mist erzählt und die einfachen Leute haben mit offenen Mündern zugesehen.Pfeifen wir mal auf die Erfahrung anderer Leute und auf bunte Bilder, kaufen uns das Messer was und zusagt und gehen damit in den Wald, Messer sollen Messerarbeit machen, Vierkanthölzer und Schlosserhämmer gibts nicht im Wald, die gehören auf eine Baustelle und dort gibt es auch Sägen. Soldaten die mit Flugzeugträgern und Lastenflugzeugen in den Krieg ziehen brauchen eigentlich kein Messer was irgendwelche imaginären Kisten aufhebeln kann, irgendwo auf dem Flugzeugträger wird doch noch ein Plätzchen für ein Nageleisen sein.
Viele Grüße
Roman -
es richtet sich rein nach dem was die Klinge leisten soll, ein balliger Schliff kann Aufgaben übernehmen die ein Anschliff auf Null nicht, bzw. nur eingeschränkt, machen kann und umgekehrt.
Dieses yt-Filmchen von diesem F(l)achmann hat soviel verwertbare Aussagekraft wie ein raschelndes Blatt im Winde, wenn Wind geht rascheln Blätter, wenn man mit einem anderthalb Kilo schweren Hammer (und noch immer verkantet) auf einen Messerrücken schlägt geht das Messer kaputt, total egal aus welchem Stahl es ist.
Viele Grüße
Roman -
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das sind alles Vorschläge mit denen ich leben könnte. Ich gehe mal davon aus dass der Threadstarter ein Beil meint, eine kleine Axt ist ja in dem Sinne ein Beil. Ich lasse jetzt mal alle Zwischenstadien wie "großes Beil, bzw. halbe Axt, kleines Beil" usw. außer Acht.
Wenn ich das Ganze rein pragmatisch angehen würden hat der Fragesteller bis jetzt kein Beil gebraucht, möchte aber eins haben. Das ist mehr als verständlich, wirft aber im Umkehrschluss die Frage auf ob, wenn er eins besitzt, es auch wirklich benötigt oder ob es dann, wenn man sieht dass man es doch nicht so oft braucht, eigentlich doch nicht braucht. Das ist zwar Geschwafel, läuft aber nur auf eins raus, wieviel soll die Geschichte kosten? Teures Beil und danach nur noch "Museumsstück", oder anfangs billiges Beil und später, falls man weiß in welche Richtung die ganze Sache sich entwickelt, entsprechend teures Beil kaufen.
So, mittlerweile bin ich selbst durcheinander von meinem Geschreibsel, meine Lösung ist ganz einfach, ein Klauenbeil der Bundeswehr. Man schaut einfach in der Bucht, ich habe welche gefunden die mit Versand um die 10 Euro liegen, die ein paar Euro teurer waren hatten eben bessere Stiele. So ein Beil hat neben den geringen Anschaffungskosten mehrere Vorteile, es hat eine brauchbare breite Schneide, lässt sich gut schärfen und hat eine brauchbare Hammerfläche. Gefallen einem die Nagelklauen nicht, einfach mit der Flex abschneiden. Selbst wenn man es verliert braucht der Hintern keine Zahnabdrücke zu fürchten, die Dinger gibt es haufenweise (nicht die Zahnbabdrücke, die Beile). Man lernt vermutlich sofort das Schärfen des Beils und muss keine Angst haben wenn es mal nicht so schön aussieht, Beile die gebraucht werden gehen nicht auf den Laufsteg.
Und sollte das Beil einmal einem Waldbrand zum Opfer fallen und alle seine Härte verlieren ist das kein Grund zur Sorge, Beile aus diesem Stahl lassen sich selbst an einem Lagerfeuer wieder härten.Viele Grüße
Roman -
Stefan, das ist nicht gerade mein Betätigungsfeld, aber die Armbänder sehen spitzenmässig aus. Dafür kann man Dir nur 120 von 100 möglichen Fleißpunkten geben.
Viele Grüße
Roman -
ob man über die Empfindlichkeit von Laminaten letztendlich hundertprozentige Aussagen treffen kann ist vermutlich noch ein weites Feld der Spekulationen. Ich neige auch dazu es so zu sehen wie DKnight, das Epoxyd könnte der Knackpunkt sein bei solchen Werkstoffen. Was als Autokarosserie oder im Weltraum eine gute Figur macht muss nicht zwangsläufig totale Unempfindlichkeit bedeuten.
Wenn man sich die Einsatzgebiete von Schmierstoffen ansieht und ihre Verträglichkeit gegenüber verschiedenen Materialien wird man erstaunt sein. Ich nehme jetzt, nur um eine Firma zu nennen, Molykote. Dort sind viele Schmierstoffe beschrieben, nur die wenigsten eignen sich für lebensmittelverarbeitende Betriebe, diese Schmierstoffe werden auch als verträglich gegenüber Kunststoffen eingestuft, bei allen anderen ist Schweigen.Verschiedene Laminate sind auch bei weitem nicht so feuchtigkeitsresistent wie man gerne glaubt, Wasser ist wahrhaft unglaublich und schafft es auch in Micarta einzudringen, inwieweit jetzt freiliegende Kohlenstofffasern Kapillarwirkung zeigen weiß ich offen gesagt nicht, aber unmöglich halte ich es nicht, zumal das Bindeglied ja Epoxyd ist. Und wo Feuchtigkeit reinkommt, da marschieren Öle, speziell Kriechöle, in Mannschaftsstärke ein.
Auf der anderen Seite kann ich mir aber auch nicht vorstellen dass ein solcher Werkstoff wie ein Kohlenstofflaminat im normalen Anwenderverhalten davon betroffen ist, es wird ja kein Messer in Kriechöl aufbewahrt und der gelegentliche Kontakt hat bestimmt keine Auswirkung. Mehr Sorgen würde ich mir gegenüber UV-Strahlung machen, diese Strahlung schädigt definitiv Epoxydverklebungen, aber das ist auch relativ. Als Beispiel nehme ich mal die Rutenringe von Angelruten bei denen ich das Bindegarn mit verdünntem Epoxyd getränkt habe. Die Ruten werden jetzt schon jahrelang im Sommer benutzt und sind dem Sonnenlicht unmittelbar ausgesetzt, ich habe bis heute keine Veränderung festgestellt.
Fette und Öle sind ein weites und sehr spezielles Feld und viele sind auf Mineralöl aufgebaut, zum Teil in Verbindung mit Metallen usw., leisten sehr gute Dienste, sind auf der anderen Seite aber gegenüber vielen Stoffen alles andere als materialverträglich. Selbst natürliche Fette, z. B. in lebensmittelverarbeitenden Betrieben, greifen selbst Gummistiefel an, sofern es sich nicht um Schuhwerk speziell für diesen Einsatzzweck handelt. Die Lebensdauer, also letztendlich die Wirksamkeit von Fetten und Ölen, ist oft unglaublich lange. Unschlitt, also Rindertalg, sieht selbst nach Jahren noch einmal so aus wie am ersten Tag, schimmelt nicht und fängt nicht an ranzig zu werden. Ein Trog aus Unschlitt, den ich dazu benutze empfindliche Stähle abzuschrecken, macht selbst nach 5 Jahren noch den Eindruck als hätte ich ihn gestern erst geschmolzen. Kein Wunder, schmiert man doch heute noch damit Schraubenverbindungen in der Schifffahrt damit ein, selbst nach Jahren sind diese Schrauben immer noch gut zu lösen.
Viele Grüße
RomanPS: Wie beständig ein Fett sein kann ist selbst ganz einfach zu prüfen, man nimmt einfach einen Topf Margarine und stellt ihn mal geöffnet draußen auf, selbst nach langer Zeit passiert damit nichts, selbst Tiere lassen das Zeug in Ruhe, ein Schelm wer Böses dabei denkt.............
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es wird doch wohl nicht das Schlimmste an Unwägbarkeiten passiert sein was an Unmöglichem möglich ist, ein Mensch hat das Messer geschliffen, skandalös.
Viele Grüße
Roman -
auch auf diesem Wege Andreas, das Messer ist sehr sauber umgesetzt, alles andere hat MIcha schon gesagt.
Viele Grüße
Roman -
bei solchen Beanspruchungen kommt es auch darauf an wie stark die Schneidenflanke unmittelbar hinter der Schneide aussieht, auf Null ausgeschliffen oder extrem ballig, beides ergibt bei unterschiedlicher Belastung ein anderes Bild. Sind die Schneidenflanken z. B. direkt nach der Schneide stark ballig geschliffen, so dringt die Schneide nur gerade ein und die Flanken spalten das Schnitt- oder Hackgut auseinander. Das ergibt keinerlei Rückschluss auf die Standfestigkeit der Schneide. Ein Messer mit einem 12 mm starken Rücken, ich weiß da sehr gut wovon ich spreche, das braucht einen hohen Anschliff, sonst schleppt man jede Menge Stahl mit sich rum den man in Wirklichkeit nicht braucht. Das Gewicht solcher Messer muss dann irgendwo eingespart werden, eine Möglichkeit ist es den Erl so zu bohren dass er aussieht wie ein Schweizer Käse, die andere den Rücken anzuschärfen.
Mache ich beides nicht, so bin ich ruckzuck bei einem Gewicht von einem Kilo, bei cirka 1100 Gramm liegt eine Forstaxt, nur zum Vergleich.Welchen Stahl von beiden der "beste" ist, das muss jeder für sich entscheiden. Ich sehe das mehr darin begründet wer seinen Namen auf der Klinge eingeschlagen hat, der eine kann besser mit dem Hersteller, der andere eben mit einem anderen.
Was diese Filmchen betrifft, man kann sich drehen und wenden wie man will, sie überstehen keinerlei objektiver Betrachtung, sondern sind letztendlich nicht mehr als ein bißchen Unterhaltung und lassen keine fundierten Rückschlüsse zu. Die Messer müssten um sie vergleichen zumindest exakt gleich geschliffen sein und die exakt gleiche Form haben, die Belastungen müssten mit einer Maschine gemacht werden die exakt bei gleichen Versuchen die gleiche Kraft einsetzen kann, abgesehen davon dass der Schlag von Menschenhand nicht immer im gleichen Winkel erfolgt.Zuerst würde ich mal danach gehen welches mir besser in der Hand liegt, dann kann man sich immer noch Gedanken um den Stahl machen, und ob ich den PM oder den INFI nehme, ich sehe offen gesagt, außer im Lichtmikroskop, keine erwähnenswerten Unterschiede bei der Verwendung als Messerklinge. Es geht doch letztendlich um eine Messerklinge und nicht um einen Steinmeißel, davon abgesehen ist Meisselstahl viel günstiger und steht auch besser wenn man Steine damit bearbeiten will. Ich weiß ohnehin nicht wie die alten Ägypter die Pyramiden und Tempel bauen konnten ohne die ganzen neuen Superstähle.
Viele Grüße
Roman -
wenn es im Griffbereich ist würde ich kein Öl nehmen das Kriechöleigenschaften hat, man glaubt es zwar nicht, Kriechöl schafft es wirklich unter eine Epoxydverklebung zu kommen und diese vom Stahl zu lösen. Von mir aus Ballistol oder etwas vergleichbares.
Viele Grüße
Roman -
was eine Möglichkeit wäre, besorg Dir einfach ein Bimsmehl, dann mit dem Bimsmehl und ein bißchen Öl deiner Wahl eine Paste anrühren und mit einem weichen Tuch wegpolieren. Das müsste eigentlich funktionieren ohne das gebürstete Finish zu beeinträchtigen.
Viele Grüße
Roman -
man neigt gern dazu allzu schnell in allem eine Problematik zu sehen, aber man sollte auch bereit sein über Lösungsansätze zu diskutieren, zudem sollte soviel Enthusiasmus durchaus gelobt werden.
Über den Verkauf kann man immer noch nachdenken, eine Forenpartnerschaft ist ja keine unlösbare Aufgabe. Ob und wie die Vermarktung jetzt angegangen wird steht auf einem anderen Blatt, vorerst würde ich erst Mal zwei Klingen fertigstellen, so hat man mal ein Messer für sich und kann eins verkaufen. Bei diesem Vorgehen sieht man auch wie lange man braucht um die Monturen/Scheide zu fertigen und kann die Kosten einschätzen. Was den Verkauf ein wenig schleppend gestalten könnte ist meines Erachtens nicht der Preis, sondern dass es ein ziemlich großes Messer ist und wir ja in einer Zeit leben wo augenscheinlich 120 mm über Sein oder NIchtsein entscheiden.
Was das Messer betrifft, die Rohlinge haben naturgegeben hier und da noch Stellen die man nacharbeiten kann, aber nichts was man nicht noch regeln kann. Der Griff lässt zwar einen Griff von Busse erkennen, aber tonnenförmige Griffe gabs schon immer, also auch kein Grund zum Verzweifeln, irgendwie findet man bei jedem Messer immer wieder Formen die andere Messer auch haben.
Wenn ich geahnt hätte dass das ganze Vorhaben in diese Richtung geht hätte ich den Vorschlag gemacht erst mal ein Messer anzufertigen und dieses Messer mal auf Herz und Nieren zu testen. Ich rede nicht davon damit irgendwelche Backsteine zu zerschlagen, sondern zu sehen wie es sich greifen lässt, wie die Handlage ist und wie es um die Schneiden- und Klingenstabilität bestellt ist. Bei einem entsprechenden Feedback wäre dann immer noch Zeit gewesen um eine Kleinserie ins Auge zu fassen, aber jetzt haben wir ja die Rohlinge auf dem Tisch liegen und der Lösungsansatz muss ab dem jetzigen Zeitpunkt erfolgen.
Möglich wäre es die gehärteten Rohlinge ohne weitere Bearbeitung anzubieten, so wäre man in einem Preisrahmen der überschaubar ist. Preislich kommt das fertige Messer bestimmt auf mindestens 400 Euro, damit ist allerdings gerade mal Material für Griffbeschalung, Befestigung (Kleber, Nieten etc.), eine Kydex (diese Klinge schluckt ohne Probleme eine große Platte Kydex) mitsamt Schrauben, Ösen und Gürtelbefestigung abgedeckt, viel verdient ist dabei nicht. Wenn man hier die Arbeitszeit noch mit kalkuliert ergeben die 400 Euro nicht mal den Stundenlohn für einen "400 Euro-Job".
Aber selbst die 400 Euro heben das Messer in eine Kategorie die schon leicht hinter der Schmerzgrenze liegt, wenn man sich die Preissegmentierung der angebotenen Messer, ich nehme jetzt alle Serien- und Custommesser mit an Bord, ansieht, dann wird man feststellen das Messer bis 300 Euro durchaus immer Käufer finden, zwischen 300 und cirka 800 Euro ist es wieder verdammt schwer etwas zu verkaufen, alles was darüber liegt sind entweder fantastisch gut gemachte Einzelstücke oder Auftragsarbeiten.
Dann gibt es noch diese magische 500 Euro-Grenze, ein halber Tausender sozusagen, hier sind wir bereits bei klingenden Namen, die muss ich hier nicht aufführen, wir kennen sie ja alle. Wenn man ein Messer in diesem Preissegment anbietet muss man zwingend einkalkulieren dass das eigene Messer nicht mindestens so gut sein darf wie z. B. ein Randall oder ein Busse, es muss besser sein. Es ist nun mal so dass die Herstellerbezeichnung auch eine gewisse Qualtiät mit sich bringt, dem muss man als Messermacher Zoll bezahlen, ob man will oder nicht.Im Nachhinein ist es natürlich leicht das ganze Vorhaben, ich sage es mal vorsichtig, aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Von einer Schadensbegrenzung möchte ich jetzt nicht reden, es ist ja kein Schaden entstanden, es liegen nur eben eine Portion Klingen auf dem Tisch die die Kosten decken sollen, ganz salopp gesagt. Zwei fertigstellen und die anderen nach dem Härten verkaufen wäre im jetzigen Stadium vielleicht ein Lösungsansatz der zumindest ein Teil der Kosten abdeckt.
Meine Offenheit mag mir verziehen werden, aber wenn sich schon jemand soviel Mühe macht soll auch eine ehrliche Meinung möglich sein, es hat ja keiner Geld zu verschenken. Aber wenn wir schon bei ehrlich und offen sind, wir reden ja von knapp 2000 Euro (das waren früher 4000 Mark, das war kein Pappenstiel), von diesem finanziellen Einsatz hätte man vor ein paar Monaten wissen müssen. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich den Vorschlag gemacht die finanzielle Aufwendung in einen potenten Bandschleifer, 50 Bänder und einen halben Zentner Stahl zu investieren. Aber was nicht ist kann noch werden.
Viele Grüße
Roman -
Macheten aus 1095 gibt es von Ontario, zumindest steht das in der Beschreibung drin.
Ansonst ist es ziemlich einfach, wieso sollte man einen Stahl mit rund einem Prozent Kohlenstoff nehmen wenn das Primärarbeitsziel der Schneide hacken und nicht der Zugschnitt ist? Die erforderliche Härte einer Machete ist nun mal nicht so hoch, dann reicht es allemal einen Stahl mit rund einem halben Prozent Kohlenstoff zu nehmen.
Einfach ist es dagegen nicht Macheten hoch zu härten, der Verzug dieser dünnen Klingen wäre bei einem Großteil der Charge hoch, man käme nicht nach mit dem Richten, was noch mehr Zeit, also Geld, kosten würde, mal abgesehen davon dass eine Machetenklinge gar nicht so einfach zu richten ist.Wer glaubt dass seine Machete zu "weich" ist kann es ja mal gern versuchen, Schneidenbereich warm machen und dann in Öl abschrecken, "schwupps und schief", in Wasser meist "schwupps und krack". Falls sich doch jemand darin versuchen möchte, Schneidenbereich warm machen bis er rot glüht, dann mit Gefühl die Klingenflanken abwechselnd auf das Löschwasser "klatschen", das reicht dann meist um sie einigermassen ohne Verzug zu härten. Jetzt ist natürlich die schwarze Farbe auf der Klinge weg, nach dem Abschrecken die Klinge mit Leinöl bestreichen und Holzkohlenasche in das Öl streuen, die Klinge auf cirka 250 Grad erwärmen, abwischen, fertig. Die Klinge ist jetzt einigermassen angelassen und hat wieder eine schöne schwarze Oberfläche.
Der Fertigungsstandard bei Macheten schwankt, es gibt einwandfrei gehärtete die auch Arbeiten am Holz mitmachen, andere wiederrum knicken dabei schon ein. Aber wir reden von einer Klinge die mit Griff zwischen 10 und 40 Euro kosten, dieses Preissegment schließt beim besten Willen keine individuelle Härtung mit ein.
Das Thema Schockbelastung bei Schneiden ist eine diffizile Geschichte, man kann hier nicht einfach einen hochkohlenstoffhaltigen Stahl nehmen, ihn fein ausschleifen und hoffen das wars, fein ausgeschliffene Schneiden haben keine hohe Belastungsresistenz bei Schockbelastung, hinter der scharfen Schneide muss da schon etwas mehr Material kommen was die Schneide durch die Spaltwirkung schützt. Die Stahlfrage ist in diesem Moment nicht so wichtig, ein Haumesser aus D2 kann bei entsprechender Materialverteilung hierbei eine genauso gute Figur machen wie eines aus C60, nur stellt sich dann wieder die Kostenfrage.
Wenn es bei Klingen aus C 60 zu Ausbrüchen an der Schneide kommt, ich drücke mich mal vorsichtig aus, stimmt vermutlich etwas mit der Wärmebehandlung nicht. Genauso kann es sein dass etwas beim Schmieden nicht so gelaufen ist wie es sollte, wird bei einer Warmumformung ein Fehler gemacht ist er danach kaum noch zu beheben, egal mit welcher anschließender Wärmebehandlung. Materialfehler des Stahls möchte ich mal ausschließen, bei C60 kann ich mir das eigentlich nicht vorstellen.
Ansonst gilt auch heute noch, was muß die Schneide können, dann kann man den entsprechenden Stahl auswählen und das/die Werkzeug/Klinge anfertigen. Ein Messer ist kein Steinmeißel und kein Drahtschneider.
Viele Grüße
Roman -
das Feilen geht in Ordnung, damit haut man auch nichts so schnell in die Tonne wie mit einem Bandschleifer.
Zeichne das Messer auf den Stahl, schneide mal zuerst nur den Spitzenbereich aus. Jetzt zeichne den Schliff an, reiß mit einem Messschieber die Mittellinie an und leg los. Du wirst sehen, es ist gar nicht so schwer. Wenn Die Spitze gefeilt ist und gefällt säg, trenn, bohr den Rest des Messers aus und mach es fertig.
Wenn Du mit der Spitze beginnst stehst Du nachher nicht da wie ein begossener Pudel als wenn Du bei einem fertigen Messer siehst dass deine Spitze nach allem aussieht nur nicht nachdem was Du wolltest. Was glaubst Du wieso die japanischen Schmiede zuerst die Spitze schmieden, bestimmt nicht weil diese listigen Burschen das aus einer Laune heraus tun. Diese Schmiede tun gar nichts beim Schmieden aus einer Laune heraus, alles was die Jungs dort drüben auf dem Globus tun was mit einer Klinge zu tun hat, hat tunlichst mit Effektivität zu tun.
Spaß beiseite, es ist ganz einfach. Wenn man einen Rohling hat und eine aufwendige Spitze schleifen, schmieden oder feilen muss, dann fängt man mit der Spitze an. Falls es nicht klappt, kein Problem, von vorn, es ist ja genug Material da. Wenn die Spitze gut ist, dann der Rest. Verfahre ich umgekehrt habe ich schon den Druck dass es beim ersten Anlauf hundertprozent gelingen muss und das ist oft der Grund des Scheiterns.
Viele Grüße
Roman