Beiträge von juchten

    Du kannst es Dir auch einfacher machen.
    Wenn man in diesem elektronischen Autkionshaus unter "alte Berufe" nachsieht und die Rubrik -Sattler- anklickt, dann ergibt sich der Rest von selbst.
    Ein Lederriemen aus Narbenleder bekommt man schon für unter 10 Euro, 40 mm breit, 3,5 mm dick, 160 cm Länge, Farbe nach Wahl. Gürtelschließen kosten im Viererpack cirka 15 Euro.
    Einfach vier Löcher mit dem Locheisen, Schließe einschlagen und die Löcher mit Nieten verschließen, Löcher für den Schließendorn, fertig. Effektive Zeit für einen Ledergürtel der locker 20 Jahre hälte, 10 Min. und vielleicht 15 Euro Einsatz (ok, Porto habe ich nicht gerechnet).


    Ich mache nicht viele Gürtel, den an meiner Jeans habe ich vor 28 Jahren angefertigt, den an meiner Arbeitshose vor 15 Jahren. Und wenn ich die Gürtel so sehe, dann denke ich nicht dass ich in absehbarer Zeit noch einen machen muss.


    Viele Grüße
    Roman

    wenn jeder eine Waffe hat, dann hat auch jeder Vollpfosten eine Waffe, das wäre schlimmer als Zombies.


    Ansonsten will ich gar nicht wissen wie es ist wenn der Wohlstandsstaat zusammenbricht und das Recht des Stärkeren gilt. Was mich schaudern lässt ist die Vorstellung wie die Krankenhausbetriebe zusammenbrechen und wieviel ältere Menschen, die allein zuhause sitzen, dann wirklich auf sich gestellt sind.
    Und wenn man Notrufnummern wählt hebt keiner ab. Und was tut man wenn eins der Kinder eine Blinddarmentzündung bekommt, das sind Gedanken die mir mehr Sorgen für solche Fälle machen als was ich noch an "Gucci-Gear" in meinen Rucksack packe.
    Viele Grüße
    Roman

    ja "Peter1970", so ist das heutzutage.


    Jedes Messer muss für alle Situationen gemacht sein und jedem gerecht werden. Es gibt natürlich auch die seltsamsten Umkehrschlüsse bei solchen Diskussionen. Verwendet die Firma XY einen nicht korrosionsfesten Stahl ist das alles in Ordnung (natürlich beschichtet und kein Mensch weiß letztendlich womit, ist sowieso egal, Hauptsache schön fleckfarbene Reklame, das man für 600 Euro vier Zentner von dem Stahl bekommt interessiert ja auch keinen).
    Ist ein Messer über 120 mm in der Klinge, totaler Mist-kann kein Mensch mitnehmen, hat es weniger- totaler Mist, man kann nicht damit hacken.
    Der Rost ist natürlich überhaupt der Aufhänger, ich würde ja jetzt noch etwas dazu schreiben, aber irgendwann wird man bei so etwas auch müde.


    Viele Grüße
    Roman

    Das von Spyderco habe ich noch nicht gesehen, danke für den Hinweis.
    Dass es nicht in Serie geht kann ich mir gut vorstellen, gerade mit den rechtlichen Voraussetzungen des Heimatlandes. Man kann sich zwar ein Sturmgewehr mit Mun. kaufen, aber es steht vermutlich 50mal auf der Verpackung eines Rugby-Balls "Nicht verschlucken und nicht in die Nase einführen". Vermutlich war der Beipackzettel für dieses Frictionfolder von Spyderco in klassischer Buchbindeweise hergestellt, 458 Seiten mit Goldrand und drei Lesebändchen, das Ganze in recycelbarer und essbarer Pappe eingebunden. Wer kann sich denn da noch so ein Messer leisten?


    Jaja, so ist das mit der heutigen Zeit, man lässt uns hochmoderne elektronische Kommunikationsmittel bedienen, liefert an tattrige Greise Autos mit 600 PS aus, ohne nachzufragen ob die Reaktionszeit noch über der einer Napfschnecke liegt und setzt uns mehrerer tausend Fernsehprogramme aus, die gefährlicher für den Geisteszustand der Menschen sind wie "galoppierende Hirnfäule". Aber ein Klappmesser ohne Verriegelung wird vermutlicher von "Regressermittlern" kritischer betrachtet als eine mittelgroße thermonukleare Waffe.


    Viele Grüße
    Roman

    ich hätte an der Stelle wo die Naht unterbrochen ist einfach die Naht durch das vordere Lederteil weitergenäht. So hätte sie zwar keinen Sinn was Stabiltät betrifft, die Naht wäre optisch nur eben durchgängig gewesen.
    Ohne Standbohrmaschine hilft nur noch eine Ahle mit einem anständigem Griff, dann einfach ein Stück Hartholz unterlegen, die Nähte anzeichnen (oder einfach mit einer Gabel die Löchel markieren, so ist man immer im Maß), senkrecht die Ahle aufsetzen und mit dem Hammer durchschlagen. Wenn man von Hand sticht ist es ja fast unmöglich bei dickerem Leder die Richtung zu halten, vor allem muss man aufpassen dass man sich nicht in die andere Hand ein Loch setzt.
    Viele Grüße
    Roman

    wenn ich so das Ergebnis von dieser "Steinwaschgeschichte" sehe desto mehr gefällt mir das. Danke fürs Zeigen Hendrik, ich werde wohl die Tage mal ein Rohr mit Steinen füllen.....
    Viele Grüße
    Roman

    wenn die Scheide das Messer so hält wie man es vorgesehen hat gibt es keine Verbesserungsvorschläge, dann ist "alles in Butter". Der Rest ist eine reine Kosmetikfrage.
    Ich bin ja selbst nicht so der "Lederkosmetiker" und staune über gut gemachte Messerscheiden, deshalb halte ich mich mit Kritik sehr zurück. Was ich persönlich an der Scheide gemacht hätte wäre die Naht auf der Frontseite durchzunähen, und wenn ich einen Teil auch "blind" genäht hätte, so wäre die Naht nicht durchbrochen worden. Das von Hand stechen der Nahtlöcher ist natürlich immer so eine Geschichte, da bekleckere ich mich auch nicht mit Ruhm. Eine gute Idee hat mir mal Markus verraten, Löcher anzeichnen und dann die Ahle in eine Standbohrmaschine einspannen, so ist das Lochen eine sichere Sache und man muss sich keinen abbrechen um durch das Leder zu kommen. Das Gleiche funktioniert auch so mit dem Werkzeug für die Kydexösen.


    Die Idee mit den zwei Laschen auf der Rückseite finde ich sehr gut.


    Viele Grüße
    Roman

    Friction Folder sind zwischenzeitlich Saurier in der Messerlandschaft geworden, es gibt hier und da wohl welche, aber ich glaube nicht dass eine Renaissance dieser Klappmesser geben wird.
    Woanders denkt man da in gewohnten Bahnen und baut unbeirrt weiterhin diese Art Klappmesser, man muss nur einen Blick auf die sardischen Hirtenmesser werfen und wird sofort Frictionfolder in allen möglichen Formen finden. Ich besitze selbst ein kleines dieser Klappmesser aus Sardinien, aber es ist genau umgekehrt eingestellt worden. Die Klinge klappt einfach zusammen und man muss sie fest in die Aussparung in den Griff drücken, immerhin hält sie dann so fest dass sie einem nicht die Leistensehen oder schlimmeres in dieser Region durchschneidet beim ungewollten Aufklappen in der Hosentasche.
    Und irgendwie fühlt man sich doch sicherer wenn man weiß dass das Messer auf- und zuklappt wann wir es wollen und nicht wenn das Messer es für nötig hält.
    Viele Grüße
    Roman

    vielen Dank für die Ausweichmöglichkeiten, aber mir persönlich geht es speziell um das Military. Es ist so groß dass ich es gut in der Hand halten kann und die Klingenform sagt mir auch zu. Die Spydercomesser gefallen mir von Anfang an, gerade weil sie nicht so aussehen wie die anderen.
    Ich weiß noch gut wie damals im Katalog von einem Anbieter mal ein paar abgebildet waren, das waren damals "Objekte der Begierde", auch wenn es nur ein halbes Dutzend Ausführungen gab.
    Viele Grüße
    Roman


    PS: Aber ich glaube nicht dass die "Innovationsmanager" von Spyderco so "vintage" werden und eins aus Kohlenstoffstahl zusammenbauen bzw. planen.

    wenn es darum geht ab und an nachzuschärfen tut die T3 ihren Dienst mehr als gut. Es ist nur so, man käuft sich etwas aus Vernunftgründen, wenn man es hat schielt man dann doch immer auf das Teil was eine Spur stärker ist. In diesem Fall würde ich zu der T7 raten.
    Jetzt ist allerdings das Dilemma groß, mit der T7 ist man in einem Preisbereich gelandet in dem man schon einen gebrauchten und gebrauchstüchtigen Bandschleifer erwerben kann, damit ist das Schärfen der meisten Klingen dann nur noch Sekundensache und man könnte sich das ein oder andere Messer dann wohl selbst machen, aber das gehört ja jetzt nicht hierhin...........


    Viele Grüße
    Roman

    ich weiß nicht mehr welcher Stahl bei den zwei Enduras die bei mir ihren Geist aufgaben verwendet wurde. Das hier ist auch keine "Schlechtmache" von Spydercomessern, ich habe selbst einige und bin mit ihnen hochzufrieden. Unter anderem macht ein Harpy schon jahrelang eine gute Figur beim Schneiden und Nachschärfen, trotzt Salz- und Süßwasser und musste nur einmal leicht an der Achse nachjustiert werden, nicht weil es "geschlockert hat, sondern weil es ein bißchen Spiel bekommen hat aufgrund des Gebrauchs. Auch eins mit einer Klinge aus s30v ist ein beständiger Schneider und der Stahl macht eine gute Figur.
    Der Rest meiner Meinung über das Mlitary/Param. ist rein persönlilche Ansichtssache, ich hatte beide schon in der Hand und finde beide gelungen. Was mich zu einem Direktkauf veranlassen würde wäre ein Military mit einem Backlock, einer Klinge aus C75, vorzugsweise mit 4 mm Rückenstärke, ebenso Platinen aus C 75 und einer Achse die 5 mm Durchmesser hat und mindestens 3 mm vom Rand der Klingenwurzel entfernt sitzt. Aber ich denke nicht dass Spyderco auf meine persönlichen Wünsche eingeht.
    Viele Grüße
    Roman

    trifft voll meinen Geschmack, eine Handvoll scharfen Stahl ohne Schnickschnack. Der Hamon macht wie nicht anders erwartet auch eine gute Figur und die Scheide ist auch gelungen.
    Viele Grüße
    Roman

    ich stehe schon länger vor der Entscheidung, aber es wird wohl eher das Militäry weil das Para mir zu klein ist. Was ich bis jetzt vermisse ist das mal einer ein paar Erfahrungen mit dem Messer erzählt, das Dauergerede auf yt wo man zwei Hände und ein Messer sieht finde ich fade Ich will nur mal wissen wie es ist wenn das Messer stumpf ist und wie es sich schärfen lässt, nicht dass ich so ein Desaster erlebe wie bei meinen Enduras.
    Und wenn es geht, ich bin vermutlich zu ungeschickt dafür, ich würde mich mal dafür interessieren wo die Achslochbohrung bei dem Para-/Mililtäry sitzt, vielleicht hat ja jemand ein Foto davon.
    Viele Grüße
    Roman

    ja, es ist manchmal schwer zu verstehen wieso ein weiterentwickelter Stahl nicht gleich der bessere Klingenstahl ist. "Unkenrufer", natürlich darf man auf solche nicht hören, behaupten dass es für eine Klinge keine Rolle spielt wenn der weiterentwickelte Stahl deshalb weiterentwickelt wurde damit er als Triebwerksbauteil noch hitzebeständiger ist. Welcher Bezug da zu einer Klinge besteht erschließt sich manchmal nur schwer.
    Viele Grüße
    Roman

    ich bin ein wenig pragmatisch für große Philosophien, aber es geht ja auch um Messer und nicht um Schierlingssäfte die man aus lauter Verzweiflung runterschüttet.


    Wenn ich weiß welche Arbeit mit dem Messer zu machen ist kommt das entsprechende Messer mit, da geht von 40 mm Klinge bis zur Machetenklinge. Das ist aber auch dann der Optimalfall wenn man planen kann. Einfach so schleppe ich in der Arbeitshose ein Klappmesser von Otter mit.


    Wenn ich nicht planen kann wäre ich froh wenn ich ein Messer mit einer acht Zoll Klinge hätte, etwas breiter, Klinge max. 6 mm Rücken. Mit einem solchen Messer kann ich ohne Problem hacken wenn es sein muss und alles schneiden. Der Stahl ist mir fast egal, wenn er sich nur ohne Problem scharf halten lässt und die Schärfe einigermaßen hält.


    Messer mit einer solchen Klinge (ich gehe mal noch 1 Zoll hoch oder runter) sehen im ersten Moment etwas massig aus, sind aber immer noch gut zu tragen und eben nur ein paar Zentimeter länger als ein kurzes Messer. Natürlich ist das kein Filetiermesser, aber wenn ich mal einen Fisch damit versorgen müsste würde ich den Fisch einfach vom Rücken her der Länge nach aufbrechen, dann kann man ihn aufklappen wie ein Buch und die Innereien sind mit einem Griff entsorgt.
    Andere Schneidarbeiten erledigt ein solches Messer auch gut, man kann eine Scheibe Brot abschneiden ohne das sie aussieht wie ein Keil und irgendwie gibt mir ein Messer in der Größe ein gutes Gefühl, wenn es auch nur subjektiv ist, aber es bleibt ein gutes Gefühl. Die Klingenform sollte für mich Richtung Campknife gehen, oder eben Bowie mit keiner ausgeprägten feinen Spitze, ich muss mehr schneiden und hacken als stechen.


    Eine Axt oder Beil nehme ich nur wenn ich es auch brauche, ebenso eine Säge. Das sind für mich mehr Holzbearbeitungswerkzeuge und nehme sie dann auch nur wenn ich sie brauche. Wobei ich nichts gegen eine Klappsäge habe, die kann durchaus sehr nützlich sein.


    Viele Grüße
    Roman

    das ist die unendliche Diskussion, kleine Klinge oder große Klinge. Wobei sich mir die Frage stellt ab wann eine große Klinge beginnt, ab 100 mm Länge oder ab 250 mm Länge? Vielleicht ist es wirklich so dass es Anwender gibt die mit einem größeren Messer, ich sage jetzt einmal bis 200 mm Klinge, besser zurecht kommen als mit einem Messer das eine z. B. 100 mm Klinge hat.


    Größere Messer haben die Angewohnheit nicht so schnell ihren Geist aufzugeben, und was die Anwendung betrifft, ein großes Messer kann alles was ein kleines Messer kann, ein kleines Messer kann aber längst nicht alles was ein großes Messer kann.
    Und wenn jemand wie Tony ein Messer mit einer 180 mm Kilnge präferiert, dann hat das für mich schon Überzeugungskraft.


    Aber es ist wie es ist, jeder hat da seinen Standpunkt.


    Viele Grüße
    Roman

    wenn das deine erste Messerscheide ist dann ist sie Dir auf jeden Fall gelungen, gerade weil das Messer darin optimal Halt findet.


    Die Nähte sind augenscheinlich alle im gleichen Abstand, der Abstand der Außennähte entspricht dem Abstand zum Rand, so ist alles in Proportion. Ich glaube ich habe eine Stelle gesehen wo die Kante nicht so ganz gebrochen war, aber das tut dem Gesamtbild keinen Abbruch.
    Ja, man hätte die Schlaufe auf dem Rücken an den Laschen ein wenig breiter ausfallen lassen können, so wäre mehr "Nahtplatz" gewesen, aber bei 3,5 mm ist das wohl kein Grund zur Sorge.
    Der Gesamteindruck überzeugt mich auf jeden Fall.


    Viele Grüße
    Roman


    PS: Scheidenkanten, sehr "oberflächendicht" werden die wenn man sie am Polierbock poliert, falls nicht zur Hand, ein Einreiben mit Bienenwachs (Imker) und glattreiben mit einem Stück Horn, das wird sogar schön glatt wenn man voher mit einem 180er Schmirgel glatt geschliffen hat.

    Spitzenklasse geworden, wenn "Priest Vallon" heute noch leben würde wäre eines deiner Messer vermutlich sein Rasiermesser, man geht ja mit der Zeit.
    Form und Maße der Messer gefallen mir persönlich gut, gerade eine etwas breitere Klinge hat immer genug Material um im Laufe ihres Lebens nicht nach ein paar Mal nachschleifen aus der Form zu kommen. Augenscheinlich bedarf auch die handwerkliche Umsetzung keines Kommentars, außer dass es perfekt aussieht.
    Viele Grüße
    Roman