wenn es eine Ganzstahlaxt werden soll und man hat keine Gesenkschmiede, Stahlfräse oder sonst was in der Richtung zur Verfügung wirds schwer in zwei Richtungen, die erste betrifft das Machen, die zweite das Gewicht.
Eine Axt die komplett aus Stahl gefertigt wird ist schwer, Möglichkeiten wären Löcher (wo kein Stahl ist kann er auch nichts wiegen), die zweite wäre eine Rahmenbauweise, hier sind wir wieder bei einem massiven Maschineneinsatz (bei der ersten sind wir auch bei einem massiven Maschineneinsatz, Bohrmaschinen mit denen man Löcher bis 20 mm in Stahl bohren kann stehen nicht im Hobbykeller).
Kuhfuß am Ende des Stiels, mit so etwas muss man leben, wenn einer so etwas haben möchte würde ich es ihm nicht ausreden, für mich persönlich halte ich es für unsinnig, was soll ich mit einer Kuhfußklaue unterhalb meiner Finger, rutscht mir das Ding ab marschieren immer die Kanten der Klaue durch die Finger.
Ansonst will ich keinem eine Axt komplett aus Stahl ausreden, für mich käme so etwas nicht in Frage, wozu soll ich diesen ganzen "toten Stahl" mitschleppen?
Meine Primärfrage ist immer, muß ich damit arbeiten oder will ich es partout haben weil es "geil" aussieht. Danach wird die Entscheidung getroffen, so sieht es auch mit dem Stahl aus. Muß ich damit arbeiten reicht allemal C60, den kann keiner mit Armeskraft an seine Grenzen bringen, was der als Axt nicht kann können die anderen Stähle auch nicht. Gut, er rostet, aber bis ein Axtgehäuse im Normalfall wegrostet tun uns keine Zähne mehr weh. Und C60 ist günstig und in fast allen Maßen noch zu bekommen, und man kann ihn selbst problemlos härten.
Wenn man damit arbeiten will kommt ein Holzstiel an die Axt, Holz nimmt Schweiß besser auf und eine Axt mit Auge kann man jederzeit selbst neu stielen, eine mit Plastistiel ist ein Wegwerfartikel. Das Gehäuse sollte nicht schwerer als man es braucht, Äxte sind ohnehin schon schwer, wozu sich noch mehr müde machen? Hammerfläche klein halten, man arbeitet mehr mit der Schneide als mit der Hammerfläche, Hammerbahnen sind massiv und massiv bedeutet mehr Gewicht. Schneidenlänge so lange wie möglich, bei langen Schneiden muss man nicht so genau zielen.
Sachen mit denen man nicht arbeiten muss, also rein dem Habenwollen zugesprochen werden können, da kann man der Fantasie dann freien Lauf lassen. Da ich fantasielos bin was Äxte betrifft kann ich auch keine Stellung dazu beziehen.
Ansonst, wer ein taktisches Beil braucht, ein Feuerwehrbeil kostet keine 30 Euro, ist stabil, hat seine Zweckmässigkeit in allen überaus taktischen Situationen bewiesen und hat am Ende einen Dreikantschlüssel, alles zusammen macht sich also gut im Kofferraum. Und wenn man es verliert, dann verliert man kein Customteil für 500 Tacken, sondern kann es per Anruf übermorgen wieder in der Hand haben. Was noch möglich wäre, ein Klauenbeil der BW, kostet keine 15 Euro, man kann es nach eigenen Vorstellungen umschleifen und wieder neu härten, ist auch kein Hexenwerk bei diesen Dingern.
Viele Grüße
Roman