Beiträge von juchten

    Klingen die eine Kehle aufweisen, egal ob wir sie jetzt Blutrinne oder Hohlkehle nenne, jeder weiß was gemeint ist, die werden dadurch nicht schwächer, es tritt vielmehr eine stabilitätssteigernde Wirkung ein. Diese Hohlkehlen haben schon früher feinen Klingen erst möglich gemacht überhaupt gebrauchsfähig zu werden, egal ob es ein Dolch oder ein Schwert war.
    Wenn ich so darüber nachdenke ist mir die Anschliffart eigentlich ziemlich egal, da sollte eigentlich jeder wissen womit er am besten zurecht kommt. Was nützt es wenn alle zu einem balligen Schliff raten aber der "Beratene" damit gar nicht zurecht kommt weil ihm eigentlich ein Flachschliff mehr entgegenkommt, beim Anwenden und schärfen.
    Ansonst, Anschliff hin oder her, persönlich wäre es mir, wie ich schon öfters gesagt habe, lieber wenn das Messer zwei mm mehr Breite hätte, gerade die Messer die man häufig benutzt und regelmässig schärft.


    Viele Grüße
    Roman

    persönlich gehe ich mit Kibo "d´accord", es spricht nichts gegen einen Griff aus Holz. Diese kleinen taktischen Hawks haben relativ kurze Stiele, cirka 60 % davon bedeckt die geschlossene Hand, ein kleiner Prozentsatz befindet sich unterhalb der Hand und der Rest ist von der nach unten gezogenen Schneide abgedeckt, somit ist die Gefahr eines Bruchs oder Beschädigung fast gänzlich ausgeschlossen, außer die Hand wird mit in Leidenschaft gezogen.


    Ich schreibs jetzt nochmal, ich will keinem eine Konstruktion aus Metall ausreden oder solche Konstruktionen hier schlecht reden, aber rein gewichtsmässig verschenkt man Schnelligkeit, egal ob so ein Hawk als Waffe oder Werkzeug dienen soll.


    Diese ganzen neumodischen Beile habe ich mir jetzt einmal angesehen, abgesehen davon dass sie "cool" aussehen erkenne ich keine große Innovation, die wiegen ja alle soviel wie ein gewöhnliches Beilchen, und das in der heutigen Zeit?! Über ein Pfund Gewicht, schwerer war das Beil meiner Oma auch nicht. Wieso stanzt man die Hawks nicht aus Blech aus, 4 mm würden allemal reichen, so würden auch die Kosten nicht so exorbitant ausfallen, und vier mm reichen allemal aus.
    Oder, wir leben doch in modernen Zeiten, man könnte doch die Form des Hawks aus Flugzeugaluminium gießen und eine Schneide/Spike einfach ankleben. Es werden Maschinenteile geklebt die mehr aushalten müssen als die Beanspruchung bei einem Beilchen das von Hand geführt wird. Man klebt einfach fertig geformte Schneiden an, als Stahl würde ich das Material vorschlagen dass bei Metzgerbeilen verwendet wird, es rostet nicht und hat vor allem, im Gegensatz zu den hochgelobten modernen Stählen an "Kampfmessern", millionenfach bewiesen dass er durch Knochen und Fleisch "marschieren" kann ohne Mucken zu machen. Und "last but not least", dieses Material kostet kein Heidengeld und so kann man die Geldbeutel der Käufer schonen ohne Einbußen an Qualität machen zu müssen.


    Es wärern auch thermoplastische Kunststoffe als Material möglich, ebenfalls mit eingesetzten Schneiden aus Stahl oder sonstigem Material.


    Aber wie gesagt, das sind nur ein paar Gedanken. Die ganze Ausrüstung wird hinsichtlich des Gewichts optimiert, Pistolen aus Plastik funktionieren ohne Fehl und Tadel, und dann bekommt man ein Ganzstahlbeilchen vorgesetzt, fehlt nur noch der Schraubenzieher am Griffende (die ältere Generation wird schon wissen was ich meine).


    Viele Grüße
    Roman

    sie gehen im Normalfall nicht kaputt.
    Ich habe drei Stück "Betrieb", eins mit Plastikgriff, zwei mit Holzgriff. Späne machen für das Schmiedefeuer anzuzünden (mit der Methode "Hammerbatoning), Epoxyd abkratzen, alle möglichen Schneidereien, immer wieder geschärft auf dem Bandschleifer, zur Not mit Griff nachgehärtet, schaben, egal was, sie funktionieren noch, auch wenn sie ein bißchen Material eingebüßt haben.
    Eins mit Holzgriff hat die Klinge ein wenig gehen lassen, einfach wieder reingehauen, fertig.
    Für das Geld ein Sorglosmesser.
    Viele Grüße
    Roman

    Kibo, 1.2550 ist ein wunderbarer Messerstahl, er bildet auch hervorragende Schneiden. Aber, es gibt leider ein -aber-, soweit ich weiß gibt es 1.2550 nur als Rundstahl.
    1.2550 lässt sich schmieden, erfordert aber eine gute Feuerführung und ein gekonntes Erwärmen wenn man dabei ist warm umzuformen. Man kann naürlich auch ganz lustig drauf los schmieden, aber das kann ziemlich frustrierend sein, das Material bricht dann wie Glas.
    Die sicherste Möglichkeit eine hochbelastbare Schneide herzustellen bei einem hochzähen Gehäuse ist ganz einfach, man formt das Gehäuse aus C45 und schweißt einen Schneidkeil aus einem cirka 0,7 prozentigen Kohlenstoffstahl ein. So hat man eine sehr schneidige Axt mit einer gleichzeitig hochzähen Hammerbahn.
    Viele Grüße
    Roman

    wenn es eine Ganzstahlaxt werden soll und man hat keine Gesenkschmiede, Stahlfräse oder sonst was in der Richtung zur Verfügung wirds schwer in zwei Richtungen, die erste betrifft das Machen, die zweite das Gewicht.


    Eine Axt die komplett aus Stahl gefertigt wird ist schwer, Möglichkeiten wären Löcher (wo kein Stahl ist kann er auch nichts wiegen), die zweite wäre eine Rahmenbauweise, hier sind wir wieder bei einem massiven Maschineneinsatz (bei der ersten sind wir auch bei einem massiven Maschineneinsatz, Bohrmaschinen mit denen man Löcher bis 20 mm in Stahl bohren kann stehen nicht im Hobbykeller).


    Kuhfuß am Ende des Stiels, mit so etwas muss man leben, wenn einer so etwas haben möchte würde ich es ihm nicht ausreden, für mich persönlich halte ich es für unsinnig, was soll ich mit einer Kuhfußklaue unterhalb meiner Finger, rutscht mir das Ding ab marschieren immer die Kanten der Klaue durch die Finger.
    Ansonst will ich keinem eine Axt komplett aus Stahl ausreden, für mich käme so etwas nicht in Frage, wozu soll ich diesen ganzen "toten Stahl" mitschleppen?


    Meine Primärfrage ist immer, muß ich damit arbeiten oder will ich es partout haben weil es "geil" aussieht. Danach wird die Entscheidung getroffen, so sieht es auch mit dem Stahl aus. Muß ich damit arbeiten reicht allemal C60, den kann keiner mit Armeskraft an seine Grenzen bringen, was der als Axt nicht kann können die anderen Stähle auch nicht. Gut, er rostet, aber bis ein Axtgehäuse im Normalfall wegrostet tun uns keine Zähne mehr weh. Und C60 ist günstig und in fast allen Maßen noch zu bekommen, und man kann ihn selbst problemlos härten.


    Wenn man damit arbeiten will kommt ein Holzstiel an die Axt, Holz nimmt Schweiß besser auf und eine Axt mit Auge kann man jederzeit selbst neu stielen, eine mit Plastistiel ist ein Wegwerfartikel. Das Gehäuse sollte nicht schwerer als man es braucht, Äxte sind ohnehin schon schwer, wozu sich noch mehr müde machen? Hammerfläche klein halten, man arbeitet mehr mit der Schneide als mit der Hammerfläche, Hammerbahnen sind massiv und massiv bedeutet mehr Gewicht. Schneidenlänge so lange wie möglich, bei langen Schneiden muss man nicht so genau zielen.


    Sachen mit denen man nicht arbeiten muss, also rein dem Habenwollen zugesprochen werden können, da kann man der Fantasie dann freien Lauf lassen. Da ich fantasielos bin was Äxte betrifft kann ich auch keine Stellung dazu beziehen.


    Ansonst, wer ein taktisches Beil braucht, ein Feuerwehrbeil kostet keine 30 Euro, ist stabil, hat seine Zweckmässigkeit in allen überaus taktischen Situationen bewiesen und hat am Ende einen Dreikantschlüssel, alles zusammen macht sich also gut im Kofferraum. Und wenn man es verliert, dann verliert man kein Customteil für 500 Tacken, sondern kann es per Anruf übermorgen wieder in der Hand haben. Was noch möglich wäre, ein Klauenbeil der BW, kostet keine 15 Euro, man kann es nach eigenen Vorstellungen umschleifen und wieder neu härten, ist auch kein Hexenwerk bei diesen Dingern.


    Viele Grüße
    Roman

    die Idee ist ja nicht schlecht, nur geht das nicht einfach so dass man einfach einen Maßstab anlegt und alles entsprechend kleiner umsetzt. Wir reden ja von einem Messer das man in der Hand halten will, da kann man nicht einfach den Griff von Standard auf die Handdimensionen eines Fünfjährigen verkleinern.
    Was ich mir vorstellen könnte wäre den Griff unwesentlich zu kürzen und die Klinge ein wenig breiter zu machen, so sieht das Endprodukt nicht ganz so verhungert aus und man hat noch Material genug an der Schneide wenn man oft nachschärft (weil das Messer kürzer ist führt man es auch öfter, was man öfter führt benutzt man öfter, was man öfter benutzt wird stumpf, was stumpf wird muss nachgeschärft werden, nachschärfen kostet Material).


    Persönlich würde ich wie gesagt die Herausforderung nicht darin sehen das Messer einfach zu verkleinern sondern es gedrungener zu machen.


    Viele Grüße
    Roman

    dann habe ich folgenden Vorschlag. Gib einfach die unbekannte Stahlbezeichnung so ein: steel ........., fertig. Seltsamerweise findet man in englischsprachigen Foren fast immer ein Datenblatt mit den entsprechenden Legierungen. Dann schreib Dir die Legierungen auf und mach einfach den freundlichen Stahlberater der Firma Pizzini auf, die freundlicherweise ins Netz gestellt wurde, und vergleich die bis jetzt unbekannten Stahldaten mit denen in der Liste, fertig.
    Also nicht "fertig" um das Thema oder dich abzukanzelen, sondern so habe ich es gemacht. Natürlich kann ich auch diverse Bücher und den Stahlschlüssel aufschlagen und suchen, aber offen gesagt ist das der schnellste Weg, es geht ja rein darum dass man sich etwas unter den fremden Stahlbezeichnungen vorstellen bzw. vergleichen kann mit uns bekannten Stählen.


    Viele Grüße
    Roman

    mks, meine Antwort war nicht an Dich gerichtet, das war genereller Natur.



    Natürlich gibt es Leute vom Land die mit den Gegebenheiten draußen vertraut sind, genauso wie es auch solche Verteter in Städten gibt. Ich habe nur den allgemeinen Eindruck dass sich viele Menschen es sich leichter draußen vorstellen als es wirklich ist und für viele ein böses Erwachen wäre. Die meisten haben vergessen dass nur eine Hauswand und die Heizung uns vor dem "Draußen" bewahren und haben sich daran gewöhnt.



    Viele Grüße
    Roman

    ich würde diese "Jagdgeschichte" ganz vergessen. Ich stelle mir diese Ausnahmesituationen sehr dynamisch vor was den Ablauf angeht, für Jagd sehe ich da irgendwie keine Zeit.



    Was das Schieißen mit Bogen oder Armbrust auf Wild betrifft, ich will die Szenen gar nicht sehen wo das Wild nicht direkt tödlich getroffen wurde sondern mit einem Pfeil oder einer Pfeilwunde langsam irgendwo verendete, auf yt werden auch nur die "sauberen Ergebnisse" gezeigt. Zudem, ich hoffe dass jeder der so etwas vorhat auch schon einmal ein Wildtier aufgebrochen hat, da kann es schnell passieren dass unserem wackeren "Endzeitüberlebenden" schlagartig der Appetit vergeht. Genau diesen Appetit muss er nämlich bewahren, wie soll ansonst z. B. ein Reh verbraucht werden?
    Sagen wir einmal 10 kg Fleisch, frisch erlegt und ohne entsprechendes Vorgehen total kontaminiert mit Erregern aller Arten, da bleibt nur noch die Pygmäenmethode übrig, alles braten und soviel essen wie geht. Und dann ist ja frisch erlegtes oder geschlachtetes Fleisch auch nicht jedermanns Geschmack, sobald Fleisch nämlich nicht aus dem eingeschweißten Päckchen im Supermarkt kommt hat es die Eigenschaft ziemlich zäh zu sein, daran ändert auch grillen nichts.
    Und vergesst die Maden nicht, überall wo ein paar Spritzer Blut sind, da befinden sich in der warmen Jahreszeit innerhalb eines Tages Maden, aber es gibt ja Leute die so etwas für Proteinnahrung halten. Pökeln fällt auch aus wenn man unterwegs ist, man braucht dafür blitzsaubere Gefäße und mit frisch geschlachtetem Fleisch wäre das ohnehin eine sehr wacklige Methode was das Ergebnis betrifft. Zudem muss man von der Haltbarmachung durch Salz Ahnung von der Materie haben, Wildfleisch pökeln setzt Erfahrung voraus.


    Ich bleibe nach wie vor dabei, soviel hochkonzentrierte Nahrung mitnehmen wie geht, für trocken und warm schlafen sorgen (es ist einfach Mist morgens in einem nassen Schlafsack wachzuwerden, aber das ist ja Theorie, meist wird man mitten in der Nacht in einem nassen Schlafsack wach).


    Aber es ist ohnehin alles müßig, was ist wenn die eigene Nahrung aufgebraucht ist, der letzte Kaffee getrunken und die letze Kippe gequalmt ist, der letzte Pfeil der Armbrust irgendwo nicht auffindbar in der Pampa steckt? Immer noch alles lösbar mit theoretischen Lösungen? Aber solche Situationen haben auch keine Probleme damit uns vor noch größere Aufgaben zu stellen, man wächst ja mit diesen wie uns das moderne Management immer mitteilt.


    Wie wäre es mit leichtem Schneefall und Zahnschmerzen, fünf Tage nichts gegessen und kein Toilettenpapier. Sich allein monatelang durchschlagen, für so etwas braucht man etwas was man nicht kaufen und in den Rucksack packen kann.........Glück.


    Viele Grüße
    Roman

    "aneignen, aufbrechen", das hört sich wirklich nach dem Vorhaben eines "Mitternachtsschlossers" an und nicht nach jemand der einen Notfall überstehen möchte.
    Ich frage mich nur was die ganzen anderen Menschen dann machen, zuhause sitzen und bibbern wenn einer versucht das Fenster aufzubrechen. Bei dem illegalen Waffenbestand allein in Deutschland ist spätestens, rein statistisch, beim dritten Fenster Feierabend. Dann macht es "peng, natürlich lauter".... um Herr Erhardt einmal zu zitieren, und man braucht sich keine Gedanken mehr um Infusionen oder Desinfektionen zu machen.


    Ansonst, ich zitiere mal "und dann wollen sich 10 000 dieser Romantiker von der Jagd ernähren"..... (ich gehe davon aus dass ich das Zitat benutzen darf, ich frage heute Abend aber nochmal nach), diese Vorstellung ist eigentlich nicht romantisch sondern naiv.


    Persönlich, ich will ja nicht nur konstruktiv sein, sehe ich das Schwergewicht einer solchen Ausrüstung darin die Primäranforderungen zu stellen. -Essen, Trinken, Schlafen-, Waffen sind Nebensache und belasten nur, egal wie gut die Armbrust ist, man kann sie nicht essen, eine Axt hindert auch beim Laufen, und wenn ich mir vorstelle mir einem guten halben Zentner eine lange Wegstrecke durchs Gelände gehen zu müssen, dann bleibe ich lieber zuhause, schlimmer als dieser Marsch kann es zuhause nicht werden und dort kann ich in meinem Bett schlafen.


    Viele Grüße
    Roman


    PS: das mit den "Fluppen und dem Kaffee" kann ich allerdings nachvollziehen, wenns beruhigt ist´s gut, rauche zwar keine Zigaretten, aber eine Tasse Kaffee im Angesicht der apokalyptischen Zustände kann man keinem verwehren

    dann frage ich mich, natürlich als Forenschwätzer (zum WE-Warrior habe ich es noch nicht gebracht), wieso diese Leute die dieser Mann ausrüstet soviele Schwierigkeiten mit Leuten, die er nicht ausrüstet, haben.
    Vermutlich halten sich die anderen nicht damit auf unnötige Löcher in Ölfässer zu schlagen oder Vorhangschlösser aufzuhebeln.
    Viele Grüße
    Roman

    ohne Expertisen abgeben zu wollen und in Anbetracht der üblichen Schwankungen was Legierungen betrifft, dann müsste dieser 65x13 in der gleichen Liga sein wie AUS 6/8, 440A oder z. B. 1.4110.
    Es wäre wirklich sinnvoll wenn es für Stähle etwas einheitliches weltweit gäbe, diese ganzen "ich nenne meinen Stahl wie es mir einfällt" Geschichten sind wirklich ermüdend.
    Viele Grüße
    Roman

    hallo Hugo,
    Du willst zwar nicht mehr wissen, aber ich schreibe trotzdem ein paar Zeilen.


    Wie schon geschrieben wurde haben wir es mit zwei Anschliffen zu tun. Der erste ist ganz salopp gesagt halbhoch, der andere geht bis zum Rücken. Wieso bietet Spyderco das Messer mit zwei Anschliffen an? Ich bin mal so frei zu sagen, um dem ein oder anderen das Messer mit optischen Unterschieden in der Klinge anzubieten, natürlich zieht der ein oder andere auch ein Messer mit dem einen oder anderen Anschliff vor.
    Ich denke auch dass die Leute bei Spyderco genau wissen "wie der Hase läuft", um verschiedene Geschmäcker zu bedienen bietet man einen Messertyp in verschiedenen Ausführungen an, so etwas kommt nicht nur dem Anwender, sondern auch dem Sammler entgegen.


    Eine genaue Trennlinie zu ziehen wann welcher Anschliff der beste ist kann man nicht so einfach machen. Hohe Anschliffe findet man bei vielen Messerklingen die viel schneiden müssen, Arbeits- und Kochmesser z. B., genauso bei Klingen mit hoher Materialstärke, so kann man eine sehr massige Klinge ausdünnen und einen starken Rücken erhalten. Umgekehrt kann man ein im Material nicht so üppiges Messer mit einem halbhohen Anschliff versehen um der Klinge maximale Stabilität im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu erhalten.


    Aber genauso findet man sehr massige Klingen mit halbhohem Anschliff und Klingen mit 2 mm Rücken die einen hohen Anschliff haben. Somit kann man jedem Anwender das optimale Schneidgerät anbieten.


    Ich sehe allerdings bei einem Messer was sehr viel schneiden muss einfach ein bißchen mehr Vorteil bei einem hohen Anschliff, Klingen die oft arbeiten müssen werden auch oft nachgeschärft, ein hoher Anschliff hat gewöhnlicherweise eine gut nachzuschärfene Schneide weil eine dünn auslaufende Schneide sehr schnell wieder Schärfe annimmt.


    Jetzt kommt natürlich noch die Möglichkeit eines balligen Anschliffs bei hohem Anschliff. So hat man einen "ausgedünnten" Anschliff mit hoher Stabilität, der allerdings ein bißchen Augenmass beim Schärfen verlangt.


    Und es gibt auch die Möglichkeit einen halbhohen Anschliff mit balligem Anschliff einzurichten, und überhaupt, eigentlich ist jeder Anschliff möglich der gewünscht wird, eben nach den Bedürfnissen des Anwenders.


    Ich muss jetzt auch damit aufhören, sonst komme ich selbst durcheinander, ich bin nämlich auch nicht mehr der Jüngste.


    Viele Grüße
    Roman



    PS: Das erinnert mich seltsamerweise an eine Angelrute deren Blank ich mir mal maßschneidern ließ bei einer deutschen "Rutenschmiede". Ich habe dem freundlichen Mann am Telefon erklärt dass ich zum Barschangeln gern eine Spinnrute hätte, dreiteilig, 180 cm lang, die fertige Rute soll keine 150 Gramm wiegen. Dazu kam dass die Rute sich bei Belastung immer zäher verhalten sollte. Der nette Gesprächspartner sagte nach ein paar Sekunden Bedenkzeit: "so etwas haben wir auch nicht hier rumstehen, es ist aber prinzipiell machbar wenn ich ein bißchen Zeit habe."
    Gesagt getan, nach gut vier Wochen kam ein 65 cm langes Päckchen mit einem damals sündhaft teueren Rutenrohling (der kostete damals 280 DM, ich habe nur nicht geweint weil ich damit gerechnet hatte). Die Rute war schnell gebaut und sie verhielt sich hervorragend, ich konnte sogar mit diesem dünnen "Kohlefaserdünnling" einen Wels von 105 cm sicher landen. Ich habe die Rute heute noch, wenn ich auch mal die Spitze erneuern lassen musste weil sie dann doch dem zufallenden Kofferraumdeckel nichts entgegen zu setzen hatte. Aber das nur am Rande.

    das ist wirklich gelungen, ich bin ja nicht so der große Fan von farbigen Sachen, aber das passt. Ich kann mir gut vorstellen dass die Arbeit die eines Juweliers war.
    Viele Grüße
    Roman

    denkt beim Lederriemenkauf daran ausdrücklich Leder zu kaufen dass kein Spaltleder ist, also die oberste Schicht, die Narbe. Dieses Leder hält mit Abstand am längsten. Aber selbst wenn man zugerichtetes Spaltleder benutzt, das hält nicht viel weniger, ich hatte einen Transmissionsriemen auf einem alten Nassschleifer der über 7 Jahr durchgehalten hat, der war aus Spaltleder.
    Viele Grüße
    Roman