Beiträge von juchten

    mir gefällt das Messerchen auch gut, augenscheinlich handwerklich einwandfrei umgesetzt und sehr sauber gemacht. Es passt einfach alles.
    Der Stahl, Silberstahl (ich gehe mal von 1.2210) aus, ist immer eine sichere Bank, lässt sich gut schmieden und schleifen und ergibt sehr scharfe standhafte Schneiden. Ich denke man sieht ihn einfach nicht so oft weil man ihn erst flach ausschmieden muss, da geht es ihm wie 1.3505.
    Viele Grüße
    Roman

    manchmal kommen sie wieder.
    Das Messer ist gut gelungen und die Mulden passen auch, sozusagen als Referenz an das alte Leben.


    Wieviele alte Feilen und Sägeblätter werden wieder einfach eingeschmolzen, ihre Zahl ist Legion und irgendwie ist es schade diesen Stahl einfach wieder flüssig zu machen. Die Idee daraus Messerklingen anzufertigen ist da eine weitaus bessere Option.


    Die Scheiben der Sägeblätter sind oft aus einem Stahl mit 0,75 % Kohlenstoff, alte Werkstattfeilen liegen um 1 % Kohlenstoff, nur zur Information.


    Viele Grüße
    Roman

    ich gehe auch mal wie -wolffahrer- davon aus das Material bei einem Schmiedekurs inbegriffen ist.


    Was den Stahl angeht, er sollte vor allem einen Schmiedevorgang überstehen bei dem mit dem Handhammer umgeformt wird. Viele Stähle erfordern einen industriellen Schmiedevorgang und eignen sich kaum noch für Schmiedearbeit an einem klassischen Schmiedefeuer. Die genannten Stähle sind durchaus zu empfehlen, wobei 1.2550 ein sehr hartnäckiger Brocken ist was plastische Umformung mit einem Handhammer betrifft (er ergibt aber sehr gute Klingen, leider werden dabei nicht "Handhammer erprobte Hände" zerschunden).


    Schmieden ist ein altes Handwerk und es ist schwer den Arbeitstakt alter Meister zu finden. Das Internet macht es uns ja möglich per Mausklick in viele Schmieden hinein zu sehen, ob wir Herrn Enander bei Gränsfors zusehen wie er eine Axt schmiedet oder einem japanischen Meister über die Schulter schauen wenn er eine Klinge oder ein Hobelmesser macht. Eins fällt dabei immer auf, die Meister schlagen mit einer nonchalanten Gleichmässigkeit auf das Schmiedestück und der Stahl folgt willig jedem der Hammerschläge in die gewünschte Richtung.


    Soviel zum Optimalfall.


    Die Realität sieht leider ganz anders aus. Die genannten Meister arbeiten an einem Feuer das sie genau kennen, ebenso kennen sie ihr Werkzeug und ihr Material, damit haben sie schon mal alle technischen Vorteile auf ihrer Seite. Dazu kommt noch dass sie Zeit ihres Lebens nichts anderes gemacht haben, es ist also kein Wunder das ihr Tun so aussieht als ob es weiter nicht schwierig sein kann. Ich habe einmal einem Küfer bei der Arbeit zugesehen, je mehr ich gesehen habe wie er Daube um Daube zusammenfügt, so als hätte dieses sperrige Holz kein anderes Sinnen als ein Faß zu werden, desto mehr habe ich gesehen das so etwas von der eigenen handwerklichen Fähigkeit so weit entfernt ist wie unser Planet vom Orionnebel.


    Aber wir müssen lernen und Fehler machen, sie sind die besten Lehrmeister und wer es nicht versucht dem bleibt es gänzlich verschlossen. Wenn man das Schmieden angeht sollte man versuchen die idealen Voraussetzungen zu schaffen, die Hämmer sollten "mit dem Amboss können", das Feuer sollte gut geführt sein und man sollte sich verallgegegnwärtigen das man mit glühendem Stahl zu tun hat. Schmieden hat ein nicht enden wollendes Potential an Verbrennungen an den unmöglichsten Stellen, und dabei handelt es sich immer um schlecht heilende und schmerzhafte Wunden.


    Bevor man endlich Stahl in ein Feuer einhält muss man sich ein paar Angewohnheiten zu eigen machen. Sobald das Feuer brennt nichts mehr außer dem Werkzeug mit den bloßen Händen anfassen, niemals vorn übergebeugt über dem Amboss arbeiten und für genug Zug sorgen damit sich keine Gase außerhalb der Esse bilden können.


    Stahl, Feuer und Luft sind gar keine Freunde, das Feuer will brennen und der Stahl will meist dahin wohin wir nicht wollen. Alles so zusammen zu bringen damit es passt, das soll das Ziel der Arbeit sein. In dem Buch -Fehler bei der Warmbearbeitung von Eisen und Stahl- ist alles hervorragend zusammengefasst. Die Autoren gleichen einem Arzt der alle Krankheiten durchlitten hat und von seinen Erfahrungen darüber berichtet. Vermutlich liest das Buch sich deshalb so gut, es fällt leichter sich mit Fehlern zu identifizieren als mit dem Optimalfall.


    Um auf den Stahl zu kommen, wie schon angeführt von den Vorrednern, ein niedriglegierter Stahl ist ein geeigneter Stahl für das offene Feuer. Alles andere wird wohl der Veranstalter des Schmiedekurses erklären.


    Viele Grüße und Freude beim Schmieden
    Roman

    das was "John117" schreibt ist durchaus mehr als einen Gedanken wert. Diese "Mousepad-Methode" hat schon Methode und teuer ist es auch nicht. Ein Mousepad ist ja keine große Investition und ein paar Bögen Schleifpapier sind auch kein Schreck für den Geldbeutel. Fakt ist dass man damit die Feinheit des Schliffes sehr gut beeinflussen kann. Was die Pasten angeht, eigentlich reicht auf Schleifpapier Wasser, abschließend kann man noch einen Abzug auf einem Stück Leder machen, meist reicht es schon das Leder einzuölen oder einfach eine Paste aus Körperpuder und Babyöl herzustellen.
    Dem Stahl ist es natürlich egal ob man gesiebtes Altöl oder Babyöl nimmt, aber das Leder ist dafür dankbar.
    Viele Grüße
    Roman

    ich habe mir das Video auch angesehen, so einen Krampf beim Schleifen habe ich noch nie gesehen. Mir ist egal was er draußen anstellt, aber so würde ich nie eine Klinge schleifen, mal abgesehen davon dass man so alles tut um sich selbst zu verletzen.
    Die Bewegung ist immer die gleiche, längs über den ganzen Stein, wenn man den Stein nicht auflegen kann, dann flach in der Hand halten, geht zur Not auch, vor allem muss man den Stein dann nicht mit den Fingernspitzen halten.


    Wenn man einen balligen Schliff braucht, einfach mit einer leichten Wipp-Bewegung die Klinge führen, dabei entstehen auch keine doppelten Schliffe. Zum Üben, einfach mit dem Edding die Schneide schwarz machen, Messer so führen wie man es immer gemacht hat und dann einfach nachsehen ob man die ganze Schneide beim Schleifen erfasst.


    Viele Grüße
    Roman

    ich schreibe das hier nur wenn Ihr mir versprecht nicht zu fragen wieso ich Messer kaufe.
    Es sind gar nicht soviele, cirka 40 Stück, sowohl feststehende wie auch Klappmesser. Dazu kommen die wandernden Gesellen, Messer für den Werkstattgebrauch und solche für die Söhne, wer weiß wo die sind? Manche findet man wieder beim ersten Rasenmähen im Frühling oder irgendwo sonst draußen, andere überwintern drin. Verkaufen tue ich keins was ich mal bekommen habe, obwohl das schon dreimal passiert ist, zweimal habe ich bereut, das dritte Mal nicht, aber bei einer Negativtrefferprozentzahl von 6,66 Prozent verkaufe ich keins mehr.
    Ich kann Euch deswegen nur einen Rat geben, wenn Ihr ein Messer habt "an dem das Herz hängt", verkauft es auch nicht wenn die Kasse knapp ist, die 200 Tacken (nur um eine Zahl zu nennen) retten und verderben keinen mehr, wenns daran hängt hängt sowieso alles. Abgesehen davon, meist wird es verflucht schwer wieder das Messer zu bekommen was man einmal hatte und wieder haben möchte, geschweige denn genau das was man verkauft hat. Man sucht dann einen Ersatz, aber wenn ich Herrn Waggerl mal halbwegs zitieren darf, "es ist dann das gleiche Messer, aber nicht dasselbe".


    Viele Grüße
    Roman

    was soll ich sagen, sauber umgesetzt. Das Messer sieht augenscheinlich so aus als würde es gut in der Hand liegen und die Klingenform ist ohnehin meine Richtung, schön geworden.
    Viele Grüße
    Roman

    danke für die Vorstellung.
    Ich habe ja genug Spydercos, aber das hier hat endlich mal "Maß". Mich stört die Größe der Klinge nicht, Hauptsache der Griff liegt gut und das sieht hier so aus.
    Viele Grüße
    Roman

    ferrets Ansinnen ist ja gar nicht so abwegig, der Mann will ein Taschenmesser was so schnell nicht aufgibt, mehr ist ja nicht dabei und das was man so kaufen kann ist ihm nicht stabil genug. Da sehe ich keinen Kritikpunkt, so etwas ist legitim und reine persönliche Ansichtssache.


    Wenn man eine Klinge aus einem zähen Werkzeugstahl machen würde, mit 7 mm Rücken und einer Achslochbohrung von 10 mm mit genug Material rundherum sollte es eigentlich für Menschen nicht mehr möglich sein, falls die Lagerung der Achse ebensolche Dimensionen hat, es kleinzukriegen. Das Ganze in korrosionsfeste 3 mm Federstahlplatinen (mit z. B. gefräster Alubeschalung) untergebracht mit einem stabilen Backlock, das wärs eigentlich.
    Normal müsste so eine Konstruktion halten, das sollte sogar noch irgendwo mit zusammengebissenen Zähnen kurz hinter der finanziellen Schmerzgrenze liegen.


    Viele Grüße
    Roman


    PS: Jetzt frag mich bitte keiner wieso ich ferret kein Angebot gemacht habe, ich habe einfach keine Nerven um so einen passgenauen Folder zu bauen, das muss ein Feinmechaniker und kein Schmied machen.

    eine weitere Möglichkeit wäre ein Klauenbeil von der Bundeswehr, ob das österreichische Heer welche aussondert weiß ich nicht. Bei einem Klauenbeil steht der Werkzeugcharakter im Vordergrund, man kann damit Holz hacken, Nägel einschlagen und Nägel ziehen, Äste kann man damit auch abschlagen.
    Viele Grüße
    Roman

    die aufgelisteten Beile sind alle gut gemacht, da kann man nichts verkehrt machen. Auf der anderen Seite hätte ich auch keine Bedenken bei den Beilen die vorher empfohlen wurden. Hanomags Meinung trifft das Ganze dann zum Schluss auf den Punkt.
    Heutzutage gibt es in dem Sinne von rennomierten Herstellern keine schlechten Beile. Ich würde wie gesagt mich auch an Hanomags Vorschlag halten. Ein schweres Beil ist Mumpitz, Beile die mehr wiegen als cirka 700 Gramm sind meist schon Richtung Handwerk oder Schwerpunkt Spaltarbeit ausgelegt. Mein persönlicher Favourit war immer das Beil von Herrn Roselli, die Form gefällt mir hervorragend, aber es ist einfach zu schwer.


    Idealerweiese hätte man mal ein solches Werkzeug vor dem Kauf in der Hand, das Auge geht nach Aussehen, die Hand geht nach Arbeit. Ich würde nie ein Beil von der Stange kaufen ohne es vorher in der Hand zu halten. Aber vor allemstellt sich die Frage, wozu brauche ich so ein Werkzeug und was will ich damit machen. Ein Werkzeug mit dem ich das ganze Jahr nichts arbeite hilft mir auch nicht viel wenn ich mal eins brauche.


    Feuerholz spalten am Lagerfeuer wäre für mich auch kein Grund mir ein Beil zuzulegen, es liegt genug Reisig im Wald den man übers Knie brechen kann und zweitens gibt es im Wald keinen Hauklotz auf dem man Holz spalten kann, diese ganzen Freihandspalterein sind nicht mehr als Potential um sich einen oder mehr Finger abzuhacken.


    So, genug "madig gemacht", mit einer Axt sieht es genauso aus. Nehme ich das ganze Jahr keine Axt in die Hand ist sie nicht mehr als Potential um mich zu verletzen. Davon schließe ich mich selbstverständlich nicht aus, wenn ich diese Sachen nicht öfter anfertigen würde hätte ich dieses Werkzeug auch zu wenig in der Hand um sicher damit zu arbeiten, wer muss den heute noch mit einer Axt fällen und entasten, oder um noch einen draufzusetzen, damit eine Unterkunft bauen? Es gibt da übrigens einen Film auf yt, der Herrn Elander von Gränsfors zeigt wie er eine Axt schmiedet und ein Profi dann damit Balken beschlägt und so zurichtet um damit ein Blockhaus zu bauen, das ist mehr als sehenswert (und beneidesnwert, dieser Kerl weiß wirklich was man mit einer Axt alles machen kann).


    Bei einer Axt zählen zuerst einmal zwei Sachen, Gewicht und Stiel, ist sie mir leicht genug und lässt sie sich gut genug greifen. "Fette" Äxte sind im Prinzip außer zum Spalten zu nichts gut, schlankes Blatt und schlanke Wangen und vor allem keine dicke Hammerfläche, alles unnützer Stahl der Gewicht kostet. Eine massige Hammerfläche ist für nichts gut, mein alter Freund ist Zimmermann und schlägt jetzt schon fast 30 Jahre mit seiner Iltis die großen Zimmermannsnägel auf den Dachstühlen ein, bis heute hat die Axt nichts obwohl sie keine eigentliche Hammerfläche hat.


    Nochmal, vor allem, ist der Stiel auch für die eigene Hand passend, das ist der Gipfel der Unbrauchbarkeit wenn ein Axtstiel nicht richtig für die eigene Hand griffig ist und die richtige Länge hat. Die Axt auf den Boden stellen, Gehäuse nach oben, Hand aufs Auge legen und den Stiel unter den Arm halten, reicht er bis in die Achsel ist alles gut, ist er zu kurz oder zu lang hat er nicht die richtige Arbeitslänge für einen selbst.


    mks, die von Dir aufgelisteten Beile sind wie schon gesagt alle gut gemacht, ich kann Dir diesbezüglich keinen Rat geben, einfach ein bißchen das Auge und dann ein bißchen mehr die Hand entscheiden lassen. Wenns ein bißchen mehr sein darf, eine leichte Forstaxt wiegt ohne Stiel rund 1000 Gramm und man ist direkt in einer anderen Liga.


    Viele Grüße
    Roman

    die Hawks von LaGana haben mich schon immer fasziniert, letztendlich hat es mich dann im Sommer einmal gepackt und ich habe davon zwei Stück als Prototyp geschmiedet. Die Hawks haben beide ein Gehäuse aus C45, der kürzere hat eine Schneideinlage aus C105, der größere eine aus 1.2842, beide Schneide ballig geschliffen und gemäß ihrer Stähle scharf...........
    Gestielt sind beide mit gebeiztem Eichenholz.


    Viele Grüße und Danke fürs Schauen
    Roman


    http://www.tacticalforum.de/fi…de/files/icon/deleteS.png


    http://www.tacticalforum.de/fi…de/files/icon/deleteS.png







    egal wie, so fängt es oft an.
    Zuerst wird umgebaut, dann wird gebaut. Über das Messer kann ich nichts sagen, aber es sieht gelungen aus, wenn auch für mich persönlich zu futuristisch (aber mein persönlicher Geschmack hat nichts mit Kritik zu tun).
    Gehärteten Stahl bohren, genau wie Holger sagt, das geht schlecht, mit einfachen Mitteln noch schlechter.


    Wie gesagt, Steinbohrer umschleifen-billige Methode,......... oder Du steigst in die "Oberliga" auf, Spezialbohrer und eine stabile Standbohrmaschine. Bohrer liefert z. B. Atorn, Preise stehen im Net......nicht erschrecken!


    Viele Grüße
    Roman

    ich repektiere gern die Meinungen die hier geäußert worden sind, aber es ist und bleibt auch eine Sache des Blickpunkts. Das Vorgehen sieht ein bißchen aus wie das in den USA, nur dürfen die das machen und alle kaufen dann, hier darf man es nicht.


    Ich will keinem seine Meinung absprechen, aber irgendwie stößt es mir ein bißchen sauer auf, wir reden über jemanden der zu der Sache keine Stellung beziehen kann weil er nicht hier ist. Wie jemand seine Messer verkäuft muss er selbst wissen, wir haben ja alle die Möglichkeit des freien Willens und sind keinem hörig.


    Ansonst, natürlich kann man immer über Preise diskutieren, aber da können wir ja auch frei entscheiden. Es ist müssig sich darüber zu unterhalten was es kostet ein Messer von der Schiene bis zum fertigen Produkt herzustellen, einer so, der andere so. Ein Aston Martin ist auch nur cirka 1500 kg Blech und Metall und ein paar Hälse Leder, trotzdem kommt er auf 300 000 Euro, oder was auch immer einer kostet.
    Es kann sich doch jeder alles im Internet ansehen, ein Quadratmeter C75 in 7 mm kostet cirka 350 Euro, wenn man jetzt 20 Schienen mit 40 mm Breite rausschneidet und aus jeder Schiene zweieinhalb Messer macht kann sich jeder den Rest ausrechnen. Das Gleiche geht mit D2, er kostet eben cirka das Dreifache, s30v vielleicht das Zehnfache, alles natürlich abhängig von der Menge des bestellten Stahls.


    Egal was man über den Chef von "Schmiedeglut" sagt, eines muss ich dem Mann lassen, er hat den Schritt gemacht und sich mit seiner Passion selbstständig gemacht, den Mut haben eigentlich die Wenigsten, mich eingeschlossen. Und fairerweise muss ich sagen, wenn jemand etwas nicht weißt und jemand fragt der es weiß, dann ist das in meinen Augen nicht verwerflich. Ich schließe mich da nicht aus, wie oft habe ich seit 1982 Ulrich Gerfins Ausführungen gelesen und mich dabei nicht schlecht gefühlt.


    Viele Grüße
    Roman

    vor knapp zwei Jahren habe ich festgestellt das die Preise für ein von mir schon seit langem gesuchtem Klappmesser plötzlich in die Höhe schnellten. Ein paar Mausklicks haben dann die schlimmsten Befürchtungen bestätigt, Herr Jesse Paul Fox Jr. war am 19. November 2012 verstorben.
    Herr Fox hat für mich persönlich den Inbegriff des modernen Klappmessers in den achtziger Jahren entworfen und auch umgesetzt, das "Desert Fox". Ein absolut stimmiges Messer, perfekt verarbeitet und sehr stabil bei eleganter Bauweise.
    Wenn Du ein sehr wertiges Klappmesser suchst und das Glück haben solltest irgendwann ein solches Messer zu bekommen werden deine Wünsche die Du im Anfangspost geäußert hast mit hoher Wahrscheinlichkeit erfüllt sein.
    Vielleicht bringt dich ein Besuch bei Messer Klötzli weiter.
    Viele Grüße
    Roman

    ja, ich weiß Kibo. Ich hätte dieses Filmchen einfach weitersehen sollen, auch als er mit dem Schlosserhammer auf das Messer eingedroschen hat. Mir ist dabei nur so der Kamm geschwollen dass ich abgeschaltet hatte.



    Ja, das Messer ist kaputt gegangen, die Hohlkehle hat sich als schwächste Stelle dabei erwiesen. Aber für mich ist das trotzdem ein unwirkliches Szenario.


    Heutzutage versucht die Industrie und die Messermacher den Messerliebhabern Klingen aus den tollsten Stählen anzubieten, Stähle deren Schneiden herovorragend funtionieren, es werden alle Materialien aufgeboten die man sich vorstellen kann. Und dann........... dann schlägt einer mit dem Hammer auf so ein Messer und es geht dabei kaputt. Verdammt nochmal, das ist kein praxisnaher Test, das ist auch kein Belastungstest, egal wie man das schönreden will, der Kerl schlägt die Messer einfach kaputt, mehr ist es nicht. Und die Messer die die Hammerschläge überstehen sind auch kaputt, man sieht es nur nicht.


    Wenn das der Maßstab für Messer sein soll, dann gute Nacht.


    Viele Grüße
    Roman

    oder man benutzt ganz einfach einen Kombischleifstein. Es gibt mehere Anbieter solcher Steine, ich habe nur z. B. mal bei -wetzen und schleifen- nachgesehen, ein Kombistein in den Maßen 100x50x20 in grob/fein liegt um die 10 Euro, ein Quarzstein mit den gleichen Maßen in mittelfein/fein kostet um die 25 Euro.
    Für unterwegs allemal gut zu gebrauchen und auch bei den Maßen leicht mitzuführen. Wenns gar nichts kosten soll einfach mal im Werkzeugfachhandel nachfragen ob bei der letzten Lieferung Sensenwetzsteine keiner beim Transport zu Bruch gegangen ist (es gehen immer wieder welche kaputt und die käuft keiner mehr). Dann einfach mit einer Diamantscheibe die richtige Größe rausschneiden, fertig. Für eine Schneide auf Gebrauchsschärfe zu halten reicht so etwas allemal, zuhause kann man dann wieder einen "Schönschliff" anbringen.
    Viele Grüße
    Roman

    ich habe es jetzt mal wie Warunit gemacht und mir auch einmal die beiden Filme angesehen. Lassen wir mal Unsinn oder Sinn solcher Belastungsproben beiseite.
    Ich kann in dem Fall Warunit´s Aussage nachvollziehen, in diesem Fall ist eine Hohlkehle ein Schwachpunkt, wenn ich mit einem Hammer auf den Klingenrücken schlage führt das zu Beschädigungen, wie im Film gut zu sehen war, zuerst wurde der Übergang Ausfräsung-Rücken in Mitleidenschaft gezogen.
    Es ist auch richtig so wie dcjs geschrieben hat, eine Hohlkehle bringt durchaus Stabilitätsverbesserungen bei gleichem Ausagangsproportionen, das sieht man an Schwertern, Degen etc., aber auf die schlägt ja auch keiner mit einem Hammer und der Grundgedanke ist das man auch "schlank gearbeitetem" Material das Beste herausholen will.


    Inwieweit jetzt der Klingenbruch auf die Hohlkehle zurückzuführen ist kann ich nicht sagen, aber es ist bei solchen Belastungen wohl der beste Ansatz für eine Beschädigung. Die Beschädigung an der Klinge zeigte ja dass ein Teil des Rückens stehengeblieben ist, augenscheinlich ist wohl die Ausfräsung wirklich derart in Mitleidenschaft gezogen worden dass sie den Bruch bewirkt hat. Für diese Materialbeschädigung muss man auch nicht unbedingt ein Materialwissenschaftler sein, die Mitte der Ausfräsung, also der Hohlkehle, ist eben der dünnere Teil und zeigt dadurch nicht die gleiche Stabilität.


    Allerdings heißt das nicht das der verwendete Stahl dadurch unbrauchbar für eine Klinge ist. Mit einem Hammer auf eine Klinge einschlagen führt zu enormen Belastungen, es kommt zu Materialstauchungen oder sonstigen -verschiebungen. Unter solchen Einwirkungen ist ein Klingenbruch nichts Außergewöhnliches mehr, selbst wenn ein Messer solche Belastungen übersteht bedeutet das nicht dass "alles in Butter" ist, es kann durchaus Schäden davongetragen haben die mit dem Auge nicht sichtbar sind und bei einer folgenden normalen Belastung seinen Geist aufgibt.


    Viele Grüße
    Roman