das hast Du sauber umgesetzt Andreas.
Auch von mir 10 von 10 Fleißpunkten für die Schalensägerei.
Viele Grüße
Roman
Beiträge von juchten
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ich verstehe den Sinn nicht einen rostträgen oder korrosinsbeständigen Stahl selektiv zu härten. Rostträge Stähle entwickeln genug Karbide die für eine stabile Schneide sorgen, auch wenn die Härte nicht so hoch liegt und viele von ihnen sind doch speziell darauf "konfektioniert" gut durch zu härten. Wenn diese Stähle z. B. 58 hrc aufweisen sind sie sowohl stabil wie auch schneidenbeständig. Wenn extreme Belastungen auf eine Klinge warten würde ich einfach einen niedriglegierten Stahl nehmen und diesen selektiv härten, damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe, man muss keine Experimente machen und das Ergebnis ist hart und zäh (wenn auch nicht korrosionsbeständig).
Davon abgesehen würde ich auf keinen Messerrücken mit dem Schlosserhammer drauf hauen, egal wie der Stahl heißt, er wird entweder Risse bekommen oder sich verbiegen. Und wenn man Anfangs keine Risse mit den bloßen Augen sieht, sie sind da, bei genauer Beobachtung mit entsprechender Vergrößerung sieht man den angerichteten Schlamassel meist schon nach wenigen Schlägen.Viele Grüße
Roman -
das Messer gefällt mir außerordentlich gut Pascal, Maßarbeit, im wahrsten Sinne des Wortes.
Viele Grüße
Roma -
es war schon immer ein Jucken gegen das kein waschen und kein kratzen hilft, dieses Messer aus -Hunted- hat mich mehr beeindruckt als das Rambo-Messer, zumindest was Filmmesser betrifft. Die Tage war es soweit, eine Zeitlücke hat sich aufgetan, ich war nicht in der Stimmung etwas sinnvolles zu machen und zum fischen gehen war es zu kalt und zu früh im Jahr. Der erste Anlauf hat ein Messer erbracht was zwar gebrauchstüchtig ist, aber irgendwie doch nicht das war was ich mir vorgestellt habe,


irgendwie war mir das zu maschinell, die Schneide grob am Bandschleifer geschliffen, der Micartagriff, das war zwar schon irgendwie die Richtung, aber nicht so wie ich mir das vorgestellt habe. Das Messer sah zwar irgendwie ähnlich aus, aber in der Hand eines tragischen Helden konnte ich es mir nicht vorstellen. Also, was blieb, ein zweiter Anlauf.


Ein Stück Blattfederstahl, der Luxus von 3 neuen Werkstattfeilen von Pferd und eine runde Kettensägenfeile um die Rundungen einigermaßen rund zu bekommen und eine Portion Feuer. Es war machbar, Schmieden, Feilen, Härten und Anlassen am Feuer, fertig. Ich weiß, es hat eine über 120 mm lange Klinge, es ist zu schwer im Gegensatz zu den anderen schönen auf Maß gemachten Messern, es ist gar nicht poliert, die Rückensäge von der ich selbst nicht viel halte taugt im Prinzip nur zum Drahtbrechen, aber so ein "Ding" gibt einem ein gutes Gefühl. Das "Jucken" hat übrigens aufgehört.
Viele Grüße
Roman -
ich konnte nicht wiederstehen

Roman
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es muss ja nicht gleich das "Ende aller Zeiten" sein, aber so ein paar Tage dauernder Stromausfall ist ja kein Ding der Unmöglichkeit. Ich bin auch gerade am Überlegen mir ein Notstromaggregat zu besorgen, allein der Gedanke dass es kein Verlust an Tiefgefrorenem gibt und man doch wenigstens Licht im Haus hat ist ja bestimmt kein Fehler.
Viele Grüße
Roman -
ich kann da gar keine Problematik erkennen, was man davon halten soll oder will kann jeder für sich entscheiden.
Persönlich habe ich Messer von beiden Firmen in Gebrauch, mir sind schon zwei Spydercos gebrochen und ein Cold Steel, das hindert mich nicht daran weiter Messer von diesen Firmen zu kaufen.Das Tatanka steht bei mir ganz oben auf der Liste, egal bei wieviel lbs auf einem yt-Filmchen die Klinge gebrochen ist, für mich hatte das sogar den Eindruck erweckt dass das Tatanka erheblich belastbar ist, soweit muss bei mir kein Messer mitmachen. Das Voyager hat ein paar kg mehr mitgemacht, aber das hat auch keine große Aussagekraft, bei beiden Messern ist soweit ich das gesehen habe, jeweils die Klinge gebrochen. Bei den verwendeten Stählen ist das auch nicht verwunderlich, der VG10 ist wohl ein bißchen anfälliger für Bruch als der AUS8, dafür ist er allerdings auch ein wenig schnitthaltiger, alles geht eben nicht.
Wie dem auch sei, das Ganze sieht ein wenig nach "Marktschreierei" aus, was aber auch üblich in den Staaten sein soll, was man so hört. Ich denke nicht dass jemand, der ein Tatanka erwerben möchte, sich nach dem Video ein Voyager käuft.
Viele Grüße
Roman -
ja Holger, das Messer was Pate stand kann man schon erahnen, aber dieses Messer ist definitiv als von Dir gemacht zu erkennen. Ich glaube auch nicht dass die Originale einen so sauberen Schliff hatten. Hervorragend umgesetzt und im wahrsten Sinne des Wortes ein neues Messer aus alten Gedanken.
Viele Grüße
Roman -
Andreas, so habe ich mir das Gerät auch vorgestellt. Gut geplant und milimetergenau umgesetzt, damit kann man eigentlich nicht daneben schießen.
Viele Grüße
Roman -
von den Messern die ich mir selbst gekauft habe, oder geschenkt bekommen habe, wird mich keins verlassen. So etwas habe ich mal früher gemacht und es fast ewig bereut, das bißchen Geld was man da erwirtschaftet, wenn überhaupt, ist kein Trost für das Gefühl ein gutes Messer hergegeben zu haben.
Viele Grüße
Roman -
auch hier herzlichen Dank an Pascal, der sich derart viel Mühe gemacht hat.
@Lowend, dein zweiter Satz trifft die Sache sehr gut, aber offen gesagt wundert mich das nicht mehr, man sieht ja durch die enorme Präsenz des Marktplatzes kaum noch etwas anderes.
Viele Grüße
Roman -
man darf ja zu keinen nicht legalen Handlungen jedweder Art aufrufen, aber wer kommt denn in einem Szenario wo alles zusammenbricht noch bei einen nach Hause um zu überprüfen ob man die notwendige Lizens für das Funkgerät hat das man da in Betrieb hat.
Viele Grüße
Roman -
hallo Kerstin, ich bin mal so frei einen Text, den ich mal verfasst hatte, einfach zu kopieren und hier einzustellen, Urheberrechte kann ich ja nicht verletzen, ich bin der Verfasser dieser Zeilen.
...wie bereits schon angeführt, wird die Sense gedengelt um sie wieder
mähfertig und abziehfreudig zu machen. Dazu wird die Schneide des
Blattes wieder dünn ausgetrieben, wenn möglich nicht in Wellenform.Ob ich auf einem althergebrachten Dengelstock oder auf den modernen
Dengelhilfen arbeite ist letztendlich egal, wobei die neuen
Errungenschaften das Dengeln wirklich vereinfachen.Wenn es dann auf die alte Weise geschehen soll ist das erste was man
braucht Zeit, dann kommt der Hammer und der Dengelstock ins Spiel.Hammer und Stock sollen plane Fläche haben, der Hammer muß immer wieder
im Wasser gekühlt werden. Dengeln auf diese Art kann ich hier leider
nicht erklären, am besten man lässt es sich zeigen. Es gibt noch immer
in vielen Dörfern ältere Herrschaften die es noch können und einem gerne
zeigen wie es ausgeführt wird.Wenn das Sensenblatt durch widrige Umstände wirklich einmal Scharten
oder gleichgelagerte Beschädigungen aufwirft ist es meist einfacher die
Schneide wieder mit einem groben Stein in Form zu schleifen, dann zu
dengeln und abzuziehen.Sollte man dazu eine Schleifmaschine benutzen muß man auf ausreichend Kühlung achten, da ein Sensenblatt sehr schnell ausglüht.
Natürlich kann man auch eine solche Schneide auch wieder durch dengeln,
abziehen, Mähen und wieder abziehen usw. in Form bringen, es dauert eben
nur länger.Ob ich einen "Holz- oder Metallwurf" (Griff) verwende hängt vom Anwender
ab. Holzwürfe kann man immer noch im Fachhandel kaufen, hier bei uns
für cirka 20 Euro, im benachbarten Frankreich habe ich sie für 15 Euro
gesehen.Ob sich jemand noch einen Wurf aus einer jungen Esche machen möchte ist
Ansichtssache. Anleitungen dafür gibt es auf jeden Fall in Fachbüchern.Was das Sensenblatt betrifft, leider haben die Sensenblätter aus den
Baumärkten mit den Sensen von Schröckenfux oder anderen Anbietern von
Qualitätssensen nichts zu tun. Der Unterschied zwischen einer
Baumarktsense und einem Qualitätsblatt ist wirklich enorm. Mein bestes
Sensenblatt habe ich in Österreich erstanden, es ist ein Genuß damit zu
mähen. Mein Lob an die dortigen Märkte für landwirtschaftliches Gerät.Was das Abziehen der Sense betrifft, zuerst einmal muß man an sich
denken. Das Blatt einer Sense besteht zwar nicht aus s30v, schneidet
aber schnell und tief, bedingt durch die Dünne der Schneide und der
Eigenbewegung der Hand beim Abziehen.Zum Abziehen benutzt man auch heute noch zwei Abziehsteine, einen groben
und einen feinen, der durchaus mit der Feinheit eines belgischen
Brockens vergleichbar ist. Auch sollte man auf ausreichende Länge der
Abziehsteine achten um die Hand immer in respektvoller Entfernung zum
Blatt zu halten.Die Striche mit dem Abziehstein werden zum Großteil auf dem oberen
Bereich der Schneide geführt, die Striche auf dem hinteren Teil des
Blattes dienen zur Begradigung des Grates. Beim Abziehen bitte den Fuß
auf den Handgriff stellen, der sich am Boden befindet, so steht die
Sense besser und "schwänzelt" nicht.Wenn man regelmäßig mit dem feinen Abziehstein schärft kann man ein
gerüttelt Maß an Wiese mähen ohne den groben Stein einzusetzen.Ich weiß daß alle die das hier lesen nicht unbedarft sind was scharfe
Klingen betrifft, trotzdem, wenn man ein Sensenblatt abzieht sollte man
sich durch nichts ablenken lassen, es ist nur die Sache eines
Augenblicks und man hat sich schwer verletzt.Das Mähen selbst gestaltet sich oft für einen Beginner dahingehend
schwierig, weil er möglichst viel mähen will. Einfacher ist es am Anfang
kurze und nicht zu breite Schnitte mit der Sense zu machen, das
Weitausholen und breite Schnitte kommen von allein im Lauf der Jahre.Beim Mähen soll man darauf achten die Spitze des Blattes nach oben zu
halten und mit dem hinteren, breiten Teil des Blattes die Mäharbeit zu
machen. So vermeidet man auch das Schlagen der Sensenspitze in den
Grund, was der Sense und auch der Laune des Mähers nicht bekommt.Anfangs ist es auch ratsam den "Hintern" (den hinteren breiten Teil des
Blattes) der Sense, wie mein Vater und Großvater immer zu sagen pflegte,
auf den Boden aufzusetzen oder direkt darüber zu führen. Dann ist der
Schnitt eben und das Gras wird nicht unterschiedlich hoch abgeschnitten.Mähen mit der Sense ist heutzutage für viele von uns eine ungewohnte
Tätigkeit, natürlich ist sie mit Bewegung verbunden, aber es ist eine
elegante Arbeit. Im Gegensatz dazu sieht jemand, der mit einer
Motorsense bewaffnet und zudem entsprechend gerüstet auftritt, wie ein
lärmender moderner Ritter aus.Ich hoffe ich konnte mit meinen Anregungen ein bißchen helfen, es gibt
mittlerweile, so glaube ich, sogar ein Büchlein daß sich mit dem Mähen
mit der Sense befaßt...........soweit die Worte von damals.
Das Dengeln selbst ist immer ein Geduldsspiel und passt irgendwie nicht mehr in diese "Internethypzeit", obwohl es noch einen hartnäckigen Kern von Mähern gibt und solche die jedes Jahr dazu kommen. Ich weiß nicht wieviel Dengelstöcke ich die letzten Jahre zu Hawks umgeschmiedet habe, schlecht habe ich mich dabei nicht gefühlt, drei gute Dengelstöcke habe ich behalten, nutze sie aber nicht. Es ist nicht so dass ich nicht gern von Hand mähe, ich bilde mir ein das noch relativ sauber über die Bühne zu bringen, aber ich dengle lieber auf dem Amboss, so ein Dengelstock ist ja auch nur ein portabler Ersatz für einen Amboss.
Wichtig ist wirklich das man im Takt bleibt, sonst ist das Ergebnis der ganzen Dengelei unbrauchbar, so ein verdammt dünnes Blech verzieht sich eben ruckzuck wenn man mit unterschiedlich starken Hammerschlägen auf ihm herum klopft. Das erste Ergebnis vom freien Dengelen wird sowieso aussehen wie ein Folterinstrument aus irgendeiner Schurkenzeit, man kann sich viel Frust ersparen wenn man sich so eine kleine Dengelhilfe käuft und damit dengelt, es erspart immens Zeit und Ärger.Und ich schreibe es nochmal für alle die "back to the roots" unterwegs sind, eine Sense ist zwar schon ein bißchen antiquiert, aber es ist kein Spielzeug, wir reden von einer langen Schneide die ohne Mühe weiche und starre Grashalme sauber abschneidet, genauso sauber schneidet sie Haut, Gewebe und Sehnen durch wenn man beim Wetzen nicht aufpasst.
Viele Grüße
RomanPS: Bitte fragt mich nicht ob man Opas verrostete Sense noch aufarbeiten kann, einfach grob schmirgeln, lacken und als Erinnerung an die Schuppenwand hängen, Sensen schneiden am besten wenn sie gut in Schuß, also neu, sind. Wenn es auch ein wenig aus der Mode gekommen ist, es gibt wieder Sensen in jeder Form zu kaufen.
PSPS: Dass der Text in "Gedichtsblöcken" erscheint war nicht meine Schuld
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ich habe mir vor 28 Jahren die gleiche Frage gestellt, wo gibt es noch einen stabilen Gürtel? Nachdem ich das ganze erbärmliche Sammelsurium in den üblichen Kaufhäusern (von Gear wußte damals so gut keiner etwas, Internet war unter einfachen Menschen die Abkürzung für eine Einheit unter Berufsfischern) gesehen hatte wurde der Entschluss gefasst das Gürtelproblem selbst in die Hand zu nehmen. Damals hatte ich noch das unverschämte Glück einen Leder- und Schuhwarengrossisten in 5 Minuten Fußweg erreichen zu können. Kurzum, ein Stück Narbenleder gab den Riemen, ein Regal weiter lagen die Schnallen, ein paar Schubladen weiter die Nieten.
Kurzum, ich habe mir meinen Gürtel einfach selbst genäht, so sieht das Stück nach all den Jahren aus, hält immer noch.
Ich hatte wohl so einen hellseherischen Moment damals und habe ihn lange genug gemacht, er hält auch die jetzige Figur, respektive Hose zusammen. Also, wenn Du einen Gürtel haben möchtest der eine ziemlich lange Zeit mit Dir geht, schließe ich mich Arne und Micha an, schreib Kerstin (Eule) an und lass Dir einen Gürtel aus Leder nähen.
Viele Grüße
Roman -
hallo Mike,
ich glaube dein Problem mit den angefahrenen Wildtieren ist irgendwie hier hinein gerutscht wo man sich gegenseitig erzählt wie gut das BMF war/ist und wieso man damals keins bekommen/gekauft hat.Wenn dieser Threat schon einmal wieder das Licht der Sonne sieht, also im übertragenen Sinne, hier bei mir war heute nichts von Sonne zu sehen, aber ich schweife ab.
Ich bin mittlerweile stolzer Besitzer eines BMF. Ich erzähle jetzt die Geschichte ohne Adrian zu fragen, aber ich denke es geht ok. Jetzt muss ich sagen, vor zwei Jahren am Edersee hatte ich mit Adrian (Gearaffe) über das BMF unterhalten, ich hatte auchseinen BMF-Umbau von Markus in der Hand, das ist nebenher bemerkt eine sehr gute Arbeit.
Und wie es so ist, Sonntagmorgen wurde gefrühstückt, nach dem Frühstück kam Adrian zu mir und legte mir ein BMF mit "allem Furz und Feuerstein" vor mich auf den Tisch und sagte dass er es mir schenkt. Ich habe wohl so ausgesehen als wäre ich auf den Zünder einer Tretmine getreten und wäre dabei gerade den Fuß zu heben. Mit einem Wort, ich war von den Socken und konnte im Moment nicht mehr machen als mich mit Worten bedanken.
Ja, ich habe jetzt eins von diesen fantastischen Messern, sogar mit Rückensäge, obwohl ich immer schreibe dass ich davon nicht viel halte, bei dem BMF passt sie eben, basta.Adrian, jetzt auch auf diesem Wege, nochmals herzlichen Dank.
Viele Grüße
RomanPS: haltet mich jetzt bitte nicht für einen "Nassauer", ich hatte Gelegenheit mich entsprechend zu revanchieren, was ich mehr als gern getan hatte.
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ich frage mich zuerst einmal, wieso eine Firma die seit über 120 Jahren Messer macht, Probleme haben soll eine Klinge aus C100 zu härten. Selbst wenn da nur Stümper gearbeitet hätten und nach dem System -learning by doing- eine Klinge nach der anderen geschrottet hätten, spätestens nach Teddy Roosevelts Amtszeit hätten sie nur excellente Klingen produziert.
Also, irgendwie kann ich das nicht nachvollziehen. Zudem, die Wärmebehandlung eines niedriglegierten Stahls stellt eine Härteanlage vor keinerlei Probleme, C60 kann man ohne großen Aufwand in einem Schmiedefeuer erwärmen und anlassen, wieso sollten elektronisch gesteuerte Öfen dann daran scheitern? Man sollte sich allerdings die Mühe machen nach dem Warmformen die entsprechenden Glühverfahren zu machen, sonst kann das beim Härten zu Ausschuss führen.Ich sehe das eher darin begründet dass der C60 (ich nehme jetzt einfach mal die alten Bezeichnungen, dann weiß jeder wo er dran ist, einschließlich mir) einfach mittlerweile billiger ist, C100 ist zwar nicht übermässig teurer, aber in Angesicht einer Firma die anscheinend immer noch im eigenen Land produziert, muss man mit jedem Dollar rechnen. C60 hat eine gute Verfügbarkeit, ist günstig, er lässt sich gut warm verformen oder kalt zerspanen, und erreicht hohe Ansprunghärten. Gut, bei einer Druckschnittbelastung bei einer sehr fein ausgeschliffenen Klinge wird er ein wenig hinter C100 zurückbleiben, aber das ist bei normaler Anwendung marginal.
C60 ist entgegen allen Unkenrufen ein einwandfreier Stahl für eine Klinge, wieso auch nicht? Man kann ihn auf cirka 60 hrc anlassen und hat eine hochbelastbare, fast schockresistente Klinge. Wer es nicht glaubt, gute Äxte sind aus C60 und halten ganz andere Schockbelastungen an der Schneide aus als Messerklingen. Diese Stähle, ich nehme jetzt mal alles niedriglegierte mit an Bord, also alles untereutektoide an "Kohlenstoffstählen", sind ohnehin in der heute durchgestylten Zeit total unterschätzt.
Die Aussage von -Anvil1971- nehme ich gerne auf, dass "Stahlsorten oft überbewertet werden", ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und behaupten Stahlsorten sind nicht nur überbewertet, sie werden nicht richtig eingeschätzt. Es geht oft darum dass persönliche Vorlieben hier das Sprachrohr übernehmen und mitteilen was dieser oder jener Stahl für eine "Superstahl" ist. Das mag im ersten Augenblick Eindruck machen, aber bei genauer Betrachtung gibt es einen neu erfundenen "Superstahl" kaum, die meisten sind schon vor über 60 Jahren in der Fachliteratur gelistet und was noch wichtiger ist, es kommt auf den jeweiligen Anwender an und was er mit der Klinge macht und es geht nicht darum was sich momentan gut an den Mann bringen lässt.In so einem "Marktschreierwettbewerb" hat dann ein Stahl wie C60 kaum noch eine Chance, es wird auch keine Renaiccance dieses Stahls geben, davon bin ich fest davon überzeugt. Es gibt ihn eben noch weil die Industrie ihn braucht, er ist ein "Mädchen für Alles", siliziumlegiert als Federstahl, geringfügig mit anderen Legierungen versehen macht er Dienst als Maschinenbauteil oder als Werkzeug.
Ich würde mir also keine Gedanken darüber machen wenn meine Klinge aus C60 wäre, immerhin, Katanas haben 0,6 - 0,7 Prozent Kohlenstoff
Viele Grüße
RomanPS: wenn schon ein Haumesser aus D2, dann bitte nicht aus dem handelsüblichen Zeug sondern aus solchem Material wie Sverker21, das ist zwar im Prinzip 1.2379, aber doch in weitaus besserer "Darreichungsform". Jetzt wird man mir wieder nachsagen ich hätte etwas gegen D2, mir ist es im Prinzip egal, aber was normalen D2 betrifft, einfach mal bei den -Härterei News von Uddeholm nachlesen, Ausgabe Dezember 2008, Seite 2/3. Autoren die bei Uddeholm schreiben haben einfach mehr Ahnung von Stahl als Messermacher und -anwender, das muss man neidlos zugeben. Wenn diese "Jungs" von weit gefächerten Analysegrenzen schreiben bedeutet das im Prinzip dass der Stahl nicht das ist was er sein soll, und wenn die schon von sich aus den eigenen 1.2379 so darstellen als ob kein Mensch genau weiß was zum Schluss drin ist und auf den Sverker21 verweisen, dann kann sich jeder seinen Teil denken.
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dann schau mal nach einem Stiel für eine "Wiedehopfhaue".
Viele Grüße
Roman -
zuerst dachte ich das Werkzeug könnte ein Waldhammer sein, aber irgendwie ist mir das Auge doch zu groß, zumindest auf den Fotos. Einstielen dürfte kein Problem sein, schau einfach mal im Fachhandel oder im Baumarkt nach einem Stiel für eine Kreuzhacke, der dürfte diesem Auge am meisten entgegen kommen. Ich hätte es Dir gern eingestielt, sozusagen als "Zusatz-Hochzeitsgeschenk", aber ich habe momentan kein abgelagertes Holz mehr in dieser Größe da.
Viele Grüße
Roman -
zuerst einmal, die Scheide gefällt mir auch und sieht gut gemacht aus.
Was das Leinöl betrifft, das ist so wie "Eule" schreibt, es zieht ein und härtet dann ziemlich endgültig aus, verdünnt mit Alkohol oder Terpentin zieht es sehr rasant ein und härtet dann ein wenig langsamer aus, aber diese fast endgültige Versiegelung findet dann auch statt. Soweit ich das noch in Erinnerung habe wurden früher auch die Farben für Gemälde mit Leinölfirnis gelängt, was die lange Haltbarkeit mancher Gemälde erklärt, aber auch Trockenzeiten von etlichen Jahren nach sich ziehen konnte.
Bienenwachs kann man durch Erwärmen sehr gut flüssig machen, aber es härtet auf Leder sehr schnell aus und ergibt einen massiven Auftrag aus Wachs den man wieder mühsam abreiben muss. Natürlich kann man es auch mit Alkohol mischen wenn es warm ist (Alkohol und Erwärmen ergibt naturgegeben die unglaublichsten Verpuffungen, ich mache das Zeug nur auf der Esse flüssig, wenn dann alles lichterloh brennt ist es egal, in der Küche würde ich das nicht machen), dann lässt es ich ein wenig besser streichen. Im Großen und Ganzen benutze ich das Bienenwachs aber meist um Werkzeuge nach dem Anlassen einzustreichen, es ergibt so eine ziemlich gute Versiegelung und schützt Werkzeuge gegen Korrosion, gut riechen tut es auch.Ich bin was Öle und Fette auf Leder betrifft durch Ausführungen von "Eule" sehr vorsichtig geworden, ich nehme meist normale Schuhcreme in Farbe des Leders, regelmässiges Auftragen und vor allem das Tragen von Lederscheiden lassen sie von allein irgendwann "gediegen" aussehen.
Viele Grüße
Roman -
bin der gleichen Meinung wie "T", taktisch ist was hilft, und das Messer sieht aus als ob man sich damit helfen kann. Ansonst muss man hier wohl über handwerkliche Umsetzung kein Wort verlieren, rundum perfekt.
Viele Grüße
Roman