Beiträge von juchten

    Lakota, dein Einwand ist gar nicht von der Hand zu weisen, vermutlich wissen dreiviertel der Bevölkerung (wenn das reicht) nicht einmal wozu die grünen Schilder im Wald dienen.


    Corsaer, es hängt nicht an den Leitstellen, die Leitstellen, die ich kenne, verfügen über alle technischen Voraussetzungen die man für eine schnelle Rettungskoordination benötigt. Aber solange heutzutage viele Autofahrer nicht einmal genau wissen wo sie sind, wenn sie mehr als 20 Kilometer von zuhause weg sind (ich zähle mal solche Standortangaben wie: "ich bin auf der Straße von -xy nach by-, Sie müssen doch sehen woher ich anrufe"), können die Leitstellen auch nicht zaubern und man muss selbst heutzutage wieder den gesamten Streckenbereich, bzw. das ganze in Frage kommende Gebiet durchsuchen.


    Viele Grüße
    Roman

    zur handwerklichen Umsetzung spare ich mir den Kommentar.


    Die Form an sich lässt ihren Schöpfer klar erkennen. Die Feilarbeit war natürlich eine meditative Leistung für sich, aber so etwas hält in Form. Ansonst, viel Freude mit dem Messer Chris, es sieht einfach perfekt aus.


    Viele Grüße
    Roman

    Die Messer-, bzw. die Klingenform gefällt mir sehr gut, handwerklich ist augenscheinlich auch nichts mehr draufzusetzeen. Die Farbe ist reine Geschmackssache, ich bin da sehr offen. Solange der Griff gut in der Hand liegt ist für mich alles "in Butter", diese Farben haben gerade bei Anwendern die ihre Messer auch mal Abends oder Nachts benutzen müssen eindeutig ihre Vorteile.
    Viele Grüße
    Roman

    es ist doch eigentlich so, Leute die gut vorbereitet sind muss man nur im seltensten Fall retten. Probleme gibt es meiner Erfahrung nach hauptsächlich dort, wo schlecht vorbereitete Leute in eine Situation kommen die eine Rettung erforderlich macht, diese wird dann meist dadurch erschwert dass mangelnde Ortskenntnis der Verunglückten die Rettung verzögert und nicht die Orientierung der Rettungskräfte.
    Viele Grüße
    Roman

    wenn eine der Vorgaben "ein richtiges Spaltwerkzeug" ist, dann werden nicht viele Wege an einer guten Axt vorbei gehen. Dann bewegst Du dich allerdings wieder in der 1 kg - Klasse, aber dafür hat man ein sehr allgemein gebräuchliches Werkzeug am Mann. Schon die alten Wikinger, nein, so fangen keine Geschichten an, sondern schlichte Tatsachen, also, schon die alten Wikinger (die jungen Wikinger natürlich auch) hatten dem Werkzeug in Erscheinungsform einer Axt den Vorzug gegeben.


    Die Axt, wo fängt man jetzt an? Also, eine Axt gibt einem zuerst einmal ein gutes Gefühl, sie ist wie ein Feuer in der Nacht. Seltsamerweise müsste einen ja ein Feuer in warmen Gegenden nicht wärmen, trotzdem gibt es einem auch dort ein gutes Gefühl, aber bleiben wir bei der Axt. Die Axt ist eigentlich zu allem zu gebrauchen, das haben die alten Wikinger uns ja schon vorgemacht, die jungen Wikinger auch, nicht dass wir sie vergessen. Mit einer Axt kann man grobe und feine Holzarbeiten machen, vom Feuerholz bis zum Haus- und Schiffsbau hat sie alles möglich gemacht. Auch ist derjenige, der eine Axt in der Hand hält meist nicht das Ziel von aggressiven Zeitgenossen, eine Axt verspricht jeden Streit im sprichwörtlichen Handumdrehen ein Ende zu bereiten. Und, auch waren es die alten (und die jungen) Wikinger, die der damaligen Welt eindrücklich demonstrierten dass die Axt sich durchaus dazu eignet Türen ohne Schlüssel zu öffnen.


    Und, wenn man wirklich einmal einen BOB brauchen sollte, sich also auf der Flucht befinden müsste, eine Axt wiegt zwar ein gutes Kilo, aber egal wie man dieses gute Kilo in anderes Werkzeug investiert, mit einer Axt ist keines zu vergleichen.


    Schau einfach mal in der Suchmaschine nach, gib -Axt schwedische Armee- ein und dann kommt man in die elektronische Bucht und sieht dass man eine grün gestrichene Axt der schwedischen Armee für rund 30 Euro bekommt, die ist sogar schon tactical-grün angestrichen, und hat einen ausreichend dimensionierten Rücken, also genug Material um auch mal als Hammer benutzt werden zu können.


    Viele Grüße
    Roman

    ich kann das auch alles nachvollziehen Micha, aber der Stiel an sich ist für mich nicht einmal der "Knackpunkt" schlechthin. An den billigen Beilen stört mich einfach das man ein Stück Stahl mitschleppt was in der Schneide einfach zu schnell einknickt, bzw. die Schneide einfach nicht hält. So etwas hat nichts mit Vorliebe für andere Produkte zu tun, eine Beilschneide die schnell stumpf wird führt zu immer festeren unkontrollierten Schlägen und damit zu einer hohen Verletzungsgefahr.
    Wenn ich die Sache günstigt abwickeln möchte, dann gibt es die Möglichkeit einfach auf dem Flohmarkt ein altes Beil für ein paar Euro zu kaufen, es mit einem neuen Stiel zu versehen und dann zu schärfen.


    Was mich letztendlich doch wieder zu meiner Axt von Ochsenkopf kommen gelassen hat, das ist nicht, dass ich Fiskars schlecht finde, mir ist noch kein Stiel gebrochen und die Schneide hält, weil ich auf sie aufpasse. Der Grund ist ein ganz anderer, die Schneiden dieser Äxte sind mir alle zu kurz und zu sehr auf spalten ausgelegt. Eine kurze Schneide, die zudem noch sehr keilförmig ist, neigt beim Gebrauch dazu leicht aus dem Holz auszubrechen, eine Axt mit schmalem Blatt beißt sich fest, zudem ist bei Äxten mit langer Schneide die Trefferfläche einfach größer. Und, mir ist der Stiel bei der Forstaxt zu kurz.
    Nicht das einer meint, ich würde eine Kampagne gegen Äxte mit Plastikschaft führen, mir sind auch die Schneiden von Gränsfors zu kurz, Qualität hin oder her. Ich habe mal kurz im Netz nachgesehen, also abgesehen von Ochsenkopf gibt es noch etliche Firmen die immer noch sehr gute Äxte und Beile mit breiteren bis zu richtig breiten Schneiden anbieten.


    Mit den Beilen geht es mir wie Dir, die Beile machen eine gute Figur, vor allem haben sie ein Beil im Programm mit eingebautem Spaltkeil, wenn man auf die Schnelle mal ein bißchen Holz aufreißen muss um ein paar Späne zu bekommen macht es seinen Job gut. Und jetzt kommt der Ärger, genau dieses Beil stand irgendwie mal zwischen Nassschleifbock und Ofen, und der Stiel lehnte sich an den Ofen und ist dadurch oben angeschmolzen, und........... ich kann ihn nicht wechseln, den Ofen schon, nicht den Stiel.


    Viele Grüße
    Roman

    das war keine Kritik "Totwart", ich werde auch nicht mit einem Traktor über meine Äxte fahren, ich habe auch keine Gränsfors, zu denen Du anscheinend ein seltsames Mißverhältnis hast, aber dafür habe ich mehrere Äxte mit Plastikstiel, weiß also genau von was ich rede.
    Wenn ich anfangen würde über mit dem Traktor über mein Werkzeug zu fahren würde mein Vater mich fragen ob ich noch ganz "knusper in der Oberstube bin"?


    Und Äxte mit Plastikstiel sind nicht unzerstörbar, bei meinem Werkzeughändler stehen regelmässig Fiskarsäxte mit gebrochenem Stiel. Und wenn wir schon Funktion vor Optik stellen, dann würde ich mich immer für das bessere Werkzeug entscheiden, besserer Stahl, standhafte Schneide, erneuerbarer Stiel, den ich vor allem auf meine Bedürfnisse ablängen kann, vor allem ärgert man sich mit solchem Werkzeug nicht weil es einfach funktioniert.


    Viele Grüße
    Roman

    das sind keine "Dinger", das sind Werkzeuge, Werkzeuge die eine gute Schneide haben und einen wechselbaren Griff um möglichst lange zu halten. Davon abgesehen sehen sie einfach besser aus als die Beilchen mit Plastikgriff. In solchen Fällen springt man auch schon mal über den "Geiz ist Geil Zeitgeist" und käuft etwas was Hand und Auge gefällt.
    Viele Grüße
    Roman

    das Buch -Sebstversorger Garten am Stadtrand-, beim elektronischen Auktionshaus für rund 15 Euro ist durchaus brauchbar. Der Autor baut zwar auf cirka 700 qm an, aber offen gesagt kann ich mir auch nicht vorstellen wie man sich selbst versorgen will und eine kleine Gartenfläche hat. Alle Sachen die man einkellert oder einkocht brauchen als Pflanzen Platz und wenn man 5 Zentner Kartoffeln ernten will kann man das nicht im Vorgarten bewerkstelligen.
    Das Buch wird von dem/der Verlag/Firma -Neue Bücher- vertrieben, dort habe ich schon mehrere neu aufgelegte Bücher gekauft, es handelte sich zwar um einfach gemachte Heftchen in schwarz/weiß, aber es ging mir nicht um einen Ledereinband und seidenem Lesefaden.
    Viele Grüße
    Roman

    wenn das Messer doch für einen BOB gedacht ist spielt die Länge der Klinge doch eh keine Rolle mehr, und zudem, wer sollte Dich kontrollieren wenn selbst die Polizisten mit Notfallrucksäcken auf der Flucht sind? Kauf Dir das Messer was Dir am besten in der Hand liegt, das ist wichtiger als Stahl und Firmenlogo. 1095 ist ein guter Stahl, aber wozu sollte man den nehmen wenn keiner der Anbieter ihn höher härtet als 57 oder 58 hrc, dann kann man auch jeden 440er nehmen.
    Viele Grüße
    Roman

    Du hast doch handwerkliches Geschick wie man sieht, bau Dir doch so ein Messer selbst.
    Besorg Dir einfach eine Stahlschiene aus C75, verschiedene Anbieter von Messerstahl haben den im Programm, mal Dir auf die Schiene dein Messer auf und schneids mit der 1,5 mm Trennscheibe auf der Flex aus, im Anschluss mit der Schruppscheibe grob in Form bringen. Eine gute Feile und das Messer hat einen schönere Oberfläche als bei den gekauften wo man die geraden Riefen von der Schleifmaschine immer sieht. Einfach mit der Feile nach beiden Richtungen feilen, dann schlichtet man die Riefen automatisch, zum Schluss noch die kleine Flachfeile einsetzen die man normal beim Kettensägen-Schärfen benutzt, danach muss man nicht einmal mehr schmirgeln. Löcher bohren, fertig. Grillfeuer entzünden, wenn die Kohle schön glüht einfach Klinge reinlegen und warten bis sie rotglühend ist, im Regenwasserfass abschrecken, eine halbe Stunde in den Backofen bei 220 Grad, fertig.
    Micartaplatten draufschrauben, in die gewünschte Form bringen und eine Kydex biegen ist auch machbar, das schaffe sogar ich.
    Kostenpunkt inklusive Fleisch und Bier zur Feier des Tages, keine 100 Euro, und noch dreiviertel Meter Stahl übrig für die nächsten Messer.


    Also, wenn Du dir schon soviel Mühe gegeben hast mit einem Serienmesser, viel länger dauert das Selbermachen auch nicht.


    Viele Grüße
    Roman

    wenn die Bearbeitung an den Grenzen der Werkstatt war, dann hing das nicht am Stahl, solange er nicht gehärtet war. 1.2842 lässt sich eigentlich sehr gutmütig bearbeiten. Ich feile fast immer noch jede Klinge in Endform, der Bandschleifer zieht mir vor allem den Zunder nach dem Schmieden runter. Der 1.2842 lässt sich problemlos feilen, vorausgesetzt man hat eine Qualitätsfeile und die ist nicht runtergewirtschaftet. Es kann durchaus sein dass eine Klinge mal eine Feile kostet, aber ein Feilenblatt von, z. B. Pferd in Werkstattfeilengröße, kostet rund 13 Euro, das ist verschmerzbar. Vor allem ist es verschmerzbar weil man aus einer Qualitätsfeile immer noch ein Messer machen kann.
    Ein "einfacherer Stahl" als 1.2842 fällt mir leider nicht ein, selbst die ganz niedriglegierten Stähle lassen sich nicht mit weniger Mühe bearbeiten.
    Viele Grüße
    Roman

    der Stahl taugt selbstredend als Klinge, er ist überhaupt einer der "Tauger" für Klingen. Der 1.2842 ist in meinen Augen ein "Hans Damp in allen Gassen", angelassen auf knapp 200 Grad hat er fast Rasiermessereigenschaften, angelassen auf gut 280 Grad macht er auch als Haumesser eine gute Figur. Er lässt sich gut schmieden, was man nicht von allen Stählen sagen kann, und er taugt auch dazu, was man auch nicht von allen Stählen sagen kann. Dazu kommt dass man diesen Stahl, ein bißchen Fingerspitzengefühl vorausgesetzt, auch mit einfachen Mitteln härten kann. Selbst im Damast ist er eine sichere Bank, wenn der Teufel ruhig halten würden könnte man diesen Stahl auf seinen Huf schweißen.


    Er ist nicht korrosionsfest, gut, aber wenn man es so macht wie "Wulfher" schreibt, kann man auch mit diesem Stahl als Küchenmesser gut leben. Nur, wenn er nicht sichtbar geglüht hat, dann ist er zwar auch gehärtet, aber von einem optimalen Härteergebnis ist man dann doch ein bißchen entfernt. Er sollte durchaus auf seine Härtetemperatur gebracht werden, also hellkirschrot bis hellrot, so gut 800 Grad sollte er schon erreichen. Das Abschrecken sollte in Öl erfolgen, dann springt er gewöhnlich mit rund 64 hrc an, was ganz ordentlich ist. Das Anlassen würde ich, weil überall vorhanden, in einem Backofen je nach späterer Anwendung, machen.


    Viele Grüße
    Roman

    den Vorrednern schließe ich mich an, das Einzige wo ich ein bißchen in eine andere Richtung tendiere ist dass ich den Sleipner mehr in Richtung 1.2363 sehe. Aber egal, mit diesen Legierungen kann man als Klingenstahl durchaus gut leben.
    Es gibt natürlich ein paar "Rufer in der Wüste" die diese Art Stähle nicht in die engere Wahl nehmen würden, aber sei es drum, mir wäre er allemal lieber als 1.2379. Mit dem 1.2363 liebäugele ich schon länger, aber ich konnte den Schritt irgendwie noch nicht machen, vielleicht bin ich einfach zu sehr "gestrig". Immerhin, ich habe zumindest mal vorsichtigerweise einen Härteofen von Heraeus hinterm Haus stehen, der wird die nächsten Wochen mal angeschlossen, man weiß ja nie.
    Ansonst, wenn der Stahl ordentlich auf Arbeitshärte gebracht worden ist, dann sehe ich da keinen Ansatz um sich großartig Gedanken zu machen.


    Viele Grüße und Freude mit dem Messer
    Roman

    guten Tag,
    bei Arbeiten mit Kydex fallen immer wieder Reststücke an die man auch beim besten Willen nicht mehr sinnvoll weiterverarbeiten kann. Diese Reste sind kein "Füllmaterial" für die gelben Säcke, man kann sie dazu benutzen die Bänder von Bandschleifern wieder ein wenig auf Vordermann zu bringen. Es ist klar, so eine "Kydexsäuberung" kann auch aus einem vernudelten Band kein neues Band mehr machen, aber nach dem Kydexkontakt sehen sie wieder nicht ganz so verbraucht aus und machen noch ein paar Runden mit.
    Viele Grüße
    Roman

    Also, wenn man von Hand ein Stück Stahl in der Dimension dieses Erls von ER oder sonst einem Messer zerbrechen kann, dann würde ich mir langsam anfangen Gedanken zu machen.


    Was eine mögliche Schwachstelle betrifft, das stimmt schon, bei einer Extrembelastung wird wohl der Übergang Klinge zum Erl "in die Knie gehen", aber so etwas kann ich mir beim normalen Gebrauch nur sehr schwerlich vorstellen, außer der Stahl taugt nicht zur Klinge oder die Wärmebehandlung ist aus irgendeinem Grund aus dem Ruder gegangen. Bei einem unsachgemäßen Gebrauch, damit meine ich Klinge in den Schraubstock einspannen, Erl schaut nach oben raus, und mit dem Hammer seitlich auf den Erl schlagen, ja, dann bricht er. Manche eher, manche später, aber wer macht denn so etwas (ich lasse jetzt mal Bruchtests im Zuge von Überpüfungen außer Acht),


    Viele Grüße
    Roman

    für ausgewachsene Drachen ist das Messer wirklich zu klein, aber wie gesagt, auch ein "Drachenjäger" kann sich nur mit größter Mühe ein Stück Schinken mit einem Bihänder abschneiden.
    Ansonst, es sind die Kleinigkeiten die ich irgendwie immer sehe. Dieser rückwärte Anschliff passt dem Messer wie die berühmte Faust auf das ebenso berühmte Auge, aber dieses Filework, oder womit Du das auch immer gemacht hast, das ist mir sofort ins Auge gestochen (Gottseidank nur das Filework). Dieser Übergang vom Filework, ich nenne es jetzt einfach mal so, in den rückwärtigen Bereich der Klinge finde ich hervorragend umgesetzt.
    Viele Grüße
    Roman