Beiträge von juchten

    dieses Polierset von Wolfcraft ist für Klingen nur bedingt geeignet, das ist in meinen Augen so eine halbherzige Sache, wobei die Polierpasten nicht schlecht sind.
    Wie gesagt, je größer die Scheibe, desto besser lässt sich arbeiten. Eine Bohrmaschine ist, natürlich abhängig von der Größe, immer nur ein Behelf. Was eine kostengünstige Möglichkeit wäre, einen günstigen Doppelschleifbock zu kaufen und dann die Scheiben zu befestigen. Einfach die Schleifscheiben abschrauben, dann auf die Wellen die Scheiben montieren, falls das Zentrumsloch der Scheibe zu groß ist, eine Hülse einsetzen, selbst eine aus Holz hält die Scheibe mittig.
    Wenn man so einen "Selbstbau-Polierbock" dann auf ein kleines Podest stellt (einfach eine rechtwinklige Holzkonstruktion an der Wand festschrauben) kann man auch größere Scheiben benutzen. Vor allem ist selbst bei einem günstigen Schleifbock der Antrieb mehr auf Andruckbelastung ausgelegt als die Spindel einer Bohrmaschine und man muss die Klilngen nicht senkrecht an die Scheiben drücken.


    Viele Grüße
    Roman

    das Messer ist für mich zuerst einmal schön im eigentlichen Sinne des Wortes.


    Davon abgesehen weist es, wie alle deine Klingen (natürlich meine ich damit auch die fertigen Messer), gewisse Feinheiten auf, die man erst beim wiederholten Male des Anschauens nach und nach sieht, wenn ich das einmal so sagen darf.
    Die Klinge an sich sieht immer noch kompakt aus, dabei hat sie aber eine Breite, die langen Gebrauch wegsteckt, ohne dass man beim Nachschleifen Sorgen haben müsste, dass durch das Schleifen die Form leiden könnte. Auch der Griff mit seiner Verbreitung am unteren Ende sorgt dafür, dass das Messer sauber liegt und auch beim Zurückziehen nicht aus der Hand gleiten kann.


    Auch ist mir diese kleine Schrägung am Ricasso aufgefallen, also im Bereich eines "Parierelements", schräg passt besser zu der ganzen Klingenform als eine abstrakte gerade Linie.


    Insgesamt, wie gesagt, schön und mehr als brauchbar.


    Viele Grüße
    Roman

    hallo Tom
    bei einem Blick in die Angebote von Firmen, die sich mit der Metallpolitur befassen, reicht aus um total durcheinander zu geraten. Aber ich denke, dein Anliegen soll sich in einem vertretbaren Rahmen von Material und Kosten abspielen.


    Zwei Tuchscheiben, jeweils eine für Vor- und eine für Endpolitur werden für die meisten Fälle reichen. Zum Durchmesser der Scheiben kann ich Dir keinen Rat geben, das hängt von der Kraft deiner Standbohrmaschine ab. Desweiteren wird eine Filzscheibe aus festen Filz die Arbeit übernehmen können kleinere Kratzer zu entfernen, desweiteren hält sie die Schneide auf Schärfe.
    Der Idealfall wäre für jedes Wachs eine separate Scheibe, desweiteren wäre eine weiche Filzscheibe nicht schlecht, falls eine Spiegelpolitur angestrebt werden soll.


    Was man in Erwägung ziehen könnte, eine separate Filzscheibe anschaffen für ein Abziehen mit Leder. Man nimmt die neue Filzscheibe und klebt mit einem Lederkleber ein Lederband auf die Lauffläche der Scheibe. Das Lederband, cirka 3 oder 4 mm stark, genauso breit wie die Lauffläche der Scheibe, so zuschneiden, dass die Stoßkanten schräg überlappen, und zwar so, dass die Klebenaht von der Schneide weg läuft. Damit kann man einen "ledernen Abzug" der Klingen sozusagen maschinell erledigen und muss sich keine sündhaft teure Lederscheibe zulegen.


    Gute Ergebnisse ergeben sich meist bei einer Drehzahl von knapp 3000 Umdrehungen. Das wird jetzt keine "Oberlehrergeschichte", wenn man die Scheiben waagerecht laufen lässt, also in einer Standbohrmaschine, muss man gut auf seine Finger Acht geben, es ist schon kriddelig genug es an einem Polierbock zu machen.


    Viele Grüße und gutes Gelingen
    Roman

    wenn es sich bei dem Stahl um 1.2080 handelt, dann wird es mit dem Hamon auf herkömmlichen Weg nichts, vielleicht ein bißchen tricksen beim Anlassen, aber bei 12 % Chrom habe ich da nicht viel Hoffnung.
    Und wenn es sich um einen Schreibfehler handeln sollte, und es sich um diesen Feilenstahl handeln könnte, dann wäre das Härten auch mehr oder minder in die Hose gegangen, bei Feilenstählen ist die Hamonlinie so markant, dass sie ohne weiteres selbt bei blank polierter Klinge gut zu sehen wäre.


    Viele Grüße
    Roman

    es erfolgt jetzt keine Wertung über Qualität oder Ideenreichtum was chinesische Messer betrifft.


    Nur wenige Worte, Internetpräsenz von AHK, Maschinen- und Anlagenbau Dort sind unter anderem Tabellen mit Importverzeichnissen der VR China. Das schreibe ich jetzt, damit vorstellbare und recherchierbare Zahlen, bzw. Informationen, vorliegen.


    Die VR China hat im Berichtszeitraum 2012/13 allein aus unserem Lande für knapp 3 Milliarden US Dollar Werkzeugmaschinen zur Metallbearbeitung bei uns eingekauft. Wieso sollte es einen denn wundern wenn mit diesen Maschinen Produkte aller Arten hergestellt werden, die weltweit vertrieben werden, natürlich auch bei uns vertrieben, bzw. gekauft werden können? Selbstredend kann man mit diesen Maschinen Messer herstellen.


    Es besteht also kein Grund zum wundern, die Preise sind, davon gehe ich bei einer expandierenden Volkswirtschaft aus, auch so kalkuliert, dass Gewinn erzielt wird. Über Stundenlöhne und Umweltbelastung werde ich mich nicht auslassen, ich war noch nicht da, wenn aber nur ein Bruchteil der Berichte darüber stimmen, dann wird man sich auch dort in baldigster Zeit Gedanken machen müssen, "Geld kann man nicht essen und nicht atmen". Auch wir müssen da vor unserer eigenen Haustür kehren, wir machen das mit dem Umweltschutz auch erst seit ein paar Jahrzehnten, nachdem wir uns seit der industriellen Revolution bis in die Siebziger nicht darum gekümmert haben.


    Was uns betrifft, wir liefern solche Maschinen gegen Cash in die ganze Welt, wir dürfen uns nicht darüber beklagen, dass diese Maschinen das tun wofür wir sie gebaut haben, Produkte herstellen.


    Viele Grüße
    Roman

    das ist ja ein ganz neues Feld der Bemühungen, unterschiedliche "Stahlgeschmäcker".



    Ich sehe schon kommen wie die Feinschmecker in Sachen Stahl feinste Unterschiede zwischen einem C60 von 1965, Stahwerk Essen, mehr Grobanteile aus der Schutthalde Süd, daraus bedingt leichte Mangannoten und einem 1.2842, Stahlwerk Neunkirchen, Hochofen West, granuliertes Islanderz, heraus schmecken. Natürlich alles körperbetonte Stähle, einen leichten roten sucht man vergebens, es sei denn, er hat bereits ein bißchen Depot außen, in Form von leichter Korrosion, gebildet.


    Es gibt die tollsten Geschmacksvarianten in diesem neuen Betätigungsfeld der Gaumen, chromgeschwängerte und hochglanzpolierte Oberflächen lassen die Feinschmeckerzungen geradezu hinüber schweben, während man bei einem schnöden 1.2235 fast schon Raspelverletzungen an der Zungenoberfläche davonträgt.


    Mal ganz im Ernst, wenn nicht korrosionsbeständige Stähle so schlecht schmecken, dann frage ich mich wieso in Solingen diese kleinen Officemesser aus C75 seit vermutlich hundert Jahren im Programm sind und die korrosionsbeständigen einen geringeren Antei der Fertigung ausmachen.


    Viele Grüße
    Roman

    selbstredend ist es ein Schreibfehler gewesen, es sollte natürlich Kohlenstoffstahl heißen und nicht Kohlefaser. ich war von fremden Mächten beeinflusst, während man eine Angelrute repariert sollte man nicht gleichzeitig schreiben.
    viele Grüße
    Roman

    bin auch gerade ein wenig auf der Suche, ich werde wohl wieder zu Ontario greifen. Die Ontario hat sich einfach ein wenig verbogen, behält aber leidlich die Schärfe, auch bei Treffern in Holz.
    CS fällt aus, habe mehrere gekauft, unterschiedliche Härte. Wenn ich in der Beschreibung lese, dass man damit "Bäume fällen kann", trifft das bestenfalls auf Balsaholz zu.
    Tramontia werde ich noch anschaffen und ausprobieren, meine Martindale ist stabil, weil dicker im Blech, hält aber die Schneide bestenfalls so lange wie man braucht um "Mist" zu rufen.
    Viele Grüße und Erfolg
    Roman

    ohne Fehl und Tadel Holger, abgesehen von dem sehr eleganten Erscheinungsbild mit allem Perfektionismus, die 5 mm sagen mir sehr zu.
    Viele Grüße
    Roman

    ich verfolge diese ganze "Titangeschichte" immer mit großem Interesse, das ist irgendwie eine ganz andere Herangehensweise an das System -Messer-, wenn ich das mal so sagen darf. Es wird wohl was die Symbiose zwischen Leichtigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Messer betrifft nicht viel anderes geben, wenn überhaupt.
    Davon abgesehen sieht das Messer gut aus und diese Farbe setzt da noch einen drauf.
    Viele Grüße
    Roman

    als erstes Mal Danke an Rolf für die Vorstellung.


    Vorab, Beisser, Arne, Dave Beck ist auch meine Inspiration gewesen. Damit ich einigermaßen immer im Maß bleibe, bei manchen mehr, bei manchen weniger (je nach Wunsch) habe ich die 1 zu 1 Kopie von Becks Tracker mit den Originalmaßen über der Werkbank bei den Feilen hängen (die Kopie ist allerdings aus Pressholz). Ich konnte mich allerings nie bei Becks Entwurf mit der Rückensäge anfreunden, mal abgesehen davon dass ich damit nicht viel anfangen kann, aber dass man die langen Zähne nach vorn an die Spitze setzt habe ich nie verstanden.


    Tobias, das Messer ist aus Federstahl, eine genaue Bezeichnung kann ich nicht machen, der Stahl wird wohl so wie er Härte annimmt mindestens bei 0,7 Prozent Kohlenstoff liegen. Der Stahl ist hochfest und auch durch ein bißchen "Rumstochelerei im Lagerfeuer" nicht in einen Bereich zu bringen wo man sich Gedanken um die Wärmebehandlung machen muss.
    Bruchtests mit diesem Stahl waren sehr überzeugend, ein Messer in der Stärke wie Rolfs Messer ist in dem Sinne eine Anschaffung für mehr als eine Generation.


    Micha, ich kann deine Filmkritik verstehen, das Ganze ist ein normaler Hollywood-Streifen, aber irgendwie hat mich diese "Neuauflage" von Rambo doch irgendwo fasziniert. Veteran kommt heim, keiner versteht ihn, dreht durch, wird zum Schluss getötet (übrigens genau wie in dem Buch "Rambo", dort gab es keinen zweiten Teil).
    Die ganze Geschichte in die Stadt verfrachtet, von wegen man ist in der Stadt sicher vor einem "Messerwerfer aus dem Wald".
    Die Schmiedeszene am Wasserfall ist natürlich ein wenig weit her geholt, wie manche andere Sachen auch oder übertrieben, aber eigentlich hat mich der Film nicht so "unter Feuer gesetezt", ich zitiere mal ohne zu fragen Herrn Larry Harley, wie das Messer.


    Dieses grobschlächtige Messer, "mit dem man alles machen kann", hat es mir einfach angetan. Also, es lässt sich nicht so einfach schmieden wie Herr Tommy Lee Jones es im Film zeigt, da muss man schon ein bißchen den Hammer immer richtig ansetzen. Ich habe mich an Rolfs Wunsch gehalten, frei weg ohne irgendwelche kosmetischen Geschichten. Das Messer ist frei Form geschmiedet, dann vom Zunder am Bandschleifer befreit und der Rest war Feilarbeit. Ein paar Riefen habe ich am Schluss wieder mit dem Bandschleifer glatt gezogen, ich gebs zu. Geschliffen auf einer alten wassergekühlten Nassschleifstein, fertig.


    Abgesehen von der Herkunftsgeschichte und Idee des Messers war im Gegensatz zum Film bei mir auch ein Werkzeuggedanke vorhanden. Das Messer sollte funktionieren. Ich weiß, eine solche Klinge kann weder ein Filetmesser noch eine Axt ersetzen, aber es versucht alles so gut wie möglich zu machen und wird bestimmt nicht kaputt gehen. Schneiden und hacken, brechen und hebeln, man soll sich einfach keine Gedanken machen müssen wenn man mit dem Messer zu Werke geht.


    Und, last but not least, so ein Teil fühlt sich einfach in der Hand gut an, wie ein kurzläufiger 38er.


    Viele Grüße
    Roman

    das Messer gefällt mir, vor allem dieser strukturierte Griff sagt mir zu, ich kann das mit dem Griff nicht erklären, es ist einfach so. Was die Farbe der Kydex betrifft kann man zwar geteilter Meinung sein, aber nach dem zweiten und dritten Hinsehen finde ich auch, dass da alles passt.


    Was den Stahl betrifft, es wäre nicht unbedingt meine erste Wahl was eine Messerklinge betrifft, aber wieso nicht mal ein bißchen herum experimentieren. Solche Stähle werden gewöhnlich nicht zur Messerklinge verarbeitet, was nicht zwingend heißen muss, dass sie nicht als Klinge taugen. Das PM-Verfahren hat da ein Tor zu einem sehr großen Feld von Stahlmöglichkeiten aufgestoßen was nicht immer in das Bild von klassischen Klingenstählen passt.


    Die Ahnen solcher Stähle, hier REX121, sind keineswegs so jung wie heute manche Großväter sind, es sind klassische Vertreter ihrer Art, mit schwarzem Anzug und Monokel. Herr Rapatz legt die Ansätze zur Erfindung der Schnellstähle in die 60er Jahre des 19. Jahrhunderts, als unmittelbaren Vorläufer führt er die -Mushet-Stähle-, benannt nach Robert Forester Mushet (*08.04.1811, gestorben 19.01.1891) auf, die bereits neben 2 Prozent Kohlenstoff 5 bis 10 Prozent Wolfram und bis 2 Prozent Mangan enthielten.
    Wem man jetzt genau die Erfindung der Schnellarbeitsstähle zusprechen soll, darüber streiten sich die Gelehrten vermutlich immer noch.


    Die Industrialisierung vor mehr als hundert Jahren verlangte nach Werkzeugen die zeitsparend arbeiten konnten, im speziellen was drehen, fräsen und bohren betrifft. Die üblichen dazu verwandten Stähle taten zwar ihre Arbeit, aber eben nicht schnell und standfest genug. Letztendlich kam es zu dieser Legierungskombination die man heute noch verwendet, Kohlenstoff, Chrom, Wolfram, Vanadium, Mobybdän und Kobalt.
    Ziel war es Bearbeitungswerkzeuge zu erhalten die auch unter den widrigen Umständen der Metallbearbeitung nicht einknickten, also ausglühten oder schnell stumpf wurden. Mit den genannten Legierungsbestandteilen in Kombination war diesbezüglich Abhilfe geschaffen, das PM-Verfahren führte dann noch dazu dass man eine noch bessere Qualität dieser Stähle erzielen konnte.


    Dieser REX121 oder gleichartige hochlegierte Stähle, um das Zwischenfazit von "asi" aufzuführen, sind nicht nur hart und könnnen viel, sie können noch viel mehr. Wenn man dieses Messer an seine Grenzen führen würde, dann müsste man ein paar sehr gesundheitlich bedenkliche Voraussetzungen schaffen. Die Klinge müsste in einer Geschwindigkeit arbeiten die kein Mensch von Hand erzielen kann und dabei eine Temperatur von gut 500 Grad übertreffen. Also, wer unbedingt Meteroiteisen auf einem sonnennahen Planeten zerschnippseln muss, der ist mit einem solchen Messer gut bedient, natürlich unter der Voraussetzung, dass er einen Hitzeschutzanzug der Baureihe "Solar-Forte" trägt.


    Das Messer wird Bleistifte spitzen ohne merkliche Einbußen an der Schneide zu erzielen bis wir alle alte Männer sind, Betonung liegt auf "alle". Selbst wenn das Messer "nur" 60 hrc hätte, ich denke nicht dass man einen großen Unterschied beim schneiden bemerken würde, dafür sorgt allein schon die Karbidmenge und -härte. Es ist durchaus im Rahmen des Möglichen, dass die Querstabilität nicht besonders hoch ist, aber wer kann mit den Händen schon bei normalen Anwendungen eine Klinge zerbrechen?


    Schnellstähle sind keine "Wunderstähle" in dem Sinne, sorgen aber immer für ein bißchen Abwechslung, und allein deswegen gefällt mir das Messer.


    Viele Grüße und Danke für das Zeigen
    Roman

    danke für das Interesse an diesem Messer.


    Das Messer an sich war für mich eine Zufallsbegegnung. Das Buch Grabendolche fand auch durch Freundschaft hier im Forum den Weg zu mir. In diesem Buch sind viele Kampfmesser abgebildet und auch ihre Geschichte erzählt, aber dieses k.u.k Dolchmesser ist mir sofort ins Auge gefallen. Es wirkt zwar auf den ersten Blick sehr schlicht im Gegensatz zu den heute verbreiteten "Kampf- oder Einsatzmessern", aber es ist die Reduktion auf das Wesentliche, hier könnte man, falls man es im englischsprachigen Teil der Erde bewerben müsste von -no more no less- sprechen.
    Lange genug um alles zu schneiden und auch immer noch stabil und spitz genug um in einer dunklen Stunde "blankes Vertrauen" zu gewähren, mehr braucht es eigentlich nicht.


    Jörg und ich haben schon PN´s ausgetauscht wegen dem Versand, alles andere wird sich dann in Stahl zeigen.


    Viele Grüße
    Roman

    die Neuauflage erinnert mich urplötzlich an "modern times", ich weiß nur noch nicht wie ich Charlie Chaplin mit einem Kampfmesser in Verbindung bringen soll. Komik bringe ich irgendwie mit einem Kampfmesser nicht unter einen Hut, dann eben ernst.


    Ich habe mir jetzt auch die Seite von dieser Firma angesehen, abgesehen von dem "Üblichen", wie manches Stück scharfen Stahls im Land der unbegrenzten Möglichkeiten beworben wird, einem Exkurs über Firmengeschichte, "history and mission", das ist für mich schon zu sehr angepasst und am Grundgedanken des Messers vorbei.


    Ok, um wortähnlich zu bleiben, ein paar Plastikgriffschalen und eine -scheide, schwarze Farbe, jetzt ist das Messer angekommen im neuen Jahrtausend. Immerhin, wenigsens 15 Jahre später, eine kleines Zugeständnis an die Beständigkeit.


    Irgendwie finde ich, dass die Ursprünglichkeit der Messer dadurch ein bißchen verloren gegangen ist, sie wirken mir im Gegensatz zu früher ein wenig zu sehr angepasst, wenn ich das einmal so sagen darf. Die alten Messer, mit ihrer Schnurwicklung oder einem Holzgriff sahen für mich einfach "militärischer" aus.


    Etwas weniger protzerisches "Schlachtengewimmelgetue" hätte mir besser gefallen, aber vielleicht bin ich auch noch nicht in den "modern times" angekommen.
    Die "alten" Messer von EK hatten diese kaum beschreibliche Wirkung von schlichter Gefährlichkeit, die suche ich im Moment noch. Abgesehen davon dass die Neuauflage immer noch ein ernst zu nehmendes Messer darstellt fehlt mir einfach dieses "no more no less" -Erscheinen.


    Viele Grüße
    Roman