Beiträge von juchten

    mein Tip wäre 1.4034.


    Ich will auch erläutern warum. Der Stahl ist zum Ersten einmal ohne Problem verfügbar, auch in den gewünschten Maßen in "präziplan", er ist seit Jahrzehnten bekannt und bewährt und die Härtereien sollten sich damit folglich auskennen. Zudem ist er bezahlbar, was die Tränendrüsen schont, wenn mal was daneben geht.


    Der Stahl an sich ist zwar keine Wahl für jemand, der vorhergehende amerikanische Lobeshymnen braucht, sondern ganz einfach ein Stahl, der als Klinge das tut was man von einer Klinge erwartet, schneiden und stechen. Gut gehärtet kommt er dank dem etwas engen Platzangebot für den Kohlenstoff, was die Chromlegierung verursacht, durchaus bis auf 60 hrc, wobei 58 hrc meist dann doch ausreicht. Zudem lässt er sich auf eine feine Schneide hin ausschleifen.


    Dieser Stahl ist im Gegensatz zu vielen, auf spezielle Einsatzgebiete zugeschnittene Stähle, ein Kompromiss, aber man hat aus diesem Stahl vom Küchenmesser bis zum Standhauer und Knochenspalter Klingen gefertigt, das ist eigentlich mehr Referenz als das Versprechen in einem Revolverblatt.


    Viele Grüße
    Roman

    diese Messer sehen auf den ersten Blick relativ "einfach gestrickt" aus, aber es mit ihnen wie mit vielen überlieferten Werkzeugen, es steckt ein tieferer Sinn in allen Details, auch wenn man oft geneigt ist diese bei so einfachen Messern zu übersehen.


    Was mir zuerst nichts ins Auge, sondern in der Hand auffällt, man hat ein ausgewachsenes Messer in der Hand, was relativ leicht ist. Die Griffe, ich gehe mal von den gewöhnlichen Griffen aus, sind flach und etwas breit gehalten, sie liegen auch noch mit Handschuhen gut in der Hand, bzw. im Handschuh.
    Die Breite der Klinge sieht zwar im ersten Moment etwas gewagt aus, aber wer viel mit einem Messer arbeiten muss, der muss auch viel schleifen, und breite Klingen haben auch noch Form nach dem zehnten Anbringen eines neuen Grundschliffs.


    Der Anschliff ist Aufhänger, man muss keine großen Schneidenflächen schleifen, man hält sich ummittelbar beim Schleifen an der Schneide und erzielt direkt Erfolg dank der dünnen Geometrie.


    Jetzt kommt natürlich die "spacke" Klingelstärke, die wirkt auf den ersten Blick gewagt ob ihrer Materialersparnis, aber dadruch schneidet sie tief ohne zu spalten und hackt tief ins Holz etc. 2,5 bis 3 mm reichen dafür allemal.


    Was mir schon mal Bedenken macht ist das Fehlen eines Parierelements, aber anscheinend haben die Erfinder dieser Messer entweder sparen wollen oder sie sind davon ausgegangen, dass die Anwender wissen wo die scharfe Gegend am Messer anfägt.


    Der breite Griffabschluss hat vermutlich mehrere Gründe, einer der mir immer noch im Gedächtnis geblieben ist, als ich einen Bericht über die Samen gesehen habe, als Rentiere geschlachtet wurden. Derjenige, der mit dem letalen Auftrag betraut war, hat mit einer Hand die Klinge zwischen den Rippen des Tieres angesetzt und mit der Handinnenseite der anderen Hand die Klinge reingeschlagen. Auf die Idee muss man erst mal kommen. Selbstredend hatte der Mann mit dem Messer noch ein paar Gehilfen, die das Tier am Boden fixierten.
    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass eine solche breite Klinge bei einem derartigen oder jagdlichem Einsatz durchaus mit einem Waidblatt zu vergleichen ist.


    Diese Messer sitzen tief in der Scheide, so verliert man sie kaum, selbst wenn sie am Gürtel hin und her baumeln.


    Abschließend noch ein Wort zum Herstellen eines solchen Messers, ich besitze selbst einige davon, gekaufte und selbst geschmiedete. Man hat ein ausgewachsenes großes Messer dabei, es kann in der Küche herhalten bis zum Reisig machen. Klassische Leukus sind eigentlich schnell auch mit einfachen Mitteln herzustellen. Das Schmieden an sich ist kein Hexenwerk, geht man von 3 mm Blech aus. Die Zwinge ist aus Messingblech auf jedem kleinen Amboss zu formen und ein heiß gemachter Erl bohrt sich willig in das Birkenholz. Kurzum, ein Messer dass man auch in kargen Gegenden ohne großen Schmiedenbetrieb herstellen kann.


    Viele Grüße
    Roman

    im Prinzip ist jede Arbeit an diesem Messer für mich persönlich Liebhaberei, Sinn macht es in dem Sinne nachher ein brauchbares Messer in der Hand zu haben nicht. Diese Bajonette waren für einen bestimmten Zweck gedacht, sie waren durch ihren sehr balligen Anschliff nur schwer zu schärfen und das bißchen Schärfe haben sie auch nicht gehalten. Aber darum gehts ja gar nicht.


    Zuerst würde ich mal schauen wie weit die Korrosion schon fortgeschritten ist, ist der "Erl" stark beeinträchtigt ist es ein Fall für das "persönliche Museum", außer man lässt einen neuen anfertigen und schweißt diesen an. Ansonst ist mir diese "WD40-Schleifgeschichte" auch sehr sympathisch. Die Ecken würde ich mit einer Messing- oder Stahlbürste ausbürsten.
    Griffschalen, so wie es auf den Bildern aussieht ist da nichts mehr zu machen, also runter damit, egal wie. Kann durchaus sein, dass die Schrauben auch nach dem WD40 Einsatz sich nicht lösen, wenn die Gewindegänge mal rosten und jahrlang daran nicht gestört werden wird das zu einer Masse, die sich nur noch mit Gewalt lösen lässt.
    Die Griffschalen zu ersetzen dürfte keine große Sache sein, passende Hartholzleiste (beim Schreiner nach Abschnitten fragen) besorgen und dann in Form bringen. Wenn es kein dunkles Holz ist, eine dunkle Holzbeize besorgen, darauf achten dass es sich um B4-Beize handelt, die Griffschalen damit beizen, versiegeln und fertig.


    Ich würde dann das Ganze mehr als Erhaltungsprojekt ansehen und mich nur dafür aufrappeln wenn es ein Erbstück oder sonstwie eine Geschichte damit verbunden ist, in der gleichen Zeit kann man sich gemütlich bei ein paar Tassen Kaffee aus einer Stahlschiene ein gebrauchstüchtiges Messer heraus feilen.


    Viele Grüße
    Roman

    mit Tellern funktioniert es, gibt zwar nicht die Superschneide, aber zum schneiden reichts. Ein richtiger Ledergürtel tut auch seinen Zweck, genauso wie ein Abziehleder.
    Der obere Rand der Autoscheibe war mir noch nicht bekannt, aber es zu wissen ist auch gut.


    Ich habe schon ein paar Mal geschrieben, "es geht auch mit einem Stein vom Wegrand", aber ich habe das letztens mal ausprobiert und festgestellt, dass ich mit meiner Aussage wohl den Mund ein wenig voll genommen habe. Es geht vielleicht mit jedem Stein vom Wegesrand, aber es ist eine mühsame Geschichte, vor allem weil man im besagten Moment der stumpfen Klinge, keinen Stein findet mit einer flachen Seite.
    Ein Bachbett liefert da schön öfters Steine, mit denen man es versuchen kann und auch einigermaßen wieder einen Zustand hinbekommt, den man als schneidfähig bezeichnen kann.


    Was die Winkel an den Schneiden betrifft, ich habe mir diesbezüglich noch nie Gedanken gemacht, das kann ich auch gern zugeben. Sehe ich so eine eingerichtete Schneide an einem Messer und es ist stumpf, dann schleife ich einfach diesen Anschliff wieder so, dass er schneidet, man sieht doch wie der Anschliff wieder vom Nachschleifen anfängt zu glänzen. Hört sich zwar blöd an, aber ich schau einfach auf die "Spitze" der Schneide, kann ich die noch erkennen ist das Messer stumpf, kann ich sie nicht mehr erkennen, reicht es mir an Schärfe, ich mache ja keine neurochirurgischen Eingriffe.


    Viele Grüße
    Roma

    Was soll sich denn hier "markig" anhören, nur weil es Leute gibt, die nicht verzweifelt nach Erklärungen oder Entschuldigungen suchen wieso sie ein Messer dabei haben? Ich halte so etwas keinem vor, aber auf der anderen Seite erwarte ich auch, dass man diejenigen akzeptiert, die einen anderen Weg gehen. In einer Welt, wo anscheinend jeder jedem alles Recht machen will sieht es doch in Wirklichkeit so aus, dass man, falls man es jedem Recht machen will, es keinem Recht macht.
    Wenn es dann noch ein paar Leute gibt, die Ecken und Kanten haben, egal ob Frau oder Mann, dann ziehe ich meinen imaginärren Hut vor solchen Leuten.
    Und, wenn man ehrlich ist, kaum hat man mit Engelszungen einem erklärt, wieso man ein stumpf geschliffenes Opinel mit gerundeter Spitze dabei hat, das selbst im Angesicht eines davonlaufendem Camemberts aufgeben muss, dann die Antwort kommt:"Ich mag trotzdem keine Messer!"
    Tut mir leid, mir fehlt bei solchen Leuten die Gesprächsbasis.


    Persönlich werde ich auch in Zukunft keinem erklären wieso mein Messer so oder so aussieht, ich habe dieses Messer dabei weil ich es genauso brauche, ob es dabei anderen gefällt oder nicht, das ist mir in diesem Fall relativ gleichgültig. Das Eine schließt natürlich das Andere nicht aus, man muss nicht unbedingt auf einem Kindergeburtstag einen Einhandfolder mit 6 Zoll Klinge aufschnappen lassen.



    Sozialverträglichkeit, was ist das überhaupt und wie oder wer mißt die in welchen Maßstäben? Sagen uns das die "Waffenexperten" der beiden großen Parteien, ohne jetzt politisch oder polemisch zu werden, ein ehemaliger Fernemeldtechniker und ein Verwaltungsbeamter? Von welchen ferngesteuerten "Volksverdummern" sollen wir uns denn noch drangsalieren lassen? Diejenigen, für die die diese schwammigen Gesetzesvorgaben gemacht worden sind, die halten sich sowieso nicht daran.


    Auf jeden Fall haben diese ganzen "Freiheitsbeschneider" ihre Ziele schon erreicht, anstatt so etwas in Frage zu stellen antwortet die Bevölkerung mit "vorauseilendem Devotismus".
    Mir ist es auch gleichgültig wie das in anderen Staaten gehandhabt wird, wenn ich dort bin habe ich mich selbstredend an die dort geltenden Gesetze zu halten, aber im eigenen Lande darf man doch wohl noch kritisch sein, gerade in Angesicht von Gesetzen, die an Vorgaben aus Schilda erinnern.


    Viele Grüße
    Roman

    für das erste Messer ist alles in trockenen Tüchern. Die Form steht für mich nicht zur Debatte, die handwerkliche Umsetzung ist gelungen, die Fiber unter den Griffschalen sticht schön ab, alles sieht rund und griffig aus.
    Der Rest ist Kosmetik, da musst Du selbst wissen wo es enden soll.
    Viele Grüße und weiter so, Chrisitoph
    Roman

    zur Klärung,
    Michas Spikes haben eine Rückenstärke von 5 mm, 3 mm sind auch möglich. Ich habe selbst von CS zwei dieser älteren Spikes, die sind im Rücken stärker.
    Bei den Dimensionen dieser Messer macht auch eine Klingenstärke von mehr als 5 mm keinen großen Sinn, 4 könnte ich mir als Optimum vorstellen.
    Viele Grüße
    Roman

    bevor ich zum Stahl übergehe muss ich Dir zuerst einmal sagen, dass Du dir wirklich beeindruckende Mühe machst bevor ein Entwurf in Stahl umgesetzt wird. Die Messerentwürfe sehen für mich durchdacht aus, davon abgesehen gefallen sie mir auch.


    Die Stahlfrage würde ich zuerst einmal an der Verfügbarkeit und der Verarbeitungsmöglichkeit fest machen, dabei aber nicht den Kostenfaktor außer Acht lassen. Wenn man für sich ein Messer macht ist das alles uninteressant, hat man vor mehrere Messer zu machen und diese zu verkaufen ist der finanzielle Aufwand natürlich mit in Betracht zu ziehen. Ist diese Kalkulation vertretbar kann man anfangen sich über eine Serie Gedanken zu machen, schließlich sollte man auf die Geldbeutel der "Auftraggeber" genauso achten wie auf den eigenen.


    Der Stahl N690 von Böhler ist eine sichere Sache, die Firma Böhler steht schon sehr lange für Qualitätsstähle ihren Mann. Ich habe hier noch ein Büchelchen der Firma Gebrüder Böhler &Co Aktiengesellschaft von 1917 (9. Auflage!), Notizen über das Härten des Werkzeug-Stahles. Wenn eine Firma so lange im Geschäft ist, auch in der heutigen Zeit unter dem Druck eines internationalen Stahlangebots, muss man darüber wohl keine Worte mehr verlieren.


    Der Stahl 440C, bei uns unter der Bezeichnung 1.4116 im Vertrieb ist aber ebenfalls eine sehr sichere Sache und mehr als ein kostengünstiger Ersatz. 440C war früher, also vor 30 Jahren das Maß der Dinge und viele Messer von damals sind heute noch im Gebrauch. Die Verfügbarkeit in allen Dimensionen ist gut, die Wärmebehandlung hat man gut im Griff und die Kosten sind verträglich. Seine Korrosionsbeständigkeit ist beachtenswert, bei einem Korrosionsversuch vom Herrn Fuchs (Familie 14/4 im Test) hat er das beeindruckend unter Beweis gestellt, selbst wo Stähle wie BG42 und WD65 Korrosion zeigten hat sich 440C als unbeeindruckt erwiesen.


    Selbst ein 1.4034 wäre in Erwägung zu ziehen, gehärtet auf 59 hrc wird sich dieser Stahl auch heute noch in Angesicht vieler "potenteren" Messerstähle als eine sehr sichere Bank erweisen.


    Wir dürfen uns bei der Stahlfrage nicht immer so einfach "ins Bockshorn" jagen lassen, was momentan gehypt oder kritiklos von US-Machern übernommen wird, muss nicht zwangsläufig das "Gelbe vom Ei" sein. Unlängst wurde per link ein Sax aus der Wikingerzeit gezeigt, es lag tausend Jahre ungeschützt in der Wildnis Norwegens und wäre nach einer Politur wieder einsatzfähig gewesen, ganz ohne spezielle Legierungen.


    Ich will hier gar nicht stehen als "Rufer in der Wüste" und "back to the roots" krakelen, aber es geht um Messer und nicht um Bauteile für Düsentriebwerke. Wird ein Stahl in der Luft- oder Raumfahrttechnik durch einen besseren ersetzt, dann bedeutet das nicht, dass dieser Stahl der bessere Messerstahl ist, sondern dass der neue Stahl unter den ganz speziellen Bedingungen, also aggressive Korrosionsmedien und enorme Hitze besser arbeitet.


    Wenn schon "back to the roots", dann würde ich die Sache so angehen, dass man sich die Primärfrage stellt, -was soll das Werkzeug, hier ein Messer, können? Danach würde ich mich orientieren, danach wird die Wahl schon viel einfacher.


    Viele Grüße
    Roman

    Smörrebröd, zu deinen Fragen.
    Die Stähle, die ich verwende sind gewöhnlich niedriglegierte Stähle, der Kohlenstoffgehalt beträgt je nach Stahl zwischen 0,45 % (Hämmer, Werkzeuge, Axt- und Beilgehäuse etc.) bis cirka 1,3 % Kohlenstoff. Zuweilen ist auch ein 1.2842 dabei, meist spielt er nur eine Rolle aus Schneidkeil, der eingeschweißt wird.
    Dazu kommen Blattfederstähle, 1.2210 (Silberstahl) und Kugellagerstähle.


    Voraussetzung zum Schmieden muss eine gewisse "Schmiedeverträglichkeit" des Materials sein, höher legierte Stähle von Hand zu schmieden macht in dem Sinne keinen Sinn, selbst nach dem bestgemeinten Glühen erreicht man nach dem Schmieden kaum noch die Qualtiät des Lieferzustandes. Höher legierte Stähle sind eigentlich am Bandschleifer besser aufgehoben.


    Hamon, es ist natürlich nicht nur Zufall, dass die niedriglegierten Stähle sich eher dazu eignen eine sichtbare Trennlinie zu erreichen als höher legierte Stähle. Je weniger Legierung, desto eher gelingt eine Hamonlinie. Und selbst dann gibt es noch große Unterschiede, ich hatte z. B. von verschiedenen Herstellern C75, einer zeichnete eine sehr schöne Hamonlinie, bei einer anderen Klinge sah es aus als wären Hühner über die Klinge gelaufen.


    Aber Hamon hin oder her, im Prinzip kann man sich von einer Klinge schon im Voraus verabschieden, wenn man eine schöne Hamonlinie erhalten möchte. Das Abschrecken in Wasser ist jedes Mal eine unglaubliche Prozedur für den Stahl und nicht selten ist die Klinge danach irreperabel beschädigt, bzw. gerissen, oder reisst beim Anlassen.


    Und selbst wenn es funktioniert hat heißt das noch lange nicht, dass der Hamon nach etwas aussieht. Auch japanische Meister machen schon mal mehrere Anläufe bis das Härten so verlaufen ist bis alles vorzeigbar ist. Ich persönlich mache Schluss, wenn man eine Trennlinie sieht, wenn eine schön ist und die andere nicht, damit muss man leben. Das ist und sollte eigentlich kein Grund ein, eine Klinge mehrfach durch die "Folterkammer" des Abschreckens zu schicken.


    Selbstredend freut es mich, wenn eine Klinge so einen Hamon zeigt, wie die, die Holger poliert hat. Bei dem Stahl des Bowie handelt es sich um 1.2210, allerdings ist das auch keine letztendlich sichere Bank für einen solchen Hamon, ein bißchen Glück, ein bißchen Erfahrung und guter Willen beim Stahl ist auch dabei.


    Viele Grüße
    Roman

    es sieht sehr handlich aus, im wahrsten Sinne des Bildes. Wie immer, sehr saubere Arbeit.
    Viele Grüße
    Roman


    PS: Dieses kleine Loch unten in der Kydex, dient das dazu, dass man sie auch mal ausspülen kann?

    ich wusste dass der Hamon gelungen war, aber das ist wieder eine Marke für sich. Super Arbeit Holger, vielleicht sollte ich mir für dieses Messer doch eine Vitrine zulegen.
    Viele Grüße
    Roman


    PS: Bezüglich des Zeitaufwandes werden wir dann noch etwas klären müssen

    beim spazieren gehen im Regen ist es letztendlich egal welche Regenjacke, man nimmt noch einen Schirm und hat damit den auch Schlagregen weg.
    Jacken werden erst interessant wenn man draußen arbeiten muss, rudern oder sonstwie schwere Arbeiten bei denen man schwiitzt. Sobald man anfängt zu schwitzen ist es egal welche Jacke, man wird ohenhin innen nass, die ganzen Membranen schaffen die Transpiration auch nicht mehr nach außen. Dann entweder mit einer Jacke nass werden die einen nicht behindert oder einfach wie die Fischer, warmer Pulli/Fleece und Ölzeug drüber.
    Ansonst, in Schottland habe ich entweder Wachsjacken aller Fabrikate gesehen oder auch Jacken wie die Friesennerze.
    Wenn man oft bei Regen draußen ist und "fashion" oder hype keine Rolle spielt ist ein Bordparka der Marine auch eine Option, dicht, günstig und stabil.


    Viele Grüße
    Roman

    Joachim, dieses Messer ist das Produkt aus unserem chat, es ist der Prototyp und wird wohl bei mir bleiben, was natürich nicht heißt dass das das Ende der Fahnenstange ist. Also, neuer C60 rollt nächste Woche an, dann kommen noch ein paar dazu.
    Viele Grüße und danke dass es gut gefällt
    Roman
    PS: Ich wollte schon immer mal einen Satz schreiben wo dreimnal -das- hintereinander kommt.

    Was lange währt, bin endlich dazu gekommen einen Prototyp zu schmieden. Stahl ist ein niedriglegierter Kohlenstoffstahl, 0,6 % Kohlenstoff, der Rest an Legierungen ist nicht weiter erwähnenswert. Die Klinge und das Parierelement sind aus dem gleichen Stahl, die Griffschalen sind aus gebürstetem Eichenholz mit Bienenwachs imprägniert. Ich habe bewußt keine große Poliererei betrieben, ich glaube so kommt so ein Messer einfach "besser rüber".


    Die Maße des Messers entsprechen fast milimetergenau den Originalen, aber jetzt Bilder.


    Viele Grüße


    Roman

    Markus, hast Du schon einmal an Schlüsselfeilen gedacht. Die Schlüsselfeilen sind meist fein genug um "hinter" eine solche Zahnung zu kommen und sie neu zu schärfen.
    Bevor Du anfängst würde ich mir die Säge einmal mit der Lupe ansehen, so bekommt man einen besseren Eindruck wo es fehlt, zudem erkennt man Winkel und die Flächen besser.
    Viele Grüße
    Roman

    hallo Markus,
    ich habe momentan kein Bild vor mir, sprichwörtlich sozusagen, von diesem Messer. Ich halte es mal allgemein was die Rückensägen aus dieser Zeit betrifft.
    Diese Zahnungen waren vielleicht gut um ein paar Mal störrisches Material zu "zerfleddern", zum eigentlichen Sägen waren sie wohl nicht zu gebrauchen.
    Mein Rat ist ebenso einfach wie kostengünstig, besorg Dir eine flache Kettensägenfeile, feil damit die vorhandenen Sägezähne leicht nach und leg Dir, falls Du oft sägen musst, eine Klappsäge zu.
    Viele Grüße
    Roman

    bei dem ersten Bild, ich kann mich auch täuschen, sieht man da unterhab der Daumenriffelung verbrannte Stellen?


    Viele Grüße
    Roman


    PS: Wieso kann man einen Stahl, der Niob als Legierung hat, nicht noch einmal ausglühen?

    Kibo, das sind natürlich Messer, aber wenn Du sie gleich identifizieren kannst, dann haben sie zumindest einen sehr hohen Wiedererkennungswert, was natürlich verständlich ist, es sind zwar nur Messer in dem Sinne, haben aber doch den Vorteil, in dem Sinne mehr Wertanlage als Messer zu sein.


    Überhaupt, ich finde es schon seltsam, dass gerade diese Art Messer irgendwie vom Zufall inspiriert worden sind. Scagel hat Messer gemacht, wieso weiß ich nicht, Randall wollte ein Scagel, hat aber keines bekommen und hat dann selbst angefangen Messer zu machen. Loveless wollte ein Randall, aber nicht so lange auf ein Randall warten, also hat er auch selbst angefangen Messer zu machen.


    Scagel war, wie man so lesen kann, ein sehr bodentändiger Mensch mit einer gewissen Abneigung gegenüber elektrischer Energie, alle seine Messer waren von Hand geschmiedet und dann in Form gefeilt/geschmirgelt, Randall ist nach wie vor beim Schmieden geblieben, Loveless hat das Schmieden zu Gunsten der effizienteren Fertigung (und vermutlich auch weil die verwendeten Klingenstähle keinen Sinn machten sie von Hand zu schmieden) sein lassen.


    Andreas, wenn Du Messer sammeln möchtest, dann ist das eine hehre Aufgabe, gerade wenn man mehr oder minder durch Zufall an diese Messer kommt. Auf der anderen Seite, es kann immer ein schönes Stück dabei sein, mal ganz egal ob es von einer bekannten Adresse kommt. Messer kreuz und quer anzuhäufen (ich muss gerade lachen, wenn ich das schreibe, ich kann auch nur schwer -nein- sagen) ist zwar lustig, aber in dem Sinne von "Sammeln" zu reden kann man wohl nicht so ganz. Sammler legen eine Sammlung mit einer gewissen Zielrichtung an, das Sammelgebiet hat eine überschaubare Menge an Objekten, damit man auch einmal "Licht am Ende des Tunnels" sieht. Zudem ist es einfacher eine bestimmte Art von Messen zu sammeln, so weiß man genau was man sucht und wird im Laufe der Zeit immer besser in diesem Sammel-/Wissensgebiet.


    Ich rede jetzt einmal rein aus meiner Sicht, so abgedroschen die Namen auch sind, PUMA und Linder, gerade die alten Modelle, die geben ein respektables Sammelgebiet ab. Man kann bei beiden Firmen immer noch Erkundigungen einziehen, vor allem muss man sich nicht in Sheffield, Toledo oder sonstwo einen abbrechen um Informationen zu bekommen. Gerade die alten Linder-Messer, also diejenigen vor dem ersten Weltkrieg, sind wunderschöne Messer und zudem sicher im Preiserhalt, PUMA-Messer halten den Preis auch. Ich weiß, diese beiden Firmen sind nicht gerade dafür bekannt extrem taktische Messer zu fertigen, aber eine Sammlung stellt immer einen gewissen Wert dar. Wir leben im Jetzt und Heute, falls einmal der schlimmste Fall eintreten sollte und man dazu gezwungen wäre, sie Sammlung zu veräußern, so ist gerade eine Sammlung von Messern von bekannten Manufakturren zu veräußern weitaus leichter als eine Sammlung von Messern, die gerade einen Hype erleben. Ein Beispiel, eine PUMA-Sammlung zu veräußern ist auf internationalem Markt weitaus leichter zu verkaufen als eine Sammlung von aktuellen Messern (gerade wenn der Messermacher noch lustig am arbeiten ist, mit Messern ist es da wohl wie mit Gemälden, solange der Meister noch den Pinsel schwingt will keiner etwas von ihm wissen, sobald er tot ist schlagen sich die Sammler gegenseitig die Köpfe ein um eins von dem verschiedenen Meister zu bekommen).


    Das ist allerdings eine sehr nüchterne Betrachtungsweise, wenn man zufällig zu Messern gelangen kann ist es jedes Mal wie ein "kleines Weihnachten".


    Viele Grüße
    Roman

    ich bin auch Jörgs Meinung, sieht aus wie ein Custom (nennen wir es auf deutsch: ein handgemachtes) aus den 80er Jahren.
    Allerdings sieht die Verarbeitung nicht aus wie bei den teuren Einzelstücken aus dieser Zeit, was aber qualitätsmässig keinerlei Einschränkungen bedeuten muss. Da jede Markierung fehlt, die auf einen Hersteller hinweist kann man blindlings per Ferndiagnose leider nichts sagen.


    Viele Grüße
    Roman