Beiträge von juchten

    große Messer gefallen mir immer, getreu nach dem Motto, "ein großes Messer kann fast alles was ein kleines Messer kann, ein kleines Messer aber so gut wie nichts was ein großes Messer leisten kann", kann ich mich den langen "Stahlbrettern" nicht entziehen.


    Stahlwahl finde ich gut, das ist eine zuverlässige Sache. Der Anschliff sitzt perfekt, wie bei all deinen Messern. Egal, ob Du selbst schleifst oder schleifen lässt, derjenige, der diese Maschine bedient, hat sie auch im Griff.
    Bei dem Messer gehts mir allerdings wie Alex, die Bohrungen (es geht mir nicht darum ob sie hundertpro gesetzt sind) lassen in meinen Augen das Messer aussehen, als ob noch Griffschalen dran sollen. Gleich große Bohrungen würden die Augen auch nicht auf diese Idee mit den Griffschalen bringen.
    Falls das Messer benutzt werden soll, runde Kanten an den Griffen schonen die Hände und wenn die Mulde für den Zeigefinger nicht so ganz tief ist, "dreht" sich so eine große Klinge nicht auf der Kante des Zeigefingers und verursacht dort Druck.


    Ansonst, wie gesagt, gefällt mir das Messer, die Lederscheide allein ist schon ein Hingucker.


    Viele Grüße
    Roman

    tja, ich sehe das hier auch alles sprichwörtlich im "grünen Bereich". Wer sagt denn, dass es zwingend vorgeschrieben ist einen 2000 $ Bandschleifer haben zu müssen, mit Feilen gehts ja auch, mit der Flex selbstredend auch.
    Was die Reste vom Härten betrifft, wenn das einem Sorgen macht, einfach mal eine Nacht die Klinge in Essig liegen lassen, das hilft einem schon oft weiter, vorher würde ich sie allerdings gut entfetten.
    Ansosnt, ansehnliches Messer.
    Was das Härten betrifft, wenn der Stahl auf seiner Härtetemperatur ist und zügig abgeschreckt wird, dann ist eigentlich alles in "trockenen Tüchern", bei dem O1 geht das ja auch glatt über die Bühne. Ich schweiße den auch als Beil- oder Axtschneide ein, das ist eine sichere Bank.
    Alles in allem, gelungen.


    Viele Grüße
    Roman

    die Form ist auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, aber bei näherem Hinsehen erschließt sich doch die Gebrauchseigenschaft.
    Diese Beschichtung, da haben wir uns ja schon unterhalten, da bin ich mal gespannt wie das sich schlägt.
    Viele Grüße
    Roman

    im Prinzip ist dieser Stahl vermutlich bei jedem Macher verfügbar, respektive innerhalb zwei Tagen zu besorgen.
    Persönlich habe ich diesen Stahl immer da, allerdings selten in messerbautechnischen Dimensionen, Mindeststärke beginnt normal ab 10 mm.
    Stimmt schon, ich arbeite gern mit abwechselndem Material, aber solche Stähle wie 1.2510/1.2842, 1.3505 (52100), 1.2210, C60, C75, 1.1545 sind immer da, ab den nächsten Tagen gesellt sich auch 1.2990 und 1.4112 dazu.


    Viele Grüße
    Roman

    die Öl- oder Fettfrage ist zwar hier ein Nebenkriegsschauplatz, aber durchaus betrachtenswert.


    Obwohl ich auch ein hartnäckiger "Ballistol- und WD40-User" bin, habe ich die Erfahrung gemacht mit Kriechölen aufpassen. Der Einwand von Alex ist dahingehend mehr als berechtigt. Ein Rollenhalter für eine Angelrute, sauber eingeklebt mit einem Zweikomponentenkleber, war in seinem Gewindegang etwas sperrig, wenn ich das mal so ausdrücken darf. Eine Wolke WD40 hat diese Sperrigkeit fast mit sofortiger Wirkung egalisiert. Aber, nach ein paar Wochen, ist dieses verdammte Öl mir sogar unter die Epoxidverklebung gekrochen und meine Angelrolle hat sich um den Rutengriff gedreht wie ein Propeller, das hat dann doch einen leichten Schatten auf den Angeltag geworfen.


    Viele Grüße
    Roman

    selbstredend kann man aus der Konservierung von Klingen eine Wissenschaft machen und alles an Ölen oder Fetten durchprobieren was der Markt oder die Natur bietet, unbedingt nötig ist es nicht.
    Messer mit Klingen aus niedriglegiertem Stahl befinden sich bei mir im offenen Bücherregal, einige seit Monaten, einige seit Jahren, keinerlei Korrosion, ohne irgendein Öl oder Fett. Ein Rapier steht bei mir in der Küche hinter meinem Stuhl, unbehandelter Stahl, seit Wochen Zugluft und Wasserdampf ausgesetzt, keinerlei Korrosion.


    Natürlich kann man sich beruhigen, einölen und regelmässig kontrollieren, wenn das Freude macht ist das in Ordnung, gehört auch irgendwie dazu. Im Gegensatz dazu, nur als Vergleich, diese kleinen Küchenmesserchen aus Kohlenstoffstahl, versehen tadellos ihren Dienst, dunkeln wohl nach, aber rosten nicht weg. Das Paradebeispiel, alter Dosenöffner. Diese alten treuen Kameraden aus gebogenem Blech als Griff und einer Schneide aus C60, schneiden gefühlte Ewigkeiten Bleche entzwei, werden nicht immer pfleglich behandelt und geölt, und sind meist noch in der Erbmasse von Tante Hedwig um mindestens noch einer Generation den Verzehr von Ravioli zu ermöglichen.


    Katanas, leicht geölt und ein wenig gepudert, überstehen so die Jahrhunderte, auch wenn man es mit der Pflege mal nicht so genau nimmt.
    Mit dem Rost ist es so eine Sache, ich bin auch nicht immer so pfleglich mit dem Werkzeug wie ich es eigentlich sein sollte, das gebe ich auch zu. Die Schmiede steht fast das ganze Jahr offen, die ganzen Werkzeuge hängen oder liegen hier und da müssten auch öfter geölt werden. Der Schraubstock, neben dem Amboss das schwerste Werkzeug, sein ganzer Unterbau ist sowohl Wasser wie auch Eisen3Chlorid ausgesetzt, und er weigert sich hartnäckig, wie es seinem gesamten Charakter übrigens entspricht, mir wegzurosten. Einmal im Jahr, mit der Stahlbürste abbürsten, entweder mit WD40 oder Unschlitt eingeschmiert, versieht er wieder tadellos seinen Dienst, und bei mir ist er zumindest in seinem zweiten Leben.


    Wie dem auch sei, ich würde eher eine Klinge sparsam ölen. Welches Öl man nimmt, diese Glaubensfrage kann man stellen, aber nicht beantworten. Da sind zuviele persönliche Vorlieben und Abneigungen dabei um jedem gerecht zu werden.


    Viele Grüße
    Roman

    ex Vento, ich habe da nichts verwechselt, noch schlimmer, ich habe es nicht gewußt und nicht nachgeschlagen, Danke für den Hinweis. Aber ich habe diesen Satz auch mehr als Frage als Feststellung gesehen. Jetzt bin ich auf jeden Fall schlauer.
    Viele Grüße
    Roman


    PS: Smörrebröd, so viele Fehler verzeiht auch der gute alte Kohlenstoffstahl nicht, auch dort gilt, zu hoch erwärmt kein Erfolg, zu niedrig erwärmt auch kein Erfolg, zu lange auf Härtetemperatur auch kein Erfolg. Was allerdings richtig ist, diese Stähle sind geduldig und man kommt mit einfachen Mitteln zum Erfolg.

    über das Schwert lasse ich mich nicht aus und darüber ob dieser Verkäufer ein Schmied ist (da habe ich offen gesagt erhebliche Zweifel).


    Aber ich sage Dir etwas zu den "abgehackten Händen, Deutschland und Amerika". Solche blöden Sprüche kommen oft von drüben, wenn wir hier in Deutschland davon die Nase voll haben, dann nicht, weil wir Weicheier sind, sondern weil wir nach zweitausend Jahren Erfahrung mit abgehackten Gliedmaßen auf solche Zeiten gut verzichten können. Und es ist kein Tabuthema, schau Dir einfach mal unsere Geschichtsbücher an, da steht alles drin. Davon abgesehen, seltsam ist nur, dass die meisten, die sich darüber Gedanken machen bei einem tiefen Schnitt in den Finger schon bleich auf dem Stühlchen sitzen.


    Viele Grüße
    Roman

    es gibt Epoxidkleber, deren Beschreibung ausdrücklich darauf hinweist, dass sie nicht zytotoxisch sind und für medizinische Anwendungen zugelassen sind. Soweit auf jeden Fall mal für Kleber, die eine hiesige lesbare Beschreibung aufweisen. Alles andere würde ich mit äußerster Vorsicht betrachten, in den Mund nehmen würde ich diese Stoffe nicht.
    Viele Grüße
    Roman

    ich weiß nicht ob wir uns hier einen Gefallen tun wenn wir Datenblätter miteinander vergleichen. Die dort zu findenen Härtevorgaben geben eine ungefähre Richtschnur dar, ausgehend von einer vorgegebenen Dimension eines Probehärtestücks. Früher war es ein Stück Stabstahl mit den Kantenlängen 25 mm, falls das heute nicht mehr so sein sollte, bitte berichtigen.


    Dann, was die Zähigkeit betrifft, ist damit dieser Zugversuch gemeint, wo ein Stück Stahl auseinandergerissen wird oder das Biegeverhalten des Stahls, bzw. eines bestimmten Werkstücks.


    Wenn etwas allerdings im Vornherein hebeln soll, dann wäre es bei Stahl bestimmt von Vorteil wenn der verwendete Stahl siliziumlegiert wäre, wie man es von Federstählen gewöhnt ist. Da aber die Endprodukte, also federnde Stähle, so hoch angelassen werden, dass sie als Klinge nicht mehr taugen, frage ich mich ob das Silizium noch etwas bringt wenn man zwischen zwei- bis dreihundert Grad anlässt?


    Ansonst bin ich einfachen Glaubens, niedrig angelassen (auf Anlasstemperatur bezogen) ergibt Klingen, deren Biegeverhalten eher als sehr kritisch betrachtet werden kann, hoch angelassen ergibt Klingen, deren Biegeverhalten man als kritisch ansehen kann. Des Weiteren werden niedriglegierte Stähle vermutlich ein wenig mehr Biegeverhalten aushalten bei gleichen Dimensionen und gleicher Härte, aber bei hoher Härte werden wohl alle Stähle ungefähr bei gleicher Belastung brechen.


    Diese Angaben von mir sind nicht als zitierfähig zu betrachten, ich rede nur von dem was ich selbst gesehen habe. Da ich selten hochlegierte Stähle verwende muss ich auch das Gesagte auf Stähle beziehen, die wir gern als Kohlenstoffstähle bezeichnen. Stähle mit einem Gehalt bis cirka 0,8 Prozent Kohlenstoff sind mit das stabilste, das ich kenne. Das "stabile" bezieht sich jetzt auf die Gutmütigkeit was Schmieden betrifft und ihre einfache Wärmebehandlung. Sie lassen sich noch gut in Wasser abschrecken und springen mit hoher Härte an und lassen sich auch problemlos neben dem Feuer anlassen. Des Weiteren ergeben sich haltbare Schneiden, die sich auch gut nachschärfen lassen.
    Stähle mit einem höheren Kohlenstoffgehalt schrecke ich in Öl ab, es ist einfach sicherer. Die Härte eines Stahls mit einem Prozent Kohlenstoff ist nach dem Abschrecken schon so hoch, dass man die Klinge einfach an einer Kante des Ambosses zerbrechen kann, sie springt wie Glas. Dementsprechend sorgfältiger muss man anlassen


    Aber das ganze Thema wird ganz schnell ausufern. Da spielen persönliche Vorlieben wie auch woanders gelesene Meinungen mit usw., abgesehen davon sind etliche Angaben auf Datenblättern nicht ohne weiteres auf eine Klinge übertragbar, wen interessiert es schon ob ein Riss im Stahl unter welcher Bedingung weiterläuft oder stehenbleibt, wenn eine Klinge mal gerissen ist, dann ist sie eigentlich erledigt, wenn ich das mal so sagen darf.
    Was ist denn das, was uns eigentlich interessiert? Letztendlich ist doch alles einfach, wie lange hält die Schneide und wie ist sie nachzuschärfen, zerscherbelt die Klinge wenn sie mal leicht gebogen wird? Des Weiteren, verbiegt die Schneide sich unter hoher Schockbelastung oder springen Stücke aus ihr raus, dann ist sie entweder zu hart oder zu weich oder macht Sachen für die sie nicht gemacht worden ist.


    Hohe Härte beugt nicht gern, geringe Härte schneidet nicht lange. Der Satz hätte mir sollen vor zehn Minuten einfallen.


    Viele Grüße
    Roman

    wir können uns gern ein wenig ereifern, das tut mal wieder ganz gut.


    Der Stahl des Katanas (ich nenne es jetzt mal so, schließlich sieht es ja wie eins aus, wenn ein Auto aus China kommt sage ich ja auch nicht, dieses Fahrzeug sieht wie ein Auto aus) hat nach den Angaben 0,45 % Kohlenstoff. Gut, das ist kein hochlegierter Stahl, aber doch genug Kohlenstoff um härbar zu sein. Laut dem Datenblatt für 1.1730 ist nach dem Anlassen eine Härte von 58hrc zu erreichen, das ist mehr als genug für eine so lange Klinge, und bei Katanas liegt der Kohlenstoffgehalt zwischen rund 0,6 und 0,7 % Kohlenstoff. Im Großen und Ganzen wäre der Stahl gar keine so schlechte Anlage, für eine Klinge in dieser Größe sogar eine vernünftige Wahl.


    Gut, C60 wäre der Sache ein wenig näher gekommen, aber in Anbetracht der Schwankungen der Legierungsanteile lassen wir das mal außer Betracht. Bei einer halbwegs gelungenen Wärmebehandlung dürte auch der C45 nicht brechen, das gilt übrigens auch für die chromlegierten "420er Stähle".
    Kohlenstoffstähle (also niedrig legierte Kaltarbeitsstähle) brechen bei falscher Wärmebehandlung auch wie Glas, oder verbiegen sich, je nachdem was falsch gelaufen ist.


    Hier geht es doch gar nicht darum das vorgestellte Katana mit einem handgeschmiedeten Katana aus Japan zu vergleichen. Jetzt sprechen wir von zwei grundverschiedenen Sachen, dem Stahl für ein Katana und dem Stahl für ein günstiges Katana, wobei wir jetzt wieder über günstig geteilter Meinung sein kann.
    Ein geschmiedetes Katana aus Japan ist aus Tamahagane geschmiedet worden. Allein die Herstellung des Tamahagane in einem Tatara-Ofen ist ein Geheimnis, falsch ausgedrückt, alles was man nicht direkt versteht ist geheimnisvoll. Sagen wir mal so, die Jungs, die so einen Tatara-Ofen fahren (damit ist nicht eine neue Motrorradmarke aus Japan gemeint) verstehen ihr Handwerk. Ich bin zwar kein großer Freund von "Beweisvideos" auf yt, aber dort gibt es auch sehr interessante Sachen zu sehen, unter anderem auch wieviel Arbeit es ist einen solchen Tatara-Ofen erfolgreich zu fahren, über 72 Stunden.
    Danach hat man den "Diamantstahl", also Tamahagane zur Verfügung. Jetzt kommt eines der fettesten Probleme bei der ganzen Katanageschichte, die Zusammenstellung des Schweißpakets. Zuvor gibts noch eine Hürde, der Diamantstahl ist flach geschmiedet worden, mehrfach mit sich selbst verschweißt worden, je nach Bedarf auf- oder abgekohlt worden. So, wer jetzt noch nicht durcheinander ist, kann dem wackeren Schmied weiter zusehen.


    Das Verschmieden des Mantelstahls. Durch die Feuerverschweißungen verbinden sich die zu einem Paket aufgesetzten Metallplättchen zu einem Klotz aus Stahl, ganz jovial gesagt. Dieser unhandliche Klotz aus glühendem Stahl wird jetzt je nach Arbeitsart des Schmieds mehrfach gefaltet, ob längs gespalten oder quer gespalten. Nach Yoshihara sind zwischen 4 bis 6 Schweißungen nötig um ein homogenes Stück Stahl zur Verfügung zu haben.
    Der Mantelstahl wird jetzt längs gespaltet und ein Stück Kernstahl wird dort als Keil eingesetzt und mit dem Mantelstahl verschweißt. Wenn das alles gelungen ist wird eine rechteckige Stange aus diesem Stück Stahl gereckt. Jetzt sollte der Schweißvorgang eigentlich zu Ende sein und alle finden sich bei Sake und kaltem Fisch ein.


    Der Rest ist ein Ausschmieden dieser rechteckigen Stange in die Form einer Katanaklinge. Ist diese dann in Form gefeilt erfolgt das Härten. Das Härten ist an sich selbst eine Geschichte von mehreren Stunden, vom Auftragen und Trocknen des Lehmmantels bis hin zum Anlassen werden ein paar Stündchen ins Land gehen.
    Nach dem Härten schleift man den verbrannten Lehm und den Dreck vom Härten auf der Klinge weg und poliert die Klinge einmal an. Dann sieht man wohin die Reise geführt hat, entweder zum Polierer wenn alles gut gelaufen ist, oder wieder in die die Schmiede, wenn es nicht gut gelaufen ist.
    Ich lasse jetzt mal noch die ganze Richterei der Klinge außer Acht.


    Das sind im sehr groben die Arbeitsgänge bis der Herr Polierer sich eine Woche mit der Klinge von morgens bis abends vergnügt, bevor sie an den Zwingenmacher weitergereicht wird und dieser dann an den Scheidenbauer weitergibt. Jetzt kann man sich ungefähr vorstellen, wieso diese Dinger so verdammt teuer sind. Und es gibt bei dieser ganzen Geschichte keine Möglichkeit das irgendwie auf die Schnelle mit einer Super-Schmiede-CNC-Härte- und Biegeeinheit zu machen.
    Diese Klingen werden von Profis gemacht, etliche von ihnen machen das Hand in Hand und von Mund zu Mund seit 800 Jahren, natürlich nicht die gleiche Person. Das kann man durch nichts ersetzen, egal wie wir uns das auch wünschen.


    Das macht aber das Schwert vom Threadstarter nicht schlecht, wie ich schon gesagt habe, wenn es beim Schneiden und Hacken einigermaßen seinen Mann steht ist alles im grünen Bereich.


    Viele Grüße
    Roman

    wenn das Herz an einem Katana hängt und man sich keines leisten kann (ich rede nicht von oben herab, ich hätte auch gern ein Original) und sich dann etwas käuft was einem Katana zum Verwechseln ähnlich ist, dann ist das für mich mehr als legitim.
    Ob jetzt das eine oder andere Grad Rockwell nach oben oder unten schwankt, der Hamon geätzt, geschliffen oder weiß was ich gemacht worden ist, für das Geld ist es doch egal, Hauptsache man kann sich daran freuen.


    Hier braucht man auch keinen Finger zu heben, der Threadstarter sieht das ja auch aus der richtigen Perspektive. 100 Euro, auch das ist Geld, aber in Anbetracht dessen, dass man hier in Deutschland allein für 1 kg Tamahagane 400 Euro rechnen muss und die Lackierung für eine Tsuba (falls Urushi genommen wird) bestimmt einen 1000er rechnen muss, wissen wir ja alles wohin die Reise für eine blanke Waffe aus Japan geht.


    Wie dem auch sei, wenn das Teil sich noch beim Hacken/Schneiden nicht verabschiedet, ist doch alles gut.


    Viele Grüße
    Roman

    macht besser kein Licht an, sonst geht einem vermutlich schnell das Licht aus. Ansonst habe ich meine Meinung auch nicht geändert, nicht irgendwelche langrohrigen Plumpsbüchsen, irgendetwas kurzes mit hoher Feuerkraft und mit Gift versehenen Geschossen. So ein Szenario ist gewiss kein Sonntagsausflug, wobei ich diesbezüglich keinerlei Erfahrungen habe, ich meine nicht die Sonntagsausflüge.
    Mit einem großen Messer würde ich mich auch nicht belasten, auch da habe ich meine Meinung nicht geändert. Wenn ich mir manchmal, auch auf Sonntagsausflügen, manche Eidechsen in der Sonne betrachte wie schnell sie weglaufen können..... und mir das in 80 kg vorstelle, mit Klauen und Zähnen. Das wars eigentlich, bevor man so einen Burschen sieht, erkennt, reagiert und Messer zieht, dann ist man bereits filetiert.
    Viele Grüße
    Roman

    Eisen3Chlorid wirkt sowohl beim Eintauchen wie mit dem Pinsel auftragen. Sobald man allerdings das Eisen3Chlorid anwärmt (ich tauche einfach einen Stück glühenden Stahl rein, das ist keine Anleitung zum Nachmachen!), die Klinge eintaucht und mit dem Pinsel die Säure auf der Klinge "nachpinselt", dann wirkt es schon sehr zackig, wenn ich das mal so sagen darf. Ein paar Tropfen Wasser auf der Klinge in das Eisen3Chlorid hinein lassen es dann noch ein bißchen lebendiger werden.


    Bei gleichmässigem -schwärzen-, Klinge fertig schleifen, in Eisen3Chlorid eintauchen/pinseln, anrosten lassen, danach in destilliertem Wasser kochen, sauber wischen und wieder mit Eisen3Chlorid ätzen, anrosten lassen, alles wieder von vorn, bis eine einheitliche Schwärzung zutage tritt. Zum Schluss mit Öl abwischen, fertig. Nur zur Info, es ist bestimmt keine der gesunden Oberflächenfinishs.


    Viele Grüße
    Roman