Beiträge von juchten

    Kay, wegen einem möglichen Hamon würde ich den C75 nehmen, ansonst sehe ich eher marginale Unterschiede, ob man die bemerkt sei einmal dahin gestellt.
    1.2842 ist eine sichere Bank, es gibt ihn in allen möglichen Darreichungsformen, wobei, wenn möglich, würde ich den 1.2510 nehmen. Beide laufen ja oft unter dem gleichen Angebot.


    Veile Grüße
    Roman

    die Bücher die mir direkt einfallen ist "Japanische Schwertschmiedekunst", von Yoshihara und Kopp, "Das Schwert des Samurai", von Icke-Schwalbe/Karpinski, "Das Samuraischwert" von Yumoto, das sind zumindest mal die deutschsprachigen, die mir sofort einfallen.
    Die engischsprachige Literatur ist natürlich umfangreicher.


    Im Internet würde ich primär die Suche auf englisch starten, da kommte einfach mehr dabei raus.


    Ich bin mal so frei ein wenig persönliche Meinung zu äußern. Wenn mir eine Sprachbegabung gegeben worden wäre, und ich mich dazu durchgerungen hätte, englisch und japanisch zu lernen, würde es mich mal interessieren, inwieweit diese ganzen Übersetzungen vom japanischen in eine fremde Sprache gelitten haben.
    Ich nenne mal das Beispiel "clay", damit ist Ton gemeint, oder Lehm, oder eine Mischung aus beiden, welcher Lehm, falls Lehm gemeint ist? Im englischen ist mit "clay" alles gesagt, aber Meister Yoshihara, und die anderen Schmiede, haben bestimmt keinen Ton aus dem Töpferbedarf gemeint. Das ist ein bißchen zu verallgemeinert. So gibt es vermutlich noch etliche andere Beispiele, die einen Suchenden aufs Glatteis führen können, oder in die Verzweiflung.


    Es ist weder der Auf- noch der Abkohlvorgang irgendwie hinreichend beschrieben, usw. usw.


    Aber es geht ja hier primär um diesen Anschliff. Soweit ich weiß, waren die Schwerter zuerst in gerader Form, dier Schwung in der Klinge kam erst später, wieso, weshalb, ich glaube kaum, dass man das heute noch mit belegbaren Quellen sagen kann. Vielleicht kam es einfach durch eine anderes Ausgangsmaterial, dass sie sich beim Härten verzogen hatten, und schon liefen die "gebogenen" Katanas denen geraden den Rang ab. Musashis gefürchteter Gegner, Sasaki Kojiro, soll ein gerades Schwert gehabt haben, im Roman "Musashi" trägt es den Namen -Trockenstange-, wobei vermutlich kein Auge trocken blieb, wenn Herr Kojiro damit um sich geschnitten hat.


    Viele Grüße und Freude bei der Recherche
    Roman


    ps: in Japan gibt es vermutlich umfangreiches Schrifttum, aber, und davon ist auszugehen, auf japanisch, auf was auch sonst in Japan?

    dieser Anschliff hat eigentlich die falsche Bezeichnung und mit cs auch nichts zu tun.


    Kaiserin Gemmei, ein weiblicher Tenno, verlegte die Hauptstadt nach Heijo Kyo, wir befinden uns also in Japan während der Nara-Zeit. Nara-Zeit, weil Heijo Kyo heute Nara heißt, das liegt zumindest einmal nahe.
    Die eifrigen Schmiede damals stellten ebenfalls schon lange Klingen her, die Form nennt man heute -chokuto-. Diese langen geraden Klingen haben, unter anderen Spitzenanschliffen, auch diesen Spitzenanschliff, den wir heute "american tanto" nennen. Er wurde also nicht von Herrn Thompson erfunden, auch nicht in Amerika, wo während der Nara-Zeit in Japan die Indianer in Amerika noch ein ruhiges Leben führten und gemütlich ihr Pfeifchen ohne den weißen Mann rauchen konnten.


    Wir befinden uns nämlich in den Jahren 710 bis 794, nach unserer Zeitrechnung.


    Wieso es diese Form des Anschliffs gibt, man hat ziemlich viel Material nah an der Spitze, je nachdem wie weit man den Anschliff zurück zieht. Je nachdem was man mit einer Spitze machen will, kann das durchaus Sinn machen. Persönlich würde ich mir diese Form nicht unbedingt auswählen, aber Mode macht auch nicht bei Messern halt.



    Viele Grüße
    Roman


    PS: Ich weiß auch nicht woher die Info stammt, dass cs diese Klingenform wieder eingeführt hat, Ray Beers hat zumindest zeitgleich, wenn nicht früher solche Klingen angeboten, auch in Damast (für den Interessierten, die Preise lagen bei den Damastklingen so um die 2000 DM, Quelle, Zeitschrift -Messer- 1984)

    ich entferne mich jetzt schon zu weit von dem Foldergespräch, nur noch soviel.


    Mein Vergleich ist natürlich nicht fair, was ist bei Krieg schon fair? Es ist wohl so, dass es beim Krieg nicht nur um das Kämpfen geht, aber es ist nunmal leider so, dass dieser Wahnsinn nicht darin entschieden wird, wer am schnellsten auf dem Schlachtfeld ist, sondern wer zum Schluss noch auf beiden Beinen von dort weggeht. Und da hat die Vergangenheit eben gezeigt, dass auch weitaus schlechter gerüstete Soldaten sich überraschend gut geschlagen haben.


    Ich würde ja gern etwas anderes schreiben, aber ich kann Fakten, die die jüngste Geschichte gezeigt haben, nicht einfach vom Tisch wischen.


    Wie gesagt, ich bin ein Freund guter Ausrüstung, aber letztendlich nutzt die beste Ausrüstung auch nur dem, der zu allem entschlossen ist.


    Viele Grüße
    Roman

    "Gibts schon ewig, gibts noch immer", das zieht schon irgendwo, wenn ich das mal so sagen darf.


    Ich zitiere meinen Vorredner, "es sind die skills, die euch das Leben retten", dieser Satz ist für mich sehr weitreichend. Ohne jetzt die bessere Ausrüstung schlecht reden zu wollen, haben nicht gerade die Kriege der letzten 60 Jahre gezeigt, dass hochgerüstete und sehr gut ausgebildete Soldaten sich aufgerieben haben im Angesicht schlecht ausgerüsteter Gegner.


    Gegner, die außer einem russischen Sturmgewehr nichts vorzuweisen hatten, sollten eigentlich in dem Sinne keinen Gegner für Streitmächte darstellen, die über eine massives Arsenal von Luft-, Land- und Seestreitkräften zur Verfügung haben. Und trotzdem waren vietnamesische Soldaten und afghanische Freischärler ein fast unüberwindbares Hindernis für die, sich so siegessicher fühlenden, hochgerüsteten Truppen.


    Wir sind alle Freunde von guter Ausrüstung, aber anscheinend bringt die Entschlossenheit die Waage fast wieder in die sprichwörtliche Waagerechte. Und so günstig ist die Ausrüstung eines Soldaten auch nicht, ich weiß zwar nicht wieviel die Ausrüstung eines Soldaten kostet, aber es sind bestimmt etliche Tausender. Dagegen stehen eine Hose und Jacke, Hut, Sandalen und ein AK47 mit Munition bei nicht mal 300 $.


    Wenn ich mal die Worte des "Meisterbösewichts" ein wenig verdrehen darf: "Vertrauen Sie nicht auf Ihr technokratisches Schreckgespenst, es ist nichts gegenüber der Entschlossenheit".


    Viele Grüße
    Roman

    der Mann will doch gar kein Klappmesser von cs, egal wieviel Filmchen es darüber gibt.


    Primär soll es doch ein zuverlässiges Klappmesser sein, für einen imaginären Ausnahmezustand, in der etwaigen Zukunft. Seltsamerweise gehen, das soll jetzt kein Vorwurf sein, es ist anscheinend im Wesen des Menschen begründet, die Diskussionen immer dahin, anstatt von Erfahrungswerten zu berichten, sich an irgendwelchen Kleinigkeiten aufzuhalten.
    Da geht es um "Hinterlöckchen, Rahmenlöckchen oder Rolllöckchen" (schreibt man das eigentlich mit drei -l-?, ich weiß es nicht).


    Was jetzt noch fehlt ist die Stahldiskussion und die endlosen Lobpreisungen dieser oder jener Verschraubung, mittels den seltsamsten Schraubenköpfen, bei denen nur die Nasa noch die richtigen Werkzeuge hat.


    Bis die Diskussion zu Ende ist, steck doch einfach mal ein Opinel in den Rucksack für den schlimmen Tag. Es gab Jungs, die waren in der Dschungelausbildung bei der Legion in Französich Guayana, die hatten auch eins dabei. Ich habe auch schon ein paar abgeschliffen, natürlich nicht in Guayana, bei normalen Arbeiten.


    Oder, wenn es total "doomsday-mässig" sein soll, nimm ein Mercator-Klappmesser. Na gut, macht auch nicht viel her, aber auf der anderen Seite macht es seit über 100 Jahren schon nicht viel her, und selbst die Jungs im ersten Weltkrieg in den Schützengräben hatten diese Messer dabei.
    Seltsam, wenn ich es mir recht überlege, denen hat dieses einfache Klappmesser gereicht, und wir unterhalten uns ohne jegliche Erfahrung über Endzeitszenarien (es gibt bestimmt Filmchen über diese Endzeit, damit wir an der zweidimensionalen Erfahrungen, die yt vermittelt, partizipieren können).
    In den Schützengräben war jeden Tag "doomsday", zweimal vor dem Mittagessen, und meist noch einmal am Nachmittag.


    Viele Grüße
    Roman


    PS: Mir geht diese "Zombieapokalypse" auch irgendwie nicht aus dem Kopf, ich hoffe nur, dass jemand an Geruchsschutzmasken gedacht hat, sonst laufen die überlebenden Helden alle kotzend durch die Gegend.

    ein Klappmesser von cs wäre auch mein Vorschlag gewesen, das Rajah2 hat schon etwas endzeitmässiges. Groß, stabil, gut zu schärfen und preislich noch unterhalb der meisten Schmerzgrenzen. Aber wenn cs absolut nicht sein soll, wie wäre es mit einem Ausflug in die Vergangenheit, ein Gerber aus der guten alten Zeit, ein Parabellum.


    Ich habe mittlerweile mehrere angeschafft, nicht weil sie dauernd den Geist aufgeben, sondern weil meine Söhne auch je eins bekommen haben. Die Messer waren ursprünglich als Arbeitsmesser konzipiert worden, wenn es ohnehin in einen Rucksack soll, dann stört auch die große Tasche nicht.
    Ich habe meins jetzt seit über 20 Jahren im Einsatz, und jeder der mich kennt, weiß, dass ich die Messer auch benutze. Es steht im wahrsten Sinne immer noch seinen Mann und lässt sich auch ohne Probleme schärfen. Die Schärfe an sich hält es zufriedenstellend, durch seine wenigen Bauteile ist es sehr robust und dabei relativ leicht.


    Die Küchenwaage stoppt bei 174 Gramm, für ein Messer mit 105 mm Klingenlänge bei 34 mm Breite und 4 mm Rückenstärke ein akzeptabler Wert. Die Gesamtlänge liegt bei 235 mm.


    Wie gesagt, ein Stück Messergeschichte aus den achtziger Jahren, oft gekauft und selten benutzt, schade eigentlich. Preislich liegt es mit etwas Glück bei gut 100 Euro, aber die Tendenz wird wohl steigend sein.


    Viele Grüße und Freude beim Auswählen
    Roman

    das ist eine sehr saubere Arbeit und augenscheinlich handwerklich einwandfrei gelungen. Die Titanbacken sehen auch klasse aus, obwohl sie "nur" Backen sind erwecken sie den Eindruck eines separaten Parierelements, wobei diese Titanbacken hundertpro nicht weniger Arbeit waren.
    Der Stahl, dazu braucht man nichts zu sagen, das ist erste Wahl.


    Viele Grüße und Danke fürs Zeigen
    Roman

    @devolens, das kann ich mir gut vorstellen. Wenn man sich die Seite der Firma Randall ansieht, sieht man auch den Schmiedevorgang der Messer, der Erl wirkt wirklich ein wenig schmal. Wobei ich von so einem Bruch jetzt das erste Mal höre.
    Lass mich ins Blaue raten, hat sich dieser "Schweineunfall" in der Provinz Lussimbork ereignet?


    Viele Grüße
    Roman

    Kibo hat im Prinzip alles gesagt.
    Noch meine persönliche Meinung zu dem immer wieder auftauchenden Hebelgespräch.
    Natürlich kann man mit den Händen eine Klinge mit einem 5 mm starken Rücken nicht zerbrechen, eine 2 mm starke Klinge eigentlich auch nicht. Beim Hebeln wirken natürlich ganz andere Kräfte auf eine Klinge ein, die einzige Sicherheit stellt in diesem Fall der Bereich der Klinge dar, der am stärksten ist.
    Aber, wer käuft ein Messer um primär damit zu hebeln? Oder anders gefragt, wie oft muss ich überhaupt mal etwas hebeln? Tritt dieser Fall einmal ein, so hat man in fast 100 % aller Fälle die Zeit, sich ein passendes Werkzeug zur Hand zu nehmen, man greift ja auch nicht zur Zange wenn man feilen will. Und hebeln setzt eigentlich voraus, dass man ein entsprechend langes Hebelwerkzeug hat, sonst wird die ganze Hebelei nur Murcks. Im Klartext, wenn ich mit einem Messer, was eine 15 cm lange Klinge hat, etwas hebeln will, setze ich die Klinge an, was bleibt einem dann noch als Hebel, ein paar Zentimeter der Klinge und der Griff, das ist nicht gerade die Länge, mit der man die "Welt aus den Angeln heben kann", ganz salopp gesagt.


    Ansonst finde ich, dass in den letzten Jahren die Begriffe, was ein großes Messer betrifft, ein wenig aus den Fugen geraten sind. Heutzutage werden Messer mit einer Gesamtlänge von 10 Zoll schon als groß bezeichnet. Für mich fängt bei einer Klingenlänge von 10 Zoll das große Messer an, bis dahin gibt es für mich eben kleine und mittelgroße Messer. Für mich gilt ebenfalls, für die anfallende Aufgabe das passende Messer, egal ob es eine 50 mm oder eine 300 mm lange Klinge hat.


    Aber es geht ja hier speziell um die Rückenstärke, da gilt für mich auch, je nachdem was ich mit dem Messer machen will, sollte die Klingengeometrie auch passen, also auch die Rückenstärke. Muss ich primär schneiden sind Klingen mit einer Rückenstärke bis 5 mm bestimmt ausreichend, soll das Messer aber auch mal hacken, ohne das es in Schnitzerei ausartet, ist mir ein schwereres Messer, auch mit stärkerem Rücken als 5 mm, lieber.


    Wenn ich allerdings die Wahl habe, so würde ich immer das größere Messer vorziehen, größere Messer können alles was kleine Messer können, aber kleine Messer bei weitem nicht alles was große können.


    Viele Grüße
    Roman

    das ist ein schönes Messer geworden Holger. Ich gebe zu, für Grabenkämpfe vielleicht zu schön, aber dennoch voll tauglich.
    Viele Grüße
    Roman

    bei Dolchen gehts doch primär darum, dass sie ein beruhigendes Gefühl vermitteln sollen. Also, was mir persönlich ein sehr beruhigendes Gefühl vermittelt ist ein Dolch von Gerber aus den Achtzigern, Model Frisco Shiv; entworfen von Blackie Collins. Flach, elegant, ein zeitoses Stück scharfen spitzen Stahls.


    Viele Grüße
    Roman

    das ist einer der Gründe, wieso ich gerne hier lese, man macht sich Gedanken. Und nichts ist schwieriger als ein einfaches Messer machen. Da werden den armen Seekühen Rippen entnommen, gleich dem Schöpfer, der damit eine Eva schuf, nur dass die Messermacher dem Seekuhbullen keine Gattin schaffen möchten, sondern das Stück unter eine Klinge kleben. Die seltsamsten Stahllegierungen müssen herhalten um den Messerkäufer fürbass zu erstaunen und zum Kauf zu überreden, was natürlich in Anbetracht der nüchternen Wahrheit geradezu lächerlich erscheint.
    Nur am Rande, der moderne "PM-Stahl", mit man uns beeindrucken will, in dem Buch des Herrn Heinrich Ruhfus, "Wärmebehandlung der Eisenwerkstoffe" 1958, ist schon im Schrifttumsverzeichnis auf Seite 453 das Buch von Herrn Eisenkolb aufgeführt, "Die neuere Entwicklung der Pulvermetallurgie" von 1955............


    Aber verlassen wir die Felder der Theorie und begeben uns dorthin wo man nicht über Messer spricht, sondern sie benutzt, und schon sind nicht mehr so Viele da. Dieses Messer, einfach gesagt wie ein Schirrmeister:


    "Messer, 11 cm Klinge dunkel/Anschliff metallisch, halb spitz, Gummigriff, Fangriemenmöglichkeit, Lederscheide, doppelt genietet"


    So einfach ist es nur auf den ersten Blick, diese nordischen Schlitzohren haben lange Nächte, in denen man lange nachdenken kann. Dieses Nachdenken bleibt nicht ohne Folgen, getreu dem Motto: "Hinterher ist alles weniger" sehen auch die Messer aus. Das Messer hat nicht mehr oder weniger Klinge als man braucht, braucht einer mal eine längere Klinge, voila, es gibt auch eins mit einer längeren Klinge.
    Wenn man viel draußen ist wo es feucht ist, hat man oft nasse Hände, nasse Hände greifen nur auf wenigen Materialien gut, Gummi ist eins davon.
    Die Klingenform selbst ist keine Betrachtung in dem Sinne wert, sie ist so bewährt, dass sie für sich spricht.


    Insgesamt, es sieht zuverlässig aus und danach, dass es sich vor keiner Arbeit scheut. Mit einem Satz, ich müsste mir zwar keine Messer kaufen, aber das mit der langen Klinge werde ich wohl in Bälde meinem Bestand dazufügen.


    Viele Grüße und Danke für die Inspiration in Metall
    Roman

    ich musste jetzt an Heartbreak Ridge denken als ich den Silberguss gesehen habe. Jetzt wirst Du dich, vermutlich nicht allein, fragen wie es um meinen geistigen Zustand steht. Ich versuchs mal zu erklären.


    Der Silberguss an sich steht ja nicht im direkten Zusammenhang zu den üblichen Themen, die sich doch meist mit Messer, Schere, Licht befassen, aber doch irgendwie dazu gehören. Wer Silber gießt kann auch Beschläge machen, und erklär einem japanischen Zwingenmacher mal, dass Kupfer nichts mit Schwertern zu tun hat.
    Also, in diesem Film mit Herrn Eastwood stehen er und ein ebenso ergrauter Sergenant (den Rest der Rangbezeichnung habe ich vergessen, hätte es mir aber nicht gemerkt wenn ich es vorgehabt hätte) vor ihrem kommandierenden Offizier. Dieser Offizier ist ein junger dynamischer Kerl mit der Figur eines durchtrainierten Mittelstürmers, hat aber bis dato in seiner Kampfuniform nur Kaffee gekocht oder Essensmarken ausgegeben, die unangenehmen Seiten des Soldatentums hat er bislang nur vom Hörensagen kennengelernt.
    Kurzum, die Tätigkeiten des Kommandierenden werden von einem der alten Sergenants ein wenig lakonisch kommentiert: "Ein nicht genug gewürdigtes Feld der Bemühungen".


    Es sind die Kleinigkeiten, auf die man eigentlich Wert legen sollte, hier ist es ein Schmuckstück aus Silber. Für einen mag das klein im Sinne von klein sein, aber dem kann ich nur sagen, "giesse mir mal nur einen Ring, schnörkellos und ohne Makel", so werden mehr als 99 von hundert nicht wissen wie man es macht. Und ein Ring ist nur ein Ring, mal abgesehen von dem was er anrichten kann.


    Ich ziehe meinen Hut vor Dir, emil, ich habe zwar nur einen imaginären, aber ich weiß wieviel Arbeit schon ein wenig Messinggießen ist und wie schwer es ist das ganze ohne Löcher oder sonst irgendwelche Beschädigungen hinzukriegen. Und letztendlich, selbst die Wikinger liebten Schmuck, und das waren ja bekanntlich Kerle, die ohne Umschweife zur Sache kamen.


    Viele Grüße
    Roman

    es gibt keine erkennbaren Unterschiede zwischen Baustahl und hochlegiertem Werkzeugstahl, sind die Messer gleich gemacht sind sie nicht zu unterscheiden.
    Einfachster Test, frische Flachfeile für Kettensägen, über die Schneide streichen als man sie schärfen wollte, greift sie nicht oder kaum, dann ist die Klinge gehärtet, fertig.


    Ansonst, wieso nicht einfach kaufen wenn das Messer einem gefällt? Jeder Kauf muss sozialkritisch hinterfragt oder anhand von yt oder tausend Meinungen aus tausend Mündern bestätigt oder verworfen werden. Pfeif drauf, es wurden schon Klingen gekauft als es keine elektronischen Kommunikationsmittel gab und es machte genauso viel Spaß, oder noch mehr, wenn ich hier manchen verzweifelten Post lese.


    Ein Messerkauf, wo ich mir die Datenblätter vorher durchlese ob der Stahl die Eigenschaften hat, die meinem Benutzerverhalten am meisten entgegenkommen, der Griff genau die Größe hat, die ich mit den speziell von mir präferierten Einsatzhandschuhen am besten greifen kann und was weiß ich nicht noch alles. Und natürlich muss das Messer den jeweils gesetzlich vorgeschriebenen unsinnigen Maßen entsprechen. Ja, ich weiß, heute ist ein großes Messer mit Griff 200 mm lang, das sind für mich Messerchen, brauchbar ja, aber eben Messerchen. Ich weiß auch, damit kann man alles machen, stimmt, außer den Sachen die man mit einem großen Messer machen kann. Aber das ist ja wieder eine andere Baustelle.


    Wieso kann ein Messerkauf nicht einfach wieder Freude machen? Ich sehe ein Messer, es gefällt mir, es liegt mir gut in der Hand, dann kaufe ich es, Gesetz dem Fall der Preis geht in Ordnung. Ich sehe da irgendwie kein Problem, die Probleme kenne ich von früher gar nicht, das ging damals auch ganz gut, ich meine ohne die Probleme.


    Egal wie Ihr Unterschiede erkennen wollt zwischen qualitativ hochwertig oder nicht, das geht nur anhand von Materialprüfungen, Kirmesmesser kann hier wohl jeder von einem gut gemachten Messer unterscheiden, und wenn ein Messer sehr teuer ist, dann muss einem der Verkäufer auch sagen wieso es so teuer ist und es muss nachvollziehbar sein.
    Sonst sage ich ganz frei, wenn jemandem ein Messer gut gefällt, dann soll er es auch kaufen, sonst beißt man sich später immer wieder auf die Zähne wenn man daran denkt.


    Viele Grüße
    Roman

    was ist denn "erkennen", ich setze das gleich mit dem Erkennen mit den Augen. Die Ohren spielen eigentlich gar keine Rolle, mein alter Kavalleriesäbel hört sich gefährlicher an als ein 20.000 Euro Katana wenn er aus seiner blechernen Scheide über eine Klemmfeder rutscht.


    Ich machs mal kurz, meine Hände erkennen ein für mich gutes Messer, meine Hände müssen nämlich mit dem Ding klar kommen und nicht meine Augen oder Ohren. Wenns schön aussieht, aber das ist schon wieder Geschmackssache und die soll jeder für sich selbst entscheiden. Wenn die Schneide einigermaßen hält, bei dem was sie schneiden soll, dann ist es gut.


    Kochmesser, ich dürfte es eigentlich gar nicht schreiben, ich habe zwar so ein Santouku, oder wie man immer das schreibt, dass ich selbst geschmiedet habe, aber eigentlich schneidet so ein 20 Mark Küchenmesserbeil aus rostfreiem Stahl, der mich immer an diese geschmacklosen Geländer erinnert, die die Kunstschlosser so lieblos überall anschrauben (ich versuche auch standhaft in Anbetracht dieser matt glänzenden Schneidenflanken Assoziationen mit den Türen oder sonstigen Vorrichtungen in öffentlichen Bedürfnisanstalten zu verdrängen) auch ganz gut.


    Viele Grüße
    Roman

    ich zitiere:


    "Manieren machen uns zu Menschen"


    Jetzt ein Satz von mir, Wildschweine dürfen sich verhalten wie Schweine, das ist ihr Recht, aber sie hinterlassen keinen Plastikmüll, fällen keine Bäume und machen keine unnützen Feuer.



    Viele Grüße
    Roman

    mit dem Stahl bei mir ist es seit kurzem ganz einfach, wenn eine 7 auf der Klinge gemarkt ist, dann ist es ein niedriglegierter Kohlenstoffstahl mit 0,7 % Kohlenstoff. Falls mal etwas an die Klinge kommen sollte oder man sie beim Hausbrand vergessen wurde oder beim Waldbrand, dann kann man sie einfach zu mir schicken und ich weiß wo ich dran bin wenn sie neu gehärtet wird.
    Viele Grüße und auch hier ein gutes neues Jahr
    Roman