Beiträge von Micha M.

    Gestern angekommen:


    Kugelschreiber für die ganz bösen Briefe.


    Gefertigt von 290962, auf Wunsch für die jederzeit wieder überall erhältlichen BIC-Minen.
    Eloxiert, ...ZUFÄLLIG schwarz....160 mm lang.


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    Hat das Kunststück fertiggebracht, das Kreuzfeuer zwischen meinen Anforderungen (panzerbrechend? kugelfest? selbst durch einen Deppen wie mich bei versehentlichem Fehlgebrauch oder Überrollen mit dem Dienstwagen - wie das vorletzte Handy...- nicht zerstörbar?) und dem ästhetischen Anspruch meiner lieben Frau zu überstehen ("Der ist aber schön geworden!!").


    Kann leider nur Bilder vom Aussehen vor dem Eloxieren liefern, kann im Moment selbst keine machen - aber die Form ist ja unverändert...


    Vielen Dank an Jörg für Mühe und Geschick!!

    Hat folgenden Grund: Die Besteuerung soll ja einheitlich und gleichbelastend erfolgen. Es gibt aber im Handelsverkehr einen ganzen Wust von Lieferbedingungen, sogenannten Inco-Terms, die insbesondere auch den Zeitpunkt/Ort des Risikoübergangs sowie die Frage regeln, für welchen Teil der Fracht beim ausgehandelten Preis der Verkäufer aufkommt, für welchen der Käufer.


    Ein reiner Rechnungspreis kann also entweder die Fracht schon komplett enthalten oder gar nicht.


    Das sogenannte Zollwertrecht regelt also einheitlich, daß zum Zollwert neben dem reinen Warenwert auch die Frachtkosten bis zur EU-Grenze hinzukommen, kann nicht aufgeteilt werden, die gesamten Frachtkosten. Das führt dazu, daß die Unterschiede der Lieferbedingungen egalisiert werden und jeder den Zoll für die Waren und die Fracht bis EU-Grenze bezahlen muß. Bei Porto ist das eben (leider) das Gesamtporto. Ist also insgesamt gerechter und gleichmäßiger. Bei der EUSt, also der Mehrwertsteuer, ist Bestandteil des maßgeblichen Wertes ohnehin auch die Gesamtfracht bis zum ersten inländischen Bestimmungsort, sprich bis zu Deinem Wohnort, da braucht es also keine rechtliche Aufteilung.


    Beim Postversand gerade von Einzelbestellungen wird das also vergleichsweise ein ganz schöner Kostenfaktor: Auf den Katalogpreis noch mal Frachtkosten drauf, aus USA und Japan sind oft ca. 30-35 Euro, dann noch Zoll und EUSt auf die Fracht, also noch mal ein Drittel drauf fast. Macht einen "Aufschlag" von gut 40 Euro auf den Katalogpreis. Bei einem preisgünstigen Einzelstück lohnt das meist nicht mehr.


    Bei einer Sammelbestellung sieht das natürlich ganz anders aus, weil meist das Porto für den Versand von z.B. 4 Messer auch nicht viel höher ist als das für eines. Mit den 10 oder 12 Euro, die dann auf das einzelne Messer rechnerisch draufkommen, liegt der Bestell-Katalogpreis oft eben auch unter den Preisen vergleichbarer inländischer Anbieter...

    Ja, aber wir sollten hier keinen Zusammenhang zwischen dem Zoll und dem irregulären Abhandenkommen von Messern sehen.
    Werden dort welche eingezogen, läßt sich durch entsprechende rechtliche Klärung feststellen, ob sie Verbotsnormen unterfallen. Tun sie das, darf man sie im entsprechenden Land nicht besitzen. Punkt. Bei Euch Österreichern gibt es da ja nicht allzu viele Verbote - tu felix Austria....


    Trotzdem sehe ich natürlich bei derartigen Bestellungen so wie Viennacutlery ein Verlustrisiko: So ein Paket geht auf seinem internationalen Weg durch zig Hände, wird ölfunddrölfzigmal umgeladen, sortiert, zugeordnet. Da gibt es sowohl für beabsichtigtes Abhandenkommen (Diebstahl/Unterschlagung durch Frachtarbeiter, Postler, Flughafenpersonal und, und) als auch für unbeabsichtigtes (Fehlsortierung, Verlust von Packstücken...) ebenso wie für Transportschäden reichlich Gelegenheit.


    Die meisten Übersee-Internethändler versenden standardmäßig mit normaler Post - und das ist je nach Land versichert oder unversichert, jedenfalls sollte man vorher nachfragen - das Transportrisiko trägt nämlich so gut wie immer der Käufer. Ist postalischer Versand unversichert, lohnt sich - zumindest bei teureren Bestellungen - für den Seelenfrieden oftmals der Aufschlag von einigen Euros für eine versicherte Variante (postalische Zusatzversicherung, Versand durch Paketdienst usw.).

    Weitgehend ist die neue Freimenge für mich eine Mogelpackung. Der Durchschnittszollsatz liegt unter 5 v.H., die Achtkommanochwas für Messer sind da eher hoch. Der wesentliche Rechenfaktor ist aber das runde Fünftel "Mehrwertsteuer", die hier EUSt heißt. Außerdem erspart man sich - als nicht Vorsteuerabzugsberechtigter - die zeitraubende Abfertigung nicht. Auch für die Paketdienste wird es hier nicht einfacher, die müssen wegen der EUSt für Privatleute ebenfalls noch die Sendungen abfertigen wie bisher.


    An den VuB (Verboten und Beschränkungen) hat sich auch nix geändert, auch daher müssen z.B. Messer noch zollamtlich geprüft und abgefertigt werden, um die Einfuhr verbotener Waffen zu verhindern.


    Die waffenrechtlichen Vorschriften sind für den "Nichteingeweihten" und vor allem Nichtinteressierten sehr kompliziert und schlecht nachvollziehbar, beim Abfertigungszöllner "konkurrieren" sie im Interesse mit so schnuckeligen Sachen wie der Stabstahl-Verordnung, dem sanitären Pflanzenschutz oder der naheliegenden Frage, ob Gastropoda-Schnecken nach dem Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen artengeschützt sind (...oder z.B. die Langschwanz-Schmalfuß-Beutelmaus...). Man hat da also allerlei zu lesen, wenn man im Postzoll arbeitet....


    Wichtig ist, den Leuten z.B. erst mal so grundlegende Sachen zu verdeutlichen, wie die Tatsache, daß es einerseits die Unterscheidung Waffe nach WaffG / keine Waffe nach WaffG gibt. Folge ist hier aber nur, daß eine Abfertigung für Minderjährige ausscheidet. Mit der Einfuhrfähigkeit hat das nichts zu tun. Blankwaffen nach dem WaffG bedürfen keiner schriftlichen Erwerbs- oder Besitzberechtigung, Volljährigkeit reicht aus.
    Einfuhrverboten sind lediglich DIE Gegenstände, die nicht nur ggf. Waffen i.S.d. WaffG sind, sondern ZUSÄTZLICH der Liste der "verbotenen Waffen" unterfallen, die Anlage des WaffG ist. Diese Liste, wie die Vorschrift selbst, ist im Netz frei verfügbar.


    Mein Rat, zur Beschleunigung der Abfertigung und Überzeugung der Abfertigungsbeamten sozusagen, ist der, diese Liste ausgedruckt mitzunehmen und vorzulegen, um dann "gemeinsam" zu prüfen, ob der Gegenstand dieser Liste unterfällt. Tut er das nicht (und ist nicht aus anderen Gründen einfuhrverboten, z.B. als markengefälschtes Plagiat), ist er abfertigungsfähig. Natürlich müssen Rechnungen, ggf. Abbuchungen von der Kreditkarte, die Paketkarte usw. vorgelegt werden, also insgesamt alles, was zur Ermittlung des Zollwerts (tatsächlich zu zahlender Gesamtpreis plus Portokosten) erforderlich ist.


    Weiterer Rat: Die Zollämter unterstehen bezirksweise einem sogenannten Hauptzollamt. Dort gibt es jeweils einen zuständigen Sachbearbeiter für Verbote und Beschränkungen. Hat man regelmäßig mit dem Zoll zu tun, kann es ja nicht schaden, dessen Namen und telefonische Erreichbarkeit zu ermitteln. Dann kann man erstens im Vorfeld zu geplanten Einfuhren anfragen, ob Bedenken bestehen, zweitens im Falle bei der Abfertigung aufkommender Zweifel vielleicht eine entsprechende Meinung einholen.

    Tja, der Stahl ist nun anders, nicht mehr der Camillus-Carbon V mit Eigennamen, "dank" der Camillus-Pleite - außerdem waren die Scheiden bei Becker schon immer bescheiden. Mein BK9 hatte so eine grüne Cordura-Scheide mit Plastik-Innenteil, in dem das Messer gewackelt hat wie ein Glockenklöppel. Hab erst mal großzügig Möbel-Filze eingeklebt - und mir dann eine gescheite Custom-Kydex von Kytac machen lassen.


    Man muß natürlich sehen, daß man das BK11 neuer Bauart bei günstigen Händlern drüben für unter 40 Dollar bekommen kann.....

    Ja, die San Mai - Ausführung gibt es schon einige Zeit wieder, das war das erste Messer aus der neuen Kooperation mit KA-BAR.
    Jetzt ist auch der normale Necker seit etwa einem Monat in D wieder zu haben, auch die meisten anderen Modelle sind jetzt wieder aufgelegt worden, einschließlich meines heißgeliebten BK9. Leider gibt es allerdings (erst mal?) kein neues Brute...


    Necker gibt es derzeit übrigens zu gutem Kurs bei crocblades.com......


    Ich hab aber noch keine Erfahrungsberichte über die Verarbeitungsqualität der neuen Modelle gesehen...

    Danke, Freunde!! Danke, ich fühl mich schon viel besser. Ich bin gar nicht schwer und moppelig, ich bin eine schwache, zarte Elfe. Was ich schon alles mit Messern im praktischen Gebrauch angestellt habe, ohne sie in der Mitte durchzubrechen. Darunter welche mit Spitzerlen, Zeigefingerlöchern und ähnlichen höchst zerbrechlichen Gestaltungen, wahrscheinlich in ihrer Fragilität nur noch übertroffen von hauchfeinem Bone China Prozellan...
    Da haben dann gar keine hundert Kilos drangehangen, gegengedrückt oder draufgebuffelt.


    Was wollt Ihr denn mit dem Hornet anfangen? Ein Auto dranhängen? Einen Panzer stoppen? Oder die vielen sinnigen Versuche damit anfangen, die gewisse Eishockeymaskenträger sich so ausdenken um dann ganz fasziniert und überrascht festzustellen, dass man selbst ein Strider, Trident oder so abbrechen kann, wenn man nur lange genug im Tonnenbereich den Druck steigert. Oder dass sie bei einer Kernwaffenexplosion perfiderweise vermutlich dann doch schmelzen werden???


    Das Teil sieht für mich mordsstabil aus, wenn ich auch noch nicht so recht weiß, wie ich mit dem Stachel am Griffende klarkommen würde. Ich werd's rausbekommen!


    Stabile Grüße!


    Micha (derzeit mit BS Raptor OR am Gürtel, der "erstaunlicherweise" trotz des Fingerlochs auch noch nicht zerscherbt ist)

    Eine einschneidige Variante des SEK finde ich folgerichtig und begrüßenswert. Insgesamt überzeugen ja Gestaltung und Maße des Messers. Und nicht jeder hat die gleichen Einsatzvoraussetzungen wie die SE-Absetzer. Als Einsatzmesser ist das einschneidige Messer in jedem Fall eine interessante Alternative - und selbst als Backup ist die einschneidige Lösung für manche Anwender wünschenswert: Im Hinblick auf körpernahen Einsatz (Infight, Grappling, Bodenkampf usw.) sowie auf die Problematik der Selbstverletzungsgefahr durch gegnerische Abwehrbewegungen gibt es durchaus eine Fraktion, die einschneidige kompakte Fighter vorzieht.


    Bei der ersten Diskussion über diese Variante hab ich das selbst nicht unter dem rechtlichen, sondern nur unter dem technischen Aspekt gesehen und gemeint, aufgrund der Stabilität und der robusten Klingengeometrie sei eine einschneidige Version eigentlich gar nicht "notwendig". Aufgrund der albernen Rechtslage und natürlich auch im Hinblick auf die o.a. Überlegungen zum breiteren Einsatzspektrum (...muß ja nicht jeder reflexartig Gurtzeug und Fast Ropes durchsäbeln...) sehe ich das heute differenzierter und begrüße den neuen Entwurf!


    Zu den anderen Entwürfen: Die passen in jeder Griffhaltung in die Hand wie eingegossen. Das hat nichts mit dem Film-Gehampel dauernder Griffhaltungswechsel zu tun, sondern ausschließlich mit dem Einnehmen der für die jeweilige Anwendung und den jeweiligen Stil dann auch optimale Griffhaltung.

    Kompliment für das sehr gute und vor allem sehr kurzweilig und informativ mit Bildmaterial unterlegte Review. Tolle Leistung!


    Zu den Messern: Habe mit zwei Bowies von Ontario mit recht ähnlciher Gestaltung (Survival Bowie und Marine Raider) ähnlich gute Ergebnisse erzielt, beim Marine Raider zeigt sich aufgrund des hohen Gewichts und der Vorderlast vor allem eine für gerade Messer ausgezeichnete Hackleistung.
    Auch die guten Leistungen der handwerklich in Nepal hergestellten Messer kann ich voll bestätigen. Hatte einige Kukris von GI im Vergleichstest mit westlichen Messern. Vor allem sind die handgeschmiedeten und differentiell gehärteten Nepalesen schier unkaputtbar!!
    Noch ein Hinweis zur Klingen- und Grifform: Ähnlich moderat geformte Klingen und "westliche" Griffe bietet auch der Khukurishop an, ein "Tactical Kukri" mit einem sehr handlichen Griff und ebenfalls nur moderat gebogener Klinge wurde im letzten "Schwert & Klinge" vorgestellt. Auch dieses Messer habe ich - übrigens ebenso wie Big Bear - geprüft.
    Insgesamt finden sich also auch in der handgefertigten Fraktion trotz einfachster Herstellungsbedingungen sehr brauchbare Messer - und es ist ein sehr erfreuliches Eingehen auf westliche Wünsche in der Gestaltung von Griff und Scheide in den letzten Jahren festzustellen.

    Damit das nicht untergeht: Das Review fand ich wunderbar, hat mir beim Lesen viel Spaß gemacht.
    Ich wollte das Messer auch nicht abwerten. Ich finde sogar legitim, auch für den Nimbus bestimmter Hersteller eben einen Aufschlag zu bezahlen - wenn man sich dessen bewußt ist. Meine Frage nach entsprechenden "preisrechtfertigenden" Leistungsunterschieden war eigentlich ganz sachlich gemeint. Als das Messer als Neuheit vorgestellt wurde, hat mich bei dieser absoluten "Basic-Gestaltung" eben sofort auch der Preis ein wenig gewundert, bzw. der ja recht knappe Unterschied zu Messern wie dem Aviator. Und natürlich auch der Unterschied zu ähnlich gestalteten Messern anderer Hersteller.

    Okay, ich biege zur Kreuzigung links ab und nehme nur ein Kreuz - aber trotzdem folgende Frage:


    Wo zeigt sich ein deutlicher Vorsprung vor dem Becker Necker oder vor dem Stiff KISS, das - viel gescholten allerorten - mir trotzdem in einem halben Dutzend Urlaubsländern stets treue Dienste bei rechtlicher Akzeptanz geliefert hat... Gerade der direkte Vergleich mit dem Becker BK 11, dessen 1095er Version für unter 50 € zu haben ist, würde mich wirklich interessieren...

    Das ist ja ein tolles Teil geworden. Die Sache mit dem langen Griff gefällt mir SEHR.
    Schaden konnte ich bei diversen Nutzungs- und Belastungstests den Messern gleicher Herkunft auch nicht, einschließlich Einsatz als Kletterhilfe, Wippe, Klimmzugstange usw.


    Beste Grüße, Guido!


    Micha