Beiträge von Micha M.

    Die vergleichsweise sehr hohe Klinge bringt gleich zwei positive Effekte: Eine für diese Gattung ziemlich lange Schneidenlinie und einen sicheren Schutz vor Abrutschen der Hand nach vorn. Bei der für Dich ja schon fast ungewohnt "schlanken" Klingenstärke dürfte das Messer im Fertigzustand BÖÖÖÖSE schneiden ;)


    Die Schale passt sehr gut zum Gesamtentwurf, einschließlich der Fräsungen. Persönlich hätte mir eine beidseitige Beschalung allerdings besser gefallen, ist wohl einfach die übliche Bevorzugung einer symetrischen Gestaltung. Eine Riffelung am Rücken im Daumen-Auflagebereich würde mir gefallen.


    Macht immer wieder Spaß, Deine Entwürfe anzuschauen!!

    Habe keine eigene Erfahrung damit, finde aber den Aspekt sehr interessant, daß man so etwas z.B. auch um den Körper biegen und gürtelnah tragen könnte, wie eines dieser flexiblen Schwerter. Das würde überraschend ziemliche Reichweite bringen.
    Zur Wirksamkeit: Die Dinger werden ja traditionell von afrikanischen Polizeikräften eingesetzt. Was gewaltbereite Demonstranten davon abhält, Einsatzkräfte anzugehen, kann ja nicht gänzlich wirkungslos sein. Schläge im Hals-/Gesichtsbereich oder über die Handrücken sollten da schon auch SV-Wirkung entfalten, wenn auch vielleicht keine "finale"...
    Wäre aber als Zusatz-Werkzeug nicht gänzlich uninteressant, finde ich.
    Ein wirksames, distanzschaffendes aber dabei mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nonlethales "Einsatzmittel" sollte man sich zumindest mal genauer anschauen...

    Das ZT ist zu kurz und leicht als Haumesser - dabei aber wunderbar geformt. Ärgere mich, daß ich mir nicht in der Super-Sonderangebotszeit bei Atlatus eins "geschossen" hab. Diese Linienführung von Onion ist schon ansprechend.


    Bei D2 ist das allerdings vor allem auch eine Frage der Klingenstärke. Macht man das stabil genug, bricht es auch nicht beim Hacken. Schanz und Kubesch haben da schon ziemlich unkaputtbare Hauer gedrechselt...Okay, allerdings ist Kohlenstoffstahl wie 1095 oder 5160 schon elastischer. Die Haumesser aus 5160, die ich zum Test hatte, hätten vermutlich auch als Panzersperre funktioniert...


    Man müßte vielleicht noch mal wegen der aktuellen Klingenstärke anfragen. Möglicherweise hat sich da ja im Produktionsverlauf was geändert, nachdem die ersten - dünnen - Outcasts da kritikmäßig ziemlich Feuer gekriegt haben. Die Angaben waren jedenfalls unterschiedlich.
    Alles ab 5 mm sollte auch aus D2 normalen Hackmessergebrauch überstehen - und dabei hübsch schnitthaltig bleiben...

    Es gab unsichere Angaben über die Klingenstärke, in einigen Ami-Foren ist das Ding auch ziemlich gemischt weggekommen. Hab mal bei den Kershaw-Leuten nachgefragt, aber widersprüchliche Antworten bekommen. Das Onion-Design gefällt mir, aber ne Haumesser-Klinge aus D2 sollte schon ein wenig Stärke haben...Alternative : Lofty Wiseman Survival Tool . Benutzen die SAS-Leute auch, er ist ein "Ehemaliger". Hat die gleiche Idee mit bauchiger Klinge und gebogenem Gummigriff.

    ...dem Logo Deines Vorredners nach erlegt man so wohl auch Frösche...


    Na, der Grabendolch hat doch aber einen so richtig taktischen und auch interessanten Hintergrund, sozusagen einen Rückgriff auf längst überholt geglaubte Techniken und Werkzeuge. Leider hat man ja hier keinen Zugriff auf Grabendolche mit Schlagleisten, Schlagdornen usw.. Technisch ist das alles jedenfall sehr interessant....

    Hab mich lang nicht getraut, aber dann durch meinen Vorredner fast meinen Gedanken zitiert gefunden:


    Nicht böse sein, jeder Jeck is' anders, Euch müssen ja auch nicht alle Messer gefallen, die MEINE Augen zum Leuchten bringen, aber:


    Die Mad Dogs sehen für mich einfach aus wie Küchenmesser, außerdem kann ich die Preisbildung absolut nicht nachvollziehen.
    Wenn ein Custom-Strider mit diesem "Nightmare"-Schliff dann als Einzelfertigung mit sehr individueller Note so einen Betrag kostet, ist das zwar auch außerhalb meiner "Limits", aber schon eher nachvollziehbar als bei DIESEN Messern.


    Das ist aber - wie gesagt - ein ganz individueller, persönlicher Eindruck, der den Fans dieser Marke nicht die Freude an ihren "Objekten der Begierde" nehmen soll, ich kann bei der Seltenheit auch den Besitzerstolz gut nachvollziehen.

    Auch ein Rettungswerkzeug benötigt einen wirksamen Glasbrecher, nicht nur ein Zugriffs-Tool.


    Erstens fahren viele Fahrer mit verriegeltem Fahrzeug, insbesondere innerstädtisch. Zweitens verriegeln einige Modelle selbsttätig beim Anfahren. Wird der Fahrer ohnmächtig oder ist verletzt, kann er ggf. nicht selbst öffnen. Weiteres Beispiel ist das Befreien "vergessener" Kinder aus überhitzten Autos. Auch die kriegen die ZV oft nicht auf, sind zu klein, apathisch oder im Kindersitz angeschnallt.

    Die Form des Axtkopfes ist sehr an die eines Feuerwehrbeils angelehnt. Das Beil hat keine "Unterschneide", der Spike auch nicht. Insgesamt dürfte es hoffentlich schwerfallen, aus der Gestaltung eine Zweckbestimmung vorrangig als Waffe ablesen zu wollen.
    Ich glaube auch, daß es für Alltagsarbeiten hinreichend stabil ist - allerdings hat einfach bauartbedingt ein Teleskopschaft aus Rohren ein gewisses Stabilitätslimit.


    Beim Hebeln wird auf den Schaft ein ganz erheblicher Druck ausgeübt. Handelsübliche kleine Feuerwehrbeile haben meist einen Stiel aus einteiligem Stahlrohr, selbst die knicken teilweise ein, ein Kollege, der nebenbei freiwilliger Feuerwehrmann ist, hat schon zwei auf diese Art verschlissen. Auch die Bezeichnung Tomahawk indiziert nicht unbedingt den Hauptverwendungszweck als "Entry Tool".


    So etwas bietet Strider mit einem anderen Modell an: Das CR Hatchet ist explizit als Öffnungswerkzeug gestaltet und entsprechend belastbar hinsichlich Hebelwirkung. Dafür hat es dann keine "richtige" Beilschneide, sondern eine sehr breitschultrige Schneide, wie eine Spaltaxt.


    Zu den Striders solltest Du auf jeden Fall aber auch noch die Meinung von AJAX oder einem anderen Strider-Veteranen einholen, die Burschen beschäftigen sich sehr kundig und intensiv mit "ihrer" Firma und kennen sich bestens aus.


    K5 bietet noch ein Fire/Rescure Tomahawk an, leider kann ich noch kein Bild finden. Wenn ich aber die "Tacticals" und die Utility-Modelle ohne Spike vergleiche, kann ich mir vorstellen, daß das in eine für Dich ziemlich interessante Richtung gehen könnte - nämlich mit einem hebelgeeigneten und weniger "waffenorientierten" Spike.


    Einen "Tactical-Look", dabei aber Eignung als Öffnungswerkzeug und zum Hebeln hat auch die Crash-Axe von rmjforge.com. Ist allerdings kein Spike, sondern eine Art abgewinkelter Haken, wie beim Entry Tool von Rangerknives.


    Sehr "tactical" von einem Super-Designer (Pirela) entworfen und für Werkzeugfunktionen gut tauglich ist auch die LMAX von Nemesis-Knives.


    Einigen Charme hat für mich auch das GRAX von Graymanknives.com. Mike Everyman ist einsatzerfahren und kennt praktische Erfordernisse, das Beil sieht handlich aus, der hintere Spike ist nicht seitlich geschärft und sieht sehr stabil und hebelfähig aus. Zu Produkten von Mike kannst Du zingzong2005 nach seinen praktischen Erfahrungen befragen.


    Meine eigenen übrigens für den Einsatz: CS Vietnam Hawk "gepimpt" mit eingeschweißtem Stahlstiel und eine schnödes kleines Feuerwehrbeil, je nac Einsatzlage...

    Willst Du den Spike zum Aufhebeln von etwas verwenden, mußt Du ihn zwischen einen Rahmen oder ein Lager und den wegzuhebelnden Gegenstand bringen. Ein dafür geeigneter Spike wäre seitlich breit und in der Höhe flach, also wie bei einer Hacke. Schau Dir mal ein Feuerwehrbeil an, mit einem flachen, vorn angeschrägten Werkzeug, wie ein gebogener flacher Meißel.


    Der Spike des K5 Tactical Spike ist dazu wenig bis gar nicht geeignet. Er ist in Draufsicht viel zu breit, um ihn irgendwo zwischen zu drücken - und in Hebelrichtung so schmal, daß er nicht die Tür weg- sondern sich in sie hineinhebeln oder schneiden würde. Auch die Ausstattung mit Schneiden am "Spike" ist diesbezüglich absolut kontraproduktiv.


    Selbst Hawks wie das VTAC oder das SOG sind diesbezüglich erheblich vielseitiger mit ihrem stabilen, im Querschnitt runderen Spike.


    Laß uns nicht herumreden, der Spike am K5 ist KEIN Hebelwerkzeug, er ist eine besonders "durchschlagsstarke" Klinge für eine Hiebwaffe. :viking2:


    Auch die gesamte weitere Gestaltung dieses Hawks ist völlig "waffenorientiert", insbesondere die Unterschneiden usw. Womit willst Du denn da hebeln, Du schneidest doch in alles sofort rein bzw. drückst die Klingen da rein. :knifehead:


    Ich kenne keinen Feststellungsbescheid für Hawks, ggf. weckt man mit dieser ganzen Diskussion "schlafende Hunde". Aber zumindest persönlich habe ich an der Waffeneigenschaft im gesetzlichen Sinne zumindest für EINIGE Hawks keine großen Zweifel. :reaper:


    IST ein (meinetwegen ein bestimmtes) Hawk eine Hiebwaffe, gelten die Bestimmungen des 42a. Natürlich ist auch das zugriffsbereite Mitführen in einem Auto ein Führen im waffenrechtlichen Sinne. Du kommst ja auch nicht auf die Idee, Du könntest Dir ne "Kashi" auf den Beifahrersitz legen, wenn Du nur schön die Türen zu läßt. :dukenukem:


    Ich hab ja nicht ohne eine gewisse Begründung schon im ersten Beitrag darauf hingewiesen, daß ggf. eine "untaktischere" Gestaltung die taktisch klügere wäre, wenn man so ein Beil mitführen will...

    Klasse, Kompliment!


    Klare, strenge Linienführung, bei aller Massivität SEHR elegant. Dabei aber funktional bis ins Detail. Ästhetisch sehr reizvoll und dabei auch funktional absolut gelungen ist das schräge Griffende. Die Carbonschalen passen perfekt zur kühlen Strenge des Gesamtentwurfs.


    Das Modell weckt gewisse Assoziationen zum Lamborghini Reventon.


    Darüber hinaus finde ich es - nach eigener (Entwurfs-Mit-)Arbeit und vielen Versuchen..- sehr spannend, auch andere Entwürfe von Messern mit gebogenen/geneigten Griffen und ggf. Zeigefingerloch zu sehen. Das Herangehen an Griffwinkel, ggf. Konturierung, Positionierung des Fingerlochs usw. ist ja durchaus bei jedem Entwurf anders. Neben dem Vergnügen des Betrachtens - und das ist groß beim Trigger! - also auch immer neues Nachdenken, immer neues Lernen.


    Schaue ich mir solche Entwürfe an, neben Deinen auch die von milcruzados oder im gewerblichen Bereich welche von eyvind oder Nothelfer (um nur beispielhaft ein paar zu nennen und ausdrücklich mit dem Hinweis auf Unvollständigkeit!!) - sehe ich dieses Forum in DIESEM Bereich von Messern eindeutig vorn.


    Wenn ich mir überlege, daß es als ziemlich lockerer und kleiner Kreis von einigen wenigen "taktisch Interessierten" begonnen hat und wo wir jetzt "stehen", freut mich das riesig!


    Dir nochmals besten Dank für die Bilder, die mir wirklich Freude machen! :thumbup: :clap:

    Bonowi verkauft "normale" Artikel an Jedermann.
    Ausnahmen gibt es für Einsatzmittel, Schlagstöcke usw.


    Ich hab ne Tasche von Bonowi aus einem nicht mehr aktuellen Angebot - das Ding ist klasse.

    Wenn Du es im Auto mitnehmen willst und nicht grad ein glücklicher Österreicher bist, würde ich zur Vermeidung langwieriger und ergebnisoffener Waffendiskussionen im Hinblick auf den unsäglichen 42a von einer Version mit bösem Spike dringend abraten...Dann lieber ein Hatchet ohne Spike oder allenfalls eine Gestaltung mit einem Spike wie bei einem Feuerwehrbeil, z.B. wie beim TOPS Firman's Backup...

    Nicht so schnell die Flinte ins Korn werfen, lieber das Hawk ins Ziel...


    Zwischen dem K5Spike und dem Ranger Renegade liegen natürlich gestalterisch Welten. Außerdem läßt Du noch immer die gestellten Fragen unbeantwortet, die Antworten würden es leichter machen, Dir etwas zu empfehlen. Es git ebensowenig das eierlegende Wollmilchhawk wie das entsprechende Messer. IMMER kommt es auf den beabsichtigen Einsatzbereich an. Also: Schmeißen, hauen, aufbrechen??? Auch "einfach nur in der Vitrine geil und taktisch ausschauen" ist eine durchaus gültige Option. Ein Spike wie beim SOG oder VTAC bricht nicht, weil er zu stabil und im Querschnitt fast rund oder vierkantig ist. Hab meinen probeweise auch schon durch Autoblech gebuffelt, three cheers for Lynn, sozusagen.


    Die aus flachem Material sind dann eher messerklingenförmig und unterliegen ähnlichen Gesetzmäßigkeiten wie stabile Messerklingen. SELBSTVERSTÄNDLICH kann da die Spitze mal Schaden nehmen, wenn man sie im falschen Winkel durch ne Brandschutztür kloppen will. Stabil sind sie aber schon.
    Viele Hersteller verwenden für ihre "Flachstahl-Hawks" 8) viertelzölligen Stahl, also etwa 6,3 mm Stärke. Sibert kommt bei Fox mit etwas über 5 aus. 6 mm finde ich okay. Das Teil sollte nicht ZU schwer werden, Hawks leben ja von ihrer Manövrierbarkeit, man muß sie umlenken können. Ist ja keine Spaltaxt...


    Überlegen sollte man auch, ob man einen gebogenen oder einen geraden Spike nimmt, ob man noch eine obere Spitze wählt, ob man die Hauptklinge nach oben und/oder nach unten spitz und länger auszieht und am oberen und/oder unteren Rand auch noch über die Kanten kleine Schneiden anbringen läßt (wie beim VTAC, damit man es gerade nach unten reißen kann, wenn der Schaft geblockt wird...).


    Außerdem sollte man nachdenken, ob man am unteren Griffabschluß z.B. ein halbspitzes Schlagelement haben will, um ggf. auch mit diesem Ende stoßen zu können....


    Man kann sich schon bei einer entsprechenden, genau auf Stil und Anforderungen des Nutzers ausgerichteten Gestaltung eines Hawks so allerlei Gedanken machen....

    Gehe mal davon aus, daß Du diesen Thread schon durchgearbeitet hast ?!:


    Tomahawak welche tactical-Modelle/Herstellerfirmen kennt ihr


    Es gibt zwar keinen einschlägigen FB, allerdings ist nicht ganz unwahrscheinlich, daß ein Spike in einer Gestaltung wie beim Sibert/Fox-Hawk oder beim LaGana-Hawk usw. das Hawk rechtlich eher in den Hiebwaffenbereich schieben, anders könnte das bei einer Gestaltung ähnlich der eines Feuerwehrbeils aussehen...Gerade ein eher "untaktisches" Hawk ohne Spike könnte "taktisch" also die bessere Entscheidung sein.
    Zumindest nach meiner persönlichen Wertung ist die TOPS Fast-Axe eher keine Waffe...


    Wichtig ist auch die Frage, ob Du mit dem Hawk werfen oder es nur als "Schlaginstrument" nutzen willst. Bei einigen hochwertigen Hawks wie dem von DL-Sports, dem Emerson oder dem Sibert ist Werfen nicht die beste Lösung...Willst Du werfen, solltest Du Deine Abneigung gegen das LaGana von ATC vielleicht überdenken, diese klassische Gestaltung fliegt wunderbar, bricht nicht, der Schaft geht nicht los.....


    Siehst Du den Anwendungsschwerpunkt eher als "Entry Tool", solltest Du kein Modell mit Kunststoffschaft auswählen. Damit mögen kundige SWATler vielleicht amerikanische Presspappetüren aufhebeln oder grimmige Ledernacken afghanische Lehmziegel einreißen, im baulich eher grundsoliden good old Europe kommst Du sonst schnell an Deine Grenzen. Ich hab für solche Zwecke ein modifiziertes CS Vietnam-Hawk mit sorgsam eingeschweißtem Stahlgriff :) Das hält bewiesenermaßen 8)
    Da wären dann Lösungen wie das Entry Tool von Rangerknives nicht schlecht, ansonsten eben auch andere einteilige oder mit durchgehendem stabilen "Erl" versehene Modelle gut.


    Wichtig ist natürlich auch der Preis. Bei den qualitativ hochwertigen Hawks und Hatchets bist Du schnell incl. Versand und Steuern bei 350 - 400 Euro. Da lohnt sich allerdings auch die Überlegung, sich z.B. bei Blade-Systems eins auf den Leib schneidern zu lassen.
    Das würde zu Griffmaterial (Wickelgriff, Micarta, gegroovtes Micarta), Farben, Beschichtungen usw. so ziemlich jede Auswahl "auf den Punkt" zulassen....


    Mehr "tactical" als ein Spike-Hawk mit Camo- oder Stripe-Beschichtung und verschränktem Wickelgriff oder gegroovtem anthrazitfarbenen Micarta, dazu ne clevere Kydex-Scheide für wunschgemäße Trageposition, kann man wohl so ein Teil nicht aussehen lassen...

    Auch dieser Entwurf gefällt mir sehr gut - umso gespannter bin ich schon auf die nächste Vorstellung.


    Das "Designerlogo" würde mir besser gefallen, wenn es nicht als Klingendurchbruch gestaltet wäre, sondern meinetwegen geätzt oder graviert ausgeführt worden wäre. Dann wäre an dieser Stelle des Messerrückens z.B. Platz für eine konkave Daumenauflage gewesen. Ja, ich wiederhole mich, aber auch bei diesem Messer - vielleicht gerade bei ihm - wird der Wunsch, möglichst hohen Druck auf die "arbeitende" Klingenspitze auszuüben und sie im Schneidgut zu halten, zum Auflegen des Daumens "verführen".
    Ich hab viel zu diesem Thema verglichen und ausprobiert und schätze daher eine Daumenmulde für diesen Zweck sehr.


    Einen weiteren konkaven Bereich könnte ich mir hinten am Karambit Ring vorstellen, als Daumenauflage im Reverse-Griff. Beim Vergleich diverser fixer Production-Karambits habe ich keine bessere Lösung gefunden als die des (mir ansonsten insgesamt zu großen) CS Steel Tiger.
    Beim vorgestellten Messer gefällt mir allerdings die Position des Rings. Der Emerson-inspirierte Griff gestattet mit einem ein wenig gesenkten Fingerloch eine angenehm geschlossene Handhaltung, das gefällt mir besser als die relativ mittig (zur Griff-Längsachse) angebrachten Ringe einiger anderer Modelle.


    Schönes Messer!!

    Ist zwar eigentlich von der Forensystematik her nicht die richtige Stelle für diesen Hinweis, aber weil hier der Hinweis auf den BKA-FB zu Balisongs gekommen ist, noch ein wichtiger Hinweis dazu:
    Ganz so einfach, wie im Posting dargestellt, ist es nicht! Die Klingenlänge ist NICHT das allein ausschlaggebende Gestaltungsmerkmal der Entscheidung gewesen, davon bin ich überzeugt. Die Klingenlänge wurde zwar im Begründungstext als Entscheidungsgrund angegeben, insgesamt geht es aber um die Bejahung einer Waffeneigenschaft. Vielmehr stellt der Bescheid darauf ab, daß der beurteilte Gegenstand INSGESAMT Spielzeugcharakter hatte (...und daher nicht als Waffe angesehen wurde...). Die beurteilten Messer hatten neben einer Klingenlänge von bis zu 40 mm auch nur eine Gesamtlänge von 60 bis 100 mm, so daß auch vom Griff und der Gesamtstabilität her "ernstzunehmende" Schnitte mit ihnen eher nicht durchführbar waren.
    Ich kann mir durchaus ein Balisong mit einem normal großen Griff und einer lediglich 40 mm langen Klinge in stabiler Ausfürhung vorstellen, sozusagen ein wirksames Bali-Kiridashi. Ein FB gilt immer nur für den Einzelfall, in einem SOLCHEN Fall würde ich es aber nicht drauf ankommen lassen.
    Die FBe des BKA sind durchaus weit überwiegend mit Praxisbezug, Sachkunde und Verstand gemacht, die Beurteilungskriterien sind - bei der Kompliziertheit des Waffenrechts - durchaus komplex.
    Eine verkürzte und verallgemeinerte Wiedergabe und ein zu "mutiger" Rückschluß auf andere Fälle aus dieser verkürzten Betrachtung heraus ist gefährlich und nicht zielführend!!