Beiträge von Micha M.

    Nix Mix!!


    Das gefällt mir ja gerade so gut: Die Entwürfe sind sehr "stimmig".


    Natürlich wird man ähnliche Lösungen für bestimmte Detailgestaltungen bei ausreichendem Suchen und den Möglichkeiten des Net für alles finden.
    Aber bei Messern wie diesem geht es ja nicht nur schlicht darum, eine Portion Strider und eine Portion Raidops zusammenzuschütten - ein schlüssiger Gesamtentwurf muß es sein, und das ist es.


    Ansonsten müßte man natürlich "etwas ganz Neues" machen. Klar, Messer gibt es ja auch erst seit gestern, und es wurden ja auch erst höchstens 600 gebaut, von zwei oder drei Leuten, die sich nicht allzu viele Gedanken über funktionale Lösungen gemacht haben...


    Macht was "ganz Neues", baut eines mit einem 2x3 m großen Griff aus Waschbeton und einer Klinge aus dem vollen Block einer Gutfried-Leberwurst. So etwas gab es noch NIE!


    Ich würde aber lieber eins von "S30V" nehmen :) und halte es nicht für einen Cocktail aus soundsoviel Anteilen von Irgendwas, sondern - wieder mal - ein eigenes Ding, das mir gut gefällt!

    Sorry, genau.
    Bei Tanto-Entwürfen von ihm ist die Spitze auch so bogenförmig heruntergezogen. Sieht sehr gut aus und ist auch funktional eine gute Lösung, weil die Spitze in wenig mehr in Richtung Längsachse und damit Mitte der Kraftlinien gesetzt ist.

    Ahhhh, so war das gemeint mit den Grooves. Ja, stimmt, das sieht sicher noch besser aus. Geht halt darum, die große Seitenfläche zu nutzen.
    Das bogenförmige Herunterziehen der Spitze - wie bei Jeff Corkum - ist Dir sehr gut gelungen.
    Insgesamt wieder mal ein interessantes und schönes Messer aus Deiner Werktstatt, ist immer wieder anregend und interessant, sich Deine Sachen anzuschauen!

    Na, das ist wieder auch was nach meinem Geschmack!
    +1 für die seitlichen Blutrillen, man kann ja bei dem zierlichen kleinen Ding nicht wirklich Angst haben, daß das die Klingenstabilität schwächt :)
    Was wiegt denn das Messer?

    Ich finde auch nicht so wichtig, wo es hergestellt wurde - nur, ob es etwas taugt. Offiziell beschaffte Einsatzmesser aus polizeilicher oder militärischer Verwendung werden per Pflichtenheft definiert und mehr oder minder weltweit ausgeschrieben, denk mal an Modelle wie polizeiliche Einsatzmesser von MOD, Kershaw usw.
    Privat beschaffte und bei SEen geführte Einsatzmesser hoher Qualität kommen auch aus USA (Strider, Trident), Dagestan (Kizlyar) oder Italien (ER) und sonstwo...Das von Dir angesprochene Col Moschin wird z.B. von militärischen SE'lern verschiedenster Länder ebenso geführt wie von polizeilichen und sonstigen Personenschützern usw.


    Wenn es Dir aber um direkten Kontakt und ggf. individuelle Gestaltung "Deines" Einsatzmessers geht, empfehle ich ebenfalls Blade Systems. Auch ein Blick auf Black-Forest-Knives lohnt auf jeden Fall!

    Ahhhhh, ich dachte, das sei eine Art "Kombiholster" auf einer gemeinsamen Grundplatte, die dann ans TekLok geschraubt ist. Aber Du hast selbstverständlich recht, die haben ja Montagelöcher auf beiden Seiten, und Montage mit 2 Schrauben reicht vollauf. Man lernt nie aus...

    Jetzt geh' ich seit Jahren mit den Dingern um - aber, ehrlich gesagt, auf diese Idee mit der Montage von 2 Teilen an einem TekLok bin ich bislang noch nicht gekommen. Stimmt natürlich. Danke für die "Nachhilfe" vom Meister - und dann noch kostenlos im Forum! :)

    Ich finde die Platte gut für einen definierten Sitz, aber ein wenig unpraktisch wegen der Größe.
    Im definierten Winkel anschrauben oder auch eine Tasche auf dem Holster befestigen kann man auch mit einer erheblich kleineren Lösung, sihe oben.
    Hier noch mal im Bild am Beispiel einer Kytac-Scheide für ein Becker BK 9.
    Die Streifen können vorn und hinten senkrecht und waagerecht angebracht werden.


    Interessant wäre eine Platte der gezeigten Größe aber vielleicht mit anatomischer Anpassung (an den vorgesehenen Tragebereich, also je nach Position ein wenig mehr oder weniger gekrümmt) und mit mehr Montagemöglichkeiten, also z.B. auch noch für ein Lampenholster oder ein Multi-Tool.
    Würde aber natürlich auch mehr auftragen...

    Durch die verschiedenen Erprobungen und Entwicklungen gibt es natürlich eine gewisse "EDC-Rotation" (...mir gefällt der Begriff auch!). Außerdem sind es zuweilen auch eher Fighter...


    Aber mal im Hinblick auf Allrounderqualitäten und eine gewisse Kontinuität die folgenden drei:


    Blade-Systems OR Recurve Bowie
    Blade Systems Yoroi Doshi
    Extrema Ratio Shrapnel OG Testudo

    Das funktioniert auch mit einer schmaleren flachen Kydex-Gürtelschlaufe. Auch die kann man leicht diagonal anschrauben, je nach Bohrungen. Man kann auch einfach einen flachen schmalen Streifen Kydex mit zwei Bohrungen versehen und hinten an die Scheide anschrauben. Füttert man den z.B. mit Klett oder schraubt wirklich fest, verrutscht der Winkel bei normalem Tragen nicht, und die Befestigung ist nicht breiter als die Scheide selbst. Das funktioniert auch bei einreihigen Kydex-Scheiden, noch besser aber natürlich mit zweireihigen und zwei Streifen.
    Normiert man bei zweireihigen Scheiden die Lochabstände sowohl senkrecht als auch waagerecht auf den Bohrungsabstand der Streifen, kann man sie auch quer anschrauben und entweder das Messer an senkrechtes Gurtzeug laschen oder die Streifen auf die Vorderseite setzen und Geräteholster vorn auf die Scheide laschen (Handfesseltasche, Magazintasche, Lampenholster usw.).
    Bilder finden sich in den Berichten über die Raptoren OR auf der BS-Homepage, dort wird auch ein entsprechendes "taktisches" Holster vorgestellt.

    Danke, Bootsmann! So richtig.


    ShivWorks ist KEIN Wanderverein, SouthNarc kommt zwar aus dem Land von Davy Crocket, hat sich aber nicht das Pändigen von Piestern und Pestien oder Pösen Pären zum Perufe gemacht (Viva Brian!!).


    Die verlinkten Seiten wimmeln geradezu von outdoortauglichen anderen Messern, die Strömengs z.B. gibt es auch mit Handschutz, den ich auch an meinem Sissipuukko M 95 durchaus schätze.


    Der ursprüngliche Verwendungsbereich der vorgestellten Messer ist dabei durchaus ein naturverbundener: Mit derart geformten und geschliffenen Klingen gleitet man leicht unter das Fell und dann auch in den Bauchraum von Wild und Fischen, um sie aufzubrechen und auszunehmen, ohne auch nach unten zu schneiden und Organe zu verletzen, insbesondere die Gallenblase. Das Ergebnis ist sonst bitter...


    Bootsmann hat mich aber darin richtig verstanden, auf gewisse "Dual-Use"-Qualitäten der Messer hinzuweisen, die sie aufweisen, ohne danach auszusehen.


    Ich ziehe selbst übrigens Parierelemente auch vor, wie oben angesprochen, respektiere aber auch Vorlieben aus dem asiatischen und übrigens auch dem skandinavischen und (daraus folgend, weil die Russen früher viele Messer von dort hatten...) dem russischen Bereich. Dort favorisiert man schlanke gerade Fighter OHNE Parierelement. Neben dem Hissatsu, zu dem James Williams zu diesem Thema ja Erläuterndes geschrieben hat, kann man sich dazu ja z.B. auch mal die Messer russischer Spezialeinheiten von NOKS anschauen, die im Stil von Finnenmessern ohne PE gestaltet sind. Zum Glück: Jeder Jeck is anders!

    ...übrigens bietet Jokerman hier im Forum gerade ein Bark River Wet Environment Recon mit 11,9 cm langer Klinge aus 12C27 an, unbeschichtet und ziemlich rostträge. Das Messer wird im Preislimit mit einer Kydex UND einer ziemlich hochwertig aussehenden Lederscheide angeboten.

    Die Scheide für das Hornet gefällt mir!


    Ein Detail allerdings finde ich bedenkenswert: Du hast den hinteren Steg der Fingermulde des Hornet mit Kydex überdeckt. Fasst man beim in der Scheide verwahrten Messer in die Mulde und zieht, stößt man hinten an den Kydexrand. Das könnte beim Ziehen stören. Diesen Bereich hätte ich nicht überdeckt, um das Messer intuitiv greifen und sofort in der richtigen Handhaltung erfassen und ziehen zu können.
    Die Kydex-Nase vielleicht kappen??

    Beim Stöbern auf Messerseiten bin ich gerade auf ein mir bislang unbekanntes Modell gestoßen, das vielleicht für Interessenten an Reverse-Edge-Messern einen Blick wert ein könnte, denen andererseits Messer wie das Disciple oder das P'kal zu taktisch und zuwenig "sheepleverträglich" aussehen:


    Ein traditionelles Messer von Roselli aus Kohlenstoffstahl mit einer leicht geneigten oben scharfen Klinge, traditionell vermutlich zum Aufbrechen und Abziehen von Wild und Ausnehmen von Fisch in Skandinavien genutzt. Die Form wirkt aber auch für Formen wie ShivWorks & Co. völlig brauchbar - und das Ganze wirkt dann in Lederscheide mit Holzgriff halt wie ein nettes gemütliches Finnenmesser :)


    Guckst Du: http://www.knife-heaven-shop.c…ath/31_72/products_id/253

    In der Art des kleinen Kris hat Rich ja schon auf seiner HP Modelle vorgestellt, allerdings mit schmalerer Klinge. Gerade die breitere Klinge des neuen kleinen Kris gefällt mir sehr.
    Ein Hammerteil ist aber der große Kris mit 9-10 Zoll Klingenlänge.
    Gut, die "Sheeple-Verträglichkeit" dürfte etwa der einer Horde plündernder Kosaken entsprechen - aber was für ein schönes Ding das ist!!!


    Wie bei Entwürfen von Americankami und Lacy Szabo macht es mir immer wieder Freude, mir Sachen von Rich Derespina anzuschauen: Mutige, kreative und dabei doch funktional sehr durchdachte Entwürfe, oft abseits vom Mainstream. Aber das Mod. 10 von Rich und auch das Kuku Hanuman (wenn die Italiener den Griff nicht verhunzt hätten) sind z.B. Höhepunkte bei den (Groß-)Serien-Karambits.

    Wenn ich das jetzt richtig zusammenfasse, geht es um gute Korrosionsbeständigkeit und gute Schnitthaltigkeit.
    Beschichtungen scheiden NICHT hundertprozentig aus, zumindest "lebensmittelechte".
    Der Preisrahmen liegt bei 200-250 Euro, die Scheide soll aus Kydex sein.


    Für den Kurs bekommst Du bei BS aus kugelgestrahltem oder beschichtetem D2 in 5,4 mm etwas GENAU nach Deinen Vorstellungen zu Klingengröße und -form, Griffgestaltung usw.


    Durch das Kugelstrahlen verdichtet sich die Oberfläche, das reduziert die Korrosionsanfälligkeit bedeutend. Aber mit einer Beschichtung reduziert sich die Frage faktisch eh nur auf die Schneidphase. Aus D2 werden mittlerweile haufenweise Messer für Outdooranwendungen hergestellt, von diversen Fightern von KA-BAR, dem israelischen Armee-Fighter Dustar Arad über Hauer wie das Kershaw Outcast bis zum Tracker WSK von Schanz. Entgegen der in der wie ein Glaubenskrieg geführten "großen D2-Diskussion" oft gehörten Meinung zerscherben diese Messer NICHT mit der Leichtigkeit, mit der Autos in amerikanischen Filmen explodieren, die vielgescholtenen "großen Karbide" geben der Klinge auch NICHT das Aussehen eines Laubsägeblattes. Eine mehr als 5 mm starke Klinge von 10 cm Länge wird durch normalen Gebrauch nicht brechen.


    Custom-Fertigung hätte auch den Vorteil, daß Du neben einer "Punktlandung" bei der Messergestaltung auch die Scheide(n) so bauen lassen könntest, wie es für Deine Anwendungen perfekt ist, z.B. mit einer schlanken Scheide für das EDC-Tragen und einer Scheide für das Anlaschen an die Schwimmweste oder die Ausrüstung...


    Falls das Shrapnel aber noch nicht "aus dem Rennen" ist und Du große Hände hast - kein Problem: in der OG-Version ohne oberen Guard hast Du die gleiche Handlingsicherheit, kannst aber etwas weiter vorgreifen. Meine Kollegen haben das Messer wie ich mit im Einsatz - zum Teil bei Handschuhgrößen jenseits der 10...

    Tolle Lösung!
    Läßt sich sicher tragen - aber bedarfsweise ohne Gehampel auch ohne Gürtelöffnung wieder abnehmen.


    Super-Idee, Gratulation!!

    Bemerkenswert finde ich übrigens, daß Rafaeli - zumindest nach eigener Angabe - diesen Entwurf ziemlich selbständig aus den Bedürfnissen seines Stils heraus entwickelt hat und sich hinterher sehr deutliche Parallelen zum REKAT Hobbit Warrior zeigten. Die Sinusform eines Messers wurde ja auch nicht mit dem Echanis Warrior (der dann von Al Mar und REKAT gebaut wurde) erfunden, sondern nur in einer bestimmten Ausprägung aufgegriffen. Viele Persian Fighter, Scimitar Fighter usw. sind ja ebenfalls ganz unabhängig davon so gestaltet.
    Ich will also Rafaelis Statement gar nicht in Zweifel ziehen. Bei meiner eigenen Befassung mit dem Raptor OR habe ich während und nach dem Entwicklungsprozeß ja auch viele Übereinstimmungen mit Designs von Matsuda, Schanz, SwissBianco usw. gefunden - wir haben aber alle eigene Entwicklungsarbeit aufgewandt und - in der Vielzahl der existierenden Modelle - bei einigen Modellen relativ ähnliche Lösungen gefunden.


    Ich selbst habe mich übrigens mit dieser Form auch auseinandergesetzt und bin froh, daß durch diesen Thread die Chronologie der Entstehung der Entwürfe ein wenig dokumentiert wird.


    Für verdecktes Tragen ist das neue Spyderco sicherlich praktischer als der große originale Warrior - es hat aber nicht dessen "Zauber" und Eleganz. Es sieht - nach meinem persönlichen Geschmack - sehr praktisch und ziemlich häßlich aus. Gespannt bin ich auch auf den Preis - leider läßt Spyderco sich seine Fixed ja, zumindest auf dem deutschen Markt, recht üppig bezahlen...