Beiträge von Micha M.

    Ich hab in Eberhards Thread schon mal meinen Eindruck geschildert. Die Umsetzung von Spyderco spricht mich auch nicht wirklich an, obwohl ich mich mit der Frage eines Fighters in "Sinusform" ziemlich intensiv beschäftigt habe. Ich hatte selbst mal einen Warrior, vor allem aber habe ich Forumskollegen Frank auch bei seinem "German Warrior" BS-GW One ein wenig beraten dürfen.


    Das Spyderco wirkt im Vergleich irgendwie "unorganisch", man hat nicht wirklich das Gefühl, hier ein Messer "aus einem Guss" vorzufinden...


    Ich möchte mir in funktionaler Hinsicht kein Urteil anmaßen, bevor ich das neue Spyderco in der Hand hatte - allein der optische Eindruck ist nicht optimal...

    Die Scheide ist für offenes Tragen gemacht, daher ja auch der Ziehschutz.
    Die Materialwahl gestattet natürlich auch einen derart attraktiven Preis. Ich hab ein Buck-Strider ML aus 420 HC, das Ding läßt sich mordsscharf bekommen, gut nachschärfen und wird auch nicht nach dem ersten Apfel stumpf :)
    Ich finde das Modell interessant, wenn ich nicht mittlerweile ein Green Beret 5.5 hätte, würde ich das Gerber ernsthaft in Betracht ziehen. Diese Griffe nach Harsey-Design sind echte Handschmeichler und auch funktional sehr gelungen.

    Waren Dir Messer und Koppo-Sticks nicht schon als Hobby teuer und gefährlich genug - muß es denn jetzt gleich ein Enkelkind sein??
    Das wird Dich bei der ersten gemeinsamen Runde auf dem Abenteuer-Spielplatz mehr fertigmachen als ein Seminar bei Michael R., Kinder können auch viel lauter und länger brüllen als jeder Irritations-Sprengkörper von SE-Einheiten, und Deine Wohnung wird sie besser verwüsten als ein Volltreffer aus einem Granatwerfer.
    Und vermutlich wird sie Dir mehr Freude machen als jeder Zachel :)


    ...übrigens: Kann mir schon vorstellen, wie das Kind mit der Junior-Titanschaufel freche Sandburgzerstörer elegant aus der Buddelkiste fegt und mit allerliebsten Augenaufschlag sagt: Das hat mir Oppa gezeigt :)


    Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für Euch!!

    Relaxed klingst Du nicht gerade. Ich habe auch nichts unterstellt, sondern bedauert, daß der entsprechende Eindruck aufkommen könnte. Den Informationsfluß bezeichnest Du in dieser Sache ja selbst als zeitlich ungünstig, diesen Eindruck teile ich. In eine Entscheidung über eine TF-Sonderedition sollte die TF-Leitung eingebunden sein, das sehe ich auch weiterhin so. Du nicht?
    Das ist keine Grundsatzdiskussion, mein Posting bezieht sich ausschließlich auf den Infofluß und den Zeitpunkt und die Umstände des Angebots einer Sonderedition des Modells, um das es von Anfang an in diesem Thread ging.

    Gemach, Leute!


    Das Messer gefällt mir persönlich sehr gut - mein Eindruck von den Abläufen und der "Informationspolitik" zum Modell ist jedoch nicht gleichermaßen ungetrübt.
    Die Infos, die Mildotmaster als Ausgangspunkt dieses Threads hatte, waren ja keine "geheime Kommandosache", sondern schon im Netz frei verfügbar. Als wir dann unter uns die interessanten Infos durch eigene Recherchen ermittelt hatten, wurde eine "Produktinformation" nachgelegt - Infoaustausch des Herstellers mit den Mitgliedern "auf Augenhöhe" im Forum ist für mich da schon etwas anderes. Von Verschwiegenheitspflichten kann zu diesem Zeitpunkt keine Rede mehr sein, die Infos waren von OA da schon frei ins Netz gestellt...
    Als dann Interesse im Forum erkannt wurde, wurde dann die Idee mit dem Forumsmodell nachgelegt - nach der MOD-Reaktion doch offenbar ohne ausreichende Abstimmung mit dem TF. Auf DIESE Art sollte man so etwas nicht ins Forum einführen, wenn man nicht den Eindruck erwecken will, einfach schnell nur noch Kaufinteresse "abzugreifen".
    Okay, professionelles Engagement im Forum ist - ganz nüchtern gesehen - natürlich immer auch eine Sache des Broterwerbs. Es wäre aber schade, wenn der Eindruck aufkäme, das TF werde hier AUSSCHLIESSLICH als Plattform für die Vermarktung genützt.
    Das würde dem Ruf des Herstellers, vor allem aber auch dem Engagement der regelmäßigen Unterforums-Teilnehmer, nicht gerecht.
    Daß sich die bisherigen Besteller aus dem TF ein wenig "gefoppt" fühlen (...um nichts anderes zu schreiben...), kann ich nachvollziehen, da wäre ein anderes Timing wirklich wünschenswert gewesen.


    Daher bedauere ich persönlich das Timing in dieser Sache und finde es nicht nur legitim, sondern notwendig, wenn die TF-Leitung hier erst mal ein wenig Ordnung hineinbringen möchte. Wir als Mitglieder sollten das respektieren und nicht durch vorschnelles weiteres Festlegen noch mehr Drive hineinbringen, ggf. in die falsche Richtung...

    Es war eine Freude, das so zu lesen!
    Gelassen, augenzwinkernd und so plastisch und mitten im Leben, daß man meint, die Hammerschläge hören, die Hitze spüren und den Duft der fertigen Klinge riechen zu können. Wer schon mal eine Feilenstahlklinge von Roman in Händen hatte, versteht mich :)
    Da schreibt ein Fachmann, aber ganz ohne die abgehobene und entmutigende Attitüde anderer Profi-Berichte, absichtlich aus der unvollkommenen, lernenden und erprobenden Perspektive erzählend.
    Toller Beitrag, vielen Dank dafür!

    Der Preis ist moderater, als ich befürchtet hatte.
    Bei den Abmessungen verstehe ich nun auch den Übergang von der Klinge zum Griff besser.
    Wirklich ein interessantes neues Messer!!


    Nachtrag: Zwischenzeitlich die Bilder gesehen, sind gleichzeitig aufgelaufen. Das bestätigt meine Auffassung vom Übergang (s.o.).
    Allerdings hätte ich eine Scheide schöner gefunden, die eine Lippe bis zur Griffschale ausbildet und nicht soviel von der Klingenwurzel sehen läßt. Ansonsten gefällt mir das praktische kleine Ding wirklich gut!

    Sehr interessante Lösung, diese Mulde zum hinteren Anlegen des Ringfingers. Das gibt trotz extrem kurzer Grifflänge Halt, Schutz vor dem Abrutschen nach vorn und gute Kraftübertragung. Sieht ungewohnt aus, hat aber wirklich was!


    Die Daumenrampe gefällt mir auch.


    Insgesamt ein schöner und interessanter Entwurf.

    Lass raten: Nicht gerade ein "Schnapp"...Sieht nicht schlecht aus, wirkt aber ein wenig klein für meinen Geschmack, nach der Relation zum TekLok...Den unteren Übergang von der Klinge vom Griff hätte ich mir etwas definierter gewünscht, die Rampe vielleicht ein wenig ansteigend, die Schalen ein wenig mehr gerundet. ICH hab ja wirklich meist Handschuhe beim Gebrauch an - aber die 90 v.H. privaten Anwender eher nicht, da kantet es dann vielleicht doch mal...
    Insgesamt aber ein interessanter Entwurf, bin auf Details gespannt!

    Ja, absolut nachvollziehbar. Würde bei gleicher Position die Trageweise mit Griff nach vorn und Schneide nach unten vorziehen: Da kannst Du direkt im Zurückziehen des Jacken-/Westensaums zufassen und mit noch weniger Platzbedarf nach vorn weg ziehen - außerdem wahlweise auch cross mit der anderen Hand ziehen, falls man Dir die Rechte festlegt. Ist es GANZ eilig und das Ziel schon SEHR nah, ist reverse mit Schneide nach außen doch gar nicht schlecht, hat es mehr Zeit, ist das kurze Messer bedarfsweise entweder schnell gedreht oder von Anfang an mit einwärts gedrehtem Handrücken auch forward gezogen....

    Sehr gelungenes Projekt!


    Ist das eine obere Fehlschärfe oder partielle Rückenschneide? So oder so ist die Spitzenform aber mit Sicherheit sehr penetrationsstark, die Winkel sind optimal dafür, die Stabilität paßt auch.
    Durch die tiefe Zeigefingermulde und den hinten nach unten abfallenden Griff ergibt sich auch eine mir sehr zusagende Griffposition, die zudem sehr sicher ist.
    Der Bereich voller Rückenstärke funktioniert bei dieser Form sicher auch bestens als Daumenauflage - für mich selbst hätte ich das vermutlich geriffelt, wegen des Anstiegs nach vorn funktioniert es sicher aber auch so...
    Ich mag es eigentlich eine Nummer größer und würde eine Version mit 18-19 cm für mich selbst vorziehen, sehe aber bei dem kompakten Messer ausgezeichnete EDC-Tragemöglichkeiten.
    Bei der zweiten Scheide gefällt mir übrigens deutlich besser, daß man nun voll in die Fingermulde schon beim Ergreifen des Messers fassen kann, so erübrigt sich ein Nachfassen, und man hat das Messer von Beginn an sicher in der Hand.

    It is a pleasure to see it - even for me (...and it would be my duty to seize them in case of importing to or carrying in Germany :) ).
    But there's no reasonable doubt that it is only SHOWN here (which is absolutely legal, even in Germany...) and only offered to destinations where possessing and carrying is allowed.
    I really like it - especially the oval diameter of the handle, which produces a safe grip and avoids to "pry" the handle around in the hand.

    Mich interessiert das Video, die Frage gewinkelter Griffe gehört ja sozusagen zu meinen Lieblingsthemen. In der Konzeption zu den Raptoren und zur OR-Reihe von Martin von BS habe ich ne Menge dazu geschrieben, Szabo gehört zu den dort zitierten Messermachern.


    Ich muß aber gestehen, daß ich aus der Überschrift auch nicht schlau geworden bin.
    Schon ETWAS mehr Struktur hätte es da gebracht, z.B.:
    Vergleichsvideo Strider-Szabo UUK / American Kami


    Du wirst das Video doch nicht verlinkt haben, ohne es Dir vorher anzusehen. Dein Eindruck und Deine Meinung dazu wäre schon interessant gewesen, wir sind doch hier, um uns auszutauschen.


    In diesem Sinn versteh ich auch - zumindest anfangs - die Hinweise der anderen Interessenfreunde.


    Also zurück zur Sache und weg von Gezänk - gerade weil wir hier NICHT "blau" sind :)
    Und keiner der Mods das auch nur ansatzweise will, und alle versuchen, lieber zu überzeugen als zu bestimmen, und, und....


    Wals hältst Du denn selbst von dem Video, ziehst Du ein Modell vor, welcher Unterschied ist es ggf.konkret, der Dich so entscheiden läßt?

    War auch mehr rhetorisch, Günni :)


    Wir haben ja schon mal darüber diskutiert - war auch eher als "Auffrischung" und vor allem für die vielen neuen Mitglieder gedacht. Wir sind ja kräftig gewachsen in der letzten Zeit!!


    Hier in D mag das noch alles "gesittet" abgehen. Ich denk da vor allem an einige andere Länder mit ungemütlicheren Abläufen. Ich kann mich da an eine nette Situation mit zwei ANGEMELDETEN Messern in AUFGEGEBENEM Gepäck erinnern, die mir schon völlig reichte.....

    Mr. Freeze: Das ist nicht wirklich eine gute Idee. An anderer Stelle haben wir hier schon mal festgestellt, daß es eher töricht ist, mit so etwas an öffentlichen Sicherheitsbereichen (Flughäfen, Gerichte usw.) aufzulaufen.


    Das BKA hat zum CS Kunststoff-Dagger zwar klargestellt, daß er KEIN Messer ist (weil er nicht schneidet), sehr wohl aber eine Hieb- und Stoßwaffe. Das heißt, Du versuchst - sozusagen besonders heimtückisch, da Du ja eine Materialgestaltung gewählt hast, die Auffinden verhindern soll - eine Waffe in einen Sicherheitsbereich zu verbringen.


    Natürlich können wir jetzt noch seitenlang diskutieren, ob so ein Plastikmesser vielleicht ganz versehentlich mitgenommen wurde und man es nur aus dem Grund gewählt hat, weil es so schön leicht und billig ist. Vor Gericht und auf hoher See ist man ja in Gottes Hand...


    Was ich aber ziemlich genau voraussagen kann, ist der gesamte weitere Ablauf der Kontrolle: Im Airport wird man Dich anschließend im Sicherheitsbereich SORGFÄLTIG durchsuchen, außerdem Dein Handgepäck so genau prüfen, daß man es Dir sozusagen durch ein Teesieb zurückgeben könnte, Dein aufgegebenes Gepäck wird aus dem Flieger geholt, scheißegal wieviel das kostet. Dann fliegt man los, in den meisten Ländern vermutlich ohne Dich, und in manchen kannst Du froh sein, wenn Du nur DIESEN Flieger verpaßt. Die Airline wird Dir auch nicht Dein Ticket vergüten, bei besonderer Kulanz verrechnen sie das aber vielleicht mit den Zigtausenden Ocken, die sie von Dir als Schadenersatz für die Verspätung einklagen....


    Erwische ICH jemanden mit so einem Plastikding - ich hab übrigens auch so etwas...- darf er sich meiner besonderen Sorgfalt bei Durchsuchung, Bewachung, Transport usw. gewiß sein....

    Schöne Arbeit , Dirk!


    Bin ja ein Freund beschichteter Klingen und finde es schade, daß Guncoat zugunsten von Pulverbeschichtungen so in den Hintergrund gerückt ist. Ist zwar - Fred "Zingzong 2005" hat ja auch schon mal darüber berichtet - beim Verarbeiten wohl ne ziemliche Sauerei, bringt aber ein Ergbnis von Färbung und Glätte, das man oft mit Epoxy-Pulverbeschichtungen nicht hinbekommt.


    Das Motiv hat was :)

    Noch mal ein Vergleich zur Preisbildung: Bei dem Kurs wäre auch locker ein geschmiedetes Randall 3-7 oder 1-7 drin mit zusätzlichen maßgefertigten Beimessern, z.B. von BS, und einer individuellen Custom-Lederscheibe von Kleinhuber.
    Ein geschmiedetes Big Chief von Andrew Jordan liegt preislich nur knapp drüber.
    Eine Unzahl von Custom-Messern, handgeschmiedet oder aus hochwertigen Klingenmaterialien, liegt preislich in einem Bereich, der das Beistellen von Beimessern und einer hochwertigen Custom-Scheide locker ermöglicht.
    Bei diesem Preis kommen auch noch all die Full-Tang-Modelle dazu, deren "tactical" wirkende Standard-Schalen man für Preise um 100 Euro gegen welche in dezenterem Look austauschen lassen könnte.
    Das heißt, das Messer konkurriert gegen den überwiegenden Teil des Custom-Bereichs (bis auf höchstpreisige Custom-Sammlermesser) sowie gegen den gesamten Production-Bereich (der dann auch noch custommäßig umgerüstet werden könnte).
    Da dürfte dann schon ne ganze Portion Abgeklärtheit und praktischer Orientierung dazugehören, den 1000-Euro-Sinnspruchträger im "Schweiß" der Wildsau zu versenken und ihr damit das Schloß aufzubrechen :) Den Großteil solcher Messer seh ich dann schon in 10 Jahren irgendwo auftauchen "Ungetragen, unbenutzt, SELBSTVERSTÄNDLICH nichts damit geschnitten" Schade....