Beiträge von Micha M.

    Unverständlich.


    Von jemandem, der sich als Messerkenner präsentiert, die gleiche verquere "Logik", die Gefährlichkeit an Details der technischen Gestaltung eher festmachen zu wollen als an der Böswilligkeit, Delinquenz, Menschenverachtung und Rücksichtslosigkeit der jeweiligen Anwender...


    Ich muß Dich enttäuschen, die meisten Straftaten werden mit Zacheln begangen, die NICHT als besonders böse-böse Kampfmesser entworfen sind. Geht also offenbar bestens!


    Verquerer erzieherischer Ansatz - GENAU so denken sicher Herr Körting und Co....


    "Zu welchem Zweck nimmt man SO EIN fürchterliches Mordwerkzeug denn mit??" Ja, ja, hat uns schon mal einer mit nem PRT VIII vor der Nase rumgehampelt, der sowas in der Art auch die Leute aus dem Innenausschuß gefragt hat.


    Zu welchem Zweck? DAS IST MEINE SACHE, solange ich damit keine Scheiße anstelle - und die kann ich mit jedem bescheuerten Billig-Zachel ebenso anstellen.


    Pädagogischer Wille? Jau, im Sinne von Frau Fograscher, die ja gelernte Handarbeitslehrerin war, bevor sie ihre Qualifikation als Waffenexpertin entdeckte und jetzt mit der technisch und psychologisch völlig nachvollziehbaren Logik handelt, daß einer, der bereit ist, eine als Verbrecher strafbewehrte Gewalttat zu begehen, sich davon abhalten ließe, weil er sonst einen OWi-Tatbestand begehen müßte....


    Es geht nicht darum, jemandem den Zugang zu einem Werkzeug zu verwehren, mit dem man einem Menschen durch Schneiden und Stechen schlimme Verletzungen beibringen kann - es geht darum, auf die Menschen einzuwirken, dies eben nicht in sozialschädlicher und krimineller Weise zu tun. "Deine Zielgruppe" wird sonst für ihre Scheiße sicher etwas ähnlich Wirksames finden, falls Du meinst, daß es dabei eben auch für Renommieren mit teuren Statussymbolen ankommt, kaufen sie ja stattdessen vielleicht den hübschen Spyderco-Folder, den Du vor kurzem in den höchsten Tönen gelobt hast (...höhö, erinnert mich ein wenig an Al Capone...). Schien aber Deinem ästhetischen Feingefühl eher zu entsprechen, also nicht verbieten.


    Es gibt übrigens "100prozentige SV-Systeme" für herkömmliche einschneidige Messer mit der Klinge auf der "richtigen" Seite.


    Für mich klingt das, als hättest Du mal was von ShivWorks aufgeschnappt, das sei Dir nicht geheuer gewesen, und Du hättest von anderen Varianten konsequenten SV-Messereinsatzes halt nicht soviel Ahnung. Also eben diese unheimlichen Messerschwinger verteufeln, die können ja nur böse sein, wenn sie den Zachel falschrum halten....


    Für mich Aussagen auf Stammtischniveau - nur diesmal eben Lehrerstammtisch oder Feierabendkamillentee der Uni-Männer-Selbsterfahrungsgruppe......

    Mein M16 hat bislang auch alles mitgemacht.


    Nun ist Schlagholzeinsatz nicht unbedingt etwas, das man mit einem Folder machen sollte.
    Allerdings gibt es welche, die das klag- und schadlos mitmachen.


    Ich hab für Bastian "Xpedition" ja mal ein Timberline getestet, das das locker weggesteckt hat....

    Hatte es schon verstanden, Howie, war nur zur Klarstellung.


    Hatte bei Matthias das Minibeil in der Hand - in der Gewichtsklasse ist das DER Bringer, finde ich.
    Da kommt jedenfalls - und das wäre ja dann gewichtsmäßig vergleichbar - das CS Vietnam Hawk nicht mit.


    Und ein schwereres Beil bzw. schwereres Hawk bringt ja dann doch wieder zusätzliche 400g in die Gewichtsbilanz...

    Mike, ich meine das Forumsmitglied. Der sitzt allerdings in seiner Heide-Prärie und schießt hin und wieder auch mal ein paar spitze Pfeile hinter seiner Ginster- und Erikatarnung ab wie der Indianer gleichen Namens (...was sollte ausgerechnet ich mich aufkröppen über jemanden, der auch mal ne kontroverse Diskussion führt...). Zumindest hab ich da aber nicht das Gefühl, daß der Echt-Name des Indianers stimmen könnte (der übersetzt "Der, welcher gähnt" heißt). Zum Gähnen fand ich ihn jedenfalls bisher nicht :)
    Nun kann ich nicht ganz ausschließen, daß ihm manch einer gern nach hitziger Diskussion ein Rudel als Heidschnucken getarnter Seals zu seiner Heideburg auf den Hals hetzen würde - sehe aber zumindest kleine graduelle Unterschiede zu Osama....(Außerdem bin doch ICH der Onkel mit dem Bart :)).

    Nic-O, ich hab schon Spalttests mit Hawks im Direktvergleich mit zehnzölligen Haumessern gemacht - da kann ein Hawk nicht mithalten und ist dabei viel schwieriger zu bedienen, weil man wegen der kürzeren Schneide viel genauer treffen muß.


    Meine Hawks kommen in der Spaltleistung z.B. an ein Beil von Mirko Günther nicht annähernd heran, wie Kumpel "Geronimo" z.B. eines besitzt...

    Gar kein Problem, Mike - und ich seh das übrigens wie Du, daß wir hier jetzt nicht eine Diskussion darüber anfangen sollten, ob das jetzt ein 42a-Zweck ist oder vielleicht doch unter diesem oder jenem gebildet-spitzfindig herausgesuchten Grund keiner sein könnte. Das hatten wir zu oft, und ich würde es ebenso gern abwenden wie Du :buds:


    Und natürlich auch richtig: Das ist eine unendliche Diskussion, wie ich ja auch schon in meinem ersten Post angemerkt habe. Da können wir alle eh nicht mehr tun, als unsere jeweils persönliche Meinung und Vorliebe vorzubringen und möglichst schlüssig zu begründen
    :hi5:

    Mike, ich seh das rechtlich wie Du - vergesse aber auch nicht, daß nicht jeder Messerträger so selbstverständlich mit rechtlichen Hintergründen umgeht.
    Daher finde ich es einfach fair, auch darauf hinzuweisen, daß man sich zumindest auf eine ggf. notwendige "Erklärung", sozusagen die "Rechtfertigung" des Vorliegens eines solchen Zwecks, einstellen muß.
    Ich kann mir nämlich durchaus vorstellen, daß es auch übereifrige Ordnungshüter gibt, die das zumindest erst mal und bis zum Erhalt einer schlüssigen Erklärung anders sehen.....


    Das mit dem "Beil mitnehmen" bei geplanten Touren ist ja okay, aber Du weißt auch, daß es Leute gibt, die mit jedem Gramm kalkulieren und schon unter diesem Aspekt darauf verzichten würden, 700 g für ein Beil vermeidbar auf eine Langstreckentour mitzunehmen, wenn sie mit leichten Leistungseinbußen diesen Einsatzbereich auch mit bereits anderweitig mitgeführtem Werkzeug erledigen können.
    Ich sag nicht, daß das der Weisheit letzter Schluß sein muß und trage selbst auch ein gutes Pfund Zehnzöller :), aber es ist eben eine durchaus legitime Einstellung....

    Daß sich TwoZero nicht sofort ein Gränsfors Bruks kauft, habe ich so verstanden, daß er den Rat mit der "Orientierungsphase" eben erst mal umsetzen will.


    Allerdings halte ich ein Opinel plus Mora plus Glock plus Beil selbst unter meinem Blickwinkel für "overdressed".


    Beil plus scharfes Messer, das sehe ich wie Seal.
    Zuerst einmal würde ich das Opinel weglassen, wenn ein Mora mitkommt, weil mir wirklich NICHTS einfällt, was man NUR mit dem kleineren der beiden dann machen könnte.


    WAS man mit einem leichten, sehr schneidfreudigen Messer auch Belastendes alles anstellen kann, kann man sich z.B. HIER mal anschauen: Lindblom 5000 und 5100 - viel Messer für wenig Geld


    Dabei würde ich bei Mora entweder dieses hier vorschlagen:
    http://www.hkgt.de/shop/messer…raft-force-mora-2010.html
    (Bushcraft Force 2010 mit stärkerer Spitze)


    oder den Klassiker Mora 860
    http://www.hkgt.de/shop/messer…ser-companion-mg-in2.html


    Und ganz ehrlich...selbst wenn man sich später anders entscheidet, ist das dann nicht rausgeschmissenes Geld für einen Billigkauf. Das sind auf jeden Fall praktische Messer für kleines Geld, auch gut als "strategisch deponiertes" Messer im Auto, in der Angeltasche oder sonstwo. Und wer von uns hätte denn wirklch nur EIN Messer? :)


    Diesem Messer würde ich dann in der "Orientierungsphase" aber immer auch schon auch Schlagholzbelastung zumuten, um auch hier schon, innerhalb der Option "kleineres Messer / Axt" herauszufinden, ob man beim gegebenen Anforderungsprofil die Axt dann noch wirklich braucht. Drischt man nicht gerade drauf wie ein Berserker, wird so ein Mora das aushalten!


    In dieser Zweierkombi würde ich nicht auch noch das Glock mitnehmen.


    Das käme für mich allenfalls für das Ausprobieren einer zweiten Option in Betracht: "Größeres Messer plus SAK/Opinel" Da könnte man dann herausfinden, ob man auf die Axt nicht zumindest bei Einsatz eines hackfreudigeren und hebelbelastbareren Messers verzichten kann.


    Dabei bleibt aber 42a WaffG zu beachten!
    Das muß aber nicht unbedingt ein Glock sein, trotz Nehberg :), stimme Seal auch darin zu, daß es auch ein anderes preisgünstiges Messer sein kann.
    Auch hier halte ich das langfristig nicht für "doppelt rausgeschmissenes Geld" bei einem Kauf in dieser Größenordnung.


    Ist ohnehin ein Mora im Bestand, wäre eine erwägenswerte Kombination zum Ausprobieren übrigens auch diese: Mora plus Ontario Zwölfzoll-Machete, auch hier wieder unter dem Hinweis auf 42a WaffG....


    Anfangen würde ich aber auf jeden Fall mit einer Option mit einem Mora oder einem anderen Messer vergleichbarer Größe, das gut schneiden sollte. Viele dieser Messer sind überraschend belastbar - und im geschilderten Anforderungsprofil geht es ja nicht um's Blockhausbauen.
    Sollte TwoZero herausfinden, schon allein mit solch einem Messer alles Anfallende erledigen zu können, wäre das für die Gewichtsbilanz doch optimal.

    TwoZero, genau DIESE Diskussion ist sozusagen DER Klassiker unter den Diskussionen über Ausrüstungszusammenstellung, eine schier "unendliche Geschichte" - was Du aber nicht wissen mußt und wofür Du noch weniger etwas kannst :)


    Und die Diskussion hat entweder ganz viele Ergebnisse oder keins, das ist Ansichtssache.


    Es ist eine Vielzahl von Leuten unterwegs, bekannte und höchst erfahrene wirkliche Outdoor-Fachleute, die Dir jeweils IHRE Lösung vorstellen können, und das auch schlüssig - und die selbst über viele Jahre mit jeweils dieser Lösung sehr gut klargekommen sind, auch wenn sie ganz verschieden von der jeweiligen ihrer Kollegen war. Du wirst Meinungen hören, Lösungen für andere - aber nicht zwangsläufig DIE Lösung für DICH.


    Lassen wir einmal ganz unbeachtet, daß es natürlich auch wirklich auf die Details der "Auftragslage" ankommt, die Notwendigkeit größerer Bau- und Zurichtearbeiten, Umfang und Länge von Touren, Mitführmöglichkeiten von Material usw. Schauen wir nur mal kurz auf die Bandbreite der grundsätzlichen Lösungen:


    Da wirst Du Vertreter finden, die Dir schlüssig belegen können, daß man in unseren Outdoor-Breiten alle normalen Jobs auch mit einem 12cm-Messer und einem Schlagholz erledigen kann.
    Dann wirst Du Leute wie z.B. unseren seit Jahrzehnten erfahrenen Kumpel Tony Lennartz finden, dessen ganze Outdoor-Erfahrung in ein relativ normal gewichtetes Messer mit etwa 18 cm Klingenlänge eingeflossen ist und der ebenfalls mit diesem Messer plus ggf. Schlagholz bislang überall durchgekommen ist.
    Andere Experten wie z.B Tom Brown setzen ebenfalls auf die Messer-Lösung, kombinieren ein großes oder mittelgroßes Messer und ein kleines und setzen beim Hacken weniger auf das Schlagholz, sondern mehr auf Freihandhacken - Tom Brown hat ein mittelgroßes Messer mit hoher Vorderlast entworfen, das er wiederum ebenfalls als Outdoor-Allrounder bewirbt.
    In eine ähnliche Richtung tendieren Anhänger anderer vorderlastiger Messerformen wie insbesondere Kukri, Golok usw.
    Im letzten Jahr, kurz vor seinem Tod, hat dem Messermarkt schließlich noch eine andere Outdoor-Ikone, Ron Hood, einen Zehnzöller präsentiert - auch der natürlich als Axt-Alternative geplant und eingesetzt.


    Andererseits gibt es auch genug erfahrene Outdoorer, die auf die Kombi Axt-Messer nicht verzichten möchten. Die Messer, die sich dann in dieser Kombi bewähren und seit Jahren ansteigend beworben und abgesetzt werden, sind eben die so bezeichneten "Bushcrafter", meist mit 10-12 cm Klingenlänge und nicht allzu starken Klingen.


    Ich hätte nun nicht die Stirn, irgendeinem der Genannten (und vielen Ungenannten, die oft Jahre draußen zugebracht haben und mir an praktischer Anwendungserfahrung im Outdoor-Bereich Längen voraus sind) zu kommen und ihm zu sagen: Bääätsch, das und das hast Du aber nicht bedacht, das ist aber so und so viel besser. Interessenmäßig komme ich selbst aus einer anderen "Fraktion" der Messerfreunde - in der es von kleinen bösen zweizölligen blitzschnellen Klingen bis hin zu wuchtigen Zwölfzöllern "Lieblingsmesser" verschiedener Meister gibt, die jeweils mit ihnen schlüssig umgehen.....


    Dir wird kaum etwas anderes übrig bleiben, als anfangs beide Alternativen zu erproben - und ganz pragmatisch dann das auszubauen, das anzuwenden DIR leichter fällt. Das muß ja keine teure Experimentierzeit werden, für diese eigene Erfahrung taugen in beiden Bereichen - Axt und Messer- anfangs ebenso gut auch preisgünstige Exemplare, die man später ohnehin auch für andere Aufgaben oder als "Reservebestand" ja auch weiter gebrauchen kann.


    Ein Zitat aus "meiner Fraktion": "Es ist nicht richtig, eine Waffe zu bevorzugen. Benutzt man sie über ihre Notwendigkeit, taugt sie so gut wie nichts. Nie ahme man andere im Gebrauch der Waffen nach, sondern wähle diejenigen, die zu handhaben einem leichtfällt." (Musashi).


    Nachsatz: Ich selbst komme mit einem großen Messer besser zurecht als mit einer Axt und zähle mich selbst daher zu der Gruppe "großes plus kleines Messer". Der Umgang fällt mir leichter, ich kann bei Ermüdung oder unter Belastung damit besser hantieren.

    Nein, nimm das weder krumm noch ZU ernst.
    Ich interessier mich seit fast 40 Jahren für "Eisenwaren" und hab alle Geduld mit Leuten, die erst einsteigen.
    Stell alle Fragen und lern Schritt für Schritt dazu, stimmt nämlich, auch genau dafür ist das TF gut und richtig.


    Und zeig eben auch ein wenig Eigeninitiative beim Infosammeln und schau auch mal auf die Herstellerseiten oder in frühere Beiträge, dann wird sich das mit "vermeidbaren" Fragen sicher in vernünftigen Maßen halten.


    Und den Spaß hätte ich mir auch mit alten Buddies wie Viga oder BFG in so ner Situation erlaubt :thumbup:

    Schau mal:


    http://www.crkt.com/M2102


    Da wirst Du finden, daß die M21er hohlgeschliffen sind.


    Aber schließlich hast Du das Messer doch auch vor Dir und kannst es durch einen genaueren Blick auch ganz leicht selbst herausfinden: Lege die Kante eine Schreibblattes an den Anschliff an. Liegt das von Beginn der oberen Anschliffkante bis unten zur Schneidfase genau plan auf, ohne Luft, ist der Schliff flach.
    Ist bis ganz unten zur eigentlichen Schneidkante kein Spalt, würde als die Schneidkante nicht vom Blatt sozusagen leicht wegweisen, ist der Anschliff flach "auf Null" oder "Scandi"
    Bleibt in der Mitte der Anschliffhöhe Luft, wenn das Blatt an der Anschliffkante und an der Fasenkante aufliegt, ist der Anschliff hohl.
    Und bleiben entweder oben oder unten oder oben und unten Luft, ist der Anschliff ballig.


    Oder anders gesagt: Wölbt sich Flanke des Messers leicht nach innen, ist der Anschliff hohl, wölbt sie sich gar nicht, ist er flach, wölbt sie sich leicht nach außen, ist er ballig.


    So schwer ist das doch nicht...


    Für die Schneidfase Deines M21 als Gebrauchsmesser taugt der Sharpmaker.



    Augenzwinkerndes P.S.: Wenn das Teil, das Du über den Sharpmaker ziehst, überhaupt nicht schärfer wird, Dir aber zunehmend die Hand schmerzt, solltest Du schauen, ob Du das Messer richtig herum in der Hand hast. Wird es nicht schärfer, die Hand tut aber auch nicht weh, versuchst Du gerade den Rücken zu schärfen.... ;)