Beiträge von Micha M.

    Na, da hast Du Dir wirklich ne tolle Forumskooperation "geschossen", Arne! Glückwunsch, das sieht klasse aus!


    Jetzt weiß ich auch, was "Vintage" heißt: wenn was so gemacht ist, daß es schon älter ausschaut als Du im Gesicht :)


    Wunderschöner Look, Kompliment an das Trio, das das gezaubert hat! :thumbup:

    Phantastische Diskussion hier :)


    Habe ein wenig den Überblick verloren und suche den zwangsläufig enthaltenen Post, daß das Jahresmesser unbedingt ne Zwanzigzollklinge mit Rotten-Flesh-Serrations zur Zombieabwehr haben und aus hochwertigem Amilinium mit Rockwellhärte 6 bis 7 gefertigt sein soll....


    Und den Post, daß viel besser als EIN Forumsmesser der Verkauf eines jeweiligen Konvoluts (...so etwa ein buntes Dutzend Zachel in bunter Mischung) wäre, sozusagen "TF Dirty Dozen", hochwertig gestaltet von Sanremo, Ayran und Wasp, mit hohem Inspirationswert für die gesamte Branche, deren Messer dann ja auch bald alle sehr an ihre fernöstlichen Vorbilder erinnern....Alternativ könnte auch nach Gewicht abgegeben werden, als "Supersonderangebots-Zachel zum Kilo-Kampfpreis"


    Außerdem kann ich einfach den Post nicht wiederfinden, in dem - wiederum unvermeidlich - gemutmaßt wird, das Projekt Jahresmesser werde sicherlich sowieso nicht nach dem Willen des TF vorangetrieben, sondern sei ferngelenkt von irgendwelchen Illuminaten, Aromaten, Kastraten.....ersatzweise auch Al Kaida, Al Bano oder Al dente......


    Als Beruhigung für die Verschwörungstheoretiker kann ich beisteuern, daß ich aus wohlunterrichteten Kreisen vernommen habe, daß Jahresmesser 2012 nun doch kein "Pulsmesser" werden kann. Die ansonsten sachunkundigen Mods aus der Projektleitung haben erfahren, daß das blöderweise ja doch kein Suicide-Tool ist (...und der interessante Messermacher aus Südamerika doch nicht Jim Jones in Guyana war, sondern Gustavo Cecchini aus Brasilien...), sondern so ein blödes elektronisches Gerät zum Herzschlagzählen......


    Auch die begeisterten Waffenrechtsdiskutanten beruhige ich gern: Auch die Überlegung, daß ein "Zeitmesser" Jahresmesser werden soll, ist vom Tisch. Eure feinsinnige Erkenntnis, daß die "Anzeigeklingen" sich ja für einen Gutteil ihres Laufs jeweils quer zum Handgelenkt befinden, hat die Projektleitung zur maximalen rechtlichen Sicherheit von dieser Überlegung Abstand nehmen lassen. Die Weiterleitung der in einer 600seitigen Denkschrift niedergelegten rechtlichen Betrachtung nach Wiesbaden hat allerdings angeblich dazu geführt, daß die arme Frau Wahl in schrilles Gelächter und Gekreisch ausgebrochen sein soll und ernsthaft ihre Auswanderung erwäge...

    Wäre für ein Sharpfinger.


    Hätte doch eine humoristische Note, mit Sonny Bargers 42a-konformem Lieblings-Tool ausgerechnet in der nicht ganz so guten Stube von Körting & Co. unterwegs zu sein und sich so nebenbei seine Gedanken über die Sinnfreiheit dieser putzigen Vorschrift zu machen :)


    Ganz davon abgesehen, ist der kleine Skinner ein taschentragbares wirklich nützliches kleines Allroundmesser für Schneidarbeiten. Neben der klassischen Ausführung von Schrade gibt es z.B. auch von Winchester ein Sharpfinger für ganz kleines Geld....

    Tja, ist vielleicht für manchen ne Überraschung, wenn statt Giftpfeilen auch mal Feuerschutz aus den Heidebüschen kommt :).....hat aber seine Berechtigung. Mangels "Chapeau" lüfte also auch ich das Piratentuch....


    b.mayhem: Das wäre schön und war auch mal für eine Zeit so, zumindest im Bezug auf mehr oder minder konstruktive Vorschläge. Wir haben hier ja mal bemerkenswerterweise Modellvarianten "locker" aus dem Forums-Brainstorming erarbeiten können.


    Es sind auch immer noch Leute "vom Fach" dabei, unbenommen, glücklicherweise.....Aber leider fühlen sich hier seit einiger Zeit - und da meine ich NICHT unseren Jäger und DIESEN Einzelfall,sondern eher Grundsätzliches - insbesondere DIE Mitglieder zu den lautesten, nachdrücklichsten und überzeugtesten Ratschlägen berufen, die gerade mal ein Messer mehr haben als der Fragesteller, und zwar häufig gerade mal drei Tage lang und sozusagen bisher nur "professionell" bespielt....


    Empörung? Könnte ich verstehen, klingt wirklich scheißarrogant - und ich habe durchaus lange überlegt, ob ich mich so äußern soll....Und ich habe selbst keineswegs die Zeit vergessen, in der ich - noch in der Schule oder gerade aus ihr "entsprungen" - wenig Erfahrung mit Messern hatte und keine Kohle, mir genug qualitativ überzeugende Anschauungs- und Lernstücke zuzulegen. Hoffentlich vergesse ich zeitlebens nicht, wie überzeugt ich von dem jeweils günstig erworbenen neuen Messer war....meine Offenheit für das, was ein Messer ganz unbeachtlich eines verwendeten "Superstahls", eines hippen Markennamens oder einer imagesteigernden Ansiedlung im Hype- und Hochpreissegment denn nun wirklich für mich tut, was ich damit anstellen kann, resultiert nicht zuletzt aus dieser Erinnerung an 20-Mark-Messer, mit denen ich jahrelang umgegangen bin....Und ich hab immer noch Low-Price-Messer in meinem Bestand, die mir seit vielen Jahren treue Dienste leisten, während ich nicht bereit bin, über bestimmte Preishürden zu springen, die mir bestimmte Nimbus-Marken erschließen würden...


    Aber trotzdem, leider, finde ich, daß einige forsche Neuzugänge auf die geschilderte Art das Niveau hier nicht gerade hochgezogen haben. Das manifestiert sich durchaus unterschiedlich:


    Da werden Sachen bevorzugt, weil sie "geil aussehen"....das lasse ich mir ja noch gefallen.....aber die Inkaufnahme, daß die entsprechenden Objekte der Begierde auch aus Dosenblech gedengelt sein könnten, wenn sie nur fetzig genug rüberkommen, scheißegal, ob man praktisch etwas damit anfangen könnte, nimmt MIR zunehmend die Lust, in bestimmte Diskussionen einzusteigen. Fachforum "geht anders"...


    Bei aller Offenheit für qualitativ ansprechende Low-Price-Messer (...ich hab tolle Moras, sehr preisgünstige CRKTs und sogar auch ein zugegeben ordentliches Sanremo 710...) mache ich mir auch Sorgen über unser Diskussionsniveau, wenn es hier zunehmend um Zachel geht, die zwar in einigen angesprochenen Fällen ausgelutschte Schrauben haben, Klingenspiel und sonstige Lässlichkeiten, die sich aber dadurch "auszeichnen", daß sie so wunderbar billig sind.....Geiz ist geil, auch hier....Was mir Sorgen macht, ist die schon häufig durchkommende Akzeptanz für dem Niedrigpreis geschuldete Abstriche......So haben uns die Produzenten im Lebensmittelbereich auch dazu bekommen, Analogkäse zu fressen, Formfleischschinken und angeblich naturidentische Aromen, die mit Natur soviel zu schaffen haben wie ich mit einem Zehnkämpfer....Und dann werden zur "Krönung" auch noch die Leute runtergemacht, die sich die "Narretei" leisten, sich trotzdem statt der 15 jährlichen Billig-Sensationen lieber dreimal jährlich was aus dem "viel zu teuren" Segment zu leisten....


    Unterm Strich: Im Grundsatz finden wir hier immer noch genug Leute vom Fach, okay, b.mayhem.....aber auch jede Menge anderer. Und daß sich Tony auf dieser Grundlage nicht mit JEDEM Vorschlag und Anwurf auseinandersetzen kann und muß, gestehe ich ihm zu....


    Nochmal zum Rahmengriff: Ausdrücklich NICHT als Vorbild, sondern als Beispiel: Waltan mit seiner umfassenden Erfahrung und Vergleichsmöglichkeit begrüßt ausdrücklich den Rahmengriff.....Ich hatte ja auch schon das eine oder andere Messer in der Hand, Leute wie der Heideindianer ebenso (ob in Jungfernurin oder türentauglich gehärtet...), wir ziehen die geschlossenen Griffe vor.


    Ist es jetzt insgesamt gut oder schlecht, das Modell so anzubieten. ICH will Waltan jedenfalls nicht bekehren (soo arrogant bin ich nun hoffentlich auch nicht...) - und wenn nun sozusagen beide Fraktionen von Eickhorn glücklich gemacht werden können, WAS kann dann noch gegen so ein Angebot sprechen?


    Ich möchte den Post nicht beenden, ohne mich andererseits bei vielen der frischen, neuen Leute für ihr Engagement zu bedanken, für frische Gedanken, für aufrichtiges Interesse. Wir haben hier junge Leute dabei, die einen hinsichtlich ihres Wissensstandes, ihrer Begeisterung und ihres Lerneifers einfach umhauen! Und ich hoffe, mit meiner oben geäußerten Skepsis und Kritik daher insgesamt nicht falsch verstanden zu werden....

    Die Dinger sind eher eine fast universelle Hilfe als ein Provisorium :)
    Ich hab u.a. einen Pack kleiner Kabelbinder immer in meiner Einsatztasche (...und ein paar vorgeschlaufte große....:) ), und das hat sich schon mehrmals bezahlt gemacht...Solche Schlaufen - ähnlich Paracord - eignen sich z.B. auch zu einem sehr scheidennahen Durchführen von Gürteln, Beinriemen usw.....so ist das z.B. auch bei mehreren Boot-Knives bei mir gelöst.....

    Ja, das geht auch, steht aber ein wenig weiter ab: Du führst das "klappbare Teil" mit dem Mittelsteg durch ein Webbing, die beiden Außenstege bleiben draußen. Dieses Teil hat ja zwei Längsschlitze, der Mittelteil müßte genau durch ein Webbing passen. Man muß dafür nur den verstellbaren Querriegel (Gürtelbreiteneinstellung) abmontieren. Oben dann wieder zuclippen, das hält schon sehr sicher. Nachteilig ist eben das Abstehen um eine komplette TekLok-Stärke plus Montageabstand TekLok-Messer....


    Dichter als mit den Kabelbindern (oder Paracord) wirst Du das Messer kaum auf das Panel bekommen...
    Bei einer breiteren einreihigen Scheide hätte man einen der Kabelbinder diagonal über die Scheide führen und auf der Seite ohne Löcher durch das Webbing schlaufen können, das zieht die Seite ohne Löcher auch dicht und sicher auf das Panel....

    Bei ner einteiligen, gefalteten Scheide mit EINER Reihe von Löchern hast Du mit nem Molle-Lock zuweilen das Problem, daß Du nur einen Streifen befestigen kannst, der dann unter einer Seite der Scheide sitzt. Ist die ein wenig breiter, kann sie auf der anderen Seite abklaffen und bietet einen Ansatz, um sich irgendwo zu verhaken...


    Ich befestige in solchen Fällen gern mit schmalen Kabelbindern oder mit Paracord. Beides kann man ebenfalls um die Scheide legen und diese dann links UND rechts fixieren...


    Alternative wäre ne Adapterplatte aus Kydex mit ZWEI Befestigungsreihen für ein MOLLE-LOCK

    Den Vorwurf mit dem erneuten "Aufguß" kann ich nicht nachvollziehen.


    Das GEK 2000 ist ausdrücklich als Fortentwicklung des GEK-Konzepts auf den Markt gebracht worden, und es konnte absolut nachvollzogen werden, daß entsprechend einige der Haupt-Gestaltungselemente in ähnlicher Gestaltung übernommen wurden.
    Dieses Konzept hat sich sehr gut bewährt, und aus der Schar der sehr zufriedenen GEK-Anwender hat sich dann ausdrücklich der Wunsch formiert, etwas ausgesprochen und beabsichtigt Ähnliches in einer Kompakt-/EDC-Version zur Verfügung zu bekommen. Darin eingestimmt haben die Anwender, denen das GEK eben ne Nummer zu groß war, die aber ansonsten von genau dieser Gestaltung so überzeugt waren, daß sie so etwas in der angesprochenen und bewährten Form bekommen wollten.


    Den ausdrücklichen Wunsch nach einem kompakten GEK mit einem Hawkbill mit zylindrischem Griff zu beantworten, hätte zwar von viel "künstlerischer Freiheit" gezeugt - aber keinen wirklich froh gemacht. In die Art der Anpassung des Modells in eine EDC-Form waren dabei die Anwender in bemerkenswerter Weise eingebunden.


    Der Griff wurde dabei nicht als sklavischer Abklatsch des Originals entworfen, sondern es wurden zwischenzeitliche Entwicklungserfahrungen aufgenommen und sorgfältig auch die anderen Gegebenheiten des Umgangs mit einem Messer mit weniger Schwungkraft usw. berücksichtigt.


    Auch die Griffkontur des GTK folgt ganz eigenen Überlegungen und der Berücksichtigung des Handlings nicht nur beim Werkzeugeinsatz, sondern auch in den Waffenanwendungen, die das GTK bedient.


    NATÜRLICH wurden dabei auch Erfahrungen berücksichtigt, die sich beim GEK ergeben und tausendfach bewährt haben, insbesondere eben hinsichtlich sozusagen allgemeiner Erwägungen zur Ergonomie von Messern oder Gestaltungsvorteilen, die sich bei dynamischer Anwendung auszahlen.


    Wenn ein Messerentwickler z.B. die Erkenntnis macht, daß eine in die Längsachse der Klinge "eingemittete" Spitze am besten gelenkt werden kann und am wenigstens bei Widerstand zum Abkippen des Messers führt, ist eine Verfolgung dieser Erkenntnis bei einem weiteren Kampfmesser doch kein "Aufkochen"....


    Mit wieviel Sorgfalt das GTK gestaltet wurde, in jedem Detail auf den Prüfstand gestellt und ohne behindernde Verhaftung an "traditionelle" Vorläufer, habe ich miterleben dürfen.


    Zum Rahmengriff: Tony ist von dieser Gestaltung voll überzeugt, er geht seit Jahrzehnten mit Messern mit dieser Gestaltung um, oft und umfangreich. Er bringt diese Erfahrung bei jeweils absolut eigenständig entwickelten Griffkonturen in verschiedene Entwürfe ein. Man kann das mögen, muß es aber nicht. Muß es vor allem deshalb wirklich nicht, weil es absolut positiverweise von einigen Modellen auch Bestellalternativen mit geschlossenem Griff gibt. Das finde ich klasse, es ist für die Serienmesserproduktion ein sehr positives Beispiel und führt zu einer Individualisierungsmöglichkeit ohne größere Aufpreise.....und damit gerade ja weg von DEM für alle Anwender in immer derselben Form angeblich idealen Messer.
    Ansonsten kann man natürlich auch hingehen und mäkeln "Ah, schon wieder dicke Hohlnieten und breite Querrillen, schon wiiiieeeeder so ein Sibert-Aufguß"......DA heißt es dann aber "Handschrift", und die Leute warten 3 Jahre auf ihr Original :)
    ICH mag den Rahmengriff eingestandenerweise nicht so sehr, komme - mehr subjektiv - mit dem geschlossenen Griff besser klar. Mein GEK-EDC und mein GTK haben geschlossene Griffe, ich hab aber nix dagegen, wenn Tony Anwendern auch hier die Möglichkeit gegeben hat, eine Gestaltung zu nutzen, die viele andere Anwender eben voll überzeugt hat.


    Wie man sich ein Messer wie den "Jagdmeister"...ääääähem, "Hunter" irgendwie als Aufguß des GEK vorstellen will, erschließt sich mir gänzlich nicht, außer daß langweiligerweise schon wieder vorn die Klinge und hinten der Griff ist......andererseits ist mir das lieber als umgekehrt, ausgesprochen lieber sogar......


    Das GBK nun liefert eine komplett neue Griffkontur. Ich würde begrüßen, wenn es - wie die zitierten anderen Modelle - auch wieder in einer geschlossenen Version ebenfalls verfügbar würde. Das Vermeiden eines Choil und das Einmitten der Spitze sind keine wiedergekäuten alten Ideen, sondern eben schlichtweg die Umsetzung von allgemeinen Überzeugungen davon, wie Gebrauchsmesser grundsätzlich beschaffen sein sollten.


    Liebhaber großer Choils sind da wohl besser auf Mitbewerber verwiesen, als daß man Tony abverlangen sollte, gegen seine Überzeugungen und Erfahrungen jetzt "endlich" auch mal sowas auf den Markt zu werfen, um Bandbreite zu zeigen....


    Für mich also insgesamt kein "endloses Aufkochen" - Orientierung am Vorläufermodell, wo dies ausdrücklich gewünscht wurde, dabei aber auch kein Verschließen vor sinnvollen Modifikationen; Entwicklung der Konturen jeweils vollauf abgestimmt am gewünschten neuen Modell und dessen Anwendungsbereich - und dabei Einbringen einiger Grundprinzipien von "anwendungspraktischen Gestaltungsdetails", von denen man eben grundsätzlich überzeugt ist.

    Nicht so streng, Wulfher :)


    Ich kenn durchaus auch Leute mit laaaanger Anwendungserfahrung, die dann - wenn nach einem halben Messerfreundeleben der Geldbeutel mitspielt und man "endlich" bereit ist, über entsprechende Preishürden zu springen - auch "fett" stolz auf ihre neuen Messer in .32 sind (...ist ja richtig viel mehr als .25...), und wir sie auch ehrlichen Herzens zu ihren breitschultrigen Neuerwerbungen beglückwünschen.


    Und trotz der angesprochenen klingengeometriebedingten Abstriche an Schneidleistung und der Anforderungen an Leidensfähigkeit beiim Tragen haben ja nicht wenige von uns ein Riesenvergnügen an RICHTIG dicken Klingen, ultrastabilen Messern usw....


    Aber ab einer gewissen Gestaltung geht es dabei eben - wenn man ehrlich ist - fast nur noch um nicht-rationale Gesichtspunkte, das pure Vergnügen an Masse und Stabilität. Unnetterweise könnte man bemerken, daß da vielleicht auch ein wenig der Gedanke von "Mein Prügel ist aber dicker als Deiner" mitspielt, wie bei anderen "Männerspielzeugen" vielleicht auch...:) (Wer meint, Frauen seien da besser, ist allerdings wohl ein charmanter Romantiker...).


    Unser Jäger hier ist ja mit dem Gedanken an fette Ultra-Stabilität nicht allein in der Szene.....Martin hat so das eine oder andere Messer in zehneinhalb mm auftragsweise gebaut, Jürgen hat diverse Beispiele in der Halbzollklasse hingelegt, zuweilen zeigt uns ein Messermachen, wie er "auf Friseurart" (....nur an den Seiten ein wenig wegnehmen...) aus nem 30er Rundstahl etwas erstaunlicherweise noch Schneidendes herauszaubert....


    Aber es ging hier ja nicht um Geschmacksdinge, darüber kann man sich schlecht austauschen, nach korrekt-römischer Überlieferung schon gar nicht streiten....Es ging hier um rationale Gesichtspunkte.
    Und da komme ich auf den Gedanken zurück, daß man sich vielleicht mal den Erl des Messers anschauen sollte, das BFG kürzlich von Roman bekommen hat, so ca. 10 mm Stärke, denke ich...
    Und dann sollte man sich eben überlegen, WAS es bringt, da noch mal ca. die Hälfte "draufzulegen"....außer noch mehr Gewicht.


    Wenn es UNBEDINGT so ein Monstertrumm werden soll, okay....dann müssen wir aber hier nicht Erfahrungen austauschen, das ist dann einfach nur Geschmacksache....
    Wenn es technisch-funktional Sinn machen soll, würde ich die Griffstärke auf max. 10 mm verschlanken und den Griff mehr ausräumen......


    Dann nur noch die Personalkennziffer eingravieren lassen....selbst wenn man unglücklicherweise Deine Überreste mal durch ein Goldgräbersieb vom Staub trennen muß, wird so ein Ding unbeschadet oben im Häufchen stecken und die Identifikation ermöglichen.....

    Man kann hier sicher über viele Details streiten...


    Aber wer wäre ausgerechnet ICH, gänzlich von einer Klinge in guter Viertelzollstärke abzuraten? Natürlich kann man das so machen, und schneiden wird es auch - eben nicht so gut wie ne rückenhoch angeschliffene 3,8mm-Klinge, aber bei richtigem Schliff und richtiger Schärfung schneidet das Ding.
    Ich hab ein Buck Strider ML mit ähnlichen Klingenmaßen und dem schneidfreudigen 420HC, das SEHR ordentlich schneidet.....immer im Vergleichsbereich sehr robuster Messer eben.


    Die Klingenlänge ist NICHT 42a-konform, aber das ist Dir eh sicher klar, und Du wirst Dich bewußt entschieden haben. Außerdem ist das mit dem "erklärungsfrei kürzen" NICHT so leicht wie auf den ersten Blick, denn dann müßte man auf 12 cm bis zum Schalenbeginn kürzen, wenn man auf der sicheren Seite sein will. Hier sind es 13 bis zur Vorderkante des Choil, also etwa 16 bis zum Schalenbeginn.


    Die ganze Konstruktion ist für einen reinen Zivilgebrauch imo etwa so sinnvoll wie Karnickelschießen mit der Bazooka - aber Du hast einen einschlägigen beruflichen Background, und ich geh mal davon aus, daß Du eben auch ein unzerstörbares Einsatzmesser angepeilt hast. Und da ist dann wieder ein halbhoch angeschliffener Viertelzöller (...oder leicht mehr..) nicht mehr SOOO ungewöhnlich...Für ein Messer für den - auch harten - Zivilgebrauch würde ich mich blind auf die Vorschläge des Bootsmanns verlassen und "abspecken"!


    Worüber man hier aber wirklich nachdenken sollte, auch vor dem Hintergrund extrem harter Einsatzbelastung, ist die Griffgestaltung. Der Griff ist relativ hoch, die Entlastungsbohrungen sind klein, der Erl / Griff soll 14 mm Stärke haben. Also ein Streifen aus einer Anderthalb-cm-Platte mit ein paar Löchlein drin.....Das Ding wird in der Hand liegen wie ein Backstein....Und es wird Stabilitätsreserven ausschließlich in einem Belastungsbereich zusätzlich bringen, die man mit manueller mechanischer Belastung NICHT erreichen kann, auch nicht beim Werfen oder anderen extrem belastenden Nutzungen.


    Ich hab mit über 100 kg Gesamtmasse (mit Ausrüstung) auf 8mm-Erlen (KEIN Full Tang) gewippt, Klimmzüge an den Messern gemacht, damit geworfen, bis mir der Arm wehgetan hat. Frustrierend unzerstörbar in dieser Größenklasse.....Natürlich kann man sich immer noch mehr Unfug einfallen lassen, man setzt sich halt ne Eishockeymaske auf und bringt Messer schrittweise in den Belastungsbereich einer Hochofenschmelze oder einer Kernwaffenexplosion und jubiliert dann "Siehsse! Kaputt gekricht!


    Aber vergleiche mal Deinen Entwurf mit dem Rahmengriff des alten GEK. VIEL mehr Masse, viel mehr Material stehengelassen bei Deinem Entwurf.....das wirst Du alles jeden Meter mitschleppen müssen, den Du das Messer führst, wirst es für jede Zwiebelscheibe und jede gekappte Schnur durch die Gegend wuchten müssen. WOFÜR? Wenn man Tonys ursprünglichen Rahmengriff schadlos mit dem Leo überfahren konnte, was kann doch NOCH Belastenderes auf Dein Messer zukommen?


    MINDESTENS da würde ich also ansetzen, den Griff mehr ausräumen, die Stärke ein wenig reduzieren. Du wirst es bei vernünftiger Herstellung und einer gescheiten WB dieses Materials mit Menschenkräften noch immer nicht kaputtkriegen - aber es wird Dir bei 99,5 Prozent aller Anwendungen bessere Dienste leisten...

    Die Wespe ist ein böses, schönes, kleines Kabinettstückchen :thumbup:


    Mit ebensoviel Sorgfalt geplant wie dann auch gemacht. Ist eine tolle Sache, aus hiesiger Fertigung mal so einen Hawkbill-Schlitzer ohne Karambit-Ring zu sehen.


    Alle Messer wirken sehr harmonisch - und sie haben ersichtlich ihren eigenen Stil, eine eigene Handschrift....sozusagen "buchsisch" :). Eigenständig, sorgfältig uns sauber gemacht.....


    Bei aller Frotzelei in der lockeren Chat-Runde: Tolle Arbeiten, Pascal! Mehr davon!!

    Da gibt es einige Möglichkeiten...
    Kirby Lambert, Darrel Ralph, Burchtree Bladeworks, ein hübsches Custom-Kwaiken von Lucas Burnley, ein Todd Begg Custom Glimpse, ein Tom Mayo Dr. Death....
    CRKT baut einige Modelle mit IKBS....das Sampa, Ripple und das Eros z.B.....

    Tja, BFG, die Nymphe wird wohl demnächst die Diamanten gegen Grieben, Salbeiblätter oder Rosmarin ersetzen und Dir Deine Zachel in lebenserhaltendem Zustand zurückgeben, also in Deinem Falle mit der Schärfe von Milchreis und so spitz wie eine Billardkugel....

    Nein, eine wirkliche Alternative gibt es NICHT.


    In der gleichen Größenklasse spielen die Modelle Fulcrum C, Shrapnel und Col Moschin Compact, jeweils mit dem kurzen ER-Griff und ca. 11 cm Kligenlänge....aber eben auch mit jeweils eigener, vom TFDE deutlich abweichender Klingengeometrie.


    Es gibt KEIN Serienmodell, das auch hinsichtlich der Klingengeometrie dem Forumsmesser entspricht.
    Das sollten auch diejenigen mal bedenken, die jetzt bei der Diskussion über ein aktuelles Forumsmesser am liebsten für jeden ein eigenes Sondermodell auflegen lassen würden. Schaut man mal "über den Zaun", wird andernorts vielleicht mal ein fertiger Taschenfeitel mit ner "Sonderlaserung" versehen, wie man das bei jedem Werbefuzzi in Auftrag geben kann. Oder ne Modellvariante entwickelt, wenn es mal gaaaanz exklusiv zugeht.


    Was die Mods da mit ER in den letzten Jahren auf die Beine gestellt haben, ist GANZ großes Kino, dessen muß man sich bewußt sein. Ich weiß das als überzeugter ER-Nutzer umso mehr zu schätzen, in all den Jahren des Kontaktes mit den beiden Chefs in Prato konnte ich gerade mal im Zusammenwirken mit anderen ER-Aficionados eine OG-Version fördern.


    Und unsere ER-Kontakter im Mod-Team haben gleich mehrere Sondermodelle in beiden Grifflängen und mit einer komplett eigenen Klingengeometrie auf die Beine gestellt...