Beiträge von Micha M.

    Du hast Dir ein wunderschönes Terrain ausgesucht, allerdings nicht gerade das einer "klassischen" Survival-Tour. Wenn es also in der Toskana WIRKLICH ein wenig wilder und ursprünglicher sein soll, wäre Euch eher die Gegend ab dem Consuma-Pass und dann hinein in den Nationalpark Casentino zu empfehlen.


    Eine Alternative wäre eine Tour durch die apuanischen Alpen (mit einer großen Portion Lardo Colonnata zur anschließenden Stärkung)- oder, wenn es flacher sein soll, durch die schier endlosen Wälder um San Galgano.....


    Was Ihr Euch ausgesucht habt, ist eher eine Tour durch die Paradiesgärten - hier die den zentralen Chianti....und ich beneide Euch von Herzen um diesen Genuß :)


    Da die Wochentour straight gerade mal über etwas mehr als 60 km geht, bleibt auf jeden Fall bei einer Woche Zeit genug für schöne Bummel durch die Orte und BITTE auf jeden Fall auch die eine oder andere Einkehr, oder auch mal einen kleinen Abstecher von der Hauptmarschrichtung.


    Starten solltet Ihr auf jeden Fall gut gestärkt. UNBEDINGT empfehlen muß man einen Bummel über den Mercato Centrale unweit des Hauptbahnhofs Santa Maria Novella


    Einen guten Anfang macht dort ein guter Espresso...


    ....und die reizende Signora Paolina von "Baroni" auf dem Markt in Florenz ergänzt mit wunderbarem Käse...


    http://www.baronialimentari.it/site.jsp?country=EN


    ....und natürlich gibt's noch ein Stückchen Wurst zum Probieren beim Paradies der Verfressenen, Perini, auch auf dem Markt in Florenz...


    http://www.periniitalia.it/index2.asp?lingua=inglese


    http://www.tripadvisor.de/ShowUserReview…ce_Tuscany.html


    ...und auch die sehr netten Brüder Zanobini, die dort unsere Lieblings-Weinbar betreiben, in der man zwischen den Leuten des Viertels für kleines Geld sehr schöne Weine trinken kann, tragen zum Wohlbefinden und zur Entspannung bei....


    http://spume.wordpress.com/2008/02/19/fu…-heart-firenze/


    ...natürlich macht so ein Glas Wein oder Grappa dann wieder Appetit, und damit man nicht unterwegs vom Fleisch fällt, gibt es z.B. Stände mit leckeren Kuttelbrötchen....


    http://www.accademiadellatrippa.com/arti…_di_firenze.php


    Falls die Zeit in Florenz noch reicht, sollte man dort auch wenigsten einmal auch "richtig" essen gehen, z.B. ins Fleischfresserparadies "Il Latini", da gibt es auch leckeres Fleisch bis zur Berstgrenze....


    http://www.illatini.com/illatini/gallery…ricordi?lang=en


    Sehr schöne regionale Küche bekommt man auch bei Signor Gigi im "Il Fagioli"


    http://www.tasteflorence.com/photo-gallery/Florence


    Auf dem Weg nach Süden würde ich von Florenz aus auf jeden Fall eine relativ direkte Südroute wählen, praktischerweise kommt man dann am südlichen Stadtrand auch noch am Kloster von Certosa vorbei, wo man sich unterwegs gegen die Gefahren des Toskana-Survival, Magendrücken und Völlegefühl, gehörig wappnen kann: Die Mönche dort stellen allerlei interessante Kräuterliköre her :)


    http://www.cistercensi.info/certosadifirenze/


    Die weitere Strecke würde ich auf jeden Fall so wählen, daß man etwa von der Gegend um Fabbrica / Sambuca den Weg durch die Weinberge der Antinori wählt, und zwar unbedingt über Badia a Passignano.


    Die Gegend zwischen Badia, Greve und Panzano gilt als die "Goldene Schüssel", es ist einer der schönsten Flecken Erde, die ich kenne...


    Essen kann man dort auch sehr idyllisch, z.B. Perlhuhn vom Holzkohlengrill, eines der landschaftlich schönsten Lokale ist die Cantinetta di Rignana zwischen Badia a Passignano und Panzano:


    http://www.rignana.it/ted/home.htm


    Von dort ist es dann, durch jenes Tal, das meiner Vorstellung vom Paradies so nahe kommt wie kaum etwas anderes, nur noch ein zu bewältigender weg nach Panzano, wo man sich einen der besten Fleischer Italiens nicht entgehenlassen sollte:


    http://www.dariocecchini.com/


    Dario, ein Freund seit langen Jahren, zelebriert den Genuß und die "Fleischeslust" im besten Sinne, in seiner Fleischerei ist eigentlich immer ein "Fest" im Gange, man kann kostenlos seine Produkte probieren, er gibt ein Glas Wein aus und residiert hinter seinem alten Tresen zwischen wunderbaren toskanischen Steaks, Fleischspießen und anderen Köstlichkeiten. Außerdem betreibt er drei Lokale, in denen man seine Fleischprodukte bekommen kann, für jeden Zeitaufwand und jeden Geldbeutel ist da eine passende Möglichkeit dabei, sozusagen vom "McDario" mit leckerem toskanischen Fleisch für kleines Geld bis zur Bistecca-Akademie, für die man LUST auf Fleisch und den Magen eines Buschmanns mitbringen sollte :)


    Bleibt man immer auf der Straße, an der sein Laden liegt, warten 10 staubige Kilometer auf den Wanderer (...es gibt einige SEHR gute Weinläden in Panzano...), dann kommt man nach Volpaia, und dieser kleine Umweg ist jeden Schritt und jeden Schweißtropfen wert, wenn man dann Gelegenheit hat, hier zu essen:


    http://www.labottegadivolpaia.it/


    Falls möglich, vorher anrufen und einen der Tische auf der Terrasse reservieren, man hat einen wunderbaren Blick über Weinberge, falls man sich einmal vom Teller ablenken läßt.....was Überwindung kostet, wenn man an getrüffeltes Kaninchen oder hausgemachte Nudeln mit Hasenragout denkt, an Wildschwein in pikanter Sauce oder Pasta mit Steinpilzen - und zwar zu sehr moderaten Preisen!
    Bitte für die Torta der Hausherrin als Nachtisch ein wenig Platz lassen, es wäre schade, sie nicht probiert zu haben....


    Südlich von Volpaia kommt man dann über Radda wieder auf den Hauptweg nach Siena, so daß die staubigen 10 km alter Pilgerweg (bzw. neuer Fresspilgerweg...) nicht mal ein Umweg sind....


    Statt von dort straight südlich weiterzuwandern, würde ich mich südwestlich halten und auf dem Weg die Burg von Monteriggioni mitnehmen.


    In Siena selbst könnte man allerlei feine Restaurants empfehlen, stattdessen empfehlen wir aber eine Stehpizzeria: Die Pizzeria San Francesco nahe der Piazza del Campo. Besonders gut: Die gedeckte Pizza mit Pilzen oder mit Schinken und Ruccola....


    Tja, da steht Euch eine wirkliche Survival-Herausforderung bevor, umzingelt von wilden, kriegerischen Promilli und Kalopertien, umschlungen vom Mördergürtel....Wir wünschen Euch eine wunderschöne Zeit!!

    Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist verlautbart, aus aktuellem Anlaß sei die Planung für ein Jahresmesser 2012 dramatisch geändert worden! Nach letztem Stand soll die Auswahl zwischen einem der beiden folgenden Modelle erfolgen:



    Beim unteren Modell ist vorgesehen, aufgrund der schreckenerregenden und verletzungsträchtigen Spitze eine Abgabe zwingend nur in Verbindung mit einer Oakley-Schutzbrille vorzunehmen. Von einer Beschränkung auf Volljährige wurde abgesehen, nachdem aktuell festgestellt wurde, daß dies offenbar kein Schutz vor unglaublichen Verletzungen ist...


    Kleines Preview auf die Messer-Neuerscheinungen der anstehenden Herbstsaison:


    Von Eickhorn ein Sondermodell, für das Tony alle seine Beziehungen hat spielen lassen, um es noch rechtzeitig auf dem Markt werfen zu können: Eickhorn "NBSBF" (No Bloodshed in Black Forest) in der Special-Tip-Edition



    Zur Senkung der Verletzungsgefahr durch Schnitte wurde die Rockwellhärte auf 4 reduziert, dadurch werden Klingenausbrüche übrigens auch vollständig ausgeschlossen ...."No chips, no dents...."



    Und S&W wird in einer Kooperation mit Spyderco, Sanremo, Mora und Reykjavik als Nachfolgemodell des Matriarch2 das folgende Modell auf den Markt bringen....das MEPH (Mom's Emergency Prevention Hook)



    Das Modell zeichnet sich insbesondere auch dadurch aus, daß selbst die Zustimmung der Grünen und der Linken für eine Truppenausgabe für Auslandseinsätze vorliegt. Aus Sicherheitsgründen wird das Mindestalter für die Abgabe an Privatpersonen vom Hersteller allerdings auf 6 Jahre festgesetzt....


    Freunde, wer den Schaden hat..... ;)
    Verzeiht die Witzelei, ich bin erleichtert, daß Euch bei allem Ungemach nichts Schlimmeres passiert ist! :buds:
    Gute Besserung! :thumbup:

    Warum solltest Du nicht in der Position sein? Wir reden hier gleichauf miteinander, glücklicherweise, überzeugterweise. Es ist nicht mal so, daß ich mir den Schuh Deiner Kritik nicht anziehen würde. Es WAREN harte Wort, vielleicht ZU harte, sorry.


    Ich zanke mich hier sehr gern und seit Jahren mit Leuten herum, die jeweils andere Meinungen vertreten, streite mit ihnen in der Sache, manchmal sehr pointiert - möchte sie aber auf keinen Fall loswerden. Auch wir waren ja nicht immer einer Meinung, dann aber auch wieder in anderen Themen gegenseitige Unterstützung...
    Ich sag mal, ich schätze diese Eigenschaft des TF mindestens ebenso wie Du :)


    Hier dann.....Ich hab vorhin mit einem sehr interessanten, kundigen und für unsere Fachdiskussionen wertvollen Neuzugang gesprochen, der mit gesagt hat: Ich hab erst mal ne Zeit mitgelesen, bevor ich mich hier aktiv beteiligt habe - hätte ich SO was wie das hier öfter gelesen, hätte ich mir das überlegt....


    Ich hab GAR NIX gegen andere Meinungen, im Gegenteil...und lerne hier in jeder Diskussion hoffentlich dazu. Aber Threads wie dieser - ganz offen gesagt - verkommen sehr gern und sehr schnell zur Spielwiese für allerlei Randständige, wie sie als irrlichternde Besucher auch durch andere Foren geistern. Ich hab nix gegen Hüte, Piratentücher, Basecaps - aber gewisse Diskussionen sind irgendwie magnetisch für Leute, die sich Windrädchen oder schützende Alufolie an die Mütze bauen....


    Und, ganz ehrlich, DIE seh ich hier weniger gern. Wir kriegen hier hin, über sehr heikle Themen offenen Austausch zu betreiben, werden allseits mißtrauisch und kritisch beäugt....und ich bin stolz darauf, wie wir uns da aufgestellt haben. Souverän, sachlich....mit einer SEHR differenzierten Aufstellung im SV-Bereich, mit einer klaren Absage gegen den rechten Rand, der sich so gern in wehrhafte Themen einklinken würde. Wir brauchen hier nix verstecken, ich kann aus allen Bereichen Leute in Themen hier "mitnehmen" und werde ernstgenommen, und das TF wird ernstgenommen.


    DAHER meine Erbitterung, daher meine harten Worte, die übrigens auch natürlich nicht Dir galten!
    Und jetzt lass UNS gleichauf und kontrovers weiterstreiten :thumpup:

    Dir will auch keiner Deine Meinung nehmen oder einengen, falls Du Dich erinnerst, ich bin kürzlich noch vehement dafür eingetreten, Dich für diese Meinungsäußerung nicht anzugehen.


    Aber das sollte hier NICHT so aussehen, daß man sich sofort gegenseitig angeht mit so Dingern wie "schon mal praktisch ausprobiert?" und damit unterstellt, das sei einfach so dahergeredet.


    Das ist NICHT die Form von Meinungsaustausch mit gegenseitigem Respekt, wie ich sie mir vorstelle, und damit bin ich hoffentlich nicht allein hier.

    Das mußt du keineswegs, Georg!


    Ich hab z.B. bei Martin von Blade Systems eine ganze Reihe von Messern bauen lassen, bevor ich einmal die Gelegenheit hatte, ihn in seiner Werkstatt zu besuchen. Ansonsten klappte das zwischen Münsterland und Schwabenländle in allen Fällen ganz ausgezeichnet per Mailaustausch, Telefonaten usw.


    Das ist aber nur EIN Beispiel. Markus Reichart z.B. hat hier auch schon eine große Zahl von TF-lern mit IHREM Messer "versorgt", die fast alle noch nicht die Gelegenheit hatten, ihn in seiner Werkstatt aufzusuchen.


    Zudem ist das versicherte Versenden beispielsweise eines Entwurfs oder auch die Übersendung eines Holzmodells usw. überhaupt kein Hexenwerk.


    Ein ganz üblicher Ablauf, hier mal am Beispiel vom BS, wäre z.B.:
    Du beschreibst Martin Deine Grundvorstellung, gibst ihm Beispiele für Griffe, die Dir besonders gut gepaßt haben usw.
    Er fertigt eine Entwurfszeichnung, das wird von einer Diskussion darüber begleitet, wie das Messer ausschauen soll
    Auf der Grundlage dieser ersten Zeichnung werden dann so lange Details nach Deinem Wunsch geändert, bis etwas vorliegt, daß von der Idee her genau "Dein Ding" ist.
    Auf dieser Grundlage kann man dann z.B. eine Pappschablone oder ein Holzmodell fertigen...Markus Reichart baut z.B. gern Holzmodelle, an denen man die Proportionen und die Handlage der Kontur usw. sehr gut erproben kann.
    Auf dieser Grundlage werden die letzten Entwurfsänderungen erarbeitet, beispielsweise die Griffkontur doch noch mal geändert, wenn es irgendwo nicht optimal paßt.
    Man kann z.B. auch einen wirklich PERFEKT passenden Griff erarbeiten, wenn der Anwender ein Fimo-Modell anfertigt, das seiner Handform exakt angepaßt worden ist. Dazu braucht man übrigens GAR KEIN eigenes handwerkliches Geschick, ich hab es sofort hinbekommen (...nur blöderweise Knetgummi genommen :) ).

    Das mit dem "zu schade" versteh ich auch nicht. Ob Du nun 500 Euro als Einzelstück oder als hochwertiges Serienmesser in die Hand nimmst und die ersten Kratzer riskierst - wo ist da der Unterschied?


    Zu anstrengend? Du würdest ja nicht allein gelassen! Wir haben hier mehrere ausgezeichnete Macher an Bord, die ihre Kunden mit viel System und Geduld Schritt für Schritt an IHR Wunschmesser heranführen. Zudem haben auch schon TF-ler viel an Support übernommen. Beispielsweise habe ich etwa ein halbes Dutzend anderer TF-ler auf dem Weg zu IHREM Messer begleitet.....


    Und was bekommst Du dafür? Ein Messer ohne Abstriche, ohne Kompromisse, keine "Kröten", die man schlucken muß, weil das Serienmodell das eben so mitbringt. Einen Griff EXAKT für Deine Hand, passend wie ein Maßhandschuh - und eine Klinge, die in Stärke, Form, Umriß usw. GENAU Deinem Wunsch entspricht.
    Spearpoint kein "Musthave"? Ja, warum denn nicht, und zwar GENAU so, wie Dir das gefällt!


    Bei DEM Preisrahmen würde ich mir auf jeden Fall ein Messer anfertigen lassen!

    Mal nen Gang zurück!


    Geronimo weiß nicht nur, wovon er spricht, er hat das auch sehr lobenswert in einer ganzen Reihe von Anwendungsvideos dokumentiert.


    Wir sind nicht in allen Punkten EINER Meinung, aber SEINE höre ich mir IMMER in Ruhe an, uns sie ist mir immer zumindest ein ordentliches Nachdenken darüber wert....


    Materialdiskussion ist okay, aber die wird durch dieses gegenseitige "Ich weiß es - Du auch?" echt nicht besser...

    Leute, was tun manche von Euch diesem Thread (...einst von Tony so vernünftig und verdienstvoll gestartet und gemeint....) und dem TF eigentlich an??


    Tretet mal einen Schritt zurück und lest einiges von den aktuellen Beiträgen noch mal mit dem gedachten Abstand eines Außenstehenden...SEHR weit muß man da gar nicht zurücktreten, um einigermaßen abgestoßen, ungläubig und amüsiert zu werden.


    Wir sind doch hier keine Brutstätte von Anhängern aberwitziger Theorien!


    Mit Verlaub, wenn ich hier bemühte Szenarien wiederfinde, in denen dieser ganze werbewirksame Zombiemumpitz wirklich ERNSTHAFT und bemüht mit irgendwelchen Verschwörungstheorien über eine "sicherlich irgendwo schon bereitliegende ultimative Seuche, eine heimtückische Kreuzung aus Tollwut und Grippe" untermauert werden soll, gehen mir so ziemlich alle Messer in der Tasche auf.


    Ja, was denn sonst noch? Hackt es hier eigentlich?


    Da halte ich doch mal entgegen, viel wahrscheinlicher sei eine furchtbare Seuche, eine Kombination von gezielter jahrzehntelanger Verblödung und einer Überdosis von verkaufsorientierten Parolen in einer Welt, in der mangels anderer ehrenhafter und herzfüllender ethischer Systeme die Jedi-Religion viel realer erscheint als die ja offenbar sehr erfolglose irdische Anständigkeit.


    Viel wahrscheinlicher als die trottenden Horden der lebenden Toten sind die trottenden Horden der lebenden Hirntoten, der Verblödeten, die jedem Mist hinterhertrotten, der beim Verkaufen glitzernd genug eingepackt war. Die lassen sich bedarfsweise vor JEDEN Karren spannen - und besonders gut, wenn sie dauernd davon herumschwadronieren, alles Böse der Welt sei doch Ergebnis dieser oder jener garstigen Verschwörung.


    Dann muß man nur noch eine Leerstelle schaffen für die Bösewichter - und die dann bedarfsweise mit den angepeilten Opfern auffüllen: Angehörigen anderer Ethnien, Glaubensrichtungen, politischer Überzeugungen, Hautfarben.


    Das hatten wir alles schon, immer und immer wieder, und es hat das Schlimmste im Menschen nach oben gekehrt.


    Verzieht Euch, abenteuerliche Schwafler, Theorienköche. Müllt unser Forum und unsere Fachthemen nicht zu und bringt nicht unsere sehr vernünftige und entspannte Runde in den Verruf, Euer Tummelplatz zu sein!
    Wir unterhalten uns hier über clevere Vorgehensweisen für sehr irdische Krisenfälle der ganz rationalen Art - und nix anderes....

    Wann war denn das ETWA?
    Vor 3 Jahren, oder eher 8?
    Kannst Du Dich an das Thema der Wahl erinnern? War das "Jagdmesser" - oder was mit Handmade oder Altmetallverwertung oder sonstwas?

    Ich liebe ja ohnehin diese Konzeption, daß ein relativ kurzes Messer im Grunde fast so ausschaut wie die Spitze eines viel längeren, größeren mit dem Griff direkt dahinter.


    Dieses "mittlere Einkürzen" statt des Kleinzoomens bringt immer wieder hochinteressante Ergebnisse - hier auch. Man könnte sich die Klinge ja SEHR gut als die Spitze eines großen Bowie vorstellen, bei gleicher Klingenhöhe usw.


    Rassig fände ich ein Anfasen des vorderen Klingenrückens, weiß aber nicht, ob das hier wegen der doch spürbaren Verschlankung nach vorn überhaupt gehen würde....

    Nukm, das "Schlimme" daran ist, daß es ja nicht nur sachlich so zutreffend und erhellend ist, sondern dabei auch noch so unverschämt gut und locker und unterhaltend geschrieben.


    Der Schliff der "Schreibe" ist wie der der Klingen, das würde man neidlos anerkennen, wenn man denn nicht doch ein wenig Neid auf soviel Kunstfertigkeit empfände :)


    Aber ich stimme Dir völlig zu, SO würde man sich mehr Fachliteratur wünschen....man könnte lächelnd etwas lernen, zuweilen auch laut herauslachend - statt mit brennenden Augen und heraushängender Zunge ob der fachbuchüblichen Diktion, gegen die die Gobi ein Feuchtbiotop ist....


    Romans kleine Schmiedekunde im Wandel der Zeiten - eine Kaminplauderei durch die Jahrhunderte, bebildert von Rolf....das müßte sofort auf den Büchertisch neben meinem Sofa!!

    Schön geworden.....wenn Du nun noch die Schalen ein wenig rundest....:)


    Außerdem wertet der Liner die Optik echt auf, alle Achtung, da hattest Du eine gute Idee.


    Gefällt mir, ich mag die hohe Klinge, das wird trotz der Klingenstärke gut schneiden.


    Heute möchte ich Euch ein Messer vorstellen, das gar nicht mir gehört - sondern Jasmin.


    Roman hat in seiner erstaunlichen Großzügigkeit entschieden, sie müsse ob ihres kulinarischen Engagements unbedingt ein Küchenmesser aus seiner Fertigung haben.



    Und da ich ja ihre Aktivitäten neben rudimentären Unterstützungshandlungen wie Rezeptdiskussionen, Küchenhelfertätigkeiten, Versorgung als Mundschenk, Vertilgung eines Gutteils der Ergebnisse usw. insbesondere auch durch Anlegen eines Wanstes und von Bild- und Rezeptsammlungen dokumentiere und wir uns dann in unserer hiesigen Runde darüber austauschen (...über Bilder und Rezepte, bitte, weniger dann über den Wanst....), ist es heute auch mein Part, Euch Jasmins neues Messer aus Romans Werkstatt zu präsentieren:



    29 cm Gesamtlänge, 16 cm Klingenlänge, viereinhalb cm Klingenhöhe, 220 g Gewicht, Balancepunkt unter dem Indexfinger
    (.....was für einen führigen Küchen-Allrounder mindestens ebenso angenehm ist wie für einen flinken Fighter, außer in sehr ungemütlichen Gegenden aber viel häufiger und viel lieber in Anspruch genommen werden kann...)


    Das Messer ist differenziell gehärtet, mit ausgezeichnet sichtbarem Hamon in einer wunderschönen Schattierung. Entschuldige, Roman, es gibt viele Fachbegriffe und Unterscheidungen dazu, mit denen ich alle nicht vertraut bin, aber nach der Wirkung beim Auspacken auf Jasmin und mich ist dieser hier jedenfalls einer der Stilrichtung "Hin und weg!"



    Es ist ballig geschliffen und schneidet "trotz" einer juchtentypisch üppigen Küchenmesser-"Taillenweite" von geschätzten 3 mm besser als jedes andere Messer in unserer Küche...



    Der schlanke Griff (...das Schalenmaterial müßte Corian sein...) liegt in der normalen Arbeitshaltung sehr gut in der Hand, die Verdickung hinten verhindert dann Verrutschen und Verdrehen. Insbesondere kann man das Messer aber ausgezeichnet um den Schwerpunkt herum fassen, mit Daumen und Zeige- oder Mittelfinger auf den jeweils gegenüberliegenden Flanken, ggf. dem Zeigefinger auf dem Rücken, um feine Schneidarbeiten durchzuführen. So kann man ja z.B. auch ein Santoku halten...



    Lieber Roman, ich bin schärfstens verdonnert, Dir Jasmins herzlichen Dank auszurichten. Sie war sofort von dem Messer überzeugt und hat unverzüglich damit etwas geschnitten, noch bevor ich meine Neugier ausleben konnte. Wieder einmal vielen lieben Dank für Deine Großzügigkeit und großen Respekt vor Deiner handwerklichen Leistung. Und wunderschön ist das Ergebnis dann "zum Überfluß" auch noch. Erleichtert werden wir aber erst sein können, wenn wir uns mit Dir einig geworden sind, wie wir Dir das vergelten können :)

    Ich freue mich ausgesprochen, daß mein "kleiner" (...entschuldigt halt wieder mal meine Geschwätzigkeit...) Einwurf so angenommen wie geschrieben wurde: augenzwinkernd und mit Humor.


    Allerdings halte ich die aktuellen Beiträge auch für hoffnungsvoll, sie beginnen anzureißen, was für ein faszinierendes Thema das Schwert sein kann, wenn man sich von dem rein Plakativ-Oberflächlichen, vom platten und technisch "billigen" Film-Kitsch löst.....


    Auch ich verfolge mit Freude und Interesse, daß sich seit einigen Jahren die europäische Fechtkunst nicht nur im ganz kleinen Interessentenkreis, sondern auch in größerer Runde sozusagen "emanzipiert". Verdient hat sie es seit jeher, und ebenso die "Hardware-Seite" der Angelegenheit, die europäische Waffenschmiedekunst.


    Für mich ist es primär eine Folge der Budo-Welle und einer großen Menge einschlägiger in Asien spielender Filme, daß wir zwar fasziniert den Unterweisungen der Tengu lauschen, Talhoffers Fechtbuch hingegen nicht kennen....Und begeistert Toshiro Mifune in seinen Filmen zuschauen, ausgezeichnete europäische Fechtmeister wie Peter Koza aber in breiter Öffentlichkeit leider kaum wahrnehmen.


    Wer einmal auch nur ansatzweise in die Eleganz, Effizienz und Präzision der "Meisterhäue" hineingeschnuppert oder sie auch nur einmal von Meisterhand vorgeführt gesehen hat, wird wissen, daß sich das europäische Fechten nicht verstecken muß - überdies zeigt der nähere Vergleich mit jeweiligen japanischen Techniken, ob nun bei den Meisterhäuen oder z.B. auch beim Fechten mit Rapier und Linkshanddolch im Vergleich zur Ni-Ten-Schule von Musashi, faszinierende Parallelen und führt jeden Interessierten näher zur "Grundidee" in ihren verschiedenen Ausprägungen....


    Auch in meiner Antwort waren die asiatischen Bezüge nur Zitate...es darf aber gern statt des Katana ein Rapier oder ein Säbel sein, statt des Wakizashi ein Dirk oder auch ein führiger Cutlass :)

    Den ernsthaft Fragenden und den ernsthaft Antwortenden zuerst meinen aufrichtigen Respekt für Eure Geduld. Diese Beharrlichkeit auf dem Weg prädestiniert Euch als Träger eines echten Schwerts.


    Wir haben hier im Forum einige Mitglieder, die selbst Schwerter herstellen oder sich zumindest größeres Wissen darüber erworben haben - RICHTIGE Schwerter, nicht irgendwelche mehr oder weniger metallischen Gebilde in der äußeren Anmutung eines Schwerts. So etwas ist was fürs Leben - gerade übrigens, wenn man in so wunderbar ruhigen Zeiten lebt, daß man seines nicht dauernd gegen irgendwelche anderen kloppen muß, was keinem Schwert gut tut und z.B. Musashi zu dem Ratschluß bewog, praktischerweise dem ersten niedergeschlagenen Gegner dessen Schwert abzunehmen und die weiteren Gegner damit zu töten, um das eigene ein wenig zu schonen.
    Das scheint noch zu Zeiten geraten worden zu sein, als man sich halbwegs darauf verlassen konnte, keinem reinen Poser mit dem Blechimitat einer Hiebwaffe gegenüberzustehen....


    Holt Euch den Rat dieser Leute - zu denen ich nicht zähle! - und nehmt ein Schwert, das Euch durch das Leben begleiten kann, und keines zum Super-Discount-Preis aus einem Kopier-und-Verhunz-Kombinat, das nach ein paar Jahren jugendlicher Euphorie den Rest Eures Lebens schamhaft im Ex-Jugendzimmer-Kellertrödel steht oder irgendwann auf dem Trödelmarkt landet....WENN Ihr denn ein RICHTIGES Schwert haben wollt....Das heißt NICHT, mindestens das und das auszugeben oder den und den Stahl zu wählen. Es heißt, den Kundigen zuzuhören, sie zu fragen und dann vielleicht unter dem Vorgeschlagenen das zu wählen, für das man die Kohle aufbringen kann oder mag...Ich selbst habe bei Messern, obwohl ich diesen viele Jahre meines privaten Interesses und intensiver Beschäftigung gewidmet habe, bestimmte Preishürden auch nie überschritten und propagiere hier nicht, es MÜSSE dieses oder jenes edle Design sein....


    Was die Ratgeber angeht, nicht nur in diesem Thread, sondern in vielen der letzten Zeit.....Natürlich steht hier JEDEM frei, seine Erfahrungen weiterzugeben, aber ich sehe in vielen Threads den Trend, daß zunehmend derjenige, der stolz seit 6 Wochen drei Herbertz-Messer besitzt, dem Opinel-Besitzer die vehementesten und überzeugtesten Ratschläge erteilt....Von DIESEM Thema hier verstehe ich hinsichtlich der in Frage kommenden Marken nicht soviel, mich da einzubringen, auch nach 40 Jahren Stahlwaren-Interesse...und setze mich fachlich mit Euch auf die Zuhörerbank und lerne gern und hoffentlich täglich dazu.


    Den anderen, den unvermeidlich ebenfalls Hinzukommenden von der "Hauptsachesiehtgeilaus-Fraktion", den zwangsläufig zombieschlachtenden Jedi-Ninjas, empfehle ich dieses Modell:


    http://www.party-extra.de/Mott…erschwert-in-Scheide.html


    Viel praktischer und leichter als was aus Metall, für den Praxisgebrauch unbedingt mindestens ebenso geeignet wie einige bislang erwähnte Blech-Marken, preisgünstig und fern jeder Gefahr, daß Mama oder Freundin über Blutflecken schimpfen muß...


    Ersatzweise sollte es allerhöchstens etwas aus Aluminium sein . Das MUSS etwas taugen!! Schaut Euch Star Wars an, die Jedi-Schwerter waren so ziemlich alle aus Alu unter dem ganzen Geglitzer und Geleucht, und welche Heldentaten konnte man damit vollbringen!! Auch sonstige Filmgemetzelschwerter, sicher auch in der Legion der Zombie-Filme, waren daraus, und UNBEDINGT muß es unangeschliffen sein, da man in diesen Filmen zwar während des Kameralaufes großen Wert auf Blutlachen und Fleischfetzen legt, allein schon aus Kostengründen aber nach Drehschluß Leichenberge von Einweg-Schauspielern und zu versorgende Horden verkrüppelter Statisten tunlichst vermieden werden sollen! Das gilt analog auch für das Versauen von Mamas Sofa oder einen abgetrennten kleinen Finger, der schweineweh tut und furchtbar viel Ungemach macht (besonders, wenn er versehentlich von einem viel größeren und kräftigeren Nachbarn abgelöst wurde, der einem dann wütend die Aluklinge in feinen Korkenzieher-Windungen um den Hals faltet)!


    Bietet man Euch eins aus Amilinium an, kann man das sicher auch nehmen, es ist vermutlich aus Fernost, dort ist man mit diesen Schreibweisen etwas großzügiger...Absehen würde ich aber dringend von einem aus Ammonium, insbesondere dessen Nitraten, was weniger an deren geringer Rockwell-Härte liegt als an einer sozusagen hitzköpfigen Neigung zu schlagartigem Zerfall, auch dieser so verderbenbringend und mörderlich wie eine Schwertklinge natürlich, aber auf ganz andere und zuweilen unversehens eintretende und schwer kontrollierbare Art, in deren Auswirkungszentrum sich der Ammoniumschwertträger sicher nicht sehen möchte....


    http://toxipedia.org/display/toxipedia/Oppau+explosion


    Vorteilhaft bei den Alu-Klingen ist auch, daß man nicht unbedingt mühsam Wissen über sie erwerben oder Übung im Umgang mit ihnen erlangen muß, um fein mit ihnen zu spielen.



    Damit man sich auch in dieser Fraktion damit schmücken kann, in eine Geheimlehre der Schwertkunst eingeweiht zu sein, wie es sich für den schwertgeübten Zombie-Schlächter geziemt, hier die wichtigsten Grundweisheiten im Schnelldurchgang....Frisch erlangt von einem der großen noch lebenden Weisen, den ich nach mühsamem Erklimmen der Bergehalde, auf der er sein Eremitendasein führt, mit einer Dönninghaus-Currywurst zur Weitergabe dieser Perlen der Kampfkunst bewegen konnte:


    1. Von der Kenntnis der Begriffe der Kampfkunst: Katana ist keine Hafenstadt auf Sizilien, Tsuba ist kein Blechblasinstrument - wer trotzdem hineinblasen will, sollte dies unbedingt von der richtigen Seite aus tun, da man sich von der falschen aus leicht in die Zunge schneidet, außer bei Amilinium-Schwertern..


    2. Von den Kampfschreien im Schwertkampf: Wer einen Kiai ausbringt, macht sich stark. Wer ein Boahh-Ey ausbringt, macht sich lächerlich. Wer einen Toast ausbringt, schlägt gerade jemanden zum Ritter. Wer ganz viel Toast ausbringt, göbelt schlichtweg...


    3. Vom richtigen Klingenstahl: 12.2015 auf der Klinge eines sehr preisgünstigen Schwerts ist nicht die Materialbezeichnung nach der Stahltafel, es ist die Mindesthalbarkeit des Zeugs in den Blechdosen, aus denen die Klinge gemacht wurde.


    4. Von der Entwicklung geheimer Ninja-Waffen: Klingenabschießende Spetsnaz-Messer wurden erfunden, nachdem Gritzegorz Wonnischewitsch in 15 m Entfernung zu einem Billigschwert-Schaukämpfer von dessen Klinge durchbohrt wurde, nachdem sich diese bei einer dramatischen Ausholbewegung in einer wunderschön blitzenden ballistischen Kurve aus dem Griff gelöst hatte...

    Allerdings sind die vom Potsdamerjäger vorgebrachten Kritikpunkte ja primär keine Kritik an Tonys Messerkonzeption, sondern an dessen Umsetzung bei der Fertigung - und es ist also auch unangemessen, sie sofort als "unziemliche" Kritik an Tony zu bewerten....


    Der Ton hat sich hier auch spürbar verschärft, nachdem konkrete Kritikpunkte, z.b. eben die mögliche Korrosionsgefahr oder der Verlust von nicht optimal befestigten Griffschalen, einfach vom Tisch gewischt wurden.


    Ich glaube Tony unbesehen, daß er mit seinem GEK bislang keine Rostprobleme hatte - aber ich kann trotzdem das Argument vom Potsdamerjäger nicht gänzlich von der Hand weisen: auch mein GEK-EDC hatte nach "roter Arbeit" von Forumskumpel Geronimo SOFORT einige Spots, die sich allerdings nach rustikaler Reinigung mit Scheuerschwamm und Edelstahlreiniger besiegen ließen. Aber korrodiert ist das schon, und zwar zügig...


    Zur Griffschalenproblematik: Ich hab noch keine Schrauben aus den Messern verloren (GTK, GEK-EDC), aber GRUNDSÄTZLICH bringt die Befestigung von Griffschalen auf einem Erl die Möglichkeit mit sich, daß sie sich lösen, die Schalen beschädigt oder zerstört werden oder korrosionsfördernde Stoffe zwischen Schale und Erl sickern und sich darunter munterer Rost bildet. Bezweifelt das jemand?


    FALLS es jemand GRUNDSÄTZLICH bezweifelt, stellt sich die 100.000-Dollar-Frage, WARUM Tony beim Grundentwurf des GEK (seinerzeit eben noch als Ganzstahl-Integralmesser) eben auf genau diese viel gängigere Ausführung verzichtet und einen unbeschalten Integralgriff mit schierer mechanischer Unzerstörbarkeit gewählt hat??


    NATÜRLICH sehe ich anderseits Vorzüge in der beschalten Version: besserer Grip, bessere Haptik, geringeres Gewicht, bessere thermische Isolierung.


    Aber ich finde es unfair, den Potsdamerjäger jetzt hier zu verteufeln, obwohl er kaum etwas anderes tut, als zwischen beiden Versionen seine persönliche Präferenz für das Ursprungsmodell auszudrücken, meinetwegen zugunsten maximaler Rostträgheit und mechanischer Belastbarkeit auch bewußt auf die "evolutionären Fortschritte" der Nachfolgeversion zu verzichten. Ja, war denn die ein Fehler??


    Bei der Einführung des GEK 2000 wurde nicht zuletzt mit den ausgezeichneten Erfahrungen geworben, die viele erfahrene Anwender mit dem Vorläufermodell gemacht haben. Nun kommt einer daher und sagt: GENAU so hätte ich es lieber, die Fortentwicklung ist für MEINE Anforderungen keine Verbesserung.


    Setzt Euch damit doch sachlich auseinander, berücksichtigt dann aber bitte auch, daß auf GENAU der Präferenz vom Potsdamerjäger, dem alten GEK, ja ein Gutteil der Werbung für das neue mit aufbaut....