Beiträge von Micha M.

    Wunderbare Diskussion....Wie geht es jetzt weiter?
    "Der macht Chraipfähla, der kan garnicht frähhsen..."
    "Leute aus taktischen Berufen haben eh keine Ahnung von Holzbearbeitung"
    "Bäääääh! Dein Kumpel will ich sowieso nicht sein, mit Dir spiel ich eh nicht mehr..."
    "Meine mehrmonatige Beschäftigung mit Laubsäge-Fachbüchern sagt mir, daß man so ein Kerbenmuster ohnehin nur anbringen kann mit einem vollautomatisch gesteuerten Mupf an der Klabüsterbuchse"


    Habt Ihr Euch eigentlich mal ein paar Sekunden die Mühe gemacht, über den Sinn meiner Worte nachzudenken? Oder ist kleinlicher Zickenkrieg (....ne "Kumpelrunde" soll es ja nicht sein, also vielleicht Privat-TV-Container...) so nutzbringend?


    Stefan, ich kann mich durchaus an einen oder zwei Threads erinnern, wo Du Dich zunächst auch mal so weit vorgewagt hast, daß Du hinterher froh warst, durch ein wenig Verständnis mit ner kleinen Kurskorrektur oder leicht veränderten Posts elegant weitermachen zu können - wär es Dir da lieber gewesen, wir hätten Dir, korrekt bis in die Haarspitzen, auch den Arsch an die Wand nageln wollen?


    Leben und leben lassen, Leute!

    Ach sicher, praktisch ist das in diesem Anwendungsbereich zuweilen sicher! :)


    Wenn ich dran denke, wie ich meinem Krempel in fröhlichem Schwarz schon elendlang suchend durch Einsatzfahrzeuge nachgekrochen bin, um sie auf dem lebhaften Anthrazit der Bodenbeläge wiederzufinden.....oder irgendwelchen Tacticals auf dunklem Waldboden lästerlich fluchend nachspüren mußte....da läßt sich das mit Vorteil der Sichtbarkeit von Signalfarben wohl kaum pauschal leugnen :)

    Es gibt unter Kumpels zuweilen einen Punkt in so einer Unterhaltung, da sollte man einfach einen Cut machen...Was würde denn erwartet, wenn die Schalen tatsächlich nicht nur inspiriert, sondern einfach angepaßt wären? Soll der Starter sich hier dann öffentlich Asche aufs Haupt streuen, sich mit begierig dargereichten Ruten selbst geißeln und johlend durchs Dorf getrieben werden?
    Und wenn er dabei bleibt, was soll er denn als "Nachweisunterlagen" vorlegen? Eine notariell beglaubigte Urkunde des Ober-Sepps, daß das nicht seine Schalen sind.


    Laßt es doch mal gut sein jetzt, ist mein Vorschlag.


    Die Dinger passen auf das Messer, und obwohl ich "Müllmann" als Farbe immer noch nicht leiden kann, folgt Papi konsequent seiner Spur. Die Dinger passen da besser drauf als der originale Griff und passen 100pro zu Papis Farbvorlieben. Mir reicht das....

    Hm, genau das ist die Verlängerungsmesser-Konzeption, von der ich am wenigsten halte....


    Bei einigen jagdlichen Verlängerungsmessern läßt sich das Messer in beiden Zuständen, also mit kurzer oder langer Klinge, bedarfsweise verwenden. Das erhöht imo den Nutzwert solcher Konstruktionen erheblich. Was spricht denn bei dem BM dagegen, den Griff komplett in Klingenlänge zu gestalten, wenn man schon im "kurzen" Zustand die hinten herausragende Klinge komplett abdecken will?


    Du hast ja einige Folder mit relativ langer Klinge. Was stört Dich da im Vergleich zum BM, das sich ja nicht kürzer verstauen läßt als mit längerem Griff?
    Ich schätze an einigen Messern mit relativ langer Klinge gerade auch den längeren Griff, der dann insgesamt mehr Reichweite gibt und den Nutzwert des geschlossenen Messers erhöht.


    Aus meiner Jugendzeit erinnere ich mich an ein Verlängerunsmesser mit OTF-Technik, das sich nach meiner Erinnerung so etwa als Vierzöller und dann auch als Sechszöller verwenden ließ, sah etwa so aus wie ein Gerber Parabellum und wurde als Fixed in einer Scheide getragen. Aber bei der sehr nervösen derzeitigen Gesetzesauslegung befürchte ich da fast, daß wieder irgendein ganz eifriger Wiesbadener darin das Springmesser des Grauens zu erkennen vermeint...

    Da schreibt einer über ein Thema, mit dem er offenbar nie direkt zu tun hatte und von dem er keine Ahnung hat....und Du fragst Dich SO ETWAS?


    Gegenfrage: Sind die Statements diverser Spitzenpolitiker vielleicht nur hochgradiger Spam, der von einem Computer und "automatisierten" deutsch sprechenden "Bedienern" gestreut wird? :)

    Bei den Mid-Techs bzw. Serienmessern gibt es eindeutig Qualitätsunterschiede, je nachdem, wer sie für Bastinelli gebaut hat. Dabei muß man bei MAX schon auch sehen, daß das ein anderes Preissegment ist als bei den Raptoren.
    Aber auch bei denen ist nach meinem Eindruck das Level unterschiedlich: Mein R.E.D. aus der Viper-Tecnocut-Production macht in den Details einen wertigeren Eindruck als das große GT6 aus der Lionsteel-Produktion. Das gilt ebenso für die Scheiden - die des R.E.D. ist okay, die des großen GT6 ist dünn und macht beim Ziehen leider den Andruck des Daumens fast obligatorisch, so daß einige Tageweisen ausscheiden, wenn man keine Custom-Kydex beistellt.

    Ebenso schön wie verständlich, daß diese Art von Juchten-Messern (12cm-Klasse mit Lederscheibengriff) zunehmend Freunde findet :)


    Rumpeltroll und ich haben ja auch schon etwas Ähnliches - es ist ein Vergnügen, so einen Griff in der Hand zu haben!


    Wünsche Dir viel Freude mit dem sehr schönen Messer! :thumbup:

    Tipup würde sich bei der Klingenform allerdings anbieten.....reverse gezogen und dann gleich im Bogen weitergeschwungen, daß paßt gut....


    Aber die Scheiden der Raptoren begünstigen diese Trageweise auch nicht gerade, vermutlich ist das beim Assaulyte nicht wesentlich anders. Die Scheiden sehe ich tatsächlich momentan eher als Schwachpunkt bei Bastinelli: Dünnes Kydex und eine Messeraufnahme, die den Andruck des Daumens zum Ziehen ziemlich obligatorisch macht......


    So ein Raptor oder ein Assaulyte in einer gefütterten Scheide von Blade-Systems z.B. würde aus der Reverse-Trageweise bei sicherer Messeraufnahme sozusagen von selbst in den Schwung weitergleiten...

    Da stimme ich Dir völlig zu!
    Eine Alternative sind die großen CS-Folder auch nur dann, wenn sie mich ebenso zufrieden machen wie das Bastinelli.
    Hinsichtlich Ergonomie ist das schwierig :)
    Andererseits schließe ich mich dem in deutschen Sammlerkreisen immer wieder anzutreffenden "CS-Bashing" auch nicht an....Die aggressiven Werbesprüche des Besitzers schrecken mich ebensowenig ab wie die putzigen Pfadfindershorts...


    Mein TiLite ist ein gut gemachter großer Folder, Messer wie das Espada XL und das Spartan hatte ich lange genug in der Hand, um mir ein wirklich positives Bild davon zu machen - und weiß, daß sie Anerkennung auch bei Leuten finden, die von der technischen Seite des Themas weit mehr Ahnung haben als ich....


    Und dann sind die Dinger ja NOCH ein wenig größer, das Talwar 5.5 ist immerhin auch runde 2 Zoll hoch :)......Das reizt....


    Kurzum: Die Entscheidung ist noch nicht getroffen, es geht dabei nicht nur um Kohle

    Der Preis ist auch in meinem Fall DIE Hürde, und die wird das Big Dragotac wohl eher nicht überspringen - zu dem Kurs bekommt man bei günstiger Gelegenheit (wie z.B. derzeit bei Ostermeier...) auch schon ein ER MPC.


    Vor allem aber ist es dann in meinem Fall auch die Konkurrenz der großen CS-Folder. Aus Erfahrung mit meinem großen TiLite weiß ich, daß ich in meinen weit geschnittenen Klamotten auch schlanker geschnittene Sechszöller wie z.B. das TiLite, aber auch das sehr interessante große Hold Out 1 bequem unterbringen kann. Unbequem wird es da erst mit dem Espada XL, das ist selbst mir zu groß :)


    Aber neben dem Hold Out konkurrieren in der "großen Klasse" eben auch noch so interessante Modelle wie das Talwar 5.5, das Espada Large G10 oder das XL Recon 1 mit jeweils fünfeinhalb Zoll Klingenlänge. Die sind allesamt hier für unter 150 Euro und damit für die Hälfte des Preises zu bekommen, den man für das Big Dragotac zahlen muß....


    Falls sich da also nicht gerade ne SEHR günstige Gelegenheit auftut, wird es wohl bei mir bei "Kenntnisnahme" bleiben, allerdings wieder einmal mit einiger Anerkennung für ein Bastinelli-Design...

    Klasse! :thumbup:


    Sozusagen sehr erhellendes Review vom "Lichtschalter" :)


    Informativ, sehr gut lesbar, bei aller "Sympathie" für das Messer auch mit sachlichem Blick auf die Punkte, die man hätte besser lösen können....


    Kompliment: "...fühlt es sich an, als würde es sogar zurückgreifen...." Plastischer hätte man gute Haptik/Ergonomie sicher nicht beschreiben können! :thumbup:


    Sehr interessant wird sicher auch ein Direktvergleich mit dem Bastinelli Assaulyte Compact werden, da dieses in der Klingengeometrie dem Fantoni C.U.T. ja mehr ähnelt.

    Bastien legt mit seinen Neuvorstellungen, vor allem aber erfreulicherweise auch den halbwegs erschwinglichen Midtechs, gerade ein ganz nettes Tempo vor. Bei den Fixed haben wir ja kürzlich das Assaulyte und das Karamdrink vorgestellt, vom Raptor gab es neue Farbvarianten, das kleine BB Drago ist auch als Midtech erhältlich....


    Bei den Foldern hat er ja mit dem BBR2 zuletzt ein Modell hergestellt, das eine verkleinerte Variante des BBR1 war.


    Jetzt hat er - selbst ein Freund großer Folder und mit einigen Video-Vorstellungen großer Cold Steel - Folder - auch mal was für den "großen Hunger" präsentiert:


    Das "Big Dragotac" ist ein Viereinhalbzöller mit hoher, wuchtiger 5mm-Klinge....


    http://www.youtube.com/watch?v=KTjLsCv11Co


    Wie das BBR2 wird auch das "Big Dragotac" bei Lionsteel in Italien gefertigt, mit kompletter Titan-Platine und Rotoblock-Sicherung, wie gewohnt.


    Zu haben ist die üppige Schöne z.B. wieder bei Tourangelle


    http://www.coutellerie-tourang…go-xml-180_888-13422.html


    Wermutstropfen sind die 300 Euro, die selbst bei den vergleichsweise preisgünstigen Tourangelle-Leuten aufgerufen werden.
    Da wird das "Big Dragotac" dann also schon mit den großen CS-Foldern wie z.B. dem neuen großen Talwar oder dem XL Recon konkurrieren müssen, die fünfeinhalb Zoll Klingenlänge mit einem G10-Rahmen und einem mordsstabilen Verschluß für den halben Kurs bieten....


    Alerdings bin ich wirklich von der ausgezeichneten Ergonomie der Bastinelli-Messer angetan, zudem ist das "Big Dragotac" auch optisch einfach eine Wucht(-brumme).


    Also schon wieder Begehrlichkeiten von Herrn Coves....:)


    Und um das Maß vollzumachen, zeigt Bastien in einem anderen aktuellen Video noch ein paar andere Leckerchen, darunter z.B. eine Alternative zum kleinen BB Drago Fixed, diesmal mit Hawkbill-Klinge....


    http://www.youtube.com/watch?v=EVWlCM8xMYE

    Lieber Freund,


    wieder sehr erfreulich und mit Lernpotential fürs Leben, so einen Beitrag von Dir zu lesen. Man kann also tatsächlich auch über einen Hammer etwas mit der Substanz von Überlegungen aus Marc Aurels "Selbstbetrachtungen" über das wahre, innere Wesen der Dinge schreiben.....oder, uns beiden wohl vertraut, etwas wie aus dem "Buch der fünf Ringe" von Meister Musashi:


    "Schwert und Kurzschwert, Speer und Hellebarde sollten, statt allerlei Zierrat zu tragen, vor allem schneiden, Bogen und Gewehr robust und genau sein".


    Das hat mehr Tiefe als funktionaler Pragmatismus bei der Materialauswahl im Werkzeugbau...


    Was hast Du schon für schöne, nein: gute! Sachen für mich gemacht, durchaus auch martialische... Und da ist das Grundmaterial zuweilen auch vorher etwas anderes gewesen. Aber etwas wie Dein Entermesser hat es nicht nötig, seine Ausstrahlung daraus zu beziehen, daß der Stahl vorher etwas besonders Edles war, ob nun Elisabeth I.'s Keuschheitsgürtel oder Brustpanzer Heinrich des Achten....


    Ausgewählt hast Du den Stahl stets allein nach der Überlegung, ob sich dieser spezifische Stahl nach seinen Materialeigenschaften besonders gut für DIE Zwecke eignet, die er nun in dem neuen, zu beurteilenden Gegenstand erfüllen soll - nicht danach, ob er einen "Nimbus" aus einer früheren, ganz anderen Verwendung mitbringt. Du wählst ganz nüchtern lieber etwas so Prosaisches wie eine Feile als effekthaschend etwas aus einem Kanonenrohr zu schmieden, das in seinem Anwendungbereich ein ganz anderes Anforderung- und Belastungsprofil zu erfüllen hat und danach beschaffen sein muß....


    Und keines der Messer, die Du für mich gemacht hast, hätte das nötig gehabt oder dadurch gewonnen. Sie sind, was sie jetzt sind, bringen allenfalls in ihrer oft historisch angelehnten Gestaltung in ihrer jetzigen Form einen Zauber dessen mit, was solche Messer früher geleistet haben. Sie sind funktional, absolut zuverlässig und müssen sich ihre Ausstrahlung nicht aus dem früheren Leben ihres Materials leihen, sie haben genug eigene aus der profunden handwerklichen Gestaltung und aus Deiner Handschrift, die in dieser Runde nicht nur ich schätze.


    Ein schöner Beitrag, nochmals meinen Dank dafür. Sowas kann man über das "Hämmern" hinaus mitnehmen ins Leben :)