Bei diesen Änderungen bleibt eins nicht übrig: das ursprüngliche Werkzeug.
Das wird eher genutzt wie ein Steinbruch - und dem Marmor sieht man die Schönheit des Berges auch nicht mehr an.
Wenn es nur darum geht, aus altem Stahl etwas sehr Schönes und Leistungsfähiges zu machen, würde ich mir an Stelle des Musikhörers eher von Roman aus altem Feilen- oder Blattfederstahl etwas schmieden lassen - dieses Material kann kann man mit weniger Aufwand als das Fleischerbeil bearbeiten, der verwendete Stahl gibt wohl auch eher das, was herauskommen soll: einen "Top-Performer".
Ich fände viel besser, das Beil zu erhalten, es wieder aufzufrischen und es zu behalten. Es ist vorschnell gesagt, so etwas nicht zu brauchen.....als ein Freund mit einem halben Wildschwein in gefrorenem Zustand ankam und ich weder Lust hatte, das Ding aufzutauen und auf einen Rutsch aufzufressen, noch mir ne Säge rauszusuchen und das Ding frostergerecht zu zerteilen, war die Sache mit einem Hiebwerkzeug von Roman im Wortsinn auf einen Schlag gelöst - und das Werkzeug hat eigentlich ne ganz andere Zweckbestimmung. Sowas kann man immer irgendwann mal brauchen, und zwischendurch nimmt man es einfach mal zur Hand und hat Freude an der alten Handwerkskunst.
So funktioniert ein Gutteil unserer Sammelleidenschaft, mit ein wenig Nachdenken, einem nachsinnenden Schluck geistiger Getränke und genügend Besitzwillen findet man IMMER einen Grund, warum man sowas bestimmt mal unbedingt braucht 
Sowas Schönes sollte man nicht "ausschlachten", solange es zum Messerschmieden noch alte Feilen und Lkw-Blattfedern gibt, schau mal:
Portugals GROSSE Messer (Madeira´s Fischer)
Wir besuchen (leider nur) einmal im Jahr einen Freund in Italien, einen berühmten Fleischer, der mit alten Spaltern und großen Messern arbeitet....Es ist immer wieder eine Freude, ihn damit umgehen zu sehen und sich so ein traditionelles Stück noch im Originalzustand anschauen zu können...
