Beiträge von Micha M.

    Diese kompakten Maße und ein Griff mit Zeigefingerloch sind spannend bei verschiedenen Klingenformen....Wharncliffe bietet sich natürlich an, ebenso Hawkbill, wobei das natürlich für Schneidarbeiten auf Unterlagen usw. weniger geeignet wäre, dafür aber z.B. als Gurt- und Bandschneider und Paketöffner gut taugt....und zu anderen Zwecken...


    Auch noch interessant stelle ich mir eine weit nach oben herumgezogene Schneide vor, die bei einem bogenförmigen Schnitt volle Schneidenlänge diagonal ins Schneidgut zieht, also so etwas wie einen extrem kompakten Upswept Skinner. Wäre sicherlich auch als Abhäutemesser für Jäger interessant, mit der Möglichkeit, sozusagen nach vorn in kleinen Bögen zu schneiden.


    Spannend wäre auch ein Reverse Edge Knife mit leicht nach oben gekrümmter Schneide...


    Möglichkeiten über Möglichkeiten :)

    Daß mir das gefällt, wird Dich nicht wundern :)


    Bei diesen geringen Griffgrößen kenne ich einfach keine Lösung, die hinsichtlich sicherem Ergreifen / Ziehen und anschließend verlustsicherem / stresssicherem Handling einem Zeigefingerloch gleichkommt....

    Mir ging es nicht darum, was schönzureden. Solange die ganze Fragestellung lediglich nach Kosmetik aussah, habe ich nur nicht nachvollziehen können, warum dies ausgerechnet bei dieser Art von Messer dann ein Ausschlußkriterium werden sollte. Als ich bei ER den Proto in der Hand hatte, hab ich das erst für nen Scherz gehalten, bis mir Maurizio versicherte, das sei anhand der Anforderungen der ital. Fernspäher gestaltet worden. Nen Schönheitspreis sollte das Teil nie gewinnen.


    Noch mal: Das Messer ist laut Hersteller zur Zweihandbedienung vorgesehen, das sollte man hier nicht ganz vergessen, auch wenn es technisch möglich und zusätzlich noch spaßig sein sollte, es einhändig zu öffnen.


    Was mir zu denken gibt, ist die offenbar doch sehr unterschiedliche Reaktion der Messer auf festes Schließen - einige Anwender haben ja nun schon mitgeteilt, daß ihre Messer keinerlei Spuren aufweisen, der Starter hat hier aber Bilder gezeigt, bei denen die "Macken" über reine Kosmetik schon ein wenig hinausgehen.


    Man sollte das Messer einsenden oder zumindest einem der kundigen ER-Händler hier einmal vorstellen, um feststellen zu lassen, ob DIESES Stück vielleicht irreguläre Toleranzen aufweist. In solchen Fällen habe ich ER stets als absolut korrekt kennengelernt, das würde mit Sicherheit abgestellt.

    Na ja, beim Uffpasser, Termite oder unserem friesischen "Leuteschreck" würden ja die Proportionen passen....Endlich mal ein Neckie, das beim Einatmen nicht hoch vor die Nase flattert :)


    Länger als ein CS Spike der alten Machart ist das Messer nicht, und die lassen sich schon als Neckie tragen - und mit 67 g netto ist es zwar nicht federleicht, aber auch nicht schwerer als mein Eskabar mit einreihiger Paracord-Wicklung...


    Finde das Ding interessant....

    WAS passiert denn da nun genau? Schlägt die Klinge nur an, wenn man die Sicherung dabei betätigt hält - oder immer? Was geschieht mit der Klinge, droht ein Abbruch der Spitze, stumpft die Schneide ab?


    Bislang hab ich hier nur gehört, daß die Klinge irgendwie anschlägt.....


    Übrigens ist das einhändige schwungvolle Zuschwingen schlichtweg ein Fehlgebrauch, gemacht ist das Messer AUSDRÜCKLICH nicht dafür: "The blade opening and closing are acting with both the hands together to minimize the risk of self injuries". Man sollte vielleicht einen Hersteller nicht dafür verantwortlich machen, daß das Messer suboptimal reagiert, wenn man es gegen die ausdrückliche "Bedienungsanleitung" verwendet...


    Lachen muß ich ein wenig über die beinahe angewiderten Reaktionen einiger Poster, ohne daß bislang irgendein Indiz dafür vorliegt, daß das Messer andere als rein kosmetische Schäden nimmt. Das ist ein Ausschlußkriterium? Das kann man doch nicht mit zerscherbenden Klingenwurzeln vergleichen, Leute!


    Mein Nemesis ist vor diesem Anschlag gefeit, die Daumenpins schlagen an den Rahmen und Verhindern ein Anschlagen der Schneide im Rahmen. Aber sie haben nach Hunderten von Schließvorgängen natürlich blanke kleine Kerben in den Rahmen geschlagen.....Horrible! Ich sollte es wohl wegschmeißen...


    Vor allem aber: Hier wird Kosmetik diskutiert, wo man vielleicht darüber diskutieren könnte, ob das Konzept eines "Klapp-Hauers" ÜBERHAUPT Sinn macht....Ich persönlich hab da durchaus leise Zweifel...Stattdessen geht es hier eher um Kosmetik oder 2 mm einer nicht mehr optimal scharfen Schneide maximal....

    Ungünstig ist hier insbesondere die "Unterschneide", die die Klinge aufweist. Mit lediglich einer normalen Beilschneide und einer Werbung als "Klapp-Campingaxt" hätte das Teil sonst ja ggf. noch Chancen....


    Aber der eifrige Herr M. aus W., der ja offenbar in jeder winkligen Struktur ne Pistole zu erkennen glaubt, wird hier sicher angesichts dieser "bösen" Unterschneide (....obwohl sowas ja z.B. zum Entasten praktisch sein kann....) sofort das "Henkersbeil des reisenden Scharfrichters" wittern....

    Das Messer gefällt mir, und ich finde klasse, mit welcher Sorgfalt Du es geplant hast.
    Manche der Projekte, die ich mit Martin von Blade-Systems zur Entwicklung eines Messermodells durchgeführt habe, haben sich auch über Monate hingezogen.
    Bei der Abwägung über Gestaltungsalternativen zu jedem Detail lernt man viel über die Messergestaltung und den Zusammenhang zwischen Gestaltung und Funktionalität.


    Wünsche Dir nun eine interessante Zeit und viele schöne Erfahrungen in der Anwendung Deines Messers!!


    Den Schleifstaub würde ich drin lassen. Der Griff wird ja wohl HOFFENTLICH eh noch Gebrauchsspuren bekommen, Kratzer, vielleicht auch kleine Flecken wie diese. Das adelt ein Messer. So sieht Deins von Beginn an nicht "steril" aus. Einfach weiter damit umgehen und nicht an Gebrauchsspuren stören ;)

    Sommerloch...


    Wobei ich mich alle Jahre und alle Fragesteller wieder frage, was es mit der Zufriedenheit an einem Messer zu schaffen hat, ob der Designer Köpfe oder Kartoffeln geschnitten hat, wenn er ganz offenkundig Ahnung davon hat, wie man ein Messer gestaltet, das den Kaufwilligen ja eigentlich sehr ansprechen muß, wenn er dafür 500 Ocken hinblättert....


    Übrigens: Um mit nem Messer nen Waffenträger niederzustechen, braucht es leider keine Spezialkräfteausbildung. Das können auch die jungen und vielfältig ungebildeten Herrschaften, mit denen ich mich zuweilen herumschlagen muß (hoffentlich nur das....) und wegen denen ich mir in dieser Affenhitze unter meiner Schußweste mit Stichschutz einen abschwitze :)


    Aber diese "Diskussion" kommt wirklich, wie das Christuskind im Weihnachtslied, alle Jahre wieder. Man kann hier im Grunde genügend Meinungen für die nächsten 15-20 Runden schon problemlos nachlesen.....

    Haha, Stefan, wieder so ein Elite-Ninja, der am Festzurren ner Scheide an irgendwelchen Trägersystemen scheitert :)
    Die kennen jedes Sturmgewehr im Schlaf - und scheitern an ein paar kleinen Kabelbindern oder nem Stück Paracord...

    Theoretisch natürlich einige, praktisch aber wenig...


    Ein Mittel könnte sein, Deine Enttäuschung über die Abläufe auszudrücken und darauf hinzuweisen, daß Du, wenn Nachlieferung nun nicht nach einer vernünftigen Frist erfolgt, in allen Dir zugänglichen Foren die Sach publik machen und die Leute warnen wirst, sich bei ihm auf kurzfristige Lieferzusagen zu verlassen.


    Wenn es ganz böse käme, könntest Du z.B. auch den ganzen Vorgang zusammenstellen und an seine "Local Authorities" senden, man muß sowas ja nicht unbedingt nur zivilrechtlich verfolgen. Ob das etwas bringt, steht allerdings in den Sternen.


    Ich hab ein ganz ähnliches Spiel mit Gilbert Norfleet erlebt und war nach weit mehr als einem Jahr (bei angeblich maximal dreimonatiger Wartezeit :) ) so genervt, daß ich keinerlei Spaß mehr an dem Messer hatte, als es dann wenigstens doch noch irgendwann klappte....

    Fauler Sack :)


    Bist jetzt schon 4 Jahre dabei und kennst Dich aus, und der arme Micha soll die Kartöffelchen kleindrücken und schön pusten ;)


    Zu den "selbstgemalten" Camos frag mal Tante Google, was sie Dir zu "Sniper Paint Camo" oder "Krylon Camo" im großen Bilderbuch zeigen kann...


    Zu Mehrphasen-Auftragen vielleicht mal http://www.camotech.com aufmachen, da ist ein plakatives Beispiel...
    Ein Ergebnis in Pulverepoxy kann man z.B. hier finden, es geht natürlich beliebig bunter, aber nur mal so für das System...
    Dreifarbige Pulverbeschichtung in Digi-Camo


    Interessante mehrfarbige Beschichtungen liefert auch Winkler, Tante Google zeigts im Bilderbuch, wenn wir sie lieb nach "Winkler II knives camo" fragen...


    Zu den Farbmöglichkeiten beim Ätzen schau mal hier im Forum mit dem Suchbegriff "Ätzmuster" wegen der Farben....


    Und zu den Formen schau Dir doch z.B. mal das geätzte Tigerstripes-Muster auf Martins&meinem Entwurf "Max" an
    Blade-Systems MAXimum Attacker - MAX


    Jetzt kann man sich vielleicht vorstellen, daß man die Farbwirkung des Ätzens mit der gezeigten Musterung verbinden kann, mit den Kontrasten, die sich aus der unterschiedlichen Oberflächenbehandlung der einzelnen Felder ergibt.


    Der Komplexität der Ätzmuster sind dabei kaum Grenzen gesetzt, wie uns Florian von Brasswerk z.B. hier zeigt:
    Ätzungen!


    Man kann sich leicht vorstellen, daß man so auch komplexe Camo-Muster herstellen kann...


    Was Lenzmitz uns hinsichtlich Camo durch Teilbelassen der Schmiedhaut gezeigt hat, findet sich hier:
    WIP: Woran arbeiten Sie?


    Im Unterforum von Martin findet man noch mehr Bilder von Camo-Mustern, ein wenig Stöbern lohnt sich aber, die Messer sind es allemal wert :)


    Und hier nochmal ein Direktvergleich zu Kontrast und Kontur bei Zweifarben-Tigerstripes:



    Oben die Billig-Variante aus China, hoher Kontrast, scharfe Konturen.
    In der Mitte der Klassiker: Tiger-Stripes von Strider, weiche Konturen, geringerer Kontrast
    Unten das MOZ von Blade-Systems, auch hier geringerer Kontrast und weichere Konturen


    Mir gefallen die Lösungen von Martin und von Strider eindeutig besser als die von Tops oder eben Billig-Beispiele wie das oben...


    Aber nun komm, Dickreef, jetzt leg auch mal interessante Beispiele nach, Du hast da sicher auch noch was auf der Pfanne 8)

    Vielen Dank, Euer Ehren! Schönes Review mit aussagekräftigen Bildern. Da mich das Messer schon länger interessiert, habe ich Deinen Bericht mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt - das Cal Persane rückt damit wohl noch ein wenig auf der Begehrlichkeitenliste nach oben :)

    Thomas: Glückwunsch, das ist ein schönes Stück! Gute Entscheidung


    Tamer: VORSICHT!! Zwei ganz ähnliche, nur mit einem kleinen Parierelement (heißen wohl heute "Scout 39") gehörten zu den ersten Messern im Bestand des kleinen Micha. Weiß noch, eins war mit Holz- eines mit blauem Plastikgriff....Das ist jetzt 40 Jahre her, die Dinger gibt es immer noch :)


    Geht man lange genug damit um, besteht also die große Gefahr, daß man davon dick, glatzköpfig und langbärtig wird und den Drang verspürt, sich in seltsame bunte Gewänder zu hüllen.....