Natürlich sähe eine leichte Biegung der beiden "Vorderschneiden" viel gefälliger aus, Roman - und wäre im Hieb auch wirkungsvoller als eine gerade Schneide.
Also soll es nun tatsächlich etwas mit einer "Gladius-Spitze" werden, okay.
Also reden wir im Grunde über etwas wie einen Pugio - auch der hatte zumeinst etwas gerundete Schneidenbögen bei großer Klingenhöhe.
Die Überlegung zur großen Klingenhöhe ist einfach die, daß man wundballistisch mehr Wirkung erzielt. Wir erinnern uns an das Zitat mit dem "Spaten" - eben: bei einem sehr breiten Einstichkanal ist die Wirkung entsprechend hoch, nicht umsonst haben spätere Untersuchungen von Gefallenen und Gladiatoren oft verheilte Gladius-HIEBE ergeben, während die entdeckten STICHE zumeist sofort letal waren.
Die Spitze sollte man dabei so lang gestalten, wie man das bei einem Pugio getan hat - die Penetrationsleistung eines "Anstiegswinkels" bis 45 Grad ist deutlich besser als bei den 70 und mehr Grad einer Modern-Tanto-Spitze, das Verhältnis zwischen Klingenvortrieb und Aufweitung des Stichkanals ist einfach viel besser.
Stumpfnasige Modern-Gladius-Spitzen wie beispielsweise beim ER 185 RAO sind fast nie primär auf Penetrationsleistung ausgelegt, sondern auf Werkzeug-Stabilität - nun ist aber "ein Dolch ein Ding, das sticht" 
Auch die asymmetrische Modern-Tanto-Spitze ist ja "eigentlich" mehr auf Stabilität getrimmt als auf Penetrationsleistung, jedenfalls in vielen Fällen. Sie ist einer klassischen Schwertspitze nachempfunden, die erstens im Hieb maximal stabil bleiben und zweitens beim bogenförmigen Aufkommen mit der Spitze auch schneiden sollte - klassische Tanto haben hingegen eine erheblich weniger steile und viel mehr auf Penetration ausgerichtete Spitze - und da ist der Schneidenbogen gerundet.
Neben - vielleicht sogar vor - Dave Lauck hat John Gage mit Gladius-Spitzen gearbeitet, bei ihm findet sich auch eine sehr schöne moderne Interpretation eines Pugio:
http://gagecustomknives.deviantart.com/art/Pugio-156872716
Hier haben wir also einen breiten Dolch - mit guter Penetrationsleistung, dabei aber im Gegensatz zu schlanken Dolchen wie dem FS erstens wundballistisch wirksamer, zweitens auch wirksamer im Hieb.
So etwa in diese Richtung könnte ich mir eine Entwicklung des hiesigen Projekts auch vorstellen.
Ahhh, was den Schliff angeht: Bei einer entsprechenden Klingenhöhe und 5 mm Stärke bedarf es wirklich keines Hohlschliffs, um sehr gute Schneidleistung aus so einer Klinge herauszuholen. Bei 2 Zoll Klingenhöhe hat man 25 mm Anschliffhöhe - da erreicht man eine für einen Dolch ausgezeichnete Schneidleistung problemlos auch beim Flachschliff....