Beiträge von Micha M.

    Das Khukri mit dem "westlichen" Griff sieht sehr gut aus, ist auch nicht zu stark gebogen. Du weißt ja, daß ich mal ziemlich ausgiebig zum Thema "Crossover-Khukri" gearbeitet hab - das hier sieht wirklich so aus wie meine damalige Wunschvorstellung!


    Wer macht denn sowas Hübsches??

    ...und für die Freunde der großen Größen nun auch noch was: Cold Steel Hold Out 1, full serrated



    Sechs Zoll (15,2 cm) Klingenlänge, nach Ersteindruck bombenfester Tri-Ad-Lock....über 5 Zoll Serrations (Wellenschliff wirkt ja nicht im Druckschnitt, sondern im ziehenden, also zählt hier Länge....)


    Das Messer wirkt aufgrund der erheblich höheren Klinge massiger und größer als das gleich lange sechszöllige Ti-Lite. Der ziemlich rauhe G10-Griff liegt sicher in der Hand auch ohne Guard, der Clip hat die richtige Festigkeit. Das Messer wiegt gerade mal 200 g, für so einen Klopper nicht viel, und ist schlanke 14 mm hoch (und sitzt trotz seiner Größe in Cargohosen-Taschen daher sehr bequem...).


    Gentleman-Folder (so in der Größe des kleinen Al Mar) wirken ebenso verzwergt neben dem großen Hold Out wie das kleine Street Beat.....selbst der große Einsatzfolder Extrema Ratio Nemesis mit 11,5 cm - Klinge sieht aus wie Bambi neben Balou....


    Wer keine kleinen Brötchen backen will, muß eben auch die großen aufschneiden können :)

    Doc, das ist kein Folts Minimalist, sondern ein Bastinelli BB Drago Fixed Production Knife mit ner beigestellten Kydex eines französischen Custom-Kydexscheidenbauers....
    Schau mal hier: 3x Bastinelli


    Die Ergonomie des fülligeren Drago ist imo deutlich besser als die des CRKT/Folts Minimalist, dafür kostet es leider auch das Dreifache....

    Außerdem sind auch die Beile auf dem traditionellen Tätigkeitsabzeichen der Sappeure der französischen Linien-Infanterie, in deren Nachfolge noch heute die eindrucksvollen, bärtigen Sappeure der französischen Legion bei Paraden ihren Einheiten voranmarschieren, rot ausgeführt.


    Während ihre Äxte heute keine Sapie (den Rückhaken, der dem Einreißhaken der Feuerwehrbeile entspricht) auf der Hinterseite aufweisen, sind alte Schanzäxte ganz ähnlich gestaltet wie Deine Feuerwehraxt...

    Nee, bloß nicht umlackieren!


    SO ist es die Axt, die man in Filmen, Spielen usw. gesehen hat - und Du willst sie ja eh mehr in Deine Sammlung aufnehmen als draußen damit rumrennen.


    Da würd ich nix mehr ändern!

    Nimm uns die Scherze bitte nicht übel, zumindest die etwas Älteren unter uns verbinden mit so einer Feuerwehraxt sozusagen zwangsläufig den Film "Shining"


    http://de.wikipedia.org/wiki/Shining_%281980%29


    Da schwingt Jack Nicholson so ein Ding, der in der Rolle einen wahnsinnig werdenden Schriftsteller spielt (daher die Schreibmaschine).
    Eine Szene mit dem irre lächelnden Nicholson ist so ziemlich allen Filmfreunden bekannt und gleichzeitig eines der bekanntesten Nicholson-Fotos


    http://images4.fanpop.com/imag…son-23272461-1024-768.jpg


    Und die von mir verlinkte Musik stammt aus der Anfangsszene des Films, der Anfahrt zum einsamen Overlook-Hotel...

    Warum sollte das Führen verboten sein?
    Mensch, das ist ne Feuerwehraxt, keine Hellebarde!


    Das ist kein Fall für Herrn M. aus W., vielmehr wird man vermutlich zur Gefahrenabwehr eingesammelt und amtsärztlich untersucht, wenn man damit wandern geht....


    Traditionell wird wegen des Spikes auf der Rückseite den Anwendern dieses Tools das Tragen dieser Kopfbedeckung zum Schutz angeraten:


    http://www.pierros.de/images/H…ufe_Feuerwehrhelm_rot.jpg


    Auf keinen Fall sollte man übrigens die Frage, was man damit vorhat, mit "Jetzt nicht, Schatz, ich muß noch arbeiten, ich hab noch viel zu schreiben...." beantworten. Und das Anbringen eines großen Türschilds "OVERLOOK" befreit gemeinhin sofort von allen halbwegs kinokundigen und vernunftbegabten Mitbewohnern....

    Bislang hat man mich übrigens keiner Antwort gewürdigt, ist ja auch nur ein Deutscher, der moppert....


    Wenn man schon so vollmundig daherschwallt von "proudly made in USA", sollte man auch bei den Details und Beistellungen so arbeiten, daß man auch "proud" aufs Ergebnis sein kann. Mal zum Vergleich: Vom vielgescholtenen Cold Steel hatte ich auf verschiedene Anfragen bislang immer in wenigen Tagen sehr befriedigende Antworten erhalten, die eine Befassung mit meiner Anfrage belegten - auch wenn CS nicht mehr "proudly in the USA" fertigt, sondern im Land der China-Rohlinge (...da war doch mal was..)


    Hiesigen Anwandlungen, in jedem US-Zachel automatisch den heiligen Gral der Metallbearbeitung erkennen und jeder anderen Nationalität die handwerkliche Befähigung zur Schneidwarenherstellung sozusagen ethnisch-genetisch-sternenbannerpolitisch abzusprechen, hab ich ja schon immer mit einem gewissen Zweifel gegenübergestanden. Nach einem arg verschliffenen ProTech hat mir nun auch das Mission zumindest mit Schliff und grottigen Beistellungen wieder mal gezeigt, daß man nicht automatisch was Gutes bekommt, wenn es unter Sternenbanner und Abhörantennen gedengelt wurde.....

    Ja, in meinem waren in Vor-Handy-Zeiten und in Vor-42a-Zeiten auch immer ein paar Telefongroschen :)


    Ich halte Hohlgriffmesser nicht für durchweg ungeeignet für diesen Anwendungsbereich und glaube, das negative Bild ist wesentlich von der Flut der Billigprodukte sowohl grottiger Rambo-Messer-Kopien als auch der unzähligen "Nachläufer" mit Plastikgriff und Dosenblechklinge geprägt. Wir haben hier ja schon Beispiele für höherwertige und eben auch höherpreisige gut gemachte Hohlgriffmesser aufgeführt.


    Auch die Verbindung Griff-Klinge MUSS nicht schwächer sein als bei einem Messer mit konventionellem Erl und Schalen oder aufgespritztem Griff, man muß da schon ein wenig genauer hinsehen, wie die Verbindung genau ausschaut und aus welchem Material der Griff besteht.


    Und insbesondere die Gattung der integralen Hohlgriffmesser (Reeve, Robson) ist nicht weniger stabil als Full Tang. Übrigens zeigt Robson (RPW Knives), daß man solche Messer auch mit anderen Griffquerschnitten bauen kann und dann nichts mehr rollt, aber auch nichts kantet.


    Die Frage des "richtigen" Messerquerschnitts mag ich nicht ZU pauschal beantworten, auch wenn ich Tonys Argumentation technisch richtig finde: Es gibt eben auch viele Anwender, die einen eher runden Griffquerschnitt sogar subjektiv vorziehen und damit besser klarkommen - und seit Jahrzehnten auch mit Messern anerkannter Hersteller wie Randall bestens bedient werden.


    Aber man hat einfach im Bereich qualitativ guter, jedoch noch halbwegs bezahlbarer und marktverfügbarer Messer eine viel größere Auswahl, wenn man das Survival-Kit NICHT im Griff unterbringen muß. Bis auf Reeve (sehr selten) und Robson (relativ teuer) werden Hohlgriffmesser auch - mal vom ADO abgesehen - weit überwiegend erst ab etwa Siebenzöller angeboten. Auch bei der für den einzelnen Anwender "richtigen" Klingenlänge hat man also bei herkömmlichen Messern bei vergleichbarer Messerqualität dann viel mehr Auswahl im herkömmlichen Bereich.


    Zudem hat man auch viel mehr Auswahl an Klingenformen und Griffmaterialien. Es gibt in diesem Bereich ja Präferenzen vom Armageddon oder Hoodlum über den traditionellen Siebenzöllerbereich wie etwa beim GEK weiter über deutliche kleinere Messer wie meinetwegen das Sissipuukko M95 bis hin zum kleinen Bushcrafter oder einem Mora...Und Griffvorlieben von Integral-unzerstörbar wie beim GEK bis hin zu prellschlagabsorbierendem und bei Nässe/Kälte angenehmem Gummi wie bei Fällkniven, Peltonen, ER usw....


    Und eine separate, auf die Scheide aufmontierte Tasche finde ich auch viel praktischer: Sowohl Volumen als auch Behälteröffnungsgröße sind deutlich größer - so ein Hohlgriffmesser hat meist ein Innenvolumen von 50 ml / 5 Kubikzentimetern, der Innendurchmesser liegt allenfalls bei dem einer Euromünze. Viel paßt da nicht rein...